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Der USA Bären-Thread


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permanent:

Wie ein Fed-Chef mit Zinssenkungen die Krise ermög

7
25.08.12 13:19

Wissenswert: Wie ein Fed-Chef mit Zinssenkungen die Krise ermöglichte

Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan hatte gegen Finanzkrisen ein sicheres Mittel: Zinssenkungen. Ökonomen behaupten, mit seinem Verhalten habe Greenspan Banken dazu verleitet, übermäßige Risiken einzugehen.

LondonMit dem „Schwarzen Montag" von 1987 hat alles angefangen. Um 22 Prozent brachen die Aktienkurse am 19. Oktober 1987 an der Wall Street ein. Einen Tag später senkte der damalige US-Notenbank-Chef Alan Greenspan außerplanmäßig die Leitzinsen kräftig, von 7,5 auf sieben Prozent.

Mit dieser Zinssenkung, sind viele Ökonomen überzeugt, verhinderte Greenspan Schlimmeres. Nach der Beinahe-Pleite des Hedge-Fonds LTCM griff der Präsident der Federal Reserve Bank zur gleichen Medizin; nach dem Platzen der New-Economy-Blase und während des Irak-Kriegs ebenfalls.

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fkuebler:

Tja, permanent 676, wer einen Hammer hat, für den

10
25.08.12 13:29

"Mit dieser Zinssenkung, sind viele Ökonomen überzeugt, verhinderte Greenspan Schlimmeres. Nach der Beinahe-Pleite des Hedge-Fonds LTCM griff der Präsident der Federal Reserve Bank zur gleichen Medizin; nach dem Platzen der New-Economy-Blase und während des Irak-Kriegs ebenfalls"

... scheint die Welt aus Nägeln zu bestehen. Und was sich einmal bewährt und zu grosser Anerkennung geführt hat, das vermittelt im Erwartungssystem des Menschen eine lustvolle Erwartungshaltung. 

Wenn der Zimmermann nach initial guten Erfahrungen den Hammer auch auf seine Frau anwendet, dann kümmert sich die Justiz darum.

Wenn die Geldpolitiker das Fluten nach initial guten Erfahrungen auf alles von Krieg bis Pestilenz oder Griechen anwenden, dann kümmert sich die Evolution darum.

Kleine Wartezeiten von ein paar Jahrzehnten und gewisse Kollateralschäden muss man ihr dafür wohl zugestehen... 

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Malko07:

MMn wird man bei

12
25.08.12 14:09
fehlender Konsensfähigkeit in der Bevölkerung auch mittels Wahlsystem die Regierbarkeit nicht sichergestellt. Denn das Mehrheitswahlrecht schwächt im Ansatz die Parteien und fördert bekannte Persönlichkeiten. In Bayern würden es sicherlich viele Einzelpersonen ohne Parteibindung schaffen. Das zeigen schon seit Jahren die Freien Wähler auf Kommunalebene und inzwischen auch auf Landesebene. Viel Freude dann beim Schmieden von Koalitionen.

Die Zergliederung bei den Gewerkschaften haben wir der bewussten Schwächung der klassischen Gewerkschaften im Arbeitsrecht durch verschiedene Regierungen zu verdanken. Wegen kurzfristigem Erfolg hat man die potentiellen längerfristigen Schäden übersehen: Englische Verhältnisse. Eine der vielen Übertreibungen der Deregulierung der letzten Jahrzehnte. Auch die bewusst betriebene Entsolidarisierung wird noch ihre Früchte tragen, nur anders wie von den Erfindern gehofft. Die Gefahr eines erneuten Terrorismus steigt dadurch stark an. Der entsolidarisierte Einzelne kann eben mit demokratischen Methoden kaum noch etwas bewegen.
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Eidgenosse:

#669, hab ich irgendwo gesagt

 
25.08.12 16:17
das wir mehr Kinder brauchen? Ich hab nur auf den Fakt hingewiesen das eine stark wachsende Bevölkerung auch eine wachsende Wirtschaft hinterherzieht. Wenns dann nicht mehr so stark wächst wie erwünscht senkt man halt die Zinsen, und wenn das auch nicht mehr reicht verscherbelt man Hypotheken an Erwerbslose, und danach senkt man wieder die Zinsen usw. bis es nicht mehr weitergeht.
So ähnlich gings zu in den letzten 30 Jahren aber die nächsten 30 werden anders sein. Das hat auch (nicht nur) demographische Gründe.

Und nein, wir brauchen keine 3 Mrd. Deutsche.
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Malko07:

Den Wohlstand kann man

11
25.08.12 18:19
nicht am BIP festmachen aber eine sinnvolle Annäherungsweise ist das BIP/Kopf. Und schaut man sich dann z.B. Staaten mit einer sogenannten "gesunden" Demographie an (besonders stark in Arfrika vertreten) stellt man ein laufendes Sinken des BIP/Kopf fest. Südafrika dagegen hat seit einiger Zeit eine sinkende Bevölkerung. Es traten und treten sehr starke Verluste durch Aids auf und das BIP/Kopf steigt an.

Es ist eben nicht so, dass eine wachsende Bevölkerung zwangsweise eine wachsende Wirtschaft zur Folge hat. Sie wächst eventuell absolut kann aber meistens nicht proportional mit der wachsenden Bevölkerung mithalten. Ergebnis: Verarmung!

Zu glauben, man könnte die Wirtschaft beliebig über den Zins steuern ist mMn eine große Illusion. Man kommt, bevor man sich umschaut, zu einem stark negativen Zins. Und wenn das Arbeiten sich nicht mehr lohnt (mindestens die Illusion, dass Arbeit sich lohnt muss aufrecht erhalten werden), sinkt die Arbeitsmoral stark und man hat dann schnell Zustände wie im früheren Ostblock. Erste Anfänge kann man in der Praxis bei uns erleben. Da der Zins einfach ersichtlich negativ ist, sinkt die Sparquote und der Konsum steigt an. Der Konsum kann aber nicht ewig befriedigen und dann ist es nicht mehr weit, dass man nicht mehr so richtig arbeiten mag.
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A.L.:

# 676 - Studie

7
25.08.12 19:39
Handelsblatt in # 676:

Indirekt ist diese Geldpolitik mitverantwortlich dafür, dass die US-Wirtschaft in die tiefste Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Großen Depression gefallen ist - diese These stellen die beiden Chicagoer Ökonomie-Professoren Douglas Diamond und Raghuram Rajan in einer neuen Studie auf.

Darauf kommt man auch ohne diese Studie, z. B. "wir" hier im Bärenthread seit fünf Jahren - oder (konkreter) ich mal wieder gestern hier:

www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=3944#jumppos98607

In dem Posting habe ich Greenspans Tiefzins-Politik mehrmals als Blasen bildend gerügt.
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Navigator.C:

das neueste

6
25.08.12 20:34
Nepotismus;
Romneys-Steueroasen
www.welt.de/politik/ausland/...tlicht-Romneys-Steueroasen.html

Wissenschaft:
Neue Zeitform Futur III eingeführt, um Gespräche über Berliner Flughafen zu ermöglichen
www.der-postillon.com/2012/08/...-futur-iii-eingefuhrt-um.html

Horoskop:
So stehen Ihre Sterne im Februar
www.kojote-magazin.de/2012/...hen-ihre-sterne-im-februar/5483/

Marktregulierung ( bayrische Version):
Tankstellen Bier nur noch für Autofahrer
www.br.de/radio/bayern1/sendungen/...lle-ladenschluss-100.html

Marktregulierung ( belgische Version):
Die Leuchten von Brüssel Oettinger fordert mehr Kontrolle
www.rottmeyer.de/...-brussel-oettinger-fordert-mehr-kontrolle/

Finanzen:
Die Lunte brennt
www.mmnews.de/index.php/gold/10676-geldbombe-die-lunte-brennt

Satire:
Ökonom Bosbach: „Offizielle Arbeitslosenzahlen sind Schönfärberei“
deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/...d-schoenfaerberei/

Navigator.C
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Fillorkill:

Learner,

7
25.08.12 21:53
Dein Unbehagen finde ich absolut verständlich und dein sagen wir linkes Lebensgefühl (= es lässt dich nicht kalt, wenn einerseits Ressourcen verschwendet werden, während andererseits viele wenig oder nichts zum Leben haben) nur sympathisch...

Und ja, der Kapitalismus verändert sich permanent in seinen Verlaufsformen, Produkte, die Weise ihrer Produktion und deren angeschlossene Kulturen kommen und verschwinden wieder.  Die Menschen vollziehen diese wechselnden Verlaufsformen nach. Niemand denkt, lebt, arbeitet und konsumiert noch wie vor 50 Jahren. Die Abhängigkeit verläuft dabei in beide Richtungen: Die Menschen sind für ihre Reproduktion darauf angewiesen, ihre Lebenspläne und Bedürfnisse dem Renditeprinzip auszuliefern, während das Renditeprinzip nur aufgehen kann, wenn die Menschen dies in hinreichendem Maße auch tun. ..

Und richtig, es gibt Sektoren der Gesellschaft, die sich dem Renditeprinzip entziehen. Einige hast du genannt, die Tauschbörsen zB. Ich selbst arbeite (nebenberuflich) in der Welt der Demenz, einer bizarren Parallelgesellschaft, in der wirklich niemand involviert ist, der für Rendite unterwegs ist. All diese Sektoren haben die Funktion, die Gesellschaft dort zu integrieren, wo das Renditeprinzip keine Nahrung finden kann. Diese Integrationsarbeit ist einerseits die Bedingung dafür, die sozialen Kosten des Kapitalismus so zu limitieren, dass seine unabdingbare soziale Akzeptanz nicht gefährdet wird, andererseits aber um einen Nutzniesser des von diesem erzeugten Reichtums - denn nur von diesem bezieht jedes soziale Engagment seine Mittel. Es handelt sich hier also nicht um die Keimzelle einer neuen Gesellschaft, sondern lediglich um die Bedingung des Funktionierens der alten. Um in Deinem Beispiel Tauschbörse zu bleiben: Wenn dabei nur genügend mitmachen würden, anstatt zu konsumieren nur zu tauschen, gäbe es auf Sicht nichts mehr zu tauschen. Es sähe dann aus wie auf Kuba, wo 50 Jahre alte Chevys immer wieder neu zusammengeflickt werden. De facto, im Real Life, entscheidet man sich aber dann doch lieber für das neue Apple-System (Preis egal) anstatt des C 64 aus der Tauschbörse...

Fill
contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
Antworten
Fillorkill:

Korrektur Mitte letzter Absatz:

3
26.08.12 00:12

Diese Integrationsarbeit ist einerseits die Bedingung dafür, die sozialen Kosten des Kapitalismus so zu limitieren, dass seine unabdingbare soziale Akzeptanz nicht gefährdet wird, andererseits aber handelt es sich bei dieser um einen Nutzniesser des kapitalistisch erzeugten Reichtums - denn nur von diesem bezieht jedes soziale Engagment seine Mittel.

contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
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A.L.:

Man darf nicht zu pessimistisch sein

5
26.08.12 08:16
- es gibt immer irgendeine Lösung:

www.kojote-magazin.de/category/galerie/presseschau/
Der USA Bären-Thread 532323
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permanent:

Weidmann warnt vor der Droge Notenbankfinanzierung

7
26.08.12 10:19

Weidmann warnt vor der „Droge Notenbankfinanzierung“

Der Bundesbankpräsident verschärft seine Kritik an der EZB. Pläne zum Aufkauf von Staatsanleihen rückten einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse zu nahe. Damit stellt sich Weidmann offen gegen EZB-Chef Draghi. Mehr… [

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permanent:

Bundesregierung macht Partnern Druck Merkel will n

7
26.08.12 10:23

Samstag, 25. August 20122012-08-25 19:13:20

Bundesregierung macht Partnern DruckMerkel will neuen EU-Vertrag

Wenn es nach der Kanzlerin geht, werden die Mitgliedsstaaten der EU noch in diesem Jahr ein neues rechtliches Fundament für die Gemeinschaft erarbeiten. Merkel drängt laut einem Medienbericht bei anderen Mitgliedsstaaten darauf, den Fiskalpakt schnell um eine politische Union zu ergänzen. Doch ihr Vorschlag kommt nicht sonderlich gut an.

Die Bundesregierung will die europäische Integration vorantreiben und drängt auf einen neuen EU-Vertrag. Wie der "Spiegel" berichtet, sollen die Staats- und Regierungschefs der EU nach den Plänen von Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU noch vor Jahresende ein Gipfeltreffen ins Leben rufen, bei dem die Teilnehmer die Grundlagen für einen neuen EU-Vertrag ausarbeiten sollen. Das deutete der europapolitische Berater der Kanzlerin, Nikolaus Meyer-Landrut, laut dem Magazin in Brüssel an.

 

Merkel drängt schon seit längerer Zeit darauf, den in der Eurogruppe beschlossenen Fiskalpakt, der mehr Haushaltsdisziplin sichern soll, um eine politische Union zu ergänzen. Dadurch könnte etwa der Europäische Gerichtshof das Recht erhalten, die Haushalte der Mitgliedsländer zu überwachen und Defizitsünder zu bestrafen. Eine entsprechende Initiative für einen EU-Konvent hatte bereits der CDU-Parteitag im vergangenen November gefordert.

Wann der Konvent seine Arbeit aufnehmen kann, soll laut dem "Spiegel" beim EU-Gipfel im Dezember beschlossen werden. In den meisten Mitgliedstaaten stößt der Vorstoß laut dem Magazin aber auf wenig Gegenliebe. Bei einem Treffen von zehn EU-Außenministern habe eine Mehrheit die Forderung von Außenminister Guido Westerwelle von der FDP nach einem Vertragskonvent abgelehnt, heißt es in dem Bericht. Einige Länder wie Irland scheuten das Risiko einer Volksabstimmung, die bei einem neuen Vertrag nötig wäre. Auch enge Partner wie Polen seien dagegen, weil sie wenig Chancen für einen Kompromiss unter den 27 EU-Mitgliedern sehen würden.

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A.L.:

# 686 - Draghi = Drogi

6
26.08.12 16:58

Diese These wurde hier im Thread schon bei Draghis Ernennung geäußert - was auf heftige Kritik wegen angeblicher "Fremdenfeindlichkeit" stieß.

Der wahre Grund für die Kritik waren wohl eher die dagegen stehenden großdeutschen Europaträume - "verpackt" als PIIGS-Solidarität - und die Befürwortung einer opportunistischen Pro-Euro-Politik. (Banken und Großkonzernen "brauchen" bekanntlich auch weiterhin die Euro-Einheit, um nicht abschreiben zu müssen).

Ich hab im Übrigen nichts gegen Italien, wohl aber hab ich etwas gegen die (Finanz-)Mafia.

Po-italienisch bin ich hinsichtlich der Indizes, denn diese wünsche ich mir GenItalien. Vielleicht klappt das ja, wenn Berlusconi wieder mit dem Bunga-Bunga-Schwanz zu regieren beginnt.

 

 

Antworten
A.L.:

sollte heißen

2
26.08.12 17:01
pro-italienisch (statt po-italienisch), denn es ging ja nicht um Griechenland.
Antworten
A.L.:

# 687

3
26.08.12 17:10
"Wann der Konvent seine Arbeit aufnehmen kann, soll laut dem "Spiegel" beim EU-Gipfel im Dezember beschlossen werden. In den meisten Mitgliedstaaten stößt der Vorstoß laut dem Magazin aber auf wenig Gegenliebe."

Aber klar doch. Am bequemsten für die PFIIGS* ist es, im EU-Parlament "mehrheitlich" die unbegrenzte Geldflut zu erzwingen, um dann anschließend völlig individuell - ganz nach Gutdünken der jeweiligen Verteil-Minister - über die "Beute" zu verfügen.

*PFIIGS klingt nicht so sehr nach Schwein, sondern nach Pflaume. Insofern wird mit PFIIGS der Einzug Hollendes in die Erpresser-Union besser umschrieben.
Antworten
Dreiklang:

Dobrindt im SPON

5
26.08.12 17:29

Dobrindt bezeichnet Draghi als "den Falschmünzer Europas".

Kann es ein schöneres Kompliment geben für Draghi?  

Für jeden Chef einer FiatMoney-Zentralbank ist es eine Frage der Ehre, insolvente Staaten mit Kredit zu versorgen.

 

www.spiegel.de/politik/deutschland/...er-europas-a-852133.html

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Navigator.C:

Ad Astra

 
26.08.12 18:14
Der dicke Armstrong hat eingeparkt, mehr oder weniger.
Überzeugend war das auch diesmal wieder nicht. :-)
Vielleicht klappt's ja irgendwann mal.
clockworker.de/cw/2012/08/25/ad-astra-neil-amstrong/
Zeit zum Üben hat ja jetzt.

Navigator.C
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Eidgenosse:

Wenn Deutschland nicht mehr zufrieden ist

4
26.08.12 18:22
mit der EU-Politik dann muss es austreten und seine eigenen Münzen prägen. Was ist denn die alternative zu Draghis Anleihekäufen? Die Staaten sollen sich selber am Markt Geld beschaffen? Ha ha, da kann ich nur noch lachen.

Die wenigsten Länder können ohne interne Geldumverteilung leben, wie soll es Europa können? Aber solange man liefern kann und die schwachen ihre Kredite bedienen können interessierts kein Schwein.

Sollten die Geberländer oder Bundesländer oder Kantone dann ebenfalls anfangen zu schwächeln wirds dann wirklich interessant.

Die direkte Finanzierung durch die EZB mit Auflagen ist mit Sicherheit das Beste was man machen kann. Alles andere endet im Chaos.
Antworten
Navigator.C:

Eurozone: Massiver Kapitalabzug hält an

4
26.08.12 18:53

Die Kapitalflucht unter ausländischen Investoren aus der  Eurozone nimmt weiter an Fahrt auf. Nachdem verschiedene amerikanische  Geldmarktfonds schon vor einiger Zeit ihr Kapital aus der Region  abzogen, hat auch der im Jahr 2008 fast kollabierte Versicherer AIG  mehrere zehn Millionen US-Dollar an Investitionen in deutschen,  französischen, spanischen und italienischen Banken repatriiert. Der  Kapitalabzug wird vor allem mit dem kaum noch vorhandenen Vertrauen der  Finanzmärkte in die Brüsseler Politik und die nationalen Regierungen der  Mitgliedsstaaten der Eurozone begründet.

Große Investoren warten nicht solange, bis Kapitalkontrollen und andere Restriktionen in Gesetzesform gegossen sind

www.wirtschaftsfacts.de/?p=23822#more-23822

Navigator.C

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Kicky:

Im Porträt: Jörg Asmussen Der Gehilfe

7
26.08.12 18:58
25.08.2012 ·  Jörg Asmussen ist Deutschlands Mann in der EZB. Jetzt hilft er, die Notenpresse anzuwerfen. Der Kanzlerin ist’s recht. Sein alter Freund, Bundesbankchef Jens Weidmann, schreit auf.

Der 6. September wird ein einschneidender Tag in der Geschichte des Euro: Der Rat der Europäischen Zentralbank will über ein gewaltiges neues Euro-Rettungsprogramm entscheiden. Die detaillierten Pläne dazu hat ausgerechnet ein Deutscher ausgearbeitet, Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Direktoriums; gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Benoît Coeuré. Der Auftrag kam von EZB-Präsident Mario Draghi. Es geht um ein bombastisches Programm zum Ankauf südeuropäischer Staatsanleihen - ohne Limit und ohne zeitliche Begrenzung.

Zugleich wird dieser Tag der Höhepunkt in einem erbitterten Streit zweier ehrgeiziger junger Euro-Retter: Jörg Asmussen und Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank. Der eine ist für solche Anleihenkäufe, der andere hält sie für Teufelszeug.
Warum verlor Weidmann ausgerechnet ihn als Verbündeten?

Der gebürtige Flensburger Asmussen, 45 Jahre, Karrierebeamter mit Superkurz-Haarschnitt und modischer Brille, war einst Freund und treuster Verbündeter Weidmanns. Jetzt ist er zu dessen Gegenspieler geworden.
Während Weidmann mit aller Kraft gegen das Anleihenprogramm opponiert, weil er nichts Geringeres als die Stabilität des Euro selbst in Gefahr sieht, verteidigte Asmussen das Programm vergangene Woche in einem Interview ausgiebig. Es sei „viel besser konzipiert“ als das Vorgängerprogramm, für das die EZB immerhin mehr als 200 Milliarden Euro ausgab - ohne dass die Probleme Südeuropas im Entferntesten gelöst wurden.

Kommt es zum Showdown, dürften die beiden Deutschen im EZB-Rat in einer zentralen Frage gegeneinander stimmen. Kein Wunder, dass sich viele - nicht nur in geldpolitisch interessierten Zirkeln - fragen: Was ist da los? Was motiviert Asmussen, der schließlich von der Bundesregierung für diesen Posten vorgeschlagen wurde, Seit’ an Seit’ mit den Südländern zu kämpfen? Und vor allem: Warum verlor der Bundesbankpräsident ausgerechnet Asmussen als Verbündeten: ihn, den Freund?......

Das Krisen-Duo funktioniert offenbar nicht mehr. Zwar hält man nach außen die Contenance. Hinter den Kulissen aber schimpfen sie wie die Rohrspatzen. Weidmann vertrete „Positionen aus dem 19. Jahrhundert“, wettern die Asmussen-Freunde. Der Hauptvorwurf der Gegenseite lautet, Asmussen habe kein ordnungspolitisches Rückgrat.....

Asmussen ist als Mitglied des Direktoriums der EZB so etwas wie der „Außenminister“ für EZB-Präsident Mario Draghi geworden. Es gehört damit zu seinem Job, die Linie der EZB gegenüber Europas Politikern zu vertreten. Das hat er verinnerlicht.

Anders Weidmann, der seit seinem Wechsel auf den Posten des Bundesbankpräsidenten die Unabhängigkeit des Amtes durchaus zu nutzen weiß. Die Rolle eines Mahners für einen stabilen Euro gehört in der Tradition der Bundesbank zu seinem Job. Die unterschiedlichen Rollen erklären einen Teil der Differenzen.

Auch Asmussen hätte in seinem Amt allerdings Spielraum, sich anders zu verhalten - das zeigt ein Vergleich mit den Vorgängern....

...Auffällig ist in diesem Zusammenhang, wie ähnlich die Worte sind, mit denen Asmussen, Draghi und Merkel die Welt auf das neue Anleihenprogramm vorbereiten. Man werde „alles Erforderliche tun, um den Euro zu erhalten“, versichern sie immer wieder. Das klingt sehr nach: selbst Inflation notfalls billigend in Kauf nehmen....
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...en-der-gehilfe-11868247.html
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permanent:

Draghi liegt mit seiner Politik nicht auf

11
26.08.12 19:00

der Linie der Bundesbank. Würde ein EZB Präsident Axel Weber heute auf dieser Linie liegen?

Wäre es einfacher für Deutschland und die dt. Politik ihre Interessen durchzusetzen wenn Weber auf dem Stuhl Draghis sitzen würde.
Reformvorhaben sind nur mit Zuckerbrot und Peitsche duchzuboxen. Griechenland ist verloren und nur über Subventionen zu halten. In Spanien und Italien ist es noch nicht zu spät den eingeschlagenen zaghaften Reformkurs fortzuführen nur müssen der Bevölkerung dafür Perspektiven geboten werden um keine Revolution auszulösen. Ein großes Problem ist die zunehmende Fragmentierung der politischen Landschaft in Europa. Zu viele Kleininteressenvertreter müssen unter einen Hut gebracht werden.

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Kicky:

USA,Europa und China in concerted Action?

5
26.08.12 19:06
www.telegraph.co.uk/finance/...rty-as-global-trade-slumps.html
By Ambrose Evans-Pritchard

9:52PM BST 23 Aug 2012
All three major blocs of the world economy have shifted gears dramatically over the last month, preparing a fresh blast of stimulus to combat the sharpest contraction in global trade since the 2008-09 crisis.
The US Federal Reserve appears poised for a third round of quantitative easing (QE) as soon as early September, joining Europe and China in concerted global stimulus.

The Fed’s latest minutes show broad support for fresh bond purchases – probably mortgage bonds – unless signs of “substantial and sustainable strengthening” emerge soon. Paul Ashworth from Capital Economics said QE3 looks like a “done deal” since little is likely to change between now and the next Fed meeting.

The long-awaited rebound in China has yet to materialise. China’s HSBC manufacturing index fell further below the contraction line of 50 to 47.8 in July, with export orders plunging and output prices sliding deeper into deflation. “The report is plainly awful,” said Yao Wei from Societe Generale.

Money market rates in China have jumped 20 basis points since July, overwhelming efforts by the central bank to inject liquidity. “Capital is fleeing the country,” said Morgan Stanley.

Andrew Roberts, head of credit at RBS, said the moves in the Chinese money markets have become a neuralgic issue in the City. “People are asking whether this is the beginning of a credit crunch in China,” he said.

China’s Politburo is taking no chances. It has ditched a key plank of its reform strategy for now, reverting to blunderbuss spending on infrastructure and new factories to keep the crisis to bay.

Earlier this week the city of Chongqing unveiled a $240bn blitz on cars, chemicals and other industries over the next three years, equal to 150pc of its GDP and to be financed by state banks. Tianjin has followed with $240bn (£151bn) over five years on aeronautics, heavy equipment, and energy; Guangdong has listed 177 projects worth $160bn.

In America, the fresh stimulus by the Fed may raise eyebrows. The US economy has recovered slightly after slowing to stall-speed earlier this summer, Goldman Sachs tracking growth of 2.3pc in the third quarter.

Core inflation is above 2pc and the M3 “broad” money supply is growing at a robust pace of around 5pc, though this may be distorted by flight to safety. “People are still hoarding money because of the chronic lack of confidence,” said Capital Economics’ Mr Ashworth.

These are not normally conditions that call for printing money. The Fed is clearly taking precautions in case of multiple shocks ahead, including a mini-crisis in Washington as the “fiscal cliff” looms at the end of the year. The Congressional Budget Office says the US faces a “significant recession” next year if automatic fiscal tightening equal to 4pc of GDP goes ahead.

Yet the Fed is also acting as a superpower central bank, moving early to head off any risk of a global downward spiral. Chicago Fed chief Charles Evans called yesterday for fresh stimulus “around the world”.

Central banks can certainly buy time and trigger powerful asset rallies. Whether they can counter the deeper malaise of excess global savings – a record 24pc of GDP – or excess manufacturing plant worldwide is a larger question. It tormented economists in the 1930s, and has come back to haunt them today.
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Contrade 121:

zu Asmussen...

7
26.08.12 20:38
zu Asmussen - das geile ist, der war gleichzeitig im Aufsichtsrat der IKB - vor dem Anfang der Bankenkrise - und ist dann gleichzeitig im Krisenstab tätig gewesen. Ausserdem ist er Duzfreund von bspw. Blessing (Commerzbank) und in der Bankenszene privat bestens verdrahtet. Der Typ ist ein Erfüllungsgehilfe, den man sich nur wünschen kann: zu allen Schandtaten bereit. Beim Eichel war er Leiter des Ministerbüros  und einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass die Griechen 2005 zur EWR zugelassen wurden.

Weidmann hat eigentlich keine Chance gegen die Politiker - denn, das was er ausspricht, das wissen auch die führenden Politiker. Der Finanzmarkt ist fragiler den je, ein Hedgefonds, eine grössere Bank oder sonstige Institition bringt das gesamte Gerüst zum Fall. Deshalb sind die Notenbanken derart expansiv, obwohl die Unternehmen nach wie vor gute Ertagslage aufweisen.
Antworten
Navigator.C:

#98698

 
26.08.12 21:01

oeconomic hit man

Navigator.C

Antworten
Fillorkill:

Richtig Eidgenosse,

4
26.08.12 21:54
die direkte Finanzierung der Defizite durch die EZB unter Auflagen scheint die effizienteste Lösung zu sein und ich gehe auch davon aus, dass diese kommen wird. Zu berücksichtigen ist dabei folgende Kausalität: Nur der, der gibt, erhält die Option, effektiv Einfluss zu nehmen. Die erfolgreiche Restrukturierung der Peripherie ist eine Funktion der Bereitschaft, für deren Kosten gerade zu stehen...

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