Kurzfristiges Feuerwerk könnte durch die äußerst massive Interventionen sowohl fiskal- als auch geldpolitischer Natur sehr wohl eintreten. Insbesondere dann, wenn die Wirtschaftsindikatoren wie z.B. Stimmungsindizes eine "technische Reaktion" nach oben vollziehen. Zeitraum Mitte Dezember - Februar 2009. Zumindest kurzfristig - also Montag bis Mittwoch bis zum Zinsentscheid könnten wir eine sehr positive Börse sehen. Dann eine Zinssenkung von 50Bp - also dass könnte noch was werden mit Dow 9,200 bzw. 5.000 im DAX.
Nach Offenlegung der Abschlussbilanzen bzw. den Ausblicken (ca. Mitte Feb - März) dürfte dann wohl jedem klar geworden sein: Wir sitzen in der Tinte. Aktuell geht der Analystenkonsens bezüglich der Gewinnsteigerung ggü. 2008 von 8,2% (Quelle: Bloomberg) für S&P. Wem das immer noch hoch erscheint, der soll daran denken, dass noch Ende September mit einem Gewinnzuwachs von 23 Prozent gerechnet wurde. Zudem wurden seitdem auch die Gewinnzahlen für das laufende Jahr stark gesenkt, was den Zuwachs ebenfalls relativiert. Dem Gesamtmarkt traue ich nur dann ein Gewinnwachstum, wenn die Abschreibungswelle der Banken ein Ende findet. Ich bin aber skeptisch und befürchte eher einen weiteren Gewinnrückgang. Dann dürfte die Rezession ihre 1. Stufe erreicht haben und Angst macht sich breit. DAX unter 4.000 ist dabei sehr wahrscheinlich.
FAZIT:
Der Markt dürfte sich erholen. Aber gerade bei solchen Konstellationen, wenn man weiß was kommt (oder es zumindest richtig denkt ;-)) läßt sich gutes Geld verdienen. Es muss ja nicht immer LONG sein.
PANORAMIC RESOURCES LIMITED (PAN) habe ich in der letzten Sitzung an der ASX zu 0,85 A$ gekauft. Vormals Sally Malay. Ein Nickelproduzent.
Die Nickellagerbestände steigen stetig an. PANORAMIC RESOURCES LIMITED (PAN) produziert profitabel. Der Aktienkurs ist sehr stark unter die Räder gekommen. Aufgrund der starken Wachtumsabschwächung werden die Nickelpreise noch weiter fallen.
Ein lupenreines antizyklisches Investment.
Gruß
Permanent
Für Leute mit deutlich längerfristigem Anlagehorizont als der Großteil der Antizykliker-Arivaner hier ("at least five years buy and hold") - möglicherweise eine brauchbare Einstiegsstrategie ... ich bin beispielsweise wieder in einigen von Buffets "Berkshires" ( 900567 ) drin - mittlerweile mit kleinen Gewinnen - allerdings hab ich dabei immer (zumindest einmal am Tag) den Finger am Abzug, sprich: an der "Reißleine Trailing Stop". Für schwache Nerven ist dieser Einstieg im Seitwärtsmarkt bestimmt nix. Omega.
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Kaufen, Kaufen, Kaufen! (Verdammt noch mal!)
„wer einmal falsch lag, dem glaubt man nicht“ – das könnte die Reaktion von einigen von Ihnen in Hinblick auf meine Empfehlungen der Jahre 2007 und 2008 und in Abwandlung eines alten Sprichworts sein.
Ich bin 2007 größtenteils in Aktien geblieben. Der Markt war damals, meiner Meinung nach, insgesamt noch nicht zu teuer. Wir haben die Krisenbanken – mit der unrühmlichen Ausnahme der Royal Bank of Scotland (WKN: 865142) – gemieden. Wir sind früh aus Rohstoffen raus. Wir haben viele andere Fehler nicht gemacht. Und dennoch haben unsere Portfolios natürlich mit dem Markt gelitten. Wenn ich Ihnen nun also sage, dass Sie mit dem Geld, welches Sie in den nächsten fünf Jahren nicht benötigen, auf Einkaufstour gehen sollen, dann werden sie zunächst einmal skeptisch sein.
Ich habe nie den Anspruch erhoben, immer richtig zu liegen. Ich hoffe nur, dass ich Sie vor allzu großen Fehlern und vor unseriösen Investments bewahren kann. Die meisten von Ihnen haben Gold als Krisenvorsorge. Also ran an den Speck!
Aber glauben Sie nicht mir, sondern lesen Sie, was Warren Buffett dazu sagt.
Warren Buffett hält sich mit konkreten Kommentaren sehr zurück. In seinem ganzen Leben gab es nur fünf Anlässe, bei denen er eine konkrete Meinung zum Niveau des Aktienmarktes äußerte – 1968, 1974, 1979, 1999 und 2008. Zweimal war der Markt, seiner Meinung nach, überbewertet – nämlich 1968 und 1999 – und dreimal unterbewertet: 1974, 1979 und 2008.
Den Brief vom 16. Oktober 2008, in welchem Buffett massiv zum Kauf von Aktien rät, habe ich an dieser Stelle schon kommentiert.
Besonders beachtenswert ist dabei folgendes Zitat aus seinem Schreiben vom 16. Oktober 2008: „Heute fühlen sich die Leute, die Liquidität halten, sehr gut. Sie sollten es nicht. Sie haben sich für eine Vermögensklasse entschieden, die sich langfristig schrecklich entwickelt, einen Vermögensgegenstand, der fast nichts ausschüttet und der mit größter Wahrscheinlichkeit stark abwerten wird. Tatsächlich führt die Politik, welche die Regierung zur Bekämpfung der aktuellen Krise verfolgt, zur Inflation und wird daher den Wert von Bankguthaben mindern. In den kommenden zehn Jahren wird sich der Wert von Aktien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser entwickeln als der von Festgeld, wahrscheinlich sogar sehr deutlich.“
Was, wenn die Aktien nie wieder auf ihr faires Niveau steigen oder lange unten bleiben, weil „die Wirtschaftsdaten“ nach unten zeigen? Ein Mandant schrieb mir Folgendes:
„Herr Otte, die Marktdaten zeigen nach unten. Mit „Marktdaten“ meine ich makroökonomische Daten. Ich denke, dass dies zweifelsfrei ist. Was die Aktien anbelangt, so können Sie an den Roller-Coaster-Sprüngen an der Wall Street sehen, dass da noch lange nicht alles bekannt ist, was da noch in den Kellern schlummert. Die Amis sind hoffnungslos überschuldet. Ich frage mich nur, wie diese Leute in USA aus ihrem "Loch" rauskommen. Das dauert Jahre. Und solange sich die Daten in USA nicht aufhellen, spielen die Börsen in Asien verrückt, da sie am Konsum der blöden Amis hängen.
Da bleibt noch viel Zeit zum Investieren. …Die Situation generell ist im Augenblick so, dass keiner Aktien haben will, weder KGV, noch Buchwert oder Dividenderendite noch sonstige Fundamentaldaten spielen eine Rolle. Wäre das nicht so, müssten die Märkte von einem Kaufrausch überflutet werden. Also ist das Problem woanders: Wenn ich etwas nicht will, dann kann mir das einer schenken und ich nehme es doch nicht. Die Autoindustrie bietet neue Modelle zu Rabatten bis 40 Prozent an, ja wenn das nicht zieht, aber keiner greift zu. Wenn wieder zugegriffen wird, dann ist Zeit zu investieren. Bis dahin hält man sein Pulver trocken. VG R-L“
Das gibt zweifelsohne die derzeitige Stimmung wieder. Und viele Gedanken sind legitim. Noch einmal Buffett: „Als ich für Graham-Newman arbeitete, fragte ich Ben Graham, der damals mein Boss war, genau dies. Er zuckte nur mit den Achseln und sagte dass der Markt irgendwann immer zum fairen Niveau zurückkehrt…. Heute sagen Sie an der Wall Street: ’Ja, Aktien sind billig, aber sie werden auch nicht steigen.’ Das ist dumm. Menschen wurden zu erfolgreichen Investoren, weil sie in erfolgreiche Unternehmen investiert haben. Früher oder später wird der Markt den Wert des Unternehmens reflektieren.“
Buffett hat sich in seinem Leben fünf Mal sehr ausdrücklich zum Niveau der Aktienkurse geäußert. Er lag vier Mal richtig. Natürlich kann es sein, dass er diesmal falsch liegt.
Ignorieren Sie ihn auf eigene Gefahr!
Auf gute Investments!
Ihr
Prof. Dr. Max Otte
seht' auch das gute in der ganzen Geschichte ;-)) Short, also antizyklisches Handeln zum jetzigen Marktsituation kommen!
Vielfach werden vor allem in den USA inzwischen Stimmen laut, die zumindest bei der Gewinnentwicklung den Tiefpunkt kurz bevorstehen sehen. Ihr Argument: Die Abschreibungen haben das höchste Niveau seit 2003 erreicht und die Firmen stünden weit besser da, als es den Anschein habe. Tatsächlich liegen die operativen Gewinne der im S&P 500 enthaltenen Unternehmen um 46 Prozent über den ausgewiesenen Nettogewinnen (nach Abschreibungen). Letztmals war diese Differenz 2003 ähnlich hoch und anschließend gab es eine Rallye an den Aktienmärkten. Doch die Situation ist nicht mit 2003 vergleichbar, denn damals holte schlicht die extreme Liquidität, die in einer immensen Verschuldung mündete, die Wirtschaft aus der Stagnation. Das ist jetzt kaum möglich, denn der Kreditmarkt ist lahmgelegt. Zudem drohen weitere Abschreibungen auf die in den letzten Jahren bei Übernahmen gezahlten Firmenwerte (goodwill), die sich nun als überhöht erweisen.
Letztlich finden sich unter den Propheten einer baldigen Markterholung vor allem Fondsmanager, die einem weiteren Abzug von Anlagegeldern entgegenwirken wollen (heute z.B. Kaldemorgen von DWS).
FAZIT:
Es ist wenig Gutes von den Konjunkturdaten dieser Woche zu erwarten. Vielleicht gelingt es ja der einen oder anderen Zahl über den schlechten Erwartungen zu liegen, aber positive Impulse für den Markt dürfte es nicht geben. Besonders im Blickpunkt steht die Sitzung der US-Notenbank am Dienstagabend. Eine Zinssenkung um „nur" 50 Basispunkte wäre schon fast eine negative Überraschung. Auch die ersten US-Unternehmen, deren Geschäftsjahr im November endet, legen Zahlen vor. Neben Nike und Oracle zeigen auch Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Quartalsergbnisse. Ich glaube, wir stehen vor hohen Kursturbulenzen diese Woche.
Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro rechnet mit einer lang anhaltenden Konjunkturflaute. "Wir müssen uns wahrscheinlich schon darauf einstellen, dass auch 2010 nicht wieder eine Rückkehr zu den schönen Wachstumsraten der Vorjahre zu verzeichnen sein wird", sagte das Mitglied des Sachverständigenrates im "Deutschlandfunk". In den nächsten Monaten rechne sie mit weiteren "negativen Überraschungen", betonte di Mauro. "Ich fürchte, dass wir uns in der nächsten Zeit auf negative Nachrichten einstellen müssen, besonders aus der Exportwirtschaft".
Ein Schrumpfen der Wirtschaft um drei Prozent im Jahr 2009, von dem das Bundeswirtschaftsministerium laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ausgeht, hält Di Mauro jedoch für unwahrscheinlich. "Minus drei Prozent ist momentan wirklich das Risikoszenario. Ich würde sagen, die meisten Prognosen liegen zwischen minus eins und minus zwei im nächsten Jahr", sagte sie. Offiziell geht die Regierung bislang noch von 0,2 Prozent Wachstum aus, will die Prognose aber im Januar turnusgemäß überprüfen.
"Auch die Deflationsgefahr, die momentan heraufbeschworen wird, ist meines Erachtens weit übertrieben", sagte die Schweizerin. Sie sei überzeugt, dass viele Volkswirtschaften stark genug seien, um die Schwächephase mit weiteren Korrekturen auf den Finanzmärkten und etwas höherer Arbeitslosigkeit aushalten könnten. Deflation bedeutet ein stetiges Fallen der Preise.
Das Vorgehen der Bundesregierung gegen die Wirtschaftsflaute, das von Gegnern als unentschlossen und zu zurückhalten kritisiert wird, verteidigte Di Mauro. "Sinnlos Geld auszugeben, ist sicher nicht angezeigt. Insofern habe ich viel Verständnis für ein vorsichtiges beziehungsweise auch überlegtes Vorgehen", sagte sie. Gleichwohl müsse die Regierung weitere Maßnahmen beschließen, forderte Di Mauro: Investitionen in Infrastruktur, Kommunen und Bildung. Auch eine Steuersenkung für niedrige und mittlere Einkommen könne sinnvoll sein.
Quelle: n-tv
Kreative Geldbeschaffung:
http://www.ariva.de/...eldbeschaffung_t283343?pnr=5199990#jump5199990
"Wenn die Korrelation weiterhin Bestand hat, erleben wir momentan vielleicht das selbe "Spiel" nach unten: Euro stoppt schon, Öl läuft noch weiter in Trendrichtung. Sollte sich jetzt tatsächlich ein Wendepunkt ergeben, hätte Öl noch ein bißchen Nacholbedarf. Bei dem Euro-Stand, müsste es "eigentlich" schon wieder bei knapp 80$ notieren."
Geht man vom übergeordneten Szenario des "Big Unwind" aus, könnten die Preisrückgänge beim Öl und anderen Commodities die Hauptantriebsfedern der aktuellen Kursbewegungen sein. Die Rallye in EUR/USD wäre in einem solchen Gesamtbild als technische Erholung im übergeordneten Downtrend seit Juli 2007 interpretierbar. Die Korrelation fallendes Öl/Rohstoffe und fallender Euro (zum Dollar) bliebe erhalten.
Die Schlussfolgerungen wären dann konträr zu Deinen, Schlauerfuchs: Während Du davon ausgehst, dass EUR/USD "Vorläufer einer Wende nach oben" ist und Öl/Rohstoffe/Gold nun nachziehen, könnten - und das ist mMn die wahrscheinlichere Variante - Ol/Rohstoffe/Gold im Zuge des Big Unwind noch weiter fallen und EUR/USD demnächst wieder mit runterziehen.
Der weitere Anstieg des Dollars wäre nicht fundamental begründet (die USA-Wirtschaft pfeift bekanntlich auf dem letzten Loch), sondern basierte im Wesentlichen auf zunehmender Angst und Risikoscheu. Psychologisch könnten Probleme in Euro-Ländern wie Spanien, Irland, Portugal, Italien, Griechenland ebenfalls auf den Euro drücken. Wenn die Fed mit den Zinssenkungen heute bei "fast Null" (0,5 %) angelangt ist, hat sie ihr Pulver weitgehend verschossen. Bei der EZB hingegen gibt es noch weitere Luft zum Zinssenken, so dass auch die Zinsdifferenz zuungunsten des Euros sinken könnte.
Ich gebe zu, dass dies die bärische Sicht der Dinge ist - Aktien inbegriffen. Aktienkurse würde im oben beschriebenen Big-Unwind-Szenarion mittelfristig ebenfalls weiter fallen.
Wir sehen demnach zurzeit eine kleine Erholungs-Rallye in allen Assetklassen inkl. EUR/USD, die jedoch nur eine technische Korrektur im übergeordneten Downtrend ist. Die Höchstkurse bei Bonds (Nullzinsen bei 10-jährigen) sind ein Warnsignal, dass diese Rallye "auf tönernen Füßen steht". Hintergrund der Bond-Hausse ist Angst - u. a. vor weiteren großen Pleiten in USA (Big Three u. a.). In einem solchen Umfeld steigen Aktien "normalerweise" nicht. Dass sie dieser Tage dennoch hochgehen, verdanken wir mMn dem Großen Verfall am Freitag. Außerdem versuchen die Großen Fonds, die Kurse vor Weihnachten noch ein wenig hochzutreiben (auch mit Future-Buyprogrammen), um ihren Kunden im Januar keine Jahresauszüge mit 50 % Kursverlust verschicken zu müssen.
Es gibt also eine negative Divergenz zwischen Aktienmarkt, der (forciert) "heile Welt" zu spielen versucht, und Bond/Rohstoff/Öl-Markt, der von den ökonomischen Realitäten geprägt ist und diese Rallye nicht in gleichem Umfang nachvollzieht.
"Motor" des Big Unwind sind mMn nach wie vor Hedgefonds-Redemptions, die auf die Öl/Rohstoff-/Gold-Notierungen drücken und mit einem Deleveraging in USD-Soll-Positionen einhergehen.
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