Ich bin richtig froh, dass es nichts wichtigeres gibt als über die Haare des Deutschen Kanzerls zu debattieren. Die Welt ist also noch in Ordnung!
England debattiert über Kanzlers Kopfschmuck
London. Tut er's oder tut er's nicht - diese Frage beschäftigt jetzt auch unsere Freunde von der Insel. Das dunkle, jugendlich wirkende Haar von Bundeskanzler Gerhard Schröder (57) ist dort Medienthema. Das Boulevardblatt 'The Mirror' widmete der haarigen Frage, ob der Kanzler färbt, die gesamte Seite Drei.
Das Blatt fordert seine Leser auf, nach Ansicht großformatiger Bilder selbst zu entscheiden. Schließlich habe der Kanzler - "der nicht wegen seines Sinns für Humor bekannt ist" - jedem eine Klage angedroht, der behauptet, er färbe sein Haar.
In Deutschland ein 'Tuschelthema'
In Deutschland wird Schröders Haarfarbe meist nur hinter vorgehaltener Hand thematisiert. Erst vor kurzem wurde ein Agenturbericht mit einer Vermutung über tönende Eingriffe auf Kanzlers Haupt zurückgezogen. Schröder soll über einen Anwalt mit einer Unterlassungserklärung gedroht haben.
Der britische Rundfunk BBC berichtete, Schröder habe "Staatsgeschäfte beiseite geschoben, um ein sehr wichtiges Detail klar zu stellen: Seine Haarfarbe". Die Haare seien schon "während des Wahlkampfes 1998 Gegenstand intensiver Spekulation" gewesen. "Da Deutschland 2002 erneut wählt, hofft Schröder offensichtlich, dass die Drohung mit rechtlichen Schritten weiteres Gerede verhindert." Der linksliberale 'The Guardian' schreibt von "gemeinen Gerüchten bezüglich des Mangels an Silber an den Schläfen". Die Frage sei wichtig, denn "anscheinend übt sein tiefschwarzes Haar einen gewissen Reiz auf weibliche Wähler aus." Und: "Es geht um eine Frage des Vertrauens. Wenn ein Politiker über seine Haarfarbe lügt, worüber mag er dann noch flunkern?"
Ideal: 'Staatsmännisch silbergrau'
Der konservative 'The Daily Telegraph' widmete dem Thema einen Artikel auf Seite Eins und einen Kommentar: "Ist das denn wirklich ein so beschämender Gedanke? Warum können Männer nicht offen zugeben, Haarfarbe zu benutzen?" Und weiter: "Männliche Politiker sollen froh darüber sein, Grau zu sein. Das Ideal ist ein staatsmännischen Silbergrau. Schröder hat also allen Grund zur Sorge, denn Edmund Stoiber hat einen schönen Graukopf."
England debattiert über Kanzlers Kopfschmuck
London. Tut er's oder tut er's nicht - diese Frage beschäftigt jetzt auch unsere Freunde von der Insel. Das dunkle, jugendlich wirkende Haar von Bundeskanzler Gerhard Schröder (57) ist dort Medienthema. Das Boulevardblatt 'The Mirror' widmete der haarigen Frage, ob der Kanzler färbt, die gesamte Seite Drei.
Das Blatt fordert seine Leser auf, nach Ansicht großformatiger Bilder selbst zu entscheiden. Schließlich habe der Kanzler - "der nicht wegen seines Sinns für Humor bekannt ist" - jedem eine Klage angedroht, der behauptet, er färbe sein Haar.
In Deutschland ein 'Tuschelthema'
In Deutschland wird Schröders Haarfarbe meist nur hinter vorgehaltener Hand thematisiert. Erst vor kurzem wurde ein Agenturbericht mit einer Vermutung über tönende Eingriffe auf Kanzlers Haupt zurückgezogen. Schröder soll über einen Anwalt mit einer Unterlassungserklärung gedroht haben.
Der britische Rundfunk BBC berichtete, Schröder habe "Staatsgeschäfte beiseite geschoben, um ein sehr wichtiges Detail klar zu stellen: Seine Haarfarbe". Die Haare seien schon "während des Wahlkampfes 1998 Gegenstand intensiver Spekulation" gewesen. "Da Deutschland 2002 erneut wählt, hofft Schröder offensichtlich, dass die Drohung mit rechtlichen Schritten weiteres Gerede verhindert." Der linksliberale 'The Guardian' schreibt von "gemeinen Gerüchten bezüglich des Mangels an Silber an den Schläfen". Die Frage sei wichtig, denn "anscheinend übt sein tiefschwarzes Haar einen gewissen Reiz auf weibliche Wähler aus." Und: "Es geht um eine Frage des Vertrauens. Wenn ein Politiker über seine Haarfarbe lügt, worüber mag er dann noch flunkern?"
Ideal: 'Staatsmännisch silbergrau'
Der konservative 'The Daily Telegraph' widmete dem Thema einen Artikel auf Seite Eins und einen Kommentar: "Ist das denn wirklich ein so beschämender Gedanke? Warum können Männer nicht offen zugeben, Haarfarbe zu benutzen?" Und weiter: "Männliche Politiker sollen froh darüber sein, Grau zu sein. Das Ideal ist ein staatsmännischen Silbergrau. Schröder hat also allen Grund zur Sorge, denn Edmund Stoiber hat einen schönen Graukopf."