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Der USA Bären-Thread


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wawidu:

Commercial Banks: Kredite und Investitionen

3
02.08.10 17:52
Heute hat die Fed die Juni-Zahlen für "Total Loans and Leases at Commercial Banks" und für "Investments at Commercial Banks" veröffentlicht: 6861 Mrd. vs. 2287 Mrd. Die Ratio beträgt exakt 3,0, d.h. die ausstehenden Kredite liegen aktuell beim Dreifachen der Einlagen.
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daiphong:

.Daxi ist bullisch ohne Zweifel...

4
02.08.10 17:58
und wie wird diese Kurve weiter verlaufen? Falls die Amis die Staatsverschuldung mehr oder weniger zurückfahren, falls QE wieder aufgenommen wird, falls das US-Wachstum gegen Null läuft?
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 335432
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Malko07:

Rote Blase - Sogar der Spiegel weiß es schon!

4
02.08.10 18:02
Der USA Bären-Thread 8407349
Die nächste große Spekulationsblase droht in China zu platzen: Immobilienpreise schießen staatlich befeuert in die Höhe. Peking will gegensteuern - und könnte alles noch schlimmer machen.
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Malko07:

daiphong (#66877), mMn bringt

8
02.08.10 18:14
QE und das billige Geld der Realewirtschaft nicht viel Positives. Es diente primär der Stützung der Finanzbranche und hat gleichzeitig die Kosten für die Realwirtschaft erhöht. Für die Realwirtschaft ändert sich also nichts wenn es wieder stärker betrieben wird. Die Einstellung dieser Maßnahmen, sollte das die Finanzbranche überleben, wäre für die Realwirtschaft ein Segen.

Prognosen für die Währungsrelationen für die nächste Zeit wage ich nicht außer, dass sie weiter stark volatil sein werden.

Das Wirtschaftswachstum ist mMn schon wieder bei Null angelangt. Die noch übrig gebliebenen 2 bis 2,5% entsprechen ohne die hedonistischen Verfälschungen eh 0. Das Gefühl täusch also Greenspan nicht. Nur seine Analyse stimmt wieder, wie so oft, nicht.
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Malko07:

Greenspan: Ein bisschen Rezession

9
02.08.10 18:36
Der frühere Chef der US-Notenbank Alan Greenspan  hat der US-Wirtschaft eine "verhaltene Erholung" attestiert, die allerdings derzeit eine Pause eingelegt habe. Sie sei nun in einer "Quasi-Rezession", sagte der 82-jährige Wirtschaftswissenschaftler am Sonntag im US-Fernsehsender NBC.

Die langfristige Arbeitslosigkeit belaste die Konjunktur, obwohl Großbanken sehr gute Geschäfte machten und Großunternehmen gut dastünden, sagte Greenspan, der von 1987 bis 2006 Fed-Chef war. Er erwarte, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr bei 9,5 Prozent verharren werde.

Große Erwartungen verbinde er mit einem Comeback des Aktienmarktes: Steigende Kurse an den Börsen würden mehr für Konjunktur bringen als alle Kuren, die derzeit diskutiert würden, sagte Greenspan.

www.sueddeutsche.de/geld/geld-kompakt-drei-jahre-mehr-nicht-1.982735-2


Schon 2007 sah er eine Rezession in den USA als unwahrscheinlich an. Jetzt meint er, sein Depot sollte an Wert zulegen damit er es endlich auflösen kann. Und schon steigen die Aktienpreise ...
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fkuebler:

Malko #862: Inflation: inhaltlich korrekt, ...

7
02.08.10 19:09

"die inflation seit es den Euro bewegte sich um 2%. 
2% Zinseszins erhöht dein Kapital (hier Preise) in den 10 Jahren um ca. 60%. Zu DM-Zeiten waren es immer deutlich über 100% (in jeweils 10 Jahren)."

, ... aber numerisch hat mein Ingenieursdaumen doch etwas gejuckt: in 10 Jahren sind das etwas über 20%. Du meintest vermutlich 20 oder 25 Jahre.

Aber dass die gefühlte Inflation höher ist als die reale, und als die frühere, das ist ein altes Wahrnehmungsphänomen. Früher waren ja auch die Politiker ehrenhafter, die Kinder höflicher und lernbereiter, die Lebensabschnitts-Tante war sexier, und die Fernseher hielten mindestens 30 Jahre. Ach, sorry, da gab es ja nur Prismen-Fernseher... ;-)

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Kicky:

früher war einiges qualitätvoller

7
02.08.10 19:25
das Flirten
der Lebenspartner
die Schulbildung
der Vorgesetzte
und ganz profan so einige Haushaltsgegenstände wie der Krups,den man jetzt nur noch antiquarisch gut bei Ebay kriegt (der Markenname wurde mehrfach verkauft)
oder die Allzweckmaschine von Braun
und nicht zu vergessen die Möbel vor der Ikeazeit.....
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permanent:

Brasilien brummt, die US lahmt

24
02.08.10 19:28
Gestern Abend habe ich an einem ehemaligen Treffen aus meiner US Studienzeit teilgenommen. Wir hatten seinerzeit an der UCSD relativ viele brasilanische Austauschstudenten.
Einige waren angereist.
Die Mittelschicht in Brasilien waechst rasant, der Agrar- und Rohstoffboom aber auch die industrieelle Basis wachsen exorbitant schnell.
Von den US Jungs kamen nur Toene in moll. Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst vor Statusverlust......................... Eigentlich keine typisch US amerikanische Eigenart.
Die Frage ist wie weit kann die Welt laufen ohne den US Konsumenten im Boot zu  haben?
Der Immomarkt hat seinen Boden hier in Cal noch lange nicht erreicht. Es stehen unglaublich viele Haeuser aller Preisklassen leer. Es wird neu gebaut und es gibt einen Drain bei der Mittelschicht. Viele verlassen den Staat in Richtung Norden und Osten. Die Einwanderung aus Mittelamerika haelt die Bevoelkerungszahl, aber nicht die Kaufkraft stabil.

Ich wuensche euch einen schoenen Abend.

Permanent
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Malko07:

fkuebler, stimmt.

4
02.08.10 19:45

Der Zeitrahmen bezieht sich jeweils auf 25 Jahre (2%(60) und 3%(100)).

Verbraucherpreisindex, Originalwerte, 2005 = 100

Der USA Bären-Thread 8407789


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thostar:

US-Berichtssaison ein voller Erfolg

8
02.08.10 20:22
Bei den Einzelunternehmen fiel mir auf, dass am Tag der Zahlenbekanntgabe meist ein Einbruch stattfand. Der Dividendenabschlag war dann jedoch nach einigen Tagen meist wieder aufgeholt, so dass auch Last-Minute-Käufer noch sehr gut wegkamen, die Dividende selbst war das mindeste, was man mitnehmen konnte; wenn man sich bis heute oder evtl morgen geduldet, wird es mehr. Genau diese Strategie haben sicher viele Trader in den Banken gefahren.
Seit Start der Berichte hat der Dow > 500 Punkte (5%) gemacht, der SPX knapp 60 (>5%), der NDX ist mit 4,5% am schwächsten, aber der wurde wg der mickriten Dividenden ja auch nur mitgezogen.
Das Spiel läuft in USA 4-mal pro Jahr; 4-mal erfolgreich reicht schon für Ackermann's Renditeziele.

Negative Nachrichten wurden in der Zwischenzeit 'ausgeschaltet', die gab es einfach nicht, sogar die griechischen Trucker wurden gestern zur Mäßigung angehalten und das  aus dem Bohrloch austretetende Öl wurde auch genau rechtzeitig gestoppt.
Die Chinesen haben auch wieder mal ein Umweltfiasko angerichtet
http://www.ariva.de/...BP_der_Umweltskandal_bei_Zijin_Mining_c3493666
aber den Vorfall einfach verschwiegen, und wen interessiert in Krisenzeiten schon ein Fluss mit toten Fischen.

Das Volumen an den US-Börsen ist in den kommenden Tagen genau zu beobachten, denn es werden sicher die einen oder anderen Banken ihre Dividenden-Tradingpositionen wieder auflösen wollen.

Wünsche erfolgreiche Trades - und nicht vergessen, dass 95% der Marktteilnehmer lieber steigende als fallende Kurse sehen, warum auch immer ;-)
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wawidu:

ECRI - Index der wöchentlichen Frühindikatoren

9
02.08.10 20:59
Was sich da zusammenbraut, ist nicht von schlechten Eltern. Das Abwärtsmomentum ist vergleichbar mit dem in 2008.
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 335465
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Malko07:

Wir brauchen neue Steuerquellen

10
02.08.10 21:22
Der USA Bären-Thread 8408720
Der ehemalige US-Finanzminister W. Michael Blumenthal sieht nur einen Ausweg aus der US-Schuldenkrise: neue Steuerquellen. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht der 84-J�hrige �ber die gro�e Angst der USA und �ber das Verh�ltnis seines Landes zu Deutschland.   -  
Antworten
daiphong:

wo bald 40% der US-Staatsausgaben durch

8
02.08.10 23:17
Neuverschuldung bestritten werden, sollte der Mann einerseits Recht haben.
Da man aber wesentlich nur am Militär sparen kann, und dabei weitestgehend nur durch Erhöhung der Arbeitslosenzahlen, wird die Debatte lustig werden. Auch eine Mehrwertsteuererhöhung z.B. wäre Gift für die Dienstleistungen. Was immer man tut, es würde zunächst die Arbeitslsoenzahlen erhöhen. Also wird man weiter machen mit 39% Neuverschuldung + QE und dem dicken Versprechen, bald gewaltig mit dem Sparen anzufangen. Und der vordergründigen Hoffnung, dass irgendein Boom alles löst.
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wawidu:

Zum heutigen Handelstag

10
02.08.10 23:32
Kurzfassung: nette Future-gesteuerte Up-Gaps bei allen Indizes - und in den nächsten 90 Handelsminuten weitere kurze Future-Inputs, doch danach breite "Schäfchenwiesen", die auf verdeckte Distribution hindeuten.

Im Anhang stelle ich euch meine aktuelle EW-Zählung zum SPX vor, die natürlich auf Schlusskursbasis erfolgt, da Elliotts Theorie halt auf Schlusskursen basiert. Es ist keineswegs ungewöhnlich, dass 2. Wellen in einem großen Downswing - ähnlich wie bei B-Wellen - ein Expanded Flat Muster (deutsch: Flach-Muster) aufweisen. Bei diesem Wellenmuster fällt Unterwelle b unter den Zählpunkt der Hauptantriebswelle 1, und Unterwelle c übersteigt den Zählpunkt der Unterwelle a.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 335523
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Anti Lemming:

"Kapital" - das beste US-BIP seit langem

5
03.08.10 08:50

Das Kapital
Das beste US-BIP seit langem

Den neuesten BIP-Zahlen zufolge ist die US-Wirtschaft in der Krise zwar stärker geschrumpft als gedacht. Doch scheinen auch die Verbraucher solider als vermutet. Und endlich springt die Endnachfrage an. Nur wie lange noch?


Die Anleger waren zunächst enttäuscht. Aber im Grunde war das der beste US-BIP-Bericht seit Ausbruch der Krise. Im Grunde deshalb, weil die Zahlen für das zweite Quartal so vorläufig und unvollständig sind, dass es praktisch keinen Wert hat, ernsthaft auf sie einzugehen; die im BIP-Bericht mitgelieferten, teils wilden Revisionen für die Zeit zwischen 2007 und Anfang 2010 sagen alles.

Doch tun wir einmal so, als ob die Schätzungen der Statistiker das wahre Bild einigermaßen wiedergeben. Dann würde die Wachstumsverlangsamung von annualisierten fünf Prozent im vierten Quartal 2009 über 3,7 Prozent im ersten Quartal 2010 auf 2,4 Prozent im zweiten Quartal 2010 vordergründig zwar besorgniserregend anmuten - zumal die Dynamik vor allem gegen Ende des Frühjahrs und Anfang des Sommers nachgelassen hat, was nichts Gutes für das zweite Halbjahr verheißt. Jedoch ist die reale inländische Endnachfrage zum ersten Mal seit Beginn des Jahres 2006 wieder schneller gewachsen als im längerfristigen Trend, und zwar um 4,1 Prozent. (liegt das daran, dass viele Amis ihre Hypotheken nicht mehr abzahlen und das Geld stattdessen "verkonsumieren"? - A.L.)

Das ist genau das, was die Wirtschaft für einen selbsttragenden Aufschwung braucht [der dann auch fraglich wäre...], nachdem die positiven Effekte aus dem Lagerzyklus langsam nachlassen, der im zweiten Quartal mit 1,05 Prozentpunkten nicht mal mehr die Hälfte der rund 2,7 Prozentpunkte zum Wachstum beigetragen hat, die in den beiden Vorquartalen durchschnittlich verzeichnet wurden.

Das Dumme ist nur, dass die Quellen der US-Inlandsnachfrage etwas wackelig anmuten, um nicht zu sagen: merkwürdig. Dass der Gewerbebau um 5,2, der Wohnungsbau um 27,9 und die Investitionen der Bundesstaaten und Gemeinden um 10,4 Prozent zugelegt haben sollen, scheint jedenfalls wenig nachhaltig zu sein.

Und für die Dollar-Bullen: Solange jeder Nachfrageanstieg gleich mit einer sprunghaften Zunahme des Außenhandelsdefizits einhergeht, ist den USA ohnehin nicht groß geholfen. Ermutigend ist indessen die heftige Aufwärtsrevision der privaten Sparquote, die für das zweite Quartal mit 6,2 Prozent angegeben wird. Wiewohl das teils zulasten der Gewinne der Firmen geht, lässt es darauf hoffen, dass die Normalisierung des Ausgabenverhaltens der US-Verbraucher weiter gediehen ist als bislang vermutet. Jetzt brauchen die US-Konsumenten ihre Sparquote bloß noch einmal zu verdoppeln, um an die guten alten Zeiten der finanziellen Solidität anzuknüpfen. Und sofern der wöchentliche ECRI-Frühindikator ein Maßstab ist, werden sie schneller vernünftig, als den Konjunkturforschern lieb sein kann.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...gem/50151678.html

 

Der USA Bären-Thread 335564
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Anti Lemming:

Eilt die US-Wirtschaft der europäischen voraus?

7
03.08.10 09:03
Dies verheißen die Schreiberlinge der FTD in ihrem Anleger-"Feuilleton" ;-)

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...europa-vorauseilt/50151998.html

Demnach sei eine deutliche Outperformance der USA gegenüber Europa zu erwarten. Die FTD begründet dies hauptsächlich mit dem höheren US-BIP-Wachstum von ca. 3 % über die nächsten Jahre, während die Eurozone auf nur etwa die Hälfte kommen soll.

Träfe dies zu, dann fragt man sich, wieso sich Obama und Co. und die Krugman-Sektion eigentlich so über die EU-Sparmaßnahmen aufregen, wenn in USA alles in Butter sein soll.

Es fehlt auch jegliche Hinterfragung der US-Zahlen (kein Wunder, wenn die FTD-Redakteure Analysten-Koryphäen der Commerzbank usw. befragen...). Fakt ist, dass das US-BIP-"Wachstum" ohne die massiven hedonistischen Schönrechungen bereits wieder bei Null angelangt wäre. Zieht man die enormen bzs. abnormen Staats-Stimuli ab und berücksichtigt man, dass das US-BIP zu einem erheblichen Teil durch Staatsaufträge an die Rüstungsindustrie aufgebläht wurde, sieht es in Ami-Land weit weniger rosig aus.

Zudem toppt der Lager-Wiederaufstockung-Zyklus aus, der seit letzten Sommer zu einem Großteil zum BIP beitrug. Die Krisenursachen - die im Gegensatz zu Analystenmeinungen nicht zyklisch sind, sondern strukturell - sind in keinster Weise beseitigt; sie wurden lediglich mit Fed-Milliarden "zugeschissen". Die Zockerbanken treiben ihre Spielchen sogar übler denn je, was den nächsten Finanz-Kollaps geradezu heraufbeschwört.

Auch der strukturell brachliegende US-Arbeitsmarkt verheißt nichts Gutes. Die Industriejobs, die nach Asien "ausgewandert" sind, werden nicht zurückkommen (dafür besteht für US-Firmen bei US-Stundenlöhnen von 20 Dollar "kein Anreiz"). Deshalb werden sich die vormals hochbezahlten Arbeitslosen nun in Billigjobs wie Buletten-Braten bei McWürg oder Rückenkraulen in Seniorenheimen für Babyboomer verdingen müssen, für 6,50 Dollar die Stunde. Es kommt nicht nur auf die Zahl der Arbeitsplätze an, sondern auch auf deren Qualität bzw. Einkünfte. Vollbeschäftigung für 6,50 die Stunde ergibt ein niedrigeres BIP als Vollbeschäftigung für 20 Dollar die Stunde.

Hinzu kommt, dass die neuen restriktiveren Rahmenbedingungen für die Finanzindustrie (Deleveraging-Tendenz, weniger Eigenhandel usw.) dafür sorgen dürften, dass der "Haupterwerbszweig" der USA - das hirnlose Hoch- und Runter-Manipulieren von Märkten jeglicher Art mit computergestützten Abzockmethoden - nicht mehr an die Zockererfolge der Vergangenheit anknüpfen kann. Bis 2007 steuerte die Finanzindustrie absurde 40 % zum BIP bei.

Ganz zu schweigen von der abgründigen Fiskalkrise in vielen US-Bundesstaaten, die bereits ein Griechen-Odium umweht.

All dies dürfte die feuchten Bullenträume in einer harschen Bären-Realität trocken fallen lassen.
Antworten
Malko07:

daiphong (#66889), warten wir die Wahlen ab.

5
03.08.10 09:03
Immer mehr US-Bürger sehen das nicht mehr so wie die Mehrheit der Demokraten und wie viele Republikaner. Sie haben inzwischen große Angst wegen der Staatsverschuldung. Wenn Obama weiterhin wie ein besoffener Matrose das Geld verbrennt werden einige, auch "schrägen" Minderheiten, wesentlich  stärker werden. Sie werden wahrscheinlich so stark werden, dass die Republikaner keiner weiteren Ausweitung der Staatsverschuldung mehr zustimmen werden und nur noch bei der Begrenzung der Ausgaben mitmachen werden. Die Demokraten alleine werden nichts mehr durchsetzen können.
Antworten
Malko07:

#66892: Wenn man bedenkt, wie

7
03.08.10 09:25
schwach die staatlichen Stimulimaßnahmen in Europa und wie umfangreich sie durch die US-Bundesregierung sind, macht das Wachstum auf Basis manipulierten Zahlen von 0,6% im letzten Quartal nicht viel her. Annualisiert machen die 0,6 dann 2,4% aus. In der FTD werden immer die US-Daten annualisiert und die europäischen Daten nicht hochgerechnet angezeigt. Immerhin hatte Deutschland im 2. Quartal ein Wirtschaftswachstum von 4,4% (annualisiert) und nur wenige europäischen Länder sind unter 0,6% geblieben - auch ohne hedonistische Schönung.

Dass sogar Bernanke und Greenspan inzwischen trüb in die Zukunft schauen, kann die FTD in ihrem "Krampf" gegen Europa nicht irritieren. Deshalb haben auch einmal in die Welt gesetzte US-Zahlen  weiterhin Bestand, auch wenn sie längst von der Realität eingeholt wurden. Der IWF prognostiziert für Griechenland für das Jahr 2012 ein deutliches Wachstum. Für dieses Jahr sollen es -4% werden. Schauen wir mal wo sich die USA 2012 befinden werden.

Beachtlich ist die Entwicklung in Europa und nicht nur in Deutschland: So brummt z.B. in Italien die Wirtschaft und das Land hat einen großen Export- und Leistungsbilanzüberschuss. Zählt aber zu den PIIGS-Staaten - komisch!
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Anti Lemming:

USA - Eurozone - China

8
03.08.10 09:54
Man muss berücksichtigen, dass der Aufschwung in der Eurozone und speziell in Deutschland vor allem auf positive - aber vermutlich nach nachhaltige - Asien-Einflüsse (Exporte nach China) zurückgeht. Dass D. sich zurzeit besser schlägt als USA (gemessen an Stimmungs-Indikatoren sowie DAX vs. SP-500), dürfte daher nicht in Stein gemeißelt sein.

China ist ein undurchsichtiger, von einer hochmanipulativen Kaderpartei geführter Moloch, und die meisten Chinesen sind verkappte Zocker (zuvor am Aktien-, jetzt am Immobilienmarkt). Ob das eine solide Basis ist? Inwieweit kann man in einer staatsdirigistischen Planwirtschaft den Zahlenangaben (Einkaufsmanagerindex, BIP-Wachstum usw.) überhaupt trauen? Die Sowjetunion hat auch regelmäßig mit Panzerparaden die Erfüllung ihrer 5-Jahrespläne gefeiert und ist dennoch an ihrer inneren Schwäche zerbrochen.

Die Chinesen "spielen" mMn USA und kopieren die US-Parameter, doch politisch, ökonomisch und strukturell liegen dazwischen Welten. (Man denke nur daran, dass das chin. Wirtschaftsministerium an Geschäfte ausgelieferte Waren bereits als "verkauft" verbucht, in der Erwartung, dass dies - notfalls auf Staatsgeheiß - auch passieren wird. Das "riecht" nach Intel, wo Lageraufstockungen - auf Verdacht aufgetürmte Prozessoren-Berge - vom kommenden IT-Aufschwung künden sollen.)

Kann der selbstpropagierte China-Boom und -Hype, gekoppelt mit (nicht wiederholbaren) 450-Mrd.-Geldflutungen der Maoisten und einer Statistik-Verlogenheit, an der sich selbst die Amis und Japaner noch eine Scheibe abschneiden könnten, eine solide Basis sein für "den weltweiten Aufschwung",  der in USA und in der Eurozone "von innen heraus" partout nicht aufkommen will?

In den alten Industrie-Ländern herrscht einstweilen Deflation - vor allem in den von Sparzwängen gebeutelten PIIGS - , und unter der Prämisse, dass China weniger als 10 % des Welt-BIPs stellt, scheinen mir die Analysten-Hoffnungen auf eine "Heilung aus dem Osten" äußerst trügerisch.



2007 lag das BIP von USA und Europa bei zusammen 33 Billionen. Ganz Asien brachte es auf 12 Billionen.

www.bpb.de/wissen/I6PFEV,0,WeltBruttoinlandsprodukt.html
Antworten
musicus1:

re finacial times.......ftd

3
03.08.10 09:59
mir kommt   dieses blatt fast wie  der verlängerter  arm von obama vor, MALKO  hat das treffend  in seinem post  beschrieben.....
Antworten
Malko07:

BMW schlägt Erwartungen

7
03.08.10 09:59
Der USA Bären-Thread 8410511
Mercedes und Audi hatten bereite gl�nzende Zahlen vorgelegt. Heute hat BMW nachgezogen: Der M�nchener Premium-Autobauer verdiente im zweiten Quartal deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei der Rendite erreichte BMW einen Wert von 9,6 Prozent � so lautete eigentlich das Ziel f�r 2012. Die deutschen Autobauer befinden sich im Sommerm�rchen. -  
__________________________________________________
2009 haben sich die Autokonzerne mit Unmengen an billigem Geld vollgesogen. Das diente
der Refinanzierung und und der Abdeckung zukünftiger Probleme. Und diese Probleme ist
man massiv mit einem Teil dieses Geldes angegangen. Dadurch sind die Eintageszulassungen
so richtig schön heftig explodiert. Gilt für alle deutsche Hersteller. Dass dann auch noch die
Chinesen wie verrückt einkaufen war so anscheinend nicht geplant. Jetzt muss man eben mit
den "einmaligen" Ergebnissen leben.

;o)
Antworten
Malko07:

#66895: Weder die USA noch China

7
03.08.10 10:11
werden demnächst auf Null fallen. Und Europa ist der größte Markt der Welt und bezieht einen sehr großen Teil des Wachstums aus sich selbst. Auch die deutschen "Exporte" bedienen größtenteils den europäischen Markt. Die BeNeLux  nimmt wesentlich mehr auf als die USA. In China laufen zweifellos "verrückte" Stimulierungsmaßnahmen, die nicht nachhaltig funktionieren können. Aber wie richtig festgestellt wurde, ist China nicht die Welt. Viele Exporte von europäischen Firmen nach China dienen der Hochrüstung der europäischen Werkbänke in China welche wiederum Produkte oder Halbwaren für den Weltmarkt herstellen. Die Verzahnung ist schon recht kompliziert.
Antworten
Malko07:

Manche Schmierblätter

13
03.08.10 10:23
wissen immer sofort was die Hintergründe einer Entwicklung sind, obwohl noch kein Meldeschluss für die Daten des 2. Quartals vorliegt. Für alle die es interessiert
hier die Rangfolge der Handelspartner 2009.
Antworten
fkuebler:

Malko #899: Das ist ja wirklich erstaunlich, ...

2
03.08.10 10:35

"Für alle die es interessiert hier die Rangfolge der Handelspartner 2009"

..., wenn man da mal reinguckt. Hätte ich nie gedacht.

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