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Der USA Bären-Thread


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Betr.: Freier Fall der Hauspreise

6
11.06.09 12:11
U.S. Home Prices May Fall for Years, Shiller Says

“Prices may continue to fall”

HOME prices in the United States have been falling for nearly three years, and the decline may well continue for some time.

Even the federal government has projected price decreases through 2010. As a baseline, the stress tests recently performed on big banks included a total fall in housing prices of 41 percent from 2006 through 2010. Their “more adverse” forecast projected a drop of 48 percent — suggesting that important housing ratios, like price to rent, and price to construction cost — would fall to their lowest levels in 20 years.

www.nytimes.com/2009/06/07/business/...p;sq=shiller&st=cse
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Die "Verschuldungs-Ära" begann 1982

9
11.06.09 12:18
- nicht zufällig mit der damals parallel dazu einsetzenden Aktien-Rallye. Sie folgte einer 16-jährigen Dürrephase von 1966 bis 1982, in der der DOW nie über 1000 hinauskam. Die fulminante Aktien-Rallye von 1982 bis 2000  - sie brachte eine Verzehnfachung des DOW - wurde daher nicht zuletzt von ausufernder Liquidität infolge zunehmender Überschuldung getrieben. In der Zeit von 2003 bis Juli 2007 gab es bei der Überschuldung (und Aktien) noch ein "letztes Hurra", indem - durch Tiefzinsen um 1 % - die Hauspreisblase samt massenhafter Beleihung (# 44548) angeschoben wurde.

Der Hauspreisverfall (# 44550) und die Zahlungsverzüge/Zwangsversteigerungen (#  44549) markieren das traurige, aber unvermeidbare Ende dieser Schulden-Bonanza.

Wert kann langfristig nur durch Wertschöpfung (Produktion) entstehen, nicht durch "kreatives Schulden-Management".
(Verkleinert auf 55%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238013
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Anti Lemming:

"DDR-Verhältnisse" - zu # 44538

 
11.06.09 12:28
DDR = Developers Diversified Realty Corp

Spezialist für Gewerbeimmobilien (Läden)

Man kann den Anstieg von knapp 2 Dollar im März auf jetzt 5 Dollar als "grünes Pflänzchen" werten, wenn man den vorherigen Verfall von 50 Dollar (Feb. 2007) auf 2 Dollar außer Acht lässt.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238016
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Dreistein:

Bei Heideldruck mal genauer hingesehen...

9
11.06.09 12:30
Ein bissl off-topic, dennoch interessant. Da fällt mir nicht mehr viel dazu ein...

Druckreifer Vergütungsirrsinn

Super Timing. Um staatliche Hilfe betteln, ein Viertel der Mitarbeiter entlassen, und für diese Leistung einen Bonus kassieren. Heidelberger Druck erkennt wieder einmal die Zeichen der Zeit nicht.
Es ist ja nicht so, dass sogenannte hilfsbedürftige Firmen nach Arcandor den Kopf hängen lassen müssen. Anfang der Woche sicherte sich ein Weltmarktführer aus Heidelberg ein Rettungspaket in Höhe von 850 Mio. Euro.

Wir stellen die Firma, die am Dienstag ihre Jahreszahlen per 31. März vorlegte, kurz vor: Der Umsatz ging innerhalb von einem Jahr um 18 Prozent zurück, das Betriebsergebnis drehte von einem Plus von 268 Mio. Euro in ein Minus von 49 Mio. Euro, ein Ergebnis vor Steuern von 199 Mio. Euro wandelte sich in einen Vorsteuerverlust von 347 Mio. Euro. Ab Februar 2010 können Inhaber der Wandelschuldverschreibung vorzeitig andienen, womit beim Kursverlauf der Aktie - minus 80 Prozent seit Begebung der Anleihe im Februar 2005 - zu rechnen ist. Dann fließen über 300 Mio. Euro von der Firma ab. 12 von 15 Analysten empfehlen die Aktie zum Verkauf, vor 2012 wird mit keinem Jahresüberschuss gerechnet. Der Titel kostet die Hälfte vom Buchwert.

Interessant ist nun, wie man sich in Heidelberg auf die Talfahrt vorbereitet hat: Bis Ende September 2008 hat man den Mitarbeiterstamm noch ausgebaut - heute werkeln 90 Prozent in Kurzarbeit, und ein Viertel der Belegschaft soll gehen. Charmanter aber noch die Liquiditätsplanung: Von 2005 bis 2008 wurden eigene Aktien zu einem Durchschittskurs von 34 Euro im Gesamtvolumen von 284 Mio. Euro zurückgekauft. Noch im Juli 2008 wurde eine Dividende von 74 Mio. Euro ausgezahlt. Und das Schmankerl zum Schluss: Für das abgelaufene Jahr wurde dem Vorstand eine erfolgsabhängige Tantieme gegönnt, immerhin 40 Prozent des Vorjahreswerts. Gönnerhaft heißt es zudem im Geschäftsbericht, der Vorstand würde bereits jetzt auf die Hälfte seiner ihm zustehenden Tantiemen für das aktuelle Geschäftsjahr - das, in dem man um Staatshilfe bettelt - verzichten. Ist das nur Realitätsverlust oder schon Hohn? Die besser durch die Krise kommenden Branchenbrüder Technotrans und Koenig & Bauer haben für 2008 sämtliche variablen Vergütungen gestrichen, auf null.

Bei dieser Nachrichtenlage braucht man eigentlich gar nicht mehr auf Diskussionen von Branchenkennern einzugehen, dass es Heidelberger Druck schon länger an einer Strategie mangele.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...Ctungsirrsinn/525532.html
Im Kommunismus wurde erst verstaatlicht und dann ruiniert, im Kapitalismus wird erst ruiniert und dann verstaatlicht.
(Schwerins OBin Gramkow)
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Anti Lemming:

Bei SPG

2
11.06.09 12:31
gibt es nach unten noch Luft. SPG "macht" ebenfalls in Gewerbeimmobilien.

Konkurrent GGP ist bereits pleite.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238018
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permanent:

Nur ruhigeres Fahrwasser

5
11.06.09 12:53
Wirtschaft

Donnerstag, 11. Juni 2009

IfW: Nur ruhigeres Fahrwasser

Rezession nicht überwunden

 

"Vieles deutet darauf hin, dass sich die Weltkonjunktur im Sommerhalbjahr 2009 fängt."
(Foto: AP)

Die deutsche Wirtschaft dürfte nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte in ruhigeres Fahrwasser geraten. "Gleichwohl ist die Rezession keineswegs überwunden", erklärten die IfW-Forscher in ihrer jüngsten Konjunkturprognose.

Weil die Konjunktur zum Jahresauftakt deutlich stärker eingebrochen war als erwartet, senkten die Forscher ihre Prognose für 2009 kräftig und erwarten nun einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 6,0 (bislang: 3,7) Prozent. Für eine Stabilisierung spreche aber, dass sich die weltweite Finanzkrise etwas entspannt habe. Zudem dürften im späteren Verlauf des Jahres die Ausfuhren wieder anziehen.

Im kommenden Jahr ist sogar wieder Wachstum in Sicht; die Kieler Experten gehen von einem Zuwachs von 0,4 Prozent aus und sind damit etwas optimistischer als noch bei ihrer jüngsten Vorhersage im März. Das setze allerdings voraus, dass sich die Lage im Bankensektor nicht erneut verschärfe, hieß es. Im Zuge der Rezession dürften 2009 deutlich mehr Unternehmen Insolvenz anmelden als in den Vorjahren, deswegen steige auch der Bedarf an Abschreibungen. "Umso wichtiger ist es, dass die Rekapitalisierung der Banken schnell vorankommt."

Hoffnungen für 2010

Gestützt werde die Konjunktur 2010 von besseren Absatzaussichten im Ausland. Dadurch werde sich die Investitionstätigkeit der Firmen in Deutschland zunächst stabilisieren und im Jahresverlauf sogar leicht beleben. Der private Konsum werde unter anderem wegen steuerlicher Entlastungen etwas gestützt. Allerdings dürfte die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf kräftig steigen. Im Jahresschnitt erwarten die Experten knapp 4,4 Mio. Arbeitslose, nach 3,6 Mio. in diesem Jahr.

Die Weltwirtschaft dürfte sich im Sommerhalbjahr 2009 fangen, mit einer schnellen Erholung sei aber nicht zu rechnen, schrieben die Forscher. Weil die Rezession alle Regionen erfasst habe, und wegen der Banken- und Immobilienkrisen sei nur eine allmähliche Belebung der Konjunktur zu erwarten. Weltweit dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr wieder um 2,3 Prozent zulegen. Das dürfte auch den Welthandel dämpfen, der nach einem Einbruch um 14 Prozent in diesem Jahr 2010 nur schwach zulegen dürfte.

dpa

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permanent:

May US Foreclosures 3rd Highest Month on Record

3
11.06.09 12:55
May US Foreclosures 3rd Highest Month on Record
HOUSING, HOME, REAL ESTATE, FORECLOSURE, MORTGAGE
Reuters
| 11 Jun 2009 | 04:15 AM ET

U.S. foreclosure activity for May ebbed from April's record, but mortgages still failed at a staggering pace as President Barack Obama's rescue programs had not had time to fully take root, RealtyTrac said on Thursday.

Foreclosure filings dipped 6 percent in the month but increased 18 percent from May 2008, marking the third highest month on record.

  • Slideshow: States with Highest Foreclosure Rates

    "There were almost one million foreclosure filings in a three-month period, and that's simply unprecedented," Rick Sharga, senior vice president at RealtyTrac in Irvine, California, said in an interview.

    Temporary freezes on foreclosure activity ended in March. Failures of many seriously delinquent loans that were put on hold during those moratoria have been thrust back into the foreclosure cycle.

    One in every 398 households with loans got a foreclosure filing in May. Filings, which include notices of default and auctions, were reported on 321,480 properties last month.

    Stemming foreclosures is seen critical to bolstering home prices, consumer confidence and the recessionary U.S. economy.

    Bank repossessions, known as real-estate owned or REOs, rose in May and should spike in coming months because the moratoria ended, RealtyTrac said.

    Obama Plan Needs Time

    The administration's plans to ease loan modifications and refinancing were detailed in early March and haven't been implemented long enough to derail foreclosures.

     

    The hurdles are high. Unemployment reached a nearly 26-year peak in May and mortgage rates have leaped a percentage point from their spring lows to more than 5-1/2 percent.

    "One of the cures to this problem is enough buying activity to eat up the inventory of distressed properties," Sharga said. "If mortgage rates go up to where people decide to wait out the market again, that's just going to add to the inventory numbers and put more downward pricing pressure on all homes."

    RealtyTrac forecasts about 4 million foreclosure filings will be made this year on about 3.1 million households with loans. Last year, there was a record 3.1 million filings on about 2.4 million households.

    In a more typical year, Sharga said there would be around 800,000 filings on 550,000 households.

     

    "When you have a glut of inventory and downward pricing pressure that does tend to push properties into foreclosure," said Sharga.

    States where sales and prices soared most in the five-year housing boom earlier this decade remained the hardest hit.

    Nevada stayed at the top of the foreclosure rate rankings by state, with one in every 64 housing units getting a foreclosure filing. California, Florida and Arizona, Michigan, Georgia, Colorado, Idaho and Ohio were the other states with the highest foreclosure rates.

    Ten states, led by California, accounted for almost 77 percent of total number of foreclosure actions in May.

    "We need to give the administration's programs a little bit of time to gain traction," Sharga said. "If unemployment continues to worsen, all bets are off on foreclosure rates."

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permanent:

ECB Fears Banking Crisis in 2010: Report

7
11.06.09 12:56
ECB Fears Banking Crisis in 2010: Report
ECB, BANKS, BANKING CRISIS, FINANCIAL CRISIS, RECESSION, EASTERN EUROPE, INTEREST RATE, EURO, EURO ZONE, EUROPEAN UNION
Reuters
| 11 Jun 2009 | 05:25 AM ET

The European Central Bank fears another banking crisis in 2010 if the recession drags on, said ECB financial stability expert Dejan Krusec on Wednesday, cited on the website of the Daily Telegraph.

If there is a quick 'V-shaped' recovery the banks would be strong enough to weather the downturn, he said.

  • Special Report: Eastern Europe on the Edge

    "If this is 'U-shaped', the banks will have problems. There are 25 banks we monitor that are strategically important," Krusec was quoted as saying to a Fitch Ratings conference on Eastern Europe.

    "The problem is not 2009. Euro-area banks are well enough capitalized to cover losses. The problem is 2010. We are concerned about the length (of the recession)," said Krusec.

    The newspaper added that the ECB forecast of a 4.6 percent contraction this year with no recovery until mid-2010 precluded any chance of a V-shaped rebound.

    Growth Ahead?

    The global economy could start growing again between the end of this year and the middle of 2010, helped by government stimuli, European Central Bank governing council member Christian Noyer also said on Thursday.

     

    "Certain indicators point to a deceleration of the slowdown in the second quarter, giving us cautious optimism," Noyer told an audience of businessmen in Hong Kong. Various government stimuli would progressively feed into the economy, he said.

    "The (global) economy should start to turn into positive territory somewhere between the end of this year and the middle of next year." However, Noyer warned that rising unemployment could still affect consumption and hit growth prospects, though disinflation could boost purchasing power.

    The ECB has cut its interest rate to 1.0 percent in the wake of the global economic downturn and financial crisis and analysts expect rates to stay at that level throughout 2010 as the euro zone emerges slowly from recession.

    Noyer's visit to Hong Kong is part of a broader trip to China, which recently called for the U.S. dollar eventually to be replaced as the world's main reserve currency by the IMF's Special Drawing Right, a basket of currencies that includes the euro, the U.S. dollar and the Japanese yen.

    Noyer, however, said that SDRs could not replace real currencies and a reserve currency could not be decided by political will.

    "I don't believe you can impose a currency as a reference currency by political will or administrative decisions. Market forces decide," he said.

    "SDRs are a very useful instrument as a basket of currencies. It is an asset. But it's difficult to imagine you can use a basket in the same way as a real currency. It can't replace the currencies that comprise that basket."

    China is seeking a more international role for its yuan currency, which is not fully convertible.

    Noyer said the world would naturally become more multipolar but currencies that are freely traded and fully convertible would continue to be the main currencies.

     

    China would play a greater role in the IMF and other institutions and it was understandable that China and other major emerging economies were seeking to ensure they would be involved in setting new global financial standards, he said.

    All countries needed to abide by the rules, including the United States, which might have helped stem some of the reasons for the global financial crisis if it had adopted the Basel II accord, he said.

    The agreement increases balance sheet assets and forces banks to allocate more capital to support loan portfolios.

    "Once we adopt a rule, it has to be adopted globally," he said. "If Basel II had been adopted by the United States prior to the crisis, it probably would have helped mitigate some of the reasons why the crisis has arisen."

    However, he said the United States' failure to adopt Basel II was due to its lengthy and difficult legal process not the will of the administration.

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daiphong:

mMn steuern die USA eine allgemeine Teuerung

7
11.06.09 13:01
an, aber mit konstanten Gehältern, weiter steigender Arbeitslosigkeit, Bankrottgefährdung, Sparquote, Zinsen. Also eine sehr deutliche Reduktion des Konsums und eine noch viel tiefere Rezession. Ohne klassische Deflation oder Inflation, beides läuft eigentlich zugleich. Das drückt sich auch im Dollar aus, der zwar sinken wird, aber wohl langsam, und dadurch überbewertet bleibt. Erst nachdem er stark gefallen ist, könnten aus manchen Wirtschaftsbereichen (Industrie, Finanzen, High Techs) Gewinn- und Gehaltssteigerungen  und dann verzögert echte und deutlichere  inflationäre Entwicklungen ausgelöst werden. Bis die Gesamtwirtschaft im Tal ankommt und massivere Inflation starten kann, können durch die Verteidigungsstrategien noch ein paar Jahre vergehen. Die Aktienkurse müssten in einem solchen Scenario zwischenzeitlich schwer abstürzen, auch weil zur Schuldentilgung, Erhaltung von Lebensstandard, Rentenauszahlung das Eigenkapital angegriffen wird und die Inflation viel zu spät kommt.
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Malko07:

EZB

8
11.06.09 13:13

MONATSBERICHT DER ZENTRALBANK

EZB erwartet Dauer-Rezession bis Mitte 2010

Düstere Konjunkturaussichten: Die EZB rechnet erst in rund zwölf Monaten wieder mit Wachstum im Euro-Raum. Eine lange Stagnation könnte verheerende Folgen haben - sogar eine neue Bankenkrise ist nicht ausgeschlossen.

Der USA Bären-Thread 5968664

Frankfurt am Main - Immer mehr Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die Talsohle des Abschwungs erreicht ist - doch der Aufschwung lässt offenbar noch auf sich warten: Laut einer Prognose der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Rezession im Euro-Raum lang und tief.

Nach einer Phase der Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf seien positive Wachstumsraten im Quartalsvergleich erst zur Mitte des kommenden Jahres zu erwarten, heißt es im Monatsbericht der EZB für Juni, der an diesem Donnerstag in Frankfurt veröffentlicht wurde. Diese Prognose schließe auch nachlaufende Effekte mit ein, speziell die erwartete Eintrübung des Arbeitsmarkts. Damit bekräftigte die EZB jüngste Aussagen ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet.

...........................

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,629852,00.html

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pfeifenlümmel:

Die Ölpusher

2
11.06.09 13:13
Zunächst mal, um Irrtümer zu vermeiden, werden mit Ölvorkommen die verkaufte Ware bezeichnet im Gegensatz zu den Ölreserven. Ölverbrauch geht zurück, trotzdem werden die Preise hochgetrieben:


Aussagen von der BP und Alexei Miller, CEO der russischen OAO Gazprom:

Laut der BP-Studie ging der Verbrauch des Schwarzen Goldes im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent – das entspricht gut 420.000 Barrel pro Tag – auf 84,45 Millionen Barrel pro Tag zurück. Das sei der erste Rückgang seit 1993 und der höchste seit 1982. ....


Denn die Investitionen im Öl- und Gassektor würden 2009 um mehr als 20 Prozent fallen, da viele Produzenten ihre Ausgaben aus Angst vor Preisvolatilität eingeschränkt hätten. Laut der BP-Studie sind die russischen Ölvorkommen im letzten Jahr von 80,4 (2007) auf jetzt noch 79 Milliarden Barrel zurück gegangen.

Miller erklärte, dass die Ölpreise von rund 70 Dollar in den vergangenen Wochen keine technische Korrektur oder eine zufällige Fluktuation darstellen, sondern die Rückkehr in einen Trend signalisieren, der vor der Krise entstand. Es gäbe ausreichend objektive Gründe dafür, dass der Ölpreis Ende des Jahres bei 85 Dollar je Barrel notieren werde.
http://www.ariva.de/...um_ersten_Mal_seit_10_Jahren_gefallen_c2996153
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Anti Lemming:

Macht-Vakuum durch wirtschaftliche USA-Schwäche

7
11.06.09 13:25

Es fällt auf, dass die Russen und Chinesen neuerdings mit dreisten Forderungen und Proklamationen kommen (Ablösungen des Dollars als Weltleitwährung, Androhung von US-Staatsanleihenverkäufen usw..) die noch vor wenigen Jahren, als USA klar die wirtschaftliche "Nr. 1" war, undenkbar gewesen wären.

Auch die Atomraketen-Provokationen Nordkoreas zielen in diese Richtung.

Bleibt spannend, ob andere "Schurkenstaaten" wie Iran und Venezuela demnächst nachziehen. Momentan schwelgen die noch im teuren Öl.

So gesehen kann sich Obama einen Truppenabzug aus dem Irak politisch kaum erlauben. Dummerweise kann er sich ein fortdauernde Militärpräsenz im Irak finanziell kaum erlauben.

Erlaubt wird zunehmend nur, was andere gestatten. Das gilt auch für die Neuverschuldung. Die US-Staatsanleihen-Auktionen sind eine Art weltweite Volksabstimmung über die Fortdauer der US-Oberhoheit. Die Amis stehen dabei auf der schwächeren Seite, da sie vom Goodwill der Ausländer abhängen. An diesem Goodwill "sägen" die Russen und Chinesen gerade - zu ihrem eigenen Vorteil.

Antworten
Anti Lemming:

Die Hälfte aller dt. Werften gefährdet in 2009

 
11.06.09 13:38
www.ftd.de/unternehmen/industrie/...ikaler-Auslese/525424.html
Antworten
fkuebler:

AL #44562: US-Abhängigkeit von Fremdfinanzierung

4
11.06.09 13:39

"Erlaubt wird zunehmend nur, was andere gestatten. Das gilt auch für die Neuverschuldung. Die US-Staatsanleihen-Auktionen sind eine Art weltweite Volksabstimmung über die Fortdauer der US-Oberhoheit. Die Amis stehen dabei auf der schwächeren Seite, da sie vom Goodwill der Ausländer abhängen. An diesem Goodwill "sägen" die Russen und Chinesen gerade - zu ihrem eigenen Vorteil."

Ich halte das nicht für ganz falsch. In der veröffentlichten Meinung ist das aber mittlerweile ein derartiger Selbstläufer geworden, dass ich zum Nachdenken mal einen leichten Kontrapunkt setzen möchte:

US-Treasuries werden nur zu einem erstaunlich kleinen Prozentsatz von Ausländern incl. Zentralbanken gehalten. Ich habe den Prozentsatz gerade nicht präsent, aber ich glaube er liegt zwischen 10 und 20%. Das ist nicht wenig, aber viel weniger als die meisten zu implizieren scheinen. Das meiste wird von Amis selbst gehalten, insbesondere Pensionsfonds.

Insofern könnte man sogar argumentieren, dass die Abhängigkeit zum Beispiel der Chinesen von einer gedeihlichen T-Bond-Entwicklung grösser ist als die der USA. Meinem Eindruck nach verhalten sich die Chinesen deshalb seit einiger Zeit auch sehr konstruktiv. Anders die Russen, aber wenn ich mal polemisieren darf: die Russen sind zwar Schachspieler, aber unabhängig davon total irrational ;-)

Antworten
Anti Lemming:

Schiffsbestellungen bei deutschen Werften

7
11.06.09 13:40
Der USA Bären-Thread 238036
Antworten
Anti Lemming:

fkuebler - Ausländische Anteil bei US-Staatsbonds

3
11.06.09 13:56
2007 hielten Ausländer 80 % aller US-Staatsanleihen mit 7 bis 10 Jahren Restlaufzeit:

May 30, 2007 (Bloomberg) -- For the moment, at least, financing the U.S. budget deficit may be getting less arduous as foreign investors now own a record 80 percent of the Treasury notes due in three to 10 years.

www.bloomberg.com/apps/...&sid=afykSkqn4O3Y&refer=bond

Gemäß der Grafik unten aus Wikipedia -  en.wikipedia.org/wiki/United_States_public_debt -
lag der Gesamtanteil der Ausländer im September 2008 bei 28 %.

Man muss aber berücksichtigen, dass beispielsweise bei den Chinesen ein Drittel der Reserven in Bonds von Fannie Mae und Freddie Mac (GSEs) stecken, weil die leicht höhere Zinsen bringen, aber dennoch vom Staat garantiert sind. (Die Chinesen schichten zurzeit offenbar aus GSE-Anleihen in US-Kurzläufer um).
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238046
Antworten
Anti Lemming:

Relative Anteile der ausländischen US-Bonds-Halter

4
11.06.09 13:58
Der USA Bären-Thread 238049
Antworten
pfeifenlümmel:

Anscheinend muss

 
11.06.09 14:00
der Dax ( und DOW natürlich ) erst einbrechen, um die Ölpreise wieder sinken zu lassen.
Der USA Bären-Thread 238051
Antworten
wawidu:

obgicou - # 44540

8
11.06.09 14:02
"die Charttechniker sehen im SP500 eine klare Long-Chance"

Na so was, das müssen wohl "Kollegen" aus einem anderen Universum sein. Weder die Indizes mit Indikatorfunktion ($NYA50R, $BPNYA, $NYMO, $NYSI), noch die aktuelle Put/Call Ratio ($CPC), noch die Indikatorenlage im SPX-Chart selbst geben dies her.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238050
Antworten
Anti Lemming:

Pfeifenlümmel - das treibt sich gegenseitig

7
11.06.09 14:06

weil in USA die Ölpreisanstiege immer positiv gemeldet werden - parallel zu den steigenden Aktienkurse.  

Spin-These: Die Erholung des Aktienmarktes zeigt, dass es mit der Wirtschaft vorangeht (Lüge 1), was auch die höhere Ölnachfrage (= Lüge 2) bedingt.

Wahrheit: Die Amis werden in der Hauptreisezeit von ihren Ölkonzernen abkassiert. Als "Entlohnung" erhalten sie temporär steigende Aktien in ihren Renten-Portfolios (401k). Am Ende der Reisesaison, wenn das Abkassieren gelaufen ist, fällt der Ölpreis wieder - und die Rentenaussichten (via Aktien) ebenfalls.

Tanken für die Rente! Die hohen Benzinpreise kommen Euch am Ende zugute. Leider nicht mehr zu Lebzeiten.

 

Antworten
fkuebler:

AL #44566: Ausländischer Anteil an US-Bonds

 
11.06.09 14:09
Ich nehme den Widerspruch zu meiner Vermutung (28% statt wie von mir vermutet 10..20%) zur Kenntnis und werde gelegentlich auch von meiner Seite mal genauere Infos suchen.

Auch ein 28% Ausländeranteil würde meine Aussage latent noch stützen, aber zugegeben nicht mehr so eindeutig. Und vor allem wenn der Ausländeranteil bei Longbonds wesentlich höher wäre (so wie es scheint), dann wäre die Abhängigkeit der Amis grösser als von mir erwartet (allerdings besteht die umgekehrte Abhängigkeit auch nach wie vor).
Antworten
pfeifenlümmel:

2002 soll der

2
11.06.09 14:14
Ausländeranteil an US Bonds bei 40 % gelegen haben, nun nach Bloomberg auf 80 % hoch. Eigentlich eine Einladung zur Entwertung der Bonds. Muffensausen nun auch bei den Chinesen, nicht nur  in Zuffenhausen.
Antworten
wawidu:

DDR langfristig

3
11.06.09 14:14
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 238058
Antworten
Katjuscha:

Bei DDR komm ich immer durcheinander.

4
11.06.09 14:17
Waren das nicht diese Ram-Chips?
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
obgicou:

@wawidu

 
11.06.09 14:17
die sehen die 3 Tops bei 950 und die ansteigenden lows als steigendes Dreieck

Hatte ja schon mal den blogroll von cobrasmarketview.blogspot empfohlen.
Bunte Mischung von EW'lern, Sentimenttradern und Numerikern (trading the odds)
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