fred.stlouisfed.org/series/BASE
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Laut FRED bezifferten sich die aktuellen Steuereinnahmen per Q2/2018 auf rund 2000 Mrd. $ und die Ausgaben auf 4450 Mrd. $, die totalen Ausgaben sogar auf 6835 Mrd. $.
Ist interessant, hatte ich aber bereits am 3.1.19 im Bärenthread gepostet.
Ich bezweifle allerdings, dass die nächste Krise/Rezession in USA erneut durch eine "platzende Housing-Blase" ausgelöst wird. Zwar wäre dies von den aufgeblähten Immobilienpreisen her, die in angesagten Bundessstaaten inzwischen fast doppelt so hoch sind wie am Top der letzten Housing-Blase in 2005, durchaus drin, falls die Hauspreise erneut in den Keller sinken (deutet sich zurzeit an, auch in Australien).
Wahrscheinlicher aber scheint mir, dass die nächste Krise/Rezession nicht von überschuldeten Privatpersonen (z. B. Hauskäufer) ausgelöst wird, sondern diesmal von überschuldeten Firmen. US-Firmen haben die Billiggeldphase der Fed zur übermäßigen Schuldenaufnahme (meist via Bonds) "missbraucht", und das vereinnahmte Geld oft in überteuerten Aktienrückkäufen verpulvert (Details: siehe # 336 bis 339). Dies könnte sich, falls in USA erneut in eine Rezession rutscht, bitter in einer Serie von Chapter-11-Pleiten rächen, die vor allem die Aktionäre alt aussehen lassen werden (Enron und MCI Worldcom lassen grüßen). Die Börsen könnten infolgedessen ähnlich stark einbrechen wie zuletzt 2008/2009.
wegen Überschuldung zusammenbrechende Firmen würde freilich andere Sektoren (privater Konsum, überschuldete Verbraucher, China-Zulieferer) mit runter reißen, so dass wir ein Platzen der aktuellen Everything-Bubble erleben könnten.
Zentralbanken können dem dann folgenden Deleveraging-Mahlstrom auch nicht mehr viel entgegensetzen, denn sie haben ja noch extrem aufgeblähte Bilanzen aus der letzten Krise. Zinsen zurück auf Null ginge zwar in USA, aber da sind sie in Europa und Japan ja ohne immer noch. Außerdem ist an den Börsen keinesfalls sicher, ob die alten Hütchentricks (Zentralbanken-QE) bei einer krisenbedingten "Wiederaufführung" noch immer die gleiche beflügelnde Wirkung entfalten. Überraschungen sind gerade in Krisen an der Tagesordnung.
Beim Platzen der Everything-Bubble könnten mMn die 2009-Tiefs noch einmal unterboten werden.
Hier ein paar Charts zu diesem Thema:
fred.stlouisfed.org/series/TTLCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLNRESCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLRESCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLCOMCONS
fred.stlouisfed.org/series/PRMFGCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLOFCONS
Da die Links dort offenkundig nicht funktionieren, hier nochmals mit hoffentlich mehr Erfolg:
fred.stlouisfed.org/series/TTLCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLNRESCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLRESCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLCOMCONS
fred.stlouisfed.org/series/PRMFGCONS
fred.stlouisfed.org/series/TLOFCONS
Ich hatte am Sonntag einen Kurssturz von 30 bis 40 % erwartet.
Tatsächlich fiel die Aktie von 24,40 $ (SK Freitag) auf aktuell 17 $ = -30 %.
Das Kursziel bleibt null.
Heute hat auch noch ein ranghoher Geschäftsführer von Pacific Gas & Electric das Weite gesucht.
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