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Der USA Bären-Thread


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CarpeDies:

@Wawidu:Geithner spielt mit doppeltem boden

8
02.06.09 09:16
Die Worte: Die Geithner-Aussage über einen starken Dollar ist in meinen Augen eine massive Irreführung der Markteilnehmer und stellt mEn nur eine Beruhigungspille (vor allem) für die chinesen und andere grosse Gläubiger dar.
Die Taten: Tatsachen wie QE etc. widersprechen  den "Worten", weil sich die Amerikaner keinen starken Dollar mehr leisten können, zumindest nicht einen starken Dollar im Vergleich zum € oder yuan.
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metropolis:

Beim Dollar

4
02.06.09 09:19
haben die Amis schon immer - zumindest seit Reagan  - mit gespaltener Zunge geredet. Das Ausland wird mit dem Hochreden des Dollars beruhigt, aber gehandelt wird nach Interesse. Und das ist ein schwacher Dollar.
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Anti Lemming:

Goldman und das "China-Wunder"

14
02.06.09 09:22
Die Rallye in USA hangelt sich im Wesentlichen an der Hoffnung hoch, dass China die USA als Weltkonjunktur-Lokomotive ablöst. Auch die jüngste Rohstoff-Bonanza speist sich vor allem aus wachsenden Rohstoff-Importen der Chinesen, die als "Signal der Erholung" in China interpretiert werden. Gestern sank der China-Einkaufsmanagerindex zwar leicht, blieb aber zum dritten Mal in Folge über 50, was Expansion signalisiert.

Alles freilich unter der Voraussetzung, dass die chinesischen PMI-Zahlen überhaupt stimmen. Gerüchten zufolge sind die chinesischen Zahlenmagier noch virtuoser als ihre Statistik-Gevattern in USA. Unklar ist auch, wofür die Chinesen die vielen Rohstoffe überhaupt brauchen, wo ihr Export doch infolge der Order-Rückgänge der westlichen  Industriestaaten starke Einbußen verzeichnet hatte. Es bleiben nur zwei Erklärungen: Entweder für die Binnenkonjunktur - für die ja eigens ein großes Stimulationspaket aufgelegt worden war, das die Exporteinbußen kompensieren soll. Oder aber die Chinesen "bunkern" Rohstoffe, weil sie eine Alternative zu US-Staatsanleihen suchen, in die sie bislang ihre Überschuss-Dollars steckten.

Ausgerechnet Goldman-Sachs, die wie schon letztes Jahr wieder einen überraschend hohen Öl-Kurs von 70 Dollar "vorhersagten" (gestern erreichte WTI 68 Dollar), fiel durch einen Schritt auf, der darauf schließen lässt, dass man "hausintern" wohl nicht so recht an das progagierte China-Wunder glaubt. GS verkaufte für 1,9 Milliarden Dollar einen hohen Anteil (3 Mrd. Aktien) ihrer Beteiligung an der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC).

Wieso gerade jetzt, wo China doch "boomen" soll? ;-)

Der Hongkong-Index HangSeng notiert zurzeit - nach tagelanger, atemloser Rallye - erstmals wieder im Minus (aktuell -2.3 %). Der Abverkauf in der Nachmittags-Session ist drastisch und könnte noch tiefer enden. Größter Verlierer ist ICBC...




Jun 1, 2009, 10:42 p.m. EST
Goldman Sachs reportedly selling off ICBC shares

LOS ANGELES (MarketWatch) -- Goldman Sachs Group is selling over 3 billion Hong Kong-listed shares in Industrial & Commercial Bank of China Ltd., according to various news reports ahead of Tuesday's market open in Asia.

The sale was expected to bring Goldman Sachs net proceeds of $1.9 billion, the reports said.

The shares represented 3.7% of ICBC's Hong Kong stock (HK:1398 4.91, -0.20, -3.91%)  and were priced at 4.88 Hong Kong dollars (63 U.S. cents) each, a discount to their closing price Monday of 5.11 Hong Kong dollars, Dow Jones Newswires reported.

Dow Jones also reported that after the sale, Goldman Sachs wouldn't sell any more of its ICBC stake until at least next April.

Shares of ICBC opened 3% lower at 4.96 Hong Kong dollars, but later recovered slightly to 5 Hong Dollars a share.

www.marketwatch.com/story/...eportedly-selling-off-icbc-shares
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Der USA Bären-Thread 236282
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fkuebler:

AL #44028: Chinesen und Rohstoffe

4
02.06.09 09:42

"Oder aber die Chinesen "bunkern" Rohstoffe, weil sie eine Alternative zu US-Staatsanleihen suchen, in die sie bislang ihre Überschuss-Dollars steckten."

Es spricht einiges dafür, dass deine Vermutung ein Teil der Realität ist, die im Moment passiert. Dafür spricht auch die folgende Aussage eines PBOC-Beraters. Wenn das öffentlich gesagt wird, dann wird es zumindest diskutiert und dürfte damit implizit zumindest in kleinerem Masse auch angewandt werden:

Former PBOC advisor Yu Yongding says that he will tell Secretary Geithner "don't be complacent and think there isn't another other alternatives for China to buy, besides US bills and bonds." He specifically mentions the EUR and raw materials as alternatives. 

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Anti Lemming:

niedrige US-Langfristzinsen - das geht nur ohne QE

12
02.06.09 10:26

Wenn die Fed die Longbonds mittels QE hochzukaufen versucht, erzeugt sie damit Inflationsängste - die sich kürzlich in starken Anstiegen von Commodities (Öl) und EUR/USD offenbarten. Auch die Longbonds selbst verloren deutlich - was mit QE ja eigentlich gerade vermieden werden sollte.

Grund dafür ist mMn die "Asymmetrie" der QE-Maßnahmen. Allein 2009 will USA Staatsanleihen im Wert von 2000 Milliarden Dollar (2 Billionen) emittieren. Für QE wurden bislang 300 Mrd. bewilligt, wovon knapp die Hälfte bereits - wirkungslos - "verschossen" ist. Paradoxerweise kommt das Geld für QE ja ebenfalls aus den Neuemissionen. Zu viele Neuemissionen drücken aber auf die Staatsanleihenkurse.

Die Münchhausen-Fed wird sich daher nicht an den eigenen QE-Haaren aus dem Schulden-Sumpf ziehen können.

Die "Deflationsbekämpfung" mittels QE führt unweigerlich zur Assetpreis-Inflation und damit zu fallenden Longbonds. Die dadurch steigenden Langfristzinsen machen Festzins-Hypokredite teurer, was das Housing-Debakel nur weiter verschlimmert.

 


 

Die Lösung dafür ist die "natürliche". Die Fed muss, wenn sie die Langfristzinsen niedrig halten will, die Deflation zulassen. Unterbleiben nämlich die QE-Stützungskäufe, sinken die Inflationserwartungen bzw. steigen die Deflationserwartungen, was die Kurse der Langläufer "von allein" wieder hochbringt - ganz ohne QE. Dann bleiben die Langfristzinsen niedrig, was den Housing- und Kreditmarkt langfristig stützt. Zudem wirkt dann obige Asymmetrie nicht mehr.

FAZIT:   Am "Big Unwind" führt kein Weg vorbei - er lässt sich auch nicht mit "unerprobten Maßnahmen" wie QE umgehen.

Lieber Herr Bernanke, lassen sie das sinnlose QE-Gepumpe - im Interesse Amerikas. Ihre jahrelangen professoralen Papierstudien haben zu Lösungsrezepten geführt, die in der Praxis nicht fruchten. Motten sie Ihren Hubschrauber ein. Das spart auch Benzin.

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Anti Lemming:

US-Blasen-Virus droht auf EU überzuschwappen

2
02.06.09 11:18
Frankreich will die Euro-Stabilitätskriterien aufweichen, um weitere Überschuldung zu ermöglichen. Bleibt zu hoffen, dass die Bundesbanker den Franzmännern diesen Unsinn ausreden.

www.ftd.de/politik/europa/...fizite-sch%F6nrechnen/521401.html
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Anti Lemming:

Nächste Stufe: Bad Banks für die Zentralbanken?

4
02.06.09 11:21
Wenn der Überschuldungs-Unsinn weiter auf die Spitze getrieben wird, brauchen wir bald "Bad Banks" für die Fed und die EZB.

Müssen wir es wirklich so weit kommen lassen, nur weil die Amis das Schuldenrad maßlos überdreht haben?

Soll jetzt auch noch der Euro "geopfert" werden?
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fkuebler:

Keine Sorge: das wenigstens wird definitiv nicht

 
02.06.09 11:30
passieren. Das ist einfach ein französisches Standard-Ritual, das die wenigstens jedes Jahr einmal drehen. So wie das Krähen auf dem gallischen Misthaufen ;-)

Hinter der im Konzept der Bundesbank nachempfundenen Geldpolitik der EZB stehen auch andere Länder in der EU. Die Franzosen würden sich zwar gerne wie die PIGS benehmen, dürfen aber Gott-sei-Dank nicht ;-)
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Malko07:

Ob QE zwanghaft zur

10
02.06.09 11:36
Inflation führen würde darf bezweifelt werden. Es ist auch nur eine Methode die Geldmenge erhöhen zu wollen. Im Gegensatz zu den Zinssenkungen, die primär die Geldmenge durch Banken erhöhen will (durch mehr Kredite), bekommt hier der Staat Geld zum direkten verteilen/investieren/verbrennen ohne dass es vorher dem Markt entzogen wird. Kritisch dabei ist, dass die Staatsverschuldung im Gegensatz zur reinen Leitzinssenkung steigt. Vorteil ist die feinere Steuerung. Ob dabei jetzt effektiv die gesamte wirksame Geldmenge steigt ist nicht gesichert. Dazu sind hochkomplexe Bewertungen notwendig, die heute noch nicht zeitnah möglich sind. Es fehlen die dazu notwendigen Daten. QE wird übrigens nicht das erste Mal in den USA angewandt.

Dass US-Staatsanleihen mit langer Restlaufzeit weggeschmissen werden ist eines der Märchen welche die rein technische Analyse so oft erzeugt. War heute extra zwecks Überprüfung auf dem Viktualienmarkt und habe keine Anleihen rumliegen sehen. Alle Anleihen haben also Käufer gefunden.

Man sollte nicht zuviel in Chartausschläge, die in Sondersituationen entstanden sind, reininterpretieren. Auch Messungen relativer Abstände in derartigen Situationen ist US-Quatsch. Die Lage ist äußerst simpel zu erklären. Es herrschte Panik und die verschwindet momentan. Ob das gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Ich meine, dass erhebliche Ängste wieder kommen werden und das dann die Renditen wieder senken wird.

Letztendlich bleibt die Frage:
"Zieht die Wirtschaft wieder an und wann?"

Erst wenn die wirtschaftliche Entwicklung wieder ausreichend ansteigt und der Staat (Zentralbanken, etc.) zu spät oder falsch reagiert, wird die Gefahr der Inflation sehr groß und real. Zwischenzeitlich können wir eventuell in etlichen Anlageklassen neue Blasen erleben.

Sollte die wirtschaftliche Entwicklung die nächste Dekade dahindämmern ist die Deflation garantiert. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, wann sie alle Anlageklassen, außer Staatsanleihen, nieder prügeln wird.

@A.L.: Stoßgebete an hochgläubige Monetaristen bringen nichts. Die würden auch mit Zinsmanipulationen Hochwasser bekämpfen.
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Anti Lemming:

Malko - "Inflations-Phantasien"

6
02.06.09 11:51

Ich meinte in # 44030 die Marktwahrnehmung von Inflationsgefahren, die unberechtigt sein kann und vermutlich auch ist. Nichtsdestotrotz äußert sie sich in den aktuellen Reflations-Trades in Commodities, Öl und Aktien - gepaart mit Verkäufen von langlaufenden US-Staatsanleihen. Dass deren Kurse fallten, zeigt der Chart von TLT unmissverständlich an. Eine Preiskurve basiert schließlich auf (faktisch bezahlten) Preisen. Sie können nur fallen, wenn es mehr Verkäufer als Käufer gibt (was in Anbetracht der Tatsache, dass die Fed ja immer noch mittels QE stützt, bedenklich ist).

Ob diese Marktwahrnehmung von Inflationsgefahren nun richtig oder falsch ist, ändert nichts an der schädlichen Wirkung der Longbonds-Abverkäufe, die Langfrist-Kredite verteuern. Das ist übel für den US-Housing- und Kreditmarkt.

Beim Zurückfahren der QE-Maßnahmen würde vermutlich auch die Inflations-Wahrnehmung (oder "Phantasie"...?) wieder schwinden - mit realwirtschaftlichen Konsequenzen bei den langfristigen Zinsen, die dann fallen.

Unklar ist, ob die Fed diese Inflations-Phantasien nicht mittels QE "klammheimlich" schüren will, um den Dollar abzuwerten, was der US-Wirtschaft helfen würde.

Antworten
permanent:

Es ist schwer eine Position zu beziehen

12
02.06.09 12:08
Wie sich das QE auswirkt wissen wir nicht. Es gibt keine eindeutigen Beweise für eine bestimmte Wirkungskette. In der volkswirtschaftlichen Theorie ist die Bewertung von Maßnahmen nur Ex post möglich. Die Modelle geben einen Anhaltspunkt, können letztendlich aber keinen konkreten Ausgang vorhersagen.
Dieses macht es sehr schwer, kurzfristig eine eindeutige Position zu beziehen. Die Masse der Anleger sieht die Möglichkeiten des QE positiver als ich. Aus meiner Sicht ist die Reflationierung über diesen Weg nur bedingt möglich. Eine Steigerung der Geldmenge allein bringt noch keinen Nachfragesog. Kapazitäten werden künstlich am Leben gehalten, eine Steigerung des Preisniveau für viele Waren und Leistungen bleibt so auf absehbare Zeit aus.

Ich habe die jetzige Bärenmarktralley, in ihrer Stärke, vollkommen unterschätzt.
So lernt man immer wieder dazu.

Auf jeden Fall eine spannende Situation.

Gruß

Permanent
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fkuebler:

Ich fasse das Gesagte einfach noch mal zusammen:

 
02.06.09 12:18
"Japan 1990", in der ersten und auch zweiten Näherung ;-)
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Malko07:

A.L.(#44035), ich stimme dir in

7
02.06.09 12:25
mehreren Punkten nicht zu:

"Sie können nur fallen, wenn es mehr Verkäufer als Käufer gibt ..."

Richtiger, wenn es mehr Verkaufsdruck gibt! Käufer gab es ausreichend, sie haben nur die Verkäufer im Preis gedrückt. Der Druck entstand wahrscheinlich auch weil einige Geld zum Kauf von Aktien und Rohstoffen brauchten und deshalb bereit waren zu einem schlechteren Preis zu verkaufen. Die größere Zahl an Verkäufer ist technischer Quatsch. Es kann nur ein Verkauf zustande kommen, wenn es auch einen Käufer gibt. Alles was darüber hinaus geht (das Wollen des Marktes) ist nicht feststellbar. Ich stell auch öfter Aufträge mit unschönem Limit bei Anleihen und manchmal fällt einer darauf rein. Das war dann aber sicherlich nicht das Wollen des Marktes. Momentan sind z.B. bei uns die Bücher voll mit derartigen Aufträgen (Firmenanleihen).  

"... ndert nichts an der schädlichen Wirkung der Longbonds-Abverkäufe, die Langfrist-Kredite verteuern. Das ist übel für den US-Housing- und Kreditmarkt...."

Die Zinsen für Langfristkredite (für z.B.  Immobilien) sind momentan absolut O.K.. Den Panikausreißer hatten die Kreditbedingungen so gar nicht mitgemacht. Das Problem ist nicht der Zinssatz sondern dass man keinen Kredit/Umschuldung bekommt.

"... Beim Zurückfahren der QE-Maßnahmen würde vermutlich auch die Inflations-Wahrnehmung ..."

Der momentane Hype hat mit QE nichts zu tun. Die Zockerbanken haben ihre Liquidität auch nicht über QE. QE stellt Geld nur dem Staatshaushalt zur Verfügung. Ansonsten beschäftigt sich der Markt nicht groß mit QE. Bezüglich Staatsanleihen glauben eh immer mehr, dass es ruht. MMn wurde QE beschlossen um bei der Masse der diesjährigen Neuemissionen notfalls eingreifen zu können. Und das ist positiv für den Markt. Es stellt eine Versicherung gegen plötzliches Abkacken dar.
Antworten
Katjuscha:

Dann stellt doch mal nen Nikkei-Chart von 1980 bis

 
02.06.09 12:35
heute rein!

Bin auf ne Interpretation des Vergleichs sehr gespannt, denn schließlich haben die Märkte weltweit ja bereits 55-65% verloren. Ging es beim Nikkei damals noch weiter bergab oder gab es eher eine lang anhaltende Setwärsbewegung nach diesem Absturz?
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
fkuebler:

Hier isser

8
02.06.09 12:42
Gerne. Hier für den Überblick wie gewünscht von 1980 bis heute.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236316
Antworten
fkuebler:

Interessanter ist aber der Verlauf der ersten 10

5
02.06.09 12:47
Jahre, nachdem der Nikkei schon vom Hoch bei 38'000 auf unter 30'000 gefallen war, und wie es dann 10 Jahre weiter ging.

Kein Totalzusammenbruch wie 1929-1932, sondern eine "grosse" Seitwärtsbewegung mit negativem Touch. Ich würde mich nicht wundern, wenn es so auch bei uns zugehen wird.

Dieses "so" lässt aber noch derart viel Spielraum, dass man sowohl als Bär als auch als Bulle fast beliebig viel Geld verlieren kann (oder auch ein bisschen gewinnen, wenn man zu den Privilegierten gehört, die ein HS haben :-)
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236317
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Katjuscha:

Also nach dem ersten Absturz 1990-1992 dann

8
02.06.09 12:48
8 Jahre seitwärts mit Zwischenerholungen von mehr als 50%. So ein Szenario kann ich mir durchaus auch für die US-Aktienmärkte die nächsten 7-8 Jahre vorstellen. DOW zwischen 6500 und 10000 seitwärts.
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
Katjuscha:

fkuebler, sorry, der Stern sollte "gut analysiert"

 
02.06.09 12:50
sein, und nicht witzig. Hab mich vertippt.
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
daiphong:

aus anderen Crashs kann man nicht

7
02.06.09 13:40
so viel ableiten. Besonders schwierig: in inflations- oder währungsbereinigten Charts sieht man, der US-Crash läuft seit 2000. Häuserboom, Schrottverbriefung, Verschuldung, Abwertungsphase waren schon heftige Konjunkturprogramme.

Die großen Bond-Emissionen müssten mMn aus Konkurrenzgründen überall zu sehr deutlichen Zinssteigerungen führen und auch in den USA Wirtschaft und Börsen Probleme machen. Die Treasuries enthalten deutliche Abwertungs- und Inflationsrisiken (bei mangelnder Steuer- bzw. Sparquote und Wirtschaftsstagnation) und sollen großteils ins Ausland verkauft werden. Entsprechend große Dollar-Überschüssen stehen dort aber nicht mehr zur Verfügung.

Oder anders gesagt, der Rest der Welt wird nicht mehr so einfach den US-Konsum (nun via Staatsverschuldung) finanzieren können.
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wawidu:

Relative Entwertung der Longbonds

9
02.06.09 14:19
Für Fremdwährungsanleger - außer den Chinesen - war der Kauf von 30yr T-Bonds infolge tendenziell in mehreren Stufen fallenden USD Index seit 2001 ein schlechtes Geschäft. Die Zinsen konnten den Wertverlust bei den Preisen bei weitem nicht ausgleichen. Die Entwicklung des Ratiocharts USB:GOLD reflektiert diesen Hintergrund sehr deutlich. Fallender USD und steigender Goldpreis bzw. umgekehrt weisen eine hohe Korrelation auf. In der aktuellen Situation einen potenziellen Boden zu vermuten, hielte ich für ziemlich blauäugig.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236344
Antworten
daiphong:

fürs Ausland sind die USA seit 2000

14
02.06.09 14:47
ein Faß ohne Boden. Sogar an den Börsen.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236353
Antworten
Dreistein:

300 Mios auf die Cayman Islands - wen wundert´s?

9
02.06.09 15:12
Immer mehr Details des Verhandlungspokers um Opel kommen ans Licht. So hat der Mutterkonzern General Motors offenbar versucht, sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. Mit einem Passus im Vertrag sollten mehr als 300 Millionen Euro in eine Steueroase transferiert werden.

Berlin - In komplizierten Vertragswerken lässt sich viel verstecken - und General Motors (GM) hat davon scheinbar munter Gebrauch gemacht: In den Verhandlungen über eine Herauslösung von Opel aus dem inzwischen insolventen US-Mutterkonzern hat GM offenbar bis zuletzt versucht, finanzielle Vorteile für sich herauszuschlagen. Das wurde jetzt bekannt. Wie die "Financial Times Deutschland" ("FTD") berichtet, entdeckten Berater des Wirtschaftsministeriums erst unmittelbar vor Beginn der entscheidenden Sitzung am Freitagabend einen Passus im Anhang zu einem Kreditvertrag über 1,5 Milliarden Euro für Opel und Vauxhall, der GM einen Geldsegen von 334 Millionen Euro beschert hätte.

Das Geld sollte dem Bericht zufolge unmittelbar nach Einrichtung der Kreditlinie auf ein Konto auf den Cayman Islands transferiert werden. Im Gegenzug hätte GM Europe eine Forderung gegenüber GM in der gleichen Höhe erhalten sollen. Der Passus wurde ersatzlos gestrichen, GM habe später behauptet, der ganze Vorgang sei ein Versehen gewesen, meldete das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627998,00.html

Ein Versehen, na klar. Wahrscheinlich hatte man im Eifer des Gefechts sich auch noch bei der Kontonummer vertan... ;-)
Im Kommunismus wurde erst verstaatlicht und dann ruiniert, im Kapitalismus wird erst ruiniert und dann verstaatlicht.
(Schwerins OBin Gramkow)
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fkuebler:

Man hört ja gar nix mehr ...

3
02.06.09 16:44

Hat's die Bären schlagartig in die Winterschlaf-Höhlen zurückgetrieben? Damit sie erstmal ein halbes Jahr lang einigermassen überleben können?

Pending home sales rise 6.7 percent in April

Pending home sales rise 6.7 percent in April

Pending US home sales rise more than expected in April, biggest monthly jump in nearly 8 years

  • Alan Zibel, AP Real Estate Writer
  • On Tuesday June 2, 2009, 10:35 am EDT

WASHINGTON (AP) -- The number of U.S. homebuyers who agreed to purchase a previously occupied home in April posted the largest monthly jump in nearly eight years, a sign that sales are finally coming to life after a long and painful slump.

Der USA Bären-Thread 5919355
 

The National Association of Realtors said Tuesday its seasonally adjusted index of sales contracts signed in April surged 6.7 percent to 90.3, far exceeding analysts' forecasts. It was the biggest monthly jump since October 2001, when pending sales rose 9.2 percent.

"This is yet another positive indication that the bottoming process is forming," Jennifer Lee, an economist at BMO Capital Markets, wrote in a note to clients. "Now if only prices would stabilize."

Economists surveyed by Thomson Reuters expected the index would edge up to 85 from a reading of 84.6 in March. Typically there is a one- to two-month lag between a contract and a done deal, so the index is a barometer for future existing home sales.

"The pronounced increase in April does indicate that actual existing home sales are poised to rise in the coming month or two," wrote Joshua Shapiro, chief U.S. economist with MFR Inc.

The index was 3.2 percent above last year's levels and has risen for three straight months after hitting a record low in January. A nearly 33 percent sales increase in the Northeast and a 9.8 percent jump in the Midwest led the overall surge. Sales contracts rose 1.8 percent in April from a month earlier in the West, but fell 0.2 percent in the South.

The big boost likely reflects the impact of a new $8,000 tax credit for first-time homebuyers that was included in the economic stimulus bill signed by President Barack Obama in February. Since buyers need to finish their purchases by Nov. 30 to claim the credit, "we expect greater activity in the months ahead," Lawrence Yun, the Realtors' chief economist, said in a statement.

Still, Yun cautioned that the pending sales data is more volatile than in the past because many sellers need banks to agree to take less than the original mortgage -- a so-called "short sale." That process is often difficult, time-consuming and can wind up falling apart before the deal closes.

The Federal Housing Administration last week released details of a plan in which borrowers who use FHA loans can get advances from lenders that let them effectively receive the credit in advance, so they don't have to wait to get the money from the Internal Revenue Service.

Completed home sales rose 2.9 percent to an annual rate of 4.68 million in April from a downwardly revised pace of 4.55 million in March, the Realtors' group said last week.

Sales of inexpensive foreclosures and other distressed low-end properties have even sparked bidding wars in places like Las Vegas, Phoenix and Miami. But the market for high-end properties remains at a virtual standstill.

The national median sales price in April plunged more than 15 percent to $170,200, from $201,300 in the same month last year. That was the second largest yearly price drop on record, according to the Realtors' group.

Antworten
wawidu:

Dann reflationiert mal schön

10
02.06.09 17:04
ihr Großkopfete (Bernanke, Geithner & Co)! Wie stark müsste der USD Index wohl fallen, um diesen Schuldenberg auch nur annähernd zu reduzieren? Nur Auslandschulden lassen sich übrigens durch einen Dollarverfall abbauen, doch die sind in Relation zu den gesamten Inlandschulden nur relativ gering (ca. 8 %).

@AL - # 44032

Die Fed ist ja eigentlich schon eine "Bad Bank": Per 27.05. belief sich der SOMA-Bestand auf 534 Mrd. in T-Notes und -Bonds sowie 517 Mrd. in FAS und MBS der "VEB MAC-MAE-MAE".
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 236380
Antworten
Maxgreeen:

Im 2. Quartal werden McDonald & Co. wieder

5
02.06.09 17:09
starke Umsatzzuwächse melden wegen dem schwachen Dollar. Man muss den DOW und SP500 inflationär sehen. 8400 im DOW sind nicht mehr die 8400 im DOW wie noch vor vielen Jahren.
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