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Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte

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Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming
Anti Lemming:

Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte

12
08.01.19 13:41
#1
Dieser Thread soll Leuten mit fundiertem ökonomischen Background als Plattform dienen, sich über Verteilungsfragen (u. a. im Hinblick auf die Börse) auszutauschen.

Themen-Schwerpunkte:

(1) Probleme neoliberaler Globalisierungs-Politik

(2) Kritik an geopolitischen Strategien zur Umsetzung von (1)

(3) Umverteilungs-Ungerechtigkeiten (speziell Kritik an der grassierenden Umverteilung von unten nach oben auf allen Ebenen).

(4) Kritik an der Politik der Zentralbanken und deren überstarke Einflussnahmen auf Wirtschaft und Börsen - sowie an der "kalten Enteignung" von Sparern durch Nullzinspolitik trotz Inflationsraten von über 2 %

------------------------------------------------

Unerwünscht sind rassistische und neonazistische Kommentare. Wer Ethnien oder Religionsgemeinschaften verunglimpft und/oder die Nazi-Gewaltherrschaft verherrlicht, kommt ohne Wenn und Aber auf die Ignore-Liste.

Flüchtlingspolitik kann thematisiert werden, die Diskussion sollte sich jedoch auf deren ökonomische Aspekte beschränken. Werbung für Parteien (speziell AfD) ist untersagt. Der Schwerpunkt liegt auf grundlegendem Ideenaustausch.

Da ökonomische Themen (mit Börsenbezug) im Vordergrund stehen, habe ich diesen Thread im Börsen-Forum von Ariva eröffnet (statt im Talk-Bereich).
392 Beiträge ausgeblendet.
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Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Fillorkill
Fillorkill:

festgefahrene Strukturen in der Mitte aufbrechen

4
12.02.19 15:53
Hattest du dich nicht eben noch als Antideutschen bezeichnet ? Wenn überhaupt etwas aus deren Konkursmasse Bestand haben könnte dann doch die Adaption des kategorischen Imperativs 'Auschwitz nie wieder zulassen', den Adorno einst in den linken Diskurs eingepflegt hatte. Das müsste das primäre sein und erst wenn das im Griff ist könne man sich der 'neoliberalen Mitte' zuwenden. Regressive Kapitalismuskritik hatte man stets dafür kritisiert, völkische Sozialisten mit gängigen Metaphern zu versorgen, wie man heute sieht völlig zurecht, denn alle Rechten bis hin zu Trump hausieren mit denen.

Nichts gelernt:

...ab 1929 radikalisierte sich die KPD und ihr Hauptgegner war nicht die NSDAP, sondern die SPD: Der politische Kurs der KPD beinhaltete nun die Sozialfaschismusthese, die die Sozialdemokratie zum Hauptfeind erklärte, weil sie angeblich eine bloße Variante des Faschismus sei, wodurch die KPD ganz bewusst eine gemeinsame Frontstellung gegen die Nationalsozialisten verhinderte.

...Dagegen bezeichnete die KPD-Führung den Nationalsozialismus noch wenige Monate vor dessen Machtübernahme öffentlich als lediglich sekundäre Randerscheinung in der Endphase der kapitalistischen Entwicklung.[21] Der Zentralausschuss der KPD machte sich Radeks „nationalbolschewistische“ Taktik zu eigen und maßgebende deutsche Kommunisten versuchten mehrfach gezielt Anhänger aus der Gefolgschaft der radikalen Rechten anzuwerben. Der völkische Schriftsteller und spätere Reichstagsabgeordnete der NSDAP, Ernst Graf zu Reventlow, wurde eingeladen seine Positionen in der Roten Fahne auszubreiten.[22]

Die KPD-Propaganda nutzte die antisemitische Stimmungslage aus, rief zum Kampf gegen „die jüdischen Kapitalisten“ auf, verbreitete in Millionenauflagen Flugblätter mit Parolen wie: „Nieder mit der Judenrepublik“ und Ruth Fischer vom KPD-Vorstand rief vulgär-hysterisch sogar einmal zur physischen Gewalt gegen Juden auf: „Tretet die Juden-Kapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie“....

de.wikipedia.org/wiki/...nd_sowjetischer_Einfluss_(1928–1933)
seeing well in the dark is the major function of an owl's eyes
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Katjuscha
Katjuscha:

ich kann nicht dafür, dass du in mein Posting

5
12.02.19 16:12
was reinliest, was ich nie geschrieben hatte.

Elitäre Leute wie du, die immer denken, sie hätten die Wahrheit mit Löffeln gefressen, sind vielleicht auch ein Problem unserer polarisierten Gesellschaft. Nix für ungut.

Ich bin jedenfalls der politisch Rechten inhaltlich kein bißchen entgegen gekommen. Das ich etwas nachvollziehbar finde, heißt nicht, dass ich es befürworte. Ich kann ja schließlich auch psychologisch versuchen, Kindermörder, Vergewaltiger etc. in ihrem Denken nachzuvollziehen.

Und Fakt ist, wenn die sozialen Ungerechtigkeit in der Welt so weitergeht, hilft das nunmal radikalen Kräften von links und rechts. Und genau das muss man verhindern. Deshalb müssen wir gemäßigten Linken und Demokraten dafür sorgen, dass die teils korrupten, neoliberalen Strukturen, die unsere Demokratie in den letzten 30 Jahren zunehmen aushöhlen, verändert werden, eben damit wir zu einer echten Demokratie finden, zu einem echten Europa, das von den Menschen mehrheitlich so akzeptiert und verteidigt wird. So wie wir Europa bisher aufgebaut haben, und so wie wir unsere Demokratie nicht weiterentwickeln und denken es ist alles gut wie es ist, werden wir sie zerstören.
the harder we fight the higher the wall
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming
Anti Lemming:

# 395

 
12.02.19 18:37
"Ich kann ja schließlich auch psychologisch versuchen, Kindermörder, Vergewaltiger etc. in ihrem Denken nachzuvollziehen."

Dem franz. Schriftsteller Albert Camus ist es 1943 in seinem Roman "Der Fremde" sehr gut gelungen, die Innenperspektive eines Mörders nachzuvollziehen. Der Roman wurde hoch gelobt und begründete Camus' späteren Ruhm. Kein ernstzunehmender Literaturkritiker ist der Literaturstudenten-Erstsemester-Marrotte verfallen, den fiktiven Ich-Erzähler mit Autor Camus ineinszusetzen.

www.mein-literaturkreis.de/blog/buch/albert-camus-der-fremde/

Albert Camus
Der Fremde

«Ich begriff, dass ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen des Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoss ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils.»

Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existentialismus.
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Fillorkill
Fillorkill:

was ich nie geschrieben hatte

2
12.02.19 20:00
Tatsächlich folge ich dir seit Jahren in echter Sympathie und vergebe auch gern das Prädikat 'generally right', mit dem ich ansonsten sehr sparsam umgehe. Das schliesst aber Denkfehler und die Neigung, reale Gegensätze und Widersprüche einebnen zu wollen, beispielsweise um der verehrten Arbeiterklasse endlich mal wieder näher kommen zu können, nicht aus - und auch nicht, das mal herauszupulen.

Einer dieser Gegensätze ist der zwischen 'aufgeklärter' und 'regressiver' Linken, der dir als 'Antideutschen' eigentlich geläufig sein sollte:

Regressive Linke sagen, der rechte Aufruhr habe im Kern ökonomische Ursachen, ist im Prinzip die antikapitalistische Revolte sozial Benachteiligter, die nur ein wenig vom Weg abgeommen sei. Um die wieder auf den korrekten Weg zurückzuführen müsse sich die Linke an die Spitze dieser Revolte setzen, so wie es die schöne Sahra mit ihrer Sammlungsbewegung gegen Einwanderung ja auch wahrzumachen sucht.

Aufgeklärte Linke sagen hingegen, der rechte Aufruhr habe im Kern soziokulturelle und psychologische Ursachen, er bediene sich lediglich ökonomischer Masken, die er zudem bei der Linken abgestaubt habe. Es handle sich letztlich um ein Irre werden am bürgerlichen Grundwiderspruch, gnadenlos erfolgreich zu konkurrieren und dabei aber immer zivilisiert bleiben zu müssen. Ein Irre werden, dass um akut werden zu können, materielle Saturiertheit geradezu vorrausetze. Dies gelte es herauszuarbeiten.

Hier hat es einer versucht:

Wo ICH war soll ES werden. Wie krank sind Rechtspopulisten und Rechtsextremisten? Versuch einer kleinen Psychopathologie der Neuen Deutschen Rechten

www.heise.de/tp/features/Ich-will-wo-Es-ist-4291253.html

seeing well in the dark is the major function of an owl's eyes
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Fillorkill
Fillorkill:

die Innenperspektive eines Mörders nachzuvollziehe

 
12.02.19 22:10
Nein, Camus zeichnet die Binnenperspektive eines Menschen, der ohne Gott lebt. 'Gott' steht dabei für die Übersetzung sozialer Beziehungen in Moral. Dieser 'Gottlose' ist frei in diesem Sinne, er hat aber auch nichts was er an Gottes Stelle setzen könnte, das ist sein Problem und das wird zu seinem Verhängnis. Damit unterscheidet er sich auch von de Sade'schen oder Bataille'schen Antimoralisten, die Moral tatsächlich nur invers ausleben. Geil ist hier die Tabuverletzung, was das Tabu selbst logisch voraussetzt. Der Fremde ist insofern eine reine Kunstfigur, der gemeine Mörder hingegen ein guter Katholik, der stets um Rechtfertigungen für sein angebliches Notstandshandeln ringt.
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Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Katzenpirat
Katzenpirat:

Von Camus habe ich "Die Pest"

2
13.02.19 01:17
gelesen. Camus in Ehren, aber die Metapher "Pest - Krieg/Besatzung/NS" war mir doch etwas zu trivial, v. a. war das Buch zäh und langweilig. Meiner Meinung nach gelingt E. M. Remarque eine deutliche subtilere (Der schwarze Obelisk), erschütterndere (Ein Funke Leben), hoffnungsvollere (Arc de Triomph),  wehmütigere (Drei Kameraden) und bedrückendere (Die Nacht von Lissabon) Auseinandersetzung mit den Zwischenkriegsjahren und den dunkelsten Stunden europäischer Geschichte.

Ich erwarte nicht, dass jemand hier diese Meinung teilt, das habe ich aufgegeben. Die meisten kennen ohnehin nur sein Frühwerk "Im Westen nichts Neues", auf das er oft reduziert wird. Remarque war nicht der ideologisch geschulte oder militante Antifaschist (er konnte sich mit seinen Einkünften aus den Frühwerken im Exil in der Schweiz und den USA gut über Wasser halten), sondern er war ein Humanist und Pazifist, der am Elend Europas innerlich zerbrach und seinen Wehmut im Alkohol ertränkte. Seine Schwester, die Deutschland nicht verlassen konnte, wurde 1943 stellvertrend für ihn von den Nazis hingerichtet. Er hat die Exilgmeinde von Schriftstellern und jüdischen Künstlern in der CH und den USA mit seinem Geld unterstützt und vielen die Flucht ermöglicht. Die Zeit, die man besser vergessen sollte, lebt in seinen Büchern. Für mich ist er einer der Grossen.

Aber "Der Fremde" von Camus steht seit Jahren in meinem Bücherregal und ich werde auf jeden Fall einen Anlauf nehmen und das Buch lesen.
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Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte 1096519
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Katzenpirat
Katzenpirat:

AL, ich bin dir dankbar,

 
13.02.19 01:40
dass du mir mit diesem Verteiler-Thread den Ausstieg aus der harten Droge "Ökonomen-Thread" erleichtert hast. (Ganz über den Berg bin ich zwar noch nicht, manchmal zieht es mich für einen kurzen Moment zurück in die "Szene", aber ich glaube, das Gröbste ist geschafft.)
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Anti Lemming:

Fill # 397

3
13.02.19 07:42
"Aufgeklärte Linke sagen hingegen, der rechte Aufruhr habe im Kern soziokulturelle und psychologische Ursachen, er bediene sich lediglich ökonomischer Masken, die er zudem bei der Linken abgestaubt habe. Es handle sich letztlich um ein Irre werden am bürgerlichen Grundwiderspruch, gnadenlos erfolgreich zu konkurrieren"

Gut dass du das mal aufgeschrieben hast. Es ist diese Psychologisierung, die mir zuweilen sauer aufstößt, und mit der du das Ökonomische, das ja real existiert und Betroffene auch real belastet, zu einem Randaspekt zu machen versuchst. Du reduziert für meinen Geschmack zu viel auf Psychologisches, und dies auch noch in stereotyper Dauerschleife.

Auch scheint mir deine Sichtweise soziökonomischer Kontexte - die jener "wohlsituierter" Grüner (Wohlstandsbürger, tendenziell rechts, sich dabei gleichwohl "links" fühlend) entspricht - allzu selbstgefällig zu sein. Diese Abgehobenheit drückt sich auch sprachlich in deinem letztlich Distanz erzeugenden, ausgrenzenden Habermas/Adorno-Deutsch aus. Mit der Sprache konterkarierst du deinen eigentlich gut gemeinten Ansatz - und offenbarst zugleich die Widersprüchlichkeit deiner sich aufklärerisch verstehenden Position.

Das heißt, dass ich dir "in der Sache" durchaus guten Willen zugestehe. Man kann allerdings auch von der (Grün-)Bürgerwarte aus scharf und verletztend schießen (sogar sich selber ins Knie) - womit wir wieder (gespiegelt) zurückkommen zu deinem "Irre werden am bürgerlichen Grundwiderspruch, gnadenlos erfolgreich zu konkurrieren".

# 397 ist in der Hinsicht schon mal ein Lichtblick.
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Anti Lemming:

Katzenpirat # 399, 400

 
13.02.19 07:44
# 399 ist interessant, # 400 freut mich. Kann dich leider nicht bewerten zurzeit.
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Anti Lemming:

# 400

2
13.02.19 07:52
Bei den Leuten, die zurzeit hauptsächlich im "Ökonomenthread" (LOL) schreiben, scheint mir Hopfen und Malz verloren zu sein. Es sind die typischen rechten bis Nazi-nahen Foren-Trolle, die zurzeit massenhaft das Internet heimsuchen, weil sie wähnen, die Geschichte würde sie noch einmal zur Bedeutsamkeit hochspülen. Sie verwechseln das allerdings mit der Klospülung.
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Anti Lemming:

Neurechte Projektionen aus "Triebverzicht"

2
13.02.19 10:48
Quelle aus # 397
www.heise.de/tp/features/Ich-will-wo-Es-ist-4291253.html

Dort steht:

Der Hass, der sich durch das populäre neurechte Wahnbild der sexuell zügellosen Flüchtlinge manifestiert, die - von Merkel oder Soros persönlich mit dem neusten iPhone ausgestattet - daran gehen, das deutsche Volk durch massenhafte Vergewaltigungen zum Verschwinden zu bringen, verweist auf das vermutlich oft traurige, mitunter nicht existente Sexualleben in vielen neurechten Schlafzimmern. Es ist eine simple unbewusste Projektion, die selbstverständlich weitgehend immun ist gegen die gesellschaftliche Realität, die von einer fallenden Kriminalitätsrate geprägt ist.

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Die Projektionen wurzeln demnach in einer Art Potenzneid. Die teils altersbedingt potenzgeschwächten Neurechten "hassen" die Flüchtlinge wegen deren jugendlicher Mannhaftigkeit/Virilität. Daraus werden in projektierter Übersteigerung Vergewaltigungs-Phantasien und Fake-News zu angeblichen Vergewaltigungen durch Flüchtlinge, die dazu dienen, Gewalt gegen Flüchtlinge zu legitimieren. ("Wehrhafte Deutsche verteidigen anständiges biodeutsches Mädel vor sexwütigen Barbaren.")

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1977 erschien das  Buch "Männerphantasien" von Klaus Theweleit. Es war eine Dissertation, in der Theweleit die Literatur des Soldatischen Nationalismus psychologisch untersucht hatte. Akademisch brachte ihm das keine Meriten, aber das Buch wurde dennoch zum Beststeller.

zeithistorische-forschungen.de/3-2006/id%3D4650

Theweleits Arbeit befasst sich mit der Freikorps-Literatur der 1920er-Jahre; er untersucht die faschistischen Männlichkeits- und Gewaltphantasien dieser Soldateska in über 250 Romanen oder Erinnerungen. Dabei nimmt er Sprachstil wie Inhalt dieser Literatur auseinander und stellt Frauenbild, Körperverhältnis und Kampfberichte in das Zentrum seiner Analyse. Bei der Lektüre der Schriften ... stellt sich heraus, dass diese im Grunde nur drei Frauentypen kannten: die Mutter, die „weiße Krankenschwester“ und die Hure. Letztlich gehe es diesen Freikorps-Männern, so Theweleit, jedoch gar nicht um die (oft namenlosen) Frauen, sondern um eine Herrschaft über die weiblichen Anteile in sich selbst. Ihre weichen, leidenschaftlichen, lebendigen und erotischen Elemente wollten die Freikorpskämpfer „ent-lebendigen“ und töten. Sie seien „nicht-zu-Ende-geborene“ Männer, die ihre frei fließenden Gefühle im Körperpanzer einzukesseln trachteten. Dies gelinge ihnen, indem sie die Phantasie von der heiligen, anständigen und hohen Frau entwickelten, der sie alles Sexuelle nahmen. In dieser Literatur waren es die Ehefrauen und keuschen Gräfinnen, die sich tapfer gegen die proletarische Flut zur Wehr setzten. Das Gegenbild hierzu war die Vorstellung von der kommunistischen Hure, die schlichtweg zusammenzuschießen sei. Die „geilen Spartakistenweiber“ und „Kommunistenfotzen“ müssten zu „blutigem Brei“ verarbeitet werden. Solche Phantasien der Entlebendigung des Weiblichen werden in einem gigantischen Gewirr an Überlegungen und Zitatanalogien bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgt und assoziativ in einen jahrhundertealten Diskurs der Modellierung männlicher Emotionalität eingewoben.

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A.L.: Interessanterweise waren diese Freikorps-Literaten, die zu den geistigen Wegbereitern des Faschismus gehörten, fast überwiegend homosexuell. Einer der wenigen Heterosexuellen unter ihnen war Ernst Jünger, der gleichwohl das Stereotyp dieser Frontkämpfer-Romane aufgriff und den Kampf als allerhöchstes (sexuelles) Glück hinstellte (vor allem im Buch: "Der Kampf als inneres Erlebnis"; 1926). Gegenüber dem "Kampfglück", das nur "wahren Männern" im Felde zuteil werde, galt gewöhnlicher Sex als profan.

Gemein mit den heutigen Neurechten ist diesen prä-Nazi-Schriftstellern die ebenfalls stark unterdrückt ausgelebte Sexualität und ein Hass auf sexuell aktive, lebendige Frauen, die in den Romanen als "rote Flintenweiber" hingestellt werden. Damit wurde das individualpsychologische Feindbild Frau mit dem parteipsychologischen Feindbild "Kommunist" vermengt - was den Frauenhass erst recht legitimierte.

Das Stereotyp der Romane geht so: Sobald sich ein Soldat hinter der Front mit einem Roten Flintenweib einließ bzw. "vergaß", war dramaturgisch zwingend, dass er beim nächsten Gefecht im Felde sterben musste. Sozusagen als literarische "Strafe" für unsoldatisches Glücksstreben außerhalb des homoerotisch hochstilisierten Front-/Grabenkampfes. Dieses Stereotyp findet sich auch bei Ernst Jünger.

Nur die nicht-sexuelle "weiße Krankenschwester" war eine gute Frau. Sex mit ihr diente allerdings im Wesentlichen - als einmaliger Akt - der Zeugung soldatisch aufrechter Nachkommen. Damals hatten auch homosexuelle Männer häufig Scheinehen mit Kindern, weil Homosexualität strafbar war, und die Ehe dies versteckte.

Auch der spätere Chef der SA, Ernst Röhm, war schwul. Das nahm Hitler zum Anlass, ihn 1934 im Röhm-Putsch stürzen und die ihm hörige SS (Elite-Truppe) zur politischen Exekutive zu machen (Entmachtung der "volksnahen" SA).
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Fillorkill:

das Ökonomische, das ja real existiert

 
13.02.19 12:21
Das leugnet doch keiner. Reichtum ist ungleich verteilt, was die materielle Selbsterhaltung für viele nicht nur zur lebenslangen Strapaze, sondern zum nahezu ausschliesslichen Lebensinhalt macht. Beides ist ein Skandal in einer Welt der Überschussproduktionen. Nur oben drauf kommt noch, dass diese ungleiche Verteilung die Fragilität der kapitalistischen Produktionsweise begründet, so wie sie in ihren periodischen Kreditkrisen zum Ausdruck kommt. Nur hat das nicht die Bohne mit der rechten Revolution zu tun. Die ist kein Schrei nach Brot, kein Kampf um mehr Rente und weniger Arbeitszeit. Hier dreht sich der Kampf vielmehr um eine rein ideelle Lohnersatzleistung, nämlich um das Recht, andere ungestraft diskriminieren und exkludieren zu können.

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Fillorkill:

historychannel: Hinter dem antifaschistischen Wall

2
13.02.19 14:47
...Ausgangspunkt des Anti-Faschismus der deutschen Kommunisten war und ist die Reduktion der 'Ursachen des Faschismus' allein auf die politisch-ökonomischen Sektoren und vor allem auf den Finanzsektor der kapitalistischen Volkswirtschaft, gemäß den Vorgaben durch die Dimitrow-Thesen vom VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale vom 2. August 1935 (...) Das Volk wäre diesem Treiben quasi hilflos ausgeliefert und 'die Massen des Kleinbürgertums, selbst ein Teil der Arbeiter, […]' wären Opfer der sozialen und chauvinistischen Demagogie des Faschismus geworden. Die SED war dem Glauben verfallen, sie hätte durch die Verstaatlichung der Großindustrie, des Großgrundbesitzes, der Banken und der Handelskonzerne, einen Staat ohne Rassismus gegründet. Jedoch anders als das, was die Dimitroff-These aussagt, sind Rassismus, inklusive Anti-Semitismus, sowie Autoritarismus und Sexismus die Achsen einer Politik, auf denen Nazis ihre Politik entwickeln...

www.heise.de/tp/features/...istischen-Schutzwall-4297667.html

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Anti Lemming:

Der Schoß ist fruchtbar noch....

 
13.02.19 15:02
www.spiegel.de/politik/deutschland/...hmen-deutlich-zu-a-1253038.html

Angriffe auf Juden
Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland deutlich gestiegen

In Deutschland wurden deutlich mehr Straftaten gegen Juden verübt - die Zahl der Gewaltdelikte hat sich in einem Jahr fast verdoppelt. Der Antisemitismusbeauftragte fordert eine neue Strategie.
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Theo Sommer ("Die Zeit") zu Nord Stream 2

2
14.02.19 12:11
Mmn eine sehr gute und fundierte Analyse. Unten poste ich nur sein Fazit, nicht die sieben Fakten pro Nord Stream 2.

Ungeachtet dessen bleibt Nord Stream 2 ein Politikum ersten Ranges. Hier zeigt sich exemplarisch, wie die Amerikaner Deutschland, Europa und Russland für dumm verkaufen wollen.

www.zeit.de/politik/deutschland/2019-02/...kten-hintergruende

Mein Schluss aus diesen sieben Fakten ist eindeutig: Wir sollten uns von Unterstellungen, Verdrehungen und Trumpschen Verleumdungen nicht irremachen lassen, sondern ohne Gewissensbiss an Nord Stream festhalten. Den letzten Draht zu kappen, der uns noch mit Russland verbindet, entspräche nicht dem Interesse Deutschlands, dessen Nachbar Russland seit tausend Jahren ist und auch in den nächsten tausend Jahren bleiben wird.
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In China droht eine Kredit-Crash

2
14.02.19 20:11

www.cash.ch/news/politik/...ntien-wird-zum-kartenhaus-1279882

Konjunkturabschwächung
Chinas System aus Kreditgarantien wird zum Kartenhaus

Privatfirmen kommen in China nicht leicht an Kredite. Vielfach sind Garantien anderer Unternehmen dafür nötig, doch dieses anfällige System kann nun im Zuge der Wachstumsabkühlung eine Welle von Kreditausfällen auslösen.

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Gleichzeitig ist in USA der "Rezessionswahrscheinlichkeit-Indikator" der New Yorker Fed mit 24 % auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen. Wenn dieser Level erreicht wurde, gab es seit 1980 nur einen "Fehlalarm" - in 1998 (Tigerstaaten und Russland-Krise).

realinvestmentadvice.com/...are-likely-higher-than-you-think/

Chart:

(Verkleinert auf 37%) vergrößern
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte 1096906
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Anti Lemming:

Globalisierungs-"Erpressung" auch innerhalb USA

2
15.02.19 08:07

Normalerweise funktioniert Globalisierungs-"Erpressung" so, dass Großkonzerne bei großen Investitionen (z. B . neues Hauptquartier oder neue große Produktionsstätte) Nationalstaaten gegeneinander ausspielen. Irland bietet dann z. B. die niedrigsten Steuern, aber andere Staaten bieten höhere Subventionen, niedrigere Löhne, weniger Streikgefahr usw. (Apple hat sogar eigens Unternehmensberater beauftragt, um das für Apple "Günstigste" zu finden bzw. rauszuhandeln.)

Das Ganze funktioniert aber auch innerhalb USA, z. B. wenn Amazon entscheidet, in welchem US-Bundesstaat das neue Hauptquartier eröffnet wird.

Auf Druck der linken Demokratin "AOC" (Alexandria Ocasio-Cortez) hat Amazon sein neues Hauptquartier nun nicht, wie ursprünglich geplant, in der Nähe von New York City (in Long Island City) errichtet. AOC feiert dies als "Sieg über den reichsten Mann der Welt". Der Haken an der Sache ist, dass 70 % der New Yorker dem Amazon-Deal positiv gegenüberstanden, u. a. weil er Jobs gebracht hätte.

Selbst der pensionierte Goldman-Chef Lloyd Blankfein tauchte aus der Rentner-Versenkung auf, um Abfälliges dazu zu twittern: 

"After killing Amazon's NYC HQ, not sure some progressive democrats deserve either title. This move was both anti-progress (negative for development and tech jobs) and anti-democratic (polls show 70% of NYers were in favor). Victory lap for them, not for NYC. #AmazonHQ2

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Dass Blankfein nicht besonders links ist, dürfte niemanden verwundern. Interessanter ist die Reaktion von Jeff Bezos, dem Amazon-Chef. Der hat ja z. B. die linksliberale Zeitung "Washington Post" aufgekauft, die seitdem auch weiterhin munter linksliberale, an der Politik der US-Demokraten orientierte Artikel verbreitet. Der Druck der nach Bezos Empfinden offenbar allzu linken AOC war aber stark genug, dass Besos zur - im Globalisierungs-Poker bewährten - "Verweigerungswaffe" griff (kein neues Amazon-HQ im Staat New York). Was zeigt, dass Bezos sich lediglich einen linksliberal demokratischen Anstrich gibt. Wenn es hingegen hart auf hart kommt, vertritt er knallhart rechte Konzerninteressen - wie eben auch Goldman. Bei GS ist bekannt, dass sowohl Republikaner als auch Demokraten mit üppigen Wahlkampfspenden bedacht werden. Denn "man" weiß ja schon vor der Wahl: "Einer wird gewinnen" ;-)

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AOC Celebrates "Defeat" Of World's Richest Man's "Worker Exploitation" As Amazon Abandons NY

...Offering a counter-narrative to AOC, [Gov. Andrew] Cuomo blamed Democrats in the state senate for sabotaging a deal that "poll after poll" showed was "overwhelmingly supported" by New Yorkers. These lawmakers "put their own narrow political interests above their community" and lost what would have been a great economic boon "not just for New York City, but for the entire region." They also squandered an opportunity to "diversify our economy away from real estate and Wall Street."

Cuomo: "Amazon chose to come to New York because we are the capital of the world and the best place to do business. We competed in and won the most hotly contested national economic development competition in the United States, resulting in at least 25,000-40,000 good paying jobs for our state and nearly $30 billion dollars in new revenue to fund transit improvements, new housing, schools and countless other quality of life improvements. Bringing Amazon to New York diversified our economy away from real estate and Wall Street, further cementing our status as an emerging center for tech and was an extraordinary economic win not just for Queens and New York City, but for the entire region, from Long Island to Albany's nanotech center."...

Und dann das:

"However, a small group politicians put their own narrow political interests above their community - which poll after poll showed overwhelmingly supported bringing Amazon to Long Island City - the state's economic future and the best interests of the people of this state. The New York State Senate has done tremendous damage. They should be held accountable for this lost economic opportunity."...

Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Murmeltierchen
Murmeltierch.:

#410

 
15.02.19 09:53
es gibt für die top 1%eliten keine bessere regierung wie die unter d. trump. !

das verbale getwitter von trump gegen eineige dieser top eliten ist nur show in meinen augen. es ist auch ein alter trick in der politik - einen vermeintlichen widersacher insgeheim zu unterstützen und an der oberfläche ist man contra. ich hatte es ja schon vor längerer zeit geschrieben - diese eliten haben trump gezielt installiert zu ihrem nutzen !
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Anti Lemming:

Bezos "Washington Post" giftet aber gegen Trump

 
15.02.19 10:37
[Von geheimer Stützung Trumps kann im Artikel unten nicht die Rede sein. Bezos unterstützt offiziell auch die Demokraten, aber eben nur wenn sie nicht "allzu links" sind - siehe # 410. Man könnte auch sagen: Wenn sich die Demokraten nicht allzu sehr von den kapitalfreundlichen Republikanern unterscheiden.]

WP von heute:

www.washingtonpost.com/politics/...d3-9a5b113ecd3c_story.html

After three weeks of pained negotiations to keep the federal government open, President Trump almost blew the whole thing up again on Thursday.

Headed for another defeat on his signature promise to make Mexico pay for a southern border wall, the president was frustrated after a briefing by Homeland Security Secretary Kirstjen Nielsen and others on details of the final deal to avoid a shutdown, according to officials involved in the discussions. Trump threatened not to sign the legislation...

...By midafternoon, however, Trump was back on board — agreeing to sign the legislation with the caveat that he would also declare a national emergency in an attempt to use existing government funds to pay for wall construction...
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Anti Lemming:

Anzeichen für US-Invasion in Venezuela

 
15.02.19 10:43
www.heise.de/tp/features/...vention-in-Venezuela-4310235.html

Kuba hat in einer Erklärung des Außenministeriums auf eine Verlegung von US-Truppen in die Karibik hingewiesen und vor einem möglichen "militärischen Abenteuer" der USA in Venezuela gewarnt. Ein Angriff auf das südamerikanische Land könnte als humanitäre Intervention getarnt werden, hieß es aus Havanna.

Nach Angaben des kubanischen Außenministeriums gab es Bewegungen von US-Spezialeinheiten zu Flughäfen in Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und anderen karibischen Inseln, ohne das Wissen der dortigen Regierungen. "Die Vorbereitung einer militärischen Aggression gegen Venezuela unter humanitären Vorwänden geht weiter", heißt es in der Erklärung. Kuba forderte die internationale Gemeinschaft auf, einen möglichen Angriff auf Kuba zu verhindern.
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming
Anti Lemming:

Hintergrund der Anti-Amazon-Proteste in New York

2
15.02.19 10:54
- ergänzend zu # 410.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...me-verweigert-a-1253337.html

...Tatsächlich hatten viele Anwohner, Gemeindevertreter und Aktivisten dagegen protestiert, dass die Stadt [Long Island City, nahe New York] für Amazon den roten Teppich ausrollt. Sie fürchteten, dass die Ansiedlung von bis zu 25.000 Tech-Jobs in dem schnell wachsenden Stadtteil eine Turbo-Gentrifizierung zu Lasten der sozial Schwachen und den Kollaps der ohnehin überlasteten U-Bahn auslösen würde.

Den Missmut steigerte, dass die sonst verfeindeten Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo ("Wenn nötig, ändere ich meinen Namen in Amazon Cuomo"), dieses Mal gemeinsam Standortpolitik im Hauruck-Verfahren betrieben. Amazon... sollte zudem ein fettes Begrüßungsgeld erhalten: Die Finanzmetropole und der Bundesstaat haben Subventionen von insgesamt bis zu drei Milliarden Dollar zugesagt. Einen Hubschrauber-Landeplatz für Bezos gab's noch obendrauf.
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming
Anti Lemming:

Standort-Rivalitäten innerhalb von USA

 
15.02.19 10:58
selbe Quelle

...Bezos' Konzern ist es gewohnt, umschwärmt zu werden. 238 Städte und Gemeinden hatten sich während des 14-monatigen Bieterwettbewerbs um das HQ2 dem Unternehmen aus Seattle angedient. Sie hatten mit Steuernachlässen, preiswertem Bauland und anderen Vergünstigungen geworben. Am Ende entschied sich Amazon für die üblichen Verdächtigen: die Metropolen New York und Washington. Die ewigen Verlierer in der Provinz gingen leer aus.
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Murmeltierchen
Murmeltierch.:

elitepolitik

 
15.02.19 12:27
... es reicht einfach zu sehen wer wirklich von der trump politik profitiert ! bezos gehört auf jeden fall dazu.

...und was ist besser als eine marionette zu haben die der öffentlichkeit " ich zeige der elite die stirn " politik betreibt ( dafür wird man gewählt von den massen) und dennoch bestens zu profitieren. solange das die masse nicht schnallt wird trump auch wieder gewählt und das dürfte bezos auch freuen.
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming
Anti Lemming:

Trittin:"Trump will Russland ökonomisch totrüsten"

 
15.02.19 12:57
www.tagesspiegel.de/politik/...misch-totruesten/23966350.html

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin über russisches Erdgas, amerikanisches Fracking-Gas – und die Möglichkeit, auf beides zu verzichten. Ein Interview.

Tagesspiegel: Paris hatte sich überraschend bei Nord Stream 2 gegen die Bundesregierung positioniert. Warum?

Trittin: Darüber kann man lange philosophieren. Im US-Senat wurde vor über einem Jahr eine Sanktions-Resolution parteiübergreifend angenommen, die die Position der USA gegenüber Russland auf den Punkt brachte: Russische Exportmöglichkeiten, was fossile Brennstoffe angeht, sollen gebremst, und eigene Exporte, in diesem Fall von Frackinggas, befördert werden. Im Rahmen dieser Strategie schreibt der US-Botschafter in Deutschland erpresserische Briefe an Unternehmen, veröffentlicht Zeitungskommentare, und es werden Unternehmen in Europa durch die USA massiv bedroht, auch durch die Androhung von Sanktionen....
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte Anti Lemming

Politischer Widerstand gegen Kampfroboter

 
Den größten politischen Widerstand gegen KI-gesteuerte Kampf- bzw. Tötungsroboter, die im Krieg autonom Menschen töten und andere Ziele zerstören können, gibt es in Südkorea (74 %), Deutschland (72 %), Spanien (65 %) und Mexiko (64 %.

Am niedrigen sind die Bedenken in Japan (48 %) und Brasilien (46 %).

www.zerohedge.com/news/2019-02-15/...ave-low-support-globally
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Verteilungsfragen - Börsen- und Politik-Aspekte 1097218

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