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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,01 15,02
Fallender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC1JJ06 , DE000VY4WAW4 , DE000VJ91V90 , DE000VH33UQ1 , DE000VJ1ZVQ0 , DE000VH8FDN4 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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permanent:

Derivatebombe oder nur heiße Luft

9
18.10.11 13:12

Wahrscheinlich ist die Betreffzeile zu provokativ gewählt. Ich will einmal versuchen die Sache nüchterner ohne viel Polemik darzustellen.

Buffet spricht von finanziellen Massenvernichtungswaffen.

In der Tat scheint die Derivatewelt aus den Fugen geraten zu sein und unser System zu bedrohen. Dabei gibt es augenscheinlich nur wenige Gewinner und viele Verlierer.

Man sollte jedoch berücksichtigen:

Ohne Nachfrage gäbe es diese enorme Angebot  nicht. Hier handelt es sich ja nicht um den klassischen Drogendeal oder vielleicht doch? Sind die Nachfrager abhängige, spielsüchtige Menschen?
Wenn ja, dann gilt das kassische Angebot / Nachfragesystem nicht. Dann gibt es auch eine Nachfrage ohne tatsächlichen Bedarf.

Punkt zwei: Die Größe des Derivatezirkus. Um ein vielfaches größer als das Welt BIP.
Das ist zunächst einmal richtig und dennoch wieder falsch wenn man die Bedrohung ermitteln möchte.

Fast alle Derviatepositionen haben eine Gegenposition. Das System ist durch diesen Mechanismus in vielen Bereichen selbständig ausgleichend.

Soll heißen für eine Longposition am Markt, gibt es eine ausgleichende Shortpositon. Lässt man Kosten für An,- Verkauf, sowie Finanzierung außer acht, so sind diese Derviatepositionen häufig ein Nullsummenspiel.

In diesem Sinne einen schönen Tag.

Permanent

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Pichel:

BoA

9
18.10.11 13:27
18.10.11 13:23     dpa-AFX: Bank of America schafft dank Sondereffekten Rückkehr in Gewinnzone
   CHARLOTTE (dpa-AFX) - Die Bank of America   hat im
dritten Quartal vor allem dank Sondereffekten die Rückkehr in die Gewinnzone
geschafft. Unter dem Strich verdiente das Institut 5,9 Milliarden US-Dollar, wie
es am Dienstag in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) mitteilte. Im
vergangenen Jahr hatte die Bank wegen Sonderabschreibungen auf das
Kreditkartengeschäft einen Verlust von 7,6 Milliarden Dollar hinnehmen müssen.
Im Vorquartal musste die Großbank sogar ein Rekordminus von 9,1 Milliarden
Dollar verbuchen, nachdem sie einen Schlussstrich unter alte windige
Hypothekengeschäfte gezogen hatte.

  Mit dem Gewinn übertraf die Bank of America die Schätzungen von
Analysten bei weitem. Grund waren zahlreiche Sondereffekte. Alleine die
Neubewertung der Verbindlichkeiten brachte einen positiven Vorsteuergewinn von
4,5 Milliarden Dollar. Zudem führte der Verkauf von Aktien der China
Construction Bank zu 3,6 Milliarden Dollar Gewinn vor Steuern./enl/wiz



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Pichel:

GS

10
18.10.11 13:51
18.10.11 13:48     dpa-AFX: Goldman Sachs rutscht in die roten Zahlen
   NEW YORK (dpa-AFX) - Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die
US-Investmentbank Goldman Sachs   im dritten Quartal in die
roten Zahlen gerissen. Das Institut erzielte einen Verlust von rund 400
Millionen Dollar, wie es am Dienstag in New York mitteilte. Vor einem Jahr hatte
die Bank noch unter dem Strich 1,7 Milliarden Dollar verdient. Mit dem Ergebnis
verfehlte Goldman die Erwartungen von Analysten. Bankchef Lloyd Blankfein sprach
von einem enttäuschend Quartal.

   Der Bank macht besonders zu schaffen, dass Anleger angesichts der
Absturzes an den Börsen und der Schuldenkrise in Europa und den USA die Lust am
Investieren verloren haben. Das ließ die Erträge zwischen Juli und September um
60 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 3,6 Milliarden Dollar einbrechen.

   Die lange profitabelste aller Wall-Street-Banken spürt die Unsicherheiten
an den Kapitalmärkten besonders. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hat sie
kein nennenswertes Privatkundegeschäft, das die Schwankungen ausgleichen könnte.
JPMorgan   konnte den Gewinn im dritten Quartal so und durch
einen Bilanzierungseffekt mit 4,3 Milliarden Dollar fast stabil halten. Die
Citigroup   wies sogar eine 75-prozentige Gewinnsteigerung auf
3,3 Milliarden Dollar aus, weil sich auch bei ihr neben dem Privatkundengeschäft
die Neubewertung der eigenen Schulden positiv auswirkte./enl/wiz



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Stöffen:

#89176, das Derivate-Casino ein Nullsummen-Spiel?

8
18.10.11 15:02
Wahrscheinlich kommt es hier eher darauf an, an welchen Punkten sich die Risiken bei einem "Black Swan-Event" massiv konzentrieren könnten.

Five Banks Account For 96% Of The $250 Trillion In Outstanding US Derivative Exposure; Is Morgan Stanley Sitting On An FX Derivative Time Bomb?

The latest quarterly report from the Office Of the Currency Comptroller is out and as usual it presents in a crisp, clear and very much glaring format the fact that the top 4 banks in the US now account for a massively disproportionate amount of the derivative risk in the financial system. Specifically, of the $250 trillion in gross notional amount of derivative contracts outstanding (consisting of Interest Rate, FX, Equity Contracts, Commodity and CDS) among the Top 25 commercial banks (a number that swells to $333 trillion when looking at the Top 25 Bank Holding Companies), a mere 5 banks (and really 4) account for 95.9% of all derivative exposure (HSBC replaced Wells as the Top 5th bank, which at $3.9 trillion in derivative exposure is a distant place from #4 Goldman with $47.7 trillion). The top 4 banks: JPM with $78.1 trillion in exposure, Citi with $56 trillion, Bank of America with $53 trillion and Goldman with $48 trillion, account for 94.4% of total exposure. As historically has been the case, the bulk of consolidated exposure is in Interest Rate swaps ($204.6 trillion), followed by FX ($26.5TR), CDS ($15.2 trillion), and Equity and Commodity with $1.6 and $1.4 trillion, respectively. And that's your definition of Too Big To Fail right there: the biggest banks are not only getting bigger, but their risk exposure is now at a new all time high and up $5.3 trillion from Q1 as they have to risk ever more in the derivatives market to generate that incremental penny of return.

www.zerohedge.com/news/...xposure-morgan-stanley-sitting-fx-de
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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daiphong:

permanent, Derivate, die zwischen den Banken

5
18.10.11 15:15
und großen Financels gehalten werden, sind das Problem. Da muss Deckung und Netting nicht funktionieren, wenn Institute oder Einzelmärkte in Schieflage geraten, hat man in der Subprime-Krise gesehen. Man muss das sicher von den Derivaten mit Commercials und privaten Zockern trennen.
Antworten
permanent:

@daiphong, deine Ausführungen sind vollkommen

2
18.10.11 15:36

richtig. Ich wollte in #176 lediglich darstellen, dass man nicht jede große Zahl 1 zu 1 als Bedrohung übernehmen kann.
Es sollte keine Entwarung oder Verharmlosung der durchaus bestehenden Risiken sein.

Auf den Titelseiten der Zeitungen verkaufen sich große Zahlen jedoch besser.

Permanent

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Pichel:

melde mich ab!

3
18.10.11 16:05
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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permanent:

Die Märkte haben Frankreich das AAA schon entzogen

5
18.10.11 18:01

Die Märkte haben Frankreich das AAA schon entzogen Der USA Bären-Thread 11850911

Frankreichs Top-Rating ist in Gefahr. Die Märkte reagieren sofort. Die Risikoaufschläge für Frankreichs Anleihen steigen auf ein 16-Jahres-Hoch. Von Holger Zschäpitz mehr...

Antworten
Kicky:

Spekulanten wetten gegen Frankreich

6
18.10.11 18:03
Paris - Frankreich gerät ins Visier von Spekulanten. Erst droht die Rating-Agentur Moody's, dem Land seine Top-Bonität zu entziehen, jetzt reagieren die Märkte: Die Risikoprämien für französische Staatsanleihen sind auf den höchsten Wert seit mehr als zehn Jahren gestiegen. Das heißt: Die Regierung in Paris muss für neue Schulden, die sie an den Märkten aufnimmt, höhere Zinsen zahlen als bisher.

Für Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren etwa musste das Land einen kräftigen Aufschlag zahlen. Zeitweise betrug dieser Aufschlag 107 Basispunkte - das entspricht 1,07 Prozent - im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen.

Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ist das der höchste Wert seit Einführung des Euro. Während des vergangenen Jahrzehnts pendelte der Abstand zwischen den deutschen und französischen Renditen stets um die Marke von 20 Basispunkten. Laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" musste Frankreich zuletzt im Jahr 1995 so viel mehr für Zehn-Jahres-Anleihen zahlen als Deutschland. ....

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792466,00.html
Antworten
Kicky:

Hände weg vom Acker, Mann!

11
18.10.11 18:12
Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen treibt die Nahrungsmittelpreise in die Höhe. Investmentbanken wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs sowie die Verwalter von Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen machen sich dadurch mitschuldig an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt. Sie investieren Geld, das Menschen für ihre Altervorsorge sparen oder für gemeinnützige Zwecke stiften, in Wetten auf die Preise für Mais, Weizen und andere Nahrungsmittel. Zu diesen Ergebnissen kommt der Report „Die Hungermacher“.

Ein gewisses Maß an Spekulation ist nützlich

Um Planungssicherheit zu erhalten, schließen z. B. Agrarhändler Verträge („Futures“) über Warenlieferungen zu einem festen Preis und einem festen Termin in der Zukunft ab. Spekulanten, die kein Interesse an einer Warenlieferung haben, aber mit solchen Futures auf steigende oder fallende Preise wetten, führen dem Markt Liquidität zu und tragen somit zur Preisstabilität bei. Bis zur Jahrtausendwende wurde das Gros der Future-Verträge von Produzenten und Verarbeitern geschlossen, um sich dadurch gegen Preisschwankungen abzusichern.

Rohstoff-Spekuklation boomt

Nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ haben Banken spekulative Rohstoffe-Papiere forciert und massiv beworben. Sie gelten als sichere Anlage, da das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung zunimmt. Die große Deregulierung um die Jahrtausendwende hat den Rohstoff-Handel für institutionelle Anleger wie Index-Investoren attraktiv gemacht. Sie haben kein Interesse an Preisstabilität für den physischen Rohstoffhandel, sondern nur an langfristiger Rendite. Gleichzeitig wurden dadurch die Rohstoffbörsen an die Entwicklung der Finanzmärkte gekoppelt: Faktoren wie Zinshöhe, Risikobereitschaft oder fallende Aktienkurse treiben die Preise für Rohstoffe, unabhängig von Angebot und Nachfrage der physischen Ware.

Das Ausmaß der Spekulation hat überhandgenommen

Der Anteil der zu rein spekulativen Zwecken gehaltenen Weizen-Kontrakte an der Chicagoer Börse (CBOT) lag bis 1999 noch bei 20 bis 30 Prozent – heute beträgt er bis zu 80 Prozent. Institutionelle Anleger haben bislang 600 Milliarden Dollar an den Rohstoffbörsen investiert – das entspricht etwa einem Zehntel des Wertes aller weltweit gehandelten Aktien. Dabei ist die Zahl der gehandelten Futures völlig unabhängig von den verfügbaren Mengen der physischen Ware und überschreitet diese um ein Vielfaches. So betrug zum Beispiel das Volumen der gezeichneten Futures („open interest“) auf Weizen der Sorte „Soft Red Winter“ in Chicago im März 2011 rund 76 Millionen Tonnen – das entspricht dem 8,5-fachen der Jahresernte von rund 9 Millionen Tonnen.

Der Preis von morgen bestimmt den Preis von heute

Es gibt erdrückende Belege dafür, dass der Future-Preis, also der Kurs der nächst-fälligen Kontrakte für eine nur virtuelle Rohstofflieferung, die Preise auf den Spotmärkten beeinflusst, wo diese Rohstoffe tatsächlich gehandelt werden. Getreidebauern verkaufen ihre Ware in der Gegenwart zum Future-Preis – einen niedrigeren Preis zu verlangen, wäre ökonomisch unsinnig, für einen höheren Preis würden sie dagegen keine Käufer finden. Wissenschaftliche Auswertungen der in den USA erhobenen Börsendaten zeigen, dass die anwachsende Kapitalanlage auf den Rohstoffmärkten Getreide, Speiseöl und Benzin über lange Phasen von bis zu einem Jahr um bis zu 25 Prozent verteuert.

Preise sind im Rohstoff-Fieber

Durch spekulative Anleger hat auch die Volatilität zugenommen, also Ausmaß und Frequenz der Preisschwankungen. So schwankten die Preise für Weizen-Futures in Chicago bis 2004 in der Regel nur um bis zu 30 Prozent übers Jahr – seit dem Einstieg der Indexfonds sind Ausschläge von bis zu 70 Prozent gang und gäbe.

Indexfonds missbrauchen Handel mit Rohstoff-Futures als Kapitalanlage

Sie spekulieren auf langfristig steigende Preise und investieren daher nur in Kaufkontrakte („long-only“). Dadurch sorgen sie für eine künstliche, virtuelle Nachfrage, die die tatsächlichen Preise für die Rohstoffe steigen lässt.


Banken haben kein Interesse an Regulierung

Sie profitieren über Gebühren immer und ohne jedes Risiko von der Spekulation mit Nahrung, unabhängig davon, wie sich die Preise entwickeln und ob ihre Kunden mit den Papieren Gewinn oder Verlust machen. Wie lukrativ Rohstoffspekulation ist, zeigt auch die Tatsache, dass Finanzkonzerne wie Morgan Stanley, JP Morgan, Goldman Sachs oder die Deutsche Bank in den physischen Rohstoffhandel eingestiegen sind und Tanker, Pipelines und Lagerhäuser betreiben.

Ölpreis-Spekulation treibt Nahrungsmittelpreise

Auch Wetten auf Öl treiben Nahrungsmittelpreise nach oben. Dass der Ölpreis in hohem Maße durch Spekulation und nicht allein durch Angebot und Nachfrage beeinflusst wird, gilt als unbestritten. Die Ölpreise aber schlagen durch Ausgaben für Treibstoff und Mineraldünger direkt auf die Kosten der Getreideproduktion und -vermarktung durch.

Steigende Preise verursachen Hunger

Wenn Menschen in den ärmsten Ländern 80 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen, können sie bei Preissteigerungen Nahrung nicht mehr bezahlen. Die Weltbank schätzte, dass während der Hochpreisphase 2007/08 an die 100 Millionen Menschen zusätzlich Hunger litten, weil sie die höheren Preise nicht mehr bezahlen konnten. Und 2011 lagen die Preise für die drei wichtigsten Getreidesorten Weizen, Mais und Reis im weltweiten Durchschnitt inflationsbereinigt um 150 Prozent über denen im Jahr 2000.

foodwatch.de/e10/e45260/e45263
Der USA Bären-Thread 449310
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Kicky:

Deutsche Bank weist Vorwürfe zurück

5
18.10.11 18:15
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,792387,00.html

....Auf Nachfrage weist ein Sprecher der Deutschen Bank die Foodwatch-Vorwürfe zurück: "Wir handeln nicht mit physischen Agrarrohstoffen." Das stimmt, allerdings bietet die Bank Indexfonds an, die die Preise der realen Güter nachbilden. Der Banksprecher beharrt darauf, dass diese Preise sich durchaus nach Angebot und Nachfrage richten. Weil die Nachfrage vor allem aus Schwellenländern wachse, stiegen auch die Preise. Die Terminkontrakte an den Rohstoffbörsen hätten dagegen "keinen Einfluss darauf, wie teuer Weizen, Reis und Mais sind".

Das sieht Schumann anders. Wie groß der Anteil der Spekulation an den Rohstoffpreisen allerdings konkret ist, kann aber auch er nicht beziffern. "Studien von deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern nennen aber Werte von 15 bis 50 Prozent." Auf Kosten der Ärmsten, die über 80 Prozent ihres Lebensunterhalts für Nahrungsmittel ausgeben, würden Anleger Profite machen. 2011 lagen die Preise für Weizen, Mais und Reis im weltweiten Durchschnitt um 150 Prozent über jenen im Jahr 2000.

Auf Basis des Schumann-Reports hat Foodwatch zwei Forderungen formuliert, die Thilo Bode in einem offenen Brief an Ackermann übermittelt: Die Bankenlobby solle sich effektiver staatlicher Regulierung nicht länger widersetzen, um den schädlichen Einfluss der Agrarspekulation zu verhindern.

Und zweitens: Die Deutsche Bank solle mit gutem Beispiel vorangehen, und "in den Produkten und Fonds auf jeglichen börslichen und außerbörslichen Handel mit Nahrungsmittelrohstoffen verzichten".
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daiphong:

EU will ungedeckte CDS verbieten

7
18.10.11 21:17
www.n-tv.de/wirtschaft/EU-will-durchgreifen-article4557536.html
Antworten
daiphong:

USA wollen Rohstoff-Derivate limitieren

5
18.10.11 21:27
www.handelsblatt.com/finanzen/...on-einschraenken/5217734.html
Antworten
daiphong:

Goldman 0,4 Mrd im Minus -Blankfein

7
18.10.11 21:44
hat den Eigenhandel fast vollständig aufgegeben - wg. Volcker-Rule, sie treten bald in Kraft.

Den Banken gehen wohl einfach die Geschäfte aus.
Es gibt zu viele zu große Banken, die alle mehr gegeneinander als gegen sonstwen spekulieren. Das kostet Boni und Infrastruktur, Zocken und Shorten, das können inzwischen alle, und Kredite machen keinen Spaß mehr. Viele werden wohl als Zombiebanken, Bad Banks, Verstaatlichte Banken passiv geschaltet und warten darauf, dass Zeit und Inflation ihre Schätze wenigstens nominal wieder auf Null bringen.
Antworten
Eidgenosse:

Es hat allgemein zuviel Banken

7
18.10.11 21:51
Die Branche konnte es sich gutgehen lassen als sich die Massen noch verschulden konnten. Die weitere ungehemmte Verschuldung ist aber nicht mehr realistisch. Die Bankenwirtschaft muss zurückkrebsen. Die Bänker werden arbeitslos und müssen aus Reisfeld oder zur Post.

Oder man könnte die Banken, die dort stehen wo früher Kneipen waren, wieder zurückbauen. Sone Schalterhalle gäbe ne ganz passable Bar ab...
Antworten
daiphong:

Ex-Banker könnten dort Pferdewetten anbieten,

9
18.10.11 22:08
oder Finanz-Jonglier-Kurse, einige könnten auch Hochseilakrobatik darbieten, und im Hinterzimmer
irgendeine Sekte gründen so mit Wiederauferstehung und allem Drüm und Dran.
Antworten
Anti Lemming:

Bei Pferdewetten wird das Pferd

12
18.10.11 22:11
nicht schneller, wenn man darauf setzt. Bei Rohstoffen/Lebensmitteln funktioniert das schon. Der Hebel wird zur Reitpeitsche.
Antworten
daiphong:

Banker hätten einfach dem Rat Willy Brands

6
18.10.11 22:21
folgen sollen, die Kuh nicht zu schlachten, die man melkt.

Was nützen dem Bankensytem künstliche Gewinne bei Rohstoffen und Auslandsanlagen, wenn man dadurch bei den Krediten geschwächter Konsumenten doppelt verliert?
Antworten
Kicky:

Buiter :EFSF mit 400 Mrd ist mit Erbsen schiessen

5
18.10.11 23:00
Willem Buiter -ein Eu-Befürworter-ist der Meinung ,dass die geplante Versicherung des EFSFbetrages allenfalls 2 Jahre reicht aber bei weitem nicht reichen wird,wenn Spanien,Italien,Belgien auch noch Hilfe brauchen.Man gehe von einer Wertminderung der Anleihen von ca 20% aus,das sei unrealistisch,man müsse mit 50-60% rechnen,d.h. man bräuchte dann die unvorstellbare Summe von  €2371.6 Milliarden bis 2014

hier die Tabelle:
http://www.zerohedge.com/sites/default/files/...011/09/Step%20Out.jpg
dann nennt er die Länder die ohnehin aus der Beteiligung aussteigen wie Irland und Portugal und dann die, die faktisch durch Aufkäufe der EZB gestützt werden wie Spanien und Italien
dann nennt er die bereits getätigten Zusagen an Griechenland und Irland ,die den EFSF bereits auf €346.9Milliarden reduzieren...
und käme das Downgrade von Frankreich dazu hätte der EFSF zum Schluss mal gerade noch 111 oder 74 Milliarden

Ein Versicherungsfond,der mit solch einer Summe arbeitet ist ein Witz

Dies ist die Verschuldung der europäischen Staaten:
http://www.zerohedge.com/sites/default/files/...11/09/Euro%20Debt.jpg

Italy and Spain together have just under €2.5 trillion worth of general government debt outstanding. Tradable Spanish and Italian sovereign debt alone amounts to €2.1 trillion. Adding Greece, Ireland and Portugal raises general government debt to €3.1 trillion and tradable government debt to €2.6 trillion. Adding Belgium would raise these totals to €3.5 trillion and €2.9 trillion. In the perhaps unlikely case that France would need sovereign debt insurance, targeting the stocks rather than the flows would require taking care of €5.1 trillion of gross sovereign debt or €4.3 trillion of tradable government debt.

These numbers are beyond the size of even the most optimistic estimates of the most audacious of rescue umbrellas. Fortunately, to avert a funding disaster for the vulnerable sovereigns, only the flows of new funding need to be insured. As Figure 3 makes clear, these flows, while large, are more manageable than the stocks.

http://www.zerohedge.com/sites/default/files/...09/Europe%20Flows.jpg
..............  

once the market (forget the polticiians: they would want nothing more than for nobody to see this analysis) is made comfortable with this actual math, it will realize that the EFSF as an Allianz rescue facility, pardon, insurance fund, is Dead on Arrival. After all, and logically, if this formulation was the best and safest one, it would have been proposed months, if not years earlier, not been used as the last ditch Deus Ex Machina, with just 5 days until the European Summit.

http://www.zerohedge.com/news/...iter-conclude-it-not-bazooka-pea-sho
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permanent:

Bundesregierung halbiert Wachstumsprognose

9
19.10.11 07:14

Bundesregierung halbiert Wachstumsprognose

Eine sich eintrübende Weltkonjunktur und die anhaltenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten alarmieren die Bundesregierung – mit drastischen Folgen für die Wachstumsprognose.

BerlinDie Bundesregierung wird ihre Konjunkturprognose für 2012 deutlich senken. Sie rechne statt mit 1,8 Prozent nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Regierungskreise. Die genaue Zahl wird am Donnerstag veröffentlicht. Grund für die Revision seien die sich eintrübende Weltkonjunktur und die anhaltenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten, die zunehmend auch die Stimmung in der Realwirtschaft belasten.

 

Vergangene Woche hatten bereits die führenden Forschungsinstitute ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum deutlich nach unten revidiert. Sie erwarten für das kommende Jahr nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr. Im Frühjahr hatten die Forschungsinstitute für 2012 noch ein Wachstum von 2,0 Prozent vorhergesagt.

Die schlechten Konjunkturerwartungen spiegeln sich auch im ZEW-Barometer, das im Oktober unerwartet deutlich um 5,0 auf minus 48,3 Punkte absackte und damit den achten Monat in Folge fiel. „Ein noch niedrigerer Wert wurde zuletzt im November 2008 verzeichnet“, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 300 Anlegern und Analysten am Dienstag mit.

Damals hatte die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers eine globale Rezession ausgelöst.

Die Börsenexperten sorgen sich dem ZEW zufolge darum, „dass die schwelende Staatsschuldenkrise deutsche Unternehmen und Konsumenten dazu veranlassen könnte, Investitionen und Konsumausgaben aufzuschieben“. Auch die aktuelle Lage wurde deshalb schlechter bewertet.

 


Zum Artikel

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permanent:

Wird die EuroRettung zum Fass ohne Boden?

13
19.10.11 07:59

Wird die Euro-Rettung zu einem Fass ohne Boden? Paris und Berlin wollen angeblich die Mittel für den Rettungsfonds EFSF durch einen Hebeltrick deutlich aufstocken. Die Union dementiert, die FDP signalisiert Zustimmung. Mehr…

#993300">Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen. Politiker verteufeln Banken und ihre Derivate aufgrund des Spiels mit dem großen Hebel und versuchen dann aus lauter Verzweifelung den Euro mit der gleichen Medizin zu retten.

#993300">Permanent

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daiphong:

EFSF wird eine Staatsanleihen-Versicherung

4
19.10.11 08:15
für Neuemissionen, wie die Allianz-Leute das mal vorschlugen.
www.n-tv.de/politik/...ris-setzen-Hebel-an-article4558551.html

permanent, wieso soll das hier grundsätzlich schlecht sein, wenn es denn beim Kurs des Herunterfahrens der Neuverschuldung bleibt, und nicht zur Ausdehnung von Neuverschuldung führt?
Mit der Banken-Hebel-Expansionsstrategier hat das dann nichts zu tun. Sobald die Staatsschuld in Europa stabilisiert ist (Griechenland mal außen vor), sind auch Banken stabiler, und der Euro. Dann könnte man sich mit in einem stabileren Rahmen in den Nationen politisch jeweils um all das kümmern, was zu tun ist, und das ist nicht wenig.
Antworten
relaxed:

#89197 ... das klappt jedoch nur,

4
19.10.11 08:25
wenn die Versicherungssumme ausreicht, um Banken und Versicherungen im Versicherungsfall nicht in Not zu bingen. Denn wenn Banken und Versicherungen trotz Staatsanleihen-Versicherung danach gerettet werden müssen, dann hat man das "Rettungsvolumen" aufgeblasen.
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
Antworten
Malko07:

Wichtig ist mMn, dass

6
19.10.11 09:20
es im Zusammenhang mit dem Ausbau des Rettungsfonds auch zur Änderung der Verträgen kommt. Erst wenn den Vertragsänderungen zugestimmt wurde, darf der Ausbau wirksam werden. Es muss eben schon eingegriffen werden können, bevor das Kind im Brunnen liegt. Diesbezüglich waren bis heute Deutschland und Frankreich die größten Bremser. Die kleineren EU-Staaten verlangen das schon lange.

In Deutschland ist die Gesamtverschuldung nicht glorreich und in Frankreich sieht es zusätzlich bei der Neuverschuldung schlecht aus. Käme es zu den entsprechenden EU-Kontrollen, wäre es auch mit den üblichen Wahlgeschenken in diesen beiden Ländern schnell vorbei.

Spielt die Gesamt-EU nicht mit, muss die Eurozone eben eigene Wege gehen, auch bei der Bankenregulierung. Sie ist stark genug um darüber mittelfristig auch anderen Staaten in Europa den Weg zu "zeigen". Die Bankenregulierung muss Zähne zeigen und über die Grenzen hinaus wirken. Eine Bank, welche diesen Vorgaben nicht folgt, auch als "ausländische" Bank, verliert eben ihre Banklizenz in der Eurozone. Gibt es Gegenreaktionen in den angelsächsischen Ländern, ist es eben mit den globalisierten Casino-Finanzmärkten  schneller vorbei als mancher es sich heute vorstellen kann.

Diesmal wird man mMn noch nicht so weit gehen. Aber nur Geduld. Die Zeit ist nicht mehr fern und wird von der Finanzmafia noch beschleunigt. Sie ist, wie man bei anderen Handlungen sieht, etwas weltfremd und geistig zurück geblieben. Sie kann weder mit den von ihr geschaffenen Finanzprodukten noch mit dem Glücksspiel umgehen (AIG, DB in Las Vegas, ....)
Antworten
permanent:

Presseschau

7
19.10.11 09:26

Moody's Zweifel an der französischen Top-Bonität sind nach Einschätzung internationaler Medien berechtigt. Jetzt sei nicht nur die Wiederwahl Sarkozys gefährdet. Die gesamte Kalkulation der Euro-Hilfen stehe infrage.

KölnDie französische Regierung muss nach Einschätzung der Rating-Agentur Moody's mit Reformen die Kreditwürdigkeit des Landes sichern. Sonst stehe die Top-Bonitätsnote „Aaa“ auf dem Spiel. Nun sei die Krise auch im Herzen der Eurozone angekommen, kommentiert die Börsen-Zeitung. „Eine Implosion der europäischen Währung mit unabsehbaren Folgen ist damit zumindest in den Bereich des Möglichen gerückt.“

Die Schuld ist nach Einschätzung des Blattes eindeutig dem als Reformer angetretenen, aber auf der ganzen Linie gescheiterten Präsidenten Nicolas Sarkozy zuzuschreiben. Dass Sarkozy ausgerechnet im Wahlkampf jetzt zu Reformen umschwenkt – erforderlich seien Einschränkungen in der Sozialversicherung, Einsparungen bei den Ausgaben und der Umbau des Arbeitsmarktes – sei unwahrscheinlich. Sollte Sarkozy aber weitermachen wie bisher, drohe nicht nur das Ende seiner Karriere, sondern auch das der Eurozone.

 

Würde das Toprating für französische Staatsanleihen fallen, wäre der Rettungsschirm EFSF „ziemlich durchlöchert“, schreibt die Financial Times Deutschland. Denn gerade die Spitzenbonität Frankreichs und Deutschlands garantiere den angeschlagenen Euro-Staaten breiten Schutz. Das Dilemma Frankreichs und somit der gesamten Eurozone erkennt das Blatt in einem Kreislauf: Eine Zwangskapitalisierung der Banken würde zu einer höheren Staatsverschuldung führen, was wiederum den Verlust von Frankreichs Triple A und schließlich die weitere Schwächung der Rettungsbemühungen für Griechenland und andere notleidende Euro-Staaten nach sich ziehen könnte.

Sollte Moody's Paris das Spitzenrating entziehen, wären die Folgen fatal für Europa, meint die Welt: „Die gesamte Kalkulation der Euro-Hilfen wäre hinfällig. Die ohnehin instabile Währungsunion käme vermutlich ins Rutschen.“ Vor diesem Hintergrund könne Sarkozy Sparmaßnahmen nicht umschiffen, trotz Wahlkampf. „Hat er diese Größe nicht, droht dem Euro das Ende.“

 

Die britische Financial Times sieht besonders auf der Achse Berlin-Paris neue Spannungen. Gerade in der Schuldenkrise habe sich das französische gaullistische System, das den Präsidenten zum mächtigsten Staatsführer aller westlichen Demokratien macht, bewährt. Während die deutsche Regierung für Unsicherheit auf den Märkten und in der Politik gesorgt habe, sei es Sarkozy gelungen, einer stabilen Politik zu folgen, die öffentliche Debatte über die Schuldenkrise zu dämpfen und Vertrauen zu säen.

Inzwischen tendiere Berlin dazu, mehr Macht auf die europäische Ebene zu verlagern, während Paris den Euro-Föderalismus weiterhin ablehne. Doch der nächste Präsident werde keine Wahl haben, als das Erbe der Fünften Republik aufzugeben, schließt die Financial Times.

 

Das Wall Street Journal widmet sich der Enttäuschung der Analysten mit Blick auf Apple. Zwar sei das Unternehmen im zurückliegenden Jahr bis Juni 2011 schneller als alle anderen Firmen aus dem S&P 500 gewachsen, doch der Absatz der iPhones sei im abgelaufenen Quartal niedriger ausgefallen, als von Analysten erwartet. Das Apple-Papier habe gleich sieben Prozent an Wert verloren, aber es sei zu früh für Panik unter den Aktionären.

Auch ohne Steve Jobs an der Spitze habe die Firma Rückenwind, gerade im Mobilfunkmarkt, auf dem im kommenden Jahr nach Analysten-Schätzungen 625 Millionen Geräte verkauft werden könnten. Die hohen Absätze bei Apples neuem iPhone 4S – vier Millionen an den ersten drei Tagen, verglichen mit zwei Millionen seinerzeit beim Start des iPhone 4 – zeigten, dass sich Apple schnell zurückmelden werde.

 

Die New York Times analysiert den Quartalsverlust von Goldman Sachs – den ersten seit Anbruch der Finanzkrise und erst den zweiten seit dem Börsengang in 1999. Während die Demonstranten ein paar Blocks entfernt die Gier und „too big to fail“-Banken an den Pranger stellten, müssten sich die Institute mit der schlechten Lage auseinandersetzen. Da die Banken gezwungen würden, ihre hochprofitablen Geschäfte wie den Eigenhandel aufzugeben und mehr Kapital vorzuhalten, sei die Zeit der überladenen Gewinne vorbei.

Zwar habe sich die Wall Street in wesentlichen Punkten nicht verändert – etwa bei der Vergütung der Chefs und beim Einfluss der Lobbyisten in Washington. Gleichwohl sei die Geldindustrie insgesamt einem Wandel ausgesetzt, der seit der Großen Depression einmalig sei. Zitat von Roger Freeman, Analyst bei Barclays Capital: „Zumindest im Moment ist dies kein Wachstumsgeschäft mehr.“

 

Die russische Zeitung Vedomosti glaubt, dass Russland diesmal besser für eine Krise gewappnet sei, als es bei der ersten Krisenwelle vor drei Jahren gewesen sei. Damals habe die Regierung einen Teil ihrer Reserven zur Stützung der Aktienkurse und des Rubels verwendet. Diese Anstrengungen hätten freilich nicht zur Verbesserung der Situation auf den Märkten geführt. Diesmal habe die Regierung dazu gelernt. Der Rubelkurs sei heute deutlich flexibler. Auch der Anteil der kurzfristigen Finanzierungen bei den Unternehmen sei von etwa 80 auf 20 Prozent gesunken. Die Haushaltslage sei stabil.

Russland gehöre zu den wenigen Ländern, deren Währungsreserven die Auslandsschulden überstiegen. Außerdem versuche die Regierung, die Abhängigkeit eines ausgeglichenen Budgets vom Ölpreis zu mindern, insbesondere durch Steuererhöhungen und höhere Beiträge zur Rentenkasse. Damit dürfte der Ölpreis, der für einen ausgeglichenen Haushalt notwendig sei, von derzeit 92 Dollar auf 75 bis 80 Dollar pro Barrel im kommenden Jahr sinken, prognostiziert das Blatt.

 

Die Business Times aus Singapur hofft, dass sich die Proteste gegen die Exzesse des Finanzsektors auch auf lokale Ebenen ausweiten. Wen ein Gefühl der Empörung gegen die Ungleichheit, die in der Wirtschaft herrsche, überkomme, der solle dies konkret auf den Jahreshauptversammlungen der Unternehmen äußern und vor allem knallhart nachfragen – zum Beispiel nach den Gehältern von Geschäftsführung und Vorstand und den höchsten und niedrigsten Einkommen im Unternehmen.

Die Vergütung der Führungsetage bleibe selbst dann hoch, wenn es den Unternehmen nicht gut gehe. Dabei müssten gerade dann auch Managergehälter überprüft werden. Leider habe sich generell die Meinung durchgesetzt, die Bezahlung des Top-Managements müsse per se hoch ausfallen – selbst die Aktionäre seien darauf „geeicht“.

 

Die Welt macht sich Gedanken darüber, was passieren würde, wenn die Börse an der Wall Street kurzerhand geschlossen würde. Eine Phase der Anarchie - „des echten und nicht nur eingebildeten Raubtierkapitalismus“ - drohte, würde aber rasch von neuen Regeln abgelöst. Möglicherweise könnte „uns“ das Gefeilsche dennoch irgendwann auf die Nerven gehen, dass an die Stelle des freien Handels ein Rat der Weisen träte, bestehend aus Helmut Schmidt, Peter Scholl-Latour, Hans-Olaf Henkel und Gertrud Höhler, der von Stunde zu Stunde sämtliche Preise festlege. „Das würde bestimmt ganz prima funktionieren. Nähere Auskünfte über jene Wirtschaftsform werden vom ZK der Kommunistischen Partei in Nordkorea erteilt.“

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