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"Bisher teilen sich in Deutschland die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin die Bankenkontrolle"
Das ist ja vermutlich auch der Grund für das von Malko in Schlafen wir? angeprangerte schwache Bild in Deutschland.
Und wie man am Rande sieht, möchte auch der gute Joe nicht etwa durch übertriebene Bescheidenheit (#87440) seine Sektor-Interessen vernachlässigen... Als gut gebildeter Deutschsprachler folgt er halt Schiller "Der gute Mann denkt an sich(,) selbst zuletzt"... 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungewohnt deutlich hat die Deutsche Bundesbank den Vorstoß des Internationalen Währungsfonds (IWF) für eine Zwangskapitalisierung europäischer Kreditinstitute angeprangert. Angesichts der aktuellen Risiken und der Fülle und Komplexität der Regulierungsvorhaben stünden Kreditinstitute in den nächsten Jahren ohnehin vor großen Herausforderungen, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Montag bei der 'Handelsblatt'- Tagung 'Banken im Umbruch' in Frankfurt.
'Die seit einigen Tagen kursierenden IWF-Schätzungen zu einem möglicherweise sehr hohen weiteren Abschreibungsbedarf europäischer Banken empfinde ich insofern als äußerst unglücklich', sagte Dombret. 'Solche Simulationen, auch wenn sie erst im Entwurfsstadium sind, schaden meines Erachtens mehr, als sie nützen.' IWF-Chefin Christine Lagarde hatte gefordert, die europäischen Staaten sollten ihre Banken mit frischem Kapital unterstützen. Notfalls müssten öffentliche Geldmittel eingesetzt werden. Nach IWF-Schätzungen könnten den Kreditinstituten wegen der Euroschuldenkrise bis zu 200 Milliarden Euro an Kapital fehlen, hatte es in Medienberichten geheißen.
Auf der Tagung hatte auch Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann den Vorstoß kritisiert. Die Vorschläge seien wenig hilfreich - 'und im Übrigen in der Sache nicht gerechtfertigt', sagte der Manager. Es sei eine Binsenweisheit, 'dass es zahlreiche europäische Banken nicht verkraften würden, müssten sie im Bankbuch gehaltenen Staatsanleihen auf Marktwerte abschreiben', sagte er. Aus diesem Grund seien Hilfspakte für Euro-Schuldenstaaten vereinbart worden. Es würde die Glaubwürdigkeit dieser Maßnahmen unterminieren, 'würde die Politik nun durch eine Zwangskapitalisierung selbst das Signal senden, dass sie an den Erfolg der Maßnahmen nicht glaubt'. Zudem würden die Schulden der betroffenen Länder weiter steigen.
Dombret sprach sich dafür aus, die Überwachung des deutschen Finanzsystems bei der Bundesbank auszubauen. 'Dieses Mandat sollte nach meiner Ansicht als eigenständige Aufgabe der Bundesbank gesetzlich verankert werden', sagte Dombret, der im Vorstand der Notenbank unter anderem den Bereich Finanzstabilität verantwortet. Es entspreche der Entwicklung in anderen Ländern, in denen die Notenbank die zentrale Aufsichtsrolle spiele, wie zum Beispiel in Großbritannien und der EU insgesamt. Bisher teilen sich in Deutschland die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin die Bankenkontrolle./hqs/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
Sie sind Ökonom, Ihr Bruder Psychoanalytiker. Legen wir für einmal die Wirtschaft auf die Couch. Was ist die Diagnose?
Es wird wahnsinnig viel verdrängt. Man glaubt, alles gehe so weiter wie bisher. Dabei stehen mit der EU, den USA und Japan die Nummern 1, 2 und 4 der Weltwirtschaft vor Problemen, die zu einem massiven Umbau ihrer Gesellschaft führen werden. Es geht längst nicht mehr darum, ob diese Länder ein halbes Prozent mehr oder weniger Wachstum haben.
Geben Sie uns einen Einblick in das Unbewusste.
Niemand weiss, wie die Sozialversicherungen und Krankensysteme in Zukunft finanziert werden können. Die USA und einige EU-Staaten sind faktisch zahlungsunfähig. Viele Vermögen werden sich in Luft auflösen. Reicht das fürs Erste?
Was sind die Folgen?
Wenn Staatsschulden nicht mehr bedient werden können, wird auf Gläubigerseite Vermögen vernichtet. Zudem stehen die grossen Banken vor Herausforderungen, die nochmals zu einem grossen Umbau führen werden. Die UBS (UBSN 10.41 -5.71%) etwa hat heute rund 24'000 Beschäftigte in der Schweiz. Durchaus möglich, dass sich diese Zahl drastisch weiter reduzieren wird. Ich bin überzeugt: Diese Krise wird zu einem grundsätzlichen Umdenken führen.
weiter hier: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/...n/story/26665418
... gegen Zwangskapitalisierungen aus TARP gewehrt, und hatten dann hinterher trotzdem nur mit Junkbilanz-Regeln überleben können.
Verbrecher-Bande...
Und das meine ich eher ernst als sarkastisch...
Die Prechter-Jünger nennen diesen Grosskontext "Socionomics", und da ist mehr dran als nicht dran...
Eine interessante Sachverhalts-Aufklärung von einem (eher) Eurobond-Freund. Die spannende Frage ist...
"Denkfaulheit ist die wohlwollende Interpretation, Stimmungsmache die wahrscheinliche"
... welche interessierten Seiten da wohl an welchen Öffentlichkeitsmanipulations-Strippen gezogen haben.
Ich muss sagen, dass ich überrascht bin, denn in meiner zugegeben sehr spekulativen Interpretation haben sich hier möglicherweise (zumindest halb-) offizielle Stellen, vielleicht sogar in Absprache mit der deutschen S&P, um einen Deichbau gegen die anbrandenden Pro-Eurobond-Wellen bemüht.
Fänd' ich nicht schlecht.
Die Eurobonds kommen sicher irgendwann, müssen es auch, aber damit sie nicht allzu viel Unheil anrichten können, dürfen sie das erst am langen Ende, wenn die Mechanismen gegen unkontrollierten Transfer bereits stehen. Und damit reden wir wohl wirklich über ein ziemlich langes Ende...
..., der sollte sich ernsthaft die Mühe machen, die ECRI-Leute und insbesondere deren Vorturner Achuthan auf einen Google-Alert zu setzen und sich die tournusmässigen Interviews sorgfältig anzuhören.
Ich weiss, dass ECRI hier im BT einen eher mässigen Ruf hat, aber ich beschäftige mich mit denen seit 2 Jahren und habe die Erfahrung gemacht, dass der gute Achuthan fast immer Recht hatte. Wenn er in dieser Zeit mit seinen Äusserungen kein Futter für meine bärischen Zwangsneurosen geben wollte, dann habe ich ihn immer einfach ignoriert. Und es war immer ein Fehler...
Wenn er bärisch wurde (was er immer nur dezent tut (was wiederum seine Qualifikation unterstreicht)), dann hatte er ebenso Recht. Ich habe mir mal ein 5 Wochen altes Interview mit ihm angeguckt, und es ist schon interessant (und beachtlich), seine Äusserungen mit der Realität zu korrelieren. Der Artikel aus Naked Capitalism, in dem das Video embedded ist, gibt auch Hinweise zu seiner Vorhersagequalität im letzten Jahr.
Während Achuthan vor 5 Wochen noch einen "Double Dip Scare" prognostizierte (und genau der ist ja für die Börse relevant), ist er mittlerweile der Rezessionsvermutung einen Tick näher gerückt. Man sieht das deutlich im Vergleich mit einem aktuellen Interview: Job Market to Remain Weak
Das Problem ist, dass man bei Achuthan schon ziemlich genau zuhören muss, und dieser Mühe will sich natürlich kaum jemand unterziehen. Er denkt und formuliert nicht in so einfachen Kategorien wie der auf-die-Kacke-Hauer Marc Faber.
Aber dafür hat man auch mehr davon.
Es sieht so aus, als ob wir in den nächsten Monaten noch einigen Spass kriegen (wir Shorties :-)
zu 23,22 gekauft.
Auch wenn die Gewinnschätzungen nochmals nach unten angepasst werden sollte die Dividendenrendite deutlich über Bundesanleihen bleiben.
Man kann in gewisser Weise von Anlagenotstand sprechen. Ich bin jedoch -so wie einige andere Teilnehmer hier im BT- auf einen gewissen CashFlow aus meinen Kapitalanlagen angewiesen.
Permanent
Keine wesentlich anderen Aussagen, aber zur Klärung von Feinheiten hilfreich. Vor allem wenn man durch die beiden Interviews im vorigen Post vorbereitet ist.
Noch einmal: Der Mann formuliert immer sehr vorsichtig, und hat sich in der Zeit, seit ich ihn beobachte, im Auftreten immer fast als Gegenteil von Leuten wie Marc Faber gezeigt. Oder, um einmal eine positivere Referenz anzuführen, auch als deutlich zurückhaltender als Bill Gross.
Mit diesem Vergleichmassstab muss ich heute sagen: Mein Gott, ist der Mann gloomig geworden... 
RWE hat sicher einen gewissen Kapitalbedarf, für den Rückbau der AKW´s ist jedoch in der Bilanz eine Rückstellung gebildet. Dies war eine gesetzliche Vorgabe.
Grundsätzlich ist schon viel negatives im Kurs enthalten wobei ein Risiko immer besteht. Ich bin nur mit einem überschaubaren Betrag eingestiegen. Da ich jedoch einen gewissen Anlagebedarf muss ich mir Gedanken über Geanken über verschiedene Alternativen machen. Mein Vermögen steckt zum überwiegenden Teil in Ackerland, hier gibt es auch nur einen begrenzten CashFlow. Der Vermögenszuwachs ist in den letzten Jahren enorm gewesen. Hier sehe ich mich auch weiterhin gut aufgehoben. Vermögenszuwachs alleine zahlt jedoch keine Rechnungen.
Dies war eine gesetzliche Vorgabe.
Permanent
hat soeben die 50%-Marke durchstoßen.
"Vor ein paar Jahren (wahrscheinlich in 2006 oder 2007) habe ich mal eine sehr interessante Analyse gelesen, die an Hand verblüffender Beispiele aufzeigte, dass die elektronische Nasdaq nach Fibo-Algorithmen (sowohl Fibo-Retracements/-Expansions als auch Fibo-Zahlen) programmiert sein könnte. Der Autor hat dazu angemerkt: "Die Nasdaq-Programmierer scheinen große Fibonacci-Fans zu sein.""
Die Algo-Programmierer müssen ja versuchen, in einem zum Teil immer noch aus realen Menschen bestehenden Umfeld per Automatik Geld zu verdienen. Und dabei ist es halt relevant, dass ein Teil dieser real existierenden Menschen entweder Erwartungen an ein bestimmtes Börsenverhalten bei solchen Marken hat, oder glaubt, dass andere Teilnehmer an ein bestimmtes Börsenverhalten bei solchen Marken glauben...
"Reflexivität" nennt ein Soros solche Arten von Kontext.
Hat aber mit den ECRIs erstmal nix zu tun.
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