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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Infineon AG

Strategie Hebel
Steigender Infineon AG-Kurs 4,58
Fallender Infineon AG-Kurs
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geldsackfrank.:

E 10 Abstimmung an der Zapfsäule

4
05.05.11 13:50
E10: Die Abstimmung an der Zapfsäule
von Daniel Kühn
Freitag 11.03.2011, 12:23 Uhr

Wenn es schon praktisch keinerlei plebiszitären Elemente auf Bundesebene gibt, dann demonstrieren die Bürger ihr politisches Engagement eben an der Supermarktkasse und an der Zapfsäule. Das E10-Desaster zeigt mal wieder eindrucksvoll, dass die Menschen keine Lust mehr haben, für dumm verkauft zu werden. Es reiht sich ein in eine Kette von peinlichen Fehlentscheidungen in Brüssel, die bei uns dann noch mal eine Stufe verschlimmert umgesetzt werden. Stichworte z.B. Antidiskriminierungsgesetz und Glühbirnenverbot.

Das Debakel um E10 ist nur auf den ersten Blick im wesentlichen eine Kommunikationspanne. Selbstverständlich ist es wichtig, dass die Motoren einwandfrei laufen, es keine Langzeitschäden gibt und auch alle Kunden richtig informiert werden. Das ist aber sicherlich nicht so dramatisch - in Südamerika fahren die Autos schließlich schon Jahrzehnte mit bis zu 100% Ethanol.


Das eigentlich Skandalöse ist der Vorwand, unter dem Ethanol zwangsweise dem Benzin beigemischt wird (das gilt ebenso für den bereits geltenden bis zu 5%igen Anteil im Super Plus wie für das neue E10 mit bis zu 10% Ethanol). Es sei angeblich klimaschonend! Selten so herzhaft gelacht. Selbst wenn man die Ursächlichkeit von CO2-Anteil in der Atmosphäre und Temperaturanstieg grundsätzlich akzeptiert, muss man gegen E10 sein - denn kritische Studien, die nicht von der Agrarlobby finanziert sind, kommen zu dem Schluss, dass die CO2-Bilanz von Biosprit extrem mager wenn nicht sogar negativ ist. Sprich: Null Beimischung wäre aus diesem Blickwinkel sogar besser. Nicht umsonst distanziert sich die wirklich ökologische Bewegung denn auch deutlich, sogar CO2-Papst und Friedensnobelpreisträger Al Gore, der den ganzen CO2-Hype wesentlich in der Öffentlichkeit befeuert hat, will von Ethanol nichts mehr wissen.

Noch dramatischer ist aber die Tatsache, dass der Staat die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Treibstoff finanziell fördert. Das muss man unter dem Aspekt sehen, dass die Konkurrenzsituation zwischen Nahrung und "Ökosprit" eine Realität ist, die man auch mit gefälschten Studien nicht widerlegen kann. Letztlich braucht man dazu für eine qualitative Aussage gar keine Untersuchung, weil jeder Mensch mit dem ihm eigenen gesunden Menschenverstand ergründen kann, dass dies gar nicht anders sein kann. Quantitative Untersuchungen kommen zu unterschiedlich ausgeprägten Einflüssen des "Agrarsprits"; es sind sich aber praktisch alle einig - bis auf die sehr überraschenden Ausnahmen derjenigen, die davon profitieren - dass es einen signifikanten Einfluss des weltweiten Trends zu Biosprit auf die Nahrungsmittelpreise gibt. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Acker-Flächen nun mal limitiert sind und die Weltbevölkerung auf Jahrzehnte hin weiter wächst, braucht man nicht lange nachdenken um darauf zu kommen, was davon zu halten ist.

Der Gipfel der Frechheit ist aber, dass die Politik den "Spekulanten", die heute Sündenböcke für praktisch jedes Problem auf dem Planeten sind, die Schuld an explodierenden Nahrungsmittelpreisen gibt - während sie zeitgleich die Verarbeitung zu Treibstoff fördert!! Wie sagt man im jiddischen: Chuzpe!

Der einzig richtige Weg wäre, die Förderung für den Biosprit der aktuellen Generation radikal zu beenden. Dass die Bürger gezwungen werden mitzumachen und gar keine Alternative mehr völlig ohne Ethanol tanken können muss man schon fast als Nötigung bezeichnen.

Aussichtsreich sind dagegen Biokraftstoffe der nächsten Generation - sie nutzen z.B. konsequent alle nicht zu Nahrung und Futter verarbeitbaren Abfälle und Beiprodukte der Agrarwirtschaft. Dagegen kann nun wirklich niemand etwas haben. Das "Benzinproblem" lösen können wir damit zwar auch nicht, brauchen wir aber auch nicht. Selbst wenn das Öl wirklich nur noch 40 bis 50 Jahre hält, bis dahin sind schon so viele neue Möglichkeiten der Energieerzeugung erforscht, dass man über Energieknappheit nur noch lächeln wird. Und wer glaubt ernsthaft, dass Autos in 50 Jahren noch mit Benzin fahren?


www.godmode-trader.de
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wawidu:

Russell 2000 (1)

2
05.05.11 13:50
ein kleiner "Denkanstoß" resp. eine Anregung zu weiterer Beobachtung:
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400508
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wawidu:

Russell 2000 (2)

 
05.05.11 13:54
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400509
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Anti Lemming:

Goldmans Trendwende-Ankündigungen in # 444

10
05.05.11 13:54
bei EUR/USD sind durchaus ernst zu nehmen. Im Sommer 2010 sagten die Goldmänner beim Stand von EUR/USD 1,19 korrekt das Tief bzw. die Wende nach oben an. Das ist freichlich kein Kunststück, wenn man gleichzeitig zu den massivsten Kurstreibern in allen Assets inkl. Währungen zählt.

Wenn die Goldmänner/nasen jetzt (in # 444) das Ende der EUR/USD-Rallye "ansagt", darf man davon ausgehen, dass sie den EUR/USD-Long-Trip ausgelutscht haben und nun in Gegenrichtung Kohle scheffeln wollen. Dazu würde passen, wenn Goldman demnächst das Rating für Spanien senkt bzw. das altbekannte Euro-Bashing wieder aufnimmt.

Es ist eklig, aber unvermeidlich, dass Prognose-Größen, die zugleich als größte Player in Commodities und im Dollar-Carrytrade "unterwegs" sind, mit ihren Ankündigungen, denen ja auch Tagen folgen (Zitat unten), ihre Vorhersagen zu sich-selbst-erfüllenden Prophezeihungen machen. Wer die Macht hat, hat das Geld und lenkt mit dem Geld die Charts in die eigene Vorzugsrichtung. Fundamentals spielen nur als "Dekoration" und oft propagandistisch (Sprüche wie "Öl steigt weiter, WEIL die Chinanachfrage explodiert") eine Rolle.

Würden die Dollar-Carrytrades nun "auf Geheiß" Goldmans (zumindest temporär bis zum Sommer) rückabgewickelt - die bullische Stimmung in Aktien (etliche "Parabol"-Charts) und die EUR/USD+Gold/Silber/Öl-Longpositionierung der Hedgefonds ist ja bereits am Anschlag, was kontraindikativ wunderbar passt - , ginge dies mit einer (Zwangs-)Auflösung sämtlicher Risk Trades einher. D.h. Öl, Aktien, Rohstoffe, Gold, Silber und all das im Dollar-CT hochgekaufte Gedöns würde kräftig runterkommen. Die massiven Silber- und Gold-Verkäufe von Soros sind ebenfalls ein Indiz, dass die BigBoys auf eine (größere) Korrektur setzen. Mich würde nicht wundern, wenn die Erhöhung der Margin-Hinterlegungen an den Rohstoffbörsen (bei Silber) "in Rücksprache" mit den BigPlayern erfolgt sind.



Dass Goldman short Aktien/Euro bzw. "short Risk Trade" geht, steht im Zerohedge-Zitat auch wortwörtlich: "And our Macro equity team has already moved towards a more defensive direction by recommending closing long XLI/XLP positions and going short the UK consumer basket."

Anmerkung:

XLI ist der "Industrial SPDR" (ETF) - so dass "short XLI" bedeutet, dass Goldman US-Industriewerte (z. B. Caterpillar?) shortet.

XLP ist der "Consumer Staples Select Sect. SPDR" (ETF) - so dass "short XLP" bedeutet, dass Goldman Aktien in Basis-Konsumgütern (z. B. Walmart? oder Coca Cola?) shortet.

Die Kehrtwende der BigPlayer sieht man heute auch gut in den Futures:
(Verkleinert auf 91%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400490
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geldsackfrank.:

E10

5
05.05.11 13:55
Zeitung: E 10 verteuert Nahrungsmittel
von Bernd Lammert
Freitag 01.04.2011, 12:39 Uhr
Berlin (BoerseGo.de) - Der Bio-Kraftstoff E10 lässt in Deutschland nach Angaben von Verbänden und Unternehmen der Lebensmittelbranche die Preise für Nahrungsmittel spürbar steigen.  Dies berichtet die Bild-Zeitung am Freitag. E10 verschärfe den Preisdruck dramatisch, weil viel Futtermittel in die Biogas- und Bioethanolgewinnung verschwindet, sagte der Geschäftsführer des größten deutschen Fleischwarenherstellers Tönnies Fleischwerk, Clemens Tönnies, der Zeitung. Für die Herstellung des Bio-Kraftstoffs E10 werde eine große Menge Getreide benötigt, das in der Landwirtschaft als Nahrungs- und Futtermittel fehle.

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) rechnet mit steigenden Lebensmittelpreisen. "Bei Produkten aus Schweine und Rindfleisch rechnen wir mit Preiserhöhungen zwischen 15 und 20 Prozent", sagte BVE-Vorsitzender Jürgen Abraham dem Blatt.

Die Kritik an dem neuen Sprit kommt aus allen Richtungen. "142 Millionen Tonnen Getreide wurden weltweit im letzten Jahr für Biosprit verbraucht - genug, um 420 Millionen Menschen ein Jahr lang zu ernähren", sagte etwa Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. Mit jeder 50-Liter-Tankfüllung des Biokraftstoffs E10 liefen 15 Kilogramm Getreide in den Tank. Die gleiche Menge Getreide reiche zur Herstellung und rund 18 Kilogramm Brot.
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geldsackfrank.:

E10 größter Flop

 
05.05.11 13:57
Anti Lemming:

Biosprit wird erst dann ehtisch vertretbar

2
05.05.11 13:58
wenn dazu derzeit brachliegende Anbauflächen wie in Sibirien genutzt werden (mit entsprechenden Pflanzen), so dass keine "Futter-Konkurrenz" zwischen Menschen und Autos aufkommen kann.
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Anti Lemming:

Soros verkauft sein Tafelsilber

4
05.05.11 14:03
und die kleinen K.O.-Longis (siehe Silber-Threads bei Ariva) "springen über die Klinge".

www.handelsblatt.com/finanzen/...-soros-verkauft-/4130754.html

Ähnliches dürfte bei anderen Rohstoffen inkl. Öl/Gold folgen (getrieben von GS und Soros als "first mover"), so dass sich auch Pensionsfonds, die irrsinnigerweise Rohstoffe als Anlageklasse "entdeckt" hatten, noch die Augen reiben werden (sofern die nicht eh "rausgehauen" werden im Absturz).
(Verkleinert auf 78%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400515
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Maxgreeen:

#80458 was passiert mit dem Geld?

 
05.05.11 14:05
in Anleihen, Aktien oder Cash halten ?
* Qualitätsposting ohne Zusatz von haarsträubenden Behauptungen
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permanent:

Mein Plan war es heute Euro Short zu gehen

3
05.05.11 14:10

nun habe ich den Zug zunächst verpasst und warte ab.

Permanent

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Anti Lemming:

Öl vor kritischer Marke bei 105,50 Dollar

7
05.05.11 14:14
Ich gehe davon aus, dass die Korrektur in allen Assetklassen inkl. Aktien ("Parallel-Ausverkauf" inkl. Dollar-Carrytrade-Auflösung) so weit laufen wird, bis Öl in der "Vor-Libyen"-Auffangzone um 82 Dollar angelangt ist.

Man kann Öl mMn als "Proxy" verwenden. Die Korrektur ab dem Top dürfte bei knapp -30 % liegen!

Bezogen auf den SP-500 entspricht dies einem Retest der Tiefs vom letzten Sommer um 1000.
(Verkleinert auf 78%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400522
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Think2010:

#80459@Maxgreen

3
05.05.11 14:36
Ich habe gerade meine Glaskugel fallen lassen ;-). Spaß beiseite, ich weiß nicht woran die Jungs so in der nächsten Zukunft glauben. Ich für meine Geschmack fühle mich derzeit Sidline am wohlsten. Ab und zu mal eine Shortposi und auf den letzten Akt des Haussespektakels warten. Es wird dann interessant sein zu beobachten, was die Medien so als Grund aus der Mottenkiste gramen. Es gibt ja einen bunten Blumenstrauß von Möglichkeiten, von Energiepreise, über Schuldenberge, Eurokurs etc..
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ivan73:

#AL 80461

5
05.05.11 14:41

"Bezogen auf den SP-500 entspricht dies einem Retest der Tiefs vom letzten Sommer um 1000."  

Das wäre ein Korrektur um -25 %. Das hat es seit Beginn der Rallye 2009 nicht gegeben. Ohne gravierende Nachricht kann ich mir das nicht vorstellen. Ich gehe von max. 15 % aus,eher von 10 %.

Nur meine Meinung

 

 

 

 

 

Antworten
permanent:

Erstanträge und EZB

2
05.05.11 14:43

Current DateTime: 01:57:16 12 Nov 2008
LinksList Documentid: 20745499

Current DateTime: 05:41:11 05 May 2011
LinksList Documentid: 19746125
Expiration DateTime: 5/5/2011 5:42:05 AM
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Think2010:

Marktsentiment

6
05.05.11 14:45
Übrigens ist auffällig, dass in letzter Zeit der Markt äußerst sensibel auf schlechte Wirtschaftsdaten reagiert (Einzelhandelsumsatz, Auftragseingänge, arbeitslosenzahlen USA). Da scheint sich etwas in der Psyche zu ändern. Vorher war es dem Markt völlig Banane, was an Daten gemeldet wurde. Das Credo war: Die Geldpumpe läuft also Vollgas, was soll schon passieren. Offenbar ist man sich nicht mehr so ganz sicher, ob man damit richtig liegt. Mal sehen, was daraus wird...
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derph:

perma80460. Wärst Du doch

4
05.05.11 14:57

dem Zug noch nachgelaufen! ;-) Es hätte sich rentiert

Der USA Bären-Thread 10448827freeserv.dukascopy.com:8080/ChartServer/...p3=3&c=5145831" style="max-width:560px" />

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Anti Lemming:

Ich fürchte, Think

8
05.05.11 15:02
dass die Rallye nun für's Erste gelaufen ist und dass es Deinen "letzten Akt des Hausse-Spekakels" nicht mehr geben wird. Tatsächlich GAB es ihn (mMN) schon - in Gestalt der "Osama-ist-tot"-Rallye, die das Kapitulationshoch für die Bären markierte (in ähnlicher Weise, wie der letzte Absacker Anfang März 2009 das Kapitulationstief der Bullen markierte).

Bilder von der bin-Laden-Leiche wurden auf Geheiß Obamas nicht veröffentlicht. Die Rallye hat auch so ihren Zweck als Bären-Killer erfüllt. Irgendwann werden Historiker herausfinden, dass nicht die "Navy Seals" auf Bin Laden geschossen haben, sondern nur die Goldman-Kanoniere auf die Futures.

Ungeachtet solcher "Verschwörungstheorien" bleibt der Fakt, dass Goldman jetzt auf "short" umgeschwenkt ist (siehe GS-Zitate in # 454). Zuvor mussten noch die verbliebenen Bären im Osama-Spike getötet werden, damit es beim Drücken der Indizes kein für GS lästiges Short-Covering gibt. Früher machte GS das mit der Nennung absurd hoher Kursziele (z. B. "Öl 200 Dollar" im Sommer 2008), die finale Short-Panik und Geierkäufe auslösten. Die Osama-Nummer ist sicherlich noch eleganter. Ein neues Kapitel im großen Reigen der "Finanzinnovationen".

Kommen wir von Vermutungen zu den Fakten zurück. Und da sehen mMN zurzeit einen markanten Wechsel des "Markt-Charakters" - angeschoben von den BigPlayern um Goldman und Soros. Wegen übertrieben bullischer Positionierung fast aller "Marktteilnehmer" am Hoch (selbst Rosenberg wurde bullisch) gibt es nach dem Rücksetzer jetzt jede Menge "Overhead Resistance": Trapped Longs versuchen, ihre Verluste in technische Erholungen (dead cat bounces) hinein zu reduzieren. Die Vorzugsrichtung des Generaltrends hat daher auf "abwärts" gedreht. Statt Dips zu kaufen, besteht die "angesagte" Strategie jetzt darin, Spikes zu shorten.

Was monate- oder gar jahrelang wie an der Schnur gezogen gestiegen ist, kann plötzlich wie ein Stein fallen - siehe zweites Halbjahr 2008. Ich gehe davon aus, dass sich jetzt Ähnliches (in womöglich milderer Form) wiederholt.

Jim Cramer von Street.com/Realmoney hat gestern übrigens in einem länglichen Artikel begründet, warum die Lage "keinesfalls" mit der aus 2008 vergleichbar sei. Dies lese ich als Bestätigung, weil es kaum einen besseren Kontraindikator als Cramer gibt. Cramer liegt fast immer falsch.

P.S. Nicht nur Silber/Öl/Gold fallen wie Steine, sondern auch EUR/USD - weil (wie hier im Thread erwartet) die Dollar-Carrytrades aufgelöst werden. "Piek Öl" gilt ab sofort nur noch in der Version "Ö-Blase anPIEKen".



CHART: "Der Dollar wird wertvoll"
(Verkleinert auf 89%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400541
Antworten
Think2010:

#80467

6
05.05.11 15:08
In jedem guten Horrorfilm kommt der fast tot geglaubte Schlächter noch mal für einen kurzen Moment zurück ;-)...
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Anti Lemming:

Ivan - in der Stagflations-Phase der 1970er

8
05.05.11 15:14
als die Märkte sich 16 Jahre lang stark volatil seitwärts bewegten (DOW stieß immer wieder an 1000 an), gab es mehrere starke Korrekturen bis über 40 %. Und dies, obwohl die US-Wirtschaft damals im Prinzip noch organisch wuchs.

Wer sagt denn, dass Mr. Market sich aktuell, wo selbst die Staaten straucheln, mit einer läppischen 10 % Korrektur begnügen soll?

Siehe hier: http://www.ariva.de/Der_Doomsday_Baeren_Thread_t245194?page=0#jumppos2

Der damaligen "schönen Rallye" von 1970 bis 1973 (mMn vergleichbar mit der von 2009 bis 2011) folgte ein -45 % Absturz. Dabei gab es damals weder Großbanken- noch Staatspleiten.



DOW JONES von 1966 bis 1982.  Die Phase, die mMn mit der aktuelle "Bärenmarkt-Rallye" von 2009 bis 2011 vergleichbar ist, hab ich im lila Kasten kenntlich gemacht.
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400546
Antworten
schlauerfuchs:

Morgen ist Flash-Crash-Jahrestag

5
05.05.11 15:15
Um auch mal was Sinnvolles beizutragen :-)
Ihr ARIVA.DE Team aus München
Antworten
Anti Lemming:

Schlauerfuchs

 
05.05.11 15:28

Guckst Du hier

Antworten
derph:

AL, an die Auflösung des $-Carrytrades

6
05.05.11 15:39

mag ich noch nicht so recht glauben.

Dazu ist mir der Einflußfaktor "Zinsdifferenz" zu gewichtig: Wenn, wie erwartet, die EZB bis Jahresende den Leitzins auf mindestens 1,75 % erhöht und die FED ihren Zins, wie erwartet, nicht vor 2012 erhöht, dann hätten wir eine Zinsdifferenz von mindestens 150 Ticks. Es wird weiterhin Kapital von USA in starke EU-Staaten (D, F) fließen. Hahner, ein von mir sehr geschätzter Währungsexperte (vorhin auf n-tv), schätzt, daß bis Ende 2011, Anfang 2012 der €/$ durchaus wieder die alten Höchststände von 1,60 erreichen kann.

Der USA Bären-Thread 10449231freeserv.dukascopy.com:8080/ChartServer/...;p3=&c=5153914" style="max-width:560px" />

 

Antworten
Anti Lemming:

Sharks Eröffnungs-Post

 
05.05.11 15:41
Rev Shark Blog
Let Price Action Be Your Guide
By Rev Shark
Street.com Contributor
5/5/2011 8:29 AM EDT


After a sharp intraday reversal on Monday, the market is looking at its third straight negative open. Once again oil and commodities are applying the most pressure. The bottom-fishers were active yesterday trying to catch a turn in oil and precious metals, but they are finding themselves trapped this morning and are adding to the pressure as they attempt to escape.

Although you wouldn't know it from the Dow Jones Industrial Average, we have been undergoing a severe correction this week. A few defensive names are helping to hold up the senior indices, but under the surface we have had extremely poor action in high-beta momentum stocks, small-caps and oil and commodity names. The selling in the stocks that have been leaders for a long time has been very aggressive and we now have a long list of stocks with broken charts.

We've sold off hard enough that we did manage a mild oversold bounce yesterday afternoon, but we cooled off in the final hour and the major indices were all solidly negative. Breadth was better than 2-to-1 negative, but once again, the damage under the surface was much worse than what the indices indicated.

So is this the start of a more severe correction and a possible downtrend, or just some healthy profit-taking after a big run? The major indices are still holding key support levels at the highs of early April, but the average stock has already suffered a severe pullback. Many stocks have already fallen enough that the value buyers are itching to jump in. (Das wage ich zu bezweifeln, A.L.).

As always my approach to the market is to avoid anticipating turning points. I want to stay with the trend as long as possible and react as conditions change rather than to try to constantly guess when the market is going to turn. That has worked quite well when we are trending up but not nearly as well on the pullbacks. Since the lows in March 2009 we have consistently bounced back very quickly and very aggressively just when it looked like a downtrend was starting to gain momentum. If you have taken a defensive stance, it has been very easy to find yourself very underinvested when the market suddenly turns back up. That isn't a bad thing, but it can be extremely challenging when we immediately run back up so fast. It can be very hard to add long exposure, as setups never have time develop. We go from oversold to overbought almost immediately, which is great if you never took any stops on the way down, but awfully tough if you want to jump back in as good entry points develop.

So here we are again at a very familiar place. We have the makings of an ugly downtrend and some negative momentum, but we are oversold and conditions are pretty good for a bounce. Normally an oversold bounce can't be trusted to last, but that's where this market has consistently thrown a curveball. Once we bounce, we seem to forget all the negatives that were plaguing us and back up we go.

The bears' best argument at this point is that conditions are different this time. We have the end of the Fed's QE2 program rapidly approaching, slower summer seasonality is likely, economic data have been mixed, there are increased inflation worries and with earnings season coming to an end, we no longer have that catalyst. [hinzu kommen Zinserhöhungen in der EU und den BRICs - A.L.]

If is very easy to make a bearish argument against this market, but that has been the case for a long time and hasn't mattered. If the bulls are unable to turn us back up soon, the bearish arguments may actually take a firmer grip this time. The key is going to be the way this market acts once a decent oversold bounce kicks in. If bulls are looking for exit points and bears are looking for short entries and the bounce fizzles and we make lower lows, then we'd better stay very defensive. On the other hand, if the bounces hold and the bears start to worry about being squeezed again, then we should start contemplating another "V"-shaped bounce.

I'm a bit concerned about the fundamental negatives out there, especially if trading slows as summer starts, but as always I'll let the price action be my guide. Right now the price action is saying, "Be very careful," so that is what I'm going to do.
Antworten
Malko07:

Wie sagte man ein bekannter Staatsmann:

8
05.05.11 15:44
"Wer Visionen hat soll sich behandeln lassen"!

Sogar die größten Optimisten nehmen an, dass wir im Stromsektor ca. 10 Jahre brauchen werden um die Atomenergie zu ersetzen. Das gelingt uns auch nur, wenn die sich im Bau und im Endstadium der Planung befindlichen Gas- und Kohlekraftwerke fertiggestellt werden. Wir haben dann 2021.

Die Stromerzeugung vollständig auf sogenannte erneuerbare Energie (Solar, Wind, ..) umzustellen werden wir bei sehr großen und konzertierten Anstrengungen bis ca. 2050 brauchen, so die größten Optimisten. Ob wir dann an schnell steuerbaren Gaskraftwerken wirklich vorbeikommen werden wird auch von grünen Ideologen bezweifelt.

Unsere Energie besteht aber heute nicht nur aus Strom. Heizen auf Basis von Öl und Gas und Fahren auf Basis von Öl macht wesentlich mehr aus. Es bedeutet nicht, dass nicht auch dort parallel Anstrengungen stattfinden. Allerdings ist dort die der Berg der zu lösenden Probleme noch größer. Und den Kapitalbedarf darf man auch nicht aus dem Auge verlieren. Es kommt also nicht nur auf ein effizienten Energieeinsatz an, der Kapitaleinsatz muss wahrscheinlich noch mit höherer Effizienz vonstatten gehen.

E10 ist primär auf Druck der deutschen Automobilindustrie eingeführt worden um die CO2-Vorgaben einzuhalten. Genau so ein Unsinn wie bei Kraftwerken CO2 in den Boden zu verpressen. Die Palmölplantagen sind heute der größte Umweltzerstörer weltweit.

Die Elektromobilität ist erst mal praktisch tot. Es war eine Propagandaoffensive der Automobilindustrie und die Hoffnung der Atomenergie, den überschüssigen Nachtstrom an die PKW's verkaufen zu können. Atomkraftwerke sind eben schwer steuerbar und laufen auch Nachts voll durch. Sie belegen schon heute alle verfügbaren Speicherwerke zu 100%. Die Atomtechnik wollen wir aber verlassen, oder? In voller Breite, auf Basis von Batterien, wäre die Elektromobilität wegen fehlenden Rohstoffen auch nicht umsetzbar. Nicht grundlos gibt Daimler die Brennstoffzelle immer noch nicht auf.  

Ich hatte schon erwähnt, dass die Methode Methan über Wind zu erzeugen nicht besonders hoch effizient ist - aus reiner Sicht der Energie, nicht des Kapitaleinsatzes. Allerdings ist die Methode unheimlich effizient in Zeiten starken Windes. Heute schalten wir die Windräder ab und das eingesetzte Kapital bringt keinen Ertrag. Das wird auch zukünftig, trotz neuer Speicher so sein. Wir müssen nämlich die Windkraft noch erheblich ausbauen. Und dann ist es wirtschaftlicher Erdgas zu erzeugen als die Räder zu einem Teil abzuschalten. Auch sollte man die Verluste beim Stromtransport über sehr große Strecken (aus dem Norden in den Süden) nicht unterschlagen. Sie sind erheblich, wesentlich größer als beim Gas. Batterien sind sehr schwer und verteuern die PKW erheblich und haben dabei nur eine geringe Reichweite. Tauschbatterien schreiben alles fest und verhindern jeden technischen Fortschritt. Die Methantechnologie ist auch keine Vision. Man kann sie in der Uckermark im praktischen Betrieb anschauen. Vor der Methantechnologie wird der weitere Ausbau der Wasserpumpwerke und der Druckluftspeicherwerke stehen.

Ich hoffe, dass ich damit die verschiedenen Anfragen über Bordmail beantwortet habe.
Antworten
Anti Lemming:

Derph - Zinsdifferenz

5
05.05.11 15:45
ist etwas für "Value-Investoren". Die sind tot. Selbst Buffett ist zum Hedgefonds-Zocker mutiert.

Der Auflösungsdruck in fallenden Märkten bei Hedgefonds, die den Markt mit Futures traden (und zurzeit die Hauptakteure sind), ist riesig. Wenn jemand mit Hebel 50 long Öl, Aktien (oder Sonstwas) ist und der Markt dreht sich gegen ihn, wird er nicht lange darüber philosophieren, dass es in der Eurozone 1 % mehr Zinsen pro JAHR gibt als in USA. Ihn interessiert weitaus mehr, dass er 10 % pro STUNDE verliert, wenn er nicht rechtzeitig den EXIT-Button drückt.
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    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

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