Der BVB hat nicht 100 Millionen Verbindlichkeiten auf das Stadion. Gar nicht. Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 56 Millionen, der Rest sind passive Abschreibungsposten (Beispiel: Der BVB verkauft Dauerkarten, da aber noch nicht alle Spiele gespielt sind, hat der BVB diesbezüglich "Schulden").
Das Stadion hat laut neuestem Gutachten einen Wert von 190 Millionen Euro. Die Zahlen von acker sind grob richtig.
Die Quandt Analyse ist fehlerhaft. Die Einnahmen in der Champions League betragen nicht 15 Millionen, sondern 30 - 34 Millionen, je nachdem wie Bayern München und Leverkusen abschneiden. In Folge sind auch die zu erwartenden Champions League Einnahmen für die nächste Saison deutlich höher.
Dann geht es natürlich nicht nur um das bloße Erreichen der Champions League. Ist zwar das eklatant wichtigste, allerdings ist es schon ein gewaltiger Unterschied, ob man die Champions League über ein Qualifikations Spiel erreicht (Platz 4) oder über Platz 3. Es ist auch ein gewaltiger finanzieller Unterschied, ob man Meister wird, oder nur Dritter.
Die Verlängerung des Vertrages mit dem Hauptsponsor Evonik bedeutet nicht nur eine deutliche Anhebung, entscheidend ist, das diese sofort wirksam werden und nicht erst 2013. Dabei spielen die Erfolgsprämien eine gewaltige Rolle.
Dann wurden die möglichen Pokaleinnahmen in diesem Jahr nicht ausreichend berücksichtigt. S04 hat im letzten Jahr hier 15 Millionen eingenommen.
Daß Quandt für die folgenden Jahre mit nichts Gutem rechnen, nennen sie konserative Prognose, ich interessiere mich aber schlicht für die wahrscheinliche Prognose und da gehe ich auch in der Spielzeit 2012/2013 von mindestens Platz 4 aus.
Daß das Merchandising brummt, wird auch deutlich unterschätzt. Nicht nur, daß der BVB in diesem Jahr ca. doppelt so viele Trikots verkaufen wird, wie im Meisterjahr, und daß bevor irgendwelche Entscheidungen gefallen sind.
Die Aktie notiert krass unter dem Buchwert, langfristig erwarte ich weiter steigende Kurse. Die letzte Entwicklung mit knapp 60% Kursplus seit Beginn der Winterpause, war etwas flott, allerdings sind kurze Konsolidierungsphasen letztlich nur gut für eine weitere gesunde Kursentwicklung.
Und noch etwas zur 50+1 Regelung.
Es hat Audi nicht davon abgehalten, 10% von Bayern München zu erwerben, und es ist jederzeit gut möglich, daß ein Unternehmen beim BVB auf die gleiche, simple Idee kommt. Allerdings wird es dann wohl etwas mehr als die z.Z. 15,8 Millionen für eine 10% Beteiligung, das sollte jedem klar sein.
Die e.v. hat angekündigt, Aktien dazuzukaufen, das ist bislang nicht geschehen, da kann man sich getrost zurücklehnen, denn unter solchen Vorraussetzungen hat die Aktie nach unten kaum Risiken, die Chancen sind weitaus höher.