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Der USA Bären-Thread


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Navigator.C:

Aktien long wird immer gefährlicher

5
19.01.11 22:11
Bangladesch
Randalierer reißen Aktionär die Kleider vom Leib

REUTERS
Sie brachen Autos auf und versuchten Feuer zu legen: In Bangladesch randalierten wütende Investoren auf den Straßen, nachdem der Aktienindex zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ausgesetzt worden war. Bei den Protesten wurde ein Mann auf offener Straße seiner Kleider beraubt.

Hamburg - In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka herrscht Unruhe: Nachdem der Börsenhandel ausgesetzt werden musste, randalierten Hunderte Aktienhändler auf den Straßen. Sie zündeten Autoreifen und Büromöbel an. Manche brachen Autos auf. Ein Kleininvestor wurde von Autofahrern überwältigt, weil er angeblich dabei gesehen wurde, wie er Fahrzeuge demolierte. Passanten rissen dem Mann die Kleider vom Leib. Die Polizei setzte Tränengas ein, um den Mob auseinanderzutreiben.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,740388,00.html

Wäre er doch besser in Öl Long gewesen :-)

Navigator.C
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Anti Lemming:

Dot.com-Bubble 2.0: F5 Network -17 % nach Zahlen

3
19.01.11 22:21
Diesmal war alles anders.
(Verkleinert auf 97%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 374237
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Anti Lemming:

Russell 2000

5
19.01.11 22:30
(ergänzend zu # 175)

Uptrend seit August wurde heute gebrochen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 374239
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CarpeDies:

Öl-Lagerbestände steigen entgegen Erwartungen

3
19.01.11 23:58
SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Crude-oil inventories rose 3.5 million barrels for the week ended Jan. 14, the American Petroleum Institute said Wednesday. That ran counter to expectations of a decline of 2.2 million barrels, according to analysts polled by Platts. The trade group's report, delayed one day because of Monday's Martin Luther King holiday, comes ahead of Thursday's official numbers from the Energy Information Administration. The API's report also showed gasoline stocks up 1.87 million barrels, and supplies of distillates rising 940,000 barrels. Crude-oil for February delivery /quotes/comstock/21n!f:cl\g11 (CLG11 90.70, -0.68, -0.74%) settled 0.6% lower at $90.86 a barrel on Wednesday.
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CarpeDies:

Geldanlage in Brasilianischen Reals?

3
20.01.11 00:00
LOS ANGELES (MarketWatch) -- Brazil's central bank unanimously decided to lift the benchmark interest rate to 11.25%, according to a notice on the bank's website late Wednesday. The rate hike from 10.75% met the expectations of analysts polled by Dow Jones Newswires. The bank, in its accompanying statement, pointed to the possibility of further rate hikes. The decision came amid deteriorating inflation expectations. The central bank's weekly survey of analysts, released Monday, showed they expect the benchmark IPCA inflation rate to reach 5.42% by the end of 2011. Last week, the rate expectation stood at 5.34%. The bank's inflation target is 4.5%. Wednesday's decision by the central bank was its first with its new chief, Alexandre Tombini.
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permanent:

Chinas Wirtschaft wächst wieder über 10%

10
20.01.11 06:33

Die Regierung in Peking hat am Montag ihre Wachstumsdaten für 2010 veröffentlicht - und kann trotz Konjunkturgerfahren in den USA und Europa wieder mit einem zweistelligen BIP-Zuwachs angeben. Doch Experten sehen den hohen Wert auch als Warnsignal für die mögliche Bildung einer Blase.

http://www.handelsblatt.com/politik/...der-ueber-zehn-prozent;2735517

Antworten
permanent:

Hu Jintao zu Besuch bei Obama

8
20.01.11 07:52

In der Pressekonferenz wirkte Obama erstaunlich. In seiner Rede war von Kreativität und Agilität nichts zu spüren. Er wirkte wie ein alternder Boxer, der seine besten Zeiten hinter sich hat und seinem jungen Herausforderer nicht viel entgegen stellen kann.
Wo bleibt die dynamik, das Selbstbewußtsein eines jungen interlektuellen Präsidenten?
Die USA sind wirtschaftlich weit vor China, die USA sind es nicht gewohnt Macht zu teilen, auf einen Partner angewiesen zu sein, Abhängig vom Kapital einer aufstrebenden Macht, der Droge des Überkonsum, des Übergewicht, der Ünersättlichkeit verfallen.

Amerika muss sich neu erfinden, neu aufstellen, den Herausforderungen der  heutigen Zeit mit neuen Antworten begegnen. Die USA verfügen nach wie vor über erstklassige Bildungseinrichtungen (universitäre Forschung), sind nach wie vor Magnet für die Hochbegabten dieser Welt.

Die USA sind bei uns in Europa häufig in der Kritik, häufig zu recht in der Kritik. Bedenken sollte man jedoch: Unter einer Weltmacht China wird es für uns Europäer nicht einfacher. Für Europa sind die USA wahrscheinlich die bequemste Weltmacht.

Permanent

Antworten
permanent:

China erhöht den Mindestlohn

7
20.01.11 08:07

Durch Ausbeutung der eigenen Arbeiter hat China ausländische Industrie in einem nie gekannten Ausmaß ansiedeln können. Doch die Volksrepublik will nicht länger der gobale Billigheimer sein und lässt die Löhne stetig steigen. Erste Unternehmen halten das fernöstliche Land bereits für richtig teuer.

HB PEKING. Die südchinesische Industrieprovinz Guangdong führt höhere Lohnuntergrenzen ein. Ab dem 1. März sollen Arbeiter in der Stadt Guangzhou mindestens 1300 Yuan (150 Euro) im Monat erhalten, teilte die Präfekturregegierung mit.

In den Städten Zhuhai, Foshan und Dongguan liegen die neuen Mindestlöhne bei 1100 Yuan pro Monat. Auch dort konzentrieren sich zahlreiche Betriebe, die für den westlichen Markt produzieren. Andere Provinzen habe ihre Mindestlöhne in den vergangenen Monaten ebenfalls um bis zu zwanzig Prozent hochgeschraubt.

Forscher und Unternehmen rechnen nun damit, dass die Löhne weiter rapide steigen. China stehe auch in diesem Jahr vor hohen Einkommenszuwächsen, urteilt die Großbank Credit Suisse in einem aktuellen Bericht. Für 2011 bis 2015 erwarten die Experten Lohnzuwächse von 19 Prozent jährlich. Das gebe auch den Lohnstückkosten Auftrieb, sagt Ökonom Louis Kuijs von der Weltbank.

Auch deutsche Unternehmen spüren den Preisauftrieb in China. Der Turnschuhhersteller Adidas beispielsweise kann das nicht ignorieren – er lässt zwischen 35 und 40 Prozent seiner Produkte in China fertigen. Auf die höheren Kosten müsse sein Unternehmen mit Effizienzsteigerungen reagieren, sagte Firmenchef Herbert Hainer.

Wenn der Trend so weitergehe, müsse Adidas notfalls die Preise erhöhen, so Hainer weiter. Auch andere Großkonzerne stehen in China unter Druck. Die Hamburgerkette McDonald’s hat in China kürzlich ihre Verkaufspreise heraufgesetzt. Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) befürchtet ebenfalls, Kostensteigerungen an seine Kunden weitergeben zu müssen.

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Anti Lemming:

Griechen-"Rettung" - ein denkwürdiger Satz

7
20.01.11 09:26

Den "denkwürdigen Satz" habe ich in blau,fett hervorgehoben und unten kommentiert.

19.01.2011
Gedankenspiele um Pleite

EU will Griechenland entschulden


Der deutsche Finanzminister soll Vorkehrungen für den Fall einer Griechenland-Pleite treffen: Die Staaten der Euro-Zone erwägen die Umschuldung des krisengeplagten Landes. Private Anleger würden dabei die Hauptlast tragen.

Die Staaten der Euro-Zone erwägen, Griechenland und Irland mithilfe des Rettungsfonds EFSF eine teilweise Entschuldung zu ermöglichen. Nach FTD-Informationen haben die Finanzminister der Länder entsprechende Vorschläge am Montag als Teil des geplanten Pakets zur Stabilisierung der Euro-Zone diskutiert.

Der Fonds könnte demnach in großem Stil etwa griechische Anleihen kaufen oder Griechenland günstige Kredite geben, mit denen Athen einen Rückkauf finanzieren kann. Das Land wäre dann nicht mehr von so hohen Schulden belastet. Nach der gegenwärtigen Finanzplanung wird die Verschuldung der Griechen trotz des 110-Mrd.-Euro-Hilfspakets der Euro-Zone bis 2014 auf 165 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen.

Die Regierungen suchen damit nach neuen Wegen, die Zweifel der Finanzmärkte an der Tragfähigkeit der europäischen Rettungsschirme zu zerstreuen. Bankenvertreter und Ökonomen rechnen seit Langem mit einer Umschuldung Griechenlands.

Offiziell wurden die Überlegungen auch am Mittwoch wieder dementiert. Mehrere Quellen bestätigten der FTD aber, dass über den Ankauf griechischer und irischer Anleihen durch den Rettungsfonds gesprochen wird. Die Staats- und Regierungschefs wollen Ende März über ein Gesamtpaket entscheiden. Griechenland erhält bisher keine Hilfen des Fonds, sondern direkte Kredite aus 14 Euro-Staaten.
 
Seit Mai kauft die Europäische Zentralbank (EZB) griechische, irische und portugiesische Anleihen am Sekundärmarkt, um die Kurse zu stabilisieren. Die EZB will diese Aufgabe aber wieder abgeben.
Nach einem Bericht der "Zeit" könnte die EFSF ihre Möglichkeit nutzen, günstig Geld am Finanzmarkt aufzunehmen. Die drei großen Ratingagenturen gaben dem Fonds am Mittwoch offiziell ihr "AAA"-Siegel. Das ermöglicht dem Fonds, zehnjährige Anleihen mit einem Zinssatz von um die 3,5 Prozent aufzunehmen.  [Fragt sich: Wie lange noch... A.L.]

Die Rendite für griechische zehnjährige Anleihen lag am Mittwoch bei über elf Prozent. Diese Zinsdifferenz würde folgendes Modell ermöglichen: Griechenland bietet allen Anlegern an, Anleihen zum gegenwärtigen Preis oder mit Aufschlag zurückzukaufen. Eine griechische Anleihe mit zehnjähriger Laufzeit wurde gestern zu 72 Prozent des Nennwerts gehandelt. Das Land muss später aber 100 Prozent zahlen. Kauft es die Anleihe nun etwa zu 80 Prozent zurück und löscht diese, sinkt die Gesamtverschuldung. [Na super, ich gehe morgen auch zur Bank und lasse meine Hypothekenschulden "auf Null zurücksetzen". Dann hab ich wieder Geld zum Konsumieren und Deutschland wächst - A.L.]

Derzeit sind 263 Mrd. Euro an griechischen Anleihen im Markt. Auch bei einer freiwilligen Umschuldung würden private Anleger die Hauptlast tragen. Eigentlich ist die Beteiligung des Privatsektors erst für die Zeit ab 2013 geplant. Treffen würde es vor allem Anleger, die Anleihen teuer gekauft haben und noch zum Nennwert in ihren Büchern führen. "Substanzielle Verluste" bei Banken, Versicherungen und Pensionskassen in der Euro-Zone könnten die Folge sein, fürchtet Analyst Jürgen Michels von der Citigroup.

www.ftd.de/politik/europa/...henland-entschulden/50216835.html
 



Wenn ein Harz-IV-ler sein Konto um 30.000 Euro überzogen hat und nichts zum Abtragen hat, würde er dann auch "nicht mehr von so hohen Schulden belastet" sein, wenn jemand ihm einen "günstigen Kredit gibt"? Wieso wird der "neue Kredit" nicht ebenfalls auf die Schulden angerechnet?

Fakt ist, dass - jenseits der Verbalkosmetik - die Griechenschulden durch den EFSF-Transfer dem europäischen Steuermichel umgehängt werden. Er darf am Ende darf die Zeche dafür zahlen, dass die Griechen mit 48 in Rente gingen und in großem Umfang "auf Pump" in den Nordstaaten auf Einkaufstour gingen. 

Positiv ist, dass private Gläubiger offenbar jetzt schon für ihre Verzockerspiele haftbar gemacht werden sollen und nicht erst ab 2013. Der EFSF würde dadurch zu einer Art bad bank, in die die faulen PIIGS-Schulden langfristig ausgelagert werden. Die Abschreibungen der europäischen Banken und Versicherungen könnten dadurch bis zur Endfälligkeit - d.h. über Jahre - aufgeschoben bzw. gestreckt werden. Wir bekämen dann "Lehman in Scheiben".

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Malko07:

learner (#74175), ich weiss nicht

4
20.01.11 09:41
was du mir damit sagen willst. In einem System, das nur 2 Richtungen kennt, ist das Eintreffen einer Prognose nur etwas total Normales, ob das nun das Ergebnis auf Basis technischer Analyse oder auf der Basis des Lesens von Hühnerknochenbilder zustande gekommen ist. Die Wahrscheinlichkeit liegt einfach bei 50%. Trotzdem gehen die meisten Spekulanten, auch diejenigen auf Basis der technischen Analyse so wie die Systemspieler im Casino Pleite. Sie müssen es nur intensiv genug tun. Dabei müsste doch gerade ein funktionierendes System das verhindern.

Vor einigen Jahren hatte man einen einen großen Test mit sogenannten guten Chartanalytiker gemacht. Man hatte ihnen alle Marktdaten einzelner Unternehmen aus der Vergangenheit vorgelegt und sie analysieren und prognostizieren lassen. Heraus kamen sehr unterschiedliche Resultate und die Trefferquote war sogar etwas niedriger als sie es nach der Wahrscheinlichkeit hätte sein müssen. Eventuell war die Probe nicht groß genug oder diese Technik ist in der Praxis wirklich negativ.

Aberglaube kann sich lange halten. Auch heute besuchen manche Manager noch ihren Astrologen. Das tun sie nur weil sie sich Entscheidungen aus sich heraus alleine nicht zutrauen. Allerdings gibt es auch Unternehmen, die dazu lernen. So haben fast alle Zockerbanken inzwischen ihre Abteilungen der technischen Analyse geschlossen. Ihre Computer machen es eben besser und sie sehen inzwischen, dass passive Indexfonds zu besseren Ergebnissen kommen als aktiv gemanagte Fonds (die auch technische Analyse praktizieren).
Antworten
Malko07:

#74184: Juncker hatte

5
20.01.11 10:00
vorgeschlagen, dass Staaten die in Schwierigkeiten sind, sich bis zu einem bestimmten Prozentsatz relativ zum BIP (Anfänglich bis 20%) unter strengen Auflagen mit Eurobonds finanzieren dürfen. Hätte nur für neue Anleihen gegolten.

Deutschland und Frankreich wollen aber offensichtlich auch die Risiken aus der Vergangenheit für ihre Banken verkleinern. Deshalb wollen sie diesen Staaten ermöglichen Altanleihen mit Geldern vom Rettungsfonds vom Markt zu nehmen. Auch soll es frühestens nach den Bundestagswahlen und den Wahlen in Frankreich zur Beteiligung von Gläubigern kommen. Alles sehr durchsichtig.

Gläubiger sollen sich momentan nur freiwillig beteiligen müssen. Diese Sprüche dienen primär der Vernebelung.

Eine Transferunion hat so seine Nebeneffekte. So sind die Bayern nicht erfreut darüber, dass in vielen Ländern im Norden und Osten der Republik die Bürger weit mehr Wohltaten von ihren Gemeinden und Ländern als in Bayern erhalten und das finanziert mit den Steuergeldern der bayerischen Bürger.
Antworten
Malko07:

Lebensmittelpreise steigen stark an

7
20.01.11 10:10
Der USA Bären-Thread 9548111
Obst: plus 5,2 Prozent. Gemüse: plus 6,3 Prozent. Butter: sogar plus 23,7 Prozent. Lebensmittel sind dem Statistischen Bundesamt zufolge im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Vor allem einkommensschwache Haushalte leiden darunter.


Die neueren Anstiege sind nicht nur der Spekulation zu verdanken. Die besseren Einkommensverhältnissen erlauben eben Mitnahmeeffekte - Vergrößerung der Margen. Deutschland nimmt eben jetzt, gerade in diesem Sektor, die nicht durchgeführte Inflation des verflossenen Jahrzehnt im Vergleich mit anderen Euroländer nach. Auch am Immobilienmarkt zeichnet sich ähnliches ab.
Antworten
Anti Lemming:

Malko - ETF vs. große Fonds

8
20.01.11 10:16
"sie sehen inzwischen, dass passive Indexfonds zu besseren Ergebnissen kommen als aktiv gemanagte Fonds (die auch technische Analyse praktizieren). "

Dass ETF besser performen, liegt nicht daran, dass aktiv gemanagte Fonds technische Analyse betreiben. Große Fonds schinden vielmehr massiv Gebühren, die die Gesamtperformance des Fonds (aus Kundensicht) senken. Die Abzocke läuft so: Fondsmananger kaufen und verkaufen ständig große Positionen und stellen die Gebühren den Kunden in Rechnung. Oft berechnen sie 1 % des Umsatzes als Gebühr, obwohl sie selber bei ihren Brokern nur einen Bruchteil davon bezahlen. Diese Praxis wird auch "Churning" genannt. Die ständigen Umschichtungen erzeugen somit "Weglagegebühren", von denen sich die Fondsmanager ihre Maseratis kaufen.

Die Sache kann neutral oder sogar positiv sein, wenn es die Fondsmanager bei ihren Umschichtungen tatsächlich schaffen würden, jeweils gehäugt Loser abzustoßen und Winner hinzuzukaufen. Das schaffen aber nur rund 10 % der Fonds-Manager. 90 % schaffen es nicht, "den Index" (bzw. das ETF) zu schlagen. Denn das kostenträchtige Hin und Her frisst etwaige Trading-Gewinne (aus Kundensicht) meist auf.

Aus der Innenperspektive hat ein Fondsmanager aber bereits dann (für sich) gut gearbeitet, wenn er durch ständiges Umschichten Transaktionskosten im Gegenwert von 10 % der Fondseinlagen verursacht (die für ihn faktisch nur mit 1 % zu Buche schlagen) und durch sein Traden ein relatives Plus zu den Indizes von 10 % "rausholt". Der Fonds würde sich dann unterm Strich genau wie der Index (bzw. ein passives ETF) entwickeln (d.h. der Kunde "merkt nichts"), aber der Fondsmananger würde 9 % der Kundeneinlagen pro Jahr als persönlichen Gewinn einstreichen. Aus diesem Holze sind die Grüners und Fischers dieser Welt geschnitzt.

Wer 100 Mrd. verwaltet, kann in obigem Rechenbeispiel 9 Mrd. pro Jahr unbemerkt für sich "abzwacken".

Viele große Fonds haben aber keine Durchblicker an den Schalthebeln. Viele Manager agieren ähnlich dämlich wie Kleinanleger. Hinzu kommt, dass viel Augenwischerei betrieben wird. Wenn ein Fondsmanager z. B. kurz vor Quartalsende eine Aktie, die schlecht gelaufen ist, zum Tiefstkurs verkauft (z. B. RWE) und sich dafür eine, die sehr gut gelaufen ist, zum Höchstkurs reinholt (z. B. BMW  und/oder Apple), erweckt er bei seinen Kunden, die am Monatsende den Auszug erhalten und sehen, dass der Fonds in "Winnern" wie BMW oder Apple investiert ist, den Eindruck, der Fondsmanager wäre "auf dem Laufenden". Die Kunden denken natürlich, dass der Fondsmanager die BMW- oder Apple-Aktien bereits seit Monaten gehalten und am Anstieg profitiert hat. Das ist beim Window-Dressing aber nicht der Fall. Hier wird dem Kunden nur vorgegaukelt, dass der Fondsmanager ein glückliches Händchen hätte. Am Ende läuft dies Fonds-Strategie aber auf "buy high" und "sell low" hinaus - was der Kunde am Ende in Gestalt mieser Gesamtperformance bemerkt, zumal wenn die Fondsmanager TROTZDEM noch ihre Gebührenschindereien betreiben.

FAZIT: HÄNDE WEG von gemanagten Fonds. Die sind ein Selbstbedienungsladen für die Fondsmanager und schlagen meist (aus diesem Grund) den Index nicht.
Antworten
Malko07:

A.L., gemanagte Fonds laufen auch schon

5
20.01.11 10:46
vor Gebühren schlechter als Indexfonds. Es gibt immer wieder Ausreißer nach oben, aber es sind immer andere. Deshalb kaufen immer immer mehr gemanagte Fonds ETF's. Bei "richtigen" ETF's kann man sich die Aktien liefern lassen und dann eventuell den einen oder anderen Wert abstoßen. Auch diese schaffen es nicht ETF's vor oder geschweige nach Gebühren zu schlagen.

Dabei sind auch Indexfonds nicht der Weisheit letzter Schluss. Dadurch dass man Gute in Schlechte im gleichen Körbchen mischt, wird der gesamte Korb nicht unbedingt gut. Hat man bei den komplizierten Körben mit US-Immobilien gesehen.

Inzwischen gibt es immer mehr ETF's die vorgeben passiv die Basiswerte anzulegen/ nach zu bilden. Dabei werden alle möglichen Strategien angeboten und die Gebühren und Spreads sind auch nicht mehr so klein. Wenn man bestimmte Strategien in sehr großem Umfange anwendet, ist das Scheitern vorgegeben. Das kann man sogar mathematisch beweisen. Die Finanzkonzerne haben eben ihren Unsinn von den "normalen" Fonds auf ETF's verlagert und die Kundschaft spielt mit. Die meisten ETF`s sind so wie die "normalen" Fonds eindeutig Schrott.  

Jedes intensives Handeln, egal mit was und egal mit welcher Methode, führt zu Verlusten. Man muss sich in Zeitscheiben (den richtigen), also manchmal längere Zeit "nichts" am Aktienmarkt tun, ein Teil des Geschehens mitmachen um längerfristig akzeptabel abzuschneiden zu können. Das tun weder Aktienfonds noch ETF's mit Aktien. Dabei muss man den Mut haben, wenn alles am Boden liegt, bei Firmen mit Substanz zuzugreifen und darf nicht zu gierig sein und vergessen wieder zu verkaufen wenn sich die Lage normalisiert hat. Dabei soll man in der Lage sein, auch etwas längere Zeiträume durchzustehen.

Längerfristig ist das nicht beachten von Gebühren, auch von versteckten und der Verzicht auf Dividenden (oft durch das Konstrukt des Finanzproduktes gegeben) der Grund wesentlich schlechter als das Sparbuch abzuschneiden.
Antworten
Malko07:

Zu niedriges Kapital. Deutsche Banken spitze!

6
20.01.11 11:03
Der USA Bären-Thread 9548499
Der Verschuldungsboom der vergangenen Jahre hat bei den internationalen Großbanken dazu geführt dass ihre Kapitalausstattung... - hier klicken


Schon verständlich warum unser Kanzlerin immer von Gläubigerbeteiligung spricht und sie in Wirklichkeit aber scheut wie der Teufel das Weihwasser. Dabei sieht die Lage bei den Landesbanken noch düsterer aus und diese sind so wie die Lebensversicherungen auch noch stärker involviert.
Antworten
learner:

Malko

4
20.01.11 11:18
Ich möchte mit meinen Postings nicht den Eindruck erwecken, dass CT die Wunderwaffe beim Traden ist. Weitaus wichtiger ist Moneymanagment.

Der Einsatz von CT und anderen Parametern ist erst mal ein System. Die Tradingautomaten werden ebenfalls ein System haben. Die Automaten sind sicher im Vorteil, weil diese die Möglichkeit der Beeinflussung von Kursen mit sich bringt und grundsätzlich den Störfaktor Emotionen elimimieren.

I think I spider!
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#74192

KuK Hofmarsc.:

malko

4
20.01.11 11:29
Wie gesagt, keine Diskussion über CT, aber:
Wie kommst du zu der Aussage, die meisten Banken hätten ihre "Abteilungen" der technischen Analyse geschlossen?
Was glaubst du, wie Prop-Händler arbeiten?
Und warum glaubst du, ist der Prop-Handel zurückgegangen?
Weil es erfolgslos war oder weil Risiko (Eigenkap., Liquidität) rausgenommen werden musste?

In der Praxis sah das vorher so aus, dass erfolgreiche Händler blieben und erfolglose nicht, worauf dieser Erfolg / Misserfolg basierte, war den Vorgesetzten natürlich wurscht.

Womit ich zu dem Punkt komme, den du leider per se nicht akzeptieren kannst:
Gute Techniker erwirtschaften konstant - zum Teil über viele Jahre - Erträge, ob du es glaubst oder nicht. Und da dies erfahrungsgemäß ein Faktum ist, muss wohl auch CT eine Daseinsberechtigung haben, die über Esoterik rausgeht.
Antworten
Stöffen:

Man kann hierzu einfach nur noch mal

7
20.01.11 11:37
auf Nicholas Nassim Talebs Buch "Die Narren des Zufalls" hinweisen und es jedem Interessierten ans Herz legen. Es gibt wohl kaum ein besseres Werk, welches sich in entlarvender Weise den Thematiken Technische Analyse, Charttechnik, Handelssysteme, Analysten, etc., annimmt und in hervorragender Manier veranschaulicht, dass die Rolle des Glücks bei dem Agieren an den Märkten eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Taleb selbst hat übrigens lange Jahre als Trader in den einschlägigen "Sweat-Rooms" gearbeitet. A must-read!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
geldsackfrank.:

EFSF

 
20.01.11 11:41
Wobei, wenn die Bank die Anleihe nicht mit 100 einstehen hat sondern mit 80 , "geht´s" einigermaßen. ?????
Antworten
Malko07:

learner, jeder soll nach seine

3
20.01.11 11:42
Fasson glücklich werden und wenn er meint er bräuchte auch CT für sein Handeln, so ist das auch seine Sache. Er wird sich eh nicht genau danach richten, auch weil das gar nicht sicher möglich ist. Es sind ja immer viele Interpretationen möglich. Ansonsten gäbe es unter dieser Truppe nicht so oft Streit um die richtige Auslegung und man müsste nicht so oft andere zitieren. Komischerweise finden Bären in der CT sehr oft bärische Anzeichen und Bullen mindestens genau so oft bullische Anzeichen.

Mich stört primär, wenn man derartige bunte Bildchen als "Wahrheit" darstellt und einen glauben lassen will das Bildchen wäre ein brauchbares Argument. Dabei gibt es keinen auch nur andeutungsweise wissenschaftlichen Beweis, so wie auch für die Astrologie oder wie für das Pendeln. Wenn man A mit B vergleicht, sollte man sich mit A und mit B intensiv beschäftigt haben und nicht von weitem einfach eine für sich selbst passende Beurteilung abgeben. Und gerade CT'ler verweigern sich oft sich etwas intensiver mit den heutigen Algo- und HFT-Programmen auseinanderzusetzen. Dann bleibt einfach alles gleich, muss es ja auch, sonst würde das eigene Gebäude einstürzen.

KuK Hofmarsc. (#74193): Weil sehr viele es in den vergangenen Jahren selbst gemeldet haben und ich in zwei (dabei eine sehr große)  Einblick habe. Mit jeder Methode, sogar mit Dartpfeilen, kann man über lange Zeit erfolgreich sein. Aber es kommt ja nicht auf Einzelne sondern auf die Mehrheit an.
Antworten
Malko07:

A.L. (#74192 ), die EZB kann es

3
20.01.11 11:59
eben nicht tun und droht schon es demnächst nicht mehr zu tun. Das hat ganz einfache geldtechnische Ursachen. Wenn der Rettungsfonds Gelder am Markt aufnimmt damit die gefährdeten Staaten ihre Anleihen vom Markt nehmen können, ist das seitens der Geldmenge neutral. Dieser Neutralitätszustand muss die EZB über hochkomplizierte Geldgeschäfte herstellen bei denen die Wirkungen am Markt nicht ganz übersehbar sind - sie tut es immer noch. Vorallem kann sie nicht zu große Volumen handhaben. Sie würde dabei total unbeweglich werden. Das könnte sie nur verhindern in dem sie den Aufkauf nicht mehr neutralisiert, also Geld druckt. Die EZB müsste übrigens diese Anleihen nie verkaufen. Sie könnte sie einfach im Keller ruhen lassen und sie dürfte auch die Kompensationsgeschäfte auslaufen lassen. Aber es wird sicher zu einer irgendwie gearteten längerfristigen Stützung durch den Rettungsfonds kommen. Das wird bei diesen Anleihen zu Kurssteigerungen führen und die EZB wird riesige Gewinne schreiben. Auch eine interessante Spekulation für den Privatanleger. Immerhin hat unsere Regierung schon verlauten lassen, dass bei schon vorhandenen Staatsanleihen es auf keinen Fall für Privatanleger zu Gläubigerbeteiligungen kommen wird.
Antworten
Pichel:

wegen Russel2000 hab ich auch noch was

4
20.01.11 12:00
von dem Chartmaler ;-)

slopeofhope.com/2011/01/...s-exactly-at-trendline-support.html
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Anti Lemming:

Short-Stragegien - der Stand der Dinge

4
20.01.11 12:00
Wir haben hier vor einigen Tagen Indizien für eine mittelfristige Trendumkehr mittels CT (und Fundi-Analyse, Rosenberg) herausgearbeitet. Diese Indizien machten eine Trendumkehr (bzw. Korrektur) zumindest wahrscheinlich (Alter Schwede meinte sogar "fast sicher").

Mit "wahrscheinlich" ist gemeint, dass die Chance, dass es weiter steigt, deutlich kleiner ist (vielleicht 25 %) als die, dass es nach unten geht (75 %). Es bleibt aber bei einer "statistisch abgesicherten Vermutung" als Arbeitshypothese. Sicherheit gibt es nicht.

Und - ob Zufall oder nicht - die Wende nach unten ist gestern (offenbar) gekommen. Der Short auf den Russell-2000 war bislang ein Volltreffer.

Ob es so weiter geht, weiß niemand. Deshalb ist ab diesem Punkt nun, wie Learner völlig korrekt schreibt, Moneymanagement wichtig. D.h. man sollte die Short-Gewinne entweder möglichst eng mit SL absichern (birgt die Gefahr, dass der SL in einem Dead Cat Bounce getriggert wird) - oder sich spätestens dann ("manuell") von den Short-Posis trennen, wenn die Indizes (wider Erwarten) erneut nach oben ausbrechen.

Wer sich daran hält,  macht im ersten Fall einen kleinen Gewinn (SL wird getriggert) und im zweiten Fall evtl. einen kleinen Verlust, falls es weiter steigt. Im zweiten Fall gibt es wegen des größeren "maximal zugelassenen Fehlers" allerdings auch die Chance, bei einer Fortsetzung des Downmoves nach Dead Cat Bounce noch höhere Shortgewinne einzufahren. Die zweite Variante wäre daher eher Position-Trading, die erste eher Daytrading.

Ich wünschte, ich hätte mich immer an diese eigentlich recht einfachen Regeln gehalten ;-)
Antworten
Malko07:

Bei nur 2 möglichen

3
20.01.11 12:12
Richtungen sind keine große Überraschungen möglich. Da die Kurse schon sehr weit gelaufen sind, ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass wir erst mal etwas runter gehen bevor es wieder etwas steigt.

Der Begriff Moneymanagement erzeugt nur eine Scheinsicherheit. Es sind schon sehr viele Kurzfristrader mit einem exzellenten Moneymanagement Pleite gegangen. Gerade Kurzfristtrader übersehen sehr gerne die Gebührenproblematik. Und wenn Dritte sehr stark verdienen bleibt für die beiden anderen Kontrahenten immer weniger übrig.
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