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Am sonnenbeschienenen Wochenende hast du wohl wieder deine rosarote Brille auf:
"Man sollte der Ordnung halber hinzufügen, dass diese "Pause" bis zu 19 Jahre dauern kann (Nikkei nach 1990...)"
Was heisst "dauern kann"? Es hat bisher 19 Jahre gedauert! Wie viele Jahre es dauern kann, wissen wir vielleicht erst in 20 Jahren... ;-))
... unter (Finanzmafia-) Freunden...
In deinem interessanten Post hat mich wieder das Video von Mai "eingeholt". Schon damals wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte, habe es aber mangels "Anpack" dann wieder vergessen.
Als Nicht-BeWi und Nicht-VoWi gibt es für mich trotz ingenieurmässiger Urteilsfähigkeit auch leider zweifellos deutliche Sachverstands-Grenzen, über die ich kaum hinwegkomme... :-( Mein Eindruck ist aber, dass das für die Masse der anderen auch zutrifft, denn bei Themen wie dem aus dem Video oder auch den anderen Betrachtungen deines Postings wird es hier und sonstwo in der Regel schnell verdächtig ruhig... ;-). Und die BeWis und VoWis, die der Form halber ja eigentlich weiterhelfen können sollten, können das leider auch nicht, weil die wiederum leider keine Ahnung von Wirtschaft haben... Und die exklusiv Wenigen, für die das nicht zutrifft, stecken logischerweise dann in derart ranghohen Jobs im Hamsterrad, dass sie keinerlei Zeit für öffentliche Diskurse haben... ;-)))
Zurück zum Video. Von Verschwörungstheoretikern bin ich meistens amüsiert, manchmal genervt. Hier könnte ich aber fast selber einer werden. In einem Kommentar zu dem Video schreibt jemand auf ZeroHedge: "
"Being one of the few in IM who started off in compliance let me answer. You are a moron. I was supposed to know EVERYTHING that was happening the organizations I audited (heck there was plenty of IT to know it instantenously). And what was asked in this interview is ABSOLUTELY basic.
That is also why I believe the Inspector General is not clueless.... she is lying"
In der Tendenz glaube ich das auch. Aber dann frage ich mich, warum das Thema keine weiteren Kreise gezogen hat? Schliesslich war ja schon ein Abgeordneter involviert, und nicht nur esoterische Blogger. Ausserdem hat ja auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ron Paul mit seiner Forderung nach einem FED-Audit in ein artverwandtes Horn getutet.
Das Ganze kommt mir also schon äusserst mysteriös vor...
In dem Kontext wird einem ja auch wieder (schmerzlich?) bewusst, dass die FED keine staatliche, sondern eine privatwirtschaftliche Organisation ist. Für einen Europäer schwer zu fassen, für die wirtschaftsliberalen Amis vielleicht eine ganz natürlich Outsourcing-Logik.
Aber ich bin nun mal Europäer und das macht es für mich wirklich schwer zu fassen. Die FED und die Wallstreet-"Mafia" zusammen bilden ein äusserst fähiges, aber eben auch anscheinend fast unknackbares Oligopol. Man stelle sich mal vor, wir würden hier die Bundesbank oder EZB outsourcen... Für den Job gibt es ja auch Leute, die zur Zeit verfügbar sind und umfassende Erfahrung im Umgang mit grossen Geldmengen haben. Zum Beispiel den guten Georg Funke von der HRE...
Und dann könnte man ja aus Kompatibilitätsgründen doch auch gleich das Finanzministerium outsourcen und (logischerweise) aus der Richtlinienkompetenz des Bundeskabinetts lösen. Als Chef böte sich doch stante pede der hochqualifizierte Herr Midelhoff an...
Und vielleicht liessen sich als begleitende Massnahme dann auch noch ein paar alte Kumpels des guten Erich Mielke reaktivieren, die sicher am besten wissen, wie man mit unkonstruktiv störenden Fragern umgeht...
Also, ich muss schon sagen... Und da ich es sowieso nicht begreifen werde, gehe ich jetzt wohl besser etwas mit den Kindern am See spazieren...
"Diese Machtspielchen sind vermutlich nicht ernst zu nehmen, zeigen mMn aber, ebenso wie neue Gewalt in Afghanistan, dass "Schurkenstaaten" ein Machtvakuum in USA wittern. Dann tanzen die Ratten auf dem Tisch."
Zunächst, mit den "Ratten" bin ich voll einverstanden. Es gibt aber mMn einen wesentlichen Unterschied: die Afghanen sind einfach mental ein Steinzeitvolk. So etwas kann man mit den Mitteln einer einigermassen zivilisierten Welt kaum nachhaltig besiegen. Das haben im vorvorigen Jahrhundert die Tommies festgestellt, im letzten Jahrhundert u.a. die Russen, und jetzt leider die Amis (im Grunde sogar wir). Ob man sagen kann "dann lasst die doch einfach machen", würde ich leider glauben bezweifeln zu müssen).
Die nordkoreanische Führung ist im Vergleich dazu erfrischend rational: sie betreibt das Ganze einfach als eine Art Erpressung, um die essentiellen wirtschaftlichen Bedürfnisse des Volkes (eigentlich: der Führung) durch Erpressung statt durch Arbeit zu beschaffen. Damit sollte man - bei allen zugegebenen Risiken - einigermassen umgehen können. Es erfordert neben dem Umgang mit klassischer Kriminalität eine Mischung aus Psychologie und Spieltheorie.
Bei den Afghanen ist mMn Hopfen und Malz verloren...
Wird zumindest eigentlich langsam Zeit (auch wenn ich als metropolis-attestierter guter Antizykliker einen Dax bis über 6'000 durchhalte :-):
Weber sieht neue Probleme bei Banken
Finanzkrise
Weber sieht neue Probleme bei Banken
Der Bundesbankpräsident warnt: Deutsche Kreditinstitute seien noch lange nicht über den Berg. Er sieht neue Lasten durch Kreditausfälle auf die Häuser zukommen. Der Abschwung schlage sich bei Banken erst zeitlich verzögert nieder.
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, befürchtet weitere Probleme bei deutschen Kreditinstituten. "Ich warne davor, das Ende der Finanzkrise zu früh auszurufen", sagte Weber der "Süddeutschen Zeitung". Der Abschwung schlage sich bei Banken erst zeitlich verzögert nieder.
Nach Webers Einschätzung drohen den Instituten neue Lasten durch Kreditausfälle infolge von mehr Pleiten bei Firmen und Privatleuten. Die deutschen Banken und Sparkassen seien noch nicht über den Berg. Einige könnten auch noch beim Bankenrettungsfonds Soffin vorstellig werden.
Zwar habe die deutsche Wirtschaft mit dem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal die Talsohle erreicht. Aber Weber warnte: "Die Arbeitslosigkeit wird steigen, wenn die Kurzarbeit ausläuft. Das könnte den Konsum belasten, dürfte aber die Erholung insgesamt nicht gefährden, höchstens deren Dynamik schwächen."
Die Bundesbank hatte für 2009 mit einem gesamtwirtschaftlichen Minus von sechs Prozent gerechnet. Weber sagte jetzt, vermutlich dürfte es etwas günstiger laufen. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Notenbankpräsident einen schnellen Abbau der stark gestiegenen Staatsschulden. "Das muss ein zentrales Element des Koalitionsvertrages sein", forderte Weber.
Er fügte an: "Auch der europäische Stabilitätspakt und die nationale Schuldenbremse gebieten eine entschlossene Haushaltskonsolidierung." Wenn die Ausgaben aber nicht drastisch heruntergefahren würden, wären höhere Steuern unvermeidbar. Er mahnte auch die Banken erneut, den Firmen genügend Darlehen zur Verfügung zu stellen. "Wir gehen davon aus, dass unsere Appelle ernst genommen werden."
ap, 19:19 Uhr
© 2009 Financial Times Deutschland, © Illustration: FTD/Tim Wegner
... doch sehr:
"Der Abschwung wird aber in Zukunft auch die Reichen stärker treffen, nicht zuletzt durch Assetpreis-Verfall"
Und falls das jemandem zu selbstsüchtig vorkommt, dann können wir das ja hilfsweise auch unter der Flagge gesellschaftlichen Gerechtigkeitsempfindens begrüssen ;-)
Telegraph, GB
There's no quick fix to the global economy's excess capacity
There is one overwhelming fact about the world economy that cannot be wished away. Excess capacity in industry is hovering at levels not seen since the Great Depression.
By Ambrose Evans-Pritchard
Published: 6:57PM BST 15 Aug 2009
Too many steel mills have been built, too many plants making cars, computer chips or solar panels, too many ships, too many houses. They have outstripped the spending power of those supposed to buy the products. This is more or less what happened in the 1920s when electrification and Ford’s assembly line methods lifted output faster than wages. It is a key reason why the Slump proved so intractable, though debt then was far lower than today.
Thankfully, leaders in the US and Europe have this time prevented an implosion of the money supply and domino bank failures. But they have not resolved the elemental causes of our (misnamed) Credit Crisis; nor can they.
Excess plant will hang over us like an oppressive fog until cleared by liquidation, or incomes slowly catch up (das hieße Inflation - A.L.), or both. Until this occurs, we risk lurching from one false dawn to another, endlessly disappointed.
Justin Lin, the World Bank’s chief economist, warned last month that half-empty factories risk setting off a “deflationary spiral”. We are moving into a phase where the “real economy crisis” bites deeper – meaning mass lay-offs and drastic falls in investment as firms retrench. “Unless we deal with excess capacity, it will wreak havoc on all countries,” he said.
Mr Lin said capacity use had fallen to 72pc in Germany, 69pc in the US, 65pc in Japan, and near 50pc in some poorer countries. These are post-War lows. Fresh data from the Federal Reserve is actually worse. Capacity use in US manufacturing fell to 65.4pc in July.
My discovery as a journalist is that deflation is a taboo subject. Those who came of age in the 1970s mostly refuse to accept that such an outcome is remotely possible, and that includes a few regional Fed governors and the German-led core of the European Central Bank.
As a matter of strict fact, two- thirds of the global economy is already in “deflation-lite”. US prices fell 2.1pc in July year-on-year, the steepest drop since 1950. Import prices are down 7.3pc, even after stripping out energy. At almost every stage over the last year, in almost every country (except Britain), deflationary forces have proved stronger than expected.
Elsewhere, the CPI figures are: Ireland (-5.9), Thailand (-4.4), Taiwan (-2.3), Japan (-1.8), China (-1.8), Belgium (-1.7), Spain (-1.4), Malaysia (-1.4), Switzerland (-1.2), France (-0.7), Germany (-0.6), Canada (-0.3).
Even countries such as France and Germany eking out slight recoveries are seeing a contraction in “nominal” GDP. This is new outside Japan, and matters for debt dynamics. Ireland’s nominal GDP is shrinking 13pc annually: debt stays still.
Global prices will rebound later this year as commodity costs feed through – though that may not last once China pricks its credit bubble after the 60th anniversary of the revolution in October. My fear – hopefully wrong – is that we are being boiled slowly like frogs, complacent until it is too late to jump out of the deflation pot.
The sugar rush of fiscal stimulus in the West will subside within a few months. Those “cash-for-clunkers” schemes that have lifted France and Germany out of recession – just – change nothing. They draw forward spending, leading to a cliff-edge fall later. (This is not a criticism. Governments did the right thing given the emergency). The thaw in trade finance has led to a V-shaped rebound in East Asia as pent up exports are shipped. But again, nothing fundamental has changed. Deficit countries in the Anglo-Sphere, Club Med, and East Europe are all on diets. People talk too much about “liquidity” – a slippery term – and not enough about concrete demand.
Professor James Livingston at Rutgers University says we have been blinded by Milton Friedman, who convinced our economic elites and above all Fed chair Ben Bernanke that the Depression was a “credit event” that could have been avoided by a monetary blast (helicopters/QE). Under that schema, we should be safely clear of trouble before long this time.
Mr Livingston’s “Left-Keynesian” view is that a widening gap between rich and poor in the 1920s incubated the Slump. The profit share of GDP grew: the wage share fell – just as now, in today’s case because globalisation lets business exploit “labour arbitrage” by playing off Western workers against the Asian wages. The rich do not spend (much), they accumulate capital. Hence the investment bubble of the 1920s, even as consumption stagnated.
I reserve judgment on this thesis, which amounts to an indictment of our economic model. But whether we like it or not, Left or Right, we may have to pay more attention to such thinking if Bernanke’s credit fix fails to do the job. Back to socialism anybody?
www.telegraph.co.uk/finance/comment/...ys-excess-capacity.html
Der Meister selbst mit seinem frivolen Siegerlächeln:
Deutsche Bank rechnet mit weiter steigenden Aktienkursen
[genauer gesagt: EINER bei der DBK rechnet ...]
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank rechnet trotz der starken Kursgewinne an den deutschen Aktienmärkten mit weiter steigenden Kursen. Großanleger, die bislang noch sehr zögerlich investieren, würden bald ihre Aktienanteile in den Depots wieder erhöhen, sagte Georg Schuh, Chief-Investment-Officer der Deutsche-Bank-Tochter DB Advisors und Chef des milliardenschweren bankeigenen Pensionsfonds der "WirtschaftsWoche"in ihrer aktuellen Ausgabe. "Auch nach den zweistelligen Aktiengewinnen sollten sie noch keine Gewinne mitnehmen. Ich rechne mit einer Fortsetzung der Aktienhausse."
(...)
Dabei glaubt Schuh, dass europäische Aktienwerte besonders im Interesse stehen werden. (...)
Nach klassischen Bewertungsmodellen könnten sie sich sogar noch verdoppeln. (...)
http://www.finanzen.net/nachricht/Deutsche_Bank_rechnet_mit_weiter_steigenden_Aktienkursen_930588
Manager streichen Aktiengewinne ein
Das Zutrauen der europäischen Führungskräfte in die Aktien ihrer Unternehmen ist so gering wie seit anderthalb Jahren nicht. Sie streichen Gewinne ein. Erstmals seit Februar 2007 fiel der FTD-Insiderindex unter 30 Zähler.
Am Freitag notierte er bei 28,1 von 100 möglichen Punkten. "Es sind so gut wie keine Insiderkäufe mehr zu beobachten", sagt Patrick Hable, Geschäftsführer des Analysehauses 2iQ Research, das den Index berechnet.
"Die Topmanager sind überzeugt davon, dass die Aktienrally ausgereizt ist." Der Sturz des Index sei beachtlich, Hable will die Ergebnisse aber nicht überinterpretieren. "Insider sind antizyklische Investoren.
(... gekürzt für ModZ ...)
Zu den Insidern, die in den vergangenen Tagen Kasse gemacht haben, gehört Deutsche-Bank-Vorstand Michael Cohrs. Am 7. August verkaufte er Titel seines Arbeitgebers für mehr als 13 Mio. Euro.
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| 469 | 156.447 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 04.01.26 10:00 | |
| 29 | 3.795 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 02.01.26 11:22 | |
| 55 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | ARIVA.DE | 19.10.25 10:00 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |