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Der USA Bären-Thread


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Keno77:

AL - Analystengesülze

5
27.12.09 17:55

Zumindest einer der zitierten Figuren könnte tatsächlich einer Real - Satire Real entsprungen sein. Schade um das Handelsblatt, das hier zitiert hat.

Die Homepage von Birinyi Associates liest sich fast schon wie bei einer Sekte, Religionsgemeinschaft o. ä. 

„We are unique in that we do not analyze the economy, have little interest in corporate developments and fundamentals, and have little use for traditional, technical, quantitative or other market indicators. Our approach is to understand the psychology and history of the market,  …….

 Die Methodik von Birinyi basiert nach eigenen Angaben noch auf der Ideologie(!) von Charles Dow (der starb 1902):

"The market reflects all that the jobber knows about the condition of the textile trade; all that the banker knows about the money market; all that the best-informed president knows of his own business,  …….

„The price movements, therefore, represent everything everybody knows, hopes, believes and anticipates.

Und dann wird auch klar, wie deren Aussage; "Der Markt sagt uns, dass die Wirtschaft viel stärker ist als vermutet" zustande gekommen sein mag.

Wenn man derart von der Ideologie besessen ist, dass in den Kursen alle Informationen über den Zustand der Wirtschaft eingepreist sind, die Börsen somit unzweifelhaft den tatsächlichen Zustand der vWirtschatt widerspiegeln, dann kann man angesichts der Entwicklung der Börsen in 2009 nur zu dem Schluss kommen, dass die Wirtschaft sich aktuell in einer äußerst gesunden Position befindet.  

 Nach eigenen Angaben (s. o.) weigern sich Birinyi jedoch die Realität überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

http://www.birinyi.com/

                   

 

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wawidu:

AL - # 54949

4
27.12.09 17:58
Gut analysiert! (z.Z. gibt es leider bei Ariva keinen Beurteilungslink) - ME hat sich auch Buffett von der "Hoffnungs-Rallye" einlullen lassen. Ich erinnere mich, dass er seit März auch stark auf Finanzwerte setzte. Die Performance von Bershire Hathaway der letzten Monate ist allerdings kaum mehr als "überragend" zu bezeichnen (der letzte größere Upmove im Chart basierte auf dem Kauf von BNI). Die Zweifel an einer selbsttragenden wirtschaftlichen Erholung verstärken sich in zunehmendem Maße.
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Der USA Bären-Thread 287203
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Anti Lemming:

Das nächste Börsen-Jahrzehnt

8
27.12.09 19:51
Mein Gnom hoch über den Alpen war so freundlich, mir den Index-Verlauf für das nächste Jahrzehnt im Voraus zur Verfügung zu stellen. Der Verlauf wird ähnlich sein wie im letzten Börsen-Jahrzehnt, das im Schnitt -3,3 % jährliche Performance brachte. Der rote Kreis markiert den heutigen Stand.

Potenzielle Longeinstiege bieten sich um die Jahreswende 2011/2012 an, wenn das März-Tief aus 2009 erneut getestet, aber nicht durchbrochen wird. Danach ist Traden angesagt, weil es weitere 4 Jahre mehr oder minder seitwärts läuft. Beim zweiten Retest des März-2009-Tiefs um 2017 gibt es eine weitere große Long-Chance, die den Index um 2019 wieder in etwa auf den heutigen Stand bringt.

D.h. wer jetzt long geht, hat gute Chancen, um 2019 plus minus Null wieder aus dem Investment rauszukommen!
Der USA Bären-Thread 287220
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Stöffen:

Selten waren die Prognosen so falsch wie 2009

7
27.12.09 20:20
Selten waren die Prognosen so falsch wie 2009, der Ruf der Zunft ist ruiniert. Selbst die treffsichersten Forscher verfehlten die Entwicklung deutlich. "Alle Ökonomen arbeiten mit den gleichen Daten, Modellen und Methoden", begründet das der Leipziger Ökonom Ullrich Heilemann, der seit Jahren über Konjunkturvorhersagen forscht. "Deshalb liegen alle Prognostiker immer eng beieinander – und wenn Unvorhergesehenes geschieht, liegen alle entsprechend daneben." Heilemann glaubt nicht, dass dies nun anders wird. "Überall gibt es Fortschritt – nur die Qualität der Prognosen hat sich in den vergangenen 50 Jahren nicht verändert."

Daher an dieser Stelle mal zur Abwechslung die Ausblicke einiger populärer Börsen bzw. Finanz-Blogger wie z.B. Michael Panzner, Paul Kedrosky, Charles E. Kirk, Prieur du Plessis etc., für das kommende Jahr, hier zusammengefasst in Bespokes Roundtable. Wie man allerdings unschwer erkennen kann, liegt die Mehrzahl der "Blognostiker" aber bzgl. der Aktienmärkte jedoch ebenfalls recht eng beieinander ;-)))

>> Twelve of the most popular financial blogs/websites agreed to participate in the roundtable.  Each participant was asked to respond to the same 25 questions regarding their 2010 outlooks as well as their take on 2009.  The responses we got were incredibly insightful, and they should really help investors form their own opinions on what is to come for financial markets in the year ahead. <<

bespokepremium.com/roundtable/
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Der USA Bären-Thread 287223
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Financial Armageddon

2
27.12.09 20:27
deckt sich haargenau mit meiner Prognose. Positiv betrachtet heißt das jetzt: long Dollar! ;-)

Die anderen drei, die den Dollar steigen sehen, sind alle Aktien-bullisch. Passt aber nicht recht, weil die SP-500-Firmen bei einem starken Dollar weniger verdienen.
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Stöffen:

Dass dir die Prognose von Michael Panzner gefällt

5
27.12.09 20:35
nun, damit war zu rechnen ;-)) Sehe allerdings hier ebenfalls Widersprüchliches bei den Blognostikern, wie z.B. Gold & Dollar wird für 2010 synchron up prognostiziert. Hier lief die Entwicklung in der Vergangenheit ja wohl eher divergent ab.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Eidgenosse:

Seit meinem Posting #54945

2
27.12.09 20:56
gibts anscheinend ein neues Thread-Design. Bis jetzt seh ich da allerdings keinen Sinn dahinter. Vorallem der leere Raum zwischen Betreff und Text bringt nicht wirklich viel.
Investiere in Bildung und Gesundheit, das kann Dir niemand nehmen.
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Eidgenosse:

In allen anderen Threads ist es noch normal

2
27.12.09 21:05
Bin ich der einzige der das so sieht?
Komisch das ganze.
Aber tschuldigung wenns mein Fehler ist.
Investiere in Bildung und Gesundheit, das kann Dir niemand nehmen.
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Anti Lemming:

Die "neue Sparsamkeit" der US-Verbraucher

8
27.12.09 21:11

Michael Panzner macht seine bärische Erwartung einer "neuen Sparsamkeit" bei US-Verbrauchern an drei Reportagen aus renommierten US-Zeitungen fest. Demnach kehrt der alte Konsumüberschwang so schnell nicht wieder zurück. Der US-Konsum ist aber für 70 % des BIP "verantwortlich".

Wenn man "Leute von der Straße" bzw. "Leute aus dem wirklichen Leben" interviewt, bekommt man oft gescheitere und erhellendere Antworten, als wenn man Analysten zur künftigen Wirtschaftsentwicklung befragt. Grund ist, dass Analysten von ihrem Berufs-Optimismus leben (wären sie bärisch, würde keiner mehr Fonds kaufen...)

Konsumenten hingegen sind den realen wirtschaftlichen Zwängen der (Post-)Rezession ausgesetzt. Sie kommen im gegenwärtigen Umfeld nur noch mit Einsparungen über die Runden. Das Gleiche gilt für Kommunen, denen die Steuereinnahmen wegbrechen. Es gilt letztlich sogar für Firmen, die nur auf Grund von Kostensenkungen (vor allem durch Entlassungen) ihre Gewinn-Margen halbwegs retten konnten. Allein gemein ist die Tendenz, Schulden abbauen zu wollen.

 


 

December 26, 2009

Ring in the Old?

It's that time again. The time of year when many people look at the calendar and assume that the next twelve months will be better than the last twelve were. Already there is plenty of evidence that policymakers see a textbook economic recovery, businesses anticipate a healthy rebound in sales, and investors are penciling in sizeable profit increases. However, the average American seems to have a slightly different perspective. As the following reports suggest, they are not thinking about spending, borrowing, and keeping up with the Joneses. Rather, they are seeking to retrench even further, to keep paying off debts, and to save more than they have during most of the past several decades.

 

"Weak Economy Motives Americans to Save More" (Washington Post)

As crazy as it sounds, losing a $70,000-a-year job has been good for Marty Morua's finances. The former Wall Street stockbroker says the setback forced him to scrutinize his family budget and snip away at expenses. And soon, even with less income, their savings grew.

First, he and his wife decided to live on her salary so he could be home with their 5-year-old daughter after school. Without a nanny, they saved $12,000 a year. He dropped services he didn't use on his cellphone -- texting and video games -- to pocket $250 a year. He took a defensive-driving course for a 10 percent discount on his auto insurance and dropped car-rental and roadside-assistance coverage, for an extra $150 a year.

For holiday gifts, he turned to thrift stores and gave home-baked cookies.

"When I was working, I didn't look at the price tag," he said. "In a strange way," he added, losing the job "has been a blessing to teach me how to become aggressive and wise about saving and ways to save -- areas I never would have thought about."

The recession has caused a seismic shift in the consumer culture, converting die-hard spenders into savers. A growing number of people, either smarting from a job loss or spooked by the financial crises of others, are scrambling to get out of debt, establish emergency funds, and add to their retirement and savings accounts.

After having taken the first plunge by cutting holiday spending, many are seeking more substantial ideas on how to sustain their frugality.

With the turn of the calendar, financial planners and counselors typically get an influx of calls from people seeking help with New Year's resolutions to save money. This year, the requests have multiplied.

"Before, people came to us when they hit a crisis. Now they come to us as a preventative measure," said Emily Appel, director of the savings program at Capital Area Asset Builders, a nonprofit organization in the District that mainly counsels low- and moderate-income residents.

 

 

"Signs of Tough Times Linger" (Boston Globe)

US consumers are spending, but with caution, and a focus on relieving debt

Now that Christmas is over, will people keep spending?

Not for a while, say economists and consumer analysts. While surveys reveal that many consumers feel the worst of the economic crisis is over, that does not mean they expect things to get wildly better anytime soon. And that translates into cautious spending well into the middle of 2010, as well as a renewed focus on reducing debt and building savings.

Take Tom Moses, 54, a technician for Verizon Communications who survived layoffs because of union protections for longtime workers. While the Rockport resident said he feels lucky, he worries about his 26-year-old daughter, who was laid off from a part-time retail job. His wife works for an agency that relies on state grants, which may be affected by shrinking tax revenues. “The situation’s not good,’’ he said. “Everybody’s in jeopardy.’’

That makes Moses wary of opening his wallet. Unless a purchase is absolutely essential such as, say, the repair of a furnace, he is going to hold off for a while. “A new car? I don’t think I’d do that right now,’’ he said.

Such tight-fisted attitudes portend a slow recovery because consumer spending drives about 70 percent of the US economy. This month’s consumer market forecast from IHS Global Insight, a Lexington research firm, projects a much more gradual increase in consumer spending than is typical of economic expansions because of weak growth in disposable income.

 

 

"Recession? Teenagers Get It, and Are Cutting Back" (New York Times)

After a year of observing their parents pinch pennies and fret about the economy, the nation’s teenagers may be coming to grips with reality.

Sales are down sharply in recent months at nearly every major retail chain catering to teenagers, and interviews with teenagers suggest that the reasons go beyond their own difficulty finding part-time jobs.

“I think my sister and I, throughout this year we’ve kind of lost an interest in getting gifts and things like that,” said Morgan Porpora, 16, who in the past had a list of things she wanted for Christmas. “I guess we’ve noticed the economy and we just kind of even feel bad I guess asking for a lot.”

Last month, stores that specialize in clothing and accessories for teenagers were the worst-performing sector in all of retailing, posting a 7.8 percent year-over-year sales decline, according to Thomson Reuters.

Sales at stores open at least a year, a measure of retail health known as same-store sales, tumbled by double digits in November at Abercrombie & Fitch, Hot Topic and American Apparel. Same-store sales also declined at Zumiez, Wet Seal and American Eagle Outfitters.

Teenagers’ growing mindfulness about money is influenced, of course, by the way their parents are cutting back, and by a record-high teenage unemployment rate. But the biggest factor, according to the teenagers themselves, is that they have come to understand the social moment.

“As me and my brothers get older and we realize the implications of the recession,” said Sarah Berger, 16, “we just kind of value presents and gifts less.”

Ms. Berger was among more than a dozen teenagers talking about shopping and spending last week at a roundtable in Armonk, N.Y. Similar gatherings have taken place across the country, all of them organized and moderated by John D. Morris, an analyst with BMO Capital Markets who uses the sessions to glean insights about the health of the teenage retailing market. A reporter asked to attend the New York meeting, which took place one night around a dining room table in the home of David Taitz, 16.

 
 

Posted by Michael Panzner on December 26, 2009 at 10:48 PM

http://www.financialarmageddon.com/

 

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Stöffen:

Is it all just a Ponzi scheme?

8
27.12.09 21:14
Eric Sprott vom Sprott Asset Management dröselt hier akribisch in seinem aktuellen Report auf, wer die Aufkäufer der US-Schulden sind und vor allem mit welch anteiligen Summen sich diese Parteien engagieren. Sprotts Analyse fördert Erstaunliches zutage.

Sprotts' Report "Is it all just a Ponzi scheme?" ist hier als PDF einsehbar

www.sprott.com/Docs/MarketsataGlance/12_2009_MAAG.pdf

Anbei kurz das Fazit

>> As we have seen so illustriously over the past year, all Ponzi schemes eventually fail under their own weight. The US debt scheme is no different. 2009 has been witness to spectacular government intervention in almost all levels of the economy. This support requires outside capital to facilitate, and relies heavily on the US government’s ability to raise money in the debt market. The fact that the Federal Reserve and US Treasury cannot identify the second largest buyer of treasury securities this year proves that the traditional buyers are not keeping pace with the US government’s deficit spending. It makes us wonder if it’s all just a Ponzi scheme.<<
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Ergänzend dazu

10
27.12.09 22:12
noch anbei das Fazit der Studie von der Vermögensverwaltung Mack & Weise vom Ende des Septembers d.J.

>> Die Billionenbeträge, die die Industrieländer augenblicklich auf ihrem Weg in den Verschuldungsolymp so sorglos aufnehmen, müssen schon jetzt überwiegend über die Druckerpressen der Notenbanken finanziert werden, so dass die berühmte Begegnung mit einem „schwarzen Schwan“ angesichts des exponentiellen Verschuldungswachstums nur noch eine Frage der Zeit sein kann.

Allein, weil zur Wahrung der Rückzahlungsillusion um jeden Preis Wachstum erzeugt werden muss, ist dieses aber – selbst falls es erreicht werden sollte – in der heutigen Situation zugleich auch der größtmögliche Super-Gau! Die Notenbanken müssten spätestens dann angesichts des einsetzenden Inflationsdrucks zur Stabilisierung des Papiergeldsystems eine Exit-Lösung für ihre geldpolitische Flutung der letzten Jahre umsetzen, was unser inzwischen an grenzenloser Verschuldung zum Nulltarif gewöhntes Finanz- und Wirtschaftsystem vor erhebliche Probleme stellen dürfte.

Die weitaus größte Not entstünde aber aufseiten der hoch verschuldeten Staaten, die ihren Gläubigern dann deutlich mehr als nur zinsloses Risiko anbieten müssten. Da aber die Staatshaushalte die Zinslast bereits im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum noch tragen können, ist bei deutlich steigenden Zinsen der Offenbarungseid unvermeidbar. Die „endgültige und vollständige Katastrophe im betroffenen Währungssystem“ (Ludwig von Mises, 1922) wird dem staunenden Publikum dann wohl genauso kurz und knapp mitgeteilt, wie einst die Entscheidung der Politik zur Rettung der Banken durch Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich halte das Vorgehen für alternativlos!“

... doch dann ist es für Panik zu spät! <<

www.mack-weise.de/download/studien/2009/..._spaet_25.09.09.pdf
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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wawidu:

zu Michael Panzner

11
27.12.09 22:35
Dieser Mann ist ein profunder Kenner der Finanzszene. Er war über 25 Jahre in New York und London für HSBC, ABN Amro, Dresdner Bank, JP Morgan Chase und Soros Funds in den Sektoren Global Stock, Bond und Currency tätig. Sein Buch "Financial Armageddon" erschien 2007 am Hoch der Finanzmärkte. Wer dieses mit 187 Seiten wohltuend "kompakte" Buch noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Es enthält eine der weitsichtigsten Analysen, die mir jemals vor Augen kamen.

@stöffen - # 54960

Danke für den Link! Dass zumindest seit März d.J. wohl das größte Ponzi Scheme aller Zeiten läuft, vermuten wir hier ja schon seit Monaten. Ein anderes Synonym für "Lug und Trug" : "Potemkin´sche Dörfer", gekonnt inszenierte Kulissen, die die wahre Lage in einer Region des russischen Zarenreichs verschleierten. Auch in Zeiten der Sowjetunion wurde diese Verschleierungstaktik, wenn auch auf andere Weise, noch gepflegt. ME wird eigentlich in allen Staaten mehr oder weniger damit gearbeitet, auch hierzulande (Reizwort "Steuererleichterungen").
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Stöffen:

Doch es geht noch abgeschmackter

12
27.12.09 22:46
Die New York Times berichtet, dass Großbanken wie Goldman Sachs und die Deutsche Bank ihren Kunden in den USA in großem Stil riskante Hypothekenpapiere verkauft und gleichzeitig auf deren Wertverfall gewettet.

In einigen Fällen seien die Papiere sogar offenbar absichtlich mit besonders riskanten Hypotheken bestückt worden, damit diese bei einem Absturz des Häusermarktes auch tatsächlich rasant an Wert verlieren würden, wie die Zeitung weiter berichtete. Bei einigen Papieren sei dies bereits wenige Monate nach deren Bündelung der Fall gewesen.

Banken wetteten gegen eigene Hypothekenpapiere

de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE5BQ08C20091227
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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wawidu:

Japans Staatsverschuldung

8
27.12.09 23:29
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/12/...verschuldung.html

Sowohl LUDWIG VON MISES, einer der Hauptvertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie, als auch KEYNES, auf den sich die aktuellen Budget-Pusher (Neo-Keynesianer) mit Vorliebe beziehen, gingen in ihren Theorien zu staatlichem Finanzengagement in wirtschaftlichen Krisenzeiten von relativ ausgeglichenen Staatshaushalten aus. Dies ist jedoch bei allen großen Industrieländern schon seit Jahren nicht mehr der Fall. Die Schulden Japans, der USA, des UK, Deutschlands und Frankreichs ufern nicht erst "seit gestern" aus. Alle refinanzieren sich nach dem Ponzi Scheme.

"Die weitaus größte Not entstünde aber aufseiten der hoch verschuldeten Staaten, die ihren Gläubigern dann deutlich mehr als nur zinsloses Risiko anbieten müssten. Da aber die Staatshaushalte die Zinslast bereits im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum noch tragen können, ist bei deutlich steigenden Zinsen der Offenbarungseid unvermeidbar. Die „endgültige und vollständige Katastrophe im betroffenen Währungssystem“ (Ludwig von Mises, 1922) wird dem staunenden Publikum dann wohl genauso kurz und knapp mitgeteilt, wie einst die Entscheidung der Politik zur Rettung der Banken durch Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich halte das Vorgehen für alternativlos!“ " (aus stöffen - # 54961)

In Anbetracht des angehängten Charts läuft die Zinsentwicklung am langen Ende in den USA auf eine sehr kritische Situation zu.
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Der USA Bären-Thread 287233
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daiphong:

Zinsentwicklung 20yT

3
27.12.09 23:43
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Der USA Bären-Thread 287234
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Kostolanya:

Schlechter Geschmack & schlechter Stil

12
28.12.09 00:51
Lieber Stöffen,

leider zeigt Dein sehr informatives Posting mal wieder den nicht nur "schlechten Geschmack" der oftmals mit Banken verbundenen Geschäfte, sondern überdies den äußerst "bitteren Bei-Geschmack" - und darüber hinaus noch den ausgesprochen "schlechten Stil" der Banken schlechthin.

Wir müssen uns wohl leider damit abfinden, dass Banken anscheinend über gar kein Gewissen verfügen - auch nicht die Meisten der Angestellten dieser Banken.

Jedoch scheint das kein "neues Geschäftsmodell" der Banken zu sein. Sie praktizieren diesen schlechten Stil doch wohl seit Jahrhunderten. Vielleicht seit jeher nicht ganz so exzessiv und abgebrüht - jedoch immer im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten zu ihren eigenen Gunsten...

Und wenn mich nicht alles täuscht, hat gerade auch die DB selbst im eigenen Land sogar noch zwischen 2006 und Anfang bis Mitte 2007 CDO - ABS- SWAP - Geschäfte schnell noch an die naiven und dusseligen Landesbanken oder auch Kommunen verhökert und ist gleichzeitig "short" auf diese "Geschäftchen" gegangen... Pfui...

Und - obwohl ich wahrlich keine Linksextremistin oder so bin,  stellt sich mir aber trotzdem wirklich so langsam aber sicher die Frage: "Wieso bitte schön, pämpern die Staaten, Länder weltweit ihre quasi bankrotten Banken mit ihrem fast kompletten Volksvermögen, statt diese einfach zu verstaatlichen? WARUM?

Klar ist natürlich, seit den diversen Desastern unserer Landesbanken, dass der Staat, bzw. deren Vertreter in den entsprechenden Vorständen noch wesentlich "naiver" und "unterbemittelter" scheinen,  als die Vertreter der "Privaten"...

Dennoch - am Ende zahlen die Regierungen weltweit aus den Töpfen der Gemeinschaften = ihrer Völker - für die Verwerfungen und Spekulationen "ihrer Banken"...

Obwohl sich die Länder weltweit weit über ihre Verhältnisse "bei den Banken verschuldet" haben, NUR, um DIESE zu RETTEN!, so stehen viele Länder heute deshalb dementsprechend schlecht da, während sehr viele Banken wieder "Rekordgewinne" erzielen...

Da stellt sich mir einfach nur die einfache und naive Frage: "Wieso verstaatlichen wir die maroden, fast oder ganz bankrotten Banken nicht einfach? Wieso helfen unsere weltweiten Regierungen den Banken in soweit, dass die Banken mit neuerdings legalen Bilanztricks, dem Aussondern von faulen Papieren etc. noch als Zombies durch die Gegend taumeln dürfen...auf unser aller Kosten???

Keine Ahnung, WELCHE MACHT die Banken letztlich tatsächlich gegenüber Regierungen, Ländern und deren Völker haben - und wieso und warum - Fakt aber scheint, dass es so eine Macht irgendwie zu geben scheint - ansonsten kann ich es mir nicht erklären, wieso man bankrotte Banken auf Staatskosten pämpert, aus dem reißenden Fluss rettet, auf ihr sicheres Boot aufnimmt, bis diese Banken dann wieder kalt lächelnd und zynisch das Ruder an sich reißen, die Retter über Bord schmeißen und rufen: "We are the masters of the universe"...

Tja, und da sind wir schon beim "schlechten Stil" angelangt. Denn viele (wohl bemerkt "VIELE" aber natürlich nicht ALLE) Geretteten - egal aus welchem Umfeld - sind meistens nicht etwa "dankbar" für ihre Rettung - leider recht häufig - tritt das Gegenteil ein: Die "Geretteten" empfinden den "Retter" manchmal bis oft als "Naiven, Dummen Schwächling", der es nicht anders verdient, weiterhin "geschwächt" zu werden...

Hmmh - und wer trotz nachweislichem Lug und Betrug immer wieder auf die Füße kommt - wieso sollte der an seiner Einstellung was ändern? Ist es in der heutigen Welt nicht wesentlich einfacher, mit Hilfe von illegalen Methoden, die letztlich doch noch legal werden können, die Menschen zu belügen, zu betrügen, auszusaugen, als mit "echter Arbeit" Geld zu verdienen?

Wie dem auch sei - die jetzige Situation erscheint mir einerseits als ein recht großes, fast unlösbares Rätsel, andererseits recht klar - jedoch mit der Prämisse, dass mir diese Klarheit auch nicht sehr viel weiter hilft :-)))

Momentan habe ich zumindest einen "guten Geschmack" im Mund, da ich gerade einen sehr guten Rotwein genieße ;-) - und da der Rotwein von 2005 ist, kann ich auch nicht zwingend vom "schlechten Stil" sprechen :-))))

Zum Wohle
Kosto
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Anti Lemming:

Stöffen - aus Japan nichts gelernt

10
28.12.09 10:33
Interessant an dem PDF von Mack & Weise (# 54961) ist auch Folgendes:

1. Bernanke und Co. kopieren das Rettungsmodell der Japaner aus den 1990ern ff. - bestehend aus Anleihen- und Aktienaufkäufen sowie Päppelung faktisch bankrotter Zombie-Banken - fast eins zu eins, obwohl es in Japan die Deflation 20 lange Jahre lang nicht verhindern konnte. Der Nikkei hat sich in den 20 Jahren trotz der Stützungskäufe geviertelt.

2. Dabei kam dem - tendenziell misslungenen - "japanische Experiment" noch zu Hilfe, dass es in eine Phase fiel, in der die Restwelt die jetzt geplatzte Überschuldungs- und Überkonsum-Blase aufbaute, so dass die Japaner in der Zeit "ihrer" Deflation noch zusätzlich über die Exportschiene und den Yen-Carrytrade gestützt wurden.

Wenn dieses Experiment der Geldflutungen nun global - von USA über Europa bis China - wiederholt wird, fehlt die weltweite Rückendeckung, die den Japanern damals noch zugute kam.

Vielleicht führen die Geldflutungen Bernankes dazu, dass in USA eine zweite Große Depression mit Suppenküchen-Elend erfolgreich verhindert wird (wie in Japan nach 1990). Doch wenn im Endeffekt dasselbe rauskommt wie in Japan - 20 Jahre schleichende Deflation mit Viertelung der US-Aktien-Indizes von 2000 bis 2020 - , so wäre dies für Aktienanleger kein wirklicher Trost.

FAZIT: Der Schwarze Schwan ist bereits im Anflug, wurde aber im Nebel der liquiditätsgetriebenen Börsenanstiege bislang noch nicht gesichtet.
Antworten
Malko07:

Es gibt kein ewiges Wachstum, weder

15
28.12.09 10:33
bei Schulden als auch in der Wirtschaft. Die Frage ist, welche Phase liegt vor uns wenn man den Blick etwas weiter in die Zukunft richten mag?

Ein Hauptgrund unseres schon seit langen andauernden Wachstum war die billige Energie (Kohle, Öl). Sie ermöglichte die industrielle Revolution. Diese Energie wurde während der gesamten Entwicklung nach Inflation laufend billiger. Diese Phase scheint jetzt dem Ende zu zu gehen und wirkliche Alternativen sind nicht in Sicht. Alle alternativen Energien sind vor Subventionen und vor Steuern noch viel zu teuer und eine Änderung ist für die nächsten 20 Jahre nicht sichtbar. Um sie konkurrenzfähig zu machen verteuert man die "klassische" Energie künstlich. Dies führt dann aber nicht zu einer weiteren Verbilligung der Energie und damit nicht zu einem nachhaltigen Wohlstandwachstum. Seit den Ölkrisen in den 70-ziger und 80-ziger wächst deshalb nur nachhaltig die Staatsverschuldung und die Arbeitslosigkeit.

Keine Währungsreform ändert was an dieser Situation und könnte uns aus der Falle befreien. Uns bleibt nur die weitere Verschuldung zurückzufahren und uns mit einem Null- bis Negativwachstum einzurichten. Das fehlende Wachstun wird sicherlich die Verteilungskämpfe härter werden lassen weil komplizierter. In einer Wirtschaft ohne Wachstum ist allerdings auch nicht mit steigenden Zinsen oder Dividenden zu rechnen. Geldaufbewahrung wird dann eher was kosten als Zinsen zu bringen. Dividenden werden minimal werden. Wieso in einem derartigen Szenario die Staaten unter der Zinslast zusammenbrechen sollen ist mir schleierhaft.

Auf dem Weg dorthin kann viel passieren. Bayern München "könnte" absteigen  und es "könnte" zu einer Währungsreform kommen. Die wirkliche Gefahr liegt aber in einem Zusammenbruch der Devisensystemen und nicht des Geldes. Das würde uns dann plötzlich um Jahrzehnte zurück werfen und alle Anlageklassen kämen für lange Zeit fürchterlich unter Druck und würden massiv an Wert verlieren. Immerhin würde der gesamte Welthandel auf Null zusammenbrechen und sich erst ganz langsam erholen. Für ein derartiges Szenario helfen nur Maschinenpistolen und Raviolidosen.  Eventuell kann man auch einen Angreifer mit einem Goldbarren erschlagen, ist allerdings wenig effektiv. Es mach auch keinen Sinn sich mit einer derartigen Gefahr zu beschäftigen - schon gar nicht in einem Börsenforum. Hier beschäftigt man sich besser mit Chancen, ob long oder short.

Die Welt bricht auch nicht zusammen weil wir andere Bewertungsregeln haben. Vermögen ist kaum objektiv bewertbar und die diesbezüglichen Regeln wurden schon oft geändert und haben nie zur Weisheit letztem Schluss geführt. Unabhängig jeder Bewertungsregel kommt irgendwann der Zeitpunkt der Wahrheit. Der ist dann gekommen. wenn der Vermögensgegenstand verkauft werden muss oder wenn irgendwelche Forderungen fällig werden. Auch bei einer Verstaatlichung der Banken und deren geordneten Abwicklung hätte man die vorherigen Regeln außer Kraft setzen müssen. Und auch die Abwicklung wäre über Jahrzehnte gegangen. Wenn alle gleichzeitig ihre Briefmarkensammlungen los schlagen wollen, sind die Briefmarken nichts mehr wert und diese Problematik kann dann auch keine irgendwie geartete Währungsreform lösen. Deshalb macht es auch Sinn, dass die Banken nicht versuchen die Zwangsversteigerungen mit Hochdampf voranzutreiben nur damit irgendwelche feuchte Bärenträume aufgehen sollen.

Wir sollten uns lieber freuen, dass der Wunsch vom Thread von lehna (DAX 6000) zum wiederholten Male erfüllt wird und eventuell noch öfters erfüllt werden wird.  ;o)
Antworten
Svartur:

Moin,

3
28.12.09 10:33
würde gern Bewertungen hier abgeben, aber irgendwie funzt das in dem Thread derzeit bei mir nicht, keine Ahnung warum. Seht für Eure Arbeit also einen gedanklichen Stern von mir. Danke dafür !!
Antworten
permanent:

DAX Prognosen für 2010

8
28.12.09 10:43

DAX-Prognosen 2010:

HSBC Trinkaus & Burkhard: 7500 Punkte

WestLB: 5900 Punkte

Sal. Oppenheim: 6350 Punkte

DWS: 6480 Punkte

Postbank: 6000 Punkte

DekaBank: 6500 Punkte

M.M. Warburg: 6900 Punkte

Weberbank: 5300 Punkte

Im Mittel wird ein DAX-Stand von etwa 6370 Punkten prognostiziert, was etwa 10 Prozent Aufwärtspotential im Gesamtjahr 2010 entspricht.

#0000ff">Die Prognosequalität ist sehr gering. Es ist im Grunde nur ein Würfelspiel für die Öffentlichkeit.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Permanent

6
28.12.09 10:50
Ich glaub, die Postbank liegt mit 6000 richtig. Wir hätten dann gegenüber dem jetztigen Stand von 6004 Punkten bis Jahresende 2010 einen Verlust von 4 Punkten. Zwischendurch kann es allerdings noch mal auf 3500 runtergehen.
Antworten
permanent:

Sorry Shoppers, Why Can't Amazon Collect More Tax?

5
28.12.09 10:55
Sorry Shoppers, Why Can't Amazon Collect More Tax?
AMAZON, INTERNET, SHOPPING, RETAIL, TECHNOLOGY NEWS TECH INTERNET WEB SOFTWARE HARDWARE
The New York Times
| 27 Dec 2009 | 08:05 AM ET

BEFORE settling on Seattle as the home of Amazon.com, the founder, Jeff Bezos, considered placing the company on an Indian reservation near San Francisco. “This way, we could have access to talent without all the tax consequences,” he said in a 1996 interview with Fast Company.

 

The reservation couldn’t be used as a sales-tax haven, after all, Mr. Bezos said he learned, so he had to look elsewhere. Offering prices free of sales tax to customers in California, the most populous state, would be possible only if the company were placed elsewhere. “You have to charge sales tax to customers who live in any state where you have a business presence,” he said then.

Today, Amazon collects sales tax in only five states, which gives it a continuing advantage over companies who do collect them in all or most states. Competitors aren’t the only ones hurt by Amazon’s stance on sales taxes: it also means the loss of considerable revenue to states and localities that badly need it. #0000ff">Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein bis diese Regelung ausläuft. Die Bundesstaaten werden sich die Sales Tax (MwSt.) dauerhaft nicht entgehen lassen.

The final tally on this holiday season’s sales are not yet in, but Amazon’s revenue for the four most recent quarters, ended Sept. 30, approached $21.7 billion. Amazon will not disclose how much tax it collected on those sales.

In addition to its home in Washington State, Amazon has facilities in North Dakota, Kentucky and Kansas, and collects sales taxes in these states. The company also collects sales tax in New York, but not cheerfully: Amazon has gone to court to overturn a law passed last year that compels it to collect from New York residents.

Yet these five do not exhaust the roll call of states in which Amazon has additional corporate offices, fulfillment and warehouse operations, customer service and other facilities. Fourteen more (among states with sales taxes) are listed in the company’s last annual report: Arizona, California, Delaware, Florida, Indiana, Michigan, Nevada, New Jersey, Pennsylvania, South Carolina, Texas, Virginia, West Virginia and Wisconsin. But Amazon.com does not collect for any state on that list.

Amazon has found a way to put portions of its business into the tax-haven equivalent of reservations. By creating wholly owned subsidiaries for the parts that are treated separately for tax matters, Amazon is under no obligation to collect sales tax. This legal technique is called “entity isolation,” said Michael Mazerov, a senior fellow at the Center on Budget and Policy Priorities in Washington.

Amazon has offices in four cities in California, for example, including those that are home to the subsidiary that developed the Kindle. “Because the subsidiary isn’t selling the Kindle directly to consumers, Amazon can drive a truck through the loophole,” Mr. Mazerov said.

He argued that Amazon is deliberately maximizing “the significant competitive advantage it gains over its rivals when they must add the typical 5 percent to 10 percent tax to their prices, but Amazon does not.”

An Amazon spokesman declined to comment about Mr. Mazerov’s assertion. But in its last quarterly report, the company told investors in its discussion of risk factors that the imposition of sales-tax collection by more states or Congress could “decrease our future sales.”

In 2000, Mr. Bezos appeared before booksellers attending BookExpo America and presented the case why his company shouldn’t be compelled to collect sales taxes for purchases made by customers other than those who lived in Washington.

 

“In Washington State, where we have a presence, we get police protection, we get fire protection. We send our kids to local schools,” he said, according to The Associated Press. He said he didn’t understand why, “since we get no services from North Carolina, that they should be able to force us to collect taxes for them.”

That was then. Today, employees of Amazon’s wholly owned subsidiaries presumably get police and fire protection and other services even though the company is not collecting sales taxes in the states where they’re located. And this may be a good time to point out that states and localities are having a bit of a tough time paying bills. The Center on Budget and Policy Priorities estimates that state budget gaps for this year and next year combined will be more than $350 billion.

 

Wider collection of the sales tax is not going to plug a hole of that size, but every billion or two would help. In California, the State Board of Equalization estimates annual tax revenue losses of $1.085 billion from unpaid “use taxes,” which are supposed to be paid for out-of-state purchases.

Some 147 million people, or half the nation’s population, live in sales-tax-levying states where Amazon has facilities but does not collect tax on residents’ purchases.

An Amazon spokesman described today’s sales taxes as “very complex,” but said the company would welcome a “simplified system, fairly applied to all business models.”

If the complexities that its retail competitors have mastered really are an insuperable difficulty for Amazon, it could contract with a commercial vendor that specializes in these calculations, like Vertex, as Netflix does.

Meeting the tax-collection obligation is “not very hard,” said Reed Hastings, Netflix’s chief executive, in a comment posted last year on a New York Times blog.

IT would seem hard for Amazon to argue that the complexities of collection are too overwhelming. It already handles the online sales of its partner, Target.com, for whom it collects sales taxes for all but two states that assess them.

If Mr. Bezos wanted to do his part to avert layoffs of schoolteachers and firefighters and, yes, professors at state universities, he should start collecting the sales tax.

Amazon’s in-house counsel should help the company meet its civic obligations — and toss “entity isolation” in the trash can. Amazon’s employees are too scattered, its customer base and its sales too large and the states’ fiscal crisis too grave for it to continue to play tax-avoidance games.

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permanent:

Die zehn Lehren aus der Finanzkrise

7
28.12.09 10:57

7. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein,… dann ist es meistens eben nicht wahr. Wenn jemand behauptet, dass er oder sie grosse Gewinne ohne ein entsprechendes Mass an Risiko erzielen kann, dann halten Sie Ihr Portemonnaie besser geschlossen. Renditen höher als historische Normen über längere Zeitspannen zu erwirtschaften, ist praktisch unmöglich.

8. Erwarten Sie keine Renditen von Geldmarktfonds. Einige Geldmarktfonds, welche zu den sichersten Investitionsvehikeln gehören, hatten im vergangenen Jahr viele Probleme, da sie ihre Investitionskriterien herabsetzten, um so mehr Rendite zu generieren. Deren Manager investierten in Wertpapiere, welche nicht in solche Portfolios gehörten und setzten so das Kapital der Investoren unverhältnismässigen Risiken aus. Geldmarktfonds wurden als ultra-konservative Wertanlage kreiert, um so die Cash-Bedürfnisse der Investoren abzudecken und tun diesen keinen Gefallen, wenn sie nicht ausschliesslich in qualitativ höchststehende Wertpapiere investieren.

9. Die Welt geht nicht so oft unter. Inmitten der letzten Finanzkrise erschien es manchmal so, als würde die Welt, so wie wir sie kennen, ................................

http://www.cash.ch/news/boersenticker/...s_der_finanzkrise-858795-450

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Anti Lemming:

Malko - "Inflation am langen Ende"?

6
28.12.09 11:28

Ich stimme Dir (# 54968) zu, dass langjähriges Nullwachstum - nicht zuletzt wegen zu teurer Energie und teurer Rohstoffe - deflationär wirkt.

Wenn jedoch die Staaten darauf weiterhin mit Defizit-Spending reagieren (wofür zurzeit viel spricht, denn sie haben aus dem Japan-Debakel offenbar nichts gelernt),  werden die Staatsverschuldungen auswuchern. Das KANN mMn nur mit einem Käufer-Streik bei den Auktionen enden.

Schon jetzt ist rätselhaft, wer eigentlich die "anderen Bieter" sind, die bei den US-Auktionen in 2009 im Umfang von 680 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen gekauft haben sollen - # 54960]:

So who was the third large buyer? Drum roll please,... it was “Other Investors”. After purchasing $90 billion in 2008, this group has purchased $510.1 billion of freshly minted treasury securities so far in the first three quarters of fiscal 2009. If you annualize this rate of purchase, they are on pace to buy $680 billion of US treasuries this year - or more than seven times what they purchased in 2008. This is undoubtedly the group that made the US deficit possible this year. But who are they? The Treasury Bulletin identifies “Other Investors” as consisting of Individuals, Government-Sponsored Enterprises (GSE), Brokers and Dealers, Bank Personal Trusts and Estates, Corporate and Non-Corporate Businesses, Individuals and Other Investors. Hmmm. Do you think anyone in that group had almost $700 billion to invest in the US Treasury market in fiscal 2009? We didn’t either.

Das riecht nicht nur nach einem unlauteren Schneeballsystem, sondern stinkt  förmlich danach...

Bislang speist sich die Rückzahlungs-Illusion aus der kombinierten Wachstums- und Zins-Illusion. Was bleibt davon bei Nullzinsen und Nullwachstum übrig? Und was bleibt übrig, wenn das o.g. Ponzi-Scheme mit den US-Staatsanleihen auffliegt?

Ich bleibe daher bei meiner Arbeitshypothese, dass aufkommende Risikoaversion (Angst vor: Geld zurück)  zu Kursrückgängen bei (langlaufenden) Staatsanleihen führt, die unweigerlich zu Zinsanstiegen an langen Ende führen - selbst wenn die Wirtschaft ansonsten deflationär läuft.   Die Wirtschaft würde dann durch die sich verteuernden Kredite (die sich an den Langfrist-Zinsen orientieren) zusätzlich abgewürgt.

Vielleicht werden dann selbst Suppenküchen zu einem feuchten Traum. Am Ende wird es kein Wasser und keine Tränen mehr geben ;-)

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