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Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG
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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 9,99 19,97
Fallender DAX-Kurs 5,73 10,00 20,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11KN5 , DE000NB17QG3 , DE000NB4LT06 , DE000NB32ZK5 , DE000NB2LCT0 , DE000NB2FPZ1 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 6.824,36 -1,10% Perf. seit Threadbeginn:   +367,75%
 
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

12
27.06.09 20:13
in einer schwierigen Zeit, in der es um die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen geht, sind wir alle aufgefordert, unsere Kraftanstrengungen zu leisten, um die soziale Marktwirtschaft für alle zu stärken. Wir sind überzeugt, dass es uns gelingt, wenn alle mit anpacken.

Für uns, aber vor allem für unsere Kinder bleibt es Herausforderung, die Zukunft zu sichern. Deshalb sind wir uns nach langen und gründlichen Überlegungen mit Experten einig und schauen mit Zuversicht in die Zukunft. Damit die Gerechtigkeit zum Zuge kommt, haben wir uns entschlossen, die Mehrwertsteuer auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Deshalb sind wir nach langen, aufrichtigen und konstruktiven Diskussionen zur Überzeugung gekommen, die Mehrwertsteuer, die künftig Zukunftsbeitrag heißen wird, zu Beginn des neuen Jahres auf 25 Prozent festzulegen.

Zugleich sind wir uns alle einig, alle Anstrengungen zu unternehmen, den Staatshaushalt auszugleichen, allein schon wegen unserer Kinder. Wir gehen mit Vorbild voran. Die neulich beschlossene Schuldenbremse ist ein mutiger, aber auch zukunftsweisender Schritt, um gestärkt aus dieser Krise gehen zu können. Ich bin voller Optimismus. Dazu lade ich Sie jetzt und hier ein. Fröhliches Einkaufen gegen die Krise wünscht

Ihre Angela Ferkel (hehehe...)

Entnommen aus Frank Meyers Blog
frank-meyer.eu/blog/...73&more=1&c=1&tb=1&pb=1
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming, bist du noch da?

6
27.06.09 20:34
Hast du Lust, den angelinkten Beitrag aus dem Zero Hedge-Blog zu kommentieren?

zerohedge.blogspot.com/2009/06/...-goes-cmbs-neighborhood.html
(Verkleinert auf 59%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 241562
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Deine Bemühungen sollen ja auch belohnt werden

5
27.06.09 20:51
ran jetzt ;-))

Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

18
27.06.09 20:59
in der heutigen schweren Zeit müssen wir alle Opfer bringen, nicht nur die großen Banken, die unverschuldet auf riesigen Verlusten sitzen, sondern auch der Staat, der diese Verluste schlussendlich tragen wird. Und das sind letztlich Sie, meine verehrten Damen und Herren. Das ist aber wahrlich kein Grund, Trübsal zu blasen. Seien sie dankbar und stolz, dass Sie ab 2010, wenn die Mehrwertsteuer auf 25 % steigt, Ihren Solidar-Beitrag dazu leisten können, den Staat und das Bankensystem wieder ins Lot zu bringen. Deutschland muss ein Volk werden, das wieder stolz zu seinen starken Banken emporblicken kann, auch wenn wir dafür nun große Entbehrungen auf uns nehmen müssen. Im Einkommensverzicht liegt aber auch Demut.  Wir Alle müssen uns auf die ehernen Werte deutscher Tugendhaftigkeit und Sparsamkeit rückbesinnen. Nur so werden wir gemeinsam gestärkt aus der Krise hervorgehen. Denken Sie daher, meine verehrten Mitbürgerinnen und Mitbürger, an die Zukunft Ihrer Kinder. Denken Sie vor allem an die Zukunft der deutschen Banken. Der ewige Kreislauf der Wirtschaft muss weiter gehen, und Sie haben nun die Chance, an diesem großen Rad mit Ihrem Solidarbeitrag mitzudrehen. Die Banken brauchen die Chance für einen unbelasteten Neuanfang, denn ohne sie läuft gar nichts draußen im Lande. Starke Banken sind daher in unserer Aller Interesse! Sie führen uns aufrecht und mit ehrlichem Willen zur Höchstleistung aus dieser Krise heraus. Ich freue mich mit Ihnen - und bin stolz auf Sie, unser Land, unsere Banken und ganz besonders auf unsere Landesbanken.

Wählen Sie CDU, die Partei der Bankengerechtigkeit.

Ihre Angela Stärkel

A.L.
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Anti, check it out

7
27.06.09 21:05
Zukunftsbeitrag muss es heißen, wenn die Bevölkerung schon wieder einen Begriff wie Solidarbeitrag vernimmt, uuuuhhh, Schaudern ist angesagt. Und um Gotteswillen nicht den Begriff Steuern verwenden, Herr O Herr!
Zukunftsbeitrag!  Das klingt nach Aufbruch, nach Optimismus! Wir alle leisten den entscheidenden Beitrag für die Zukunft! Ja, so geht's!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Gern Stöffen

9
27.06.09 21:18
war noch mit Stärkels Rede zur Lage der Nation beschäftigt.

In Zerohedge steht, kurz zusammengefasst, dass Standard&Poors voraussichtlich innerhalb der nächsten Monate 235 Milliarden Dollar an verbrieften Gewerbeimmobilien-Krediten der AAA-Tranchen abstufen wird, da dieses Rating in einem starken wirtschaftlichen Abschwung nicht mehr zu halten sein dürfte. Dann würde die Fed das Giftzeug nicht mehr wie bislang als Kollateral für Wertpapier im strengeren Sinne (Staatsanleihen) akzeptieren. Banken, die ihre CMBS bei der Fed ausgelagert (und ihre Bilanzen mit den dafür erhaltenen Staatsanleihen aufgehübscht) hatten , würden den Schrott daher wider Willen zurückbekommen. Es entstünde ein erhebliches Finanzierungsloch, das den Banken-Stresstest im Nachhinein als Mummenschanz entlarvt.

Der wahre Stresstest steht noch aus - aber nicht in "kontrollierter Regierungs-Simulation", sondern in der sehr viel härteren Realität.



...In a nutshell - the rating agency announced that it was likely to downgrade $235.2 billion in CMBS securities as it evaluates how these would fare in an "extreme economic downturn." And, as a reminder for those who may be confused why in a week the Fed will change inclusion criteria for CMBS in the TALF, Bloomberg does a good recap:

   If the securities backed by hotels, shopping centers and offices lose their top-ranked status, they’ll be excluded from the Federal Reserve’s $1 trillion Term Asset-Backed Securities Loan Facility, a setback for the government’s efforts to jumpstart lending. S&P expects to finish the review of the debt over the next three to six months, the company said.

Granted, Obama would never let that happen as that would put a major roadblock on the "Hope for an S&P" at 10,000 campaign.
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AngelaF.:

Rede an die (Bären)Nation

12
27.06.09 22:40
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger

im Internet kursieren Beiträge über eine in nächster Zeit zu erhebende Mehrwertsteuer von 25%, auch bekannt als Zukunftsbeitrag.

Lassen Sie mich kurz auf dieses Mißverständnis eingehen. Es handelt sich hier nicht in erster Linie um eine Mehrwertsteuererhöhung und auch nicht um einen Zukunftsbeitrag, sondern um einen Entlastungsbeitrag.

Entlastungsbeitrag weil:

1) Ihre Geldbörse in Zukunft nicht mehr so schwer sein wird, und Sie somit von unnötigem Ballast befreit werden.

2) Sie sich nicht mehr so viele Gedanken machen müssen was sie mit Ihrem Geld anfangen sollen.

3) Sie weniger Süßes/Alkohol kaufen werden und somit weniger Diäten/Aspirintabletten notwendig sind.

4) Sie weniger Auto und mehr Fahrrrad fahren werden was Ihre Fitness steigern wird.

5) Sie weniger oft in Urlaub fliegen werden und somit Ihre persönliche Sicherheit immens zunimmt.

6) Sie nicht mehr so ein schlechtes Gewissen haben müssen wenn Sie in den Medien Bilder von armen Menschen sehen.

Darum liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger freuen Sie sich auf den von der Regierung zum Wohle aller beschlossenen Entlastungsbeitrag.

Ihre Angela Ferkel
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malsomalso:

Was Nettes zum Wochenende

7
27.06.09 23:04
War diese Woche bei Calculated Risk zu sehen, ich habe es zuerst fast für echt gehalten ...

www.calculatedriskblog.com/2009/06/...e-gold-reserves-for.html
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Anti Lemming:

Geld-Krake Goldman-Sachs

10
28.06.09 09:40

Hier der Artikel aus "Rolling Stone"-Magazin, den ich in einer besser lesbaren Form als der bisherigen Grafik-Version gefunden habe:

 

THE GREAT AMERICAN BUBBLE MACHINE

From tech stocks to high gas prices, Goldman Sachs has engineered every major market manipulation since the Great Depression – and they’re about to do it again

By MATT TAIBBI

The first thing you need to know about Goldman Sachs is that it’s everywhere. The world’s most powerful investment bank is a great vampire squid wrapped around the face of humanity, relentlessly jamming its blood funnel into anything that smells like money. In fact, the history of the recent financial crisis, which doubles as a history of the rapid decline and fall of the suddenly swindled-dry American empire, reads like a Who’s Who of Goldman Sachs graduates.

By now, most of us know the major players. As George Bush’s last Treasury secretary, former Goldman CEO Henry Paulson was the architect of the bailout, a suspiciously self-serving plan to funnel trillions of Your Dollars to a handful of his old friends on Wall Street. Robert Rubin, Bill Clinton’s former Treasury secretary, spent 26 years at Goldman before becoming chairman of Citigroup – which in turn got a $300 billion taxpayer bailout from Paulson. There’s John Thain, the rear end in a top hat chief of Merrill Lynch who bought an $87,000 area rug for his office as his company was imploding; a former Goldman banker, Thain enjoyed a multibillion-dollar handout from Paulson, who used billions in taxpayer funds to help Bank of America rescue Thain’s sorry company. And Robert Steel, the former Goldmanite head of Wachovia, scored himself and his fellow executives $225 million in golden parachute payments as his bank was self-destructing. There’s Joshua Bolten, Bush’s chief of staff during the bailout, and Mark Patterson, the current Treasury chief of staff, who was a Goldman lobbyist just a year ago, and Ed Liddy, the former Goldman director whom Paulson put in charge of bailed-out insurance giant AIG, which forked over $13 billion to Goldman after Liddy came on board. The heads of the Canadian and Italian national banks are Goldman alums, as is the head of the World Bank, the head of the New York Stock Exchange, the last two heads of the Federal Reserve Bank of New York – which, incidentally, is now in charge of overseeing Goldman – not to mention ...

...

The bank’s unprecedented reach and power have enabled it to turn all of America into a giant pump-and-dump scam, manipulating whole economic sectors for years at a time, moving the dice game as this or that market collapses, and all the time gorging itself on the unseen costs that are breaking families everywhere – high gas prices, rising consumer-credit rates, half-eaten pension funds, mass layoffs, future taxes to pay off bailouts. All that money that you’re losing, it’s going somewhere, and in both a literal and a figurative sense, Goldman Sachs is where it’s going: The bank is a huge, highly sophisticated engine for converting the useful, deployed wealth of society into the least useful, most wasteful and insoluble substance on Earth – pure profit for rich individuals.

(Text ist sehr lang, man kann ihn nicht in voller Länge bei Ariva posten... weiter hier)

 


Für mich ist diese Kombination aus Markt-/Preis-Macht und "Prognose-Hoheit" (alle Welt tanzt nach Goldmans Pfeife) ein Fall für das Kartellamt.

 

 

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Anti Lemming:

Weiterer Auszug

15
28.06.09 10:25

auf dem Rolling-Stone-Artikel zu Goldman-Sachs (Kapitel Haus-Blase):

Im Gegensatz zu anderen Banken, die den Subprime-Mist teils für tatsächlich werthaltig hielten, wusste GS sehr genau, dass es sich um "grade-D-Pferdescheiße" handelte. GS war einer der aggressivsten Vermarkter und "Bündeler" von Subprime-CDOs - aber freilich erst, nachdem sichergestellt war, dass AIG "unregulierten" CDS-Versicherungsschutz gegen Ausfall bieten durfte, den GS dann auch eifrig in Anspruch nahm. Die Wette war damit sicher. Man konnte die Blase bis zum Exzess hochtreiben, und wenn sie platzte, konnte man sich das Geld bei AIG zurückholen. Leider ging AIG deshalb fast pleite, war aber "too big to fail". Es-GS-Boss Paulson konnte dann als Finanzminister das 700 Mrd. Bailout-Paket für AIG von der Regierung ertrotzen, das in hohem Maß GS selbst zugute kam.

Am unverfrorensten aber war, dass GS zu der Zeit, als es den AAA-Müll an unbedarfte Pensionsfonds und Landesbanken weiterreichte, selber short auf diese "Securities" ging (siehe unten). Abgefeimter geht es nicht...

All dies wurde bislang in keinster Weise bestraft oder geahndet. GS zahlte kürzlich die TARP-Rettungsgelder zurück und versucht nun so zu tun, als wäre "nichts gewesen" und man könne wie gewohnt weitermachen. Dabei wurde hier ganz klar Anlagebetrug - Securities Fraud - begangen.

 


 

But the story didn’t end there. AIG, a major purveyor of default swaps, approached the New York State Insurance Department in 2000 and asked whether default swaps would be regulated as insurance. At the time, the office was run by one Neil Levin, a former Goldman vice president, who decided against regulating the swaps. Now freed to underwrite as many housing-based securities and buy as much credit-default protection as it wanted, Goldman went berserk with lending lust. By the peak of the housing boom in 2006, Goldman was underwriting $76.5 billion worth of mortgage-backed securities – a third of which were subprime – much of it to institutional investors like pensions and insurance companies. And in these massive issues of real estate were vast swamps of crap.

Take one $494 million issue that year, GSAMP Trust 2006-S3. Many of the mortgages belonged to second-mortgage borrowers, and the average equity they had in their homes was 0.71 percent. Moreover, 58 percent of the loans included little or no documentation – no names of the borrowers, no addresses of the homes, just zip codes. Yet both of the major ratings agencies, Moody’s and Standard & Poor’s, rated 93 percent of the issue as investment grade. Moody’s projected that less than 10 percent of the loans would default. In reality, 18 percent of the mortgages were in default within 18 months.

Not that Goldman was personally at any risk. The bank might be taking all these hideous, completely irresponsible mortgages from beneath-gangster-status firms like Countrywide and selling them off to municipalities and pensioners – old people, for God’s sake – pretending the whole time that it wasn’t grade-D horseshit. But even as it was doing so, it was taking short positions in the same market, in essence betting against the same crap it was selling. Even worse, Goldman bragged about it in public. “The mortgage sector continues to be challenged,” David Viniar, the bank’s chief financial officer, boasted in 2007. “As a result, we took significant markdowns on our long inventory positions …. However, our risk bias in that market was to be short, and that net short position was profitable.In other words, the mortgages it was selling were for chumps. The real money was in betting against those same mortgages.

“That’s how audacious these assholes are,” says one hedge-fund manager. “At least with other banks, you could say that they were just dumb – they believed what they were selling, and it blew them up. Goldman knew what it was doing.” I ask the manager how it could be that selling something to customers that you’re actually betting against – particularly when you know more about the weaknesses of those products than the customer – doesn’t amount to securities fraud.

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permanent:

Eine Million Infizierte

8
28.06.09 10:30

Vor einige Tagen wurde die Meldung von einigen noch mit witzig bewertet. Ich kann nichts witziges an dieser Meldung finden.
http://www.ariva.de/...lle_in_den_USA_t283343?pnr=6050284#jump6050284

Schweinegrippe in USA

Eine Million Infizierte

Die Schweinegrippe ist in den USA nach Ansicht von Experten sehr viel weiter verbreitet, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/Eine-Million-Infizierte-article385385.html

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Anti Lemming:

Permanent

4
28.06.09 10:35
Die Meldung wurde in den US-Medien nicht so stark verbreitet, weil das Schweinegrippe-Virus vor allem in Gettos und in der arbeitslosen Unterschicht grassiert. Obama hofft, auf diese Weise die Arbeitlosen-Statistiken in den Griff zu bekommen, da verstorbene Langzeitarbeitlose nun ganz ohne Birth-Death-Modell aus der den Tabellen verschwinden.
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malsomalso:

Wochenend-Wellenreiter

9
28.06.09 10:43
             
Wochenend-Wellenreiter vom 27. Juni 2009
   
Kein Weg zurück

     
      Am Freitag wurde die Sparquote für die USA (Mai 2009) veröffentlicht. Die        Quote beträgt jetzt 6,9 Prozent vom verfügbaren Einkommen. Noch vor einem        Jahr (im April 2008) hatte die Sparquote null Prozent betragen. In 2005        war sie zeitweise ins Minus gerutscht. In Deutschland beträgt die        Sparquote seit Jahren konstant zwischen 10 und 12 Prozent. Nouriel Roubini        vermutet, dass die US-Sparquote auf dem Weg ist, ebenfalls zweistellige        Prozentsätze zu erreichen.

     

 

     

      Wir fragen uns, ob dies ein eher zyklisches Phänomen ist - die Sparquote        würde sich in einer wirtschaftlichen Erholung wieder deutlich verringern -        oder ob hier eine dauerhafte Niveauverschiebung eingetreten ist. Eine        Erhöhung der Sparquote bedeutet – bei unverändertem verfügbarem Einkommen        – eine Einschränkung im Konsumverhalten.

     

 

     

      „Konsumieren“ bedeutet den Kauf von Gütern und Dienstleistungen am Ende        der Handelskette (Stichwort: „End-Verbraucher“). Der überwiegende Teil des        Konsums fließt in Güter, ein kleinerer Teil in Dienstleistungen.        Konsumgüter lassen sich in langlebige und kurzlebige Konsumgüter        unterscheiden. Zu den langlebigen Konsumgütern zählen Autos, Möbel und        Waschmaschinen. In der Regel sind dies Anschaffungen, die mindestens drei        Jahre genutzt werden. Betrachtet man die prozentualen Veränderungen       langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA, so verhält sich der        aktuelle Zyklus annähernd normal (siehe folgender Chart).
 

     

Der USA Bären-Thread 6054134

     

     
      Der Einbruch ist nicht ganz so scharf wie der Rezession von 1990, aber        stärker als beispielweise in den Rezessionen von 1974 und 1980.

     

 

     

      Werfen wir jetzt einen Blick auf die Entwicklung des Verbrauchs der       kurzlebigen Konsumgüter. Diese werden entweder sofort oder        innerhalb kurzer Zeit verbraucht. Man nennt sie auch „Güter des täglichen        Bedarfs“. Dazu zählen z.B. Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Kosmetika,        Reinigungsmittel, Zigaretten und Benzin (folgender Chart).

     

 

     

Der USA Bären-Thread 6054134

     

 

     

Hier zeigt sich,        dass sich der US-Konsument hier selbst in Rezessionen nie besonders        eingeschränkt hat.        Seit 1960 wurde stets ein Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat        registriert. Aber jetzt ist das anders. Die Finanzkrise führt        offensichtlich zu einer Verhaltensänderung. Die Erhöhung der Sparquote        findet vor allen Dingen in einer veränderten Einstellung des Verbrauchers        zu kurzfristigen Wirtschaftsgütern statt.

     

      Wie weiter oben bereits geschrieben betrug die Sparquote der US-Haushalte        Mai 6,9 Prozent.

     

Der USA Bären-Thread 6054134

     

      Der Chart zeigt einen interessanten – und logischen – Zusammenhang. Seit        Anfang der 80er Jahren fielen die Renditen und somit auch die        Kreditzinsen. Gleichzeitig wurde Sparen immer unattraktiver. Von dieser        Konstellation angelockt lebten immer mehr US-Bürger auf Pump. Ein eigenes        Haus schien auch für den Teil der Bevölkerung, der sich normalerweise ein        Haus nicht leisten kann, erschwinglich zu sein.

     

      Parallel zum Anstieg der Sparquote – und damit dem Abbau der Verschuldung        der Privat-haushalte – steigen die Renditen. Gemäß unserem        30-Jahres-Zinszyklus …..

     

Der USA Bären-Thread 6054134

     

      …sind in den kommenden 30 Jahren eher steigende Zinsen zu erwarten. Dies        bedeutet für die kommenden 30 Jahre eine tendenziell eher steigende        Sparrate der US-Verbraucher. Dies wiederum hat zur Folge, dass zusätzliche        Impulse aus dem Kreditgeschäft für den Konsum weitestgehend nicht zu        erwarten sind.

     

      Derzeit wird viel von einer Normalisierung der Märkte gesprochen. Wenn        damit auch eine Normalisierung des Verhaltens des US-Verbrauchers (im        Sinne des Verhaltens der vergangenen Jahre) gemeint sein sollte, dann        treten wir dieser Ansicht entgegen. Eine dauerhaft erhöhte Sparquote des        US-Konsumenten passt nicht zu einer Wiederbelebung des Konsumrausches;        genauso wenig wie eine grundsätzliche Verhaltensänderung im Konsum von        Gütern des täglichen Bedarfs. Die Herbstpanik 2008 mit dem Einbruch des        Konsums war eine Zäsur. Die neue Normalität ist nicht die alte. Darauf        müssen sich die Teilnehmer am Wirtschaftskreislauf einstellen.

     

      Verfolgen Sie die Finanzmarktsituation in unserer handelstäglichen        Frühausgabe.

     

      Robert Rethfeld
      Wellenreiter-Invest

Antworten
malsomalso:

Anmerkungen zu Rethfeld

6
28.06.09 10:53
Der letzte Absatz von Rethfeld aus dem heutigen, oben geposteten Wochenend-Wellenreiter:

"Eine dauerhaft erhöhte Sparquote des US-Konsumenten passt nicht zu einer Wiederbelebung des Konsumrausches;genauso wenig wie eine grundsätzliche Verhaltensänderung im Konsum von Gütern des täglichen Bedarfs. Die Herbstpanik 2008 mit dem Einbruch des Konsums war eine Zäsur. Die neue Normalität ist nicht die alte. Darauf müssen sich die Teilnehmer am Wirtschaftskreislauf einstellen."

passt sehr gut zu den "Frugality"-Beiträgen von Mish aus dem letzten Jahr. Ich verlinke noch einmal zwei Beiträge von ihm, die sich damit beschäftigen.

Aus dem August:
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2008/...-is-frugality.html

Und aus dem Oktober:
globaleconomicanalysis.blogspot.com/2008/...-of-frugality.html

Ich denke auch: das ist der Weg, den wir gehen werden.

Der heutige Mish beschreibt übrigens die höchst unschöne Tatsache, dass sich 175 kalifornische Hotels im Konkursverfahren befinden. Symptom und Wirkung zugleich.

globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/...ls-in-default.html
Antworten
permanent:

Sparen bedeutet Konsumverzicht

6
28.06.09 10:58
Überkonsum muss durch sparen geheilt weden und ist ein schmerzhafter Prozess für die beteiligten Marktkräfte.

@AL: Mir bereitet die Ausbreitung der Schweinegrippe in den USA Sorgen. Ich fliege mit Familie in 10 Tagen zum Urlaub nach Kalifornien. So richtig wohl fühle ich mich dabei nun nicht mehr.

Gruß

Permanent
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malsomalso:

Kleine Korrektur

4
28.06.09 11:02
"Default" bedeutet Zahlungsverzug bezogen auf einen Kredit und nicht Konkursverfahren. Für die meisten wird es aber darin enden, dass das Objekt in der Zwangsversteigerung endet. Aber nun gut, es gibt ja sicherlich genügend Interessenten ... :-).

Das erinnert mich an diesen schönen Dilbert-Strip, den ich bei Ritholtz (The Big Picture) gefunden habe:
(Verkleinert auf 87%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 241599
Antworten
malsomalso:

"The Descent into credit card debt hell"

2
28.06.09 11:14
Schöne Grafik, die ich ebenfalls bei Ritholtz gefunden habe.

http://www.ritholtz.com/blog/wp-content/uploads/...reditcardhell3.jpg
Antworten
Malko07:

MMn ist der Blick auf die Krise

18
28.06.09 11:14
oft zu monetaristisch ausgeprägt. Das gilt auch für die große Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts. Nach dem Motto: Hätte die Geldpolitik funktioniert, wäre alles nicht so schlimm gekommen. Ergo: Diesmal machen wir in der Geldpolitik alles richtig und es wird nicht so schlimm kommen.

Riesige Ungleichgewichte im Handel und riesige Überkapazitäten in der Produktion und die daraus resultierenden fehlerhaften Strukturen kann man mit Geldpolitik nicht reparieren. Man kann versuchen den Weg sozial abzufedern aber er wird trotzdem steinig, ja bösartig werden. Gelingt es mit Geldflutung die Krise rauszuzögern wird sie etwas später umso härter zuschlagen da dann die Strukturen noch kaputter sind.

Die Ungleichgewichte und die Überkapazitäten müssen zum großen Teil weg. Wie soll das ohne Heere von Arbeitslosen und Elend vor sich gehen? Man schnippt mit den Fingern und alles ist gut?

Die Monetaristen vergessen immer wieder, dass Geld ein Hilfsmittel für den Waren- und Dienstleistungstausch und nicht der Nabel der Welt ist. Viele verstehen auch nicht was Geld ist und hantieren mit dem Begriff "Geldmenge" als ob diese Menge eine einfache fassbare Einheit wäre. Trotz der riesigen Liquiditätsspritzen der letzten Jahre ist die wirksame Geldmenge geschrumpft. Deshalb  sind die Preissteigerungen ausgebremst und legen im Gegensatz zu mancher Befürchtung nicht zu. Wieso sollen wir jetzt eine jahrelange Deflation bekommen und anschließend eine starke Inflation? Das ist mit nichts begründbar. Wenn die Wirtschaft wieder anzieht können die Notenbanken z.B. den Faktor an Hand von dem Banken Kredite vergeben dürfen rapide "verschlechtern"(Mindestreserveverpflichtung). Sie könne dabei die Zinsen sogar niedrig lassen und trotzdem bleibt die Kreditmenge im Rahmen. Geld ist eben etwas komplizierter als das Zählen von Banknoten.

Wir erleben jetzt die Strafe des Marktes für jahrzehntelange Marktmanipulationen. Der Markt ist grausam und seine Strafe eventuell verzögerbar aber nie verhinderbar. Wie kann man den weltweiten Handel massiv ausbauen bei einem Währungssystem im dem ein Teil sich entsprechend dem Markt verhält und ein großer anderer Teil administrativ festgelegt wird? Das ist schlimmer als ob alle Relationen administrativ festgelegt würden und öffnet großen Manipulationen die Tore. Die Profiteure dieser Manipulationen haben dabei immer die Lehren des freien Marktes gepredigt und die Politik ist massenhaft darauf hereingefallen. Jetzt muss die Suppe ausgelöffelt werden und kein Monetarist wird das verhindern können.
Antworten
pfeifenlümmel:

Mehrwertsteuererhöhung

 
28.06.09 11:15

wirkt nur dann richtig, wenn die Preise steigen. Ohne MWST Erhöhung droht tatsächlich eine Deflation, eine entsprechende Erhöhung der Steuer gleicht den Preisverfall aber aus. Sinnvoll wäre eine Erhöhung auf mindestens 30% nach der Wahl. ( kleine Anmerkung: Unsinn wird von vielen falsch verstanden, weil in ihm das Teilwort Sinn enthalten ist )

Antworten
Anti Lemming:

malsomalso - aus der David-Rosenberg-Prognose

5
28.06.09 11:16

(in Deinem Link von Mish):

But more importantly, Rosenberg argues, is what must take place in the household sector - a sector already ravaged by rising fuel prices, a stagnant housing market and rising levels of unemployment.

In spite of all those problems, Americans are beginning to reduce their debt exposure - as seen in the savings rate, which rose from 0.3pc to 2.6pc in the last three months, the third steepest quarterly increase since the Second World War.

Before the US economy can truly begin to expand again, Rosenberg believes the savings rate must rise to pre-bubble levels of 8pc, that the US housing stocks must fall to below eight months' supply, and that the household interest coverage ratio must fall from 14pc to 10.5pc.

"It's important to note what sort of surgery that is going to require. We will probably have to eliminate $2 trillion of household debt to get there," he predicts, saying this will happen either through debt being written off, as major financial institutions continue to do, or for consumers themselves to shrink their own "balance sheets".


Interessant ist, dass die 2.000 Milliarden, die Obama zusätzlich an Kredit aufnehmen will, den 2.000 Milliarden ("2 trillions") an privaten und Firmen-Schulden entsprechen, die laut Rosenberg (oben) zurückgeführt oder abgeschrieben werden müssen. Der Nettonutzen der Pakete könnte demnach Null sein - d.h. Wachstumphantasien würden sich als Illusion erweisen.

Antworten
Anti Lemming:

Credit Card Debt Hell

13
28.06.09 11:24
Der USA Bären-Thread 241601
Antworten
Malko07:

#45538: Zahlenwerke die mit

6
28.06.09 11:24
unterschiedlichen Methoden geschaffen werden sind selten vergleichbar. Würde die US-Sparquote nach der EU-Methode festgestellt werden, hätten sie die 10% schon erreicht. Sie liegen also schon auf unserem Niveau. Betrachtet man die private Verschuldung, ist das sicherlich kein Fehler sondern sie befinden sich auf dem Weg der Gesundung. Die Überkapazitäten in der weltweiten  Fertigung werden dadurch allerdings noch offensichtlicher werden.
Antworten
Anti Lemming:

Malko - Dein "Weg der Gesundung"

8
28.06.09 11:35
ist dann ja eine langjährige deflationäre Schrumpfung, die in der Tat langfristig die Probleme kurieren würde. Nur will dies in USA niemand ernsthaft, da es ein schmerzhafter Weg ist. Das Wort "Gesundung" ist in USA eher mit Neuverschuldung und neuer Kreditaufnahme verbunden (Blase 3.0).

Wird also Zeit, dass das Wort "Gesundung" gesünder interpretiert wird ;-)
Antworten
TGTGT:

Bund könnte in der nächsten Woche

9
28.06.09 11:51
auch als Indikator für die Börsen dienen, denn dieser ist gerade aus seinem 2. Ab- Trend ausgebrochen und hat eine recht solide  Unterstützungszone im Bereich um 120,40 bis 120,80 formiert (RBS- Taxe mit der ich CFDs trade)..... der Main- SP liegt bei 118,35 beim Tief dieser Bewegung im Trend, ein Widerstand lässt sich im Bereich 121,80 bis 122,50 festmachen, um diesen könnte sich zugleich eine Schiebezone bilden - von einem direkten Abprall gehe ich noch nicht aus, für den Dax liefert der Bund ein Shortsignal, wohindessen Euro/CHF long..... naja, mal schauen was sich durchsetzt, Bund ist zumindest einen Blick wert:
(Verkleinert auf 54%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 241603
Wer gut mit Geld umgeht, dem wird es folgen wie ein treuer Hund seinem Herrchen ^^
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Malko07:

A.L. (#45548), deine Analyse

9
28.06.09 12:14
"der" USA trifft mindestens momentan nicht zu. Die Amerikaner, die die Sparquote hochgefahren haben, sind doch ein Bestandteil der USA und nicht der geringste.

Die Verschuldung des Staates steigt stark an, auch bei uns. Die Verschuldung der Konsumenten nimmt aber ab. Die relative Verschuldung (bezogen auf Kopf oder BIP) ist immer noch kleiner als bei uns, wenn man die ausgelagerten Teile der Wiedervereinigung mit ins Kalkül zieht. Mit steigender Sparquote in den USA wird die Auslandsverschuldung, der kritische Teil des Problems, weniger stark wachsen. Für die Währungssysteme ist es nämlich absolut unerheblich ob die Amerikaner staatlicherseits oder privat stark im Ausland verschuldet sind.

Auch wir müssen gesünder werden und uns von einer Bananenrepublik zu gesunden binnenwirtschaftlichen Strukturen weiter entwickeln. MMn wird diese Gesundung lange dauern. Dass diese Gesundung von deflatorischen Tendenzen begleitet werden ist eine gesunde Umererziehung. Es schadet nichts, wenn wir für einige Zeit die Überverschuldung nicht mahr als den Königsweg ansehen werden. Schuldner werden eine nicht leicht zu vergessende Strafe erleben.
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