... glaubt wohl aktuell niemand daran, dass die Deutsche Bank "untergehen" (sterben) könnte. Niemand wird ernsthaft das Experiment wagen wollen, die größte Bank im stärksten Wirtschaftsraum Europas über die Klinge springen zu lassen. Das wird auch nicht nötig sein, wenngleich es den Steuerzahler und die Sparer vielleicht einiges kosten wird, wenn es hier wirklich zu einem Kollaps kommt.
Ich denke nur, dass jetzt vor allem eine überdurchschnittliche (Finanz-)Stabilität der Deutschen Bank nötig ist, um solchen Szenarios nachhaltig entgegenzuwirken, und an dieser Stelle sind nun die gefordert, die beim letzten großen Problem der Deutschen Bank noch einmal glimpflich davongekommen sind: Die Aktionäre! Die Kredite der deutschen Banken wurden gesichert, in dem man die Gläubiger mit Unmengen an Geld versorgte, so dass sie diese weiter bedienen konnten. Die Aktionäre kamen damals mit einem blauen Auge davon. Für die damaligen Verantwortlichen war dieses blaue Auge jedoch kein ausreichender Grund, sich rechtzeitig umzubesinnen und die Exzesse sowie die krummen Geschäfte einzudämmen, die das Fass dann erst so richtig ins Rollen brachten ...
Diesmal werden aber die Aktionäre die Suppe auslöffeln müssen. Das wird sich zwar durchaus positiv auf die Bilanz aber doch erst einmal negativ auf den Kurs auswirken, zumindest solange diese Dysbalancen nicht endgültig beseitigt sind.
Ja, sie wird wohl weiterleben, aber die Rechnung hierfür zahlen diesmal wohl andere ...