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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.759,65 -1,76% Perf. seit Threadbeginn:   +363,31%
 
Anti Lemming:

# 476

2
13.10.16 15:39
Unlogisch am Gold-Chart bleibt:

1.  1980, als in USA die Inflation am höchsten war (fast 20 %), erreichte der Goldpreis eine damalige Rekordhöhe von 700 US-Dollar.

2.  Ebenfalls eine Rekordhöhe erreichte Gold kurioserweise 2011, als in dem westl. Industrieländern die Deflation ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte. Die Fed hatte QE2 am Laufen, und auch GB stieg in QE ein. Der 2011-Rekord von 1900 US-Dollar liegt inflationsbereinigt unter dem Preis-Niveau von 1980. (Die mit 1980 korrespondierende Höhe in 2011 wäre ca. 2800 Dollar gewesen. Man kann in USA und anderswo näherungsweise alle 15 Jahre eine Halbierung des Geldwerts veranschlagen.)

Eine nachvollziehbare rationale Erklärung für dieses Paradoxons - ATHs zu Zeiten höchster Inflation und tiefster Deflation - sind die Goldbugs bislang schuldig geblieben. Einige reden aktuell von drohender Hyperinflation (als Spätfolge eines deflationären Kollaps). Ein solcher Kollaps könnte in der Tat irgendwann kommen, aber womöglich nicht mehr zu Lebzeiten der Barren-Horter. ;-(
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K.Platte:

@Joe Pesci

 
13.10.16 16:01
"Es herrscht schlichtweg Anlagenotstand. Eine Handvoll Unternehmen treiben den  S&P 500."

kann man so nicht stehen lassen, Anfang 2016 da war stimme ich zu.

(Verkleinert auf 37%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945183
"In Deutschland gilt der als gefährlich,der auf den Schmutz hinweist,als der, der Ihn gemacht hat."
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Stöffen:

Eine Erklärung wäre dahingehend

7
13.10.16 16:02
dass das nach der Finanzkrise begonnene QE durch die Fed die Inflationsängste massiv geschürt hatte und demzufolge der Goldpreis bis 2011 massiver anzog. Als eine stärkere Inflation ausblieb, sackte der Goldpreis dann auch wieder ab.

Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass wir Zeugen des wohl größten geldpolitischen Experiments aller Zeiten sind, dessen Ausgang nur schwer abschätzbar ist.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Wiederholung des Januar-Abverkaufs?

2
13.10.16 16:28
Einige US-Marktkommentator vergleichen die aktuelle Lage mit der von Jan. 2016, als die US-Indizes kurz vor einer 10 % Korrektur standen. Im Dezember hatte die Fed trotz schwacher Konjunkturdaten erstmals seit vielen Jahren die Leitzinsen erhöht. Aus China kamen ebenfalls schwache Zahlen.

Die aktuelle Gemengelage ist ähnlich. Es mehren sich die Anzeichen - u. a. gestern in den falkischen Fed-Minutes -, dass die US-Notenbank (trotz mäßiger bis schwacher US-Konjunkturdaten) erneut die Zinsen erhöhen will. Und auch jetzt sind die neuesten Daten aus China wieder erschreckend schwach (# 468)

Charttechnisch sieht der SP-500 ebenfalls angeschlagen aus. Nach langem Seitwärtsgeeier im Hochsommer erfolgte Anfang September (ohne konkret erkennbare Gründe) ein Sturz unter die 50-Tagelinie, die aktuell bei 2164 verläuft. Danach kam der im "Algo-V-Erholungs"-Zeitalter unvermeidliche "Dead Cat Bounce", der die 50-Tagelinie noch einmal "spaßeshalber" nach oben überschritt. Die einschlägigen Medien vermeldeten prompt Entwarnung. Doch dann fiel der SP-500 erneut unter die 50-Tage-Linie und eierte mir ihr seitwärts/leicht abwärts.
Dass es eine Art zeitverzögerte Abprall war, offenbarte sich vorgestern, als es - abermals ohne konkret erkennbare Gründe - erneut steil runter ging. Nächste Unterstützung ist nun erst wieder die 200-Tage-Linie bei 2068.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945188
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Anti Lemming:

Ach ja, und dann noch das hier:

 
13.10.16 16:31
Thailands König Bhumibol ist tot

Thailand trauert um seinen König: Bhumibol Adulyadej ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Tod des dienstältesten Monarchen könnte das Land in eine Krise stürzen.

www.spiegel.de/politik/ausland/...nig-bhumibol-ist-tot-a-1116475.html

In Krisenzeiten, die wiederum rein charttechnisch determiniert sind, wandeln sich  asiatischen Tigermücken überraschend schnell in tieffliegende Elefanten.
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Dreiklang:

Der Ausgang des Experiments heißt Marktstlllstand

9
13.10.16 17:13
(#480):Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass wir Zeugen des wohl größten geldpolitischen Experiments aller Zeiten sind, dessen Ausgang nur schwer abschätzbar ist.
(Stöffen)

Es ist den Zentralbanken "gelungen", die Kapitalrendite, unabhängig von der Asset-Klasse, auf ca. 2% per anno zu drücken. Das ist ein historischer Tiefpunkt. Das bedeutet, wieder unabhängig von der Asset-Klasse, einen Refinanzierungszyklus von 50 Jahren (oder mehr) und damit auch einen entsprechend verlangsamten Kapitalzyklus, ebenso einen Zusammenbruch des Geldumlaufs. Das BIP wird durch Kreditexpansion aufrechterhalten. Kreditexpansion ersetzt Geldumlauf. Das ist fatal.

Zwischen Refinanzierung, Kapitalrendite, Zins und Kapitalzyklus besteht ein enger Zusammenhang. Ein Investor, der eine Investition für 10 Jahre tätigt, braucht eine auf die Investition bezogene Rendite von 10%. Entsprechend hoch, (ca. 8%) würde bei Fremdfinanzierung der Zins zu bemessen sein. (Je länger die Investition Bestand hat, desto niedriger wäre der Zins, man nehme Immobilien und Investitionen in die Infrastruktur). Das heißt: Eine auf 10 Jahre angelegte Investition ist beim aktuellen Preisniveau ( = Kosten der Investition)  praktisch nicht machbar. Statt dessen schieben die Unternehmen Investitionen auf, wo sie nur können. Oder sie verkaufen gleich heiße Luft (z.B. Facebook), wobei es eine Investition im klassischen Sinn gar nicht mehr gibt. Dass die Konjunktur in Südeuropa nicht anspringt, trotz Nullzins, liegt daran, dass die Investoren ihre bisherigen Investitionen dort noch lange nicht refinanziert haben - und sich daher keine neuen Investitionen leisten können. Von daher ist die Zentralbankpolitik eine gigantische Preisstützungspolitik - nichts anderes, da im Alternativfall, wenn Preise sich den Renditen anpassen sollen, die Bankbilanzen vollständig zusammenbrechen würden. Sie  werden aber in jedem Fall zusammenbrechen, da das Problem nicht in der Verfügbarkeit von monetärem Kapital, nicht im Zins, sondern an der Rendite liegt. Eine hohe Rendite hebt alle Boote - wenn es sie denn nur gäbe, die Rendite.

Dazu :
2.  Ebenfalls eine Rekordhöhe erreichte Gold kurioserweise 2011, als in dem westl. Industrieländern die Deflation ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte. (A.L.)

Aber nein, wir hatten bisher keine "Deflation". Das Problem ist, dass wir bei der Bewertung von Kapital zu Rendite wieder zu "normalen" Verhältnissen kommen müssen. Dass es anders nicht geht, sieht man an Japan.

Da das System in sich selbst gefangen ist, und die Zentralbanken aufgrund der elektronischen Geldschöpfung absolute Kaufkraft haben, werden wir rapide schrumpfende Umsätze erleben. "Wenn buchstäblich nichts mehr geht" - wird man dazu übergehen müssen, Buchgeld-Schulden gegen Sachwerte aufzuheben => eine drastische Bilanzschrumpfung  ( = Geldvernichtung) wird die Folge sein. An die Buchgeld-Gläubiger kann nur das verteilt werden, was da ist. Das ist verteilungspolitisch zwar extrem problematisch, aber es wird nicht anders gehen. Wenn ich eine eigenfinanzierte Immobilie mit Wert sagen wir € 500.000 habe, dann ist nach einem großen Gläubiger-Schuldner-Vergleich diese vllt. noch €200.000 wert. Das wäre dann "echte" Deflation. Aber ich habe die Immobilie noch.  Das Problem liegt bei  Schuldnern, die das gleiche Objekt mit 80% Fremdfinanzierung halten - diese können einen solchen Crash nicht überstehen und würden ihre Immobilie verlieren ( zugleich würde die Hypothek aufgehoben).

Das gleiche wäre beim Gold: Wenn ich jetzt Gold kauf(t)e, dann zahl(t)e ich € 1130 pro Unze - und nach einem Crash wäre die Unze noch mit €400 bewertet. Aber ich hätte das Gold noch. Würde ich aber mit Buchgeld (Giralgeld) nach einem Crash kaufen, wäre evtl. das Geld mit 1:6 herabgesetzt worden: wenn ich also "nachher" Gold kaufe, würde es zu derzeiten Preisen €2400  pro Unze kosten. Bei einem Crash fährt also der Realkapital-Halter immer besser als der Geldhalter. Schlecht fährt auch der Schuldner. Einen "Debt-Jubilée" wird es nicht geben.

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lifeguard:

zwei themen in einen posting

5
13.10.16 17:45
es wird zum grossen sündenfall kommen, wenn die zentralbanken, welche über den markt immer mehr der staatsanleihen aufkommen, diese den staaten erlassen werden.
es wird in einer grossen krisensituation geschehen und man wird von einer garantiert einmaligen aktion reden, wenn die zentralbanken mit ihren aufgeblähten bilanzen ihren ländern die schulden erlassen werden.
jeder weiss, das eine solche aktion das vertrauen in unser geldsystem auf immer und ewig beschädigen wird, aber es ist sonnenlar, früher oder später wird es zum sündefall kommen.
und deswegen sollte man ein paar prozente des vermögens in gold und anderen "alternativwährungen" wie edelsteine und kunst anlegen.
gold ist eine krisenwährungen und deshalb steigt der wert auch in unsicheren zeiten, sei es hohe inflation oder deflation, krieg oder naturkatastrophen.
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Saurier:

Performance-Vergleich

 
13.10.16 19:23
Siehe hier (ohne willkürlichen Startzeitpunkt und zufälligem Endzeitpunkt - dem Tag der Analyse):
http://www.ariva.de/forum/gold-ist-zu-teuer-540309?page=1#jumppos36
Rechnet man dem S&P die Dividenden hinzu sieht man deutlich welches das bessere Investment ist. Die Nominalwertentwicklung von Gold und S&P gemittelt über mehrere Jahrzehnte ist praktisch identisch, der Dollar im Nenner ist die entscheidende Einflussgröße. <<<
Goldseitenanalysen sind Werbung für Produkte die in diesem Zusammenhang gekauft werden. Der Trick dabei: Man erzählt das was gerne gehört wird und verspricht etwas das man selbst nicht halten muss. Man kann ja mal nachlesen was Herr Zpfl und andere Experten im Zeitraum von dieser Analyse ...
http://www.ariva.de/forum/...en-thread-283343?page=4972#jumppos124314
... bis heute so geschrieben hat. <<<
Ansehen lohnt sich (für kalkarme Gehirne):
http://www.ariva.de/forum/gold-ist-zu-teuer-540309?page=1#jumppos50
... damit hat man (besser: Der Unverkalkte) auch die Erklärung weshalb Kurse ausgerechnet an langfristigen Trendlinien ind Fibos abprallen.
Kleine Ergänzung zu "investorherden-getriebenen" Märkten:
http://www.ariva.de/forum/gold-ist-zu-teuer-540309?page=1#jumppos49
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Anti Lemming:

US-Ölpreis - größte Posse aller Zeiten

 
13.10.16 19:27

Die US-Öllager quellen über. Der Zuwachs war diese Woche mit 4,9 Mio. Barrel satte 20 Mal stärker als von "S&P-Global Platt"-Analysten (250.000 Barrel) erwartet. Das American Petroleum Institute hatte den Lagerzuwachs mit 2,7 Mio. Barrel vorveranschlagt. Aber auch das ist nur knapp die Hälfte der faktisch gemeldeten Anstiege.

Trotzdem hat Wall Street heute das Kunststück vollbracht, US-Öl hochzujubeln.  Und zwar mit der bei Marketwatch publizierten "Begründung", dass die Förderung aus US-Ölquellen auf ein Zwei-Jahres-Tief gefallen ist (kein Wunder, wenn die Fracking-Driller reihenweise pleite gehen...).

Allerdings fragt man sich da doch gleich, ob es nicht egal ist, woher das Öl kommt, dass die Lager überschwappen lässt. Selbst die Energieagentur IEA räumt ein, dass die US-Öllager noch bis mindestens Mitte 2017 randvoll sein werden (siehe # 462).

"Natürlich" erholen sich angesichts solch froher Marketwatch-Kunde auch die Börsen. Der SP-500 fiel kurz nach US-Eröffnung bis 2115 - und damit unter die wichtigem Langzeitunterstützung bei 2120. Dank der positiv hingedrehten Öl-News steht er nun wieder bei knapp 2130. Zehn Punkte für lau - und für Hillary.

Einem nochmaligen Test dürfte die 2120-Marke aber wohl nicht (mehr) standhalten. Daher Abwarten und Tee/Bier/Tequila/Baldriantee* trinken ;-)


* nicht Zutreffendes streichen




Oil traders cheer drop in U. S.output, despite (! A.L.) rise in inventories

Oil futures on Thursday dropped, then rebounded in the wake of a U.S. government report that revealed the first weekly rise in crude supplies since the end of August, but also a drop in output for the lower 48 states (A.L.: Ach ja, und was war in Alaska?) to the lowest level in over two years.

...Early Thursday, the U.S. Energy Information Administration reported that domestic crude supplies rose by 4.9 million barrels in the week ended Oct. 7. A 250,000-barrel climb was expected by analysts polled by S&P Global Platts, while the American Petroleum Institute late Wednesday reported a rise of 2.7 million barrels. The EIA had reported surprise supply declines in each of the previous five weeks. (Na sowas, serielle "Überraschungen" der Experten ;-) - A.L.) But the report also showed that domestic crude production for the lower 48 states fell by 36,000 barrels a day to 7.969 million barrels a day. That’s the lowest level since June 2014....

US-Öl-Futures heute intraday

(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945238
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Anti Lemming:

Dreiklang # 483

2
13.10.16 20:01
Aber nein, wir hatten bisher keine "Deflation".

Das ist sicherlich richtig. Das Deflations-Gespenst ist reine Notenbankpropaganda, um das Gelddrucken zu legitimieren.

Dennoch ist es ein himmelweiter Unterschied, ob der Leitzins bei über 15 % steht wie um 1980 oder bei Null wie von 2008 bis Ende 2015.

Bei bis über 15 % Preisanstieg pro Jahr - wie um 1980 - würde wohl kein Ökonom eine hohe Inflation in Zweifel ziehen. Die damalige Flucht in Gold erfolgte unter der logisch nachvollziehbaren (wenn auch auch falschen) Prämisse, dass der Geldwert durch Inflation aufgefressen wird. Daher "müsse man" unbedingt in bleibende Sachwerte wie Gold gehen. Doch schon Festgeld hat sich seitdem wacker geschlagen, weil die Verzinsung stets über der Inflation lag.

Eine der besten Investitionen um 1980 - zig Mal ertragreicher als Gold - war eine klassisch antizyklische, nämlich die in 30-jährige US-Staatsanleihen. 1980 gekauft, brachten diese immerhin volle 30 Jahre lang, also bis 2010, zweistellige Renditen. Und wer nicht so lange warten wollte, hätte zwischenzeitlich mit großem Kursgewinn verkaufen können.

Beim Goldtop in 2011 (1900 Dollar) hatten wir eine von den Notenbankern herbeigeredete Deflation, die in Wirklichkeit ein stark gesunkene Inflation war. Ich schätze, die Inflation lag 2011 in USA real bei etwa 2,5 %, das entspricht den Renditen von 10-jährigen US-Staatsanleihen (die sich damit immerhin zum "Geldwert-Konservieren" eigneten).

Argumente, um 2011 bei einem Goldpreis von 1900 long zu gehen, sind rational weit schwieriger zusammenzuklauben. Deflation bzw. Mini-Inflation hält den Geldwert ja relativ stabil. Daher mussten Warnungen vom "hyperinflationären Kollaps" her, der sich seitdem seitenweise durch Goldseiten und -Threads ziehen. Das ist Teil der Verkaufspropaganda (siehe # 485). Ja, auch Gold ist ein "business".

Aktuell ist ein hyperinflationärer Kollaps eher ein Wunschdenken der Goldbugs. In Europa ist es nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, dass der Euro demnächst aufgegeben werden muss. Ob dies geregelt geschieht (Beschluss auf einer Konferenz) oder ungeregelt in einem Crash (z. B. Kollaps der PIIGS-Staatsanleihen), darüber kann man nur spekulieren.

Sicher scheint mir hingegen, dass der US-Dollar den Euro um viele Jahrzehnte überleben wird. Eine Anlage in US-Dollar ist daher vermutlich mittelfristig nicht schlechter als eine ein Gold, zumal wenn man die Dollars in 10-jährigen UST parkt und so eine Rendite erhält.

Mich würde nicht wundern, wenn es den US-Dollar in 100 Jahren noch gäbe. Beim Euro hingegen würde mich umgekehrt wundern, wenn es ihn in 20 Jahren noch gäbe.
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur

 
13.10.16 20:03
Doch schon Festgeld hat sich seitdem wacker geschlagen, weil die Verzinsung zumindest bis 2008 stets über der Inflation lag.
Antworten
Dreiklang:

Mein Öl-Short (dank Saurier...)

2
13.10.16 20:07
Angespitzt durch Saurier (#438) wollte ich mich mal in Short versuchen. ^^ Seine Begründung (Bruch des CCI) erschien mir einleuchtend, zumal ich den CCI auf Kurswerte umgerechnet direkt im Chart verwende und solche Brüche im Chart sehen kann. Hier ist ein 30-Minuten Chart, die Bänder sind aber auf 6h berechnet (aus 30min-Daten, aus denen fortlaufende 6h-Kerzen gebildet werden.. ) , wobei das längste Band 112 Perioden (weiß) hat, dann 56 P. (dunkelblau), dann 28 P. (violett) und 8 Perioden (rotbraun). Der Kurs rauschte durch alle oberen Bänder hindurch und hielt am 8 Perioden unten  zunächst an. Ich verkaufte um 8:51 (wollte nicht schon am Vorabend "über Nacht" in den Markt) wurde an der Unterstützung ausgestoppt. Dann mit neuem höherem Stopp wieder rein, zu fast gleichem Kurs, wieder rausgeflogen (hatte den Stopp zu knapp berechnet, Spread war nicht einbezogen). Nachdem auch der ausgestoppt wurde, wieder rein und diesmal mit "richtigem" Stop. Der war bei 50.35. Dann schrieb ich meinen Post #483. Da ich nicht (mehr) bei gesetztem SL ohne TP arbeite (es sei denn, der SL läge nachgezogen im Gewinn) stellte ich einen TP bei 49,43 rein.  Um 17:05 war dann Schluss, der TP wurde ausgeführt. Nach den ersten beiden Fehltrades nun ein Gewinn - aber der Spike ist nur im 1min zu sehen, zumal unmittelbar vorher  der SL mit 5,33 High nur um 0,02  Punkte verfehlt wurde. Es bleibt nach zwei im Verlust ausgestoppten Trades nur ein kleiner Gewinn.  Den TP hatte ich knapp über das untere violette Band (28 Perioden) gesetzt.

Es ist und bleibt ein Lotteriespiel - aber immerhin besser als Roulette.

Chart 30 min Rohöl
(Verkleinert auf 52%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945250
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Stöffen:

Hier prallen scheinbar Welten aufeinander

2
13.10.16 20:09
aber ich habe in keinster Weise vor, für irgendein Asset oder Invest mit dem "Werbe-Schwert" auf die Propaganda-Barrikaden zu steigen.

Es ist aber interessant zu beobachten, wie manche hier gleich einem pawlowschen Reflex losbrettern, sobald nur das Thema Gold oder Artikel von den Goldseiten-Verfassern auf dem Radar auftauchen. Ungeachtet der oftmals recht interessanten Argumente, die nun mal auch die Goldbugs hervorbringen, werden dann teilweise unsinnige Performance-Vergleiche angestellt, polemisiert, diskreditiert, etc.

So habe ich aus dem Artikel von Hannes Zipfel (#125466) bewusst nur die Argumente gegen eine Zinserhöhung durch die Fed und die Zusatz-Information zur Liquiditätsaustrocknung eingestellt, welche ich schon für recht interessant halte.

Ich hätte mir eigentlich denken können, dass die üblichen Verdächtigen gleich mit der Gold-Basher-Keule um die Ecke biegen. Es langweilt mittlerweile allerdings schon sehr.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Ausgang des Experiments heißt Marktstillstand (2)

 
13.10.16 20:34

Schon Keynes wusste: "Langfristig sind wir alle tot."

Dass die Weltwirtschaft ewig wachsen wird, ist schon angesichts der begrenzten materiellen Ressourcen unseres Planeten eine Utopie. Wir haben uns diesem Punkt mMn schon gefährlich genähert. Das ist der wahre Grund für das weltweite Mickerwachstum. Es ist strukturell bedingt und lässt sich daher auch nicht "monetär" mit Gelddrucken bzw. Inflationierung aus der Welt schaffen, wie die Notenbanker immer noch hoffen oder (verlogen) zu hoffen vorgeben.

Das größte Wachstum (in punkto Marktkapitalisierung) verzeichneten in den letzten Jahren nicht zufällig Firmen, deren Geschäft rein virtuell abläuft. D.h. Software-Firmen alter Schule wie Microsoft, SAP und Oracle, vor allem aber die neuen überwiegend virtuellen Business-Plattformen wie Facebook, Google oder Salesforce (Cloud-Geschäft). Hinzu kommen Firmen wie Uber und AirBnB, die die Infrastruktur der sozialen Medien als Gebühren schindende Kommunikations-Rampe benutzen.

-------------

Kosmischer Ausblick (über Keynes' "langfristig sind wir alle tot" hinaus):

Spätestens in einigen Dutzend Milliarden Jahren, wenn das Universum aufhört zu expandieren und die Brown'sche Molekularbewegung bei -273 Grad Celsius (0 Grad Kelvin) zum Erliegen kommt. Dann lautet der Ausgang des Experiments nicht nur Marktstillstand, sondern sogar Molekülstillstand. Spätesten dann landen auch Goldbarren auf dem Wertlosigkeits-Schrottplatz der kosmischen Geschichte. Zum Glück gibt es dann auch keine Lebewesen mehr, die sich darüber die Haare raufen (oder die Schuppen wetzen) könnten. Fast schon erlösend könnte in dem Kontext wirken, dass bereits weit vorher, in 16 Millionen Jahren, unsere Nachbargalaxie Andromeda mit der Milchstraße kollabieren wird. Beide Galaxien nähern sich pro Sekunde um 110 Kilometer.

Antworten
Anti Lemming:

Korrektur:

2
13.10.16 20:43
Fast schon erlösend könnte in dem Kontext wirken, dass bereits weit vorher, in 4 Milliarden Jahren, unsere Nachbargalaxie Andromeda mit der Milchstraße kollabieren wird.

16 Millionen Jahre dauert der "Crash" (treffender: Zeitlupen-Crash) an sich. So viel Zeit vergeht zwischen dem ersten "Berühren" beider Galaxienränder und dem Zeitpunkt, bis beide Zentren sich im selben Punkt treffen.

Aber ich schweife aus ;-)
Antworten
lehna:

Crash wieder mal abgewürgt???

 
13.10.16 20:51
Einem City Fuzzi gefriert das Blut in den Adern wenn er den S&P betrachtet. Der Jung hat den Chart mit Kaffeesatz gemixt-- und schon ist Endzeit.
Und eine große Tageszeitung bringt das drohende Debakel unters Fussvolk.
Problem: Ein aufrechter pflichtbewusster Crash von echtem Schrot und Korn hat seine Prinzipien und lässt sich nicht vorher ankündigen...
www.welt.de/finanzen/article158699590/...tml#article-comments
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen # 490

2
13.10.16 20:53
Diskussionen über kontroverse Topics im übergeordnet selben "Bärenlager" finde ich nicht "langweilig" (# 490) oder gar nervend, sondern im Gegenteil hilfreich. Kaum einer kann die vielen Aspekte dieser recht komplexen Materie für sich allein durchblicken. Selbst im Rudel ("Schwarm-Intelligenz") geht das oft schief, aber dann hat man wenigstens zum Abschied noch mal Hautkontakt gehabt ;-)
Antworten
Anti Lemming:

Du hast hier gerade noch gefehlt. Lehna

2
13.10.16 20:56
Diskussion mit bullischen Spammern finde ich wirklich sterbenslangweilig. Es ist ungefähr so produktiv, als wollte ein Fisch versuchen, sich mit einem Fahrrad zu unterhalten.

Obwohl ein bullischer Spammer im intakten Downtrend den Bären auch den nötigen Rückhalt geben kann ;-)
Antworten
lehna:

#95 es ist nun mal dein Problem, AL...

 
13.10.16 20:59
wenn mich nicht wegsperrst.
Also hopp-- ich warte....
Antworten
Anti Lemming:

Die heutige Erholung im großen Bild

3
13.10.16 21:22
Bislang nur Gap-Close. Widerstand bei 2145 steht "festgemauert in der Erden".

Wenn bereits solche Dead-Cat-Sprünge wie heute nachmittag bullische Spammer wie Lehna in Verzückungen versetzen (# 493, 496), ist das Korrektur-Tief mit ziemlicher Sicherheit noch nicht erreicht.

Ein long-fähiges Tief ist erst erreicht, wenn Lehna beim SP-500-Stand von 650 postet, dass es "zum Verkaufen noch längst nicht zu spät" ist.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945255
Antworten
Katzenpirat:

Goldbusters

3
13.10.16 23:37
Es gibt Sektierer unter den Goldbugs - es gibt sie aber auch auf der Gegenseite: die Exorzisten.

2008/2009 war der Anleihenmarkt noch intakt. Heute nicht. Die Alternativen sind rar geworden, wenn der Aktien-Turbo stottert. Der Abverkauf an den Aktienmärkten anfangs Jahr hat die Goldrally vermutlich erst ermöglicht. Das psycholgische Moment dominiert das rationelle längst an den Märkten. In Zeiten der "bösen globalisierten" Welt, sehnt sich manch einer nach etwas, was er in den Händen halten kann. Sei es auch nur, weil es glänzt. - Wir werden sehen. (eventuell bald)

Sind wir hier alle Atheisten, dass "to XAU, or not to XAU" faktisch zum Glaubenskrieg wird? Oder wieso polarisiert es dermassen?
Antworten
Katzenpirat:

Präzisierung

 
13.10.16 23:51
2008 war der Markt für Staatsanleihen verhältnismässig intakt.
Antworten
Anti Lemming:

US-Kerninflation zieht an

 
14.10.16 14:35
Die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Fed-Zinserhöhung erhöht sich entsprechend.

08:30 Core PPI minus food, energy, trade advances 0.3% MarketWatch
08:30 Producer price index increases 0.3% in September MarketWatch  
Antworten
Anti Lemming:

Deuba entlässt weitere 10.000 Angestellte

 
14.10.16 14:36
was die Quote der Entlassenen auf 20 % bringt.

www.zerohedge.com/news/2016-10-14/...nging-total-layoffs-20-workforce
Antworten
wawidu:

SPX-Werte über MA 200 bzw. MA 50

3
14.10.16 15:14
Über MA 200 notieren noch knapp zwei Drittel, doch über MA 50 lediglich etwas mehr als ein Viertel - eine höchst prekäre technische Situation.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 945413
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