"sie sehen inzwischen, dass passive Indexfonds zu besseren Ergebnissen kommen als aktiv gemanagte Fonds (die auch technische Analyse praktizieren). "Dass ETF besser performen, liegt nicht daran, dass aktiv gemanagte Fonds technische Analyse betreiben. Große Fonds schinden vielmehr massiv Gebühren, die die Gesamtperformance des Fonds (aus Kundensicht) senken. Die Abzocke läuft so: Fondsmananger kaufen und verkaufen ständig große Positionen und stellen die Gebühren den Kunden in Rechnung. Oft berechnen sie 1 % des Umsatzes als Gebühr, obwohl sie selber bei ihren Brokern nur einen Bruchteil davon bezahlen. Diese Praxis wird auch "Churning" genannt. Die ständigen Umschichtungen erzeugen somit "Weglagegebühren", von denen sich die Fondsmanager ihre Maseratis kaufen.
Die Sache kann neutral oder sogar positiv sein, wenn es die Fondsmanager bei ihren Umschichtungen tatsächlich schaffen würden, jeweils gehäugt Loser abzustoßen und Winner hinzuzukaufen. Das schaffen aber nur rund 10 % der Fonds-Manager. 90 % schaffen es nicht, "den Index" (bzw. das ETF) zu schlagen. Denn das kostenträchtige Hin und Her frisst etwaige Trading-Gewinne (aus Kundensicht) meist auf.
Aus der Innenperspektive hat ein Fondsmanager aber bereits dann (für sich) gut gearbeitet, wenn er durch ständiges Umschichten Transaktionskosten im Gegenwert von 10 % der Fondseinlagen verursacht (die für ihn faktisch nur mit 1 % zu Buche schlagen) und durch sein Traden ein relatives Plus zu den Indizes von 10 % "rausholt". Der Fonds würde sich dann unterm Strich genau wie der Index (bzw. ein passives ETF) entwickeln (d.h. der Kunde "merkt nichts"), aber der Fondsmananger würde 9 % der Kundeneinlagen pro Jahr als persönlichen Gewinn einstreichen. Aus diesem Holze sind die Grüners und Fischers dieser Welt geschnitzt.
Wer 100 Mrd. verwaltet, kann in obigem Rechenbeispiel 9 Mrd. pro Jahr unbemerkt für sich "abzwacken".
Viele große Fonds haben aber keine Durchblicker an den Schalthebeln. Viele Manager agieren ähnlich dämlich wie Kleinanleger. Hinzu kommt, dass viel Augenwischerei betrieben wird. Wenn ein Fondsmanager z. B. kurz vor Quartalsende eine Aktie, die schlecht gelaufen ist, zum Tiefstkurs verkauft (z. B. RWE) und sich dafür eine, die sehr gut gelaufen ist, zum Höchstkurs reinholt (z. B. BMW und/oder Apple), erweckt er bei seinen Kunden, die am Monatsende den Auszug erhalten und sehen, dass der Fonds in "Winnern" wie BMW oder Apple investiert ist, den Eindruck, der Fondsmanager wäre "auf dem Laufenden". Die Kunden denken natürlich, dass der Fondsmanager die BMW- oder Apple-Aktien bereits seit Monaten gehalten und am Anstieg profitiert hat. Das ist beim Window-Dressing aber nicht der Fall. Hier wird dem Kunden nur vorgegaukelt, dass der Fondsmanager ein glückliches Händchen hätte. Am Ende läuft dies Fonds-Strategie aber auf "buy high" und "sell low" hinaus - was der Kunde am Ende in Gestalt mieser Gesamtperformance bemerkt, zumal wenn die Fondsmanager TROTZDEM noch ihre Gebührenschindereien betreiben.
FAZIT: HÄNDE WEG von gemanagten Fonds. Die sind ein Selbstbedienungsladen für die Fondsmanager und schlagen meist (aus diesem Grund) den Index nicht.