Bei ackers posting von Hass aus zu gehen, erscheint mir ein wenig überzogen. Bestimmt ein wenig provokativ formuliert, aber die Kernaussagen stimmen einfach:
Erstens:
"........... kann auch 35-40 mio. für lewandowski hinblättern. ;-)) ..........."
MMn ist der Wechsel von Lewa nicht mehr zu verhindern. Es geht einzig und allein noch um die Höhe der Ablösesumme. Dabei erscheinen mir 30 Mio als Fixsumme. Dortmund wird aber gerne mehr nehmen und da ist der Hinweis von Watzke in Richtung des Konkurrenten Bayern: "Ihr wollt, wir müssen nicht!" ..... genau die richtige Taktik in diesem Pokerspiel!
Zweitens:
"......hoeneß du bist der größte und ihr habt so viel geld,...... "
Für Hoeness ist der FCB eine absolute Herzensangelegenheit und er tut alles dafür. Früher war das hervorragendes wirtschafliches Denken und ich habe Hoeness dafür bewundert.
Gehasst habe ich den BVB, weil er mit dem Aktiengang den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen hat und in kürzester Zeit buchstäblich verbrannt hat.
Aber welche Motivation steht denn hinter dem Lewawechsel aus Sicht von Bayern?
Notwendigkeit der Verpflichtung eines weiteren Weltklassestürmers = NULL
Einzig mögliche alternative Motivation = Schwächung des stärksten Konkurrenten.
Bayern verweist gerne auf ihr fettes Festgeldkonto ("hoeneß du bist der größte und ihr habt so viel geld,") und auf ihre nationale Vormachtstellung ("regionales Phänomen"), aber Hoeness, ein ausgesprochen schlauer Mensch, erkennt die Zeichen der Zeit:
Sportlich hat der BVB aufgeschlossen, und das nicht als Momentaufnahme, sondern auf mind. 3-Jahressicht!
Bleibt der Vorteil Bayern: Internationale Wahrnehmung. Auch hier schliesst der BVB rasant auf: Es ist der BVB, der es als erste deutsche Mannschaft auf das Titelbild des "FourFourTwo" schafft....... und nicht die Bayern. (Nur ein Beispiel).
Und es ist der BVB, der international für seine Spielweise bejubelt wird.... und nicht die Bayern.
Hoeness sieht sein Baby zurecht in Gefahr und handelt nach seinen zur Verfügung stehenden Mitteln. Und das ist eben das Festgeldkonto plündern. Dabei verlässt er den Pfad der Tugend, des von mir bewunderten wirtschaftlichen Handelns:
Transfersaldo der letzten 3 Jahre:
Bayern: minus 116,4 Mio
BVB: plus 6,19 Mio
Drittens:
"...ausserdem ist das eine genugtuung für die erlittenen schmerzen der letzten beiden jahre."
Auch diese Einschätzung teile ich. Es bereitet Hoeness körperliche Schmerzen, wenn ein anderer Verein vor Bayern steht und vor allem auch, wenn ein gewollter Spieler lieber zu einem Konkurrenten geht. Und da werden systemrelevante (wechselwillige) Spieler des BVB doppelt interessant.
Ist nichts böses, aber wie gesagt, er verlässt den Pfad der Tugend.
Ich bin übrigends auch fest davon überzeugt, das Hoeness Gündogan als systemrelevant erkannt hat. Das Thema ist aber nicht anzugreifen, ohne die Bayernikone schlechthin, Schweinsteiger zu demontieren.Da wäre der Schaden größer als der Nutzen.
Noch! ;-)