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www.bloombergquint.com/business/...scandals-hit-deutsche-bank
Hier ein Übersetzungsversuch mit freundlicher Unterstützung von Google ...
Nachdem Christian Sewing seit Monaten fieberhaft an der Beschleunigung eines Turnaround-Plans für die Deutsche Bank AG gearbeitet hat, stößt er nun auf eine Wand.
Am Donnerstag, einen Tag, nachdem er ein Pep-Gespräch mit dem Management geführt hatte, wurde das Hauptquartier der Bank einschließlich der Büros des gesamten Vorstands von der Polizei durchsucht. Die Aktien fielen auf ein Rekordtief angesichts der Aussicht auf eine weitere kostspielige Untersuchung, diesmal im Zusammenhang mit den Offenlegungen aus den Panama Papers. Tage zuvor wurde das Unternehmen tiefer in einen weiteren Geldwäscheskandal bei Danske Bank A / S hineingezogen.
Die Ereignisse drohen eine negative Feedback-Schleife aus sinkenden Einnahmen, sinkender Moral und steigenden Finanzierungskosten zu beschleunigen. Während viele der größten Investoren der Deutschen Bank, die vor den Razzien kontaktiert wurden, sagten, sie würden ihn immer noch unterstützen, behaupteten sie, er habe nur noch ein oder zwei Quartale, um zu beweisen, dass sein Ansatz funktionieren kann. Gleichzeitig werden strategische Alternativen aufgrund des niedrigen Aktienkurses für die Aktionäre immer schmerzhafter.
Sewing sagte einer deutschen Zeitung am Wochenende, dass sich die Aktie bald erholen werde, da die Deutsche Bank ihren ersten Jahresgewinn seit vier Jahren anstrebe. Er sagte, die Bank habe zuvor die von den Panama-Papieren in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden aufgeworfenen Fragen untersucht und davon ausgegangen, dass die Angelegenheit abgeschlossen sei.
Da die 148-jährige Institution immer noch stolpert, werfen wir einen Blick auf einige Szenarien, wie ihre Zukunft aussehen kann:
Noch mehr Einschnitte
Sewing übernahm im April das Mandat zur Beschleunigung der Kostensenkungen, aber er hat kürzlich die Bemühungen betont, nach Jahren rückläufiger Einnahmen wieder in Wachstum zu investieren. Weitere Einsparungen sind jedoch nicht völlig aus dem Tisch. Der CEO sagte privat, er werde seine Strategie überprüfen, wenn klar wird, dass sie nicht funktioniert, sagte eine Person, die mit seinem Denken vertraut ist. Sein aktueller Plan hat sich über das Jahr 2019 hinaus nur vage Ziele gesetzt, und die Anleger werden wahrscheinlich bald mehr Details verlangen.
Eine weitere Reduzierung der US-Aktivitäten wäre zu begrüßen, so zwei große Investoren die (namentlich) nicht genannt werden möchten, während sie über ihre Investitionen (bei der Deutschen Bank) sprechen. Wo immer die Bank schrumpft, geht dies nicht auf Kosten der Einnahmen, sagte Finanzvorstand James von Moltke.
Ein deutscher Zusammenschluss
Diese Option wurde im vergangenen Jahr am heftigsten diskutiert. Cerberus Capital Management, der größte private Investor des Konkurrenten Commerzbank AG, hat vor einem Jahr den Besitz einer großen Beteiligung an der Deutschen Bank bekannt gegeben. Ein Deal würde es der neu gegründeten Bank ermöglichen, möglicherweise Zehntausende von Arbeitsplätzen, Hunderte von Niederlassungen und eine unzählige Anzahl von IT-Systemen abzubauen, was sie für einen höheren Gewinn im überlasteten deutschen Markt positioniert.
Viele Top-Manager sind sich einig, dass es für beide sinnvoll sein könnte, sich irgendwann zusammenzuschließen, so die Leute, die über ihr Denken informiert wurden. Sie sagen aber auch, eine Bindung sei schwierig, solange beide Banken in mehrjährigen Turnaround-Programmen eingeschlossen sind. Der lange schmerzhafte Rückgang des Aktienkurses der Deutschen Bank, der größere der beiden, ist ein weiteres Hindernis, obwohl dies einen solchen Deal für die Commerzbank möglicherweise schmackhafter macht.
Ein europäischer Deal
Viele Menschen innerhalb der Deutschen Bank bevorzugen eine Fusion mit einer Bank außerhalb Deutschlands, die den deutschen Kreditgeber ergänzen würde, statt große Teile davon zu entlassen. Die obersten Führungskräfte der Bank und ihr Aufsichtsrat haben bei ihrer jährlichen Strategiesitzung im September mehrere Szenarien durchgearbeitet, jedoch letztendlich entschieden, dass der Zeitpunkt nicht passt.
Das größte Hindernis für ein solches Szenario ist wiederum der niedrige Aktienkurs der Deutschen Bank. Jeder Deal bei der aktuellen Bewertung bedeutet, dass die Deutsche Bank als Junior Partner enden kann. Die Marktkapitalisierung von UBS beispielsweise ist mehr als doppelt so hoch. Ein höherer Aktienkurs würde der Deutschen Bank mehr strategische Optionen eröffnen. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb dem Top-Management eine zu frühe Entscheidung zuwider ist, so ein Mitarbeiter.
Zusammenarbeit
Ein weniger disruptiver Ansatz zur Steigerung der Einnahmen wäre ein Joint Venture. Sewing hat die Idee in den letzten Monaten wiederholt als Alternative zur Bankenkonsolidierung und als Möglichkeit für europäische Banken zum Ausdruck gebracht, Verkaufsplattformen gegen eine potenzielle Bedrohung durch große Internetfirmen wie Google, Amazon und Facebook aufzubauen.
Die Deutsche Bank hat bereits mit anderen Firmen zusammengearbeitet, um Online-Produktangebote wie die Digital Identity Management-App Verimi zu erstellen. Aber das ist ein sehr kleiner Anfang. Wenn Sewing Joint Ventures wirklich als Alternative zu Fusionen sieht, muss er größere Dinge im Sinn haben.
Aufspaltung
Obwohl Sewing versucht, die Aktionäre für sich zu gewinnen, indem er zeigt, dass sein aktueller Plan anfängt, Früchte zu tragen, hat er über Änderungen diskutiert, die die Durchführung eines Deals einfacher machen würden. Die Kreditanstalt erwägt, ihre Kerngeschäfte unter einer Holding aufzuteilen, eine Maßnahme, die eine Aufspaltung im Falle einer Krise vereinfachen würde, und agiler bei potenziellen Fusionen, so die im Gespräch mit Bloomberg im September gemachten Aussagen. Die Umsetzung würde jedoch auf viele regulatorische und operative Hürden stoßen, und CFO von Moltke sagte, die Diskussionen seien "nicht strategisch".
Eine Holdingstruktur würde es auch erleichtern, die Bank in einen Privatkreditgeber und eine Investmentbank aufzuteilen, was ein Börsengang oder den Verkauf von Teilen davon erleichtern könnte. Auf der letzten Jahreshauptversammlung im Mai wurde ein Vorschlag für eine solche Aufteilung vorgelegt. Obwohl der Vorstand der Deutschen Bank befürwortet hatte, gegen den Vorschlag zu stimmen, weil die Aufspaltung der Bank das Geschäft schädigen würde, erhielt er immer noch mehr als 5 Prozent der Stimmen.
Fortsetzung
Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass keine Planänderung erforderlich ist. Einige Regulierungsbehörden und mehrere Investoren sind sich einig, dass es für die Bank zum jetzigen Zeitpunkt schwer sein wird, einen Deal abzuschließen, der eher strategische Vision als Verzweiflung ausstrahlt, sagten die Leute. Wenn es Sewing gelingt, die Gewinne trotz des neuen Gegenwinds zu stabilisieren, können die Anleger wieder Vertrauen gewinnen.
Sewing hat die Unterstützung von Doug Braunstein gewonnen, dem ehemaligen Finanzchef von JPMorgan Chase & Co., dessen Hudson Executive Capital LLP Anfang November einen Anteil von 3,1 Prozent an der Deutschen Bank offenbarte. Die Aktien der Deutschen Bank sollten am Ende etwa dreimal höher handeln als bisher, wenn der Plan von Sewing erfolgreich war, sagte Braunstein zu dem Zeitpunkt. Eine Fusion mit einer anderen Bank ist dafür nicht erforderlich.
... nicht auf und es ist traurig und auch ein wenig peinlich, dass Sewing ...
a) ... der BamS ein Interview gibt und ...
b) ... dort auf den 1. Jahresgewinn seit Jahren verweist, während der operative Ertrag (im Vergleich zum Vorjahr) weiter sinkt (um ca. 1 bis 1,5 Mrd. Euro), während die Kosten (ink. Restrukturierung) um nur ca. 800 Mio. Euro sinken werden. Als wäre es John Cryan zu verdanken, dass die Steuersenkungen in den USA den Bilanzgewinn der Deutschen Bank in 2017 schredderten!
Fakt ist, dass es in 2018 bei den Zahlen operativ (!) noch einmal schlechter aussieht als 2017 und Sewing froh sein kann, wenn er 2019 das Vorsteuergebnis aus 2017 erzielen kann. Seine Performance liegt aktuell deutlich unterhalb der von Cryan, der das Tagesgeschäft eher als "Nebentätigkeit" wahrnahm, während Sewing sich diesem zwar offensichtlich verpflichtet fühlt, aber weder dort noch in seiner Nebentätigkeit als Krisenmanager nennenswerte Erfolge verzeichnen kann. Kostensenkungen zu Lasten des Ertrags hätte jeder halbwegs gebildete BWL-Student nach 4 Semestern auch irgendwie hinbekommen. Ob er es auch geschafft hätte, den Ertrag (in absoluten Zahlen) doppelt so stark zu senken wie die Kosten, das darf hingegen bezweifelt werden.
Achleitner und Sewing schaffen die Deutsche Bank kontinuierlich (weiter) ab und ja, es ist mühseelig jeden Tag und immer wieder zu schreiben, dass Dr. Paul Achleitner nun ausreichend genug Möglichkeiten hatte, sich auszuzeichnen, aber letztlich grandios gescheitert ist und seinen Platz besser noch heute als morgen räumen sollte. Ein neuer (fähiger) Aufsichtsratsvorsitzender würde sich dann auch zeitnah mit den Personalfragen rund um den Vorstand befassen müssen und ich denke, dass auch hier weitreichende Veränderungen notwendig wären.
Den europäischen Mitbewerbern der Deutschen Bank möchte ich gerne zurufen: Wartet nicht, bis die Deutsche Bank in 2-3 Jahren auf Euch zukommt. Übernehmt den Laden jetzt (!), wo ohnehin alles im Umbruch ist, und macht es gleich richtig, statt dann mehr Geld auf den Tisch zu legen und obendrein weitaus dickere Brocken bewegen zu müssen: Man muss den Teig in Form kneten, wenn er weich ist. Greift zu und lasst Euch nicht ins Boxhorn jagen von Leuten, die ihr Handwerk offensichtlich nicht verstehen und glauben, man müsste sie vorher nach ihrer Meinung fragen.
... egal, weil ich mich über den Vorsteuergewinn ausgelassen habe und da spielen dann eben auch die Kosten mit rein: Wenn aber die Verminderung der absoluten Erträge ein Verhältnis von 2:1 gegenüber der Verminderung der absoluten Kosten erreicht, dann wirkt sich das auch das negativ auf den Gewinn und damit auf die Verschuldungsquote aus, auf der Sie ja so gerne herumreiten, verehrter G.A..
@RPM: Du gehst also davon aus, dass die Deutsche Bank einen Q4/2019-Ertrag >= 5,7 Mrd. erreichen und damit im Vorjahresvergleich zulegen kann, während aktuell die Zahlen eher für ein (weiteres) Minus von ca. 8,5% (auf ca. 5,2 Mrd.) sprechen? Klar ist das möglich, aber wohl nur über Sondererträge durch den Verkauf von Tafelsilber (Polen?). Was in Q4/2018 auf diese Weise "on-top" dazukommt wird in Q1/2019 um so mehr fehlen. Ich bleibe dabei, dass die Bank im Moment operativ nicht zulegen kann in den Bereichen, die sie noch nicht abgestoßen hat. Momentan werden nur Zahlen (vor allem für die breite Öffentlichkeit) frisiert, aber das wird sich bitter rächen, wenn auch das letzte veräußerbare Tafelsilber verkauft ist. Vorstand und Aufsichtsrat robben sich aktuell verzweifelt ins 4. Quartal 2019, bis die Zinsschraube wieder anspringt und als erstes die (negativen) Einlagezinsen verschwinden. Das ist aber keine (neue und) ausgeklügelte Unternehmensstrategie, sondern lediglich die Fortsetzung der Durchhaltetaktik der letzten Jahre. Dafür brauchst Du vielleicht Glück, aber ganz sicher kein Können ...
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