Am Anfang entschuldige ich mich für die harsche Wortwahl :-)
Heute ist Feiertag, kein Handel und somit möchte ich mal wieder fundamental die Kursbewegungen etwas aufbröseln.
Die Überschrift habe ich so gewählt, weil ich beim Lesen der Zeitung eben feststellen durfte, wie jetzt von den Journalisten die Situation beschrieben wird. An erster Stelle natürlich die Abwrackprämie, keine Frage, für die Automobilhersteller wird es schwierig in den kommenden Wochen, vor allem weil sie den Zug in die Zukunft so ziemlich verschlafen und hier sind die Deutschen derzeit Spitzenreiter. Was Hochtechnologie im Batteriebereich angeht, ist Asien wesentlich weiter, die Fabrik, die Daimler aufbaut, wird erst später produzieren können und, man mag es belächeln, dort dürfte das Know How der Asiaten die Benchmark sein.
Die restliche Wirtschaft hat die Wahl noch nicht recht verdaut, richtig zufrieden ist niemand, keiner weiß was kommt und so blickt man eher skeptisch in die Zukunft.
In den USA könnte man erneut von einem totalen Ausverkauf der geistigen Fähigkeit sprechen, die Lage einzuschätzen. Beschäftigungsquote und Arbeitsolsigkeit sind hinreichend bekannt, die militärische Ausgaben exorbitant, keinerlei Erholung der Wirtschaftsleistung, eine Regierung als Marionette der Wall Street, was nun die Bürger immer stärker bemerken und ein Sicherheitsdenken, welches an faschistische und totalitäre Staaten erinnert, basierend auf einem Terroranschlag, wo man den Mantel des Schweigens über Unklarheiten verbreitet und selbst dem wohlwollensten Freund der US Administration aufgeht, daß da etwas nicht stimmen kann.
In Deutschlang wird der Politik langsam aber sicher klar, daß wir in schwere Fahrwasser kommen und so wird auch hier mit der Begründung des Terrors versucht, im Volk mal auszuloten, wie ein innerdeutscher Geheimdienst so ankommt. Solche Papiere finden ihren Weg in die Öffentlichkeit bewußt,nur so kann man als Regierender abschätzen, ob die Durchsetzung in Zukunft Stimmen kostet, oder Stimmen bringt. Man selbst weist alles als pure Arbeitsunterlage von sich und ist fein raus aus der Nummer. Politisches Taktieren halt.
Dieses Taktieren findet in meinen Augen auch derzeit an den Finanzmärkten statt. Es werden schlechtere Nachrichten kommuniziert, es wird öffentlich ausgesagt, daß Geld entzogen wird und man die "Zügel" anziehen muss, gesehen werden muß, ob der Markt in der Lage ist, sich selbst zu tragen und falls dem so ist, kann man die Pusherei erstmal unterlassen, bzw. geordnet Geld rausziehen. So dürfte die Denke sein, die Realität ist eine Andere, bedingt durch die relativ einfach zu manipulierende Marktgemeinschaft, kaufen Kleinanleger weiter zu, während Instis abbauen. Unsere Marktforscher sehen natürlich, daß ein Markt der so aufgebaut ist, nicht weiter runtergehen kann. Okay, es müssen nach deren Meinung wohl alle Oberkante Unterlippe in Aktien stecken, damit es auch nach unten rauscht und selbst dann verkauft ja niemand, weil jeder Gewinne erwartet.
Die Realitätsieht erneut anders aus, Kurs und mittelfristige Trader dürften die jetzigen Marktverhältnisse lieben, Langfristtrader die länger in Long sind, sehen keinen Bedarf zu verkaufen, ist ja nicht viel passiert, Kleinanleger über Fonds usw. sind eh grundsätzlich dem vollen Risiko áusgesetzt oben rein zu gehen in Longs und unten wieder raus zu stürmen. Die vielbesagte Hausfrau dürfte eher Kartoffeln schälen als sich diesem Markt nähern und falls sie handelt, ist sie nicht so dämlich wie gedacht, sondern eher kurz und mittelfristig orientiert.
Dann gibt es noch die Buy on Dips Käufer, wenn sie es clever anstellen können sie sogar was mitnehemn, wenn nicht werden sie ständig ausgestoppt.
Wohin geht nun die Reise, was ich beschrieben habe hat einen Kern, der bedeutet, die fundamentale Lage ist denkbar schlecht, die Aktien sind bei weitem zu hoch in den Kursen. Die Liquidität ist für meine Begriffe jetzt tatsächlich vorhanden, nämlich durch die Verkäufe der Instis und die hocken noch auf genug Positionen um zu schwitzen. Nicht einzuschätzen ist die Lage der Notenbanken. Was tun die? Werden die erneut die Kurse stützen? Wird die Lage richtig negativ und die Stimmung auch, dann brauchen sie nicht mehr stützen, dann hat es eh keinen Sinn, denn sie würden nur ihre Positionen unter Wasser setzen. Die "Helping Hand", hat aber bisher durchaus geschickt agiert, deren Gewinne dürften exorbitant sein und die werden sie sichern, da gehe ich fest von aus.
Für uns bdeutet das, wir können weder als Bullen, noch als Bären die Arme vorm Bauch verschränken und Kohlsches Lieblingsspiel spielen, nämlich abwarten was passiert. Deswegen tippsel ich auch immer meine Marken ein und schreibe ab und an, wie ich vorgehe.
Dazu nun meine technische Ausführung:
Im Dax klarer Abwärtstrend, aber am Freitag nicht bestätigt durch die US Märkte und den EURO. Das sollte bei Shortpositionen zur Vorsicht mahnen, Longs ergeben derzeit keinen Sinn. Wer Scalping betreibt, der sei ausgenommen, einige Pünktchen sind immer drin, aber auf Stundenbasis hat sich klar gezeigt, es kamen eine Zeit lang Käufer zu tieferen Kursen, aber am Hoch wollte niemand mehr rein. Am Ende stand dann, Auslösung von S/L´s und Draufknüppeln der Shorties, ich oute mich da auch, es war mal ein Ventil nach langer Zeit auch mit Shorts was zu verdienen.
Die MArken für Montag : 5583, 5395 Diesmal etwas aussagefähiger aufgrund der endlich runtergekommenen Decke. Mit dem Bereich 5600 bietet sich die Möglichkeit, verkaufte Shorts wieder einzukaufen, es ist bitte zwingend darauf zu achten, daß an entsprechender Marke sich auch entsprechendes Verhalten etabliert. Rauscht es dort durch, sollten die Shorts fliegen. Sieht man dann am Montag, wer meine Marken verfolgt hat weiß, daß es durchaus ein paar Mal drüber linsen darf, oder einen Spike geben, nachfolgend sollte sich aber entsprechend ein Widerstandsnest bilden.
Untenrum, schöne Marke, mal schauen ob sie sie erreichen. Wenn nicht und sich eine Seitwärtsbewegung auf dem jetzigen Niveau zeigt, muß der Blick in die USA gehen :
Nasdaq : 1686, 1647 Hier sieht man deutlichst, im Gegensatz zum Dax bildet sich ein Inside für Montag, um im Dax die unteren Marken anzudenken, muß die Nasdaq die 1647 rausnehmen. Geht sie oben raus, sehe ich keinen Anlaß dazu den Dax weiter zu shorten, prallt sie in dem Bereich oben ab, oder kommt nur annähernd in die Richtung, hat die Nasdaq lediglich ihr mittleres BB mal beäugen wollen und macht weiter im Trend. Da die GD´s fallend sind, sind Einstiege in Shorts oberhalb der bisherigen Ausstiege grundsätzlich gut. Gehen die BB´s in die Seitwärtsphase, dann muß man maximal die obere und untere BB handeln, steigt das mittlere BB bzw. die GD´s, sind Shorts erstmal Tabu, denn dann setzen sich die fundamentalen Rahmendaten nicht durch, dann will die Herde erneut den Bärentöter spielen. Warum auch immer.
Auf Tagesbasis ist aber auf die mittleren BB´s zu achten, sowohl bei der Nasdaq, als auch beim Dax, da sind nämlich beide drunter, was jedem Bullen wirklich ein Warnzeichen sein sollte. Geht es weiter abwärts und das untere BB wird aufgebogen, ist es Essig mit jeglichem Long. Im Gegenzug, schliessen die Märkte über der Mitte und den GD´s auf Tagesbasis, sollte man alles neu bewerten.
Ohje, daß war wieder mal viel, aber es ist mir wichtig, beide Seiten aufzubröseln um einen Standpunkt herauszuarbeiten.
Wer hinten anfängt zu lesen, kann sich die Leserei sparen :
Weiter Short mit angezogener Handbremse, Nachkauf Short im Bereich 5580 bis 5600, wenn vorher welche im Bereich 5500 gegeben wurden. Auf die Mitte des Bollinger Bandes im Stundenverlauf achten!
Auf EURO achten! Steigt der weiter stark an, bleibt im Dax Short die angezogene Handbremse, dann wird nix nachgekauft.
Hedgen von Shortpositionen : Habe am Freitag gelesen, daß viele im Dax Long gegangen sind. Wer auf Short´s sitzt und sich sichern will, sollte sich den Euro anschauen. Bei 1,45 hat sich gestern dort ein prima Bild gezeigt, während die Aktien sich ebenfalls stabilisierten. Somit sichert man sich mit einer kleinen Euro Posi ab, da der Euro volatiler ist als der Dax derzeit, kann man bei einem Dax und Euro Anstieg mit Euro Long und Dax Short kurzfristig verdienen. Beim nächsten Mal ebenso, Trendlinien im Euro genau ausloten, Stochastik auf die Stunde rein und Bollinger Band. Mehr braucht es nicht. Dann kann man sogar durchaus mal einen starken Rebound im Dax gut mit Shorts überleben. Euro aber bitte dann zum Handelsende oder früher wieder raus, grundsätzlich maximal 50 bis 100 Pünkterchen für sich laufen lassen.
Anti Lemming, bitte entschuldige die kurze Ausführung für´s DayTrading!!
Euch allen einen schönen Feiertag!!