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Der USA Bären-Thread

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Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Inflationierung in der EU-Variante

3
01.11.08 14:09

"Das Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts bis 2011, das die Regierung bisher strikt verfolgte, wird von den beiden Ministerien angesichts der notwendigen Hilfen als "aus heutiger Sicht" nicht mehr realisierbar angesehen."

Quelle: www.ftd.de/politik/deutschland/...iarden-Feuerwerk/433393.html

Heißt dass, das die EU bei den Zinsen jetzt auch auf Japan-Niveau runtergeht? Dann hätten die USA ihr Ziel erreicht, der ganzen Welt ihre Politik der Vermögenswert-Inflationierung aufzuzwingen. Auslöser dieses Zugzwangs ist die globale Verteilung ihrer "AAA"-Schundanleihen. Der letzte große Bläh-Furz.

Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Postkarte zur "Weihnachts-Rallye 2009"

5
01.11.08 14:13
"Let your friends and family know you care..."

(Verkleinert auf 81%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 196615
Der USA Bären-Thread Reinyboy
Reinyboy:

Al, das meinste doch nicht im Ernst??

2
01.11.08 14:24

Der Aktienmarkt tanzt mMn zurzeit nach der Pfeife des Yen, und beim Yen wird "künstlich eingegriffen".

 

Wollte dir dafür ein `witzig`geben, hab mich aber leider verdrückt, hehehehehe.......

Je genauer du planst, umso härter trifft dich der Zufall
Der USA Bären-Thread pfeifenlümmel
pfeifenlümmel:

Wer sagt das?

6
01.11.08 14:37
(Verkleinert auf 84%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 196619
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

Reinyboy - Hintergrund der Yen-Interventionen

12
01.11.08 14:52
Die starken Kursrückgänge bei Aktien und Rohstoffen in den letzten Monaten gehen zu einem großen Teil darauf zurück, dass Hedgefonds - von fallenden Kursen in einer Abwärtsspirale gefangen - unter Druck Hebelpositionen abbauen mussten (global deleveraging). Als Verschuldungswährungen für ihre Kredithebel nutzten die Hedgefonds meist den Yen, den Dollar und den Schweizer Franken (alles "Niedrigzinswährungen").

Im gleichen Maße, wie Aktien und Rohstoffe abstürzten, schossen bei den Positionsauflösungen die Kurse von Yen, Dollar und Franken relativ zu anderen Währungen nach oben - eine Folge von Zwangseindeckungen der HF-Währungskredite.

Hochzinswährungen wie der Euro, der Austral- und Neuseeland-Dollar hingegen gingen stark in die Kniee. Das ist die "andere Seite" der Carry-Trade-Auflösungen.

Das Ganze hat aber auch realwirtschaftliche Konsequenzen. Eine Exportnation wie Japan, deren Wirtschaft 18 Jahre nach dem Platzen der 1990-Blase immer noch in Deflation vor sich hindarbt, erhält den Todesschuss, wenn jetzt auch noch die eigene Währung - der Yen - so stark aufwertet. Der Yen stieg von EUR/JPY 170 bis auf 115. Da die Preise für japanische Exporte im Ausland im Wesentlichen konstant bleiben - ein Mazda kostet in Deutschland nicht plötzlich 40 % mehr, weil der Yen gestiegen ist- bleibt der Schwarze Peter der Yen-Aufwertung bei den Japanern hängen. Die Kursgewinne des Yen schmälern die ohnehin angeschlagenen Konzerngewinne. Es war daher kein Zufall, dass der Nikkei letzte Woche fast täglich 10 % verlor und an einem 25-Jahres-Tief notierte.

Um Japans Wirtschaft vor diesem Niedergang zu schützen, aber auch um ansonsten zur "Vertrauensbildung" die Devisenmärkte zu stabilisieren, haben die G7-Notenbanken am Devisenmarkt interventiert und den Yen gezielt geschwächt. Außerden hat Japan gestern die Yen-Zinsen von 0,5 auf 0,3 % gesenkt - das ist zwar eher kosmetisch, aber erfahrungsgemäß funktionieren Interventionen am besten, wenn sie von Zinsschritten begleitet werden.

Dass Aktien infolge der Yen-Verkäufe weltweit stiegen, war ein Nebeneffekt, der den Amis zur Wahl freilich ganz gut zu pass kam.

Die große Frage ist, ob die Devisenmarkt-Interventionen beim Yen eine nachhaltige Trendwende auslösen. Ich fürchte: nein. Das Deleveraging der HF ist noch längst nicht beendet, der Dollar und der Yen werden weiter steigen - so "unsinnig" dies beim Dollar angesichts der 1 %-Zinsen auch erscheinen mag. Wenn der Yen nicht runtergeht, werden sich auch die Aktienmärkte nicht nachhaltig erholen.

Es ist daher mMn tatsächlich so, dass der Aktienmarkt "nach der Pfeife des Yen tanzt", wie ich oben schrieb.
Der USA Bären-Thread permanent
permanent:

Klimaschutz muss wartenEU gibt Vorfahrt für Autos

4
01.11.08 14:54

Samstag, 1. November 2008

Klimaschutz muss wartenEU gibt Vorfahrt für Autos


Die Europäische Union will der wegen der Finanzkrise unter Absatzproblemen leidenden Autoindustrie bei den Umweltauflagen entgegenkommen. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten einigten sich darauf, die geplante Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes für einen Großteil der Neuwagen um drei Jahre zu verschieben, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Verhandlungsteilnehmer.
 
Bislang sollte nach dem Willen der EU-Kommission ab 2012 für Neuwagen der CO2-Ausstoß für Pkw bei durchschnittlich 130 Gramm pro Kilometer gedeckelt werden. Mit der Verschiebung würden die Grenzwerte erst ab 2015 gelten.
 
Dem Kompromiss zufolge sollen die Grenzwerte für nur noch etwa zwei Drittel der Neuwagen-Flotten ab 2012 gelten, der Rest erhält einen Aufschub bis 2015. Die Strafen für diejenigen, welche die Grenzwerte nicht einhalten, sollen demnach gestaffelt sein und nach 2015 stark ansteigen. Wie genau die Strafen geregelt werden sollen, ist den Angaben zufolge bei manchen Mitgliedstaaten noch umstritten, unter anderem meldete Deutschland Bedenken an. Die hiesige Autoindustrie läuft gegen die geplanten Umweltauflagen bereits seit längerem Sturm.

Quelle:n-tv

Der USA Bären-Thread permanent
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Zu groß für den Schrottplatz

6
01.11.08 14:56

Samstag, 1. November 2008

Fannie & Freddie vor UmbauFed-Chef legt Hand an


US-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Bedeutung der staatlichen Unterstützung für die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac unterstrichen. In Zeiten finanzieller Belastungen müsse die starke und effektive Garantie der US-Regierung für die Verpflichtungen der staatsnahen Finanzinstitute aufrecht erhalten werden, sagte Bernanke.
 
Die Erfahrung habe gezeigt, dass unter schwierigsten Bedingungen eine gewisse Form staatlicher Hilfe notwendig sein könne, um die Verbriefung von Hypotheken weiterhin zu gewährleisten. Analysten zufolge sollten die Aussagen Bernankes zur Beruhigung der Hypothekenmärkte beitragen.
 
Zugleich erklärte Bernanke, dass es sinnvoll sein könnte, die zukünftige Struktur beider Unternehmen zu überdenken, solange sie unter Kontrolle der US-Regierung stünden. Einer Rückkehr auf den Markt in ihren alten Strukturen könnte auch eine Rückkehr zu ihren riskanten Geschäften folgen, sagte Bernanke.
 
Zu groß für den Schrottplatz
 
Die Regierung in Washington hatte in einer beispiellosen Rettungsaktion Anfang September die Kontrolle über die beiden schwer angeschlagenen Unternehmen übernommen. Damit wollte sie einen weiteren Vertrauensschwund der Märkte in die Überlebensfähigkeit der beiden Konzerne verhindern, denen eine zentrale Bedeutung für das Finanzsystem zukommt.
 
Freddie Mac und Fannie Mae stehen direkt oder indirekt für fast die Hälfte der US-Hypotheken im Gesamtwert von rund zwölf Billionen Dollar gerade. Die Schuldverschreibungen in ihren Büchern entsprechen damit mehr als einem Drittel des US-Bruttosozialprodukts.

Quelle:n-tv

Der USA Bären-Thread permanent
permanent:

China and India feel the impact of the crisis

7
01.11.08 15:03
China, India wary of taint of global economic crisis

Sat Nov 1, 2008 8:39am EDT

By Angus MacSwan

LONDON (Reuters) - Two powerhouse emerging market countries felt the sting of the global financial crisis on Saturday as India unexpectedly cut its main short-term lending rate again and China said it was now feeling a slowdown.

The developments followed signs elsewhere this week that world markets were stabilizing, with interbank rates falling and U.S. stocks posting their best week in 34 years.

"The impact of the crisis on China has just started to appear as China has already seen a sharp slowdown in industrial profit growth and fiscal income," a senior Bank of China (BOC) executive said in Shanghai on Saturday.

The global economy will likely enter recession next year with the United States, Europe and Japan posting negative growth, Executive Vice President Zhu Min told a financial conference.

"That will have a huge impact on China," he said.

Zhu also said currency volatility was expected to add further pressure on China's banks, which have enjoyed robust profits for years as the country boomed. Earnings growth is now slowing as the economy cools from the impact of the crisis.

"The uncertainties in the world's currency markets have exposed the Chinese banking sector to higher foreign asset risk," Zhu said.

A central bank spokesman said Beijing was no longer imposing strict limits on bank lending as it sought to preserve growth in its economy, in which the overseas market is important.

ACTION ON THE LIQUIDITY FRONT

In India -- like China, a magnet for foreign investment in recent years as their economies roared -- the central bank cut its main lending rate for the second time in as many weeks to ease a cash squeeze and spur economic growth.

Analysts said the surprise move showed Indian concern that strains on Asia's third-largest economy were quickly becoming more severe.

"These actions were necessary (and had) to be taken on the liquidity front...the situation was getting worse," said Vikas Agarwal, strategist at JP Morgan.

The central bank cut the repo rate or its main short-term lending rate by 50 basis points to 7.5 percent and banks' cash reserve requirements by 100 basis points to 5.5 percent.

It also cut banks' bond reserve requirements by 1 percentage point to 24 percent of their deposits, the central bank said.

"The global financial turmoil has had knock-on effects on our financial markets; this has reinforced the importance of focusing on preserving financial stability," the bank said.

Policymakers around the world have slashed interest rates in recent weeks and injected huge amounts into their banking systems to try to combat the spillover effects of the global crisis, which is causing credit markets to freeze up and threatens to plunge the world economy into recession.

Indian bankers said they would adopt a wait-and-see stance before deciding on lowering their lending and deposit rates.

SWISS MORE CONCERNED

In Europe, the Swiss National Bank said it was more concerned than it was a month ago over the Swiss economy.

"The situation has noticeably worsened because the financial crisis is clearly affecting the real economy." SNB Chairman Jean-Pierre Roth said in a newspaper interview.

The fast rising Swiss franc and an off-target benchmark three-month interest rate were problems, Roth said.

"We have two elements which are not pointing in the right direction -- the nominal development in the franc and the three-month LIBOR rate, which is above our target," Roth told the Neue Zuercher Zeitung. "This is a big challenge for us."

He declined to say whether he thought Switzerland was facing a recession next year.

In the United States, where the question of whether Republican candidate John McCain or Democrat Barack Obama would handle the economic crisis best has dominated debate before next Tuesday's presidential election, the business outlook weakened.

A U.S. Commerce Department report on Friday showed consumers cut monthly spending for the first time in two years in September, evidently bracing for hard times as jobs continue to disappear and credit conditions tighten.

Another survey showed U.S. consumer confidence in October suffered its steepest monthly drop on record.

"Consumers reported the most dismal assessments of their current financial situation ever recorded," the Reuters/University of Michigan Surveys of Consumers said.

As another week ended in the worst financial crisis in 80 years, the Bank of Japan slashed interest rates, British banking giant Barclays said it was raising $12 billion in capital and a U.S. lawmaker demanded that banks use money from the country's $700 billion financial bailout package to boost lending.

But there was at least one hopeful sign as the closely watched interbank lending rates fell, suggesting that the moves taken by central banks and others to remove blockages in the credit system were working to some extent.

That helped push U.S. stocks higher, with financial stocks leading a rally as investors picked up bargains following recent heavy losses. European shares reversed losses and followed Wall Street higher.

Nevertheless, the Dow Jones Industrial average in October had its worst one-month percentage drop since August 1998.

The Bank of Japan rate slash followed a cut by the U.S. Federal Reserve on Wednesday. The European Central Bank and the Bank of England are expected to do the same next week.

 

© Thomson Reuters 2008

Der USA Bären-Thread Malko07
Malko07:

Auch in den größten

22
01.11.08 16:15
Bärenmärkten geht es nicht geradlinig nach Süden. Eine Krise braucht Zeit um sich auszubreiten und zu verfestigen, sowohl mental als auch fundamental. Im Abstieg entstehen immer wieder Hoffnungen, dass es gar nicht so schlimm werden wird oder dass der weiße Ritter uns alle retten wird. Es wird also immer wieder Zwischenerholungen geben. Mal sind sind ausgeprägt, manchmal überraschend winzig. Dazu braucht es keinen Yen! Nach dem bis jetzt erlebten einmaligen Absturz ist eine Zwischenerholung nichts wunderliches. Allerdings sind die Märkte so bösartig, dass sie uns nicht verraten werden, wie groß die momentane Zwischenerholung sein wird. Eventuell ist sie schon nächste Woche vorbei, eventuell dauert sie bis in den Januar. Dass wir momentan dauernd Rekorde, sowohl im Abstieg als auch bei der Erholung erleben, ist nicht überraschend. Das liegt an den heute massiv eingesetzten Handelssystemen, die ihre Stärke immer in einer Trendverfolgung zeigen und bei einer Trendumkehr den Eingriff des Menschen brauchen. Und da diese Fondsmanager laufend nervöser werden, wird der Richtungshebel immer brutal herumgeworfen, denn alle wollen zu den Ersten gehören. Die Letzten beißen die Hunde und sie hängen die weißen Fahnen aus dem Fenster. Diese Spielchen werden erst zurückgehen, wenn die Menschen massiv ihre Gelder aus den Fonds abziehen werden. Noch ist deren Liquidität zu hoch.
Der USA Bären-Thread musicus1
musicus1:

Malko, ja wie in der medizin,

2
01.11.08 16:33
die hoffnung stirbt zuletzt............
Der USA Bären-Thread musicus1
musicus1:

redeker in der faz......

2
01.11.08 17:03
stellt den schwellenländern liquidität zur verfügung...headline, solltet ihr lesen.......
Der USA Bären-Thread jeffs
jeffs:

# musicus1

 
01.11.08 18:33
hast einen link dazu?
Der USA Bären-Thread Anti Lemming
Anti Lemming:

FAZ: Warum "niemand" die Krise vorhersagte

18
01.11.08 19:47

Einigen ist es ja doch gelungen, siehe Eingangsposting... ;-) 


 

FAZ

Finanzkrise

Die Welt hört nie auf die Untergangspropheten

Von Patrick Bernau


01. November 2008 Es ist ja nicht so, dass keiner gewarnt hätte vor der Finanzkrise. Nouriel Roubini zum Beispiel. Der Ökonom von der New York University zog schon 2006 durchs Land und warnte vor den Folgen der Verschuldung der Amerikaner. Bei einem Vortrag vor dem Internationalen Währungsfonds zum Beispiel versuchte er, seinem Publikum die Laune zu verderben: Die Immobilienblase werde bald platzen und die Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzen. Wie war die Reaktion? „Jetzt brauchen wir einen starken Drink“, sagte der Moderator, und durch das Publikum zog Gelächter.


Dabei war Roubini schon damals nicht irgendein Ökonom von einer unbekannten Universität. Er hatte nicht nur in Harvard promoviert, sondern auch die Grundsatzabteilung im amerikanischen Finanzministerium geleitet und das Weiße Haus beraten. Und er hatte prominente Unterstützer, unter anderen seinen Kollegen Robert Shiller. Der hatte schon punktgenau vorhergesagt, wann die New-Economy-Blase platzen sollte. Ihm machte die Entwicklung der Immobilienpreise in Amerika so große Sorgen, dass er einen Index für Immobilienpreise entwickelte, um die Blase auf jenen Märkten messbar zu machen. Prompt erwiesen sich die amerikanischen Häuser als Auslöser der Finanzkrise. Die wiederum hat in den vergangenen Wochen einmal mehr Roubinis Prophezeiungen bestätigt. Zuletzt seine düstere Prognose von Februar: Das Finanzsystem werde kollabieren, schrieb er da – tatsächlich ist viel davon eingetroffen: Banken sind pleitegegangen, Hedge-Fonds liegen schief, die Aktienkurse schmierten ab.

Vogelgrippe, Ölpreisschock, Inflation


Warum aber hat niemand auf Roubini und Shiller gehört? Nobelpreisträger Gary Becker gibt eine Antwort, die so einfach wie einleuchtend ist: Die Menschen hatten andere Sorgen. 2004 hatte die Welt Angst vor der Vogelgrippe, bald darauf kamen der Ölpreisschock und die horrende Inflation – alles waren Dinge, die den Ökonomen Sorgen machten. Doch laute Warnungen gab es auch, wohin man auch horchte. Einige mahnten, die chinesische Währung sei zu schwach, das könne die Weltwirtschaft ins Wanken bringen. Auf so viele unterschiedliche Risiken konnte keiner achten, und so drangen Roubinis Rufe nicht durch den vielstimmigen Chor hindurch. Nun hatte eine Finanzkrise in dieser Form auch wenig Chancen, in der Sorgen-Rangliste der Menschen nach vorne zu kommen. Das können Psychologen gut erklären, wenn sie fragen: Wer hätte sie erkennen sollen?

Die meisten Menschen waren für diese Krise nämlich ziemlich schlecht gerüstet. Denn Angst bekommen die Menschen vor dem, was sie sich vorstellen können, erzählt die Psychologin Katharina Sachse von der Technischen Universität Berlin. Die Vogelgrippe zum Beispiel macht den Menschen leicht Angst, schließlich zeigt das Fernsehen Menschen in Plastik-Overalls und tote Vögel. Die Finanzkrise dagegen lässt sich bis heute kaum sehen. Und was sie für Auswirkungen haben sollte, konnte sich sowieso kaum jemand vorstellen: Banken, die der Reihe nach umfallen wie Dominosteine? Das gab es zum letzten Mal in der Weltwirtschaftskrise von 1929.

Auch die Banker waren schlechte Kandidaten, um die Krise zu bekämpfen

Selbst als Nouriel Roubini in seinem Vortrag im Jahr 2006 vor der Krise warnte und dafür ausgelacht wurde, war von den bevorstehenden Turbulenzen noch kaum etwas zu sehen. Die Aktienkurse kletterten noch munter in die Höhe – dabei war es damals vielleicht sogar schon zu spät, um gegenzusteuern.

Die Banker selbst hätten sich das ganze Schlamassel möglicherweise besser vorstellen können. Aber sie waren auch schlechte Kandidaten, um die Krise zu bekämpfen – nicht, weil sie Banker sind, sondern weil sie die direkt Betroffenen waren. Und die unterliegen oft einer „Kontrollillusion“. Vielleicht ahnten einige sogar, dass da eine Blase kurz vor dem Platzen war. Aber fast jeder hält sich selbst für besser als die Kollegen. 88 Prozent der Autofahrer halten ihre Fähigkeiten am Steuer für überdurchschnittlich – kein Wunder, dass da auch die meisten Banker glaubten, sie hätten ihre Wertpapiere besser im Griff als die Konkurrenz und würden ungeschoren aus der Krise kommen.

Jetzt prophezeit Roubini eine Deflation

Solche Probleme lassen sich auch mit Regulierung nur schwer lösen. Pessimisten fürchten: Trotz aller guten Versuche ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass in einigen Jahren wieder eine Krise entsteht [wobei man anmerken sollte, dass die aktuelle noch längst nicht bewältigt ist und selbst "in einigen Jahren" noch virulent sein könnte - A.L.] – in einem Bereich, den jetzt keiner reguliert. Passieren wird dann vermutlich wieder etwas, das sich heute kaum jemand vorstellen kann. Nicht mal auf die Propheten von heute ist dann Verlass. Das zeigt der frühere amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan: Der war gut, als er die Blase der New Economy vorhersagte, die Hypothekenkrise aber hatte er nicht kommen sehen. So kann es auch Roubini oder Shiller beim nächsten Mal ergehen. Auch Roubini hat schon seine erste unbestätigte Prognose: Die Börsen müssten bald vor lauter Panik für mehrere Tage schließen, warnte er vor zehn Tagen. [Auch das kann bald noch kommen - A.L.]

Nun prophezeit Roubini, dass die Finanzkrise in den kommenden Monaten die Wirtschaft in eine „Deflation“ stürzt: Weil die Menschen so wenig einkaufen, sinken die Preise – die Inflationsrate wird negativ. Für Leute und Firmen, die Schulden haben, wäre das eine Katastrophe. Wir sind geneigt, ihm jetzt zu glauben. Aber ob es so kommt, wissen wir nicht. Und so stehen die Menschen möglicherweise bald wieder vor vielen düsteren Aussichten und wissen nicht, welche die wichtige ist.

In Toronto hat ein Buchladen ein Regal aufgestellt mit dem Titel „Das Ende ist nah“. Darin stehen Bücher, die den Weltuntergang vorhersagen. Eines datiert ihn auf 2011, eines auf 2012, ein anderes auf 2014. Ein Autor befürchtet einen Atomkrieg, der andere rechnet mit dem Jüngsten Gericht, ein anderer hat den Weltuntergang in den Sternen gesehen. So unterschiedlich werden auch die Warnungen vor der nächsten Wirtschaftskrise sein.

Text: F.A.Z.

Der USA Bären-Thread jeffs
jeffs:

@32713 "Prophet" Schiff 2006 und Reaktionen CNBC

3
01.11.08 20:10
Der USA Bären-Thread Börsenfreak89
Börsenfreak89:

China Manufacturing Contracts as Crisis

9
01.11.08 21:03
China Manufacturing Contracts as Crisis Trims Exports (Update1)

By Li Yanping and Wang Ying

Nov. 1 (Bloomberg) -- China's manufacturing contracted as the worst financial crisis since the Great Depression eroded export demand.

The Purchasing Managers' Index fell to a seasonally adjusted 44.6 last month from 51.2 in September, the China Federation of Logistics and Purchasing said today in an e-mailed statement. That was the lowest since the gauge was launched in July 2005. A reading below 50 reflects a contraction, above 50 an expansion.

The index is based on a survey of more than 700 companies in 20 industries, including energy, metallurgy, textile, automobiles and electronics.

The output index fell to 44.3 in October from 54.6 in September, while the index of new orders dropped to 41.7 percent from 51.3. The index of export orders declined to 41.4 percent from 48.8, the statement said.

The inventory index climbed to 51.4 from 50.5, it said.

www.bloomberg.com/apps/...20601087&sid=asxpXKBhstjU&refer=home
Die Waffe eines echten Demokraten ist stets das Argument, NIEMALS das Verbot!

--> www.vorkriegsgeschichte.de/ <--
Der USA Bären-Thread TurboLuke
TurboLuke:

Diesen Peter Shiff

3
01.11.08 22:19
kannte ich bis dato gar nicht. Aber alles was er sagt hat Hand und Fuß.
Hier beispielsweise eine seiner Darstellungen vom 28.10.2008. Insbesondere ist die Analyse des Dollar-Verlaufs sehr sehr aufschlussreich (ab min. 4.20min).

http://www.youtube.com/watch?v=G1F_XxslACc
Der USA Bären-Thread jeffs
jeffs:

Schiff, komplette sendung: obama als Sargnagel

6
02.11.08 00:11
findet sich unter
www.europac.net/Schiff-Bloomberg-10-28-08_lg.asp
auch über: kollabierenden $ (drops like a stone), GM (let them fail), outlook, obama  (puts nail in the coffin)


mit Dialogsequenzen wie:


Schiff: We don't have money we are broke. We can only print money.

bloomberg: What do you mean. we are broke. we are making payments. we are not broke.

Schiff: we are not really making payments. we are printing money.

Der USA Bären-Thread Kicky
Kicky:

Hilfe, der Staat

11
02.11.08 09:53
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/377/316262/text/

Die Deutschen sind ein wundersames Volk, besonders in Wirtschaftsfragen. Deutlich zeigt sich das in der gegenwärtigen Finanzkrise. Nicht nur dass sich immer mehr Menschen ohne gesicherte Datenbasis in Untergangsszenarien ergehen darüber, wie schlimm es mit den Finanzen, der Konjunktur und der Wirtschaft insgesamt bestimmt noch werde - sie opfern auch gleich ihre wirtschaftspolitischen Überzeugungen. Binnen weniger Monate ist die Soziale Marktwirtschaft, auf die man in Abgrenzung zum marktradikalen US-System immer so stolz war, zum Auslaufmodell erklärt worden. Vom Dreiklang genießt nur noch das Wort "Sozial" Zustimmung. "Wirtschaft" ist zum Angstbegriff geworden und "Markt" sogar ein Unwort.
Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass in den neunziger Jahren das ganze Ausmaß der planwirtschaftlichen Misere im Osten offenbar wurde und damit die Überlegenheit des marktwirtschaftlichen Systems. Aber rasch wuchsen die Zweifel am System, als im Zuge der Globalisierung auch andere Wettbewerber ihren Platz begehrten und der deutsche Wohlstand eben nicht mehr so einfach auf Kosten der restlichen Welt verdient werden konnte.

Heute, da es in der Finanzwirtschaft zu einer schweren Krise gekommen ist, wollen die Deutschen nicht etwa nur die Probleme dort beseitigt wissen, sondern ihr freiheitliches System gleich mit preis geben. Neidvoll gucken sie auf Frankreich, wo sich ein konservativer Präsident als Super-Macher präsentiert und per ordre d'Elysee gleich alles regeln will, was nicht wie gewünscht funktioniert. Die von Nicolas Sarkozy vorgeschlagene Teilverstaatlichung wichtiger Konzerne findet in Deutschland einer Umfrage zufolge breite Unterstützung.
Dass die Finanzwirtschaft gestützt und notfalls verstaatlicht werden soll, wird schon gar nicht mehr diskutiert; das versteht sich ja längst von selbst. Aber auch für die Beteiligung des Staats an der Strom- und Gaswirtschaft gibt es große Zustimmung, so die im Magazin Stern veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts. Danach hielten 77 Prozent der Deutschen einen solchen Schritt für gut. Selbst im gegenüber staatlichen Eingriffen traditionell skeptischen bürgerlichen Lager ist die Mehrheit deutlich: 73 Prozent der Unions- und 70 Prozent der FDP-Anhänger befürworteten eine Teilverstaatlichung der Energiekonzerne. Die größte Mehrheit findet sich, das ist schon weniger überraschend, mit 84 Prozent bei den Grünen.

Und weiter: Auch eine Staatsbeteiligung an Fluggesellschaften, Bahn und Post findet der Umfrage zufolge bei einer Mehrheit eine Zustimmung von 60 Prozent. Die Anhänger von SPD, Grünen und Linkspartei wollten zudem die Chemie- und Pharmabranche mehrheitlich unter die Fittiche des Staats bringen - warum nicht auch gleich noch das Gesundheitssystem inklusive aller Ärzte und Apotheker? Die Umfrage deckt sich mit der gefühlten Stimmung im Land, die sich bei zahlreichen Veranstaltungen, in Meinungsbeiträgen und in anderen Umfragen messen lässt.
Hinter solchen Forderungen steckt ein schreckliches Missverständnis: Dass nämlich die Marktwirtschaft eine Schönwetterveranstaltung sei. Nur dort, wo es nicht darauf ankommt, dürfe der Staat sich raushalten. Sobald Probleme auftauchen, oder in allen einigermaßen wichtigen Bereichen soll doch bitte der Staat Herr des Verfahrens sein. Hilfreich wäre hier die Erinnerung an das Demokratie-Wort des britischen Premier Winston Churchill aus dem Jahr 1947, das in abgewandelter Form lauten könnte: "Marktwirtschaft ist die schlechteste aller Wirtschaftsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." Warum auch sollte ein einzelner Beamter, ein Minister, eine Kanzlerin, warum sollten ganze Beamtenapparate besser wirtschaften können als die Summe der Marktteilnehmer?
Allerdings, der freie Markt muss Chancengleichheit für alle Marktteilnehmer bieten, also müssen verlässliche Regeln her, zwischen denen sich das freie Handeln entfalten kann: das kann man Ordo- oder auch Neoliberalismus nennen. Und die Verlierer des Systems fängt der Sozialstaat auf. Gegen die erste Regel hat die Politik im Bereich der Finanzmärkte eklatant verstoßen, die sie eben gerade nicht ausreichend und funktionierend geregelt hat - weshalb es dort zu den bekannten Exzessen gekommen ist. Statt sich aber darauf zu besinnen, diesen Fehler auszugleichen, entwickeln immer mehr Politiker Allmachtsfantasien.

Kanzlerin und Finanzminister retten mal eben die Banken und werden ungnädig, wenn einzelne Häuser sich nicht retten lassen wollen. Die EU-Kommission kündigt hoppeldihopp die Rettung der Autobranche an, obwohl sie dafür gar keine Zuständigkeit hat. Demnächst, siehe oben, wird der Staat gerne auch die Energiepolitik neu regeln. Und natürlich sollen Konjunkturhilfen die Unternehmer in Investitionen und die Verbraucher in die Geschäfte treiben - auch wenn sie derzeit aus vielleicht guten Gründen nicht wollen.

Mit diesen und anderen Plänen und Maßnahmen wird eine gefährliche Handlungsillusion erzeugt. Auch das Reden vom "Schutzschirm für Jobs", womöglich durch eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes von zwölf auf 18 Monate, alarmiert. Jobs wachsen dauerhaft nicht durch neue staatliche Regeln, sondern nur über mehr und besseres Wachstum. Eine Rückkehr zur Staatsgläubigkeit dagegen wird in der globalisierten Wirtschaft nicht viel helfen - im Gegenteil.
Der USA Bären-Thread Kicky
Kicky:

Mehr und mehr Schwellenländer kippen

11
02.11.08 10:02
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/331/316217/text/

....Lange Zeit schienen die Emerging Markets von der Finanzkrise, die die westliche Welt erschütterte, unberührt. Ihre Banken hatten kaum Geld in die zweifelhaften US-Hypothekenpapiere investiert.

Die Rohstoffländer kamen kaum nach mit dem Geldzählen - so hoch waren die Gewinne aus dem lukrativen Geschäft mit Öl, Gas und Erzen. China marschierte mit zweistelligen Wachstumsraten Richtung Weltspitze. Begeistert steckten Anleger Geld in Aktien aus fernen Ländern.

Aus und vorbei. In den vergangenen Tagen flohen Investoren aus den Schwellenländern. Die Aktienkurse in Russland, China, Brasilien und an vielen kleineren Börsenplätzen brachen seit Jahresbeginn um rund 70 Prozent ein. Zuletzt sackten auch die Kurse der Hochzinsanleihen aus Brasilien, der Türkei und anderen Staaten in den Keller. Denn das Risiko, dass zahlreiche Länder ihre Dollar- und Euro-Schulden nicht pünktlich zurückzahlen können, nahm sprunghaft zu. Auch die Währungen gerieten unter Druck. Und so türmen sich nach Jahren zweistelliger Gewinne in diesem Jahr bestürzende Verluste.
Zu den Einbußen am Aktien- und Anleihenmarkt addieren sich Kursabschläge der Währungen von bis zu 30 Prozent. Die Konsequenz: Bric-Fonds, die in Brasilien, Russland, Indien und China investieren, büßten seit Jahresbeginn zwischen 60 und 70 Prozent ein. Breiter aufgestellte Emerging-Markets-Fonds verloren rund 50 Prozent.

"Es ist der größte anzunehmende Unfall in den Emerging Markets", sagt Harwig Wild, Spezialist für Schwellenländer beim Bankhaus Metzler. Erinnerungen an die Asien-und Russlandkrise, die vor zehn Jahren die Anleger schockierte, werden wach. "Die Emerging Markets sind der nächste Dominostein, der fällt", glaubt Stephen Jen, der Chef-Währungsstratege von Morgan Stanley.

Noch beteuern Volkswirte, die Turbulenzen an den Finanzmärkten der Emerging Markets seien nicht gerechtfertigt. "Insbesondere die großen Länder wie China, Brasilien und Russland stehen heute viel besser da als vor zehn Jahren", sagt Thomas Gerhardt, Leiter des Emerging-Markets-Teams bei der DWS. "Sie haben Handelsbilanzüberschüsse und hohe Devisenreserven aufgebaut."

Gerhard ist überzeugt: "Wer jetzt in die Emerging Markets investiert, wird sich in fünf Jahren entspannt zurücklehnen und sagen: Das war ein richtig guter Einstiegszeitpunkt." Aber niemand solle darauf spekulieren, dass es kurzfristig nach oben gehe. Noch gebe es viele Anleger, vor allem Hedgefonds, die verkaufen müssten - und kaum KäuferEs könnte deshalb nicht mehr lange dauern, bis die ersten enttäuschten Anleger fragen, ob nicht die gefeierte Geschichte vom stetig wachsenden Wohlstand in den Emerging Markets reichlich übertrieben war. Schlimmer noch: Ob die schockierende Asienkrise des Jahr 1998 nur eine harmlose Episode war, verglichen mit dem, was der Welt jetzt bevorsteht: ein globaler Wirtschaftsabschwung, der nach den USA und Europa alle Schwellenländer erfasst - und nicht mehr auf einzelne Staaten begrenzt ist.....

die Prognosen könnten zu optimistisch sein. "Die Schwellenländer werden nur halb so schnell wachsen, wie viele derzeit glauben", sagt Jen. Emerging Markets bekommen von vielen Seiten Druck. Seit sich die Finanzkrise verschärft hat und die Währungen der Exportländer rapide an Wert verlieren, tun sich die Schuldner schwer, ihre Kredite zu bedienen.
Dabei macht es keinen Unterschied, ob es Privatleute sind wie die russischen Oligarchen, Banken, Firmen oder Staaten, die sich Geld geliehen haben. Seit dem Quasi-Staatsbankrott Islands und seiner Banken kommen viele Schwellenländer nur noch mühsam an Kapital - wenn überhaupt.

Immer öfter misslingt die Refinanzierung von fälligen Krediten, und es müssen die Devisenreserven der Zentralbank angezapft werden - oder wie im Fall der Ukraine und Ungarns gleich der IWF. "Die Liste derer, die beim Fonds Hilfe suchen, dürfte bald noch länger werden", sagt Wild.

Zudem belastet die erwartete Rezession in den Industrieländern die Emerging Markets doppelt: Erstens leiden Rohstoffexporteure wie Brasilien und Russland unter dem Verfall der Preise für Öl und Industriemetalle, die sich binnen weniger Wochen halbiert haben. Zweitens bricht vielen Ländern in Asien und Osteuropa, die Waren für den Westen produzieren, die Nachfrage weg.
Aber es trifft nicht alle im gleichen Maße.
Mit seinen Riesen-Devisenreserven ist China unter allen Schwellenländern am besten gewappnet gegen eine globale Rezession und Währungskrise. Viel schlimmer steht es um die üblichen Verdächtigen: Länder mit hohem Leistungsbilanzdefizit, unsoliden Staatsfinanzen oder schwachen Notenbanken wie die Türkei, Südafrika oder Argentinien, das vor dem Staatsbankrott steht.

Aber auch die südamerikanischen Schwergewichte Mexiko und Brasilien blieben nicht von den Turbulenzen verschont - ebenso wenig wie Russland und einige asiatische Länder. Hart hat es Südkorea getroffen, dessen Banken offenkundig nicht aus den Erfahrungen der Asienkrise gelernt haben. Dramatisch ist die Lage in Osteuropa, vor allem im Baltikum, wo das Wachstum der letzten Jahre stark kreditgetrieben war. Die Kapitalflucht dürfte anhalten - und die Probleme verschärfen.
Der USA Bären-Thread Katjuschov
Katjuschov:

Zu 32714/Wort zum Sonntag

16
02.11.08 10:36
Folgendes gehört zwar nicht unbedingt in den Bärenthread, könnte aber für manche Leser hier interessant sein. Ich gehe hier mal auf ein Thema ein das m.M. nach viele Anleger ignorieren. Der Informationsaufnahme.

Sehr interessant an dieser Diskussion finde ich die Körpersprache von Schiff und seinem Gegenüber.
Schiff sitzt absolut ruhig da. Das einzige was sich bei ihm bewegt während er redet ist der Mund. Ab und zu eine leichte Kopfbewegung. So redet jemand der weiß daß das was er redet Gewicht hat. Er sagt sein Ding und wenn jemand etwas anderes sagt dann bleibt er weiterhin absolut ruhig.
Ganz anders sein Gegenüber. Der muß seine Worte mit Händearbeit unterstützen. Zudem redet er zu schnell und unterbricht Schiff immer wieder. Auch lacht er überheblich (schlagende Argumente haben so etwas nicht nötig) über manche Äußerungen von Schiff. Weiterhin ist zu sehen daß er, kurz nachdem er anfängt zu reden, mit dem Kopf nach vorne geht und sein Gesicht einen aggressiven Ausdruck bekommt. Wenn Schiff redet zeigt seine Mimik an daß er sich den Worten Schiff`s sperrt. Schiff redet, er aber versucht zu überreden.

Dieses Interview ist wirklich ein Lehrbeispiel dafür daß der Kopf lügen/täuschen/sich selbst was vormachen kann. Der Körper aber "Klare Kante" spricht.

Videointerviews von Personen die meine Investments betreffen schaue ich mir oft erst mal ohne Ton an. Anschließend starte ich das Video und höre mit geschlossenen Augen/abgewandten Gesicht zu um mich nicht von Gesten und Mimik ablenken zu lassen.

Das wichtigste bei einem Interview sind die kritischen Fragen. Hier machen viele Anleger den Fehler daß sie nur darauf hoffen daß der Interviewte sagt was sie hören wollen. Aber gerade da muß man versuchen wertneutral zuzuhören.

Wenn eine unbequme Frage gestellt wird ist unbedingt darauf zu achten ob bei der Antwort dasselbe Gesprächsmuster wie bei den Antworten der vorherigen, "ungefährlicheren" Fragen beibehalten wird.
Ist die Tonlage der Stimme eine andere (höher,aggressiver)
Ist die Wortfrequenz erhöht (schnellere Wortwahl)

Ich gebe hier mal ein Beispiel anhand des Interviews von Martin Rüter von Conergy:
Da wird er im Laufe des Interviews gefragt: " Und sie schließen eine Gewinnwarnung aus?"
Seine Antwort:" Aktuell ja, weil wir sehen bla,bla,bla"

Im bla bla bla geht er auf die Zulieferer ein die natürlich pünktlich liefern müssen etc.

Alleine die Wortwahl war schon sehr vielsagend. Diese Wortwahl war nämlich die einzige Möglichkeit eine Gewinnwarnung zu verneinen und gleichzeitig bei einer dann doch eintreffenden Gewinnwarnung nicht als Lügner dazustehen. ( Die Gewinnwarnung kam einige Tage später)

Aber noch deutlicher war daß er die Worte "aktuell ja" schneller und mit einem Schuß Aggressivität gesprochen hat. Auch die anschließenden Worte unterscheiden sich durch eine größere Beflissenheit von seinen vorherigen Antworten.
Hier die Adresse:

www.brn-ag.de/vonuns_db2.htm

oben rechts Conergy eingeben und dann das Interview vom 09.10.07 anklicken.

Wünsche ein schöner WE
Der USA Bären-Thread NavigatorC
NavigatorC:

zu den geschenkpaketen

7
02.11.08 10:55
,den abzockmaschen und der plünderei der banker ein paar kommentare/analysen:

Paulson's Swindle Revealed By William Greider

October 29, 2008

The swindle of American taxpayers is proceeding more or less in broad daylight, as the unwitting voters are preoccupied with the national election. Treasury Secretary Hank Paulson agreed to invest $125 billion in the nine largest banks, including $10 billion for Goldman Sachs, his old firm. But, if you look more closely at Paulson's transaction, the taxpayers were taken for a ride--a very expensive ride. They paid $125 billion for bank stock that a private investor could purchase for $62.5 billion. That means half of the public's money was a straight-out gift to Wall Street, for which taxpayers got nothing in return.

www.thenation.com/doc/20081110/greider2

The Bush gang's parting gift: a final, frantic looting of public wealthThe US bail-out amounts to a strings-free, public-funded windfall for big business. Welcome to no-risk capitalism
In the final days of the election many Republicans seem to have given up the fight for power. But don't be fooled: that doesn't mean they are relaxing. If you want to see real Republican elbow grease, check out the energy going into chucking great chunks of the $700bn bail-out out the door. At a recent Senate banking committee hearing, the Republican Bob Corker was fixated on this task, and with a clear deadline in mind: inauguration. "How much of it do you think may be actually spent by January 20 or so?" Corker asked Neel Kashkari, the 35-year-old former banker in charge of the bail-out.

www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/oct/31/useconomy-banking

navigatorc
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noch was von hr. schiff

7
02.11.08 10:57
The Tales Get Taller
Peter Schiff
Nov 1, 2008

When inexplicable events perplexed our early forbears, village wise men concocted elaborate and colorful explanations to soothe the populace. Earthquakes, hailstorms, and solar eclipses were all ascribed to root causes that made sense to the villagers and increased the esteem of the story tellers. The recent, unexpected surge of the U.S. dollar has led many Wall Street witch doctors to conjure a series of logic-defying tales to give reason to what is surely the random scramble of a confused herd. Wall Street spun similar yarns during the dot.com and real estate bubbles as investors groped for reasons to justify sky high prices.

The recent surge, which has pushed the dollar up more than 30% against some currencies in recent months, is purely a short-term technical phenomenon. The move is caused by global investment deleveraging, in which major financial players are reversing (unwinding) risky trades and piling into what is erroneously perceived as the safest haven they can find. Increasingly, foreign assets, many of which had appreciated more than American assets, have been sold, and the proceeds stashed into U.S. Treasury bonds, which these investors believe to be the Fort Knox of finance. The cascade has caused momentum trades, margin calls, redemptions, and other factors having nothing to do with the underlying fundamentals of the dollar or the U.S. economy. In fact, all that has happened to the U.S. economy, and all that the government has done, and is likely to do, in their misguided attempts to contain the damage, is extremely bearish for the U.S. dollar.

Mesmerized by technical moves and oblivious as always to the fundamentals, the Wall Street brain trust has offered flimsy explanations. One popular rationale is that as bad as things are in the United States, they are even worse every place else. Still another is that since the U.S. was the first country into the crisis that we will be the first nation to come out. Still another is that since our government is acting more boldly than most to tackle the problems, our economy will not suffer as badly as others where governments have been slower to react and more timid in their responses. In addition, many still perceive the United States as the citadel of stability in a world of second-rate economies.

However, if we look beyond these "explanations," the fundamentals loom simple and irrefutable: American borrowers of all stripes cannot afford to repay the trillions of dollars we owe. Over the past decade, the vast majority of lending has come from abroad, and as Americans don't pay, the losses show up on foreign balance sheets. Since we blew most of the money we borrowed on consumption, we simply lack the industrial capacity to repay our debts without resorting to a printing press.

In bankruptcy, both the debtor and creditors are affected. However, while creditors take a financial hit, ramifications for debtors are typically more severe. Creditors are generally better prepared to absorb their losses. However, for bankrupt debtors usually much more substantial changes ensue.

Since America is the world's biggest debtor, with our IOUs broadly held by every creditor nation, the effects of our bankruptcy are being felt worldwide. However, while our creditors are suffering now, their pain will be temporary and relatively mild compared to what awaits Americans.

So while it may appear to some that things are worse abroad, that is only because the full extent of our problems has yet to be reckoned with. The main lesson our creditors will learn from this crisis is not to lend American consumers any more money. Once the lending stops, our "cart before the horse" borrow to spend economy will crumble. While the rest of the world absorbs their losses and moves on, we will be digging our way out of the rubble for years to come.

Earthquakes are caused by the fundamental shifts of tectonic plates beneath the Earth's surface. A similar move is underway in the global economy. Describing either event without a basic understanding of either geology or economics will simply result in a tale being told by an idiot.

navigatorc
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und hrn. walker

4
02.11.08 11:00
Call this a crisis? Just wait
Actually, don't wait, because we've got to stop a bigger economic disaster in the making: 78 million baby-boomers eligible for Social Security and Medicare.
By David M. Walker, former U.S. Comptroller General
Last Updated: October 30, 2008: 10:55 AM ET

(Fortune Magazine) -- Staring into the abyss always focuses the mind, which can help you avoid falling in. So let's take a look at the potential catastrophe that awaits us once we survive our current crisis.

At the dawn of the 21st century the U.S. had $5.7 trillion in total debt. As we approach the end of George W. Bush's presidency only eight years later, that sum has nearly doubled, thanks to war costs, tax cuts, spending increases, expanded entitlement programs, and now a welter of government bailouts and rescues.

This year was particularly bad. The federal budget deficit for fiscal 2008 hit $455 billion, up from $162 billion last year. That figure does not include the cost of the Emergency Economic Stabilization Act of 2008, which has an initial pricetag in the hundreds of billions of dollars. In fairness, some of that money presumably will come back to the Treasury, since the new rescue-related sums will be used to acquire preferred stock, mortgages, and other assets that someday could be sold at a profit.

Yet any such calculations are penny ante compared with the fiscal disaster that is bearing down on America. It's no longer an event in the misty future. It officially began earlier this year when teacher Kathleen Casey-Kirschling of Maryland became the first baby-boom retiree to collect Social Security benefits. She will be followed by about 78 million more boomers over the next 17 years.

The entitlements due from Social Security and Medicare present us with that frightening abyss. The costs of these current programs, along with other health-care costs, could bankrupt our country. The abyss offers no assets, troubled or otherwise, to help us cross it.

Yes, some have suggested less-than-revolutionary measures that could help. Among them: budget savings that would accrue from repealing the Bush-era tax cuts, ending the Iraq war, or expanding the economy after the current downturn runs its course. But even if the economy were to grow at the level of 3.2% a year, as it did in the 1990s, and these other savings were achieved, they wouldn't come close to addressing our federal financial problem.

Nor can we be complacent about timing. The costs of these programs start to threaten our solvency in the next several years. The only way to get across the chasm is to begin making tough choices now to change our current course. Delay will make the problem worse.

In fact, the deteriorating financial condition of our federal government in the face of skyrocketing health-care costs and the baby-boom retirement could fairly be described as a super-subprime crisis. It would certainly dwarf what we're seeing now.

The U.S. Government Accountability Office (GAO), noting that the federal balance sheet does not reflect the government's huge unfunded promises in our nation's social-insurance programs, estimated last year that the unfunded obligations for Medicare and Social Security alone totaled almost $41 trillion. That sum, equivalent to $352,000 per U.S. household, is the present-value shortfall between the growing cost of entitlements and the dedicated revenues intended to pay for them over the next 75 years.

Why call it a super-subprime crisis? Besides its gigantic scale, there are very disturbing similarities between the current mortgage-related crisis and our next potential disaster.

First, like the securitized investment vehicles that blew up, federal programs were launched without adequately thinking through who would bear the ultimate cost and related risk. Just as originators of mortgages let themselves off the hook by unloading packages of dubious loans onto others, lawmakers have increased spending, expanded entitlement programs, and cut taxes while expecting future generations to pay the bill.

Second, just as a lack of transparency associated with mortgage-backed securities resulted in big surprises and large losses for investors, our nation's huge off-balance-sheet obligations for Social Security and Medicare present a threat wrapped in camouflage. After all, the government's "trust funds" don't really provide much security since they don't hold anything but more government debt.

Third, in the same way that private sector "risk management" executives failed to prevent the subprime mortgage crisis, overseers in Congress and the executive branch have turned a blind eye to costs associated with entitlement programs and tax cuts. While lax regulation of banks fed the current subprime crisis, a lack of statutory budget controls has led to a widening gap between the government's revenues and costs.

At the heart of these problems is our leaders' collective failure to act in the face of known challenges. Our country has veered from its founding principles, which held to individual responsibility and accountability today in order to create more opportunity tomorrow. When our constitution was written, the concepts of thrift and prudence were no less at the center of the American spirit than liberty and justice.

money.cnn.com/2008/10/28/magazines/fortune/...ortune/index.htm

navigatorc
Der USA Bären-Thread NavigatorC
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Merk Economic Calendar:

2
02.11.08 11:03
Week Ahead in U.S. Financial Markets (November 3-7 2008)
By Joseph Brusuelas (Chief Economist)

Financial Markets Summary For The Week of November 3-7 2008

The first week of November will see another heavy week of data releases on the calendar that will feature the first significant look at the data from the real economy in October, when the credit markets seized up. The primary market-moving event will be the Friday publication of the October estimate of non-farm payrolls that we expect to contract by -225K. The week will kick off with the release of the October ISM survey of manufacturing conditions nationwide, total vehicle sales and the construction spending report for September. The following day will see the factory orders report for September published. Wednesday will see the ISM non-manufacturing survey released and Thursday will see the weekly jobless claims data and the Q3;08 non-farm productivity estimate announced. The week will conclude the release of pending home sales, consumer credit and wholesale inventories for September
www.merkfund.com/merk-perspective/...-calendar/2008-10-31.html

navigatorc
Der USA Bären-Thread wawidu
wawidu:

Fragen an eine Koryphäe

5
02.11.08 11:10
CNBC hat gestern ein Interview mit dem renommierten Ökonomieprofessor Ben Berschonke geführt.
Folgende Fragen wurden ihm vorgelegt:

1. Glauben Sie, dass die Leitzinssenkungen und die Rettungspakete der Regierungen die Wirtschaft schnell wieder ankurbeln werden?

2. Erwarten Sie an den Aktienmärkten eine Weihnachtsrallye?

3. Werden die Hauspreise in den USA und in Großbritannien bald einen Boden finden?

4. Wie ist Ihre Einschätzung für die Weltkonjunktur in 2009?

Antworten zu 1. bis 3. siehe Bild!

Der USA Bären-Thread 196720

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