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von Bankhaus Rott
Das Sterben der Garantiegeber des EFSF setzt sich munter fort. Direkt nach dem Verkauf der neuesten Anleihe beantragte Zypern, zukünftig für nichts mehr garantieren zu müssen. Bei der zuletzt verkauften Anleihe sitzen die Zyprioten trotz De-facto-Insolvenz weiter im Boot…
Nach dem Start des ESM ist es still geworden um den einst als Rettungsvehikel gefeierten EFSF. Die Damen und Herren in Luxemburg emittieren jedoch munter weiter Anleihen, wobei die regelmäßig dahinscheidenden Garantiegeber nur für wenig Wirbel sorgen. Bisher sind Griechenland, Portugal und Irland ausgeschieden, wodurch sich die Anteile der verbliebenen Mitglieder erhöhten. Deutschlands Anteil stieg auf 29%, Österreich darf für 3% garantieren.
Am 8. April hat wenig überraschend (außer vielleicht für das Handelsblatt) Zypern den Antrag gestellt, zukünftig als Garantiegeber auszuscheiden. Entschieden wird von den anderen Garantiegebern über diese Anfrage am 25.4.2013. Das Ausscheiden einer nicht eben tragenden Säule wie Zypern sollte für nicht für Kopfzerbrechen sorgen, das werden bald größere Mitgliedsstaaten erledigen.
Bei der neuesten Emission des EFSF vor einigen Tagen war Zypern noch stolzes Mitglied im Reigen der sich selbst garantierenden Garantiegeber.
Das Papier wurde ohne Probleme verkauft, was angesichts so stabiler garantierender Finanzgrößen wie Spanien, Italien, Slowenien, Malta und Zypern natürlich nicht überrascht. Allein Italien und Spanien stehen für 32% der verbliebenen Garantien, wer würde sich da schon Sorgen machen. Für alle weiteren Risiken ließen sich die Käufer der 8 Milliarden Euro schweren Emission mit einer Rendite von 0,956% entschädigen. Falls Sie sich wundern, wer so etwas kauft, richten Sie diese Frage bitte an Ihre Versicherung, Pensionskasse oder den Manager eines „geldmarktnahen“ Fonds....