Habe mich gerade vor den Rechner gesetzt und lese Deine Zeilen.
Da gehe ich mit einigem nicht konform und um es klar auszudrücken, ich bin kein Amerikafeind, nie gewesen.
Auch da, brösele ich mal einiges auf was Du geschrieben hast.
Die Pearl Harbor Krise ist das beste Beispiel einer sagenhaft verlogenen Politik, die schon früh in den USA ihren Anfang nahm, dies geschieht auch anderswo, nur die USA spielen sich sehr gerne als freies Land auf, daß andere rettet, bei Pearl Harbor wurde jahrzehntelang die Mär erzählt, der Angriff käme völlig überaschend.
Heute weiß man, daß dem nicht so war. Die US Regierung wußte Bescheid, allerdings war die Bevölkerung nicht bereit in einen Krieg gegen Nazideutschland zu ziehen, man benötigte eine moralische Rechtfertigung und hat Pearl Harbor bewußt zugelassen, um diese Rechtfertigung zu erhalten.
Gehen wir weiter über die wirtschaftlichen Vorteile in den USA, die Firma American Oil, kannst Du gern mal nachlesen, wer die seinerzeit besessen hat, ist sehr interessant, hat an Nazideutschland Produnkte geliefert, ohne die Nazideutschland nicht in der Lage gewesen wäre, die raschen militärischen Erfolge zu erzielen. Hitler ist nur mit Großindustriellen auf seiner Seite groß geworden und hat mit seinen Raubzügen dem Mittelstand Wohlstand vermittelt, daß war der Kern seiner Macht und die Menschen haben nach den Wirtschaftskrisen das gerne angenommen, die Großindustriellen kamen auch aus dem Ausland.
Die Treibstoffzusätze stellten für die Luftwaffe einen wichtigen taktischen Vorteil dar, ohne diese Zusätze wären deutsche Flugzeuge nicht in der Lage gewesen, Luftkämpfe zu gewinnen.
Du hast natürlich Recht, die Amerikaner haben sich immer wieder berappelt, nur erlaubt sei die moralische Komponente, wenn wir als Deutsche mit unserer Vergangenheit konfrontiert werden und das zu Recht, sollte das auch bei anderen so sein.
Dann schreibst Du Vietnam, daß ist auch wieder interessant, denn genau die selbe Firma hat an die gegnerische Armee Öl geliefert. Überraschung, wieder die gleichen Nutznießer, wieder die gleichen Gewinner und die Verlierer? So wie heute eine sozial schwache Schicht, die ihr Leben auf dem Schlachtfeld ließ und wo die Rückkehrer traumatisiert geächtet wurden.
Auch wieder korrekt, sie haben sich berappelt. Naja....erneut ganz klar auf Kosten Schwächerer zugunsten einiger Weniger.
Crash der Techblase, daß kennen wir noch, ist genug drüber geschrieben worden.
Reagan´s Zeiten, sehe ich nicht als große Krise.
11.09. Da sieht es anders aus, denn es war definitv keine Krise. Die politischen Umstände und Ausgangslagen, muß man nicht drüber diskutieren. Wirtschaftlich war es keine Krise, ein Schock, aber keine Krise, denn der Grundstein der wirklichen Krise wurde ja bereits durch die Notenbankpolitik gelegt.
11.09.1973, daß war eine Krise, nur aber nicht beachtet von den meisten, aber egal.
Die heutige Situation ist auch viel beschrieben, ich habe gestern dazu genug geschrieben. Ich habe eine klare Meinung zu Obama und die ist völlig konträr zu Deiner und das liegt daran, ich schaue genau hin was jemand tut und nicht was er sagt. Informiere Dich über Pakistan, über den Einsatz von uranummantelter Munition, von kontaminierten Gebieten, von auf der einen Seite hehren Umweltzielen und auf der anderen Seite geächteten Munitionen, würde irgendwer anders dies nutzen und er gehört zur Achse des Bösen, die ja bekanntlich die USA festlegen, dann wäre der Teufel los. Es wird nicht darüber berichtet. Leider. Man sieht das Grauen nicht, der angerichtet wird von den Guten, da sehen wir nur "chirurgische" Präzision, was völliger Unsinn ist.
Kurz und bündig, die USA haben sich durch ihre Politik in ein Monster verwandelt und daraus resultieren Reaktionen, im Nahen Osten werden Diktaturen unterstützt wenn sie proamerikanisch sind und angegriffen, wenn sie contramerikanisch sind. In der Finanzpolitik beginnen die Amerikaner die ganze Welt in einen Riesenproblem zu bringen, Du hast Ahnung von Börse, ich denke das Du es siehst und es Dir klar ist, daß man auf diese Weise nicht Finanzpolitik betreiben kann.
In Afghanistan wurden die Truppen verstärkt. Gegen die Leute, die sie selbst ins Land geholt haben. Ja, daß ist Friedensstiftend und als im Iran eine Oberschicht gegen die Wahlen demonstrierte, wurde darüber ständig und überall berichtet, über die gefälschten Wahlen in Afghanistan wird der Mantel des Schweigens verbreitet. AUCH und GERADE unter einer Obama Regierung. Ist das Demokratie??
In Indien finden derzeit Übungen statt, in Pakistan sind US Paramilitärs die rücksichtslos gegen die Bevölkerung vorgehen, wenn diese sich wehren oder im Wege stehen.
Weiß nicht wie Du das bezeichnest, ich bezeichne es nicht als freidensstiftend. Obamas gesamte Amtszeit und der Wahlkampf beschränken sich auf große Worte, große Gesten, er ist ein Entertainer für die Drahtzieher und die Amerikaner beginnen, bzw. haben es mittlerweile begriffen. Gut so, denn die amerikanische Gesellschaft kann sich jederzeit aus dem Dreck ziehen, mit einer vernünftigen Regierung und das wird irgendwann geschehen, weltweit, wenn der Knoten platzt. Aber sie haben es perfekt geschafft, ihre Diktatur des Geldes durchzusetzen bis heute und so ist nur das gut, was den Großen Geld bringt.
Was China angeht, oh nein, die werden eine größere Rolle spielen als Du denkst. Aber das läßt sich heute nicht absehen und tatsächlich muß es nicht schlecht sein, es wird nur die Welt verändern und das geschieht ja auch derzeit, China sind diejenigen, die gestärkt aus der jetzigen Situation hervorgehen, sie haben mit ihrer Finanzpolitik die mittelständischen Kräfte gestärkt, die militärischen Kosten sind ein vielfaches unter dem der Amerikaner, immer höhere Bildung stärkt die Qualität, ein Riesenbinnenmarkt, der zur Verfügung steht, mangels Einkommen aber noch nicht relevant ist derzeit. Ökonomisch wird China die Amerikaner nur dann ablösen, wenn die Amerikaner sich wirtschaftlich mit ihren Finanztricks ruinieren und hier gehe ich mit Dir konform, es wird da einen Plan geben, den ich zumindestens nicht durchblicke.
Anstatt nun jemanden in die Bullen oder Bären Ecke zu stellen, sollten die Argumente Kern der Diskussion sein und es ist ein leichtes vom warmen Stuhl vorm Luxusrechner proamerikanisch zu sein, es dürfte schwerer fallen, wenn man im Gazastreifen lebt, oder im Nahen Osten zu den Ärmeren gehört.
Was Du aus den 80ern kennst, ist so heute nicht mehr existent, die Gesellschaft hat sich komplett gewandelt und geändert, die Menschen differenzieren und es gibt nicht mehr diese Einteilung, die wird von den ewig gestrigen gerne nach vorn gestellt, um Leute mundtod zu machen, in der deutschen Politik hat es sich gezeigt, daß die Menschen sehr wohl politisch Bescheid wissen und reagieren, keineswegs mehr einem Lagerdenken zugehörig sind....gut so....
Vielleicht ist es intelligent, anderen nicht mindere Intelligenz vorzuwerfen, weil sie einen anderen Standpunkt vertreten.