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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Silber

Strategie Hebel
Steigender Silber-Kurs 5,00 9,99 10,54
Fallender Silber-Kurs 5,08 5,66
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH9TDR4 , DE000VJ0SRN2 , DE000VJ0XMU8 , DE000VY4J3H6 , DE000VY4J3P9 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Anti Lemming:

1,07 Mio. Barrel mehr als erwartet

2
06.04.10 23:07
in den Öl-Lagern. Öl fällt 12 Cents auf 86,72 Dollar.

Es gab Zeiten, da wäre Öl um 4,5 % gefallen. Aber der Markt (aka GS) "will nach oben".




April 6, 2010, 4:39 p.m. EDT
Crude oil falls following API inventory data
By Claudia Assis

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Crude oil fell following inventory data showing an increase of 1.07 million barrels in crude stockpiles. Oil for May delivery lost 12 cents, or 0.2%, to $86.72 in electronic trading as trade group American Petroleum Institute showed inventory increase a bit lower than expected. Analysts surveyed by Platts expected an inventory build of 1.5 million barrels for the week ending April 2. The U.S. Energy Information Administration releases its report Wednesday at 10:30 a.m. Eastern.



ÖL: "Die 140 ruft", aber hört der Markt auch hin?

Das 50 % RT des 2008-Absturzes liegt bei 88,50 Dollar. Bis dahin fehlen nur noch 2 Dollar oder 1,5 Handelstage ;-)

.
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Der USA Bären-Thread 311610
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Ischariot MD:

Groteskes zur Nacht

7
06.04.10 23:09

... das kommt davon, wenn man seine Entwicklungslabore in Kalifornien zu sehr klimatisiert:
________________________

Nach zehn Minuten in der Sonne: iPad läuft  heiß

Mit dem neuen iPad am Strand liegen und sich die Sonne auf dem Pelz  brennen lassen – das könnte schwierig werden. Mehrere US-Kunden, die ihr  Tablet in den warmen Frühlingstagen draußen benutzten berichten von  Überhitzungsmeldungen. Zach Honig, Redakteur beim PC-Magazine zeigt auf Twitter das  Bild seines iPads mit Fehlermeldung. Er hatte das Gerät nur zehn  Minuten in der Sonne benutzt, bevor es sich mit der Meldung "iPad needs  to cool down before you can use it" verabschiedete. Eine Minute im  Kühlschrank habe das Gerät aber wieder auf Betriebstemperatur  heruntergekühlt. Andere Nutzer bestätigen das Problem.

(...)  
Viele Nutzer klagen über schlechten WLAN-Empfang. Zwar ist die Antenne  an der einzigen nicht-metallenen Stelle untergebracht, nämlich unter dem  Apfel-Symbol an der Rückseite. Allerdings wird der Empfang auch durch  die jeweilige Unterlage abgeschirmt.

Der USA Bären-Thread 7773923

Der USA Bären-Thread 7773923

http://www.n-tv.de/technik/computer/iPad-laeuft-heiss-article810859.html

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Anti Lemming:

Weiter so, Wawidu

10
06.04.10 23:10
Es geht doch nichts über ein erfrischendes Untergangsposting in diesen schnellsteigenden Zeiten ;-)
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Hagen v. Tronje:

@ Malko07

12
06.04.10 23:13

Alles richtig Malko.

Laut (dpa-AFX) werde man wohl noch für geraume Zeit  von einem "langem Zeitraum" niedriger Zinsen sprechen, heißt es in dem am  Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Notenbanksitzung von 16 März.  Dies gelte insbesondere, falls sich der wirtschaftliche Ausblick verschlechtere  und der Inflationstrend weiter nach unten zeige

Gleichzeitig zeigt der FOMC sich besorgt über die anhaltende Schwäche am Häuser- und Arbeitsmarkt  und kommt zu dem Fazit: "Der Konsum dürfte durch den Arbeitsmarkt, die verschärften Kreditbedingungen und moderates Einkommenswachstum gedämpft bleiben."

--------------------------------------------------

M.E. verdeutlichen solche Aussagen doch ganz klar, dass die Propangandamaschinerie den Leuten etwas vorgaukelt, was realiter überhaupt nicht existent ist.

Ein selbsttragender Aufschwung ist weit und breit nirgends in Sicht, was gelegentlich (s.o.) auch mal mehr oder weniger offen eingestanden wird.

Ja die Jungs trauen sogar nicht mal mehr ihrer eigenen Propaganda (zum Leidwesen der Bären).

--------------------------------------------------

Fazit:

Kurzfristig weiterhin (als Bär) in Deckung bleiben.

Aber  immerhin:  Solche Aussagen wie oben zeigen letztlich doch nur, dass all die hier (in bemerkenwerter Kleinarbeit)  zusammengetragenen - und gelegentlich belächelten - Fakten in ihrer überwiegenden Mehrzahl absolut korrekt sind und durchaus die Realität widerspiegeln.

Das diesen Bemühungen kurstechnisch zurzeit (noch) der Erfolg versagt ist, liegt (aus bekannten Gründen)  in der Natur der Sache.

Aber wer sich auf die (höchstinteressante) Fundamentalschiene begibt, muss eben ein dickes Fell (und vor allem unendlich viel Geduld) haben.

Und AL's Verweis auf Japan (im Übrigen wohl auch Kübis Lieblingsthema) weist dem (mittel- bis  langfrist) Investor  m.E. durchaus (in groben Zügen)  den Weg.

Man muss eben nur wissen, was man will.

Bin ich Daytrader, interessiert mich der Bären-Thread nicht.

Bin ich Antizykliker mit Wochenperspektive ebenfalls nicht.

Aber beabsichtige ich, größere Summen (auf mehrere Monate anzulegen), fällt mein Blick schon eher auf diesen Thread.

Und für alles, was in Summe und Zeithorizont über letzteres hinausgeht, wäre es m.E. zumindest grob fahrlässig, sich  nicht die Zeit zu nehmen, um mal einen Blick hinter die Kulissen (sprich Mainstream-Presse etc.) zu werfen.

Man darf eben nur nicht die (unterschiedlichen)  Erwartungs- (Spekulations-) horizonte durcheinanderbringen.

Das Argument, hier wurde seit März 2009 quasi der rasante Kursanstieg verpennt, zählt für mich nicht. Ich kenne wohl einige hier, die im März 09 (entgegen dem Mainstream) gekauft, aber leider auch wieder zu früh verkauft haben.

Wer es hingegen immer besser wusste und seine (im Jahr 2009 aufgebauten) Positionen bis dato gehalten hat, der darf sich gerne melden und wird mit seinen Argumenten auch sicher (das unterstelle ich hier einfach mal) gehört.

Ich (persönlich) kenne niemanden.

Einzige Ausnahme (ernsthaft): Mein Vater (89 Jahre alt und das letzte Mal in den 70 er Jahren massiv in Aktien investiert) hat,  nachdem er einem Meeting der Deutschen Bank auf Einladung beiwiohnte  (ist u.a. mit einem aktuellen Vorstand aufs Engste verbunden), quasi aus heiterem Himmel Mitte Feb. 2009 eine (höhere) siebenstellige Summe auf diverse Dax-Werte investiert und diese bis dato eisern gehalten.

Bemerkenswert dabei: Er ist nicht auch nur annähernd bereit mir mitzuteilen, was dort zur Sprache kam.

Meine Interpretation: Altersstarsinn. ;-)

Seine Interpretation: Junge, du muss deinen eigenen Weg gehen. ;-)

Seit diesem Zeitpunkt, ist unser Verhältnis, sobald das Thema  Börse zur Sprache kommt,  von "leichten Irritationen" flankiert ;-).

Aber was soll's: That's Life ;-)

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wawidu:

LQD

3
06.04.10 23:17
ist das Kürzel für den ETF auf in USD begebene Investment Grade Corporate Bonds. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich die Goldmänner und Blackrocker u.a. an dessen Entwicklung orientieren. Eine derart langgestreckte Top-Phase ist mir noch nie zuvor begegnet. Möglicherweise/wahrscheinlich haben sie bei der wahnwitzigen Entwicklung der Corporate Bonds Kurse seit Q4/2008 sogar als führende Marketmaker agiert.
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Der USA Bären-Thread 311611
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Anti Lemming:

Apple alles Schund

9
06.04.10 23:21
Der angebissene Apfel im Logo spricht Bände, und der Oberwurm ist Steve Jobs.

Alles Hochglanz-Hype, der sich schnell mattscheuert, in der Sonne heißkocht und wegen Schlamper-Bugs hängen bleibt.

Ich senke hiermit das Apple-Kursziel auf 47 Dollar bis Mitte Oktober. Die Nasdaq wird sich ebenfalls halbieren. Denn da ist ebenfalls der Wurm drin.
Der USA Bären-Thread 311613
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TurboLuke:

oh ja!

8
06.04.10 23:32
angenehm frische Bärenpostings wieder hier. Da will ich nicht nachstehen ;)

Der Aufprall wird hart, Freunde! ;-))
Der USA Bären-Thread 311617
Mein Blog:
turboluke.wordpress.com/
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Anti Lemming:

LQD läuft schon seit Jahren seitwärts,

 
06.04.10 23:33
LQD ist halt ein Bond-Fond, der "normalerweise" um die 100 notiert.

Die große Frage ist, ob wir jetzt wieder normale Zeiten haben. Die hohen Staats- und sonstigen Verschuldungen haben Anleihe-Investitionen gefährlicher gemacht.

Am Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 schossen die Kurse von US-Staatsanleihen nach oben (siehe TLT), während die von Unternehmensanleihen in den Keller rauschten. Das galt selbst für die "sonst eigentlich sicheren" Investment-Grade Bonds wie LQD.

Kommt es zu einer weiteren Banken- oder gar Staatskrise ähnlichen Ausmaßes?

Dann - und wohl nur dann - würde LQD erneut in den Keller gehen. Das ist aber ein Extrem-Szenario.
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Der USA Bären-Thread 311615
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Anti Lemming:

US-Fiskus profitiert angeblich von der Krise

6
06.04.10 23:37
Er soll wegen der hohen TARP- und sonstigen Gebühren 10 Mrd. "verdient" haben...

www.ftd.de/politik/international/...on-der-krise/50097419.html

Aber was ist mit den 185 Mrd., die der Fiskus für den AIG-Bailout locker machen musste (für lau) und die in den Taschen von GS, DB und anderen Großzockern versickerten?

Hier scheint die FTD wirklich der Ami-Propaganda aufgesessen zu sein.

Fehlt nur noch der Hinweis, dass wir öfter solche Krisen brauchen, damit der Staat sich über die Gebühren entschulden kann ;-)
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relaxed:

#60079 Wenn man im Februar 2009 in

5
07.04.10 00:00
deutsche Blue Chips eingestiegen ist und das Geld nicht benötigt, dann gibt es auch keinen Grund zu verkaufen - mangels Alternativen. ;-))

Dein Vater ist sicherlich, wie andere auch, vom Börsenanstieg überrascht, doch dies ändert nichts an der grundsätzlichen Überlegung, die 2009 zu diesem Investment geführt hat.
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wawidu:

stöffen - # 60044

2
07.04.10 00:32
Tja, Dollar Thrifting Auto Corp. SCHEINT in der Tat ein Superwert ZU SEIN:

Company Information
Dollar Thrifty Automotive Group, Inc. (DTG) is engaged in the business of the daily rental of vehicles to business and leisure customers through company-owned stores. The Company also sells vehicle rental franchises worldwide and provides sales and marketing, reservations, data processing systems, insurance and other services to franchisees. The Company has two additional subsidiaries, Rental Car Finance Corp. (RCFC) and Dollar Thrifty Funding Corp., which provide vehicle financing to the Company. Dollar Rent A Car, Inc., the Dollar brand and DTG Operations operating under the Dollar brand are individually and collectively referred to as Dollar. Thrifty, Inc., Thrifty Rent-A-Car System, Inc., Thrifty Car Sales, the Thrifty brand and DTG Operations operating under the Thrifty brand are individually and collectively referred to as Thrifty. The Company operates with its Dollar and Thrifty brand.
--------------------------------------------------

Marktkapitalisierung aktuell: 976 Mio.
Profitquote im Geschäftsjahr 2009: 2,93 %
Barvermögen Ende 2009: 400 Mio.
Schulden Ende 2009: 1,82 Mrd.

Meine Interpretation: wie bei vielen US-Werten - mehr Schein als Sein.

Nachbörslich ist dieser Wert heute übrigens deutlich eingebrochen.
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Der USA Bären-Thread 311622
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#60087

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#60088

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#60089

relaxed:

#60087 Du wirst solche Leute in einer

7
07.04.10 08:31
Parteiendemokratie nicht in die entsprechenden Funktionen bekommen. Schon die eigene Partei wünscht diese Art der Unabhängigkeit nicht. Leider haben die Väter des Grundgesetzes nicht bedacht, welche intellektuelle und moralische Erosion in den Eliten schon nach einer Generation stattfinden wird.
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Kicky:

Löschung auf Wunsch des Verfassers?

4
07.04.10 09:07
gleich 3x hintereinander?? oder spielt Kalli 2003 (Fussballer und Biertrinker)verrückt?
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Kicky:

Anleger fliehen Griechische Anleihen

6
07.04.10 09:12
www.nytimes.com/2010/04/07/business/global/....html?ref=global
Investors fled Greek bonds on Tuesday, pushing up the cost of new borrowing for the debt-stricken nation and calling into question a joint rescue plan by the European Union and the International Monetary Fund. As early as May, Greece will need to raise an additional 11.6 billion euros ($15.5 billion), to cover a gaping budget deficit and refinance old debt as it comes due. The surge in interest rates on Greek bonds is expected to make it harder, and more expensive, for the country to borrow the money it needs.

Over the last few months, worries about a possible default by Greece have unnerved markets around the world, forcing European leaders and the I.M.F. to come up with a plan to provide aid in the event that Greece could no longer raise money from private investors. ......Now investors are signaling a lack of faith in the ability of the European Union and the I.M.F. to coordinate any help.

“The E.U. hasn’t gotten that far in coming up with an aid mechanism,” said Eric Fine, an emerging markets portfolio manager with Van Eck Global in New York.

The sell-off on Tuesday was spurred by reports, later denied, that Greece was seeking to renegotiate the terms of the rescue deal.

A spokeswoman for the Greek finance ministry, Filio Lanara, said Tuesday that Greece had taken “no action to change the terms of the agreement on mechanisms of support.” Nor, she said, has Greece “sought to activate this mechanism.”

I.M.F. officials are set to arrive in Athens on Wednesday to discuss the government’s austerity measures and find ways to increase tax revenue.

At one point Tuesday, the yield on Greek debt climbed past 7 percent ....
Antworten
relaxed:

#60091 Nee, ich denke das war etwas zu

2
07.04.10 09:19
persönlich und das möchte man nicht für alle Welt sichtbar lassen.
Antworten
Kicky:

Bericht des ZDF zur Spanienkrise gestern

8
07.04.10 09:21
frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,8060813,00.html
gestern wurde bemerkt, dass allein deutsche Banken hier 245 Milliarden angelegt haben
....Und es geht um viel Geld. 325 Milliarden Euro, so schätzt der spanische Bankenberater Jonás Fernández, schulden spanische Bauträger den Banken. Jonás Fernández weist darauf hin, dass diese Kredite nur sehr schlecht abgesichert seien: "Die 325 Milliarden Euro, die die Immobilienfirmen den Banken schulden, sind gedeckt mit Grundstücken als Gegenwert", erklärt Fernández. "Nur sind die Grundstücke im Moment wirklich nichts wert."

Hemmungslose Bauwut und leichtfertige Vergabe von Immobilienkrediten durch Banken und Sparkassen bis die Blase platzt, das gab es schon einmal - bei der amerikanischen Subprime-Krise, die zur weltweiten Finanzkrise wurde. "Wir haben hier doch einige Parallelen", so der Finanzexperte Achim Dübel gegenüber Frontal21. "Diese Blase wurde sehr stark aus dem Ausland angeheizt." Auch die amerikanische Blase sei sehr stark durch chinesische, japanische und deutsche Anlagen in den USA angeheizt worden. "Das ist auch in Spanien der Fall, denn diese Pfandbriefe und Verbriefungen wurden ja im Ausland im Wesentlichen verkauft."


Finanzexperten sind zunehmend beunruhigt, denn nach Griechenland gerät mit Spanien das nächste Euro-Land ins Taumeln. Hinzu kommt, dass Spanien ein ganz anderes Gewicht hat als Griechenland - mit Folgen: "Das, was wir Griechenland derzeit an Rettung durch Deutschland, Frankreich, durch den IWF (Internationaler Währungsfonds)versprechen, ist nicht einmal für Griechenland haltbar", befürchtet Dübel. "Denn die Schulden, die da zur Refinanzierung anstehen, sind deutlich höher." Es werde auf keinen Fall für Spanien und andere größere Länder reichen, so der Experte. Eine Pleite Spaniens wäre eine Katastrophe auch für Deutschland, hat die Bundesrepublik doch insgesamt Forderungen in Höhe von 245 Milliarden Euro an den EU-Partner.
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Malko07:

Es kommen fünf enttäuschende Jahre

13
07.04.10 09:21

US-Ökonom Shiller:

„Es  kommen fünf enttäuschende Jahre“

   

Der renommierte US-Ökonom Robert Shiller spricht im Interview  mit dem Handelsblatt über die Illusion, dass die Krise schon vorbei sei,  die Notwendigkeit weiterer milliardenschwerer Konjunkturprogramme und  die Gefahren durch die wachsende Ungleichheit in Amerika.


Professor Shiller, nach Kaufrausch und Kreditkrise beginnt Amerika  zu sparen. Muss das Land akzeptieren, dass in den nächsten Jahren die  Schulden einer wilden Boomzeit abgetragen werden - auf Kosten strammen  Wachstums?

 

Shiller: Ob wir es akzeptieren oder nicht: Ich befürchte, dass es so  kommen wird. Ökonomen, die sich mit historischen Daten befassen,  erkennen dieses Muster schon jetzt: Kenneth Rogoff und Carmen Reinhardt  schreiben zum Beispiel, dass Zeiten hoher Staatsverschuldung regelmäßig  mit deutlich niedrigeren Wachstumsraten einhergehen. Es gibt also klare  Hinweise dahingehend, dass schwere Krisen die Wirtschaftsentwicklung auf  Jahre hinaus belasten. Ich persönlich rechne damit, dass die nächsten  fünf Jahre enttäuschend sein werden. Denn wir sollten nicht vergessen:  Die jüngste Rezession war außergewöhnlich, sie verzeichnete den  schärfsten Einbruch seit der Großen Depression. Und es ist nach wie vor  unsicher, wie funktionsfähig das System nach diesem massiven Schock  wirklich ist.

 

Die Finanzmärkte sind zunehmend sicher, dass alles wieder  funktioniert. Das Vertrauen in die Stabilität des Systems scheint  zurück, die größte Volkswirtschaft der Welt wächst wieder, und die  Börsenkurse schreiben weltweit ihre rasante Erholung fort. Weshalb  bleiben Sie so skeptisch?

 

Shiller: Das Problem ist, dass die Krise weiter schwelt. Es besteht  das Risiko, dass das frisch gewonnene Vertrauen mit der Zeit schwindet,  wenn wir eine unzureichende Konjunkturerholung sehen und weitere  befremdliche Geschichten hören von Staaten, die zahlungsunfähig werden  oder finanziell aufgefangen werden müssen. Es zeichnet sich auch  politischer Widerstand gegen weitere Rettungsmaßnahmen ab, etwa mit der  Tea Party-Bewegung, die ich durchaus für ein Phänomen halte. Sollten die  Bemühungen zur Stützung der Konjunktur auf dem politischen Feld  zerstört werden, könnte es einen doppelten Abschwung (Double-Dip) geben.

 

Ökonomen verweisen einhellig darauf, dass diese "Double-Dips"  historisch höchst selten seien.

Shiller: Die Frage ist, wie man den Begriff definiert. Meiner Ansicht  nach gab es auch in der Großen Depression einen "Double-Dip", obwohl  zwischen dem Boden der Rezession 1933 und dem nächsten Abschwung vier  Jahre lagen. Nach Definition des US-Forschungsinstituts NBER waren das  zwei getrennte Rezessionen. Ich halte die Phase zwischen 1933 und 1937  aber sehr wohl für einen doppelten Abschwung, weil die Arbeitslosigkeit  in dieser Phase massiv war und sich nie richtig erholt hat.

Auch 2010 ist das Schlagwort "Jobless Recovery" noch nicht aus der  Welt: Amerika hat im Zuge der Krise mehr als acht Millionen Jobs  verloren und holt bisher kaum welche zurück - trotz all der positiven  Signale, die seit Monaten aus den Unternehmen kommen. Wie schätzen Sie  die Lage am Arbeitsmarkt ein?

 

Shiller: Wir kennen das aus der Zeit der Großen Depression, die alle  mit ihrer Leidensdauer überraschte. Es hat auch nach 1933 Phasen  rasanten Wachstums gegeben, bisweilen sogar mit einer Rate von zehn  Prozent. Da konnte sich wohl kein Ökonom erklären, weshalb die  Arbeitslosigkeit trotz der offensichtlichen Erholung einfach nicht  zurückgehen wollte. Der Widerwille, Arbeitskräfte einzustellen,  resultierte damals aus der Angst vor einer Regulierungs- und  Verstaatlichungswelle, aber auch aus einer generellen Unsicherheit über  die wirtschaftliche Entwicklung. Am Ende regierte die Verzweiflung, das  kapitalistische System könne dauerhaft verloren sein. Das ist gewiss  nicht unsere Stimmung im Moment, aber ich habe Sorge davor, dass sie  zurückkommen könnte.

 

Sie verweisen auffällig oft auf die Depressionszeit und warnen  regelmäßig davor, dass wir derzeit auf eine künstliche Wirtschaft  blicken, die von Hilfspaketen und Rettungsschirmen geprägt sei. Auf der  anderen Seite fordern Sie wie Ihr Kollege Paul Krugman geradezu mit  Leidenschaft weitere Stimulusprogramme. Wie passt das zusammen?

 

Shiller: Wir müssen bereit sein mehr zu tun, weil die Lage noch  fragil ist. Ob Menschen Vertrauen in die Wirtschaft haben oder nicht,  ist schwer zu lenken. Nach Krisen hat man dazu im Grunde genommen nur  eine Chance. Sollten wir die vermasseln, braucht es wohl eine neue  Führungsperson mit neuen Ideen, um das Vertrauen zurückzugewinnen.

 

Amerika hat zur Krisenbekämpfung mehrere Billionen Dollar in den  Finanzsektor gepumpt, Abwrackprämien für Autos und neuerdings sogar für  Hausgeräte ausgelobt, Steuergutschriften für Häuslebauer und vieles  mehr. Wie groß sollte das nächste Hilfsprogramm denn Ihrer Meinung nach  ausfallen?

Shiller: Ich habe keine feste Zahl im Kopf, aber ich bin schon der  Überzeugung, dass wir noch mal etwas Großes benötigen - ein Volumen, das  vergleichbar ist mit dem des ersten Stimulusprogramms.

Das wären noch mal rund 800 Mrd. Dollar. Sorgen Sie sich nicht  davor, dass Amerika in ein immer schwerer zu kontrollierendes  Schuldenchaos rutschen könnte?

 

Shiller: Natürlich müssen wir uns Sorgen machen um das Staatsdefizit,  aber angesichts der fragilen Lage der Wirtschaft gibt es nur  unbehagliche Entscheidungen zu treffen. Wir müssen dabei abwägen, was  wichtiger ist: Schuldenreduktion oder Maßnahmen zur Stützung der  Konjunktur. Ich bin der Meinung, dass die Notwendigkeit von  Stimulusprogrammen die Schuldenproblematik noch immer überwiegt. Wir  haben uns ziemlich gut aus der Krise manövriert, aber die Gefahr eines  "Double-Dip" ist noch nicht gebannt.

 

Der Privatkonsum, der die US-Konjunktur zu mehr als 70 Prozent  trägt, hält sich seit Monaten einigermaßen stabil. Haben die Verbraucher  überhaupt noch die finanziellen Reserven, um ihre gewohnte Rolle als  Konjunkturlok für Amerika und die Welt zu übernehmen?

 

Shiller: Ich finde es bemerkenswert, dass das Verbrauchervertrauen in  der Krise nicht auf ein Rekordtief gefallen ist. Es ist eines dieser  Mysterien, die Wirtschaftsprognosen so unvorhersehbar machen. Ich kann  mir das nur mit den aggressiven Stimulusmaßnahmen der Regierungen  erklären. Wir haben da wohl aus der Großen Depression gelernt: Damals  sind tausende Banken zusammengebrochen, und Millionen von Menschen haben  ihr Geld verloren. Das hat Panik erzeugt und ein Bild des Versagens.  Heute ist das Verbrauchervertrauen auch deshalb so stabil, weil es diese  Fotos von Anstürmen auf Banken, die Menschen verängstigen, nicht gibt.

 

Dennoch beschwören einige Experten bereits eine neue "Ära der  Genügsamkeit" im Konsumwunderland. Werden die Amerikaner ein bisschen  sparsamer, ein bisschen deutscher, wenn man so will? Immerhin liegt die  Sparrate seit Ende 2008 konstant über der Marke von drei Prozent.

 

Shiller: Es gibt bemerkenswerte Wendepunkte bei der Sparrate. In den  frühen 80er-Jahren begannen die Amerikaner zu sparen, weil eine Phase  hoher Inflation das Gefühl von Unsicherheit ins Land brachte, wenn auch  mit deutlicher Verzögerung. Seitdem ist die Sparrate nach und nach  zurückgegangen, und es setzte über die Jahre Selbstgefälligkeit ein. Die  offene Frage ist, ob die jüngste Krise als "Event" groß genug war, um  einen neuen Wendepunkt zu markieren. Im Moment sieht es nicht danach  aus, weil die Stimulusprogramme gut gewirkt haben. Vielleicht können wir  dieses Niveau der Zuversicht halten und so die Krise hinter uns lassen.

 

Jetzt widersprechen Sie sich aber: Wie passt das zu Ihren  skeptischen Prognosen zu Beginn?

Shiller: Es gibt derzeit einfach keine befriedigenden Prognosen. Ich  spreche nur über Szenarien in einer sehr unsicheren Zeit. Grundsätzlich  bleibe ich im Lager der Skeptiker. In einer gestressten Wirtschaft haben  es Innovationen sehr schwer, und die Menschen stellen Initiativen  zurück. Darauf fußt jedoch das Wachstum, das wir in der Vergangenheit  erzielt haben.

Mit Ihrem Bestseller "Irrationaler Überschwang" sind Sie auf dem  Höhepunkt der New-Economy-Euphorie als punktgenauer Analytiker und  Börsenschreck bekannt geworden. Halten Sie die Aktienmärkte im Moment  für teuer oder günstig?

 

Shiller: Sie sind aus meiner Sicht hoch bewertet, vor allem mit Blick  auf die vielen Schwachstellen und Verwundbarkeiten der Wirtschaft. Aber  machen wir uns nichts vor: Börse ist Spekulation. Menschen machen sich  Gedanken darüber, was andere Menschen denken. Sie picken Aktien, weil  sie davon ausgehen, dass andere Menschen diese Aktien in naher Zukunft  auch kaufen. Als in der Krise die ersten grünen Triebe (Green Shoots)  auftauchten, dachten sich viele: Oh, ich gehe jetzt besser in Aktien,  denn Aktienmärkte erholen sich regelmäßig schneller als die Wirtschaft  selber. Dann begannen die Firmengewinne zu steigen, und einige andere  Menschen sagten sich: Siehst Du, die Leute hatten Recht.

 

Sie hatten ja tatsächlich Recht, die Firmengewinne haben sich nach  einer langen Talfahrt erholt.

 

Shiller: Ja, aber das alles geschah aus ein und demselben Grund: Die  Zuversicht kehrte zurück. Es ist in gewisser Weise absurd, aber das ist  das fundamentale Problem der Makroökonmie: Sie hängt von solchen  psychologischen Dingen ab. Wenn Sie von mir als Ökonomen erwarten, dass  ich Ihnen den Sinn des Ganzen aufzeige, muss ich Ihnen sagen: Ich kann  es nicht.

 

18 Monate nach dem Beinahe-Kollaps des Finanzsystems schüttet die  Wall Street bereits wieder satte Dividenden und Milliardenboni aus,  während auf vielen anderen Straßen Amerikas vor allem der Run auf  Essensmarken zunimmt. Auch wenn die USA nicht als Neidgesellschaft  bekannt sind: Ist das nicht Sprengstoff fürs soziale Klima?

 

Shiller: Ich warne seit langem vor dieser Gefahr und sehe die  Notwendigkeit, dass die Wirtschaftspolitik in den USA auf die wachsende  Ungleichheit im Land reagiert, etwa über Änderungen im Steuersystem. Es  kann noch bedrohlich werden, wenn wir eine wachsende Anzahl von Menschen  nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt unterbringen. Dann könnten wir in den  nächsten ein, zwei Dekaden vor Problemen stehen, welche die aktuelle  Krise in den Schatten stellen.

 

Robert Shiller

 

Der Wissenschaftler: Robert Shiller lehrt seit 1982 an der  Eliteuniversität Yale und gehört zu den einflussreichsten  Verhaltensökonomen. Sein im Jahr 2000 auf dem Höhepunkt der  Aktienhysterie erschienenes Buch "Irrationaler Überschwang" wurde zum  Bestseller und machte Shiller weltberühmt. Das Frankfurter  Forschungsinstitut Center for Financial Studies hat den notorischen  Mahner im Vorjahr mit dem Deutsche Bank Prize  in Financial Economics ausgezeichnet.

 Die Person: Shiller ist kein Star-Ökonom in Nadelstreifen: In  Detroit geboren, zeigt sich der heute 64-Jährige selbst auf hochkarätig  besetzten Kongressen in Billig-Sakko und ausgetretenen Schuhen. Er  besitzt ein Sommerhäuschen auf einer kleinen Insel in der Nähe von New  Haven, in dem er ohne Strom auskommt. Shiller ist seit mehr als 30  Jahren mit einer Psychologin verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

www.handelsblatt.com/...-es-kommen-fuenf-enttaeuschende-jahre;2557304

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Malko07:

Tanzen, solange die Musik spielt

8
07.04.10 09:30
Tanzen, solange die Musik spielt
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Niedrige Zinsen sind gut für die Börse, weil Erträge oberhalb der  Finanzierungskosten leichter zu erzielen sind. Die Tatsache, dass nach  der feierlichen Erneuerung des Niedrigzinsversprechens durch die Fed die  Reaktion eher moderat positiv war, zeigt aber, dass die Möglichkeiten,  Erträge zu erzielen, nicht mehr so einfach zu finden sind. Zudem sind  viele Anleger schon positioniert und es fehlt an eindeutigen Favoriten,  weil das Umfeld außer niedrigen Zinsen nur wenig zu bieten hat.

Unter  diesen Umständen scheint es, als ob der Tanz nur so lange weitergehen  kann, wie die Musik der Zentralbanken spielt. Daher traut sich diese  auch nicht aufzuhören - aus Angst vor Schlägereien im Saal. Doch  irgendwann dürfte den Geigern der Bogen vor Entkräftung aus der Hand  fallen - wohl dem, der dann schon zuhause ist.

www.faz.net

Heißt bei uns "Reise nach Jerusalem"

Antworten
Ischariot MD:

das belegt wieder mal

3
07.04.10 10:04
daß man als allererstes morgens früh den Bärenthread lesen muß. Nur so hat man die Chance, Hagen's politische Visionen erfahren zu dürfen ;o)
Und Deinem Vater ... Respekt!
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Anti Lemming:

Das Shiller-Interview in # 60095

9
07.04.10 10:41
stützt mMn die Bären-These. Er sagt auch explizit, dass er Aktien zurzeit für "hoch bewertet" hält. Das ist normalerweise kein Garant für weitere Anstiege (außer in "Bullen-Durchdreh-Phasen" wie 1999/2000). Die Tatsache, dass wir im DAX aktuell 22 % unter dem 2007-Blasenhoch stehen - was bullische Analysten wie Grüner als "Unterbewertungsargument" heranziehen - , impliziert keinesfalls, dass nicht bereits jetzt DAS Jahreshoch für 2010 erreicht ist - mit deutlichem Absacker im Sommer/Herbst.

Das ohnehin noch schwächliche Wachstum in D., das der IWF für 2010 mit gerade mal 1,2 % veranschlagt, gekoppelt mit hoher EU-Arbeitslosigkeit von knapp 10 %, rechtfertigt mMn keine DAX-Stände wie Ende 2006, als die Weltwirtschaft noch vom US-(Über-)Konsum - finanziert durch Verschuldung/Hausbeleihungen - beflügelt wurde und China die Spitze des Booms erreichte (eben weil USA so stark konsumierte). Deutschland "blühte" zu der Zeit u. a. durch Exporte in die PIIGS-Staaten (auf Kredit), nach USA (Autos) und durch Maschinenverkäufe an die fertigungswütigen Chinesen.

Die aktuell zu beobachtenden Verbesserungen der Fundamentaldaten gehen zum einen stark auf Basiseffekte zurück (niedrige Referenz Anfang 2009), zum anderen auf riesige staatliche Stimulationspakete, die das bis jetzt ausbleibende organische Wachstum ersetzen sollen. Vor allem in USA und China basiert der jünste "Boom" im Wesentlichen aus Staats-Stimulation, die in USA mit massiver Staatsverschuldung erkauft wird. Shiller hält die Neuverschuldung für das kleinere Übel - verglichen mit der deflationären Dürre, die bei einem Gürtel-enger-Schnallen" drohen würde. Doch niemand weiß, wie lange die Staaten inkl. USA diese Verschuldungs-Orgie noch fortsetzten können. Aufkommende Risikoaversion bezüglich US-Staatsanleihen in Gläubigerländern wie China (die ihre Exporterlöse neuerdings lieber in Rohstoffen, Firmenkäufen und landeseigenen Stimulationspaketen anlegen) spricht eher dagegen.

Ein weiterer wichtiger Faktor, den auch Shiller nennt, ist die "Hoffnung" und Stimmungsverbesserung inkl. gestiegenem US-Konsumentenvertrauen. So gesehen hat Bubblevision mit der verordneten Dauer-Euphorie gute Arbeit geleistet. Das erhöhte Konsumentenvertrauen führte dazu, dass die Amis seit Weihnachten wieder einen Teil ihrer "Angst-Ersparnisse" aus der Krise (Sparquote war auf ca. 6 % gestiegen, aktuell nur noch 3 %) auf den Kopf gehauen haben. Der gestiegene Konsum scheint im Nachhinein auch die auf Konjunkturhoffnung basierende Lageraufstockung der US-Firmen zu rechtfertigen, die zu rund 4 % zum letzten gemeldeten BIP-Wachstum von 5,6 % beitrugen; die restlichen 1,6 % gehen auf Stimu-Pakete und Rüstungsaufträge zurück. Bereinigt um diese beiden Faktoren ist die US-Wirtschaft daher nicht gewachsen.

Das Problem mit der Lageraufstockung ist, dass der damit einhergehende Produktionsboom viele US-Indikatoren nach oben gehievt hat, ohne dass die dabei gefertigten Produkte faktisch verkauft wurden. Lageraufstockung bedeutet, wie der Name sagt, dass die zuvor leergefegten Regale (bzw. Lagerhäuser) wieder aufgefüllt werden, mehr nicht.

Beim jüngsten Anstieg des US-Konsum dürften auch Nachholeffekte/Basiseffekte nach einer Zeit der "Schock-Starre" eine Rolle gespielt haben. Nachhaltig dürfte dieser vermeintliche "neue Konsum-Boom" jedoch nicht sein, da lediglich angesparte Substanz verbraucht wurde und Neuverschuldung und erst recht Hausbeleihung nur noch sehr eingeschränkt möglich ist. Ob sich die "auf Verdacht" wieder aufgefüllten Lager wie erhofft abverkaufen, ist daher längst nicht gewiss.

MMn drohen gerade bei US-Einzelhandelsaktien herbe Enttäuschungen. Der Retail-Index RLX (siehe unten) steht schon wieder auf der Höhe von Sept./Okt. 2007, als der DOW bei 14000 und der DAX bei 8000 austoppte. Vor dem Hintergrund der immer noch schwelenden Krise (AL-Quote in USA ist gut doppelt so hoch wie im Herbst 2007) kann man die rasanten RLX-Anstiege getrost als Rinderwahn abbuchen.

Zweifelhaft ist weiterhin, ob das "neue Urvertrauen" anhält, wenn sich - was wahrscheinlich ist -  in nächster Zeit schlechte Nachrichten zu drohenden Staatspleiten (PIIGS, GB, einzelne US-Bundesstaaten) häufen. Sollten die Börsen wegen einer akuten Staatskrise in einem größeren Land (Spanien, Portugal, GB) einen deutlichen Rutsch hinlegen, könnte die Stimmung (auch was Bond-Investments betrifft) schnell und nachhaltig kippen - mit nochfolgendem Abwärtsmomentum (Baisse nährt Baisse).

Die Börse war noch nie eine Einbahnstraße.



Der US-Retail-Index (Einzelhandels-Aktien) hat bereits wieder das letzte Blasen-Hoch von Herbst 2007 erreicht:
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 311691
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Contrade 121:

Shiller's Kommentare...

8
07.04.10 11:18

er tut nichts anderes, als sich für weitere Verschuldung auszusprechen. Bemerkenswert finde ich seine Verwunderung über die positive Verbraucherstimmung:

Ich finde es bemerkenswert, dass das Verbrauchervertrauen in  der Krise nicht auf ein Rekordtief gefallen ist. Es ist eines dieser  Mysterien, die Wirtschaftsprognosen so unvorhersehbar machen

Was soll denn daran unerklärlich sein? Die Medien propagieren die Halbwahrheiten als den Aufschwung schlechthin. Alles wirbt  werben für den Konsum und wie es bald neue Arbeitsplätze (die Lage hat sich ja so stark verbessert wenn man den Statistiken Glauben schenkt) regnen wird. Entsprechend handeln die Konsumenten: Ersparnisse auflösen, neue Konsumentenkredite aufnehmen und Konsumieren. Es wird schon gut gehen. Deshalb halte ich die Informationspolitik aus der Wirtschaft, der Politik und sonst. Quellen als höchst fahrlässig. 

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Anti Lemming:

Machtverlust der USA: Die Supermacht der Schulden

5
07.04.10 12:04

Handelsblatt

Machtverlust der USA: Die Supermacht der Schulden

Um die Folgen der Finanzkrise einzudämmen, stürzten sich die USA in eine historisch beispiellose Verschuldung. Den Preis muss Amerika in gleich zwei Währungen zahlen: in Dollar und in Machtverlust. Der Historiker Niall Ferguson zieht bereits Parallelen zum Untergang des Römischen Reichs.
von Markus Ziener


WASHINGTON. Der engste Wirtschaftszirkel um US-Präsident Barack Obama weiß, wie wichtig in einer Krise Psychologie ist. Also wollen die Verantwortlichen gelassen wirken, souverän, so, als hätten sie das ganze ökonomische Chaos, das sie seit dem Amtswechsel im Weißen Haus umgibt, fest im Griff.

Auf der Bühne steht an diesem Montag Finanzminister Timothy Geithner. Es ist der Tag nach dem wohl größten Erfolg seines Chefs. Dem wurde in der Nacht zuvor mit vier Stimmen Mehrheit denkbar knapp der Sieg im Ringen um die Gesundheitsreform beschert. Politisch ist Obamas Regentschaft damit bis auf weiteres gerettet.

Doch ökonomisch hat sich die Regierung ein Mammutprojekt aufgeladen: Über 900 Mrd. Dollar wird die Umsetzung der Gesundheitsreform kosten. Dass diese kaum vorstellbare Summe an anderer Stelle eingespart werden kann, glauben die wenigsten.

Dabei bewegt sich das Bundesdefizit schon jetzt in astronomischen Höhen: Im laufenden Budget liegt es bei geschätzten 1,75 Billionen Dollar - bei einem Gesamthaushalt von rund 3,5 Billionen Dollar. Damit wird das öffentliche Leben zu 40 Prozent auf Pump finanziert.

Diese Misere ist nicht nur Obamas Schuld. Massive Steuersenkungen unter Vorgänger George W. Bush und die teuren und langen Kriege im Irak und in Afghanistan haben die Kassen dermaßen strapaziert, dass die Regierung nahezu blank in die Krise geschlittert ist.

Doch die Folgen der Depression lassen sich nur dadurch abfedern, dass der Staat enorme Geldmengen in die Volkswirtschaft pumpt. Ohne dieses Geld läge selbst die offizielle Arbeitslosenquote nicht bei zehn Prozent, sondern deutlich darüber.

Wo man hinblickt, ist der Staat im Spiel. Er muss Jobs schaffen, Arbeitslose bezahlen, für Investitionen sorgen und Krankenhausrechnungen begleichen. Und da er das Geld dafür nicht hat, muss er es sich beschaffen. Auf dem Kapitalmarkt.

Doch Timothy Geithner, der sich an diesem Montagnachmittag schüchtern und jungenhaft hinter das Pult des American Enterprise Instituts schiebt, will über Schulden nicht sprechen. Er will offensiv wirken. Deshalb sucht er Streit, zum Beispiel mit den Banken. Der 48-Jährige ist noch immer kein guter Redner. Aber immerhin hat er eine klare Botschaft. "Hört weniger auf das Urteil derer, die uns diese Krise eingebrockt haben", sagt Geithner. Wen er meint, ist klar: die Wall Street. Die soll mit einer straffen Finanzmarktregulierung an die Leine gelegt werden.

Immer wieder mal versucht die Obama-Regierung, auf die Ursachen der Krise hinzuweisen, auf die Tatsache, dass sie die Misere nur geerbt, aber nicht verursacht hat. Doch schon längst haben die vor erst gut einem Jahr von der Macht verdrängten Republikaner die Verantwortung für das Defizit, die Schulden und ihre Finanzierung an Obama weitergereicht. Die Republikaner kanzeln Obama seit Monaten als Schuldenpräsidenten ab. Und tatsächlich vergessen viele Amerikaner bereits, dass die ersten großen Rettungspakete im Herbst 2008 noch unter der Präsidentschaft von Bush geschnürt wurden. Jetzt sind alle Schulden Obamas Schulden.

Selbst in den notorisch optimistischen USA hat eine Debatte über den Abstieg des Landes begonnen. Das Schuldenimperium wankt, so zumindest sehen es die meisten Experten. "Es gab noch nie eine Supermacht, die gleichzeitig auch der größte Schuldner war - außer den USA", sagt Fred Bergsten, Chef des Peterson-Instituts, der bekanntesten ökonomischen Ideenschmiede der USA. "Wenn wir das in den nächsten fünf Jahren nicht korrigieren, dann ist unsere weltweite Rolle tatsächlich in Gefahr", sagt der Doyen der Wirtschaftsexperten.

Bergsten wirkt dabei entspannt. Entspannt ist der 68-Jährige vor allem deshalb, weil der Tanz auf dem Vulkan zumindest noch eine Zeit lang keine unmittelbaren Konsequenzen nach sich ziehen dürfte. Denn täglich kauft China eine Mrd. Dollar an. "Das ist mehr als der Rest der Welt zusammen", sagt Bergsten. Und solange das so sei, lasse sich das amerikanische Defizit über den Markt finanzieren.

Die Gefahr, dass Peking eines Tages die Lust am Dollar verlieren könnte, sieht der Ex-Finanzstaatssekretär nicht. Zumindest nicht in naher Zukunft. "Null", sagt Bergsten, "die Gefahr liegt bei null."
Und warum? "Weil China seine Währung schwach halten will." Ein schwacher Yuan sei gut für den chinesischen Export, und ein starker Export schafft Jobs.

Bis zu 40 Prozent, schätzen Wirtschaftsexperten, notiert die chinesische Währung unter ihrem eigentlichen Wert. Gäbe es reale Wechselkurse, würde dies nach Bergstens Einschätzung das US-Handelsdefizit um 100 bis 150 Mrd. Dollar nach unten drücken und in den USA zwischen 600 000 und 1,2 Mio. neue Jobs schaffen.

Nach außen hin aber heucheln Chinesen wie Amerikaner um die Wette. Die Chinesen beklagen das Defizit, obwohl sie es nach Kräften finanzieren helfen. Die Amerikaner schimpfen über den manipulierten chinesischen Wechselkurs, obwohl sie ohne ihn ihre Schatzanleihen nicht so günstig loswürden.

Erst im März hatten sich 14 US-Senatoren aus beiden politischen Lagern zusammengetan, um Peking zu einer Änderung seines Wechselkursregimes zu zwingen. "Das ist die absolute Scheinheiligkeit", ereifert sich Mark Calabria vom wirtschaftsliberalen Cato-Institut. Tatsächlich sei es doch so: "China ist der Heroin-Dealer, und wir sind die Süchtigen." Süchtige, die den Ausgang nicht finden, setzen sich irgendwann den goldenen Schuss.

Amerika sei dabei, etwas Ähnliches zu tun, so die Mahner. "Die Zahlen sind absolut verrückt", sagt Charles Freeman vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS). 2030 werden die US-Schulden bei rund 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. "Wir werden viele Programme zurückfahren müssen, auch das Verteidigungsprogramm", prophezeit der Sicherheitsexperte. "Kein seriöser Staat verhält sich verantwortungsbewusst, wenn er ein solches Defizit zulässt", sagt Freeman.

Ähnlich warnte Ende Februar bereits Außenministerin Hillary Clinton. "Wir müssen das Defizit und die Schulden als Angelegenheit der nationalen Sicherheit betrachten, nicht nur als ökonomisches Problem", sagte sie im Kongress.

Vielleicht hatte Clinton da bereits die neueste Veröffentlichung von Niall Ferguson gelesen. Der britische Historiker beschrieb in der Zeitschrift "Foreign Affairs" die Bedingungen für den Untergang großer Imperien. Ob das Römische Reich, die chinesische Ming-Dynastie, die Bourbonen in Frankreich oder die Sowjetunion: Sie alle fielen, weil sie sich nicht zuletzt auch ökonomisch übernommen hatten.

In den USA sollten "die Alarmglocken deshalb laut klingeln", schreibt Ferguson und verweist auf das föderale Defizit, das allein bereits zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmache. Noch dramatischer sehe es bei den öffentlichen Schulden des Bundes aus, die von 5,8 Billionen Dollar im Jahr 2008 auf 14,3 Billionen Dollar Ende des nächsten Jahrzehnts klettern würden. Danach müssten die USA im Jahr 2019 bereits 17 Prozent ihrer Budgeteinnahmen für den Schuldendienst aufwenden - mehr als das Doppelte des heutigen Betrags. [Und wenn der Bondmarkt streikt, womöglich sogar noch deutlich mehr - A.L.]

Ferguson sieht die Gefahr, dass irgendwann das Vertrauen in die USA verlorengeht und dies völlig überraschend geschieht. "Eines Tages kann es ausreichen, dass eine eher zufällige Nachricht, vielleicht ein negativer Bericht einer Ratingagentur, Schlagzeilen produziert." Und auf einmal sind es nicht mehr nur die Experten, die sich um die Fiskalpolitik der USA sorgen. Drehen sich die Erwartungen, dann können sie zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden: Die Zinsen schießen nach oben, und aus einer Krise wird eine Katastrophe. (mein Reden, A.L.)

Am leichtesten sparen ließe sich beim Militär, glaubt auch Ferguson, weil der Etat des Pentagons im Ermessen der Politik liege. Sozialleistungen, wie auch jene, die kürzlich mit der Gesundheitsreform beschlossen wurden, sind dagegen verbriefte Ansprüche, die sich nicht so schnell zurückfahren lassen. "Für die Feinde der USA in Iran und im Irak muss es tröstlich zu wissen sein, dass die US-Fiskalpolitik die militärischen Ressourcen reduziert", schreibt Ferguson nicht ohne eine Portion Sarkasmus. Doch genau das ist es, was auch die Außenministerin meinte. Sie sei fassungslos, "dass wir den größten Hebel für unseren internationalen Einfluss einfach weggeworfen haben", sagte Hillary Clinton den Kongressabgeordneten. Der Hebel war das ausgeglichene Budget und der Überschuss in der Zahlungsbilanz.

Doch das ist schon zehn Jahre her. Und der Präsident der USA hieß damals Clinton, Bill Clinton.

www.handelsblatt.com/...sa-die-supermacht-der-schulden;2557476

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