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Der USA Bären-Thread


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B.Helios:

Buffett sieht keine Anzeichen für Erholung

9
11.05.09 11:47
Buffett sieht keine Anzeichen für Erholung
von Gisela Baur

Die Kurse an den Börsen steigen, unter den Investoren macht sich neuer Optimismus breit. US-Investmentlegende Warren Buffet indes wundert sich, woher der Aufschwung kommt. Die Unternehmensbilanzen jedenfalls könnten nicht die Ursache sein, sagt er im Exklusiv-Interview von Börse Online.

Warren Buffett ist seit 1965 Kopf der einstigen Textilfirma Berkshire Hathaway, die er zu einer riesigen Holding ausbaute. Mit Ausnahme von den zwei Jahren, die er in der Investmentfirma seines Lehrmeisters Benjamin Graham in New York arbeitete, verbrachte der 78-Jährige sein Leben in der Midwest-Stadt Omaha. Er lebt sehr bescheiden, sein Haus erwarb er vor rund 50 Jahren. Computer oder Nachrichtenticker gibt es in seinem Büro nicht. Seit 2006 überträgt Buffett nach und nach sein Vermögen auf fünf Stiftungen. Seine Freizeit verbringt der leidenschaftliche Cherry-Coke-Trinker mit Freunden und beim Bridge, das er im Internet unter dem Namen T-Bone spielt.

Herr Buffett, die Wirtschaftsdaten in den USA und anderswo sind weiter verheerend, aber die Börsenkurse steigen seit einigen Wochen kräftig. Haben die Aktienmärkte recht? Liegt das Schlimmste hinter uns?

Buffett Wirkliche Anzeichen für eine Erholung kann ich noch nicht erkennen. Ich schaue mir jeden Tag eine Menge Unternehmen und Geschäftszahlen an. Noch gibt es keine Signale, dass die Aktivitäten an Fahrt gewinnen. Zwar stabilisiert und belebt sich der Wohnungsmarkt in einigen Regionen der USA - jedoch lange nicht in allen, und die Preise steigen nicht. Aber natürlich wird die Wirtschaft über kurz oder lang wieder wachsen.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...ng/511936.html?mode=print
"Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert."
Altkanzler Helmut Schmidt
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permanent:

A Second Stimulus in the US Is Urgent: Krugman

5
11.05.09 12:11
A Second Stimulus in the US Is Urgent: Krugman
ECONOMY, CURRENCIES, STIMULUS, BAD BANK, TOXIC ASSETS, BANKS, BANKING, NOBEL PRIZE, US, EURO ZONE, INTEREST RATES, INFLATION, RECESSION, DEPRESSION, JAPAN, LOST DECADE
Reuters
| 11 May 2009 | 04:06 AM ET

The United States risks a Japan-style lost decade of growth if it does not take aggressive action to stimulate its economy and clean up its banking system, Nobel Prize-winning economist Paul Krugman said on Monday.

"We're doing half-measures that help the economy limp along without fully recovering, and we're having measures that help the banks survive without really thriving," Krugman said.

"We're doing what the Japanese did in the nineties," he told a small group of reporters during a visit to Beijing.

 

He said it was not clear that China would suffer sub-par growth as a consequence of the fallout of the present crisis.

"I'm mostly worried that the U.S. and the euro zone will have Japanese-type lost decades," he said.

Krugman said he expected little or no employment growth this year or next in the United States, where the jobless rate in April hit a 25-year high of 8.9 percent.

"A second stimulus is becoming clearly urgent. They need a very, very strong stimulus," said Krugman, a Princeton University professor and a New York Times columnist.

He said stress tests carried out on 19 leading U.S. banks had bought time for the administration of Barack Obama, but they had not answered the key question of whether the banks have enough capital to fulfil their key role in the economy.

"It's clear the administration won't take radical action to strengthen the banks any time soon," he said.

 

To have done so would have meant temporarily nationalizing Citigroup and, perhaps, Bank of America , he said.

Krugman gave credit to China for vigorously implementing its own economic stimulus plan but said he had detected no commitment by Beijing to switch to a domestic demand-driven growth model that would reduce its excess savings.

"It's very hard to see how the world has a full recovery if China continues to run current account surpluses of 10 percent of GDP," he said.

If China's big external surpluses persist alongside high U.S. unemployment and low European growth, political friction will ensue.

"Something will have to give, and it won't be pretty." Krugman said China should not be in a rush to make the yuan, or renminbi, fully convertible or to liberalize its capital account; countries at a similar stage of development that have scrapped capital controls have run into trouble, he noted.

"I'm not sure we're talking about a full-floating RMB," Krugman said. "But an appreciation of the RMB, though it's not what China wants to hear right now, is going to be necessary."

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fkuebler:

Mein Überheld hat gesprochen

4
11.05.09 12:46

Kurzfassung für Spekulanten: "Die anschließende konjunkturelle Erholung werde voraussichtlich etwa die Hälfte des vorherigen Abschwungs wettmachen und dann in eine Stagnation übergehen".

Finanzkollaps US-Investor Soros ruft Ende der Krise aus

Der US-Banker sieht Licht am Ende des Tunnels: Das Schlimmste sei überstanden, die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Schlechte Noten gibt's jedoch für die deutschen Bemühungen, die Konjunktur wieder anzukurbeln.

Der US-Großinvestor George Soros erwartet eine Erholung der Weltkonjunktur. "Der freie Fall der Wirtschaft ist gestoppt, der Kollaps des Finanzsystems abgewendet", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die allgemeine Panik, in der alle nur Geld gehortet haben, ist vorbei." Die anschließende konjunkturelle Erholung werde voraussichtlich etwa die Hälfte des vorherigen Abschwungs wettmachen und dann in eine Stagnation übergehen.

Dem Dollar als Leitwährung wird Soros zufolge so schnell keine andere Währung den Rang ablaufen. Der Euro habe seine eigenen Schwierigkeiten, der chinesische Renminbi biete keine Alternative. "Ich sehe nicht, dass der Dollar gegen den Euro groß an Wert verliert, im Gegenteil", sagte Soros.

Von Deutschland erwartet der Investor mehr Initiative in der Wirtschaftskrise. Die Bundesregierung müsse mehr tun, um die Konjunktur anzukurbeln. Außerdem solle sich Deutschland nicht länger gegen die Emission von EU-Anleihen sträuben. "Der Markt für EU-Anleihen wäre viel liquider als der heutige Markt für Bundesanleihen. Deshalb würden die Zinskosten zurückgehen", erläuterte Soros. Deutschland solle zugleich aber auf eine größere Mitsprache in der nötigen Schuldenverwaltung dringen.

www.ftd.de/politik/international/...ft-Ende-der-Krise-aus/511927.html

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CarpeDies:

Schon bezeichnend

 
11.05.09 12:47
dass der DAX bis jetzt 0,75 % im Minus ist, der MDAX aber 3 %
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CarpeDies:

"Die Zeiten werden noch härter"

4
11.05.09 12:49
Gott sie Dank werden auch solche Meinungen noch von der Presse kommuniziert.
Meiner Ansicht nach ein weniger pessimistischer als vielmehr realistischer Ausblick...

"Die Zeiten werden noch härter"
Von Henrik Müller

Viele in Deutschland hätten den Ernst der Lage noch nicht erkannt, meint Daniel Stelter, Strategievordenker der Boston Consulting Group. In seiner Analyse "Industrie 2015" für manager magazin sagt Stelter eine Dauerkrise voraus, die auch bis Mitte des nächsten Jahrzehnts nicht überwunden sein wird.

und weiter geht's hier: www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...8,619896,00.html
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fkuebler:

Malko07, #42998, Fürsprechen f.Bonds des Euroraums

4
11.05.09 13:00

Mit dieser Auffassung bist du in ausnehmend guter Gesellschaft, denn mein Überheld sagt's auch:

"Der Markt für EU-Anleihen wäre viel liquider als der heutige Markt für Bundesanleihen. Deshalb würden die Zinskosten zurückgehen", erläuterte Soros. Deutschland solle zugleich aber auf eine größere Mitsprache in der nötigen Schuldenverwaltung dringen.

Es gibt aber eine ganz entscheidende Rahmenbedingung, nämlich den zweiten Satz. Erst in der Kombination mit mehr Macht für die relativ "besseren" Schuldenverwalter (also insbesondere Deutschland) könnte das sinnvoll funktionieren. Sonst würden die PIGS sich einfach massenhaft die Kohle holen, und Deutschland dürfte sie dann per höheren Zinsen quersubventionieren. Sozusagen ein paar Über-Saarlands, die auf der Hängematte durchgefüttert würden ;-)

Zur Zeit gelten durch die Abschottung der Bonds ja Gott-sei-Dank noch Marktmechanismen: wenn die Berlusconi-Komiker massenhaft die Kohle verbrennen oder die Griechen sich davon Tankerladungen Retsina kaufen (und versaufen :-), dann müssen sie zur Strafe viel höhere Zinsen bezahlen. Und das muss IMHO auch so bleiben, solange es nicht wirklich wirksame Korrekturmechanismen gibt. Darum wird derzeit hinter den Kulissen wohl gepokert.

Ansonsten bin ich schon auch der Meinung, dass Eurobonds eine gute Sache wären, auch und vor allem aus Liquiditätsgründen. Dann könnte und würde vermutlich auch der Euro gegenüber dem USD steigen. Ob das wiederum strategisch gut wäre, kann ich jenseits meines Makroökonomie-Tellerrandes leider noch nicht erkennen ;-)

Antworten
Anti Lemming:

Buffett versus Soros

15
11.05.09 13:10
Buffett, der keine Wende zum Positiven sieht (# 43001)  begründet dies gemäß FTD so: "Buffet indes wundert sich, woher der Aufschwung kommt. Die Unternehmensbilanzen jedenfalls könnten nicht die Ursache sein." Er betreibt damit einen "Bottom-up-Ansatz" auf Basis realer Zahlen.

Soros hingegen präsentiert seine Bauchmeinung ("top-down") ohne jegliche Zahlen. Er hatte Anfang 2006 auch schon mal einen Ölpreis von 260 Dollar "vorhergesagt", der nie kam. Dass Deutschland "zuwenig tut" (was seine Erholungs-These übrigens infrage stellen würde) ist die typische angelsächsische Propaganda, die u. a. das in Deutschland wesentlich bessere Soziale Netz außer Acht lässt. Dieses Netz fängt Leute effektiv auf, sie müssen dann nicht - wie in USA - bei der kommenden Volkszählung für ein paar Dollars von Haus zu Haus rennen und Leute befragen. Obama hat 72.000 "befristete Stellen" für die Volkszählung in die Beschäftigten-Statistik vom Freitag einbauen lassen. Das ist ungefähr so, als würden in Deutschland Stundenjobs für Prospektverteiler als volle Stellen angerechnet.

Soros würde ich zutrauen, mit seinen Aussagen eigene Investments stützen zu wollen; er scheint zurzeit long zu sein. Außerdem ist er Hedgefonds-Manager, der schnell mal rein und raus geht. Buffett hingegen ist ein Langfrist-Investor ist. Die Tatsache, dass Buffett seit langem keine Firmen-Zukäufe mehr getätigt hat (außer Anleihen), bestätigt seine pessimistischen Erwartungen implizit. Diese Aussage ist überprüfbar, weil Buffett seine Käufe öffentlicht macht.

Im Zweifel würde ich Buffett eher vertrauen als Soros.
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permanent:

Administration Plans to Strengthen Antitrust Rules

 
11.05.09 13:21
Administration Plans to Strengthen Antitrust Rules
POLITICS, OBAMA, ANTITRUST, COMPETITION, LAW, COMPANIES, GOVERNMENT
The New York Times
| 11 May 2009 | 06:52 AM ET

President Obama’s top antitrust official this week plans to restore an aggressive enforcement policy against corporations that use their market dominance to elbow out competitors or to keep them from gaining market share.

 

The new enforcement policy would reverse the Bush administration’s approach, which strongly favored defendants against antitrust claims. It would restore a policy that led to the landmark antitrust lawsuits against Microsoft and Intel in the 1990s.

The head of the Justice Department’s antitrust division, Christine A. Varney, is to announce the policy reversal in a speech she will give on Monday before the Center for American Progress, a liberal policy research organization. She will deliver the same speech on Tuesday to the United States Chamber of Commerce.

 

The speeches were described by people who have consulted with her about the policy shift. The administration is hoping to encourage smaller companies in an array of industries to bring their complaints to the Justice Department about potentially improper business practices by their larger rivals. Some of the biggest antitrust cases were initiated by complaints taken to the Justice Department.

Ms. Varney is expected to say that the administration rejects the impulse to go easy on antitrust enforcement during weak economic times.

She will assert instead that severe recessions can provide dangerous incentives for large and dominating companies to engage in predatory behavior that harms consumers and weakens competition. The announcement is aimed at making sure that no court or party to a lawsuit can cite the Bush administration policy as the government’s official view in any pending cases.

In the speeches, Ms. Varney is expected to explicitly warn judges and litigants in antitrust lawsuits not involving the government to ignore the Bush administration’s policies, which were formally outlined in a report by the Justice Department last year. The report applied legal standards that made it difficult to bring new cases involving monopoly and predatory practices.

As a result of the Bush administration’s interpretation of antitrust laws, the enforcement pipeline for major monopoly cases — which can take years for prosecutors to develop — is thin. During the Bush administration, the Justice Department did not file a single case against a dominant firm for violating the antimonopoly law.

Many smaller companies complaining of abusive practices by their larger rivals were so frustrated by the Bush administration’s antitrust policy that they went to the European Commission and to Asian authorities.

Ms. Varney’s new policy more closely aligns American antitrust policy on monopolies and predatory practices with the views of antitrust regulators at the European Commission.

Herbert Hovenkamp, a leading antitrust scholar regarded as a centrist between those seeking more aggressive enforcement and those who generally argue for restraint, said the guidelines by the Bush administration were “a brief for defendants.”

He said that the repudiation of those guidelines by the Obama administration “will almost certainly have a greater impact than the guidelines themselves had.”

“This will be bad news for heavyweights in the tech industries — companies like Google and Microsoft,” said Professor Hovenkamp, who teaches at the University of Iowa College of Law.

“People aligned with plaintiffs will rejoice. Those aligned with defendants will wring their hands. A lot of law firms will be indifferent because they take money from both sides.”

Ms. Varney is expected to say that the Obama administration will be guided by the view that it was a major mistake during the outset of the Great Depression to relax antitrust enforcement, only to try to catch up and become more vigorous later. She will say the mistake enabled many large companies to engage in pricing, wage and collusive practices that harmed consumers and took years to reverse.

While Ms. Varney is not expected to mention any specific companies or industries vulnerable under the new policy, those who have talked to her about the speech say she is aiming at agriculture, energy, health care, technology and telecommunications companies. She may also be reviewing the conduct of some in the financial services industry, which is now undergoing a wave of consolidation as a result of the financial crisis.

Ms. Varney, who headed the Internet practice group of the Washington-based Hogan & Hartson law firm, served as a commissioner at the Federal Trade Commission in the 1990s after working in the White House during the early years of the Clinton administration.

 

Signaling her intent to revive a moribund antitrust program, she has recruited a collection of senior aides, many of whom are seasoned antitrust litigators or worked in the Clinton administration and the Federal Trade Commission and were involved in many prominent cases, including the one against Microsoft . They include Molly S. Boast, William Cavanaugh, Gene Kimmelman, Carl Shapiro and Philip J. Weiser.

Antitrust policy is set by Washington in two ways: by the interpretation of laws announced by the Justice Department and the Federal Trade Commission through guidelines for the courts and private litigants, and by the enforcement cases that those agencies decide to bring. The government’s guidelines are often cited by lawyers and given considerable weight by judges in antitrust cases, including those lawsuits that the government does not participate in.

It is not unlawful for a company to gain control of a market. It becomes unlawful if the company engages in conduct to exclude or harm competitors with no business justification.

Conservative antitrust experts, some judges and defendants in such cases have said that the line is too difficult to draw and that it is better to let rivalries play out in the marketplace than in the courts.

After more than a year of hearings and studies, the Justice Department in 2008 published a 215-page report analyzing Section 2 of the Sherman Antitrust Act, explaining the government’s approach to the monopolistic and predatory practices of companies.

Reflecting deep skepticism of the role of government in the marketplace, the 2008 report made formal a set of policies that had largely been followed by the Justice Department, but not by the Federal Trade Commission, during the Bush administration.

When the report was issued, Thomas Barnett, then the head of the antitrust division and the architect of the guidelines, said that they were meant to articulate “clear standards” for determining whether certain types of conduct by large companies would harm competition.

In a rare split with the Justice Department, three of the four commissioners at the Federal Trade Commission denounced the guidelines, calling them “a blueprint for radically weakened enforcement” against anticompetitive practices.

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fkuebler:

Für die Wirtschaftsphilosophen unter uns ;-)

4
11.05.09 14:19

Zum Thema Wirtschaft ist der SPIEGEL ja in der Regel eine ganz guter Kontraindikator. Aber heute habe ich einen Artikel gefunden, von dem ich mir nicht erklären kann, wie der Autor beim SPIEGEL landen konnte. So gut ist er nämlich:

IDEOLOGIE-DEBATTE

Warum die Linken die Krise nicht lösen können

Von Jan Fleischhauer

Wer die Finanzkrise als Triumph der Linken über den Kapitalismus deutet, hat nichts verstanden. Tatsächlich ist sie eine Bestätigung für die Konservativen dieser Welt. Denn sie haben keine Illusionen - sondern verinnerlicht, dass die Menschen feige, opportunistisch und gierig sind...

www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,623961,00.html

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Malko07:

fkuebler (#43006), nach deiner

2
11.05.09 14:23
Auffassung müssten wir die Bundesanleihen abschaffen und nur noch die Länder dürften Anleihen vergeben. Die Unterschiede bei uns im Inland sind größer als die im Euroraum.

Euroanleihen wären durch entsprechende nationale Anleihen zu decken. Auch würde man nicht unbegrenzt Anleihen eines Euromitgliedes akzeptieren. Da sind sehr einfache Regeln, angelehnt an den Stabilitätspakt, denkbar. Das würde dazu führen, dass "unseriöse" Mitglieder noch drastischer diszipliniert würden. Ihre Anleihen, die sie direkt verkaufen würden, müssten dann einen übermäßigen Zins zahlen.
Antworten
fkuebler:

#43007 AL - Alien vs.Predator aka Soros vs.Buffet

11
11.05.09 14:38
Also, lieber AL, jetzt versuchst du mich ja erkennbar ins Schleudern zu bringen: Soros ist erklärtermassen mein Überheld, aber wer zu Buffet eine negative Meinung hat, der muss ja auch zum Psychiater ;-)

Vorab: ich finde dass das, was die beiden sagen, nicht im Widerspruch steht. Zum Teil steht es eher orthogonal aufeinander.

Soros ist eigentlich immer erstaunlich konkret. Früher war er sogar überkonkret, was für einen öffentlichen Investor unüblich ist, weil die meisten Leute zu eitel sind, später die unvermeidbaren Fehler dokumentiert zu sehen, und zum Teil wohl auch aus taktischen Gründen. Öl bei 260 hat er vermutlich geglaubt, war aber falsch. Naja, ich hab' auch schon mal falsche Sachen geglaubt, damit aber bisher trotzdem keine Multimilliarden auf die Beine gebracht wie mein Überheld ;-)

Was er jetzt sagt, ist ja letzten Endes auch, dass er keinen wesentlichen Aufschwung erwartet: Er sagt, die Hälfte des Abschwungs wieder rückgängig und dann Stagnation. In meiner schlichten Denkweise ist das nicht weit von "Japan 1990" entfernt.

Soros war übrigens immer einer, der dem Bauch ein grosses Gewicht gibt. Ich glaube alle guten Leute tun das. IMHO versuchen nur schwache Leute sich mit übertriebenem Rationalitäts-Quack emotional abzusichern (sage ich als selbst eher rationaler Mensch mal so). Den Bauch braucht man sozusagen zur Abschlussentscheidung, nachdem der (bei Soros ja ziemlich grosse) Kopf alle möglichen Bits & Pieces runtergereicht hat ;-)

Was Buffet hier gemeint hat, ist möglicherweise intelligenter gewesen als in der FTD zitiert. Denn die derzeitigen Unternehmensbilanzen dürften ja in der Tat auch kaum Basis von auf Zukunfts-Aufschwungerwartungen basierten spekulativen Aktienkäufen sein.

Also im Grunde sagen doch beide, dass sie die Zukunft mittelfristig erstmal mau sehen. Lediglich von einer wirklichen Katastrophenerwartung ist Soros jetzt weg (eine Zeit lang hatte er das nicht ausschliessen wollen). Eine wirklich Katastrophe hatte Buffet meiner Kenntnis nach selbst nie gesehen, zumindest nicht kommuniziert (wäre bei seinem Riesentanker Berkshire wohl auch ziemlich deprimierend gewesen :-)
Antworten
fkuebler:

#43010, Malko07, Gemeindeanleihen? ;-)

4
11.05.09 14:47
Ich denke wir sind auf dem gleichen Dampfer. Das ganze ist halt wie vieles in der Realität auch wieder eine Laffer-Kurve, fordert also den vernünftigen Kompromiss "irgendwo" in der Mitte: je kleiner die emittierende Einheit, je besser die wettbewerblich/darwinistische "Evolution", aber umso kleiner auch die Liquidität, und umgekehrt

Ich bin nicht so'n ausgeprägter Durchblicker der Anleihemechaniken und find's insofern gut wenn du sagst, dass man da ohne allzu grosse Probleme 'was vernünftiges einrichten könnte. Mir wäre aber Marktmechanik lieber als so etwas wie Stabilitätspakt. Bei letzterem muss man nämlich permanent zittern, dass irgendwelche Politiker an den Dingern drehen, um sich mit meinem Steuergeld die Stimmen der Wähler kaufen :-(
Antworten
Malko07:

fkuebler (#43012), nein, meinte nicht

7
11.05.09 15:10
Gemeinde- sondern Länderanleihen. Gemeindeanleihen gibt es auch - sind aber was sehr spezielles. Unsere Bundesländer emittieren selbst Anleihen und dabei gibt es je nach Land Unterschiede bei der Rendite. Prinzipiell schneiden aber alle schlechter als Bundesanleihen ab. Das dürfte es rein mathematisch nicht geben. Ein Teil der Länder muss doch gesünder als der Bund (Mittel) sein. Der wirkliche Grund liegt in der fehlenden Liquidität begraben. Hätte der Bund nur sehr geringe Schulden wären seine Anleihen auch wesentlich weniger liquide und er müsste mehr Zinsen berappen. Wir müssen also nicht Stolz über niedrigere Zinsen sein und seit der Wiedervereinigung sind wir, berücksichtigt man alle Sonderhaushalte (außerhalb der Bilanz  ;o)  ), alles andere als ein Musterschüler in der EU. Wenn diese Weltwirtschaftskrise überwunden ist, ist nicht sichergestellt dass der Exportweltmeister besser als Italien dasteht. Bei uns wird es noch wirklich dicke kommen.

Regeln sind notwendig. Der Markt alleine erzeugt nur Katastrophen. Deshalb wäre eine Begrenzung des Volumens bei der Neuemission von EU-Anleihen je Mitglied keine tiefere Verletzung des "freien" Marktes und könnte so einfach nicht von der Politik überwunden werden. Da hätten viele mitzusprechen. Die nationale Politik wäre diesbezüglich ziemlich machtlos. Es wäre allerdings ein weiterer Schritt Richtung Integration. Dem stehen einige Länder kritisch gegenüber. Auch unsere Politik ist da eher mit Lippenbekenntnissen dabei, will sich aber nicht weiter zurückschrauben lassen. Allerdings wird nur ein wesentlich stärker integriertes Europa irgendwann eine Alternative zu den USA darstellen können. Woanders sehe ich nichts als Träumereien.
Antworten
fkuebler:

"Gemeindeanleihen" war Ironie,

4
11.05.09 15:30
im Übrigen sind wir im engeren Sinne nicht besonders unterschiedlicher Meinung. Obwohl ich bei der Mechanik "Maximalvolumen" etwas zögere. Stärker integriertes Europa wünsche ich mir auch, nur der Weg dahin scheint nicht so ganz trivial. Vielleicht brauchen wir dafür erst noch mal ein paar Katastrophen :-(

Aber so dicke wie bei Italien kommt's bei uns definitiv nicht. Italien fällt IMHO wohl schon weitgehend unter die US-Definition "failed state". Traurig, aber wahr.

Regeln vs. Markt ist übrigens keine Alternative. Ohne Regeln geht es nicht bzw. man kriegt die Bananenrepublik frei Haus (sagen Black/Somin/AL ja sogar zu USA :-), ohne Markt kriegt man, naja, weiss nicht was, aber zumindest dieses Forum gäb's dann auch nicht mehr. Und Bananen auch nicht ;-))
Antworten
Malko07:

Ob der Bär das überlebt?

7
11.05.09 16:02

Charttechnik

Die Geburt einer neuen Hausse

Wichtige Indikatoren zeigen, dass die Kursverluste ein Ende haben und die jüngste Hausse womöglich keine kurze Bärenmarktrally, sondern der Beginn eines mehrjährigen Kursanstiegs ist. Doch zuverlässig sind die Indikatoren nicht immer.

www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/...on~Scontent.html


Finanzkollaps

US-Investor Soros ruft Ende der Krise aus

 

Der US-Banker sieht Licht am Ende des Tunnels: Das Schlimmste sei überstanden, die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. Schlechte Noten gibt's jedoch für die deutschen Bemühungen, die Konjunktur wieder anzukurbeln.

www.ftd.de/politik/international/...ft-Ende-der-Krise-aus/511927.html


Konjunktur

Trichet sieht Wendepunkt in der Krise

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet versprüht wenige Tage nach der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) Optimismus. Zwar befinde sich die Weltwirtschaft noch in schwierigem Fahrwasser, ein Wendepunkt in der Krise sei aber erreicht, sagte Trichet am Montag nach einem Treffen hochrangiger Notenbanker bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel.

www.handelsblatt.com/politik/...sieht-wendepunkt-in-der-krise;2273137



Wie erwartet, steigt die Propaganda im Bereich von GD200 stark an. Ob das die Bären überleben werden?

 

Der USA Bären-Thread 232316
Antworten
Malko07:

Weil das Geld ausgeht

8
11.05.09 16:16

sollen zukünftig Mitarbeiter mit (wertlosen?) Aktien bezahlt werden. Ob das die Binnenkonjunktur anheizen wird? Wohl kaum.

BETEILIGUNG STATT LOHN

Wie die Krise Arbeiter zu Aktionären macht

Von Hannes Koch

Der Konjunkturflaute zwingt Firmen auf neue Wege: Um beim Lohn zu sparen, bieten Unternehmen der Belegschaft im Tausch Aktien an. Auch in Deutschland fordert die IG Metall, die Beschäftigten am Besitz von Opel oder Daimler zu beteiligen - eine mutige, aber riskante Strategie.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,622988,00.html

Antworten
permanent:

@Malko07

8
11.05.09 16:38

Ob der Bär das überlebt? In der Tat eine berechtigte Frage. In den letzten Wochen ist die Verbesserung der Stimmung spürbar gewesen. Selbst gestandene Bären sind umgefallen.
Was mich so ein wenig zum Grübeln bringt ist der Stresstest.
 

http://www.ariva.de/...s_the_Stress_Tests_On_Banks_Could_Hurt_t373908
 

Ich habe diesen immer für recht sinnlos gehalten. Nun ist es aber Öffentlich, es wurde betrogen. Noch dazu wird zugegeben, der Stresstest wäre ohne die Kurserholung am Aktienmarkt (speziell bei den Finanztiteln) zum absoluten Fiasko geworden.

Diese Tatsache würde im fortlaufenden Bärenmarkt für einen schwarzen Tag an der Börse sorgen. Heute dagegen gibt es lediglich einen halbherzigen Negativtag (zumindest bisher). Das veranlasst mich dazu meine Position zu überdenken.

Wie gesagt zunächst eimal nur "überdenken" nicht gleich ändern.

Hoffe du hast dich im Urlaub gut erholt.

Permanent

Antworten
permanent:

No free lunch

4
11.05.09 16:41
  • Der USA Bären-Thread 5819448
  • KFC's offer of a free chicken meal to specific coupon bearers got out of control after Oprah Winfrey started giving away coupons on TV.
Antworten
Malko07:

permanent, habe mich

14
11.05.09 17:02
gut erholt und gleichzeitig die Lage Vorort (Andalusien) etwas begutachtet.  Es sieht trüb aus. Die geplatzte Immobilienblase und nun auch noch der stark zurückgehende Tourismus. Am schlimmsten sind die Ausfälle bei den Briten aber auch die Deutschen sind weniger unterwegs. In manchen Gegenden erreicht die Arbeitslosigkeit schon 40%, im Schnitt liegt sie in Andalusien schon über 20%, stark und schnell ansteigend. Es gibt auch Positives zu berichten. Der Winter und das Frühjahr war kalt und nass wie schon lange nicht mehr. In der Sierra Nevada wurde die Skisaison verlängert und die Wasserspeicher sind randvoll. Der Landbau kann dieses Jahr eine nette Überproduktion schaffen.

An den Börsen rechne ich mit einer deutlichen Überwindung des GD200. Man wird mit vereinten Kräften alles dransetzen dass das gelingt. Da die reale Welt mit diesen Kurspegeln nicht mithalten kann, rechne ich anschließend mit einem Zusammenklappen (alles ohne Gewähr). Der Zeitpunkt wird wohl erst dann sein wenn die übrig gebliebenen Bären, so wie es sich gehört, richtig einsam sind.
Antworten
fkuebler:

Ob der Bär das überlebt?

8
11.05.09 17:16
Naja, ich würde mal sagen: kommt darauf an, wie lange er durchhalten kann ;-)

Dass die Sache jetzt ohne nennenswerte Unterbrechung einfach bis ins praktisch Unendliche weiter nach oben geht, dass würden allenfalls Spin-Doktoren kommunizieren. Zum Beispiel hatte ich neulich eine entsprechende Äusserung vom Charles-Schwab-CIO gelesen. Das ist dann fast schon unfreiwillig komisch. Obwohl es natürlich Idioten gibt (Gier frisst Hirn), die sich gerne davon überzeugen lassen wollen.

Aber was heisst natürlich "nicht bis ins Unendliche"?

Dass der Dax jetzt "gerade mal" 37% über das März-Low aufgestiegen war, heisst natürlich immer noch nicht, dass er bei 38% sofort zackig ins negativ Unendliche umdreht, nur weil ich selbst mich vielleicht bei 37% huld- und hoffnungsvoll für's Eingehen eines Short entschlossen habe...

Gefährlich ist sicher auch, dass die wirklich Grossen taktisch spielen, sozusagen nach der Jerusalem-Methode (man muss die anderen nur nervlich outsmarten, denn wenn die Musik aufhört, finden alle bis auf einen noch einen Stuhl :-).

Aber die zwei wichtigsten Fragen, die man sich stellen muss, sind IMHO:
1. glaubt man, dass die subjektiv (in der Marktmeinung) mittelfristig herrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an das 2007-Umfeld innerhalb der nächsten 12 Monate wieder anknüpfen werden?
2. gibt es nach schweren grundsätzlich noch fortbestehenden wirtschaftlichen Verwerfungen Rallyes über - sagen wir mal - 50%?

Wenn man beide Fragen einigermassen überzeugt mit Nein beantwortet, dann - finde ich - kann man als Bär im Zweifel auch einen längeren "irrational excuberance"-Winter überleben. Insofern habe ich mich mal darauf eingelassen, diesen Winter bis 5'400 (=50%) durchhalten und also überleben zu wollen. Ohne Zittern geht das natürlich nicht, denn wie sagte meine Grossmutter? "Leichtverdientes Geld gibt's nicht" ;-)

Ansonsten gilt hilfsweise halt wieder das altbewährte Lemma von John Maynard zur Frage der Langfristigkeit ;-)
Antworten
Malko07:

Wird die Commerzbank

4
11.05.09 18:47

ein Hightech-Unternehmen aus der Zeit der TMT-Blase (Technologie, Medien und Telekommunikation)? Die Aktionäre können in jeden Fall die nächsten Jahrzehnte keine Dividenden mehr erwarten. War bei den damaligen Unternehmen eh unüblich (Dividenden):

Finanzkrise: Bad Bank

Wenn die Dividende schrumpft und schrumpft

Teures Gift: Bank-Aktionäre sollen mit ihrer Dividende für den Wertverlust von riskanten Wertpapieren geradestehen. Das Gesetz zur Bad Bank wurde geändert.    

Es wird nicht so einfach für die Banken ihren Sondermüll der Finanzkrise auf Kosten der Steuerzahler zu entsorgen - die Bundesregierung hat ihr geplantes Modell zur Schaffung einer Sonderinstitution für ("Bad Bank") noch einmal verändert.

Nun sollen die Aktionäre der betroffenen Banken mehr Lasten tragen. Die Anteilseigner sollen jährlich mit ihrer Dividende für den Wertverlust von ausgelagerten toxischen Wertpapieren geradestehen. Das geht aus dem entsprechenden Gesetzentwurf hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Für die Aktionäre bedeutet das: Die Dividenden könnten über Jahrzehnte geschmälert werden - und die Gründung einer Bad Bank könnte die Geldinstitute mit einer milliardenteuren Pauschalabwertung der Schrottpapiere belasten.

www.sueddeutsche.de/finanzen/598/468165/text/

 

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Eidgenosse:

USA: Neue Angst vor Kreditkarten-Blase

6
11.05.09 18:47
11.05.2009 17:41

Das weltweit gefürchtete Schreckgespenst fauler US-Kreditkartenschulden geht wieder um: Der staatliche «Stress-Test» für die grössten US-Banken deckte die enormen schlummernden Risiken bei dem Plastikgeld auf.

www.cash.ch/news/front/...gst_vor_kreditkartenblase-793507-449
Der USA Bären-Thread 232349
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Kicky:

People To Buy Homes With No Money Down

6
11.05.09 19:02
Nix dazu gelernt!

Across the country, state governments are helping homeowners buy houses with new subsidies, sometimes allowing them to buy without putting any money down at all.This means that new homeowners can wind up with zero equity in their homes, a situation which can quickly mean they owe more on their house than it is worth and may encourage higher levels of defaults.

What's happened is that well-intentioned local governments, after heavy lobbying from the real-estate industry, are offer loan programs that allow homebuyers to receive advance payments on federal tax credits for first time homebuyers that they otherwise wouldn't get until next year. Missouri was the first state to launch such a program. Delaware, New Mexico, Pennsylvania and Tennessee are on board. Washington is putting a program in place now.

Andrew Jeffrey at Minyanville explains how it works    www.minyanville.com/articles/...len-subprime/index/a/22591/p/1
The federal government, as part of the recently passed economic stimulus package, will refund first-time homebuyers up to $8,000 if they meet certain eligibility requirements. The program is frequently cited as one of the myriad reasons a bottom in the housing market is imminent.

Critics, however, argue that rebates don't end up in a buyer’s pockets until his or her 2009 tax returns are filed - even though rebates are credits, not just deductions.

Homebuilders like Pulte Home (PHM), Lennar (LEN) and KB Home (KBH), along with their lobbying arm, the National Association of Homebuilders, have thrown their full weight behind the rebate program, but say it still doesn't go far enough.

In an effort to boost home buying -- even for marginally qualified borrowers -- a number of states are finding creative ways to advance the tax credit to buyers on the day they get their new keys, rather than having to wait for next year's refund check. This allows buyers to pay for things like closing costs, mortgage points - or even the down payment..........
www.businessinsider.com/...buy-homes-with-no-money-down-2009-5
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Malko07:

Hope!?

4
11.05.09 19:12

Betrug

US-Immobilien: Die Zeit der Aasgeier

von Rüdiger Scheidges

Ein Heer von Betrügern lockt die von Zwangsversteigerungen bedrohten Hausbesitzer in den USA in den Bankrott. Ausgerechnet ein 75 Milliarden Dollar schweres Hilfsprogramm der Regierung hilft ihnen dabei. Die Betrüger gehen äußerst geschickt vor und machen Profit auf Kosten derer, die sowieso schon fast alles verloren haben.

SAN FRANCISCO. Ihr Haus leuchtet unschuldsweiß noch im dichten Küstennebel, der sich über die Hügel von Oakland gelegt hat. Seit vier Jahren wohnen John und Frenzy mit ihren beiden Jungs in diesem Haus, Skyline Boulevard, ihrer Existenz. 20 Jahre Arbeitsleben stecken darin. Sie hatten lange gewartet, bevor sie sich ihren Traum erfüllt haben.

 

Es ist ein Alptraum daraus geworden. John hat im vergangenen November seinen Job als Baustellenleiter verloren. Sie sind hoffnungslos verschuldet, das Haus wird wohl demnächst zwangsversteigert. Vielleicht hätten sie eine Chance gehabt, wären sie nicht an diese Betrüger geraten.

 

Sie hatten versucht, "die Bank umzustimmen, unsere Zinsen zu senken und dafür die Rückzahlungen zu strecken", erzählt John, ein drahtiger Mittfünfziger. Vergebens. Sie hatten auf das neue Programm der US-Regierung gehofft, denn die unterstützt nun in Not geratene Hausbesitzer mit 75 Milliarden Dollar. Der sogenannte "Hypotheken-Änderungs-Plan" sieht vor, dass die Regierung einen Teil der Hypotheken übernimmt, um den Hausbesitzern Zeit zu erkaufen, in der sie es vielleicht doch noch irgendwie schaffen, ihre Kredite zurückzuzahlen. Hunderttausende überrennen seither die öffentlichen Hilfsstellen. John und Frenzy bekamen keinen Beratungstermin. Wochen, vielleicht Monate warten? Kam nicht infrage. Irgendwann sie sind auf diese Anzeige gestoßen, die letzte Hilfe versprach: Rechtsbeistand und die Garantie, die Hypothek erträglicher zu machen.

 

Die "letzte Ausfahrt vor der Hölle", sagt John nur noch. Der Name der Firma: "New Hope Modification". Er hätte ebenso gut an "Last Chance Modification", "Hope Now Alliance", "New Hope Property", "Hope Now Financial Services" oder eine der neuen Firmen geraten können, die nun zu Tausenden wie aus dem Nichts auftauchen und die schon im Namen ihr verlockendes Versprechen führen: den wahr gewordenen amerikanischen Traum zu retten, das Eigenheim. Inzwischen weiß John, dass diese Firmen mit dem Versprechen nur ihr eigentliches Anliegen verschleiern: den Profit auf Kosten derer, die schon fast alles verloren haben.

Weiter unter www.handelsblatt.com/politik/international/...it-der-aasgeier;2272740

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Kicky:

no Juice left in this Rally?

5
11.05.09 19:16
www.businessinsider.com/stocks-no-longer-look-cheap-2009-5
....After Friday's rally, eighth up week out of the last nine, the Dow Jones Industrial Average is up 31% above the March 9 lows. The Standard & Poor's 500-stock index is up 37%.

The bad news is that there probably isn't a lot of juice left in this rally. If you missed it, piling in now is a risky bet. By most measures, stocks aren't "cheap" in the ways they were in the first few months of this year. Keep in mind, that almost all of the talk about stocks being cheap or pricey depends on stocks continuing to follow historical trends. If we've broken out of the historical pattern, then these measures are useless.

In today's "Abreast of the Market" column for the Wall Street Journal, Tom Lauricella takes a look at several market measures to conclude that stocks are no longer cheap.

Shiller's Normalized P/E Valuation Metric: Yale professor Robert Shiller, the guy whose name is attached to that house price index, also measures stock prices. He compares stock prices to a 10-year trend in earnings adjusted for inflation. The long-term view is thought to be a good one because it smooths out the cyclical pops and drops.

Back in March, normalized P/E ratio dropped toward 13. That was the lowest level since 1986, which suggested to many that stocks were "cheap." As of last Wednesday, the normalized P/E has hit 15.9. This means stocks are priced about average, which means returns will be just around average. "However, I still think the market is risky right now," Shiller tells Lauricella.

12 Month Tralining P/E Metric. The S&P 500 has price-to-earnings ratio of 14.7 based on trailing 12 month operating earnings. That's up sharply from 10.5 in February. But it's still below the average of 17 for the last 25 years. If this is your favored metric, it suggests the rally might still have some upside.

Projected Earnings Metric. The S&P 500 is much closer to the 25-year average of 15 for forward looing P/E ratios. Last week it hit 14.5. Like the Shiller metric, this suggests that stocks are fairly priced. Bearish analysts, however, warn that earnings projections might be too rosy, which would throw this way off. ....
"Last October and November, for example, the S&P 500 appeared to be extremely cheap on that basis, trading below a P/E of 11. But it turned out that analysts had wildly overestimated the earnings for the year ahead," Lauricella writes. "Analysts had forecast 2009 S&P 500 operating earnings of $89 a share; that is now down to $57. But for 2010, the consensus calls for an almost 30% rebound." online.wsj.com/article/SB124198679950704445.html

Current P/E Ratios. if you want to be scared straight out of the stock market, take a look at the current as-reported earnings. As May began, the S&P 500 was at a P/E of 131. That's a record high, soaring above the long-term average a little less than 20. By this measure, stocks are ridiculously overpriced right now.
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