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Der USA Bären-Thread


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Dozoern:

Im Würgegriff...

15
03.02.08 15:35
Klar, die Amis wollen "eine Systemkrise" mit allen Mitteln verhindern! Ginge es mit rechten Dingen zu (aber, wann ging es jemals mit rechten Dingen zu...:-)), dann wäre die halbe Finanzindustrie Pleite - mit gravierenden Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Wie katastrophal die Lage ist, sieht man daran wie skrupellos der "Pate" agiert: Alle, die in die Schei...involviert sind, ob Inländer oder Ausländer, müssen sich bei den finanziellen Rettungsaktionen beteiligen. Nun, viel Mitleid muss man nicht haben: Das sind ja alles Mittäter und keine Unschuldslämmer.

Es ist sogar vernünftig, so zu agieren, weil dadurch der Zusammenbruch des Systems verhindert wird, weil die finanziellen Lasten auf die  Mittäter in allen Ländern verteilt werden und weil dadurch die Vermögenswerte international einigermassen "verursachergerecht" abgewertet werden. Leider zahlen aber  am Ende -wie immer- die Falschen die Rechnung, nämlich die Bürger-und Bürgerinnen über direkte Vermögensverluste, Entschuldung aus dem Steuersäckel (die unverschämteste Äusserung der letzten Wochen kam ausgerechnet von der ehemaligen SPD-Politikerin Ingrid Mathäus-Meyer, dass kein Bürger durch die IKB-Krise direkt oder indirekt belastet würde!) und vor allem INFLATION. Die hohen Inflationsraten, die wir sicher am Ende sehen werden, sind das am wenigsten auffällige Mittel, der Wertanpassung überzogener Vermögenstitel; vulgo "Blasen" genannt.

Wenn man gehässig sein wollte, könnte man sagen: Der alte Marx hat doch recht. Der Kapitalismus wankt von einer Krise zur nächsten und die Ausbeutung der Massen erfolgt hier auf besonders subtile Weise. "Masse" ist hier übrigens definiert als 99 % der Bevölkerung, weil die restlichen 1% in der Regel Profiteure des Systems sind, dessen Zusammenbruch mit allen Mitteln verhindert werden soll. Dazu gehört auch das allabendliche Hochkaufen der Indizes.

Glaube jetz keiner ich sei Marxist. (Also, spart euch bitte alle Argumente wie, ach, das ist doch immer noch das beste aller schelchtesten Systeme...)Ja, aber darum geht`s nicht. Ich finde, man muss genau wissen, mit was und mit wem man es zu tun hat, wenn man als EINZELNER dem System ein Schnippchen schlagen will. Und deshalb stimmt es was uns die NEWS täglich suggerieren und das wir nach einer schlaflosen Nacht kaum mehr glauben wollen: ACHTUNG möglicher Systemzusammenbruch!

Wie die Jungs von der Großkapitalfraktion das allerdings bisher managen: Alle Achtung! Sie haben ihre Hilfstruppen von Heli-Ben über George Dabbelju bis zum Kassenbeamten Steinbrück auf eine Linie gebracht. Sie alle helfen mit den grossen Schlamassel zu verhindern, den die 1 % in ihrer unermesslichen Gier angerichtet haben.

Aber - und damit bin ich wieder beim Tagesgeshäft - es ist noch nicht vollends auszuschliessen, dass die Rettung durch einige Tricks wie Zeitgewinn, Lastenverteilung auf viele Schultern, Fluten des Systems mit Geld, Zinsen runter und Inflationierung gelingt. Und deshalb kann man auch keine Kurs-Prognosen über den Tag hinaus machen, sondern muss auf Sicht fahren.

Wie Stöffen (?) hier vor wenigen Tagen geschrieben hat: Es gibt 2 Szenarien: 1. Es scheppert gewaltig. Das heisst schneller Abbau der Werte-Illussion durch Crash; oder 2. Zinsen runter, Renditen im Eimer, Inflationierung und dadurch Werteanpassung.

Aber welches Stück am Ende gespielt wird ist noch (lange) nicht raus!

Antworten
Rubensrembr.:

Die Börse hat immer Recht?

3
03.02.08 16:54
Die USA haben eine Immobilien-Krise, eine Finanz-Krise
und eine Krise im Bausektor. Eine Krise im Einzelhandel
bahnt sich an. Dagegen hat Deutschland nur eine Krise
im Finanzsektor, angeblich nicht so stark wie in den
USA. Vergleicht man den Dow mit dem DAX, so stellt man
fest, dass der DAX seit Jahresbeginn stärker gefallen
ist als der Dow. Wie ist das möglich? Die Börse hat
doch immer Recht!(?)
Zwar haben Sonderfaktoren eine Rolle gespielt (SG, Feier-
tag), aber diese Sondereinflüsse hätten zwischenzeitlich
von der Börse korrigiert werden müssen.
Es heißt ja, die Börse nimmt zukünftige wirtschaftliche                            Entwicklungen vorweg. Betrachtet man die Zukunft, so
stehen den USA schmerzhafte Anpassungen im Bau- und Fi-
nanzsektor bevor, denn hier sind Überkapazitäten geschaf-
fen worden, die abgebaut werden müssen. Das erinnert
fatal an die Internet-Blase zu Beginn dieses Jahrtausends.
In Deutschland dagegen sind "nur" Milliardenabschreibun-
gen im Finanz-Sektor erforderlich, wie in den USA auch.
(Ich gehe mal davon aus, dass das Finanzsystem erhalten
bleibt). Insofern hat die Börse nicht Recht.
Und trotzdem hat die Börse Recht. Zur Kursfeststellung wer-
den an beiden Börsenplätzen zwar die gleichen arabischen
Ziffern verwendet, was suggeriert, dass in den USA und
Deutschland die gleichen Gesetzmäßigkeiten vorliegen. Die
Börse zeigt jedoch, dass auf beiden Börsenplätzen unter-
schiedliche Sentiments und Mentalitäten vorherrschen.

Antworten
Sarahspatz:

Die schlimmsten Kursstürze des DAX

6
03.02.08 17:16
Kurseinbrüche von mehr als 15 Prozent hat der DAX (bzw. sein Vorgänger, der FAZ-Index) seit 1969 bereits 14 mal erlebt – und ist stets gestärkt aus der Krise hervorgegangen.
(Verkleinert auf 67%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 145957
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pfeifenlümmel:

Vermutung scheint sich zu bewahrheiten

 
03.02.08 17:25
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gespräche über einen Rettungsplan für
US-Anleiheversicherer kommen Informationen aus Kreisen zufolge voran. Ein
Vorschlag stehe jedoch nicht unmittelbar bevor, berichtet die amerikanische
dpa-AFX-Partneragentur Associated Press (AP) am Freitag unter Berufung auf eine
Person mit unmittelbarer Kenntnis der Gespräche zwischen der New Yorker
Versicherungsaufsicht und einer Gruppe von Banken. Verschiedene Szenarien würden
diskutiert, dabei sei der Plan, einen Hilfsfonds von 15 Milliarden US-Dollar
einzurichten, die wahrscheinlichste Option.

Zuvor hatte der Fernsehsender CNBC ebenfalls unter Berufung auf
Verhandlungskreise, dass neben den US-Großbanken Citigroup  und Wachovia  
auch die Allianz-Tochter  Dresdner Bank sowie UBS  , Royal Bank of Scotland  ,
Barclays  , Societe Generale  und BNP Paribas  an den Gesprächen beteiligt
seien.



Im Zuge der Krise an den Finanzmärkten drohen den Anleiheversicherern hohe
Belastungen, wenn sie für ausfallende Schuldner einspringen müssen. Die Branche
versichert laut Schätzungen Anleihen im Wert von rund drei Billionen US-Dollar.
Bei einem Ausfall der Anleiheversicherer droht den Finanzmärkten die nächste
massive Schockwelle im Zuge der Kreditkrise. Die beiden größten Anbieter solcher
Versicherungen, MBIA und Ambac  , haben seit Herbst wegen der
Unsicherheiten jeweils rund Dreiviertel ihres Börsenwerts verloren./FX/wiz
aktien.onvista.de/...filter.html?ID_OSI=83219&ID_NEWS=68255901
Antworten
Shenandoah:

@rubensrembrandt...

 
03.02.08 17:34
wie oft nun schon solche fragestellungen wie die deine diskutiert wurden...man man man, Boerse ist nicht unbedingt logisch oder rational. auch hat nicht immer der recht bzw. verdient geld mit der boerse der am besten die wirtschaftlichen zusammenhaenge versteht. und boerse ist auch nicht gerecht. also deine Wieso Weshalb Frage sollte somit beantwortet sein
Antworten
blackdiver:

@rubensrembrandt

 
03.02.08 17:44

du vergleichst lediglich 4 wochen kursentwicklung, beziehe 2007 mit ein, dann wird ein schuh draus. die us-märkte haben 2007 kaum zugelegt, der dax 20%.es wurde aktuell also nur ein teil der überperformance korrigiert.

zudem leben wir nicht auf einer daxinsel der glückseligen, die abkoppelungstheorien müssen nicht eintreffen, ich glaube sogar dass ist bullengelaber mit zum teil gefälschten daten, interessant zum beispiel die relativ geringen exportquoten europas in die usa (immer wieder argument) und die wesentlich höheren umsätze der europäer wegen der produktion vor ort. bitte zweitrundeneffekte nicht vergessen, auch immer wieder gerne unterschlagen, leidet asien unter einer us-rezession, dann schlägt das indirekt auf die eurpäer also auch zurück ..... .

Antworten
NavigatorC:

in würgegriff ...

6
03.02.08 17:46
neue "jokes":

die deutsche bank und die mietschulden:
www.handelsblatt.com/News/Boerse/...x/ueberfaellige-miete.html

die ubs und merill lynch  beim staatsanwalt
www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/...ittelt-gegen-ubs.html

so long
navigator
Der USA Bären-Thread 145963
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Kicky:

Ambac ,ACA und die UBS:kein Ende des Schlamassels

4
03.02.08 18:07
..... die «eingeladenen» Banken müssen nach einem staatlich festgelegten Verteilschlüssel Geld in die Institute einschiessen und vor allem auch Verpflichtungen übernehmen. Betroffen ist, mindestens im Fall Ambac, die UBS.Laut der Bank Oppenheim hat die UBS allein bei dem Versicherer Kredite über 4,7 Milliarden Dollar versichert.
... Nun muss also die UBS mithelfen, diese Versicherer zu retten, denn sonst ist das ganzeamerikanische Kreditsystem in Gefahr.

Würde die Versicherung ausfallen, müsste die Bank den Kredit zurück auf die eigene Bilanz nehmen und neu bewerten. Nach Schätzung von Oppenheimer müsste die UBS Abschreiber zwischen 5,4 und 8,7 Milliarden Dollar vornehmen, wenn sie ihre bei Ambac, MBIA oder ACA versicherten Kredite zurücknehmen müsste.

«Die Amerikaner sind sehr pragmatisch», sagt ein involvierter Banker. Diese wollen jetzt eine Systemkrise verhindern. Und jeder, der mitgemacht hat, muss zahlen. Der nächste grosse Fall wird MBIA sein, die in New York zu Hause ist. Dort ist der ehemals gefürchtete Staatsanwalt Eliot Spitzer inzwischen Gouverneur und Vorgesetzter der Versicherungsaufsicht.

Ein dritter wankender Kreditversicherer ist die ACA, die viele der UBS-Immobilienbeteiligungen versichert hat. Davon später mehr.Doch das ist noch nicht alles. Auch in Kalifornien ist zu beobachten, dass die UBS mit im Boot ist bei einem 31- Milliarden-Dollar-Rettungspaket an die Sallie Mae, dem grössten Kreditgeber für Studenten. Und in New York vertieft die SEC ihre Untersuchung, ob die UBS einige ihrer faulen CDO-Papiere wissentlich an Kunden weitergereicht habe.Das Bundeskriminalamt untersucht nun auch dies. Wenn die UBS nicht spurt und sich bei der Rettung von Finazinstituten nicht kooperativ verhält, dürften wohl weitere Untersuchungen folgen.

De facto bedeutet dies, dass die UBS, ob sie nun will oder nicht, weitere Milliarden in die USA verschieben und mit langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen rechnen muss.

Und es bedeutet auch, dass sich die Position der Aktionäre weiter verschlechtert. Die UBS wollte sich zu den Rettungsversuchen nicht äussern. Alain Bichsel, Sprecher der Eidg. Bankenkommission (EBK): «Wir sind mit der SEC in regelmässigem Kontakt.»
Damit stellt sich die Frage der Verantwortlichkeiten. An der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung ist ein Antrag von Ethos traktandiert, eine Sonderprüfung durchzuführen.

Denn immerhin wurden bisher 20 Milliarden abgeschrieben, und weitere 5 Milliarden werden wohl im ersten Quartal noch dazu kommen.
Eine Art Untersuchung hat auch die EBK gestartet.

Bichsel: «Wir haben bei der UBS Fragen betreffend den Ursachen und den Verantwortlichkeiten der Milliardenabschreiber eingereicht. Die UBS hat bis im Frühjahr Zeit, die Fragen zu beantworten. Weitere Schritte werden wir danach abklären.» Offenbar kann die UBS ihre Antworten selber recherchieren. Bichsel: «Bisher wurde keine externen Untersuchung der Vorgänge bei der UBS angeordnet.»

Zum Vergleich: Als im Frühjahr 2007 Viktor Vekselberg und Ronny Pecik einen knappen Drittel von Sulzer übernahmen, kam es zu einer monatelangen Untersuchung und zu Befragungen von Mitarbeitern durch externe Revisoren der KPMG – bisher ohne Erfolg.

Bei der UBS müsste man den ehemaligen Konzernchef Peter Wuffli über seine Rolle befragen, und den Chefökonomen Klaus Wellershoff: Die warnten nämlich öffentlich im Frühjahr 2007 vor Kreditrisiken in den USA.Laut Informationen des «Sonntags» kam es bereits ein Jahr früher zu einer Aussprache zwischen Wellershoff, Wuffli, Ospel und Michael Weisberg, einem 36-jährigen Star in der UBS-Investmentbank. Kolportiert wird, Wuffli und Wellershoff hätten gewarnt, Ospel und Weisberg hingegen voll auf auf Risiko gesetzt.

Nach der Entlassung Wufflis sagte Ospel in einem Interview mit der «SonntagsZeitung», man müsse nun in den USA Gas geben. Das wurde auch getan. Denn die UBS hat noch im dritten Quartal des letzten Jahres in hohem Ausmass CDO eingekauft, die von ACA abgesichert wurden. Laut der Bank Oppenheim geht es um Werte von 2 Milliarden Franken, die zu 80 Prozent abgeschrieben werden müssen.

Unklar ist auch, warum überhaupt die UBS im Frühjahr 2007 den gescheiterten Hedgefond Dillon Read in die Bank integriert hat. Denn damit holte man sich Milliardenverluste in die Bücher. Angeblich geschah dies im Interessen der Kunden. Nur: Es gibt auch in der Schweiz Privatkunden von Fonds, namentlich der angeblich so sicheren absolute Return Fonds, die Geld verloren haben, weil auch dort CDOs reingemischt wurden.

Stoff zum Aufklären gibt es also genug, und die UBS-Führung wäre gut beraten, sich nicht weiter gegen eine Sonderprüfung zu stellen. Vor allem auch jene Verwaltungsräte, die nicht vollamtlich für die UBS tätig sind und somit kaum genau wissen, was in den USA alles geschah.Damit würde sich auch die Chancen verbessern, die dringend notwendige Kapitalerhöhung durchzubringen. Bichsel: «Die UBS erfüllt die gesetzlichen Eigenmittelerfordernisse nach wie vor. Die Kapitalerhöhung ist aber zur Erhaltung des Kundenvertrauens und der Ertragskraft notwendig. Dies auch im Interesse der Aktionäre.»
www.sonntagonline.ch/pages
pardon navigator,aber ich finde das als Bericht einfach wirklich wichtig
Antworten
pfeifenlümmel:

Konsumpumpe drosselt Förderung

3
03.02.08 18:08


Ein dickes Ei
Von Michael Maisch

Die Kreditkrise hält Einzug in Englands Wohnzimmern. Eine Tochter des amerikanischen Finanzriesen Citigroup sorgt auf der Insel für Ärger: Die britische Internetbank Egg hat mehr als 160 000 Kreditkarten gekündigt. Die Gründe: Riskante Darlehen, eine schlechte Zahlungsmoral und verschuldete Privathaushalte. Ein dickes Ei, meinen die Verbraucher.


LONDON. Eigentlich hat Gillian Cox mit der großen Kreditkrise, die die Kapitalmärkte rund um den Globus erschüttert, nichts zu tun. Die ältere Dame aus dem Städtchen Farnham in der Grafschaft Surrey wirk wie das Musterbild einer englischen Hausfrau. Aber Mrs. Cox ist Kundin der britischen Internetbank Egg, und die gehört wiederum dem amerikanischen Finanzriesen Citigroup, der wegen der Kreditkrise 17 Mrd. Dollar abschreiben muss und in eine tiefe Krise gerutscht ist. Die Krise der Citigroup ist mittlerweile auch die Krise von Egg und damit auch die Krise von Gillian Cox. Denn am Samstag hat die Internetbank 161 000 Kunden oder sieben Prozent ihrer Klienten die Kreditkarten gekündigt.

35 Tage können die Egg-Schuldner mit ihren bunten Plastikkarten noch einkaufen gehen, dann ist endgültig Schluss. Es gehe nur um riskante Darlehen, von Kunden deren Zahlungsmoral nicht unbedingt die beste sei, deshalb wolle man auf Nummer sicher gehen, begründete Egg die einseitige Kündigung. Mrs. Cox findet das mehr als empörend und deshalb sitzt sie jetzt in ihrem gemütlichen Wohnzimmer und lässt ihrer Wut vor den Kameras des Fernsehsenders BBC freien Lauf.

"Wir sind Rentner, haben keine Schulden, und unsere Kreditkartenverbindlichkeiten jeden Monat voll zurück gezahlt", versichert Mrs. Cox. Sie könne lupenreine Referenzen vorweisen, wenn es um die Lage ihrer Finanzen geht. Eine Sprecherin von Egg bedauert zwar, dass sich einige Kunden über die Kündigung aufregten, aber am Ende gehe es um Klienten bei denen die Internetbank das Gefühl habe, es sein "nicht mehr angemessen" ihnen Geld zu leihen.

Die Citigroup macht sich nicht ganz umsonst Sorgen. Immer lauter werden die Warnungen, dass die Kreditkrise vom amerikanischen Immobilienmarkt auch auf Kreditkartenschulden und ande Verbraucher-Darlehen übergreifen wird, und die englischen Privathaushalte sind ähnlich hoch verschuldet wie die Amerikaner. Im Schntt stehen die Konsumenten auf der Insel doppelt so hoch in der Kreide wie die Bürger im übrigen Europa. Inklusive Immobilienkrediten hat der kollektive Schuldenberg längst die Billionen-Grenze und damit das Volumen der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes überschritten.

Die aufgebrachte Mrs. Cox interessiert das nicht. Ihre gerechte Empörung zur besten Sendezeit in den Hauptnachrichten der BBC ist sicherlich keine gute Werbung für Egg, aber offenbar ist die Citigroup inzwischen bereit, auch schmerzhafte Schnitte zu machen, wenn es darum geht, neue Verluste zu verhindern.


Antworten
NavigatorC:

# 16433

2
03.02.08 18:13
hihi
zu
"Die UBS erfüllt die gesetzlichen Eigenmittelerfordernisse nach wie vor"

ja, noch, um 0,8 %. und das war aber vor dem neu entdeckten "spendenbedarf"

so long
navigator
Der USA Bären-Thread 145964
Antworten
Kicky:

Darker Days Ahead?Robert Reich warns

8
03.02.08 18:18
www.newsweek.com/id/101108
Think the last few days have been bad for Wall Street and the rest of the world's markets? Hang on, things are probably going to get worse, says Robert Reich, President Clinton's former secretary of Labor and author of the recent book "Supercapitalism: The Transformation of Business, Democracy and Everyday Life." According to Reich, who currently teaches public policy at the University of California, Berkeley, the United States might even be headed toward a depression.

NEWSWEEK's Arlyn Tobias Gajilan talked to Reich about the Fed's surprise rate cut Wednesday, the "D word," the growing criticism of Federal Reserve chairman Ben Bernanke and whether a stimulus package will include $500 check for each American. Excerpts:
Interview folgt......
The fact is that no one knows anything. Investors are flying blind. Even experienced Wall Street hands have no idea whether we're near the bottom. We can expect even more violent swings in the stock market. The reason for all the uncertainty is that the big banks and lenders simply have no idea how many bad loans they're holding. [During the housing bubble] credit markets evolved such complex ways of reselling and repackaging debt that even many top Wall Street professionals simply have no idea of the risks and costs they're involved with. The bottom line is there is a great deal of uncertainty out there, and the markets hate uncertainty.

....several managing directors on the Street, whose opinions I trust, have said to me that the chances for a depression are 20 percent. That matches my sense. In other words, it's still low, but 20 percent is nonetheless far higher a probability than anyone should be comfortable with. Even absent a depression, it seems likely that the coming recession will be deeper than the last several.

....It's going to be difficult to avoid a recession, defined as two consecutive quarters of economic contraction. Difficult because the scale of the problems is so much larger than any stimulus package or Fed rate cut can readily deal with. The stimulus package now being considered on the Hill is in the range of $140 [billion] to $150 billion. But at the rate housing prices are dropping, consumer purchases are likely to be hit by $360 [billion] to $400 billion. Similarly the Fed rate cuts, under normal circumstances, would free up money, but lenders are afraid of lending because they don't know how much risk of default they face, even at lower interest rates. It's a little like offering a lobster dinner to someone who is so constipated that they can't take in another mouthful.

....What should the Fed do? It is terribly unqualified to cope with speculative bubbles and their aftereffects. The housing bubble and the Wild West credit markets of the last few years came about not because the Fed kept interest rates too low, but because the treasury, the comptroller of the currency, and the Fed, in its regulatory capacity, failed miserably to use their authority to oversee credit markets and assure that they were not unduly exploiting those low interest rates with irresponsible lending practices. Now we have a mess on our hands.
....The U.S. is not completely uncoupled from the rest of the global economy, but the good news is that consumers in Japan, China, India and Europe are now far better able to fill-in the gap when American consumers fail to do the job they have been doing for decades, which is to buy enough of the world's goods and services to keep the world out of recession. Remember American consumers have been the Energizer Bunnies of the global economy for some time. Now others around the world are wealthy enough to become Energizer Bunnies themselves.

,,,will such a plan actually stimulate the economy?
Only relatively low-income people are likely to spend any extra money they get, since they need the extra money in order to maintain their living standards. So the first questions is will the stimulus be targeted to them or will it be frittered away in tax breaks for the upper-middle class and for investors. Secondly, the money has to be in people's pockets right away, not eight or nine months from now in the form of a tax rebate from the IRS. The only surefire way to do that is to reduce withholding in payroll taxes, since 80 percent of Americans pay more in payroll tax than they do in income tax. Thirdly, the money has to be enough to change people's behavior. Five hundred dollars isn't likely to do the trick. I see far more politics in this than economics. Washington has to look like it's doing something, and so it will.
Antworten
TurboLuke:

@Mouton

 
03.02.08 18:27

"Die Papiere werden nämlich einfach in das Anlagevermögen umgewidmet und somit Niederstwertabschreibungen vermieden."

Sehr interessanter Beitrag #14416 Mouton.

Für einen, der keine Ahnung von Bilanzen hat: Kann mir jemand erklären, ob diese Papiere dann in der Bilanz überhaupt gefunden werden können?

Antworten
Kicky:

Driving Towards Disaster in Michigan

8
03.02.08 18:29
www.newsweek.com/id/105843
Michigan's woes may soon become familiar to the rest of the country as recession looms.
By Keith Naughton | Newsweek Web Exclusive
.....If you want to see what hard times look like, come to Michigan. Last week's manic markets fueled fears that America, or perhaps even the global economy, is tumbling into recession. But Michigan has been an economic wasteland for virtually the entire decade. Its fortunes riding shotgun with America's ailing auto industry, Michigan has lost more than 400,000 manufacturing jobs since 1999. Its unemployment rate, 7.6 percent in December, has been at or near the highest in the nation since 2003. FOR SALE signs dot the landscape, even in the neighborhood of GM chairman Rick Wagoner. But there are few buyers: Foreclosures have quadrupled in the last two years, according to the Web site RealtyTrac.com. The Sunday Detroit Free Press recently printed a 121-page section listing thousands of homes facing foreclosure. And in the last year, 30,500 people have left Michigan, Census officials estimate.

"Michigan is the worst economy in the country, by far," says economist Mark Zandi of Moody's Economy.com. "But the financial pain Michigan is suffering now will become evident in many other parts of the country by this summer."
...Sure, the auto industry is to blame for Michigan's malaise. (Just last week, Ford, which lost $15.3 billion in the last two years, offered buyouts to all 54,000 of its U.S. factory workers). But many of the factors that drove Detroit into the ditch--$100-a-barrel oil, the credit crisis, globalization--also are preying on the rest of the nation. "That giant sucking sound Ross Perot used to talk about, we are the poster child for that," Michigan Gov. Jennifer Granholm told NEWSWEEK.
...The faltering economy already has economists predicting that U.S. auto sales will fall to their lowest level in a decade this year. That drop will fall with the hardest thud on Detroit, which still sells too many of the big rigs that guzzle $3-a-gallon gas. American automakers are frantically retooling themselves to produce more gas-sippers and had hoped to finally drive back into the black in 2009. Now that seems overly optimistic. "If the U.S. economy goes into a recession, what happens to us then?" asks Bloomfield Hills, Mich., economist David Sowerby of Loomis Sayles. "We suffer even more. But how much more can you go down?"

Many symptoms of Michigan's malady are already afflicting other parts of the country. California and Nevada also have seen a four-fold increase in foreclosures, according to RealtyTrac. Previously healthy housing markets in the Pacific Northwest and New York are starting to shown signs of weakness, as defaults rise and unsold homes go begging. The primary cause of the calamity is the same everywhere--the subprime mortgage mess has left thousands of homeowners in houses they can't afford and aren't worth as much as they owe on them. (In the car business, that's called being "upside down" on your loan). The difference is that Michigan's real estate market never bubbled up the way it did elsewhere. "It's like we got a hangover, but didn't get to drink the champagne," says Sowerby......
Antworten
Malko07:

"Die UBS kann nur noch

7
03.02.08 18:33
beten" hieß es vor einigen Monaten aus berufenem Munde. Scheint zu stimmen.
Antworten
Malko07:

Web-Bank zieht Kreditkarten ein

6
03.02.08 18:35

Finanzkrise und kein Ende: Eine britische Internetbank, Tochter der Citigroup, entzieht 160.000 Kunden die Kreditkarte - eine einmalig drastische Aktion.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,532814,00.html

Antworten
Malko07:

Strategien für stürmische Börsen

10
03.02.08 18:41
Anti Lemming:

Wieso bleibt der Dollar unter 1,50

9
03.02.08 19:00
obwohl die US-Leitzinsen in den letzten zwei Wochen um 1,25 % sanken?

Mögliche Antwort: Hohe Dollar-Nachfrage. UBS, Deutsche und Dresdner kaufen sich schon mal die zig Milliarden Dollars zusammen, die sie zur Rettung der Bondversicherer nächste Woche reinschießen müssen.
Antworten
Anti Lemming:

Indikator für das EUR/USD-Kurziel

7
03.02.08 19:02
ist die Zahl der "Grünen" für diesen Thread (in US-Cents). Zurzeit sagt dieser Indikator: 1,55
Antworten
NavigatorC:

wieso wird eigendlich

2
03.02.08 19:08
das staatstragende melkvieh ( IKB, WestLB, SachsenLB...) nicht "eingeladen"
sind die schon pleite oder was ?:-)

so long
navigator
Der USA Bären-Thread 145969
Antworten
Malko07:

Devisenrelationen werden schon seit

5
03.02.08 19:08
langer Zeit bei weitem nicht nur durch fundamental bestimmte Geldflüsse und Absicherungen realer zukünftiger Geschäfte bestimmt. Die reine Devisenspekulation, ohne jeglichen Hintergrund, bestimmt in einem erklecklichem Umfang die Kurse. Deshalb ist der Versuch im kurzen und mittelfristigen Zeitrahmen Prognosen aufzustellen zum Scheitern verurteilt. In diesem Sinne kann bei gleicher fundamentaler Entwicklung ein Euro im Sommer 1,30 oder auch 1,60 $ kosten. Aus diesem Grund verlangen schon seit langem etliche Fachleute eine Umsatzsteuer auf Devisengeschäfte.  
Antworten
Malko07:

NavigatorC , die haben keine Versicherungen

4
03.02.08 19:11
abgeschlossen. War nicht nötig, da alles AAA ....
;o)
Antworten
pfeifenlümmel:

Anti, frage mich auch

 
03.02.08 19:39
die ganze Zeit, welche Halunken den Dollar stützen.
Antworten
Spatz1a:

@ pfeifenlümmel

 
03.02.08 19:45
Spekulanten - wie wir.
Antworten
Reinyboy:

Nee, da hat

 
03.02.08 20:08
György Schwartz seinen Speku-Finger drin.




Grüße Reiny
Antworten
dragonflight:

die ANALE Fixierung des ANTI Lemming

5
03.02.08 20:32
"anal" ist übrigens das Vokabular von antilemming, nicht zu meinem gehörig:

__________________________________________________
33. Gold-Wahn - irrsinnige Abkehr von Papierwerten   Anti Lemming   09.12.04 11:06  

Wenn es noch Belege für meine These in Posting 14 bedurft hätte - dass wir nämlich jetzt eine Gold-Blase haben (das Gegenstück zur Dot.com-Blase 2000) - so liefert Ihr sie mir hier: Wer physisches Gold sicherer findet als Gold-Zertifikate, rechnet mit dem Doomsday-Szenario, dass alles Papierne keinen Wert mehr haben wird. Glaubt ihr im Ernst, dass das Bankensystem in eine so tiefe Krise gerät, dass Gold-Zertifikate - mithin rechtverbindliche Verträge - gemeinsam mit dem nichtswertigen Papiergeld im Wind zerbröseln?

Goldbarren im Haustresor - das ist wie Dagobert Duck auf seinem Goldtaler-Haufen. Eine anale Fixierung.    
__________________________________________________


Die "anale Fixierung" von Antilemming, dass die GOLDBLASE doch endlich platzen muss, kann man wie gesagt seit 2004 auf ARIVA verfolgen:

http://www.ariva.de/...terview_mit_Andre_Kostolany_02_08_1999_t199661

aber auch sonst hebt sich AL als goldbasher hervor. Ich vermute, dass er einmal kräftig mit einem Hebelshort gegen Gold auf die Schnauze fiel - nur so ist mir SEINE anale Fixierung gegen Gold erklärbar.
__________________________________________________

Geradezu eine Tragikkömödie gibt Antilemmings "Ultra-Doom Absülz-Thread" ab:

"lustig" auch der http://www.ariva.de/Anti_Lemming_t309194?pnr=3726395

diesen Thread hat antilemming ironischerweise an ein Hebelzertfikat auf Gold long gelinkt - mit dem ergebnis, dass dieses Zertifikat seit Kauf über 150 % gemacht hätte ;-). Nur leider war das natürlich nicht ernst gemeint, weil er in wirklichkeit seit 2004 vor der Goldblase platzt ;0)

__________________________________________________

warum ich das hier poste?

dieser Thread ist hier absolut spitze, und ich will hier auch nicht weiter stören, aber die Arroganz des AL verdient sich einen kleinen dämpfer.  Die hundrt grünen sternchen sind ihm wohl zuletzt ein bisschen zu Kopf gestiegen. Al verdrägt keine Kritik (wie zuletzt völlig berechtigt von Metropolis).

@ also Antilemming - ein bisschen Bescheidenheit und Selbstkritik würde dir gut stehen und dafür ein bisschen weniger Aroganz gegenüber anderen hier.

Was gold anbelangt, liegst Du seit 2008 (gold: +/- 400 USD) derartig falsch, dass man dir jede Kompetenz bzgl. des Goldmarktes mit gutem Gewissen abschreiben kann. Dein Timing bezgl Bärenmarkt ist ebenfalls unterdurchschnittlich. Besser DU lasst es mitweiteren Kommentaren zum Thema Gold. Schuster bleibt bei deinen Leisten.
Antworten
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