Die Palantir-Rallye ist noch lange nicht vorbei

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Palantir Technologies Hauptsitz Campus Außenansicht im Silicon Valley, Kalifornien. (2019)
©iStock
Citi traut Palantir trotz der bereits starken Rallye weiteres Aufwärtspotenzial zu, gestützt durch die steigende KI-Nachfrage und der wachsenden Verteidigungsausgaben.
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Die spektakuläre Kursrallye von Palantir Technologies hat nach Ansicht von Citigroup ihr Ende noch nicht erreicht. Trotz eines Anstiegs von 164 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate sieht die US-Bank weiteres erhebliches Aufwärtspotenzial – getragen von einer beschleunigten Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz in der Privatwirtschaft und deutlich steigenden staatlichen Verteidigungsausgaben.

Citi stufte den Datenanalyse- und Softwareanbieter von "Neutral" auf "Kaufen" hoch. Gleichzeitig erhöhte Analyst Tyler Radke das Kursziel von 210 auf 235 US-Dollar. Das entspricht einem Potenzial von rund 32 Prozent.

"Superzyklus" für Wachstum rückt näher

Radke begründet die Neubewertung mit einer Kombination aus dynamischer Umsatzbeschleunigung und außergewöhnlicher Margenentwicklung. Palantir habe in den vergangenen Jahren "spektakuläre Renditen" erzielt, angetrieben durch "aggressive Wachstumsbeschleunigung und ebenso beeindruckende Margenausweitung", schrieb der Analyst. Zwar habe die Aktie in den vergangenen Monaten eine Verschnaufpause eingelegt, doch genau darin sieht Citi eine Einstiegschance.

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Unternehmen erhöhen KI-Budgets deutlich

Im Fokus steht vor allem die US-Kommerzialsparte von Palantir, die laut Citi "in Flammen steht". Gespräche mit CIOs und Branchenvertretern deuteten darauf hin, dass Budgets für Künstliche Intelligenz im Unternehmensumfeld kräftig steigen. Gleichzeitig nehme die Zahl der Anwendungsfälle deutlich zu – insbesondere im Bereich sogenannter agentischer KI-Anwendungen, die eigenständig Aufgaben im Auftrag von Nutzern ausführen können.

Diese Dynamik könnte das Wachstum erneut beschleunigen. Bereits im dritten Quartal war der Umsatz im Jahresvergleich um 63 Prozent gestiegen, getragen vor allem vom US-Geschäft mit Unternehmenskunden.

Umsatzsprung von bis zu 80 Prozent möglich

Für 2026 skizziert Citi sogar ein optimistisches Szenario, in dem das Gesamtumsatzwachstum auf 70 bis 80 Prozent klettern könnte. Grundlage dafür seien unter anderem anhaltende dreistellige Wachstumsraten beim sogenannten "Remaining Deal Value" im US-Kommerzgeschäft – ein Indikator für künftige Auftragserweiterungen. Dieses Momentum könne sich in den kommenden Quartalen als stärkerer Rückenwind für die Umsätze erweisen als bislang erwartet.

Verteidigungsausgaben als zweiter Wachstumstreiber

Neben der Privatwirtschaft rücken staatliche Auftraggeber zunehmend in den Mittelpunkt der Investmentthese. Radke verweist auf eine "erneuerte Dringlichkeit" bei Regierungen in den USA und Westeuropa, ihre Technologie zu modernisieren. Steigende Verteidigungsbudgets, Initiativen der NATO und der Europäischen Union sowie ein strukturell höheres Ausgabenniveau der Verbündeten sprächen für anhaltendes Wachstum im Regierungssegment.

Für 2026 erwartet Citi hier ein Umsatzwachstum von 51 Prozent im Jahresvergleich.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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