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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf BASF SE

Strategie Hebel
Steigender BASF SE-Kurs 5,04 10,45 15,43
Fallender BASF SE-Kurs 4,97 9,80 14,05
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK120Q4 , DE000VJ9Q9P3 , DE000VJ9Q9E7 , DE000VG8DP16 , DE000VY53L32 , DE000VY5M687 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Sitting Bull:

Die Amis

8
28.01.09 20:54
können gleich die "Bad Bank" mit der Ausgabe von Staatsanleihen beauftragen. Da spart man sich den Umweg über die FED.

T-Bond-Future "turnt" schon mal langsam vor: Wie es aussieht, steht er kurz vor dem "Absprung" vom Schwebebalken.
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Anti Lemming:

Boeing mit Verlust in Q.4 - streicht 10.000 Jobs

4
28.01.09 21:03

Boeing lowers 2009 outlook, plans 10,000 job cuts
Swings to fourth-quarter loss stemming from machinists' strike
By Christopher Hinton, MarketWatch
Last update: 2:56 p.m. EST Jan. 28, 2009

NEW YORK (MarketWatch) -- Boeing Co. lowered its 2009 earnings outlook on Wednesday to reflect weakening economic conditions, saying it plans to more than double job cuts to about 10,000 as the aerospace giant weighs the possibility of a modest production cut for the year.

Marketwatch

 

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wawidu:

Wie soll das denn weiter gehen?

13
28.01.09 21:04
Die Fed soll a) Treasuries und b) "Giftmüll" kaufen, der dann in einer von der FDIC kontrollierten "Bad Bank" quasi unter Quarantäne gestellt werden sollte. Aber womit sollen/können solche Ambitionen bezahlt werden, wenn die Bilanz der Fed schon jetzt in gefährlichem Fahrwasser steckt? Ausländer kaufen schon seit etlichen Monaten kaum noch Treasuries mit Laufzeiten von länger als einem Jahr. Erst am Montag habe ich in einem Posting aufgezeigt, dass die "Fahnenstangen" des letzten Quartals in den Charts der Langläufer fast gänzlich auf Käufe seitens US-Banken zurückzuführen waren. Es ist schon pervers: Erst treiben die Banken die Kurse mit von der Fed geliehenem Geld hoch, und nun soll die Fed ihnen die Papiere gefälligst wieder - zu möglichst guten Preisen - abkaufen und dazu noch dem Not leidenden Staatshaushalt unter die Arme greifen.
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Contrade 121:

wawidu...

6
28.01.09 21:12
tja, das ist Krisenmanagement von heute! Es wird ein Markt für die toxic assets geschaffen, damit die endlich wieder einen nachvollziehbaren (schmunz) Preis bekommen.

Das Geld kommt aus selbiger Quelle wie das Geld für die Konjunkturpakete: Es handelt sich um fiktives Geld, eine nicht vorhandene Größe. Anders kann ich mir die ganze Geschichte nicht erklären. Jemand schrieb in diesem Thread, das seien Schulden der künftigen Generationen: Ja, aber wenn Du mit $100 Mio. private Schulden angesammelt hast, dann ist es Dir auch scheißegal ob es nächstes Jahr $1 Mrd. sind. Ganz schön clever, könnte man meinen.
Antworten
wawidu:

Die Wahrheit über das "Bankgeheimnis"

11
28.01.09 21:13
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/01/...ankgeheimnis.html

Eine phantastische Analyse!
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Eidgenosse:

@37253

4
28.01.09 21:29
Nach dem gehebelten Aufschwung kommt halt nun der gehebelte Abschwung. So gehts wenigstens schneller und man kann bald wieder seinen normalen Tätigkeiten nachgehen.
Beim Kartoffeln ausgraben gibts übrigens auch einen Hebel, nähmlich den der Schaufel. :-)
Antworten
Tormenta63:

Negative Analyse zur Wallstreet in der FAZ

 
28.01.09 21:31
Heute wird in der FAZ auf Seite 22 unter anderem Louise Yamada, eine angeblich weithin beachtete unabhängige Technikerin erwähnt, die die These vertrete, "dass der amerkanische Aktienmarkt in eine säkulare Baisse eingetreten ist. Sie vertritt die Ansicht, dass der Prozess des allgemeinen Schuldenabbaus und damit auch der Kapitalabflüsse aus dem Markt zu hohe Erwartungen in eine ausgedehnte Kurserholung verbiete. In diesem Zusammenhang hält sie die seit Monaten zu beobachtenden extrem hohen Abflüssen aus den amerikanischen Investmentfonds für bedeutsam. Hier handelt es sich nach Auffassung der Technikerin bereits um einen Lawineneffekt der sich weit ins Jahr 2009 fortsetzen dürfte. Sie glaubt nicht, dass die Kurse dem vorbezeichneten Angebot standhalten können."
MfG Tormenta
Antworten
wawidu:

Nachtrag zu # 37254

2
28.01.09 21:44
Wenn ich mir Punkt 6 der Analyse von FESTAN so anschaue, erkenne ich nicht nur gewisse Parallelen insbesondere zu den führenden Weltbanken, sondern auch zu den Notenbanken und Finanzministerien. Alle zogen/ziehen am gleichen Strang, der "CREDIT" (frei übersetzt: Vertraut uns, denn wir vertrauen euch!) heißt.
Antworten
Dreiklang:

Man wird um eine Bad Bank nicht herumkommen.

9
28.01.09 21:44
Die riesigen erwarteten Forderungsausfälle in den Bilanzen der Banken können diese unmöglich selbst stemmen. Eine Verstaatlichung würde nur dazu führen, dass der Staat nun direkt die Rekapitalisierung der Banken betreiben muss, die Verluste landen dann auf jeden Fall beim Steuerzahler.

Die Banken können die Forderungen nicht auf einen Schlag neu bewerten(abschreiben), das würde jede Bankbilanz zerstören (das Eigenkapital negativieren).

Damit die Banken solvent bleiben, müssen sie faule Aktiva auf die Bad Bank übertragen (können). Die BB übernimmt die Aktiva zu 100%, allerdings müssen die Banken jährliche Abschreibungen auf diese vornehmen, je nach zu erwartender Ausfallquote höher oder geringer. Hochwertige Forderungen z.B. jährlich mit 2%, Schrott mit ca. 8-10%.  Die Bad Bank reicht die erzielten  Quoten aus den (faulen) Krediten oder Derivaten an die Banken weiter, natürlich nach Abzug ihrer eigenen Kosten. Nach spätestens 12 Jahren ist somit der "Giftmüll" in der Tonne (raus aus den Bilanzen der Banken und auch der Bad Bank)

Damit die Banken liquide bleiben und die Verbindlichkeiten bedienen können, müssen EZB resp. FED mit einbezogen werden. Die Banken müssen die Möglichkeit haben, einen Teil ihrer Forderungen an die Bad Bank an die EZB zu verpfänden. Das ist zwar "easy money", aber in dieser Konstruktion nicht Anlass zu einer neuen Blasenbildung, dafür sorgen schon die Abschreibungen.

Prinzip also: Abwicklung der aufgeblähten Bilanzen über eine längerfristige Periode: Deleveraging .Versicherungen werden ebenfalls mit einbezogen werden (müssen).

Deleveraging  tut aber auch not für die Industrie. Denn wie bei den  Banken passen  für die Industrie Aktiva und Passiva nicht mehr zusammen. ( Beispiel : die Conti/Schäffler-Geschichte, oder die typischen PE-Finanzierungen). Um dubiose Forderungen aus den Bilanzen werfen zu können, und die Bilanz durch Fremdkapital zu vermindern, müssen die Unternehmen zu Kapitalerhöhungen  angehalten werden. Damit das sowohl für die Unternehmen als auch die Aktienkäufer interessant ist, muss steuerliche Förderung her: Aus dem neuen Eigenkapital geschöpfte Gewinne sind steuerlich stark begünstigt.

Mit dem neuen Eigenkapital können die Firmen investieren (die Nachfrage nach Investitionen steigern) und ihre eigenen Industrie-Anleihen zurückkaufen. Das Anleihen-Rückkaufprogramm hält die Kurse der Anleihen hoch und die Zinsen niedrig. Zugleich sorgen die Kapitalerhöhungen für einen Abzug "frei flottierender" Gelder, welches die Inflations-und Blasen-Gefahr bremst.

Der Staat (die Staaten im Euro-Raum) würden dabei von niedrigen Zinsen profitieren.
Antworten
Malko07:

#37259: Zurück auf Los ohne

23
28.01.09 22:48
auch nur ein Problem ansatzweise gelöst zu haben? Wir haben im Bankensektor riesige Überkapazitäten, ebenso in vielen Industriebereichen, z.B. in der Automobilindustrie. Geschaffen wurde der mit dem Kreditwahnsinn der vergangenen anderthalb Jahrzehnten. Die Banken müssen also zum Teil zusammengelegt und dann eingedickt werden. Das daraus resultierende Ergebnis könnte nie die Abschreibungen des Schrottes innerhalb von 12 Jahren verkraften. Das ist eine Verniedlichung der Problematik.  

Wie soll der Abbau von Überkapazitäten funktionieren wenn alle heraus gehauen werden? In Wirklichkeit würde die alten Spielchen in voller Breite wieder losgehen, diesmal nur stärker. Der nächste Krach wäre noch härter. Nein der Staat braucht den Mut temporär zu gestalten. Dazu muss er die Bankensippschaft voll verstaatlichen und umstrukturieren. Saubere Trennungen der verschiedenen Geschäftsfelder auf Basis durchdachter Regulierungen sind notwendig. Es muss wieder möglich werden, dass Banken pleite gehen dürfen. Sowas braucht Zeit und die gibt die Verstaatlichung. Verstaatlichte Banken werden eigene Anleihen am Markt auch selbst los und brauchen keine Garantien mehr. Ein funktionierender Kapitalismus braucht nicht zwanghaft "private" Banken. Das Geld ist ja auch nicht privat. Die privaten Banken haben nur zu einem nicht mehr funktionierendem Kapitalismus geführt. Wir werden also die zeit bis zu einer möglichen Reprivatisierung besser als jetzt überleben.

Alle momentan angedachten und begonnenen "Lösungen" verlängern nur die jetzige Krise und bereiten die nächste noch schlimmere Krise vor. Wenn es bei den Überkapazitäten bleibt, wird der Warenüberhang die gesamte Weltwirtschaft in der Rezession halten und in eine lange weltweite Deflation mit Depression übergehen. Es wird Zeit, dass die größenwahnsinnigen Monetaristen zurück ins Glied treten.  

Es ist eben nicht mit der "Lösung" der Abschreibungsproblematik der Banken getan. Die Handelsungleichgewichte  gehören stark zurückgefahren. Unsinnige Zockerreien (ohne Warenlieferung) in den Bereiche Rohstoffe, Energie und Lebensmittel gehören eingestellt. Wenn nicht, wird bei jeder Erholung eine explodierende kurzeitige Inflation uns immer wieder in den jetzigen Zustand zurückwerfen. Die übermäßige Liquidität in privater Hand gehört eingedampft.

Der größte Irrtum überhaupt ist zu glauben es wäre nur ein kleiner Unfall passiert. Man behebt die Beule und es herrscht wieder eitel Sonnenschein. Fehlentwicklungen die sich in Jahrzehnten angehäuft haben behebt man nicht in 2 Jahren. Großbritannien hat nicht nur eine Immobilienkrise, nein große Teile der Volkswirtschaft haben von dem unsinnigen Geschäft Geld mit Geld zu machen gelebt. Die müssen wieder in die Kohlenbergwerke. Sowas dauert. Auch die USA braucht wieder mehr eigene Industrie. Wie soll sonst der Handel ins Gleichgewicht? Sowas schafft man nicht in wenigen Jahren.

Inzwischen ist diese Krise von einer Delle in der Weltwirtschaft zur unbestritten größten Krise seit dem 2. Weltkrieg mutiert. Und das in wenigen Monaten. Spätestens im Frühjahr wird erkannt werden, dass die große Depression der 30-ziger harmlos war und der Glaube dagegen mit übermäßiger Liquidität vorzugehen, ein dicker Fehler war. Bernanke wird seine Arbeit einstampfen müssen und die Menschheit wird wieder den Glauben an den notwendig grausamen Markt zurück gewinnen. Alles wird gut!
Antworten
Dreiklang:

@malko

7
28.01.09 23:08
Bin grundsätzlich deiner Meinung.

Wer braucht schon China?

Niemand.

Die Chinesen werden künftig ihr Wirtschaftswachstum an ihr Potenzialwachstum anbinden müssen. Nur so kann die Wirtschaft nachhaltig werden. Mit Scharen von ungelernten Industriearbeitern ans Werk zu gehen ist archaisch. Das ist der Rückfall in das Zeitalter der Manufakturen, De-Automatisierung.

Völlig richtig auch: Wir kommen von der Phase der Globalisierung  zur De-Globalisierung. Damit (wieder)entstehen natürlich Arbeitsplätze in den klassischen Industrieländern. Aufgrund unserer Produktivität allerdings verhältnismäßig wenige, viel weniger als in China wegbrechen.

Das  "Wachstum" der letzten 15 Jahre ist zu großen Teilen der Geldmengenausweitung geschuldet. Egal, auf welchem Wege dieses Geld entstanden ist. Sowohl die Finanzwirtschaft als auch die Industrie haben ihre Bilanzen mit fiat money aufgeblasen. Dass die Zinsen seit dem Zins-Peak 1982 in USA (real über 8%) immer niedriger wurden, hat mit der Blase zu tun. Denn langfristig kann der Real-Zins nicht höher als das Potenzialwachstum sein (somit war der Zins in D. in den 90ern um ca. 2,5% zu hoch). Rechnet man in den USA die "Hedonische Bewertung" zur Inflation dazu, war der Realzins dort in den letzten 20 Jahren im Mittel kaum höher als 2%, in den letzten ca. 6 Jahren negativ.

Der Vorschlag mit den Abschreibungen ist rein technisch gemeint (langsames Eindampfen der toxic assets).

Meinen Gedanken der (steuerlich) begünstigten Kapitalerhöhungen finde ich aber relevant.
Antworten
Dreiklang:

Nachtrag: Das Vereinigte Königreich ist...

3
28.01.09 23:23
...eine einzige Überkapazität.

Wer braucht schon den Finanzplatz London?
........

Wer braucht die deutschen Banken?
Die deutsche Industrie. Dass die Banken momentan nicht funktionieren, ist ein Armutszeugnis.

Link:

Jahnke
Antworten
wawidu:

SPY (1)

6
28.01.09 23:40
Sehr interessant erscheint mir die heutige Entwicklung bei den Spyders in den ultrakurzfristigen Zeitfenstern 15 Minuten bis 1 Minute. Nach dem starkem Gap zu Handelsbeginn, das mit relativ geringem Volumen inszeniert wurde, hat sich im Handelsverlauf nicht mehr sehr viel getan. Hier zunächst der 15-Minuten-Chart:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 213227
Antworten
wawidu:

SPY (2)

5
28.01.09 23:48
Trotz des hohen Volumens brachten die letzten fünf Handelsminuten keine weitere Aufwärtsbewegung.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 213228
Antworten
wawidu:

SPY (3)

7
29.01.09 00:03
Das höchste Volumen auf Minuten-Basis wurde - mit Ausnahme des Handelsbeginns - in der letzten Handelsminute erzielt. Und das war im Wesentlichen Verkaufvolumen.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 213230
Antworten
Nomos:

Mir ist es ehrlich gesagt völlig egal,

11
29.01.09 00:09
ob man das Kind nun Bad Bank, Good Bank oder wie auch immer nennt (meinetwegen auch Hartz V.).

Am Ende werden sämtliche Maßnahmen der Regierungen zur Stabilisierung von Wirtschafts- und Finanzwelt ohnehin darauf hinauslaufen, dass Gewinne privatisiert, Risiken und Verluste sozialisiert werden (auch wenn dies niemand offen eingesteht).

Als noch nervtötender empfinde ich aber inzwischen das ganze "Drumherum", welches inzwischen die Züge
einer missglückten Zirkusveranstaltung trägt, bei der das Publikum nicht so recht mitziehen will und deshalb ein Clown nach dem anderen in die Manege geworfen wird, um mit immer groteskeren Verrenkungen das unsicher gewordene Publikum bei Laune zu halten und in die gewünschte Richtung zu lenken.

Aber vielleicht bin ich da ja auch ein bisschen "überempfindlich".

Gute N8
Antworten
fischerei:

R. Gehrt der neue Bad-Banker

7
29.01.09 00:10
www.system22.de/marktkommentar.html
Antworten
Katjuscha:

Ich fasse mal zusammen

12
29.01.09 00:13
China braucht niemand
Großbritanien braucht niemand
Deutsche Banken braucht niemand
Herrn Gehrt braucht niemand
Und steigende Aktien braucht erst recht niemand


Mensch Leute, euch fehlt das frohe Gemüt. Seid doch mal ein bißchen optimistisch! :)
Niemals schlafen, niemals ruhen, Leute, es gibt viel zu tun
Viel zu lang schon nichts getan...Kommt, stellt die Maschinen an!
Antworten
fischerei:

George Soros: Finanzkrise ist schlimmer als die vo

5
29.01.09 00:54
Quelle: www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/...0/story/14672923


Katjuscha, Optimismus was ist das? Wenn ich an die Folgen (z.B. Steuererhöhungen auf Kosten der Schwächsten)der Rettungsaktionen denke, dann wird mir nicht nur schlecht, nein, dann überkommen mich auch Hass, Wut und Ohnmacht. Die Ungerechtigkeit in diesem SAU-System ist nicht zu überbieten, dass siehst Du natürlich anders, aber das ist auch dein gutes Recht.

Gute Nacht

fischerei
Antworten
Katjuscha:

Och, weißt du

5
29.01.09 01:29
Ich bin sicherlich kein Freund dieses Finanzkapitalismus. Das wissen übrigens unsere Freunde im Talkforum schon seit 8 Jahren. Aber deswegen lasse ich mir doch den Spaß am Leben nicht von irgendwelchen Finanzakteuren nehmen. Das ist es doch gar nicht wert.
Trotzdem kann man über neue gesellschaftliche Konzepte ernsthaft nachdenken. Hass, Wut und Ohnmacht sind aber sehr schlechte Ratgeber. Maximal kann ich noch eine gewisse Ohnmacht verstehen, aber das sicherlich anders als du darunter verstehst. Die Ohnmacht sehe ich eher in Hinblick auf die Menschen in den Entwicklungsländern und das nicht erst seit dieser Finanzkrise. Was wir hier tun, ist doch meckern und flennen auf sehr hohem Niveau. Mich interessiert es ehrlich gesagt ziemlich wenig, ob es bei uns 3-4% mehr Arbeitslose gibt und ob das BIP um 2% wächst oder um 2% schrumpft.

Nehmt's leicht!
Niemals schlafen, niemals ruhen, Leute, es gibt viel zu tun
Viel zu lang schon nichts getan...Kommt, stellt die Maschinen an!
Antworten
aliasfelli808:

Katjuscha

15
29.01.09 04:52
"Trotzdem kann man über neue gesellschaftliche Konzepte ernsthaft nachdenken. Hass, Wut und Ohnmacht sind aber sehr schlechte Ratgeber."

Stimme ich dir teilweise zu, vergesse aber bitte nicht das es unser Denken und Handeln ist, was und in diese Situation gebracht hat. Die Gier und das streben nach noch mehr hat uns in diese Situation geführt, das Denken das wir unantastbar sind in diesem gesellschaftlichen Exodus !
Karl Marx hatte in einigen Dingen garnicht so unrecht , was gewisse gesellschaftliche Dinge angeht. Die Zeit des Hyperkonsums sind vorbei, nur merkt das keiner:)

Die akute Geldentwertung dank der Zentralbanken , die Hilfspakete die alles nur noch hinauszögern , dies alles ist der Reinste Witz. Eine Volkswirtschaft wie sie über Jahre funktioniert hat, ist nun zum scheitern verurteilt. Das erste Opfer wird der Doller sein, denn dank der CarryTrades der letzten Monate und der inversen Zinskurve ist der Gau perfekt.

Aber wie ein neues gesellschaftliches System aussehen mag, das kann keiner auch nur im geringsten sagen. Wir sind am Zug, wir als Persönlichkeiten, die die Jahre lang vom Kapitalismus profitiert haben, besonders wir von der Börse müssen uns einigen Fragen stellen die nicht mit der Moral zu vereinbaren sind. Börse und Moral , das ist wie Öl und Wasser. Die Spekulationen auf Soft Commidities sind meines Erachtens nicht richtig und gehören verboten. Wir spielen mit dem Leben anderer , indem wir die Reispreise als Spekulanten trieben. Die virtuelle Börsenwelt , lässt uns vergessen was wir eigentlich machen. Wir schauen auf Charts und Daten aus der Wirtschaft, aber was vor der Tür passiert, das vergessen wir, wir alle hier haben einen Blick auf die Welt der nicht falscher sein könnte.

Die Systemfrage , die werden wir uns bald stellen müssen. Die Börsenwelt ist ein System was noch jung ist , das dürfen will alle nicht vergessen , wielange dieses aber noch Bestand hat, sollten wir uns ernsthaft fragen.

Wir spekulieren in einer fiktiven Welt, wir spekulieren mit digitalen Zahlen, mehr machen wir alle nicht. Die Börse ist Kapitalismus in pervertierter Form, wieso ich das sage ist ganz einfach, wie haben den Bezug zur Realität verloren. Die Kausalität zwingt die Börse zum scheitern, es müssen viele Dinge geändert werden, es wird irgendwann der Urknall kommen da bin ich mir sicher. Die Welt ist gerade in einer kritischen Phase , aber nur wenige Leute sehen das. Aber hier gibt es einige die das so sehen wie ich:)


In diesem Sinne eine schöne Restwoche
Das Leben ist wie ein Papierflugzeug, sitzt du drin und es regnet dann bist du am Arsch(In Englisch klingt das besser:))
Antworten
permanent:

Repräsentantenhaus bewilligt Konjunkturpaket

3
29.01.09 06:33

Repräsentantenhaus bewilligt Konjunkturpaket  Der USA Bären-Thread 5369836

29.01.2009, 00:51 Uhr

Erste wirtschaftspolitische Bewährungsprobe für den neuen Präsidenten: Das US-Repräsentantenhaus stimmte dem von Barack Obama vorgeschlagenen 825 Mrd. Dollar schweren Konjunkturpaket zu. Die Abgeordneten votierten am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington mit 244 zu 188 Stimmen für das Programm aus Steuersenkungen und Investitionen. Beschlossene Sache ist es damit jedoch noch nicht. Artikel

Antworten
SteG:

Systemdebatte

13
29.01.09 07:01
Es ist schwierig für mich die Systemdebatte, gesellschaftlich wie wirtschaftlich, nachzuvollziehen. Denkt wirklich jemand ernsthaft, dass Kapitalismus ein fehlerfreies Wirtschaftssystem ist? Nein, er wird es niemals sein. Das liegt aber nicht am Kapitalismus, sondern an den (fehlerhaften) Menschen, die diesen ausfüllen. Dieser (fehlerhafte) Mensch war der Hauptgrund für den Untergang des Sozialismus. Die Frage muss sein, welches System unter der Voraussetzung eines irrational handelnden und fehlerhaften Menschen, der innerhalb des Sytems agiert, am besten funktioniert. Das ist einfach gesellschaftlich die Demokratie und wirtschaftlich der Kapitalismus. Ich sage ausdrücklich nicht, dass in beiden Systemen keine Fehlentwicklungen passieren, das liegt (leider) in der Natur des Menschen. Um Churchill zu zitieren: „Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - mit Ausnahme aller anderen, die wir bisher ausprobiert haben.“ Ebenso könnte dieser Satz auf den Kaputalismus bezogen sein.
Die Vollverstaatlichung muss in absoluten Ausnahmefallen bei systemrelevanten Bereichen einer Wirtschaft oder eines Landes möglich sein, aber nur in diesen Ausnahmefällen. Bedenklich stimmt mich eher, dass jetzt schon Schaeffler nach einer Staatsbeteiligung schreit, das ist die Systemkrise die Deutschland vermeiden muss...
Antworten
SteG:

@Dreiklang Bad Bank

4
29.01.09 07:40
Zunächst ist wichtig, dass bei der Bankenkrise eine Lösung innerhalb des Systems gefunden werden muss. Der Vorschlag einer Bad Bank ist eine Lösung, allerdings kommt es darauf an, wie dieser ausgeführt wird. Die Lösung von Dreiklang mit den jährlichen Abschreibungen ist von der Idee richtig, allerdings denke ich, dass die Ausführung falsch ist. Was passiert, wenn die Banken 2 Jahre wegen reguliertem Investmentbanking und aus der Wirtschaftskrise resulierenden Risikovorsorge und realen Kreditausfällen Verluste machen? Dann kommen die Abschreibungen noch obendrauf und es entsteht das selbe Problem wie momentan, das die EK Decke fehlt.
Die Lösung muss aber im Ansatz so sein, dass bis diese "toxischen" Papiere fällig werden (dann wird erst der reale Verlust feststehen), diese von den Banken "entfernt" werden, in einer Bad Bank oder wie auch immer diese genannt wird. Dann allerdings entsteht das Problem der Sozialisierung der Verluste. Eine mögliche Lösung wäre, die Dividendenausschüttung zu verbieten und vom Gewinn eine gesetzlich festgelegte Quote (auch 50%) in die Bad Bank von den Banken zugeführt werden muss. Somit bleiben die Banken wettbewerbsfähig, haben Luft für die nötigen Investitionen und zumindest die direkte Privatisierung von Gewinnen unterbleibt. Die indirekte Privatisierung bleibt, aber ich denke, dass man dieses dem "Volk" verkaufen könnte, da dieses die indirekte Privatisierung der Gewinne nicht wahrnimmt. Zu einem festen Zeitpunkt ab 2015, wenn die Papiere oder große Teile ausgelaufen sind und somit die Verluste feststehen, kann die Bad Bank mit den jeweiligen Banken "abrechnen". Entweder werden dann zuviel bezahlte Gelder zurückerstattet oder die Regelung läuft weiter bis die Verluste der Bad Bank ausgeglichen sind. Das einzige Risiko wären Bilanzierungtricks der Banken, aber man könnte versuchen diese über extrene Prüfungen zu minimieren.
Mal ein praktischer Ansatz zum "Drübernachdenken".....
Antworten
permanent:

Bund plant Wirtschaftsfonds Deutschland

5
29.01.09 08:10

Bund plant „Wirtschaftsfonds Deutschland“

29.01.2009 , 07:55 Uhr von Sven Afhüppe

Die Bundesregierung will nach dem Banken-Rettungsfonds einen „Wirtschaftsfonds Deutschland“ als Schutzschirm für Unternehmen gründen. Das erfuhr das Handelsblatt aus dem zuständigen Bundeswirtschaftsministerium. In dem Fonds soll das zusätzliche Bürgschaftsvolumen im Umfang von insgesamt 100 Mrd. Euro gebündelt werden. Exklusiv

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