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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Dexia-fragwürdige Geschäfte

 
21.10.11 12:37
www.reuters.com/article/2011/10/21/dexia-idUSL5E7LL00020111021
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Kicky:

Artikel 125 des EU-Vertrages

4
21.10.11 12:42
Treaty on the Functioning of the European Union.
ftalphaville.ft.com/blog/2011/10/20/707201/...t-euro-bailouts/
(Verkleinert auf 67%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 450169
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Dreiklang:

Das weichste Dickschiff - Frankreich !

8
21.10.11 12:44
(Wer hätte das gedacht....)

Tja, die französischen Banken haben sich verzockt. Langlaufende Forderungen (Staatsanleihen, aber auch Bankanleihen südeuropäischer Staaten) stehen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber. Und da die Refinanzierung der Verbindlichkeiten nun austrocknet, kann man konstatieren:

Frankreich steckt in der HRE-Falle. Wie es mit der HRE endete, wissen wir.

Was die Target II Salden der Bundesbank betrifft: Das sind Gelder, die die deutschen Banken (oder sonst. instit. Anleger) aus der EMU abgezogen haben. Die fehlen nun im monetären System - (genauer: Es sind Gelder, die eigentlich zur Bilanzauflösung durch die EZB anstehen) und wenn sich in den letzten Monaten der Saldo der Bundesbank von ca. 300 tatsächlich auf 700 Mrd  verdoppelt hat, dann müsste es der Bilanz der EZB genauso  ergangen sein.
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Kicky:

Gibt man der EU ein Seil erhängt sie sich

3
21.10.11 12:48
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2011/...-hangs-itself.html

Steen Jakobsen, chief economist at Saxo Bank in Denmark,
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fkuebler:

Dreiklang 303: Die HRE hatte keine Force de Frappe

4
21.10.11 12:52

"Frankreich steckt in der HRE-Falle. Wie es mit der HRE endete, wissen wir."

... und auch keinen Testosteron-vergifteten gallischen Gockel, der mich irgendwie immer mehr an General Jack D. Ripper erinnert (Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben).

Toller Film, zumindest vom Sofa aus... Mal sehen wie das derzeitige Remake in Total-3D-Immersion wirkt...   

 

 
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Pichel:

genau (Auszug Züricher BB)

14
21.10.11 14:15
Gestern wurde Monsieur Trichet als EZB-Präsident verabschiedet. Es war belustigend, die Abschiedsehrungen zu hören, weil mindestens drei Generationen sich dazu äusserten. Ein französischer Präsident und ein deutscher Bundeskanzler, beide jeweils über 85 bzw. 90 Jahre, die nun meinten, die Dinge richtig zu sehen. Der eine plädiert für die Aufspaltung der Banken, der andere sieht in den Märkten schlechthin das Ganze Malheur. Ein Grossvater kann sich ebenfalls daran erinnern, nämlich der, der dies schreibt. Als beide als Europolitiker ein ähnliches Verhältnis zueinander hatten. Wie gegenwärtig der französische Präsident und die Bundeskanzlerin operierten beide gegen die Märkte und das Ergebnis sah so aus:
Die Neuverschuldung stieg in den Jahren von 1974 bis 1982, Amtszeit von Helmut Schmidt, in Deutschland um das Zehnfache (!) und am Ende, Frühjahr 1982, erbettelte sein Finanzminister Lahnstein von den Arabern einen kurzfristigen Kredit über 5 Mrd. D-Mark, der bereits im Verlauf des Sommers verbraucht war. Dann war Schluss. Sein französischer Kollege operierte über verschiedene Varianten von Wechselkurssystemen in Verbindung zur D-Mark, wobei es sogar eine Art Einheitswährung unter dem Namen ECU als Modell gab, um seine eigene Neuverschuldung/Gesamtverschuldung irgendwie im Europarahmen zu finanzieren, was ebenfalls misslang.
Politiker haben die Eigenart, im Rückblick zu ihren eigenen Tätigkeiten einer Art Demenz zu unterliegen.
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Dreiklang:

Wie will man sich in Berlin noch rausreden?

8
21.10.11 15:11
Meine Beiträge waren schon lange vor der nun dramatischen Katharsis eindeutig positioniert - dafür waren ja auch viele "witzig"-Sterne gut - jetzt lacht wohl niemand mehr.

Euro vs. Dollar, wer hätte gedacht, dass es soweit kommt. Das Problem ist aber nicht "der Euro", sondern die Tatsache, dass mit Einführung des Euro eine ungeheure Blasenwirtschaft in Europa begann.

Ich wüsste nicht, wie man um die "General-Monetarisierung" noch herumkommt. Wenn Frankreichs Banken aber mit dt. Steuergeld "gerettet" werden sollen - und dazu gehört auch die "Kapitalisierung" durch die EZB  -  dann müsste dies de facto einer Verstaatlichung der französischen Banken durch Deutschland entsprechen. EFSF und ESM - kaum sind die Garantien durch die Parlamente, zeigt sich, dass diese Instrumente nur noch teure Konstrukte sind, die weiter (dt.) Steuergeld kosten, ohne irgendeinen Nutzen zu haben.

Ich glaube nicht, dass Merkel und Schäuble den Mumm haben, das öffentlich zu sagen - auch wenn es in D. inzwischen jeder weiß.
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Pichel:

Kreise: Bankenrettung kommt voran

5
21.10.11 15:23
21.10.11 15:21     dpa-AFX: Kreise: Bankenrettung kommt voran - IWF könnte beim Hebeln helfen
   BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dass in Kürze
ein Konzept für die Bankenrettung in Europa fertig ist. Bis Samstagmittag
sollten die Euro-Finanzminister Ergebnisse für die Bankenrekapitalisierung
vorlegen, hieß es am Freitag in Berliner Regierungskreisen vor dem
Gipfel-Marathon in Brüssel. Erwartet werde auch ein Vorschlag für schärfere
Regeln für die Finanzmärkte.

   Die Staats- und Regierungschefs sollen in diesen beiden
Bereichen schon am Sonntag grundsätzlich grünes Licht geben. Die endgültige
Entscheidung über das Gesamtpaket zur Schuldenkrise soll jedoch erst im zweiten
Gipfelteil am Mittwoch fallen.

   Aus deutscher Sicht ist klar, dass der Euro-Rettungsschirm EFSF
erst im Notfall zur Stützung von Banken eingesetzt werden darf. Zunächst müssten
sich die Banken selbst um Investoren bemühen. Dann seien die nationalen
Regierungen am Zug. 'Es geht keinesfalls darum, den EFSF zu einem allgemeinen
Bankenunterstützungsfonds zu machen.'

   Die Euro-Länder bereiten unter Hochdruck auch ein neues
Hilfspaket für Griechenland vor - mit einem größeren freiwilligen
Forderungsverzicht der Banken. Dabei geht es auch um von Kanzlerin Angela Merkel
(CDU) ins Spiel gebrachte Option, in Zukunft permanent Reformfortschritte in
Athen zu überwachen.

   Das System einer alle drei Monate anrückenden 'Troika' mit
Finanzkontrolleuren von Europäern und Internationalem Währungsfonds (IWF)
'fordert uns allen zu viel Nerven ab', hieß es. Die Bundesregierung erwarte,

dass die Griechen mehr tun. Als Zielmarke für Athen könne gelten, den
Schuldenstand bis 2020 auf etwa 120 Prozent zu reduzieren - und damit auf das
aktuelle Niveau von Italien.

   Umstritten bleibt die Suche nach einem Modell, um die Schlagkraft
des EFSF zu erhöhen. Die Finanzminister würden eine ganze Reihe von Varianten
diskutieren. Zu den derzeit 'erfolgversprechendsten' Modellen gehörten eine
Teilabsicherung des Risikos durch den EFSF bei neuen Staatsanleihen sowie eine
Einbindung des IWF, um größere Summen bewegen zu können, hieß es in den Regierungskreisen.

   Beim Hebel zeichne sich aber noch kein Durchbruch ab:
'Im Kern ist dieses Dossier noch nicht soweit für eine Entscheidung.' Der Fonds
werde aber auf keinen Fall Zugriff auf eine Finanzierung über Europäischen
Zentralbank (EZB) bekommen. Jede Form der Hebelung, die die EZB in die Pflicht
nehmen würde, werde Deutschland verhindern./tb/DP/bgf



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Kicky:

McKinsey:Deutschland hat v.Währungsunion profitier

4
21.10.11 16:54
Die Währungsunion hat die deutsche Wirtschaft beflügelt, meint der Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey. Die Peripherieländer brauchten aber jetzt so etwas wie einen Marshallplan.....

Wir kommen zu dem Ergebnis, dass die Währungsunion allein im vergangenen Jahr das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 165 Milliarden Euro gestärkt hat. Das sind rund 6,6 Prozent des BIP. Über die vergangenen zehn Jahre verdankten wir rund ein Drittel des deutschen Wirtschaftswachstums dem Euro. Deutschland hat erheblich vom Euro profitiert.

Das sind hohe Zahlen im Vergleich zu anderen Untersuchungen. Woher stammen diese Gewinne aus der Währungsunion?

Sie stammen zu einem kleineren Teil daraus, dass Transaktionskosten und Kosten für die Währungsabsicherung innerhalb Europas weggefallen sind. Zudem hat der Handel in der Währungsunion nach Einführung des Euro deutlich zugenommen. Diese Effekte sind nachhaltig, andere sind es voraussichtlich nicht......

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-des-wachstums-11499521.html
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Kicky:

Gipfeltreffen

 
21.10.11 17:01
....An diesem Freitagnachmittag kommen in Brüssel die Finanzminister der Euro-Länder zusammen, Deutschland vertritt demnach Wolfgang Schäuble. Am Samstag treffen sich die Finanzminister aller 27 Länder der Europäischen Union. Im Anschluss beginnt ein Rat für Allgemeine Angelegenheiten, auf dem der Gipfel vorbereitet wird. Bundeskanzlerin Merkel trifft sich am Abend mit den anderen konservativen EU-Staats- und Regierungschefs im belgischen Meise, außerhalb von Brüssel. Am Sonntag treffen sich dann alle EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Am Nachmittag schließt sich dann eine Runde der Chefs der Euro-Länder an. Das Ende dieses Treffens ist offen. Spätestens, wenn in den frühen Morgenstunden die Börsen in Asien den Handel aufnehmen, soll klar sein, wie die Schuldenkrise künftig bewältigt werden soll. Da allerdings kurz vor Beginn des Treffens am Freitag der Gipfel zweigeteilt wurde, dürften weitere Entscheidungen voraussichtlich am Mittwoch präsentiert werden.

Welche Lösung zeichnet sich für Griechenland ab?

Zuletzt waren zwei Möglichkeiten ins Spiel gebracht worden. Entweder könnte es einen harten Schuldenschnitt für das Land geben - oder eine sogenannte "freiwillige" Beteiligung der privaten Banken an einer Umschuldung. Die "Freiwilligkeit" könnte bedeuten, dass Griechenland am Ende wohl nicht formell für zahlungsunfähig erklärt wird. Der wiederholt geforderte Austritt Griechenlands aus der Währungsunion als dritte Option zur Lösung der Schuldenkrise steht derzeit nicht zur Debatte.

Welche Konsequenzen hätte ein klassischer Schuldenschnitt?

Ein klassischer Schuldenschnitt würde zur Pleite Griechenlands führen - ein Schuldenschnitt von 50 Prozent würde dann beispielsweise bedeuteten, dass Griechenland die Hälfte seiner Schulden erlassen wird. Die Konsequenzen wären weitreichender als bei einer "freiwilligen" Umschuldung der Banken, da bei einer formellen Pleite eine Kettenreaktion an den Finanzmärkten in Gang gesetzt wird. Beispielsweise müssten Ausfallversicherungen für die Pleite zahlen, sofern Anleger ihr Engagement in griechischen Papieren entsprechend abgesichert haben. Dies hatte nach dem Lehman-Kollaps 2008 zahlreiche Finanzunternehmen in Bedrängnis gebracht. Hinzu kommt, dass bei einer Staatspleite auch öffentliche Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssten. Es gibt allerdings - anders als bei Unternehmen - keine Insolvenzordnung für Staaten. Darum ist unklar, was Deutschland bei einem klassischen Schuldenschnitt am Ende tatsächlich zahlen müsste.

Wie ist Deutschland bislang in Griechenland engagiert?

Deutschland bürgt bislang für 13,5 Milliarden Euro, die von der staatseigenen KfW an Griechenland gezahlt wurden. Da demnächst nochmals acht Milliarden Euro an europäischer Hilfe nach Athen überwiesen werden sollen, müsste Deutschland für weitere rund 2,3 Milliarden Euro haften. Zusätzlich bürgt die Bundesrepublik noch für einen Teil des Geldes, das über den Internationalen Währungsfonds den Griechen zur Verfügung gestellt wurde. Hier haftet Deutschland aktuell für rund eine Milliarde Euro.Die KfW hat sich das Geld am Kapitalmarkt besorgt und es an Griechenland weitergeleitet. Athen verwendet es vor allem zur Rückzahlung auslaufender Staatsanleihen. Es ist also ein kurioser Kreislauf: Die KfW leiht sich Geld bei Anlegern, am Ende zahlt es Griechenland wieder an Anleger aus........

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...l-mit-den-schulden-1.1170083
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Kicky:

Geldfälscher J.K:Du bist ja harmlos gegen d.Banker

8
21.10.11 17:19
www.sueddeutsche.de/geld/...ft-das-hiess-lamborghini-1.1169693

...SZ: Die haben 30 Leute losgeschickt, um einen 65-Jährigen zu verhaften?

Kuhl: Ich habe in meinem Atelier mit der verdeckten Ermittlerin Falschgeld in Kartons gepackt. Und dann springen 30 Leute aus Lastwagen. Viel Gebrüll und Geschreie, sie haben mich auf den Boden gedrückt, so richtig mit Stiefel im Kreuz.

SZ: Sie haben 16,5 Millionen Dollar gefälscht, das ist viel.

Kuhl: So eine Maschine druckt ja in der Stunde sechs Millionen Hunderter. Ja, der Richter sagte mir auch immer: "Kuhl, warum haben Sie nicht eine Bank überfallen? Da wären Sie mit weniger davongekommen." Beim Geldfälschen kennen die kein Pardon, weil die Angst um die Währung haben. Aber im Ernst: Wie kann ich mit ein paar Millionen eine Währung gefährden, während die Milliarden drucken, um die Griechen und die Banken zu retten?

SZ: Sie sind also nicht gefährlich?

Kuhl: Jeder Drucker, jeder Lithograph spielt mal mit dem Gedanken. Meine Cousine hat immer gesagt: "Jürgen, du verharmlost das so, das war eine Schandtat." Aber seit anderthalb Jahren ungefähr sagt sie: "Du bist ja harmlos gegen die Banker.".....
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Kicky:

Die Euro-Rettung gerät zur Farce

4
21.10.11 17:36
Deutschland und Frankreich blockieren sich gegenseitig, der EU-Gipfel am Wochenende ist zur Plauderstunde degradiert. Europas Politiker müssen erkennen: Noch mehr Zögern führt in die Katastrophe. Ein Plädoyer der FTD-Redaktion.

Der große Gipfel! An diesem Wochenende findet er endlich statt! Ganz Europa fiebert auf das Datum hin, in großer Erwartung des finalen Rettungsschusses, der unseren Politikern noch bleibt. Aber dann: Plötzlich kommen Donnerstagnachmittag Meldungen, dass der Gipfel vielleicht verschoben wird. Dann wieder heißt es: Doch, er findet statt, nur ein Thema, dieser ominöse "Hebel" des Euro-Rettungsschirms, er wird ausgeklammert.

Typisch Europa: Der wichtigste Punkt wird verschoben. Und wieder einmal gefährdet ein Streit zwischen Frankreich und Deutschland Europas Zukunft. Es geht um den Rettungsschirm EFSF.....
Angela Merkel klagt, Sarkozy habe sich "keinen Millimeter" bewegt. Welch Dramatik: Die Kanzlerin hat ihre Regierungserklärung zum Gipfel für Freitagmorgen abgesagt. Ein weiterer Gipfel soll her, in der nächsten Woche, falls bis dahin diese Streitfrage geklärt ist. Ach ja, die Beteiligung des Privatsektors am zweiten Hilfspaket für Griechenland muss auch noch geklärt werden.
Wie kann so etwas passieren? Wieso dieses Hin und Her, dieser Streit, dieses Chaos?
.....
Zumal es beim Thema Hebel längst einen Kompromissvorschlag gab. Deutschland und Frankreich haben sich beide verrannt: Merkel sprach plötzlich viel zu laut über einen Zahlungsausfall Griechenlands (der vor allem französische Banken gefährdet). Sarkozy packte im Gegenzug eine alte Lieblingsidee wieder aus: die Banklizenz für den Schutzschirm EFSF. Dieser Streit ist unprofessionell, hochgefährlich, ja lebensmüde.

Die FTD erscheint am Freitag mit einem großen Leitartikel auf der ersten Seite, weil diese Zeitung das geplante Treffen am Wochenende für sehr, sehr wichtig hält. Der Erwartungsdruck, der sich aufgebaut hat, ist gigantisch - auch wenn Angela Merkel versucht hat, ihn zu dämpfen.
Ohne Frage: Was hier beschlossen wird oder nicht, wird über unseren Wohlstand entscheiden. Nein, das ist nicht zu pathetisch. Vielleicht haben das noch nicht alle verinnerlicht: Der Euro kann immer noch scheitern. .......
www.ftd.de/politik/deutschland/...eck-zur-d-mark/60118880.html
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Kicky:

Troika:Griechenland braucht 60% Haircut

4
21.10.11 17:47
www.bloomberg.com/news/2011-10-21/...o-to-110-troika-says.html

....It would take a 60 percent face value reduction and more official financing to cut the debt below 110 percent of GDP by 2020, according to the report, which was obtained by Bloomberg News. ....
Antworten
Malko07:

100% Haircut wären besser,

5
21.10.11 18:48
allerdings gleichzeitig mit der Aussage und dem Versprechen, dass Griechenland nie mehr einen Euro Unterstützung bekäme. Auch die anstehende Rate würde es nicht mehr geben. Auch die griechischen Banken bekämen keinen Cent mehr. Gleichzeitig sollte für eine im Prinzip offene Übergangszeit die Bewegungsfreiheit der griechischen Arbeitnehmer und die Niederlassungsfreiheit eingeschränkt werden.  

Griechenland könnte dann absolut demokratisch selbst bestimmen wieviel es wo sparen will um seine Lebensmittel bezahlen zu können. Auch könnte es dann sehr einfach ausrechnen um wieviel die Pensionen gekürzt werden müssen und wieviele Beamte auf die Straße gesetzt werden müssten.

Zwischen 60 und 100% ist der Unterschied nicht mehr groß. Und auch bei der Eindämmung der Kollateralschäden ist der Umfang ähnlich.
Antworten
daiphong:

#07 die "alternativlose""General-Monetarisierung"

7
21.10.11 18:49
wird in der EZB-Diskussion, Eurobond-Diskussion, ESFS-Diskussion gerne als alternativlos unterstellt. Von Geithner und Co., den Goldbugs und Co., den PIGS und Co., den Big-Bang Fetischisten, denen, die in dieser Hinsicht ans Christkind glauben, und natürlich dem gesamten BSE-verrückten Bankensystem.
Die ent-täuschende Erkenntnis, dass es in der EMU zwar Solidarität geben kann, im Wesentlichen aber jede Nation wie eh und je für sich selbst finanziell gerade steht, wird sich nach der Installation des ESFS und der Griechenland-Pleite durchsetzen. Dass jede Nation das Nötige selbst tun muss - wie überall woanders auch, innerhalb und außerhalb von Eurozone.
Antworten
geldsackfrank.:

Insolvenzordnung

 
21.10.11 19:10
Wozu braucht man die ?
Das Vorschieben dieses Grundes, daß man nicht wisse, was passieren und wer wieviel einzahlen müsse, dient doch lediglich einem DUMMEN ZEITGEWINN.

Welcher pleite gegangene Staat der letzten 10 oder 100 Jahre brauchte sowas?
PENG ! Ein Staat ist pleite.
Wer Staatsanleihen hat kann auf 10 Prozent Rückzahlung hoffen.
Es müssen Dutzende Staaten in den letzten 20 Jahren pleite gegangen sein - HAT SICH DESHALB EIN INVESTOR IRGENDWO BESCHWERT DASS ER DAS RISIKO EINGEGANGEN IST?
Verzockt - Kohle weg. Lebbe geht weider !!
Antworten
relaxed:

#89314 Man sollte jedem Menschen mit

9
21.10.11 19:24
qualifizierter Ausbildung die Mobilität innerhalb Europas erlauben ... dies ist eine Errungenschaft Europas ... es entspricht dem Geist der Aufklärung und Freiheit, Werte die wir in Europa verteidigen sollten ... wenn sie schon sonst überall auf dieser Welt mit Füßen getreten werden.
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
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fkuebler:

Fitch? Da war doch was? ...

14
21.10.11 19:26

Ach ja, natürlich: Fitch Ratings ist als Teil der Fitch Group eine Tochtergesellschaft im Mehrheitsbesitz von 60 Prozent der Fimalac-Holding, die wiederum mehrheitlich dem französischen Geschäftsmann Marc Ladreit de Lacharrière gehört

Vermutlich hat Sarkozy den mal angerufen und ihm ein Video aus den Verhörkellern des französischen Geheimdienstes versprochen...  

Vielleicht hat er ihm aber auch nur ein Video des früheren S&P-CEOs aus seiner neuen Sommerfrische in Guantanamo zeigen müssen...  

Fr, 21.10.1118:42

Fitch plant keine Abstufung Frankreichs

London (aktiencheck.de AG) - Die Ratingagentur Fitch plant keine Abstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs.

Wie die Agentur am Freitag mitteilte, gibt es derzeit keine Pläne für eine Herabstufung der Bonität. Laut David Riley, Leiter der Abteilung Staatsanleihen, gefährden die geplanten Veränderungen am Euro-Rettungsschirm EFSF das Rating Frankreichs nicht. Neben Deutschland, Österreich, Finnland, Luxemburg und den Niederlanden wird auch Frankreich derzeit mit dem Top-Rating AAA eingestuft.

Dagegen warnte Standard & Poor's am Freitag vor einer möglichen Herabstufung mehrerer Euro-Länder. Sollte er erneut zu einer Rezession kommen, werde man die Bonität von Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Irland um eine oder zwei Stufen senken, so die Agentur. (21.10.2011/ac/n/m)
 

Quelle: AKTIENCHECK.DE

 
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wawidu:

TARGET2

6
21.10.11 20:02
Hier nochmals der Basisartikel von "Querschüsse" (Steffen Bogs) zu diesem Thema:

www.querschuesse.de/...t-aberwitziger-steigerung-zum-vormonat/

Die Kommentare der Leser mit offenkundig volkswirtschaftlichem Background belegen eines: Das trans-europäische Zahlungssystem ist hoch komplex und selbst für jene nur schwer und für den Normalbürger absolut nicht durchschaubar. Das Kernproblem liegt u.a. in unterschiedlichen Berichtsgepflogenheiten der beteiligten Nationalbanken. So berichtet die Österreichische Nationalbank z.B. nur jährlich, und der letzte Bericht der Banque de France, den ich finden konnte, datiert von März 2011.

Für diejenigen, die das am Wochenende mal studieren möchten, hier die ausführliche Information der Deutschen Bundesbank zu Target2:

www.bundesbank.de/download/zahlungsverkehr/...latt_target2.pdf
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Anti Lemming:

mutual fund outflows: 5.1 billion in October

8
21.10.11 21:19
Mutual Funds
By Alan Farley
| Oct 21, 2011
| 2:12 PM EDT

In regard to JJC's latest, mutual fund flows for the first 3 weeks of October are standing at 5.1 billion OUTFLOW, not inflow. Most large funds end their fiscal year on October 31st (6 trading days from now). We are in the traditional year-end fund window dressing period because whatever they buy in late October will show up on their year-end reports.

My opinion: portfolio adjustment is normal in this rush to pretty up their bottom lines and think the outflow numbers are far more telling.

realmoney.thestreet.com/updates-and-conversations
Antworten
wawidu:

kicky # 89310

5
21.10.11 21:35
ME hat Deutschland nicht primär vom Euro, sondern von der Europäischen Wirtschaftsunion profitiert. Diese Union war monetär zunächst auf der European Currency Unit (ECU) aufgebaut, einer Verrechnungseinheit, die auf einem Korb nationaler Währungen basierte, in dem die Deutsche Mark fast ein Drittel des Gewichtes ausmachte. Deutschland hätte also wohl auch ohne den Euro von der Wirtschaftsunion erheblich profitiert.

de.wikipedia.org/wiki/...äische_Wirtschafts-_und_Währungsunion

de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Währungseinheit

Ich habe übrigens noch eine schöne, recht gut erhaltene ECU-Münze aus der Regierungszeit des französischen Königs Ludwig XIV, des "Sonnenkönigs", der sein Volk exzessiv schröpfte und u.a. mit wahnwitzigem Aufwand nicht nur an Geld, sondern auch
an nicht natürlich verstorbenen Arbeitern das Schloss Versailles erbauen ließ. Die Kredite, die er im Wesentlichen von jüdischen Geldgebern aufgenommen hatte, wurden nie zurückgezahlt, auch nicht von seinen Nachfolgern. Sein letzter, Louis XVI, starb am 16. Oktober 1793 unter der Guillotine.
Antworten
gigimail:

zu # 314

2
21.10.11 21:47
Sobald die Zahlungen an Arbeitnehmer/ Beamte auch nur zeitweilig  in GR eingestellt werden, ist mit einem Zureisestrom ähnlich dem Kriegsbeginn auf dem Balkan Anfang der 90er zu rechnen, vor allem wieder nach Deutschland. Diesbezüglich habe ich in Griechenland mehrfach in -zugegeben, oberflächlichen- Gesprächen die Absicht vernommen.
Antworten
fkuebler:

Prechter empfiehlt S&P-Short

3
21.10.11 22:13

Ich finde die Brüder nicht schlecht (ist der einzige Brief, den ich lese). Die tun zwar so, als ob sie reine Textil-Ingenieure (aka Schnittmuster-Techniker) wären, aber das ist mMn nur Vodoo. Wie dem auch sei, muss ja keiner lesen...

"Today’s breakout above the trading range of the past ten weeks will no doubt be interpreted bullishly, and investors are expecting good news from Europe next Wednesday. If this rally is to peak in our ideal range, it should probably do so early next week.

I would rather be a bit early than late. Speculators should move now to maximum leveraged short the S&P. We base results on a futures position, but any specific course of action is up to you. Place a stop at 1360 basis the cash S&P. This is a distant stop, so manage risk accordingly. We will lower the stop to breakeven if afforded an opportunity."

 
Angehängte Datei: 111021ewtir.pdf
Antworten
wawidu:

gigimail # 89322

5
21.10.11 22:38
Wo wollen entlassene griechische Beamte denn in Deutschland eine adäquate Arbeit finden? Vielleicht, indem sie noch eine Taverne eröffnen? In Trier gab es vor etwa zehn Jahren noch über ein Dutzend griechische Lokale; heute sind es nurmehr fünf. Ob diese Leute z.B. in der Produktion unserer Autofirmen wohl ihren Mann stehen könnten, wage ich zu bezweifeln. Dr. Konstantinou (gebürtiger Grieche) von der Uni Trier hat dies mE sehr schön auf den Punkt gebracht: "Die Besten sind schon vor langen Jahren ausgewandert. Zurück blieben diejenigen, die im Ausland keine Chance hatten - und die wurden vom Staat, bei Bahn und Post im europäischen Vergleich sehr großzügig, alimentiert." Die "Besten" bzw. deren Nachkommen sind heutzutage vielfach in den Produktionsabteilungen deutscher Industrieunternehmen in mittleren bis gehobenen Positionen tätig. "Geschasste Beamte" müssten jedoch in Deutschland von ganz unten anfangen.
Antworten
Ischariot MD:

ein passender Vergleich

8
21.10.11 23:11

Wie in der DDR, dachte sich einstmals Stanislaw Tillich, als er  von der Volkskammer ins Europaparlament kam. Sein Erstaunen bezog sich  damals auf die Privilegien.

Heute staunt man über die  Gedanken in den Köpfen der Brüsseler Eurokraten. Insbesondere  EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier scheint viel von der DDR gelernt  zu haben. Er fordert einfach ein Verbot von Ratings für kriselnde  Staaten und dann wird alles gut, so wohl sein Gedankengang. Sicher, die  Idee ist frappierend. Wenn Griechenland noch sein „AAA“-Rating hätte,  würde dort weiter eitel Sonnenschein herrschen und das Geld würde nach  wie vor mit vollen Händen ausgegeben. Scheinbar hat Barnier noch nicht  realisiert, dass Griechenland pleite ist, weil die Hellenen mehr  ausgegeben haben als eingenommen und nicht, weil böse Agenturen den  Daumen gesenkt haben (...)

www.finanzen.net/nachricht/fonds/...genturen-verbieten-1430168

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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