Zeitpunkt: 08.06.12 13:08
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Commerzbank AG-Kurs | 3,58 | 26,87 | ||
| Fallender Commerzbank AG-Kurs | 5,08 | 9,81 | 12,59 | |
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"'Aussichtsreichster Kandidat' für neu aufkommende Risikoscheu ist für mich ein Platzen der Bonds-Blase, die insbesondere in Japan droht. ´Sie würden einhergehen mit der Wahrnehmung, das die bislang als sicher geltenden Staatsanleihen der G8-Staaten 'ein Hauch von Argentinien' umweht."
...Szenarien malen? Kannst du dir für deinen Platzenswunsch nicht eine andere Nadel suchen? Die japan-Klamotte breitet sich ja geradezu wie die Pestilenz aus... Ts, ts, ts...
"Dies würde nicht nur an der Illusion 'Staatsanleihen sind sicher' nagen, sondern auch einen Bonds-Ausverkauf auslösen, der implizit inflationär wirkt. Denn er erhöht die Zinsen am langen Ende, was Hypotheken und Firmenkredite verteuert."
Das wäre übrigens eine interessante Frage, ob das wirklich inflationär wirkt. Ich kann nicht sagen Nein, aber bin auch nicht straightforward von Ja überzeugt. Höhere Longbondszinsen, also eine Aufsteilung der Yield-Kurve, gelten zwar als Indikatoren für eine Inflationserwartung, aber eben in dieser Ursache-Wirkungs-Beziehung. Ob es auch eine Umkehrfunktion gibt (d.h. höhere Longbondzinsen eine höhere Inflation auslösen können) scheint mir durchaus auch bezweifelbar, zumal für eine gewisse Zeit dann die Realzinsen so stark ansteigen würden, dass es einen deflationären Zusammenbruch geradezu herbeirufen würde. Aber da kann ich nur wieder ratlos in meinem Makroökonomiefroschteich plantschen und ein bisschen quaken... ;-)
Möglicherweise hätten wir eine Singularität und wieder eine so hohe, oder sogar höhere Volatilität in Longbonds wie Ende 2008/Anfang 2009.
Aber am allerliebsten wäre mir, wenn du eine Schonvariante für dein Blasenplatzen findest und meine long Longbonds in Ruhe lässt ;-)
"We're all mentally lazy,"
Und wenn dann noch der Alzheimer dazukommt... ;-)
Aber ganz im Ernst: für mich ist es eine kleine Hilfe, wenn ich mich bei kritischen Positionen manchmal frage, wie es denn wäre, wenn ich sie nicht eingegangen wäre und heute bei den heutigen Kursen neu vor der Entscheidung stünde. Würde ich heute unter den heutigen Gesamtumständen zum heutigen Kurs die Position frisch eingehen?
Bei Longbonds bin ich im Augenblick unsicher (und AL angesichts meiner Pein deshalb um publizistische Gnade gebeten :-). Bei short Gold hatte ich Anfang der Woche auf die Frage vergleichsweise klar erkannt, dass ich derzeit nicht Ja sagen würde, und die Position (war Gott-sei-Dank eine kleine) deshalb mit Verlust glattgestellt.
China: Low US interest rates threaten recovery
China's banking regulator says low US interest rates are risk to global economic recovery
BEIJING (AP) -- China's top bank regulator said Sunday the weakening U.S. dollar and low interest rates are spurring speculation in stocks and property, distorting global asset prices and threatening the global economic recovery.
The situation poses an "insurmountable risk to the recovery of the world economy," Liu Mingkang, chairman of the China Banking Regulatory Commission, warned just hours before President Barack Obama was due to arrive in China.
Speaking at a conference in Beijing, Liu said the declining U.S. dollar and reassurances by officials that interest rates will remain low were encouraging a "massive" U.S. dollar carry trade -- the practice of borrowing money at low rates in one currency to invest in assets in another currency that offer a higher return.
The carry trade is "dealing a serious blow to global asset prices and fueling speculation in the stock and real estate markets," he said, according to a transcript of a speech he made at a financial forum in Beijing, posted on the Web site of Hong Kong's pro-Beijing Phoenix TV.
The U.S. dollar has declined steadily since spring despite statements of support from American officials. China is the largest foreign holder of U.S. debt, mostly in the form of Treasury securities, which have declined in value as a result of the dollar's weakness.
At the same time, record-low U.S. interest rates, intended to encourage lending to businesses struggling to recover from the recession, are spurring investors to transfer funds out of the safety of low-yield dollar-denominated investments such as Treasury securities and into higher-yielding assets like stocks, commodities and emerging-market currencies.
Strong flows of such funds into China's markets, where share prices have surged by more than 70 percent this year, and property have raised worries over a possible bubble in asset prices that might later implode, causing financial problems.
... dann, wenn man gerade keine Spekulation am Laufen hat (Murphy's Law in der vom Schicksal handgefertigten Spezialversion für fkuebler :-)
"Würden jedoch bei einem Abverkauf im Bondsmarkt - z. B. infolge einer "Japan-Panik" - die Longbonds "überraschend" fallen und QE könnte dies nicht aufhalten, verteuerten sich für die US-Firmen zusätzlich die Kredite und Hypotheken. Sie würden dann NOCH weniger investieren, und ihre Neigung, bestehende Kredite abzuzahlen (statt weiterzurollen), würde NOCH weiter wachsen. Für die US-Wirtschaft wäre das schlecht, ebenso für die Halter von Longbonds, die dann Kursverluste erleiden.."
Das hört sich zugegeben nicht unvernünftig an. Trotzdem würde mir eine solche Situation, also dass der japanische Staat wegen Überschuldung ein Stück weit "zusammenbricht", eher die Charakteristiken einer Bilanzrezession nahelegen, und damit eben tendenziell sogar eine Verstärkung der deflationären Tendenzen.
"Übergeordnet entstünde so ein Stagflations-Szenario: Hohe Arbeitslosigkeit, trotzdem eher steigende Preise - und all dies bei lustlos seitwärts oder abwärts laufender Wirtschaft."
Hol' mich der Teufel, aber irgendwie sehe ich das nicht...
Es ist einfach ein Instinkt, den ich nicht loswerde, dass für einen solchen Fall ein kurzer aber sehr heftiger Swing in den Longbonds passieren könnte.
Genauso würde ich übrigens bei einer unerwarteten leichten Zinsanhebung der Fed einen kurzen Einbruch der Longbonds erwarten, danach wegen zugenommenen Vertrauens in die Gesamtmechanik aber wieder einen Anstieg.
Die Ratio sagt mir, ich soll meine Scheiss-Longbonds lieber verkaufen, aber irgendein Instinkt hindert mich daran.
Aber wenn ich ein vernünftiger Mensch wäre, dann würde ich ja wohl auch nicht spekulieren und ganz gewiss hier nicht posten.
Insofern kann ich für mich aber wenigstens mal Konsistenz reklamieren... ;-))
"Das hört sich zugegeben nicht unvernünftig an. Trotzdem würde mir eine solche Situation, also dass der japanische Staat wegen Überschuldung ein Stück weit "zusammenbricht", eher die Charakteristiken einer Bilanzrezession nahelegen, und damit eben tendenziell sogar eine Verstärkung der deflationären Tendenzen."
Auch Dein letzter Satz klingt vernünftig. Die "Verstärkung der deflationären Tendenzen" hätte ihre Ursache aber im Scheitern von QE. QE ist ja gerade dazu da, um Deflation zu verhindern. Ein Misslingen von QE bedeutet schlichtweg, dass die Longbonds trotz der QE-Stützungen fallen. Wer sie hält, macht somit Verluste.
Wir hätten übergeordnet weiterhin Deflation und Bilanzrezession. Der zusätzliche Kostendruck durch Kreditverteuerung zwingt die Firmen sogar noch stärker als zuvor, auf die Kostenbremse zu treten und sich zu entschulden.
Dennoch hat ein Anziehen der Zinsen am langen Ende einen "inflationären Touch", der die Deflation in eine Stagflation "ummünzen" könnte. Firmen geht es in einer Stagflation ja auch dreckig (siehe 1970er...) - nicht zuletzt, weil sich Kredite verteuern.
1982 hat Volcker der US-Wirtschaft - gegen die Proteste von Wall Street - einen "heilsamen Megadämpfer" verpasst, indem er die Leitzinsen drastisch erhöhte. Sein Ziel war, auf diese Weise die damalige Inflation/Stagflation zu bekämpfen. Es hat funktioniert.
Eiferte Bernanke ihm heute nach, würden US-Firmen und die US-/Welt-Wirtschaft zwar erst mal eine mittlere Durststrecke durchmachen. Danach aber wäre - wie 1982 ff. - ein tragfähiger Boden für wirkliches organisches Wachstum bereitet (freilich ausgehend von tieferen Indexkursen als heute).
Das ist allemal besser als die jetzigen verzweifelt-ignoranten Blasen-Arien, unterfüttert mit verlogenen Statistiken und bejubelt von gleichgeschalteten Medien. Die Blasen bringen nur weitere riesige Verwerfungen, zunächst vielleicht noch weiter aufwärts, danach aber um so tiefer abwärts. Beruhigend für "das Volk" sind solche Achterbahnfahrten nicht. Sie schaffen auch kein gesundes Investitionsklima. Man muss seinen Investments vertrauen können. Dazu zählen nicht nur eine niedrige Vola (statt Blasen-Geschaukel), sondern auch verlässliche Parameter wie die Rückkehr zu altbewährten Bilanzierungsmethoden, die überhaupt erst eine vernünftige Vergleichsbasis schaffen.
Ohne die ist der DOW von heute ein (fauler) Apfel, während der von gestern eine (wurmstichige) Birne war.
"Ein Misslingen von QE bedeutet schlichtweg, dass die Longbonds trotz der QE-Stützungen fallen. Wer sie hält, macht somit Verluste."
... sein, aber wenn QE scheitert, legt das zunächst mal nahe, dass die Re-Inflationierung scheitert. Infolge dessen würden die deflationären Tendenzen stärker werden, und weil die Realzinsen gewisse Level nicht überschreiten dürften, würden die Nominalzinsen eben auch sinken, auch am langfristigen Ende. Unter diesen Umständen würden Longbonds steigen. Einen zusätzlichen Rückenwind würde der in einer solchen Situation sicher nicht gerade explodierende Aktienmarkt liefern...
Schau'n'mer mal... ;-)
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.803 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 31.01.26 21:13 | |
| 469 | 156.452 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 31.01.26 14:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |