Aktien Frankfurt Ausblick: Fester erwartet - IBM-Zahlen beflügeln
17.10.02 08:24
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die meisten Aktien an der Frankfurter Börse dürften am
Donnerstag mit Gewinnen eröffnen. Händler Björn Fromkorth von Lang&Schwarz
verwies auf die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des
US-Computerherstellers IBM . Das Wertpapierhandelshaus Lang &
Schwarz sieht den DAX vorbörslich fester bei 3.075 Punkten. Die
Citibank berechnet den Index bei 3.079 Zählern. Am Mittwoch hatte das
Börsenbarometer 1,29 Prozent im Minus bei 3.008,93 Punkten geschlossen.
In den Mittelpunkt dürfte die SAP-Aktie geraten. Der
Softwarekonzern hat wegen der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage
seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2002 zurückgenommen. Die bisherige
Erwartung, den Erlös um fünf bis zehn Prozent zu steigern, sei nicht mehr
haltbar, hieß es in einer Mitteilung der SAP AG am Donnerstagmorgen. Bei der
operativen Gewinnmarge rechnet SAP jedoch weiterhin mit einer Steigerung um
mindestens einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 20 Prozent.
Die Deutsche Telekom muss Presseberichten zufolge umfangreiche
Wertberichtigungen auf Mobilfunklizenzen und Beteiligungen vornehmen. Zudem
meldet die "Börsen-Zeitung", der Bonner Konzern wolle die Bekanntgabe der Zahlen
für das dritte Quartal um etwa eine Woche vorziehen.
Telekom-Aufsichtsratschef Hans-Dietrich Winkhaus ist bei den
Arbeitnehmervertretern voll in die Schusslinie der Kritik geraten. Bei einer
Versammlung von Betriebsräten forderte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Wegner
den Rücktritt von Winkhaus. Einen entsprechenden Bericht des Wirtschaftmagazins
"Capital" bestätigte der Betriebsrat der Deutschen Telekom am Mittwochabend in
Bonn.
Die Deutsche Post wird noch in diesem Jahr den Expressdienst DHL
International nahezu vollständig übernehmen. Nach Informationen der "Financial
Times Deutschland" (FTD, Donnerstagausgabe) wird Postchef Klaus Zumwinkel für
weitere 23 Prozent der Zustelltochter, die sich auf den weltweiten Versand
besonders eiliger Dokumente und Päckchen spezialisiert hat, rund 400 Millionen
Euro bezahlen.
Auch die Bankenwerte könnten das Interesse der Anleger auf sich ziehen.
Die Deutsche Bank soll Gerüchten in New York zufolge von einer US-Bank
übernommen werden.
Der Haarpflegekonzern Wella hat den 9-Monats-Umsatz um 10,3
Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert. Am Montag geriet das Unternehemn in
die Schlagzeilen, weil Henkel das Darmstädter Unternehmen für rund
4,5 Milliarden Euro übernehmen wolle.
Die Vorgaben aus den USA waren negativ: Der Dow Jones verlor bis
Handelsschluss 219,65 Zähler oder 2,66 Prozent auf 8.036,03 Punkte, nachdem er
an den vorangegangenen vier Handelstagen um nahezu 1.000 Zähler zugelegt hatte.
Der breitere S&P-500-Index sank um 2,39 Prozent auf 860,02 Zähler. Der
NASDAQ-100-Index verlor 4,24 Prozent auf 910,13 Punkte. Der
marktbreite NASDAQ Composite gab 3,90 Prozent auf 1.232,42 Zähler
nach./tw/ak/
17.10.02 08:24
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die meisten Aktien an der Frankfurter Börse dürften am
Donnerstag mit Gewinnen eröffnen. Händler Björn Fromkorth von Lang&Schwarz
verwies auf die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des
US-Computerherstellers IBM . Das Wertpapierhandelshaus Lang &
Schwarz sieht den DAX vorbörslich fester bei 3.075 Punkten. Die
Citibank berechnet den Index bei 3.079 Zählern. Am Mittwoch hatte das
Börsenbarometer 1,29 Prozent im Minus bei 3.008,93 Punkten geschlossen.
In den Mittelpunkt dürfte die SAP-Aktie geraten. Der
Softwarekonzern hat wegen der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage
seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2002 zurückgenommen. Die bisherige
Erwartung, den Erlös um fünf bis zehn Prozent zu steigern, sei nicht mehr
haltbar, hieß es in einer Mitteilung der SAP AG am Donnerstagmorgen. Bei der
operativen Gewinnmarge rechnet SAP jedoch weiterhin mit einer Steigerung um
mindestens einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 20 Prozent.
Die Deutsche Telekom muss Presseberichten zufolge umfangreiche
Wertberichtigungen auf Mobilfunklizenzen und Beteiligungen vornehmen. Zudem
meldet die "Börsen-Zeitung", der Bonner Konzern wolle die Bekanntgabe der Zahlen
für das dritte Quartal um etwa eine Woche vorziehen.
Telekom-Aufsichtsratschef Hans-Dietrich Winkhaus ist bei den
Arbeitnehmervertretern voll in die Schusslinie der Kritik geraten. Bei einer
Versammlung von Betriebsräten forderte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Wegner
den Rücktritt von Winkhaus. Einen entsprechenden Bericht des Wirtschaftmagazins
"Capital" bestätigte der Betriebsrat der Deutschen Telekom am Mittwochabend in
Bonn.
Die Deutsche Post wird noch in diesem Jahr den Expressdienst DHL
International nahezu vollständig übernehmen. Nach Informationen der "Financial
Times Deutschland" (FTD, Donnerstagausgabe) wird Postchef Klaus Zumwinkel für
weitere 23 Prozent der Zustelltochter, die sich auf den weltweiten Versand
besonders eiliger Dokumente und Päckchen spezialisiert hat, rund 400 Millionen
Euro bezahlen.
Auch die Bankenwerte könnten das Interesse der Anleger auf sich ziehen.
Die Deutsche Bank soll Gerüchten in New York zufolge von einer US-Bank
übernommen werden.
Der Haarpflegekonzern Wella hat den 9-Monats-Umsatz um 10,3
Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert. Am Montag geriet das Unternehemn in
die Schlagzeilen, weil Henkel das Darmstädter Unternehmen für rund
4,5 Milliarden Euro übernehmen wolle.
Die Vorgaben aus den USA waren negativ: Der Dow Jones verlor bis
Handelsschluss 219,65 Zähler oder 2,66 Prozent auf 8.036,03 Punkte, nachdem er
an den vorangegangenen vier Handelstagen um nahezu 1.000 Zähler zugelegt hatte.
Der breitere S&P-500-Index sank um 2,39 Prozent auf 860,02 Zähler. Der
NASDAQ-100-Index verlor 4,24 Prozent auf 910,13 Punkte. Der
marktbreite NASDAQ Composite gab 3,90 Prozent auf 1.232,42 Zähler
nach./tw/ak/