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Der USA Bären-Thread


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Casaubon:

A propos Wein

7
21.10.08 12:55
habe mit Belustigung eben euren gestrigen Exkurs in die Önologie gelesen.
da ist mir wieder eingefallen, dass ich vor einiger Zeit mal einen Artikel gelesen hatte: einige Banken bunkern tatsächlich Wein als Investment. Haben neben ihrem Tresorraum  einen riesigen Weinkeller, wo sie erlesene Weine gewinnbringend horten. (Jedenfalls solange, wie nicht ein geschasster CEO mit Zweitschlüssel noch schnell vor der Räumung seines Büros eine kleine "Abschiedsfeier" organisiert ;-)

Und dann musste ich auch wieder an die italienischen Banken denken, die Parmesan (den echten: parmiggiano reggiano) ebenfalls als Geldquelle nutzen und lagern.

Buon appetito
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Casaubon:

Metro, ich bin ja gar nicht pessimistisch

4
21.10.08 13:01
wenn ich hier schreibe, in 200 Jahren (o. 100 o. 500 Jahren, who knows) könnte mandarin o. arabisch eine offizielle Amtssprache in Europa sein.
Hat nix mit Pessimismus zu tun. Ist nur eine nüchterne Feststellubng, resp. Hypothese. Im Hic et nunc stört mich das keiuneswegs.
Nichts darf als statisch angesehen werden, v.a. nicht die Geschichte der Menschheit, Evolution der Sprache und Demographie.
Es ist nämlich genau mit solchen Argumenten (die in-200-Jahre-mandarin-Sprachentheorie) mit welcher ich regelmässig Luxemburgisch- o. Deutsch- o. Französischtümmelnde vor den Kopf stosse.
Es ist einfach sinnlos, sich krampfhaft an etwas Geschichte festklammern zu wollen. Die Geschichte kriegt uns irgendwann alle. Früher oder später ;-)
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Casaubon:

PS: AL hätte eins auf dien Löffel verdient

4
21.10.08 13:03
schreibt der nicht tatsächlkich letzte Woiche, es sei eigentlich ein Glück, dass man VW nicht shorten könne ... Mon cul!

Wäre aber nicht eingestiegen ;-)

Gruss

Casaubon
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Anti Lemming:

Casa - man konnte Volkswagen teilweise nicht

5
21.10.08 13:09
direkt shorten, weil es keine Stücke zum Verleihen gab. Das machte auch den Kauf von OS schwierig (oft keine Angebote). Mit der Aussage, dass "man VW nicht shorten kann", war vor allem die "physische Unmöglichkeit" gemeint.

Auch wenn es mit vereinzelten OS doch möglich war, so blieb die Ungewissheit, wie lange Porsche sein Zwickmühlenspielchen noch weiter spielen kann. Hätte ebensogut auf 500 Euro steigen können. Und bei einem OS wettet man ja auch auf die Zeit...
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musicus1:

stimmt AL, ich bin in dem hier AA0PLK

6
21.10.08 13:28
kk1.65, da war vw über 400 , man schaue sich den spread an...casa , das ist ein tanz auf dem vilkan, bin spekulativ  mit ner kleinen posi drin....
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C_Profit:

Die impl. Vola

5
21.10.08 13:28
bei den Puts auf VW war auch extrem, schon von daher  nicht gerade Sinnvoll .
Absehbar war der rasante Kursverfall, zumindest auf den Zeitpunkt bezogen, auch nicht - allerdings geht es gerade dann steil Bergab, wenn sich keiner mehr traut, zu shorten.
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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Kicky:

für casaubon und die Franzosen hier:Börse

6
21.10.08 13:29
Alors, l’homme annonça qu’il achetait désormais les singes à 15$.
Les villageois recommencèrent a chasser les singes.

Mais bientôt le stock s’épuisa et les habitants du village retournèrent
à leurs occupations.

L’offre monta à 20$ et la population de singes devint si petite qu’il
devenait rare de voir un singe, encore plus d'en attraper un.

L’homme annonça alors qu’il achèterait les singes 50$ chacun.
Cependant, comme il devait aller en ville pour affaires, son
assistant s’occuperait des achats.

L’homme étant parti, son assistant rassembla les villageois et leur dit :
« Regardez ces cages avec tous ces singes que l’homme vous a achetés.
Je vous les vends 35$ pièce et lorsqu’il reviendra, vous pourrez les
lui revendre a 50$. »

Les villageois réunirent tout l’argent qu’ils avaient, certains vendirent
tout ce qu’ils possédaient, et achetèrent tous les singes.

La nuit venue, l’assistant disparut.
On ne le revit jamais, ni lui ni son patron, que des singes qui couraient
dans tous les sens.

Bienvenue dans le monde de la bourse !

hat mir meine Tochter aus Strasbourg geschickt zum Üben
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musicus1:

casa, gold unter 780.........

4
21.10.08 13:30
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relaxed:

#32007 Börse oder Französisch üben! ;-))

3
21.10.08 13:33
#32007 Börse oder Französisch üben! ;-))">
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Anti Lemming:

BayernLB braucht 3 bis 5 Mrd.

7
21.10.08 13:39
aus dem Bailout-Töpfchen.

www.handelsblatt.com/unternehmen/...milliarden-verlust;2068951
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saschapepper:

OPEC besorgt über weiteren Ölpreisverfall

7
21.10.08 13:43
Die OPEC beabsichtigt das Öl durch die Absenkung der Fördermenge um gut 85 Mio. Barrel täglich zu reduzieren. Denn die Volkswirtschaften der meisten OPEC-Mitgliedsländer, von Venezuela über Saudi-Arabien bis hin zu Algerien, sind von einem möglichst hohen Ölpreis abhängig. Daher kündigte OPEC-Präsident Chakib Khelil bereits an, dass das Kartell auf seiner Sondersitzung am kommenden Freitag eine empfindliche Förderkürzung beschließen wird. Je nachdem, wie hoch die Förder-Drosselung ausfällt, könnte dies spürbare Auswirkungen auf den Ölpreis haben.

Laut OPEC-Präsident Chakib Khelil wäre ein Ölpreisniveau zwischen 70 und 90 US-Dollar für alle Seiten am besten, wobei der Preis für den OPEC-Rohöl-Korb derzeit unter 65 USD je Barrel liegt. Khelil drängte daher die wichtigsten Nicht-OPEC-Produzenten wie Russland, Mexiko und Norwegen dazu, sich an der Produktionskürzung zu beteiligen. Ansonsten müsste die OPEC stärkere Opfer bringen, d.h. die Produktion noch stärker einschränken. Unterhalb von 70 US-Dollar würden Khelil zufolge viele internationale Ölprojekte aufgeschoben oder sogar eingestellt. Einige Länder wie Venezuela und der Iran benötigen zur Finanzierung ihrer immens gestiegenen Staatsausgaben einen deutlich höheren Ölpreis als noch vor einigen Jahren.

Der kritische Preis für diese Länder dürfte bei etwa 70 USD liegen, wenn man die jünsten Äußerungen aus diesen Ländern als Indiz nimmt. Sogar der russische Staatshaushalt sollte bei einem nachhaltigen Rutsch unter 70 USD laut Finanzministerium defizitär werden. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir davon ausgehen, dass der Ölpreis vom derzeitigen Niveau nicht mehr deutlich fallen wird, wobei eine kurzfristige Übertreibung nach unten wahrscheinlich ist. Wir haben unsere Ölpreisprognose aufgrund der Finanzmarktkrise und der Folgen für die Konjunktur und für das laufende Quartal auf durchschnittlich 75 USD angepasst.

Ich persönlich bin erstmal weiter short, soll die Opec doch machen.
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wawidu:

VW Stämme

10
21.10.08 14:09
Ihr erinnert euch vielleicht an mein Posting vom 07.10., in dem ich mitgeteilt habe, ich sei auf die Stämme bei einem Stand von 410 über WKN LS3W52 zu 0,75 € short gegangen. Am gleichen Tag habe ich 70 % der Posi wieder zu 1,70 € abgestoßen. Letzten Donnerstag habe ich in den Anstieg hinein ebenfalls bei 410 mit dem gleichen Schein wieder aufgestockt. Allerdings kostete er da 0,95 €. Aktuell steht der Spread bei 2,50 : 3,05. Das ist zwar enorm, doch was soll´s. Damit muss man in diesen volatilen Zeiten halt leben.
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 194207
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jungchen:

Banks sitting on Bail-Out Cash

12
21.10.08 15:06
Despite signs that the credit markets may be thawing, don't expect
banks to start handing out loans to Main Street -- at least not to
anyone who needs them, Andrew Ross Sorkin says in his latest DealBook
column in The New York Times.

The dirty little secret of Henry M. Paulson's $250 billion give-away to
nine U.S. banks, Mr. Sorkin says, is that those banks are doing exactly
what everyone else is doing with their cash these days: sitting on it.

"It doesn't matter how much Hank Paulson gives us," an influential
senior official at a big bank that received money from the government
told Mr. Sorkin. "No one is going to lend a nickel until the economy
turns."

Go to Article from The New York Times:
www.nytimes.com/2008/10/21/business/21sorkin.html?dlbk

Read More
dealbook.blogs.nytimes.com/?p=27533&dlbk&emc=dlbk
Ich brauche einen Balkon - damit ich zum Volk sprechen kann.
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wawidu:

@perma - # 31998 - USD

9
21.10.08 16:33
Der USD Index hat aktuell den letzten Downswing zu rd. 50 % korrigiert. RSI 21 und CCI 100 lassen deutliche Divergenzen zur Preiskurve erkennen.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 194244
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C_Profit:

VW - hohe Spreads bei Puts?

8
21.10.08 16:44
dann schaut euch mal die Calls von GS an...
(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 194246
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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NavigatorC:

weiterer industriebereich vor verstaatlichung

10
21.10.08 17:09
Mit Wirkung zum 20. Oktober 2008 hebt Euler Hermes alle bestehenden Limite auf General Motors und Ford auf. Davon betroffen sind alle Gesellschaften der beiden Gruppen einschließlich Adam Opel GmbH und Ford Werke GmbH.

Die Situation sowohl bei GM, als auch bei Ford hat sich erheblich verschlechtert:

Die Absatzzahlen im 3 Quartal 2008 sind massiv eingebrochen. Beide Konzerne verbrauchen pro Monat circa. 1.000 Mio. USD an Liquidität. Die Ratingagenturen haben weitere Herabstufungen vorgenommen und mit einem negativem Ausblick versehen. Die aktuelle Finanzkrise hat die Situation weiter verschärft, was sich unter Anderem in weiteren Umsatzrückgängen und deutlich höheren Finanzierungskosten bemerkbar macht.
www.hrp-team.de/php/ausgabe.php?menu=&aktuellinhalt=740

navigatorc
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Kicky:

die Rache der SIVs: MMIFFY SIVs

3
21.10.08 17:25
ftalphaville.ft.com/blog/2008/10/21/17276/revenge-of-the-siv/
www.bloomberg.com/apps/...20601087&sid=aoyg2DSy3QVo&refer=home
Oct. 21 (Bloomberg) -- The Federal Reserve will help finance purchases of up to $600 billion in assets from money- market mutual funds roiled by redemptions from investors seeking the safety of government debt. .....
www.federalreserve.gov/newsevents/press/...etary20081021a1.pdf  Money Market Investor Funding Facility MMIFF
The MMIFF is intended to help restore liquidity to the money markets. The MMIFF will be a credit facility provided by the Federal Reserve to a series of special purpose vehicles established by the private sector (PSPVs) in accordance with the terms described below. Each PSPV will purchase eligible money market instruments from eligible investors using financing from the MMIFF and from the issuance of asset-backed commercial paper (ABCP). The MMIFF is authorized under section 13(3) of the Federal Reserve Act.

Forget the “MMIFF”, this is the return - the revenge - of the SIV.

The “private” in “private special purpose vehicles” being “bank”.

To boil the proposals down: the Fed is going to provide senior funding so that banks can reincarnate the SIV and then use said reincarnations to bail out money market funds. A goal the SIVs will achieve by buying assets from the funds. Assets like bank commercial paper.

Banks running funds buying bank debt.
What a strange circle. Sounds familiar.

It gets stranger. Not only will the new mmiffy SIVs be buying CP, they’ll also be doing so by issuing CP. Is it fair to call this ABCP? Perhaps instead CPCP. Stranger still, MM funds selling assets to the SIVs will be forced to buy a portion of the short-term paper issued by the SIVs to buy those assets in the first place:

The PSPV will issue to the seller of the eligible asset ABCP equal to 10 percent of the asset’s purchase price.

Cannibal funding.

Still with us?

Meanwhile, the New York Fed will backstop the new SIVs:

The Federal Reserve Bank of New York (FRBNY) will commit to lend to each PSPV 90 percent of the purchase price of each eligible asset until the maturity of the asset. The FRBNY loans will be on an overnight basis and at the primary credit rate. The loans will be senior to the ABCP, with recourse to the PSPV, and secured by all the assets of the PSPV.

Product of one final stroke of genius: Wanting, presumably, to replicate the inglorious halcyon days of the SIV in all their August-’07 glory, the Fed has written into the scheme a couple of potential collapse triggers:

If the debt instruments of a financial institution held by a PSPV are no longer eligible assets due to a short-term debt rating downgrade, the PSPV must cease all asset purchases until all of the PSPV’s assets issued by that financial institution have matured.

Upon a default of any asset held by a PSPV, the PSPV must cease all asset purchases and repayments on outstanding ABCP. Proceeds from maturation of the PSPV’s assets will be used to repay the FRBNY and, upon maturation of all assets in the PSPV, any remaining available cash will then be used to repay principal and interest on the ABCP.
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Kicky:

Meltdown IV

9
21.10.08 17:36
robertreich.blogspot.com/2008/10/meltdown-part-iv.html
The Dow is see-sawing but the reality is that the Bailout of All Bailouts isn't working. Credit markets are largely still frozen. Despite all the money going directly to the big banks, despite all the government guarantees and loans and special tax breaks, despite the shot-gun weddings and bank mergers, despite the willingness of the Treasury and the Fed to do almost whatever the banks have asked, the reality is that credit is not flowing. It's not flowing to distressed homeowners. It's not flowing to small businesses. It's not flowing to would-be homeowners with good credit ratings. Students are having a harder time borrowing for their tuition. Auto loans are drying up.

Why? Because the underlying problem isn't a liquidity problem. As I've noted elsewhere, the problem is that lenders and investors don't trust they'll get their money back because no one trusts that the numbers that purport to value securities are anything but wishful thinking. The trouble, in a nutshell, is that the financial entrepreneurship of recent years -- the derivatives, credit default swaps, collateralized debt instruments, and so on -- has undermined all notion of true value.
Many of these fancy instruments became popular over recent years precisely because they circumvented financial regulations, especially rules on banks' capital adequacy. Big banks created all these off-balance-sheet vehicles because they allowed the big banks to carry less capital.


Paulson is recapitalizing the banks -- giving them money directly rather than relying on reverse auctions -- largely because he's come to understand that the banks have taken on so much debt that the reverse auction system he told Congress he would use(designed to place a market value on these fancy-dance instruments) will leave too many banks insolvent.

But pouring money into these banks, expecting they'll turn around and lend to small businesses and Main Streets, is like pouring water into a dry sponge. Nothing will come out of it because Wall Street is so deep in debt that the banks are using the extra money to improve their balance sheets. They're hoarding it because their true balance sheets -- considering the off-balance sheet vehicles they created over the past several years -- are in such rotten shape.

In other words, taxpayers are financing a massive effort to save Wall Street's balance sheets from Wall Street's previous off-balance-sheet excesses. It won't work. It can't work. The entire effort is merely saving the asses of lots of executives and traders who got us into this mess in the first place, and whose asses should not be saved at taxpayer risk and expense.

What to do? Immediately require the Treasury to stop the broad Wall Street recapitalization, and require Wall Street to lend the money directly to Main Street. At the same time, force Wall Street to write down its true balance sheets: Let the executives and traders take the hit. Let their shareholders and even their creditors take the hit for Wall Street's collosal irresponsibility. This is the only true way to restore trust. It's also the only way to save Main Street's small businesses, homeowners, students, and everyone else.
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Kicky:

Sarkozy will Schlüsselindustrien teilverstaatliche

8
21.10.08 17:40
newsticker.sueddeutsche.de/list/id/215284
Straßburg (dpa) - EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy hat angesichts der Finanzkrise eine Beteiligung des Staates zum Schutz von Schlüsselindustrien vorgeschlagen.

Die EU-Mitgliedsländer könnten staatliche Investitionsfonds gründen, die Aktien von Unternehmen kauften, deren Kurse in den Keller gesunken seien, sagte der französische Staatspräsident am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg. Damit sollten die europäischen Industrien geschützt werden. Verhindert werden müsse, dass Drittländern Unternehmen aufkauften. Sarkozy betonte: «Ich möchte nicht, dass die europäischen Bürger in einigen Monaten aufwachen und entdecken, dass die europäischen Gesellschaften nicht-europäischen Hauptstädten gehören.»

Später könnten die Fonds ihre Anteile mit Gewinn wieder verkaufen. Angesichts der Hilfe der USA von 25 Milliarden Dollar für drei Autohersteller könnten auch die EU-Länder ihre Autoindustrie stützen, um schwere Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sagte Sarkozy. .......
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NavigatorC:

bayernlb 1,7 mrd. € in island versenkt

13
21.10.08 18:05
BayernLB
Nächstes Ungemach droht aus Island
Die BayernLB steht vor ihrem nächsten Desaster. Die Landesbank hat sich offenbar mit 1,7 Milliarden Euro im hoch verschuldeten Island engagiert. Nicht nur deswegen droht in diesem Jahr dem Kreditinstitut ein Milliardenverlust. Das Rettungspaket der Bundesregierung soll helfen

www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/...nd_aid_342460.html

navigatorc
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NavigatorC:

blasenpumpen schaltet in den nächsten gang

5
21.10.08 18:38
AP
Fed makes new move to help bust credit logjam
Tuesday October 21, 12:00 pm ET
By Martin Crutsinger and Jeannine Aversa, AP Economics Writers  
Fed announces new plan to help money market funds, thaw frozen credit

WASHINGTON (AP) -- The Federal Reserve on Tuesday introduced a new program to finance the purchases of assets from money market mutual funds as the government continued to search for ways to battle a severe credit crisis.
The short-term debt markets have been under considerable strain in recent weeks as money market mutual funds and other investors have had difficulty selling assets to satisfy redemption requests," the Fed said in an announcement of its new effort.

JPMorgan Chase & Co. was chosen to run five special funds that will buy certificates of deposit, bank notes and commercial paper from money market mutual funds. The Fed will lend up to $540 billion to the five funds to support the effort.
biz.yahoo.com/ap/081021/financial_meltdown.html
navigatorc
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Malko07:

Als Deutschlands Banker Demut lernten

17
21.10.08 19:21

Als Deutschlands Banker Demut lernten

Banker am Ende? Der Staat als Retter? Alles schon gehabt. In Beinahe wäre alles kollabiert. 1931 regierte in Deutschlands Finanzwelt die Panik: Die Dresdner Bank und andere Geldgiganten standen kurz vor dem Ende, die Regierung schritt ein, verstaatlichte Banken - und schmiss im großen Stil Vorstände raus. Davon kann die Politik noch heute lernen.

Von Michael Heim

Die Regierung in Berlin war außer sich über die Manager der deutschen Banken. Von "Persönlichkeiten, die mit dem Odium der Fehlschläge belastet sind", sprach der wütende Kanzler und verlangte, sie sollten "soweit eliminiert werden, wie es mit Rücksicht auf die Kontinuität der technischen Gesamtführung irgend möglich ist". Eliminiert: Das war auch im Februar 1932 schon ein sehr hässliches Wort.
 


In den Vorstandsetagen der deutschen Großbanken konnte man über diesen Wutanfall kaum mit einem Schulterzucken hinweggehen. Das Wort des Reichskanzlers hatte dort mehr Gewicht als jemals zuvor: Eine Krise ungekannten Ausmaßes hatte 1931 das Bankwesen erfasst. Nur mit einer dramatischen Rettungsaktion der Regierung wurde es vor dem Untergang bewahrt. Nun hatten auch in der Finanzwelt Politiker die Hosen an: Im Gegenzug für Finanzspritzen, die die Geldhäuser dringend benötigten, erwarb der Staat Beteiligungen. Die Dresdner Bank gehörte ihm schließlich zu 90 Prozent, die Commerz- und Privatbank zu 70 Prozent, und selbst der Platzhirsch, die Deutsche Bank, hatte sich zu einem Drittel in die Hände des Staates begeben müssen.
 
Der machte von seinem neuen Einfluss energisch Gebrauch. Banken wurden nach dem Willen der Regierung saniert, bei Bedarf per Dekret zur Fusion mit einem Konkurrenten gezwungen. Es wurde persönlich. "Auf eines", befand Reichskanzler Heinrich Brüning, "wird der Durchschnittskunde der Banken bei der Höhe der Verluste bestimmt schließen, nämlich auf die Fähigkeit oder Unfähigkeit der Bankleitung". In den Chefetagen wurde ausgefegt: Ein Drittel der Deutsche-Bank-Vorstände musste gehen, bei der Commerzbank die Hälfte. Bei der Dresdner Bank durfte nur einer noch bleiben.
 
Hiobsbotschaft aus Österreich
 
Mit dem Rausschmiss bekamen die Banker die Rechnung präsentiert - für ihr Finanzgebaren und das wirtschaftliche Chaos, in das sie sich bis zum Hals verstrickt hatten. 1931 befand man sich gerade mitten in einer scharfen Rezession, die später als Weltwirtschaftskrise in die Geschichte eingehen sollte. Der Abschwung hatte mit dem Börsencrash an der Wall Street spektakulär begonnen und sich - gefördert von einem starren Währungssystem und verfehlter Politik - rasch global ausgebreitet. Inmitten dieser ohnehin prekären Situation erschütterte eine Hiobsbotschaft aus Österreich die Bankenwelt. Die Creditanstalt - die größte Bank des Landes und zugleich eine gigantische Holding mit umfangreichem Aktienbesitz - war pleite. Durch direkte und indirekte Beteiligungen hatte sie 60 Prozent der österreichischen Industrie kontrolliert.
 
Die Nachricht vom unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch der Creditanstalt wurde zur Wasserscheide: Ab jetzt regierte die Panik. Die österreichischen Banken wurden von verängstigten Sparern gestürmt. Die Nerven von Anlegern und Investoren lagen blank, und das nicht nur in Österreich. Denn die Schwächen des Banksystems, die der Creditanstalt zum Verhängnis geworden waren, ließen sich in anderen europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, nur zu leicht wiedererkennen.
 
Anders als im angelsächsischen Raum pflegten die Bankiers in Mittel- und Osteuropa, unklugerweise, enge Beziehungen zur Industrie: über langfristig vergebene Kredite und Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien. Beides hatte seine Tücken. An die Kredite kam eine Bank, sollte sie plötzlich Geld brauchen, aufgrund der langen Laufzeiten nicht wieder heran. Und Aktien waren in einer allgemeinen Wirtschaftskrise nicht mehr viel wert. Unternehmensbeteiligungen lasteten wie Blei auf den Bilanzen der Banken.
 
Vollständig zum Verhängnis wurde der deutschen Bankwirtschaft aber ihre Abhängigkeit vom Ausland. Dort hatte sie sich mit dem Kapital versorgt, das sie an Handel und Industrie verlieh. Das war verlockend, denn in Deutschland selbst war Kapital knapp: All das, was Sparer mühsam angesammelt hatten, hatte die Hyperinflation von 1923 wertlos gemacht. Danach war den Deutschen die Lust am Sparen auf Jahre vergangen. Zwar sprang nun das Ausland ein und füllte den Banken die Kassen, doch die Erinnerung an das Chaos der Inflation war auch bei den ausländischen Geldgebern nicht verblasst: Sie blieben vorsichtig und vergaben vor allem kurzfristige, schnell rückholbare Kredite nach Deutschland. Damit war im Krisenfall der Notausgang nicht weit.
 
Der große Krach
 
Viel hing also vom Vertrauen des Auslands ab. Und das war ein zartes Pflänzchen. Schon im September 1930, als sich bei der Reichstagswahl die Stimmen der Nationalsozialisten verzehnfacht hatten, begannen Investoren - beunruhigt über politische Instabilität -, Kapital aus Deutschland abzuziehen. Die Lage verschlimmerte sich, als renommierte Konzerne ins Trudeln kamen: Im Mai 1931, gerade als in Österreich die Krise um die Creditanstalt für Panik zu sorgen begann, wurde ruchbar, dass Karstadt in Schwierigkeiten steckte und die bekannte Nordstern-Versicherung auch. Karstadt war gerade dabei, rasch zu expandieren, und finanzierte diese Expansion mit Hilfe von Krediten: Ausländische Gläubiger fragten sich besorgt, wie sicher die Banken noch waren, die Karstadt geliehen hatten.
 
Politische Entwicklungen verschreckten sie noch weiter: Eine Erklärung von Reichskanzler Brüning, der im Poker um die Zahlung von Kriegsreparationen die Möglichkeit eines deutschen Staatsbankrotts andeutete, heizte Anfang Juni die gefährlichen Kapitalabflüsse ins Ausland an.
 
Für den großen Krach fehlte nur noch der Anlass. Den lieferte eine windige Bremer Firma namens Nordwolle – und ihr Partner, die Danatbank, die ihr im großen Stil geliehen hatte. Die Danatbank verkörperte die aggressive Bankstrategie, den harten Konkurrenzkampf im Bankwesen: Noch offensiver als ihre Konkurrenten hatte sie Marktanteile erobert und dabei auch hohe Risiken nicht gescheut – egal ob umfangreiche Kredite aus dem Ausland oder fragwürdige Investments. Die mit ihr verbandelte Nordwolle war ein solches. Sie setzte ebenfalls ganz auf Risiko, kaufte mit dem Geld der Danatbank umfangreiche Bestände an Wolle und wartete darauf, dass der Preis stieg. Der Wollpreis fiel, das Geld war weg, man wurde kreativ: Nordwolle hübschte die Bilanz auf. Lange ging das nicht gut.
 
Die Danatbank wurde vom Kollaps der Nordwolle kalt erwischt. In der Öffentlichkeit machten erste Gerüchte die Runde, dass eine deutsche Bank in Schwierigkeiten sei. Als der Name der Danatbank fiel, brach der Sturm los. Binnen weniger Tage musste die Bank aufgeben: Am Montag, den 13. Juli, blieben ihre Schalter zu. Am vorausgegangenen Wochenende hatten hektische Krisengespräche zwischen führenden Branchenvertretern und der Reichsregierung ein heilloses Chaos unter den Banken offenbart. Die Dresdner Bank etwa, die ebenfalls mit Krediten für die Nordwolle schwer belastet war, behauptete noch am Samstag, nicht in Gefahr zu sein – drei Tage später war sie am Ende. Misstrauen und Konkurrenzdenken unter den Bankern verhinderten gemeinsame Gegenmaßnahmen.
 
Stattdessen war es die Reichsregierung, die nun die Notbremse zog. Als am Montag die Banken öffneten - bis auf eine - und schon nach wenigen Stunden dem Andrang panischer Sparer nicht mehr gewachsen waren, erklärte die Regierung die folgenden zwei Tage zu "Bankfeiertagen"; sämtliche Geldinstitute blieben geschlossen. Danach wurden Abhebungen zunächst nur für dringlichste Geschäfte zugelassen, etwa für die Zahlung von Gehältern. Die Atempause nutzte man, um die am meisten gefährdeten Banken mit Geld zu versorgen. Die Stunde des Staates war gekommen.
 
Der Preis des Staatseingriffs
 
Der Staat nutzte seine Chance, nicht immer zur Freude der Banker. Wilden Protest erntete der Beschluss der Reichsregierung, Kredite für die geplagte Wirtschaft billiger zu machen und per Dekret die Verzinsung laufender Anleihen zu reduzieren. In seinen Einnahmen getroffen, empörte sich der Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiersgewerbes über "die denkbar größte Missachtung" von Privateigentum und sah das Vertrauen in die Wirtschaft "durch extreme Forderungen radikaler Parteien längst nicht so sehr untergraben" wie durch einen solchen Eingriff. Ebenfalls wenig erbaut zeigte sich die Finanzwelt über schärfere Kontrollen. Doch die Regierung wollte die Banken, auch die ohne Staatsbeteiligung, nicht länger sich selbst überlassen und richtete erstmals eine Bankenaufsicht ein. Mit dem Recht, jederzeit die Bücher zu prüfen und an Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat teilzunehmen, sah jetzt der neue "Reichskommissar für das Bankgewerbe" der Branche auf die Finger.
 
Dem Staat gelang es, mit großangelegten Interventionen - von der Übernahme großer Banken über Umstrukturierungen bis hin zu flankierenden Aufsichtsmaßnahmen - den Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Einem der Akteure jedoch kam das ganz und gar nicht zugute: der Regierung. Gewerkschaften und Kommunisten wetterten gegen die "Sozialisierung der Verluste". Von der Wirtschaftskrise gebeutelt, waren antikapitalistische Reflexe in der Bevölkerung bereits die Norm: Dass das Kabinett sich scheinbar vor allem für das Großkapital, die unpopulären Banken in die Bresche warf, brachte ihm keine Sympathiepunkte ein. Und die, denen die Regierung in der Krise zu Hilfe gekommen war? Fühlten sich durch staatliche Eingriffe und Kontrollen "in ihrem Berufsempfinden verletzt". Die Finanzwelt rückte von Reichskanzler Brüning ab.
 
Dennoch: Die Banken kamen an die Leine, die Zeit selbstgewisser, hochfliegender Bankiers war vorerst vorbei. "Diese Kreditinstitute", mahnte der Finanzpolitiker Bernhard Dernburg, "müssen bei richtigem Funktionieren dienende Glieder der Gesamtwirtschaft sein und nicht, wie heute, herrschende". Nach der Krise von 1931 backte die Branche kleine Brötchen – eine Weile zumindest.

einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a2974/l5/l0/F.html#featuredEntry

 

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musicus1:

SArkozy hat wohl von putin und seinen

8
21.10.08 19:26
getreuen gelernt..., na denn....
Antworten
wawidu:

@navigator - # 32021

9
21.10.08 19:38
"... JPMorgan Chase & Co. was chosen to run five special funds that will buy certificates of deposit, bank notes and commercial paper from money market mutual funds. The Fed will lend up to $540 billion to the five funds to support the effort."

Da macht man den Bock zum Gärtner. Im übrigen hat die Fed gar keine 540 Mrd. mehr. Das "Tafelsilber" der Fed, SOMA, besteht aus US-Schatzwechseln, also Schuldtiteln der Regierung, die nicht so einfach zu "versilbern" sind. Ich bin gespannt, wie lange dieses "Bäumchen-wechsel-dich-Spiel" noch weitergehen kann. Hier werden doch einfach Schulden aus aktuellen Töpfen in neue Töpfe umgelagert, ohne dass sich irgend etwas grundlegend ändert. Doch - etwas dürfte sich ändern: JPM, neben GS das schillerndste Bankhaus, wird sich bei dem Deal garantiert gesund stoßen.
Antworten
Malko07:

Nein musicus1, das ist eine

4
21.10.08 19:42
Jahrhunderte lange Tradition.

Der USA Bären-Thread 4862246upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/...0px-Colbert1666.jpg" style="max-width:560px" >
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