Du fragst Dich, warum Dein HS überhaupt funktioniert.
Und ich glaube, ich kann es erklären, zumindest einer Erklärung annähern. Du analysierst einen gewissen Zeitraum, erkennst Muster und überträgst diese auf die Zukunft. Und das Warten auf ein Signal verhindert, dass Du Dich von jedem Zucken verunsichern lässt, sondern aus der Ex-post-Betrachtung hast Du versucht, dass nur „starke“ Signale erzeugt/beachtet werden.
Und mal ehrlich, Kurse verhalten sich sehr langweilig – hier als Beispiel mal EUR/USD. Bewusst keine Einzelwert, da kann es zu keine überraschenden Ereignissen kommen (Gewinnwarnungen, Fusionen etc.). Mit nur vier Linien kann man den Kursverlauf erschreckend gut über einen Zeitraum von fünf Jahren beschreiben.
D.h. die Kursentwicklung morgen ist genauso wie die Kursentwicklung gestern. Wenn ein Wetterfrosch sagt, dass das Wetter heute so wird, wie es gestern war, hat er glaube ich auch in 80% der Fälle recht.
Bezogen auf das beschriebene Währungspaar könne man ein einfaches HS aus dem Aaron und dem EMA 50 basteln: Indikator und Filter und das Ding wird einen nicht mit überaus vielen Signalen nerven und auch keine hohen Transaktionskosten verursachen.
Letztlich ist ein HS ein Plädoyer für eine Entschleunigung, ein Denken und Handeln in größeren Bahnen. Und hier gibt es wiederum eine Verbindung zu einem langfristigen, eher strategischen Investieren, was sich auch an langen Wellen orientiert. So war mir bei Beginn der BP-Sauerei klar, dass das (a) zu eher schlechten Bewertungen von Öl-Gesellschaften und (b) zu langfristig steigenden Energiekosten führen wird.
(Verkleinert auf 47%)

