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Der USA Bären-Thread


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A.L.:

Fiasko bei Immobilien-Finanzierung in Yen

13
05.06.12 11:15
Wer eine in Euroland erworbene Immobilie scheinbar günstig (d.h. zwar zinsgünstig, aber nicht gegen Währungsschwankungen geschützt) in japanischen Yen finanzierte und sich vom EUR/JPY-Anstieg bis 2008 (Folge der Yen-CT, siehe Chart unten) blenden ließ, ist heute der Gelackmeierte.

EUR/JPY stürzte infolge der 2008-Finanzkrise (Yen-CT platzte) und der jüngsten Euro-Schwäche (PIIGS straucheln) auf 97 - ein Zehnjahres-Tief.

Wer z. B. im Sommer 2008 eine in Euro erworbenes Haus, das 300.000 Euro gekostet hat, in Yen finanzierte, schuldet der Bank nach aktuellem Stand 519.000 Euro. Besonders verhängnisvoll ist dies, wenn das Haus wegen des allg. Immobilienpreisverfall in einigen Ländern ab Beginn der Finanzkrise in 2008 auch noch in EURO weniger Marktwert hat als in der Vorkrisenzeit.
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 513258
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Pichel:

tschuldigung A.L.

2
05.06.12 11:30
wenn ich sowas machen würde wegen den Zinsen ein Haus über Yen finanzieren, sichere ich mich auch beim Yen ab, oder?
... (automatisch gekürzt) ...
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Kicky:

Greek reporter Eleftheria Kourtali tweets

3
05.06.12 11:36
via www.businessinsider.com/greek-market-june-5-2012-6
Der USA Bären-Thread 513264
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Kicky:

Europas PMI via Markit

2
05.06.12 11:39
There was a string of service PMI numbers that came out early this morning, but for your purposes, here's the chart that matters.

Via Markit, the blue line is total Eurozone composite PMIs (combining manufacturing and services). The continent is plumbing brand new lows, and it looks like ECB policy is dramatically behind.

Read more: www.businessinsider.com/european-pmi-2012-6#ixzz1wuURHrAQ
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 513266
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Gegenpol:

#52 Pichel

8
05.06.12 11:41
Da war doch was :0

"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher".

Albert Einstein
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Kicky:

EZB dank Italien minus 48 Milliarden

7
05.06.12 11:43
www.zerohedge.com/news/...courtesy-bridgewater-its-italys-turn
Courtesy of Bridgewater Associates
Der USA Bären-Thread 513267
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Kicky:

G7 finance chiefs to hold emergency call at 11:00

2
05.06.12 11:46
www.forexlive.com/blog/2012/06/05/...ergency-call-at-1100-gmt/
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Kicky:

Merkel:systemrelevante Banken unter EU-Aufsicht

3
05.06.12 11:53
www.zeit.de/wirtschaft/2012-06/merkel-banken-aufsicht

hat Draghi schon letzte Woche gefordert
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Kicky:

Warnzeichen M1 von 5,1% auf 1,6%-QE3?

5
05.06.12 12:02
www.telegraph.co.uk/finance/...t-as-world-money-contracts.html

Clear signs of trouble are emerging in the US, until now the last bastion of strength. The New York Institute of Supply Management said its ISM business index – a proxy for business demand – flashed a "screeching halt" in May, crashing to 49.9 from 61.2 in April, where anything below 50 denotes contraction. Unemployment is rising again after grim jobs data for April and May, indicating that the economy may have fallen below stall speed. .
...The Americans may act first. Goldman Sachs expects Federal Reserve chair Ben Bernanke to open the door for QE in testimony on Thursday...

....The world money data collected by Simon Ward at Henderson Global Investors show that real M1 for the G7 economies and leading E7 emerging powers peaked at 5.1pc in November and has since plunged to 1.6pc in April. The data explain why commodity prices are falling hard, with Brent crude down to a 16-month low of under $97 a barrel.

China's money data are falling at the fastest pace since records began. The gauge – six-month real M1 – gives advance warning of economic output half a year ahead. "Europe needs to start quantitative easing [QE] immediately and China must ease policy," said Mr Ward. .....
Antworten
A.L.:

Pichel # 52

7
05.06.12 13:10
Gier frisst Hirn. In der Mehrzahl der Fälle scheint die Währungskurs-Absicherung ausgelassen worden zu sein. Sie ist auch auf Dauer teuer, wenn man dazu EUR/JPY-Puts benutzt. Die Absicherungskosten können dabei die Zinsvorteile übersteigen.

Wäre die Absicherung standardmäßig erfolgt, gäbe es bei den vielen Häuslerbauern mit Yen-Krediten nicht so viele Margin-Calls. Es kann eng/happig werden, wenn man der Bank wie im obigen Beispiel anfangs 300.000 Euro schuldete und nun wegen des Yen-Anstiegs über 500.000 Euro. Zumal da der Hausgegenwert in Euro (home owners equity) seit 2008 in der Regel kaum gestiegen ist, in Spanien gab es sogar einen starken Preisverfall a la Subprime-USA.
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Malko07:

Da eine Hausfinanzierung

9
05.06.12 13:53
meistens etwas längere Laufzeiten hat, würde bei einer Absicherung des Währungsrisikos die Geschichte auf jeden Fall negativ ausgehen. Die EUR/JPY-Finanzierung war früher in Österreich sehr beliebt. Dann haben diese Banken dieses Finanzierungsprinzip stark nach Osteuropa "exportiert". Dort wurde aber meistens mit dem Euro oder dem Schweizer Franken spekuliert. Im Herbst wurden bekannterweise die Währungsrisiken dann in Ungarn mittels Gestzesänderung auf die Banken verlagert und diese schauten durchgehend blöd aus der Wäsche.
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permanent:

Finanzmärkte für Spanien de facto geschlossen

11
05.06.12 15:05

"Finanzmärkte für Spanien de facto geschlossen"

Erstmals hat die spanische Regierung offen Finanzierungsprobleme zugegeben. Für Spanien seien die Kapitalmärkte nicht mehr zugänglich, sagte Finanzminister Montoro. Die Börsenkurse gehen auf Talfahrt. mehr...

Euro-Krise Spanien: „Die Tür zum Markt ist zu“

Nun gesteht auch Finanzminister Montoro offen ein, dass Spanien faktisch von den Finanzmärkten abgeschnitten ist. Das treibt die Spekulation über eine weitere Eskalation der Krise an - und setzt G7 sowie EZB unter Druck. Mehr

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KuK Hofmarsc.:

yen

10
05.06.12 17:57
Die deluxe-Verision, hier leider nicht selten vertreten, sind FW-Kredit, endfällig, mit Tilgungsträger.
Bei einer Marktentwicklung wie 2008 kommt dann zum Kursverlust in FW ja nochmal das selbe beim Tilgungsträger ... waren aber meist weniger die Banken als vielmehr die privaten Kreditvermittler, die diese high-end-Vernichtungskonstruktion der breiten Masse angedreht haben.
Nicht auszudenken, wenn, wie durchaus erwartet werden kann, JPY oder CHF nochmals 10-20% verlieren und im Sinne der Risikoaversion auch noch bonds zu drehen beginnen.
Dann haben zig-Tausend Häuslbauer endgültig fertig, Zwangsverkäufe -> Rückgang der Immopreise und die Spirale ist perfekt.
Malko, hab das schonmal geschrieben, in Ö waren/sind JPY-Kredite zwar vorhanden, aber nur in sehr geringem Ausmaß. CHF-Kredite und deren Export nach Osteuropa, das ist Österreichs Glanzwert.
Die genauen Werte sind bei der OeNB zu finden, waren, wenn ich mich richtig erinnere, über 20% CHF-Kredite, rund 5% oder weniger JPY in Ö.
Antworten
daiphong:

bin gespannt für die kommenden Showdown-Wochen,

4
05.06.12 18:20
was Spanien noch so alles herauspressen kann an Katastrophen-Finanzierung durch die EZB. Hoffentlich beißen sie auf Granit und werden rechtzeitig an die EFSF-Leine gelegt.
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Malko07:

Es keinen bequemen Weg

6
05.06.12 19:16
Der USA Bären-Thread 13578248
Schäuble im Gespräch: â€Für Europa gibt es keinen bequemen Weg“ - Deutschland - Politik - Handelsblatt
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daiphong:

UK leidet unter Zombie.Firmen - sagt E&Y

10
05.06.12 21:19
Zombie-Banken schleppen mit Nullzinsliquidität Firmen durch, die an sich bankrott sind, nur um Kredite nicht abschreiben zu müssen. Die aber verderben die Märkte.

www.telegraph.co.uk/finance/economics/...Ernst-and-Young.html#
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Dreiklang:

Malko #65, Schäuble kann nichts dafür

14
05.06.12 23:29
er ist hirnorganisch angegriffen und versteht die "Euro-Krise" nicht. Er glaubt tatsächlich, "die Spekulanten" wären daran schuld, dass Spanien kein Geld mehr zu passablen Zinsen bekommt. Dabei macht Spanien doch "alles richtig"!

Merkel kann ebenfalls mildernde Umstände geltend machen. Merkel denkt 100% DDR, sowohl in Duktus als auch Diktion. Als Halb-Ossi kann ich das beurteilen. Merkel glaubt tatsächlich, dass man mit "Wirtschaftsunion- bzw -Regierung", mit "Bankenunion" und "Fiskalpakt" die strukturelle Pleite der Südstaaten abwenden kann. Es ist, als hätte man Walter Ulbricht und sein Politbüro mit der Eurozonenfrage beauftragt.

Die Euro-Tölpel von SPD und Grünen , allen voran Gabriel, können allerdings keine derartigen Entschuldigungen anführen. Somit stellt sich die Frage, ob nicht die SPD weitgehend von den Banken gekauft ist.
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learner:

Schätzungsweise ist der Stresspegel im Markt

8
06.06.12 08:24
wieder hoch genug, um die Politik auf den Plan zu rufen. Die Japaner dürften mit dem Jen-Kurs nicht so ganz glücklich sein, die Europäer müssen zwingend handeln, da die Probleme Spaniensschlicht das Bankensystem überfordern und Obama kann sich die Krise Europas und einen steigenden Dollar auch nicht leisten.

Diesbezüglich haben die vereinigten Schuldenstaaten ein gemeinsames Interesse und könnten durch diverse Aktionen die Märkte drehen. Deshalb werde ich meine Shorts in CHF/JPY absichern und diese Position sogar ausbauen, sollte sich dieses Szenario durchsetzen.

Der Chart zeigt sehr schön, den für die Politik relevanten Bereich, weil er mehrmals nach 2009 bei ca. 80 gedreht hat. Außerdem befindet sich der Kurs im Monatschart am unteren Bollinger Band. Da geht er mM nach nur durch, wenn die Politik nicht handelt und das kann ich mir nicht vorstellen.
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 513474
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
Antworten
Pichel:

60

4
06.06.12 11:35
French govermnent signs off on decree to lower retirement age to 60 in certain circumstances – Minister


60!!!!!!!!!!!!!!!!!!

www.forexlive.com/blog/category/all/
... (automatisch gekürzt) ...
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A.L.:

Keine Bankenrettungen mehr auf Steuerzahlerkosten

5
06.06.12 13:11
www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...lerkosten/70046767.html
Antworten
A.L.:

Venus-Transit!

9
06.06.12 13:31
Stürzen die Zentralbanken nun in das Schwarze Schuldenloch?

spon.de/vfcBZ
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 513564
Antworten
Pichel:

EZB in Lauerstellung

4
06.06.12 13:56
06.06.12 13:50     dpa-AFX: ROUNDUP: EZB in Lauerstellung - Zinspause trotz Schuldenkrise
   FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt ihrer
Linie treu: Ungeachtet der immer bedrohlicheren Schuldenkrise bleibt der
Leitzins im Euroraum bei 1,0 Prozent. Der EZB-Rat hielt damit am Mittwoch in
Frankfurt dem wachsenden Druck zunächst weiter stand, die eskalierende Schulden-
und Bankenkrise und die schwache Konjunktur mit noch billigerem Geld zu
bekämpfen.

   Nach Überzeugung von Beobachtern sieht die Notenbank die Politik am Zug.
EZB-Chef Mario Draghi hatte sich kürzlich für eine 'Bankenunion' in der Eurozone
ausgesprochen mit einheitlicher Überwachung, einer Rettungseinrichtung für
Großbanken und einer harmonisierten Einlagensicherung. Zudem rief der Italiener
die Regierungen der Eurozone dazu auf, eine klare Vision zu präsentieren, wie es
mit dem Euro weitergehen soll. 'Je schneller das detailliert wird, desto besser
ist es.'

   Die Notenbanker fürchten, ihr beherzteres Eingreifen könne den nötigen
Spardruck von den Regierungen nehmen. Auch deshalb hält die EZB ihr Pulver vor
der Wahl in Griechenland und dem EU-Gipfel Ende Juni trocken, wie etwa
Commerzbank -Ökonom Michael Schubert betont: 'Für unveränderte
Leitzinsen im Juni spricht, dass die EZB den Druck auf die Politik angesichts
der Entwicklung in Griechenland und Spanien derzeit wohl aufrechterhalten
möchte.'

   Spitzt sich die Krise weiter zu, könnte die Notenbank notfalls aber
jederzeit eingreifen, betonte Citigroup   Europa-Chefvolkswirt
Jürgen Michels: 'Die EZB hat bewiesen, dass sie schnell reagieren kann, wenn

auch die Regierungen zu weiteren Anstrengungen bereit sind.' Allerdings bestehe
die EZB nun auf die Rückendeckung der Politik, bevor sie weitere Maßnahmen
ergreift.

   Neben der im Laufe des Jahres möglichen Zinssenkung auf ein neues Rekordtief
ist auch denkbar, dass die EZB Banken erneut langfristig billiges Geld leiht
oder wieder Anleihen strauchelnder Staaten kauft. Viele Beobachter sehen die
Notenbank als Krisenfeuerwehr, da sie anders als die Politik schnell auf
Bedrohungen reagieren kann.

   Die Meinungen im EZB-Rat zu weiteren massiven Eingriffen gehen aber
auseinander. Besonders Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gilt als Gegner
zusätzlicher unkonventioneller Maßnahmen. Aus seiner Sicht hat die Notenbank die
Grenze ihres Mandats bereits erreicht.

   Viele Beobachter sehen die EZB hingegen im Zugzwang: Denn Spanien bekommt an
den Finanzmärkten nur noch für sehr hohe Zinsen frisches Geld, Griechenland
droht der Austritt aus der Eurozone, die Konjunktur im Euroraum kommt nicht in
Schwung und die Börsen stürzten zuletzt ab.

   EZB-Präsident Mario Draghi wird am Nachmittag neue EZB-Prognosen für das
Wachstum und die Teuerung im Euroraum veröffentlichen. Experten rechnen damit,
dass er die bisherigen Wachstumsaussichten von minus 0,1 Prozent im laufenden
und plus 1,1 Prozent im kommenden Jahr weiter nach unten korrigieren wird.

   Hingegen dürfen die Inflationsaussichten von 2,4 Prozent in diesem und 1,6
Prozent im kommenden Jahr bestenfalls leicht nach unten angepasst werden. Das
spricht gegen niedrige Zinsen. Denn die verbilligen zwar tendenziell Kredite und
können so das Wachstum anschieben. Allerdings befeuern sie zugleich die
Inflation. Und die liegt seit Monaten über dem Wert von knapp zwei Prozent, bei
dem die EZB Preisstabilität gewahrt sieht./hqs/DP/hbr




www.dpa-afx.de
... (automatisch gekürzt) ...
Antworten
A.L.:

Barnier will marode Banken "leise beerdigen"

4
06.06.12 13:59
...als Ergänzung zu # 670

Handelsblatt
06.06.2012, 13:21 Uhr

EU-Kommissar Barnier will den europäischen Bankensektors sehr viel stärker integrieren - um marode Banken leichter abwickeln zu können. Kritiker sehen das bereits als Vorläufer für eine europäische Bankenunion.

www.handelsblatt.com/politik/international/...-beerdigen/6716872.html
Antworten
A.L.:

Dreiklang - # 667

11
06.06.12 14:34
Seit 2008 ist fast die ganze Welt im "Stamokap"-Modus: Von USA über Europa bis Japan (m. E. auch China) halten Staaten seitdem dem verzockten Kapital (Banken) den Rücken frei.

Als "Dank" trampelten die Banken fortan ihren Rettern, den Staaten, auf dem Rücken herum: GS und Co. treiben derzeit "erfolgreich" - und teils finanziert mit "Rettungsknete" - EU-Staaten in den Ruin. Dabei gilt, dass jede Spekulation eine "wahre Wurzel" hat, die dann allerdings von den Kurstreibern ins Maßlose übersteigert wird. Schäuble hat insofern zugleich Recht (Übertreibung) und Unrecht (es gibt faktische Schieflagen) mit seiner Spekulations-These.

Die Stamokap-Masche fällt natürlich auch bei Ex-DDR-lerInnen wie Merkel auf fruchtbaren Boden. Die Rettungsschirm- und Konjunkturprogramme, mit der Politiker und Zentralbanker aller Herren Länder das Deleveraging im Gefolge des großen Kredit-Crashs seit 2007 geräuschlos unter den Teppich zu kehren trachten (manche glauben gar an Wunderheilung, siehe Frìcke/FTD), sind nichts anderes als auf europäische Ebene gehobene Ex-SED-Politik, die wähnt, staatliche Planwirtschaft könne das Unvermeidliche (Rückabwicklung von Schulden-Exzessen - letztlich ein urkapitalistisches Prinzip) abwenden.

Dabei wird - vermutlich vergebens - versucht, einen gescheiterten Kapitalismus mit gescheiterter Sozialisten-Planwirtschaft zu kurieren.

Ich hab seit 2008 bereits mehrfach den Verdacht geäußert, dass es den Beteiligten nur darum geht, "überhaupt irgendwas" zu tun - d.h. blinder Aktionismus in der Hoffnung, damit nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Solche irrigen Hoffnungen bewegen auch Bernanke, der an die Wunderheilung der US-Wirtschaft durch steigende Aktien bzw. Vermögenswerte glaubt - egal, ob die "Fundamentals" die Anstiege überhaupt rechtfertigen (miese Fundamentals werden in Stamokap-Manier durch Dauer-Nullzinsen, Gelddrucken und Mega-Neuverschuldung "ersetzt"...)

Erstaunlich ist, wie in punkto "Staatsgläubigkeit" so unterschiedliche Menschen wie Schäuble (Rechtsstaat-Hardliner), Merkel (postsozialistischer Konsens-Wendehals) und Bernanke (Gelddruck-Magier mit fatalen Bläh-Illusionen) unter einen gemeinsamen Hut kommen.
Antworten
Kicky:

Spanien nun Geld v.Rettungsfond unter Auflagen?

6
06.06.12 14:46
.....Unterdessen geht das Ringen darüber weiter, wie welchen Weg Spanien in der Schuldenkrise einschlagen soll. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, auf europäischer Ebene werde über direkte Finanzspritzen aus dem Rettungsschirm EFSF an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob verhandelt. Dadurch könnte Madrid einem von Brüssel auferlegten Sanierungsprogramm entgehen. Zugleich könnte Berlin sein Gesicht waren, weil das Geld nicht direkt an private Institute fließe. Unklar ist jedoch, ob dieses Vorhaben rechtlich überhaupt gedeckt ist. Gelder des Rettungsfonds EFSF an den spanischen Bankenrettungsfonds zu zahlen, ist für Unionsfraktionschef Volker Kauder zufolge keine erlaubte Lösung. „Diese Möglichkeit sehe ich nicht“, sagte der Unionspolitiker in der ARD. Das gäben die geltenden EFSF-Regeln nicht her.

„Der einzige Weg wäre ein normales Hilfsprogramm für die Regierung“, hieß es am Mittwoch auch aus Eurogruppenkreisen. Um Hilfe zur Bankenrekapitalisierung zu bekommen, „müsste die spanische Regierung einen normalen Antrag stellen“, sagte ein Vertreter der Eurogruppe. Anschließend würde die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ein Programm mit Konditionen für die Regierung aushandeln.

Auch immer mehr Banker setzen sich dafür ein, dass Spanien europäische Hilfsgelder erhält, um seine angeschlagene Finanzbranche wieder auf die Beine zu stellen. Nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor’s hat das Land zu zögerlich auf seine Bankenprobleme reagiert. „Man hat in Spanien wieder zu lange gewartet, bis das Bankenproblem nicht mehr geleugnet werden konnte“, sagte S&P-Chefanalyst für Europa, Moritz Krämer, der „Börsen-Zeitung“. Spaniens Griff nach dem Rettungsfonds würde „einiges erleichtern“, sagte Krämer. Im Gegensatz zu Irland und Portugal könnte Spanien dann auch mit längerfristigen Anleihen am Markt bleiben.

Die Schätzungen, welche Summe zur Rettung Spaniens notwendig ist, gehen weit auseinander. „Die Probleme Spaniens sind vielschichtig, von der Immobilienkrise angefangen bis hin zum Haushaltsdefizit und alles muss gleichzeitig gelöst werden”, sagt Steen Jakobsen von der dänischen Saxobank. „Es macht keinen Sinn zu glauben, dass die Situation mit 40 Milliarden Euro für die Banken in den Griff zu bekommen ist.” Emilio Botin, Vorsitzender der Banco Santander, hatte 40 Milliarden Euro für die verstaatlichten Banken als ausreichend angesehen. Der Internationale Bankenverband liegt in seinen Schätzungen bei etwa 260 Milliarden Euro.

und JPMorgan:Spanien dürfte auf ein Hilfspaket im Volumen von insgesamt etwa 350 Milliarden Euro angewiesen sein, schätzt er. Der von ihm geschätzte Hilfebedarf sollte den Brutto- Finanzierungsbedarf des Staates bis zum Jahr 2014 abdecken und etwa 75 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung der Banken umfassen.

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...nur-die-banken-11775973.html
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