Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 3572  3573  3575  3576  ...

Der USA Bären-Thread

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,01
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC1JQF4 , DE000VK1QMY9 , DE000VY0AVF9 , DE000VH33T22 , DE000VG8LUH9 , DE000VK2SEQ6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Thema
abonnieren
Beiträge: 156.480
Zugriffe: 27.034.852 / Heute: 4.599
S&P 500 7.409,07 +0,24% Perf. seit Threadbeginn:   +407,82%
 
Ischariot MD:

Vorbereitung zur Pokerrunde

6
21.10.11 23:32

... oder sollte man besser sagen: Vorbereitung zum Feilschen auf dem Basar?

Nachdem gestern schon dieser Franzose - offenbar gegen allen bisherigen Verhandlungsstand - die Banklizenz für den EFSF wieder auf's Tapet gebracht hat, legen die übrigen PIIGS entsprechend nach.

Damit wird die Latte so hoch gelegt, daß Mutti Erika bequem drunter durchlaufen kann und am Sonntag abend erschöpft und siegreich in die Kameras blicken kann: Man sei hart geblieben, Deutschland habe die Gelddrucklizenz für den EFSF verhindern können und so die Stabilität des Euros geschützt, aber mehr sei nicht drin gewesen, und deshalb haben man leider einige Kompromisse eingehen müssen, die Herren Schäuble und Kampeter werden die Beschlüsse stellvertretend für den Haushaltsausschuß  im Anschluß verlesen ... (raschel, raschel, es wird ein hastig kopiertes Schriftstück unter den anwesenden Journalisten verteilt, auf dem die ursprüngliche Überschrift ("Forderungskatalog der Finanzwirtschaft und des Groß- und Außenhandelsverbandes") noch rechtzeitig entfernt werden konnte)
________________

Spanien und Belgien wollen EZB-Finanzierung für EFSF

(Dow Jones)--Zwei der am höchsten verschuldeten Staaten des  Euroraums setzen sich bei den am Freitag in Brüssel begonnenen  Gesprächen über die Gestaltung des Euro-Rettungsschirms EFSF dafür ein,  dass der EFSF Zugang zur Refinanzierung der Europäischen Zentralbank  (EZB) erhält. Wie aus entsprechenden Äußerungen der Finanzminister  Spaniens und Belgiens hervor geht, ist damit eine Woche vor dem  Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wieder  ein Vorschlag in der Diskussion, der wegen des vehementen Widerstand  Deutschlands eigentlich schon vom Tisch schien. Frankreich dürfte mit  dem Vorstoß dieser Länder zumindest sympatisieren.

    Spaniens Finanzministerin Elena Salgado sagte am Freitag bei ihrem  Eintreffen zu Beratungen im Kreis der Finanzminister in Brüssel, sie  unterstütze jegliche Option zur Stärkung des EFSF. Ideal wäre es jedoch,  wenn die EZB eine aktivere Rolle beim EFSF spielen könnte, sagte  Salgado. Belgiens Finanzminister Didier Reynders war noch direkter: Der  EFSF sollte Zugang zur EZB haben, sagte er. Der französische  Finanzminister Francois Baroin dürfte gegen diese Vorschläge nichts  einzuwenden haben. Er sagte vor Beginn der Gespräche in Brüssel, die  Eurozone müsse eine "starke, kraftvolle und dauerhafte" Antwort auf die  Krise finden, Europa brauche eine "echte Brandschutzmauer". Baroin  selbst war es gewesen, der die EZB-Variante in dieser Woche wieder ins  Spiel gebracht hatte (...)

www.finanzen.net/nachricht/aktien/...elgien-wollen-EZB-Finanzi

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
daiphong:

Pimcos Bill Gross entschuldigt sich.

9
21.10.11 23:39
Sein Fonds sei auf eine Welt eingestellt gewesen, in der es zwei Prozent reales Wirtschaftswachstum und zwei Prozent Inflation gegeben hätte - eine Welt, die bei Pimco "The New Normal" heißt. Doch das, räumt Gross ein, sei falsch gewesen. Er rechnet nun in den nächsten Quartalen mit null Prozent Wachstum in westlichen Ländern und habe sein Portfolio entsprechend darauf eingestellt.

www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/...i-anlegern/5125892.html
Antworten
Ischariot MD:

die Ouvertüre zum Possenspiel

6
21.10.11 23:51
Troika sieht Griechenland nicht vor 2021 am Kapitalmarkt

Das  pleitebedrohte Griechenland erhält die nächste Hilfszahlung. Doch die  Lage in Griechenland wird eher dramatischer als besser: Die  Schuldenprobleme könnten noch Jahrzehnte weiter schwelen.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise braucht Griechenland noch mehr Geld.  Das zweite Hilfspaket von 109 Milliarden Euro müsse aufgestockt werden,  entschieden die Euro-Finanzminister am Freitag in Brüssel. Konkrete  Zahlen nannten sie nicht (...)

www.handelsblatt.com/politik/international/...rkt/5442650.html

 

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Malko07:

#89317: Wenn man sich klar ist, was

9
22.10.11 08:15
so eine heftige Staatspleite in Griechenland bedeuten würde, ist einem auch klar, dass alle die noch beweglich sind, flüchten würden. Lieber in Nordeuropa auf den Sozialkassen liegen als zu Hause für die Alten und Gebrechlichen sorgen. Griechenland zeigt sich heute mehrheitlich asozial, es geht nur um den eigenen Vorteil und gegen den Staat und damit letztendlich gegen Resteuropa. Es braucht Umerziehung, in allen Altersklassen.

Auch hätte Griechenland keine Chance sich jemals zu erholen, wenn alle Leistungsfähigen abhauen würden. Es ist übrigens kein Menschenrecht zu betrügen und dorthin zu ziehen wo man gerade hin will. Da hat der aufnehmende Staat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Bis vor kurzem durften Osteuropäer aus der EU auch nicht so einfach nach Deutschland. War das eine Menschenrechtsverletzung?
Antworten
Malko07:

#89321: Schon die Probleme bei

9
22.10.11 08:25
den geringsten Krisen vergessen die es dann mit dem ECU gab? Wie heftig die Bundesbank eingreifen musste? Wie wir andere Staaten stützen mussten? Wie dann z.B. der Agrarmarkt nicht mehr funktionierte und dann die Subventionen wieder angehoben werden mussten?

Diesmal wäre es wesentlich schlimmer gekommen. Der ECU würde schon lange nicht mehr existieren. Das nicht Funktionieren des ECU war ein wichtiger Grund für die Schaffung des Euros. Und  jetzt werden wir, zwar mühsam, eine weitere Integration erleben, da eben auch halbe Schwangerschaften (ECU war Viertelschwangerschaft) nicht funktionieren.

Übrigens alle nationalen Zentralbanken der Eurozone sind Filialen der EZB. Alles was sich dort aufsammelt, auch an Risiken, gehört anteilig, entsprechend den Anteilen an der EZB, den jeweiligen Nationalstaaten. dabei ist es unerheblich ob es aus technischen Gründen Klumpenbildungen gibt.
Antworten
Dreiklang:

Geld drucken...Geld drucken,,,angloam. Kampfpresse

6
22.10.11 11:26
Man gibt sich schwer Mühe, gleich zwei Artikel im gleichen Tenor

www.nytimes.com/2011/10/22/opinion/...in-time.html?_r=1&hp

www.nytimes.com/2011/10/22/world/europe/...sagreements.html?hp

Und immer die gleiche Leier - Den Deutschen geht es ja soooo gut mit dem Euro, wie kann man da so etwas Altmodisches wie die Unabhängigkeit der Zentralbank aufrechterhalten?
Feste mit dabei Helmut Schmidt - kann man den alten Mann nicht mal endlich in Ruhe lassen?
Antworten
daiphong:

#29 Auswandern ist selbst für junge Griechen

10
22.10.11 11:36
nicht so einfach, von den "Sozialkassen Nordeuropas" gibts erstmal gar nichts. Man braucht dazu viel eigenes Geld und die Hilfsbereitschaft der dortigen Communities. Die ist schnell erschöpft, so viele Griechen-Tavernen gibts nun auch wieder nicht, man muss also schon viel Geld mitbringen. Aufwendig Sprache lernen, und sich dann durch ein Heer von anderen Ausländern in Jobs hineinkämpfen. Ältere können das gleich vergessen.
Antworten
Garion:

Eurozone einigt sich offenbar auf Schuldenschnitt

2
22.10.11 12:42

(Quelle)

Griechenland steht offenbar vor einem Schuldenschnitt in Höhe von mindestens 50 Prozent. Darauf sollen sich die Euro-finanzminister verständigt haben, berichten EU-Diplomaten in Brüssel.

Antworten
Kicky:

Der einzige Weg die Wirtschaft zu retten ist

2
22.10.11 13:16
die grossen Banken aufzubrechen
As MIT economics professor and former IMF chief economist Simon Johnson points out, the official White House position is that:

   (1) The government created the mega-giants, and they are not the product of free market competition

   

   (2) The White House needs to “regulate and oversee them”, even though it is clear that the government has no real plans to regulate or oversee the banking behemoths

   

   (3) Giant banks are good for the economy

This is false … giant banks are incredibly destructive for the economy.
We Do NOT Need the Big Banks to Help the Economy Recover

Do we need the Too Big to Fails to help the economy recover?

No.

The following top economists and financial experts believe that the economy cannot recover unless the big, insolvent banks are broken up in an orderly fashion:.....

www.zerohedge.com/contributed/...y-break-giant-insolvent-banks
Antworten
Kicky:

Probleme bei Dexia waren bekannt u.totgeschwiegen

3
22.10.11 13:26
www.liberation.fr/politiques/...a-un-rapport-lucide-et-enterre
www.zerohedge.com/contributed/...dexias-problems-were-silenced

The report lists a number of infractions committed by both, DCL's pre-bailout management and post-bailout management. Among them:

- DCL gave false financial information to the public.

- DCL managed its portfolio of derivatives in a manner that violated regulatory provisions.

- DCL omitted or lied about important information concerning the acquisition of a portfolio of bonds and speculative holdings.

- DCL overvalued a portfolio of investments by an estimated €2 billion ($2.7 billion).

- DCL's CEO understated transaction volumes.

And this gem:

"From 2007 to 2008, financial communications of Dexia Crédit Local were evasive about the rising risks, though the CEO and other administrators knew about them. They covered the infractions and the consequent liquidity risks with silence."

The regulators also accused DCL's audit firms, Deloitte and Mazars, of closing their eyes.

ich möchte nicht wissen, wie das bei  BNP und Societe Generale aussieht....es kann einen nur wütend machen ,wenn jetzt Frankreich,Italien ,Spanien und Belgien alle nach einer  EFSF-Bank schreien und das dann  überwiegend auf Kosten von Deutschland und wohl eher marginal auf Kosten von Holland und Finland geht.Wenn das so weiter geht bricht die EU auseinander!Die glauben doch nicht im Ernst,dass unser Bundestag das schlucken wird
Antworten
Kicky:

BofA erwartet Downgrade für USA im November

3
22.10.11 13:34
.....The “not-so-super” Deficit Commission is very unlikely to come up with a credible deficit-reduction plan. The committee is more divided than the overall Congress. Since the fall-back plan is sharp cuts in discretionary spending, the whole point of the Committee is to put taxes and entitlements on the table. However, all the Republican members have signed the Norquist “no taxes” pledge and with taxes off the table it is hard to imagine the liberal Democrats on the Committee agreeing to significant entitlement cuts.
The credit rating agencies have strongly suggested that further rating cuts are likely if Congress does not come up with a credible long-run plan. Hence, we expect at least one credit downgrade in late November or early December when the super Committee crashes.....

Read more: www.businessinsider.com/...t-a-few-weeks-2011-10#ixzz1bVdpI4NV
Antworten
Kicky:

Margin Call

 
22.10.11 13:39
ab heute im Kino www.businessinsider.com/margin-call-2011-10-21
Antworten
fkuebler:

Kicky #336: USA-Downgrade kann ich nicht glauben

5
22.10.11 13:43

"The credit rating agencies have strongly suggested that further rating cuts are likely if Congress does not come up with a credible long-run plan"

Ich weiss, dass ich mich da schon mal geirrt habe, aber ich denke, so wie Fitch es nicht wagen wird, Frankreich downzugraden, so wird S&P es nicht noch einmal wagen, die USA downzugraden, nachdem man beim letzten Mal den CEO gefeuert hat.

Und ich könnte mir auch jenseits von Verschwörungstheorien durchaus vorstellen, dass "man" (SEC, FBI, wer immer) dem jetzigen CEO für den Fall von vaterlandsverräterischen Gedanken signalisiert oder schon signalisiert hat, man könne ja auch mal akribisch seine (z.B. steuerliche oder sonstige) Vergangenheit überprüfen...

Nein, die Welt ist keine Moralveranstaltung, auch wenn RTL uns das vielleicht zu suggerieren versucht...

 
Antworten
Kicky:

Struggling French Banks Fought to Avoid Oversight

3
22.10.11 13:53
ein MUST READ Artikel der WSJ

PARIS—Two years ago, a French banker flew to Washington on an emergency mission: Persuade International Monetary Fund chief Dominique Strauss-Kahn that his concerns about the health of the European banking sector were unfounded.

The trip was a success. Mr. Strauss-Kahn agreed to keep his fears under wraps to avoid causing market panic, according to people familiar with the matter.Today, that appears to have been a missed opportunity—one of many in the years leading up to Europe's current banking woes. This summer, France's three leading banks—BNP Paribas SA, Société Générale SA, and Crédit Agricole SA—became the focal point of a crisis of confidence that is engulfing European lenders and testing the political and economic underpinnings of Europe. On Thursday, a European push to produce a comprehensive plan to resolve the euro-zone debt crisis was in danger of unraveling amid disagreements between France and Germany.

Among the factors behind today's crisis, experts say, has been the persistent unwillingness of many European banks and their regulators to acknowledge that they had a problem. Instead of making painful decisions years ago to set aside more money to cover unexpected losses, some of Europe's leading banks and supervisors devoted themselves to fending off tougher international rules and thwarting more-intensive supervision.

Many large banks around the world lobbied aggressively against tough new rules. But the French banks and regulators were at the vanguard, mounting an aggressive campaign of la résistance.

They hopscotched the globe petitioning against onerous banking rules. French banks often helped authorities devise key policies—in contrast to countries like the U.S., U.K., Switzerland and Spain that forced banks to raise tens of billions in new capital and to restructure. Sometimes, French bankers and government officials appeared to be reading from the same script.

French officials scoffed at investors who worried that Greece and other euro-zone countries might default on their debt, heavily held by French banks. In April 2010, Bank of France Governor Christian Noyer argued against excessive capital cushions and insisted that French banks' exposures to Greece were not a cause of "particular concern." By the end of last year, France's top four banks were sitting on a total of €419 billion (about $580 billion) in loans and debt from Greece, Ireland, Italy, Portugal and Spain, according to data gathered in a recent "stress test" of European banks. By comparison, Germany and Britain's top banks were less exposed.

Now the bill is coming due. European political leaders plan in coming days to require European banks to come up with roughly €100 billion in new capital in coming months.

France's major banks aren't at risk of collapsing. But experts say their belated efforts to fortify their balance sheets could drag on the already sluggish French economy—the euro zone's second-largest behind Germany.

Already, BNP, Sociéte Générale and Crédit Agricole are reining in lending to some borrowers in order to improve their capital metrics. If those efforts prove insufficient, the French government could face a painful choice. It could inject taxpayer funds into the banks, which would strain the government's finances and potentially jeopardize its triple-A credit rating. Or it could push the banks to further curtail lending, which would risk strangling the economy.

"French banks failed to learn lessons from the 2007, 2008 crisis and became complacent," said Jézabel Couppey-Soubeyran, an economics professor at the Panthéon-Sorbonne University in Paris. "They refused to put on a small sweater when the weather was still nice; now that climate is ice-cold, it's not even sure that a heavy
jacket will suffice."

Investors said they worry the French banks lack enough capital to absorb mounting loan losses and potential government defaults. They fear the banks remain heavily reliant on the sort of short-term funds that tend to evaporate in a crisis. More than 70% of the market funding of BNP and Société Générale matures within a year, making them among the industry's most vulnerable to investor flight, according to a recent report by Barclays Capital.

The banks insist their balance sheets are clean and they need no help.
BNP Paribas says it has increased its capital reserves to €57 billion, from €29 billion three years ago. Société Générale notes that it has limited exposure to southern Europe and says it has sliced its reliance on short-term funding by 16% since 2007, while boosting deposits and long-term financing. Crédit Agricole says it has also trimmed its reliance on short-term financing.

The three banks say they are on track to comply with tougher financial-health rules by 2013. The Bank of France said capital ratios are only one among many tools to keep banks in check. "We focus on intrusive controls and rigorous risk management," a spokeswoman for the French central bank said.

The French banks and regulators began their resistance to new rules almost immediately once the global financial crisis kicked into gear in 2007 and 2008. They blamed the U.S., insisted that French banks were strong and repelled suggestions that the banks should beef up capital reserves.

Such a move would amount to "stocking up shareholders' capital in the freezer," BNP Paribas Chief Executive Baudouin Prot said in November 2008. Mr. Prot said his main
strategy to keep his bank safe was to carefully select borrowers.

In late 2008 and early 2009, French banks did take a total of €20 billion in government loans to boost their capital reserves. But most of the money was repaid within a year.

Then a new cause for concern emerged: Greece. The small nation of 11 million, about 3% of the European Union total, acknowledged that it had underestimated its budget deficit and called on other Europeans and the IMF to the rescue.

In the fall of 2009, IMF technocrats started to wonder what would happen if Greece defaulted on its €350 billion debt and other European nations faced hardship. While Mr. Strauss-Kahn agreed not to go public with those concerns, he began using private meetings with European leaders to alert them about the problem. A spokeswoman for Mr. Strauss-Kahn declined to comment.

Following the flurry of bank implosions in 2008 and early 2009, international regulators started working on an overhaul of the global rules governing how much capital and liquidity banks are required to hold.

By the fall of 2009, the Basel Committee on Banking Supervision, named for the Swiss city in which it is based, had hashed out a tentative plan. It called for banks to hold far more capital than before. The types of capital that would count would be much more limited, ruling out certain types of securities and organizational structures that were popular with French banks, among others.

The proposal ignited a firestorm of criticism from banks. The French lenders, backed up by their regulators, were loudest in their protests>, according to regulators and industry officials who took part in the discussions."Excessive capital and liquidity requirements would bring the economic recovery to a screeching halt," the French Banking Federation wrote in spring 2010 on behalf of the CEOs of France's five biggest banks

Mr. Prot, the BNP CEO, took to privately badmouthing the Basel Committee's chairman, Nout Wellink, then governor of the Dutch central bank. Mr. Prot questioned whether Mr. Wellink had the credibility to be crafting international banking regulations given the ills of some Dutch lenders.

Such a remark by Mr. Prot "would disqualify him as a prudent banker," Mr. Wellink said in an email.

He also said, "French banks indeed resisted higher capital requirements and were very much against" a proposed liquidity rule.

BNP said it lobbied against higher capital surcharges but simultaneously boosted its reserves. "We did both: try to get a better deal and prepare ourselves for something we knew was in the works," a BNP spokesman said.

In spring 2010, a regular quarterly meeting in Basel escalated into a heated debate. The Bank of France's representative warned that banks would have to raise trillions in new funds, potentially choking off lending at a time of economic uncertainty, according to people who were there.

A British official retorted that even if France's argument was true, it only underscored the need for the French banks to do more to improve their capital and liquidity, according to someone at the meeting.

French negotiators insisted that the committee commission a fresh "impact study" to assess any economic and financial fallout from the proposed rules, people familiar with the matter said. That led to a recommendation that the rules be phased in gradually—in line with the French banks' demands.

In September 2010, the Basel Committee unveiled its final package. The tough new capital and liquidity requirements were mostly intact. But in a major concession to the industry, the rules would only fully take effect near the end of the decade.

Some U.S. regulators and outside critics warned that allowing so much time meant banks could be vulnerable if another crisis popped up in the meantime. As it turned out, one wasn't far away.  

online.wsj.com/article/...6494.html?mod=WSJ_hp_us_mostpop_read
Antworten
Garion:

Frankreich knickt ein: EFSF wird keine Bank

5
22.10.11 13:56

(Quelle)


1:0 für Deutschland: Der EU-Rettungsschirm EFSF wird keine Bank. Frankreich hat seine diesbezügliche Forderung aufgegeben. Damit läuft es auf das - ebenfalls fragwürdige - Versicherungsmodell hinaus.

In einem ersten Teilerfolg konnte sich Deutschland beim EU-Gipfel gegen Frankreich durchsetzen: Der Rettungsschirm EFSF wird keine Bank-Funktion erhalten. Dies “ist keine Option mehr”, sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager am Samstag vor Journalisten. Er sagte, es gäbe zwei andere Optionen. Es herrschten jedoch noch große Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ländern auf dem EU-Gipfel.

Die Franzosen wollten den EFSF als Bank, damit er direkt Geld bei der EZB pumpen kann. Die Deutschen wollen den EFSF als Kredit-Versicherung, für deren Risiken letzten Endes die EZB geradestehen muss. Der Vorteil der Konstruktion als Versicherung: Man braucht die nationalen Parlamente nicht zur Zustimmung.

Im Ergebnis läuft jede Lösung auf dasselbe hinaus: Die einzigen, die mit realem Geld für alle Papiere haften können, sind die deutschen Sparer.
 

Antworten
Kicky:

Continued

2
22.10.11 13:58
da ich nicht sicher bin ,ob das jeder lesen kann,hier der Rest
By the beginning of 2011, many investors were growing panicky. After maintaining for months that Greece wouldn't be allowed to default on its debts, euro-zone governments changed tack, saying that private bondholders would have to help shoulder a new bailout for Athens by taking losses on their investments.

Investors immediately started to wonder what would happen if much bigger countries, such as Spain or Italy, couldn't pay their debts. Among the casualties would be banks like France's, which were holding billions of euros worth of government bonds, traditional safe investments that suddenly seemed risky. Investors feared losses on those investments could exhaust banks' capital buffers.

French bankers and regulators dismissed such fears as "irrational." They said that even if banks stored mountains of capital, it wouldn't do much to insulate them from a major European country defaulting. French bankers, government officials and central bankers all made the same argument: "If a big country goes down, we all go down."

Hoping to defuse public fears about banks' solvency, European policy makers started designing a "stress test" of top banks.

At one of the first meetings of the newly created European Banking Authority, however, negotiators from France, together with Germany, argued the results shouldn't be made public, according to people familiar with the matter. They were ultimately outvoted.

The biggest battle surrounded whether the tests should examine how banks would fare if struggling euro-zone countries defaulted on their debts.

French negotiators, along with German and European Central Bank officials, insisted that the tests not contemplate such a scenario, these people said. Sitting around a large oval table in an EBA conference room with panoramic views of central London, they argued that it could undermine already fragile confidence in the continent's financial system.

Regulators from other countries disagreed. "The tests will be worthless" if they don't consider the possibility of a sovereign default, one regulator fumed, according to someone at the meeting.

France and Germany prevailed. When the results were announced in mid-July, only a handful of banks failed, with a total shortfall of €2.5 billion in capital. All the French banks easily passed. Investors and analysts greeted the tests with skepticism.

In late August, nearly two years after the French banker's mission to IMF headquarters, the agency delivered a stark warning.

European banks "need urgent recapitalization," said the IMF's new managing director Christine Lagarde. "This is key to cutting the chains of contagion."

The message from Ms. Lagarde, who in her previous job as French finance minister had played down such concerns, spooked investors. Mr. Noyer, the Bank of France governor, replied that he didn't understand what Ms. Lagarde meant. "Perhaps she was very badly informed by her staff," he told French radio.

French banks found themselves increasingly locked out of short-term financing markets. Their stock prices plunged.
Yet the banks remained defiant. "I don't see a big problem in terms of capital," Société Générale CEO Frédéric Oudéa said
at a New York conference on Sept. 13, after the bank's shares had sunk 23% in the prior two weeks.

Weeks later, Franco-Belgian lender Dexia SA, which had breezed through the stress tests, required a government bailout.

In mid-September, Mr. Strauss-Kahn went on prime-time television in France, offering his first version of the New York sex scandal that cost him his job at the IMF. Turning to financial matters, he said European governments and banks could no longer delay solving the sovereign-debt crisis.

"The problem with Europeans," he said, "is that they often act either too little or too late, or too little and too late."
online.wsj.com/article/...6494.html?mod=WSJ_hp_us_mostpop_read
Antworten
Dreiklang:

Dem Griechenretter muss nachgelegt werden...252 M

3
22.10.11 14:00
Aus dem Spiegel:

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,793336,00.html

Tja, 252 Mrd. bis 2020, wer es denn glaubt. Man rechne  besser mit 350 bis 400 Mrd.  Und das für EIN Land im EMU-System.
Antworten
Dreiklang:

#89342 Halbwertszeit 90 Minuten

2
22.10.11 15:41
GR braucht wohl - nach anderen Schätzungen - bis 2020 444 Mrd, es könnte auch noch mehr werden (im Artikel werden 551 Mrd. genannt )

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/10/28905/

SPON hats wohl auch gemerkt:

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,793372,00.html
Antworten
Dreiklang:

Malko...

3
22.10.11 15:57

...den geringsten Krisen vergessen die es dann mit dem ECU gab? Wie heftig die Bundesbank eingreifen musste? Wie wir andere Staaten stützen mussten? Wie dann z.B. der Agrarmarkt nicht mehr funktionierte und dann die Subventionen wieder angehoben werden mussten?

Das waren Zeiten, da lagen die Problem(ch)e(n)  und Summen/Sümmchen aber 1 bis Zehnerpotenzen niedriger....Hach,das waren noch Zeiten!

Nein, die Ereignisse überschlagen sich und EFSF/ESM werden ja nicht einmal den November überstehen.

Bin gespannt darauf wie lange es (noch) dauert, bis die Franzosen selbst auf den Trichter mit der Aufspaltung der Eurozone kommen. Bei den Größenordnungen, um die es jetzt geht, ist die EFSF Makulatur.

Wenn der jetzige Euro der Süd-Euro wird (dh für die FPIGS bleibt Euro Euro) , dann könnte F seine Bankbilanzen sozusagen "bei sich selbst'" verkleinern. Kann  mir nicht vorstellen, dass die ENA-Absolventen diese Variante nicht schon längst durchrechnen. Nationale Befindlichkeiten sind irrelevant, wenn der franz. Präsident seine Gemahlin im Krankenhaus abliefert "entbinde mal schön" - und dann zum Plausch mit Merkel nach Frankfurt jettet. Da muss jedem klar sein, wie sehr Sarkozy der Kittel brennt.

Auch bei einer Aufspaltung der Eurozone sollte die EZB übrigens bleiben wo sie ist, da hätte man zumindest optisch noch einen gewissen Zusammenhalt, man hätte zwei Zentralbanken in einer Stadt...

 

 

Antworten
Malko07:

Wieso sollte bei der Teilversicherungslösung

4
22.10.11 16:12
der Deutsche Steuerzahler über seinen Anteil an dem versicherten Teil hinaus beteiligt werden?

Wenn  man de Meinung ist, dass der Schaden wesentlich größer werden wird als der versicherte Anteil und diesbezüglich der Gläubiger vom Steuerzahler herausgekauft werden muss, was hat das dann mit dem Rettungsfonds zu tun. Wäre dann doch genau so ohne
Rettungsfonds und ohne Euro.

Wichtig ist, dass es die Teilversicherung nur unter strengen Auflagen gibt und die Neuverschuldung in sehr kurzer Zeit auf Null zurückgefahren werden muss. In einem zweiten Schritt muss es dann zu einem Teilabbau der Altschulden kommen.

Ist ein Staat dazu nicht in der Lage oder mag nicht, gibt es eben keine Teilversicherung mehr und er muss alleine schauen wie er daraus kommt. Sich selbst sollte man allerdings vorbereitet haben, mit den dann auftretenden Kollateralschäden klar zu kommen. Und darin liegt man Hauptvorwurf begraben.  Diesbezüglich fehlt es vorne und hinten. Es reicht nicht eine harte Position zu vertreten, die man selbst nicht überleben würde. Dann wird man nicht ernst genommen. Hat man sich dagegen auf einen sehr großen Krach im Finanzsystem vorbereitet, wird man sehr ernst genommen.
Antworten
Garion:

Eurogipfel

 
22.10.11 16:32

(Quelle)

Eine gute Zusammenfassung der gegenwärtigen Gipfel-Lage:

Bereits am Freitagabend, 21. Oktober 2011, hatten sich die Ressortchefs der EU-Finanzminister im Vorfeld des Euro-Gipfels darauf geeinigt, 8 Milliarden Euro aus dem mit 109 Euro Milliarden ausgestatteten Rettungspaket für Griechenland fließen zu lassen. Doch der internationale Währungsfond muss erst zustimmen. Wenn dies geschieht, könnte bereits Mitte November 2011 das Geld sprudeln und der Rettungsschirm für Griechenland geöffnet werden.

Entspannt zurücklehnen dürfen sich die Griechen nicht. Von den Hellenen werden drastische Sparmaßnahmen verlangt, um finanziell auf die Beine zu kommen und den Haushalt zu sanieren. Der Euro-Gipfel, der am 21. Oktober 2011 mit einem Treffen der Finanzminister eingeleitet wurde, lässt nicht mit einem Befreiungsschlag rechnen. Die wichtigsten Euro-Länder, Deutschland und Frankreich, sind sich nicht einig. Das hat Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker erbost. Er spricht von einem desaströsen Krisenmanagement und verteilt verbale Ohrfeigen an Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. "Wir geben hier nicht ein eklatantes Beispiel geordneter Staatsführung“, sagte der luxemburgische Ministerpräsident. Weil sich die deutsche Kanzlerin und der französische Präsident nicht zusammen raufen konnten, soll am Mittwoch, 26. Oktober 2011, ein weiteres Gipfeltreffen stattfinden, um das Euro-Rettungspaket zu schnüren. Letztlich haben 17 Staaten einem Vorschlag zuzustimmen, der noch gefunden werden muss.

Vor dem Hintergrund der Euro-Krise mutet die Ankündigung von Steuererleichterungen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Finanzminister Wolfgang Schäuble wie eine Seifenblase an, die bereits platzt, bevor sie Form annehmen kann. Der Vorstoß beider Bundespolitiker hat Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Er war offensichtlich von Röslers und Schäubles Vorpreschen nicht informiert worden. Wegen des wackeligen Euro sind die Märkte unruhig, und nach der Finanzkrise 2008 zeichnet sich ein neues wirtschaftliches Desaster ab. Die Bundesrepublik wird in den Strudel hinein gerissen. Nicht allein das marode Griechenland ist die Ursache der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise, sondern schwächelnde Banken, die versäumt hatten, die Eigenkapitaldecke engmaschig zu stricken. Die politischen Konsequenzen aus der Finanzkrise 2008 wurden nicht gezogen, und die Kreditinstitute zockten fleißig weiter.

Das Risiko der Euro-Rettung trägt der deutsche Steuerzahler mit. Er muss für neue Schulden gerade stehen. Selbst wenn das angestrebte Versicherungsmodell für den Rettungsfonds EFSF zustande kommen sollte, ist der Vertrauensbonus nur schwach. Es ist fraglich, ob genügend Kapital für neue Staatsanleihen mobilisiert werden können. Nicolas Sarkozy, frisch gebackener Vater, ist trotz der Geburt seiner Tochter nicht milde gestimmt und will laut Spiegel online lieber die Europäische Zentralbank anzapfen. Damit hat er eine offene Konfrontation mit Merkel herbei geführt, die sich dafür stark macht, dass der EFSF zu einer Art Versicherung umgestaltet wird, um den Kauf von Staatsanleihen anzukurbeln.

Schon jetzt muss der Normalbürger um seine Einkünfte fürchten. Wer eine Kapital-Lebensversicherung abgeschlossen hat, der wird sich Überschussbeteiligungen abschminken müssen und darf froh sein, wenn er seine Garantie-Verzinsung erhält. Laut Bild online haben deutsche Lebensversicherer rund 500 Milliarden Euro in Bank- und Staatsanleihen angelegt, die dramatisch abschmelzen, wenn die Euro-Rettung scheitert. Ganz zu schweigen von Steuergeldern, die fließen müssen, um das Schuldenloch zu stopfen. Steuererhöhungen sind unter diesem Gesichtspunkt wahrscheinlicher als Steuersenkungen. Deshalb haben die Deutschen Angst um die Stabilität des Euro und vor der sich abzeichnenden neuen Finanzkrise.

Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass das Euro-Rettungspaket von insgesamt 109 Milliarden Euro nicht ausreichen wird, um die Insolvenz Griechenlands abzuwenden. Ein Schuldenerlass für das gebeutelte Land mit Einbindung der Banken ist höchstwahrscheinlich nicht zu umgehen. Die Rede ist von einem Schuldenschnitt zwischen 50 und 60 Prozent. Beim Treffen der EU-Finanzminister am Samstag, 22. Oktober 2011, wurden diese Pläne erörtert. Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker kommentierte: "Wir haben uns darauf verständigt, dass es eine erhebliche Anhebung des von den Banken zu übernehmenden Beitrags geben muss."
 

Antworten
Dreiklang:

Malko fragt, Dreiklang antwortet #89345

4
22.10.11 16:33

F: Wieso sollte bei der Teilversicherungslösung der Deutsche Steuerzahler über seinen Anteil an dem versicherten Teil hinaus beteiligt werden?  

A: Wenn der Fonds eine Anleihe komplett besichert und diese geht in ein "Kreditereignis", dann sind im Erwartungswert ca. 50% der Anleihe weg (also ein 50%-Vergleich). D.h bei 440 Mrd liegt das max. Risiko, wenn wir davon ausgehen, dass alle Anleihen vor sich hin "pleite gehen'", bei 440 Mrd, aber der Erwartungswert bei 220 Mrd.

Wenn nun statt 440 Mrd. 1,1 Billionen besichert werden, dann kann die Besicherung nur noch 40% sein. Bei einem Erwartungswert von wieder 50% Vergleichswert als Rücklauf liegt dann für den Fall "alles geht in ein Kreditereignis" der Schaden für die Garantiegeber bei 440 Mrd. Der Schaden für die Anleihezeichner liegt bei 1,1 Bill - 440 Mrd. -550 Mrd = 110 Mrd. Abgesehen davon ändert sich bei jeder "Hebelung" das a priori Risiko eines Kreditereignisses wie auch der Haftungssumme (man rechne mal mit z.B. der Binomialverteilung nach...)

Im ursprünglichen Fall (ohne den "Schäuble-Hebel") hätte der Anleihezeichner Null Risiko  - bestes Rating, der Steuerzahler geht mit 220 Mrd in die Miesen. Im zweiten Fall geht der Steuerzahler mit 440 Mrd. in die Miesen. "Leider" bzw. nach Merkel-Lesart gewollt - ist aber auch der Anleihezeichner im Risiko - im Erwartungswert bei ca. 10%, aber im Höchstfall mit 60% - da wird nichts mit AAA-Rating.

Schon bei 40% nicht . Schäuble will ja irgendwas mit 20%. Das ist - gelinde gesagt - ein Witz. Ich hoffe, ich konnte helfen.

Antworten
Garion:

Bankenrekapitalisierung

 
22.10.11 16:59

(Quelle)

Die Aargauer Zeitung glaubt schon mehr zu wissen:

Die Euro-Finanzminister sind sich einig, dass Griechenland einen «substanziellen» Schuldenschnitt braucht und die Banken stärker belastet werden. Am Samstag drehten sich die Diskussionen vor allem um die Rekapitalisierung der Banken.

Dabei einigten sich die Finanzminister der 27 EU-Staaten darauf, dass die Banken ihr Kapital um rund 100 Milliarden Euro erhöhen müssen. Es gebe eine Verständigung auf diese Zahl, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von EU-Diplomaten am Rande des EU-Finanzministertreffens.

Kann eine Bank die im Krisenfall geforderte höhere Kernkapitalquote von 9 Prozent nicht erfüllen, müsste sie sich neues Kapital auf den Märkten besorgen. Gelingt dies nicht, sollten die jeweiligen Staaten einspringen. (Garion: Das ist insofern interessant, als in den Analysen der vergangenen Wochen unter der Annahme einer Kernkapitalquote von 9% für Europas Banken teilweise deutlich höherer Kapitalbedarf kursierte als 100 Milliarden.)

Erst als "ultima ratio" könnte der aktuelle Euro-Rettungsfonds EFSF einspringen. Allerdings hiess es im Vorfeld des Rates, dass der EFSF auf keinen Fall "ein allgemeiner Bankenunterstützungsfonds" werden soll.

Der schwedische Finanzminister Anders Borg sprach von einen "substanziellen" Schuldenschnitt für Griechenland. Die Banken sollten sich nicht auf ein erneutes Einspringen des Staats verlassen, um sich zu rekapitalisieren. "Ich denke, wir sollten nicht das Geld des Steuerzahlers benutzen", erklärte Borg nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters weiter.

Im Juli war im Grundsatz bereits die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger an einem zweiten Griechenland-Paket beschlossen worden. Dieses sah 109 Milliarden Euro Hilfe der öffentlichen Hand vor sowie 50 Milliarden Euro oder 21 Prozent Forderungsverzicht von Banken, Versicherungen oder Fonds bis 2014.

Inzwischen ist aber bekannt, dass Griechenland einen noch höheren Finanzierungsbedarf hat. (Garion: *lach* Das war schon lange vorher bekannt, aber es regierte das Prinzip Hoffnung! Insofern gebe ich auch auf die 100 Milliarden oben nichts. Woher wollen die Gipfelteilnehmer auch heute wissen, wie hoch der Rekapitalisierungsbedarf der europäischen Banken bei angenommenen 50% Schuldenschnitt tatsächlich ist? Das anhand der in den Bankbilanzen liegenden griechischen Staatsanleihen zu berechnen, greift mMn zu kurz, denn es wird dann kein CDS-Tsunamie berücksichtigt. Außerdem frage ich mich, wie die Bankenrekapitalisierung technisch bewerkstelligt werden soll. Offensichtlich plant man, einfach mal den Schuldenschnitt zu machen und dann werden sich die Banken, die den nicht verkraften, schon mit konkretem Kapitalbedarf bei ihren jeweiligen Regierungen melden. Kann man so machen.

Aber erinnern wir und doch mal an die staatlichen Stützungsmaßnahmen rund um die Finanzkrise 2008 zurück: Da war es meiner Erinnerung nach immer so, dass eine Stützungsbedarf von x Milliarden für Bank Y öffentlich wurde und schon wenige Wochen später waren wir bei 2x. Und das liegt dann mMn weniger daran, dass man in der Zwischenzeit noch Schrottpapiere bei Bank Y "entdeckt" hatte, sondern daran, dass andere Banken ihre kurzfristigen Ausleihungen an Bank Y aus Sorge um deren Solvenz aufkündigten und sich Bank Y dann zunehmend in der HRE-Falle wiederfand: Kurzfristiger Kapitalbedarf zu Horror-Konditionen zur Deckung der eigenen, langfristigen Ausleihungen. Diese Art des "gegenseitigen Bank-Run" ist mMn immer noch das Hauptmotiv, warum sich die Banken so sehr gegen eine Rekapitalisierung wehren und nicht die Angst, dass durch den Staat als Aktionär irgendwelche Boni gestrichen werden könnten. Letzteres ist zwar doof, aber wenn die Gans, die goldene Eier legt, mal ein paar Jahre nur silberne Eier legt, dann ist das weniger schlimm, als wenn die Gans, die goldene Eier legt, von den anderen Gänsen aus der Gänseherde ausgeschlossen wird und an Vereinsamung, also Kapitalmangel, stirbt - metaphorisch ausgedrückt, ich habe nichts gegen Gänse ) Das zeigt der neuste Schuldenstandbericht der Troika, also der Experten aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) auf.

Darin werden verschiedene Szenarien aufgeführt. Bei einem Verzicht der Banken auf 50 Prozent der Anleihewerte, müssten die Euro-Staaten rund 113 Milliarden Euro übernehmen. Schreiben die Banken 60 Prozent ab, blieben für die Länder der Euro-Zone 109 Mrd. Euro.

Wie hoch nun der Betrag der Banken effektiv ausfallen soll, ist noch offen. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker erklärte am Samstag, die 17 Finanzminister hätten sich am Freitagabend darauf verständigt, dass es bei der Griechenland-Hilfe eine "erhebliche Anhebung des von den Banken zu übernehmenden Beitrags" geben müsse.

Antworten
fkuebler:

Manko 345: Mir kam schon der Verdacht, dass du der

5
22.10.11 17:28

"Wieso sollte bei der Teilversicherungslösung der Deutsche Steuerzahler über seinen Anteil an dem versicherten Teil hinaus beteiligt werden?"

... heimliche Redenschreiber von Schäuble bist ;-). Solche sophistische Argumentationen kommen von dem nämlich typischerweise auch...

De jure stimmt das natürlich (und Schäuble ist ja wohl auch Volljurist, wenn ich mich nicht irre). Aber auf die de-jure-Lage kommt es einfach nicht an, weil es sich bei der Gesamtsituation um ein komplexes System von Übergangswahrscheinlichkeiten handelt. Die de-jure-Randbedingungen sind dabei nur so etwas wie schwache Leitplanken: wenn man entscheidet, dass man über die hinwegdonnern will, dann tut man das einfach (so wie sich Schröder/Chirac vor ca. 7 Jahren über die Randbedingungen des Stabilitätspaktes hinweggesetzt haben).

Es kommt also (zum Beispiel) darauf an, was voraussichtlich passiert, wenn die Wertverluste von Staatsanleihen in die Zone der Versicherungsgrenze zu kommen drohen. Das schafft dann wieder eine ganz eigene Gemengelage, und unterschiedliche (Poker-) Erwartungen, was der "Gegner" wohl tun wird.

"Wichtig ist, dass es die Teilversicherung nur unter strengen Auflagen gibt und die Neuverschuldung in sehr kurzer Zeit auf Null zurückgefahren werden muss.
 ...
Ist ein Staat dazu nicht in der Lage oder mag nicht, gibt es eben keine Teilversicherung mehr und er muss alleine schauen wie er daraus kommt.
 ...
Es reicht nicht eine harte Position zu vertreten, die man selbst nicht überleben würde. Dann wird man nicht ernst genommen. Hat man sich dagegen auf einen sehr großen Krach im Finanzsystem vorbereitet, wird man sehr ernst genommen."

Damit formulierst du genau die Randbedingungen, auf die es wirklich ankommt. Ohne die ist die Versicherungslösung genau so witzlos wie der Maastrichter Stabilitätspakt.

Mit diesen Randbedingungen gäbe es auch eine Reihe anderer denkbarer Verfahren, die gut funktionieren würden.

Was ich damit sagen will: ich bin nicht gegen die Versicherungslösung an sich, aber die Tatsache, dass man sich für sie entscheidet, schaftt noch keinen besonderen Wert. Die wahren Entscheidungsschlachten liegen auf anderen Gebieten, die leider überhaupt nicht einfach zu verstehen sind und deshalb in der öffentlichen Diskussion kaum erörtert werden können.

 
Antworten
wawidu:

Total verrückt

2
22.10.11 17:41
Seit Monatsbeginn schoss HYG, ein ETF mit High Yield (=Junk) Corporate Bonds, von 78 $ auf 88 $ hoch, während TLT, ein ETF mit US T-Bonds (Langläufern), von 125 auf 113 fiel.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 450489
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 3572  3573  3575  3576  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,01
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC1JQF4 , DE000VK1QMY9 , DE000VY0AVF9 , DE000VH33T22 , DE000VG8LUH9 , DE000VK2SEQ6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.861 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 10.06.26 14:08
469 156.479 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 12.05.26 18:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--