Der 3-Fragen-Test


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Der 3-Fragen-Test

 
14.12.01 14:41
Der 3-Fragen-Test

Es gibt nicht wenige Anleger, die in den letzten 12 Monaten
mit irgendwelchen Aktien jede Menge Geld verloren haben.
Diese Leute trauern nun ihrem Geld hinterher und
überlegen, was sie beim nächsten Mal besser machen
können. Meine persönliche Empfehlung ist: Setzen Sie auf
die klassischen 3 G`s, also Geld, Geduld, Gedanken. Vor
allem: Machen Sie sich eigene Gedanken. Wenn Sie künftig
aufgrund irgendeines Tipps in irgendeiner Zeitschrift sagen
wir beispielsweise VW-Aktien kaufen sollen, machen Sie
sich Ihre eigenen Gedanken, wieso gerade VW und nicht
Aktien irgendeines anderen Automobilhersteller. Wieso
überhaupt zum aktuellen Zeitpunkt VW-Aktien kaufen. Die
Botschaft lautet: Machen Sie sich die Mühe für einige
grundlegende Gedanken.
Nehmen wir FJS als Beispiel. Nach dem fürchterlichen
Anschlag am 11.September lag die Aktie am Boden. Auf
der anderen Seite hat das Unternehmen seit Jahren eine
hervorragende Leistungsbilanz vorzuweisen. Die Kasse ist
voller Geld. Die Auftragslage stimmt. Die Bewertung der
FJS Aktie war mit rund 30 Dollar sehr, sehr günstig. Das
ist Spekulation und Investition mit Geld, Geduld und !!
Gedanken. Die Botschaft lautet:

Beobachten Sie. Beobachten Sie sehr, sehr genau einzelne
Branchen, einzelne Aktienwerte. Dann entscheiden Sie.
Dabei gilt: Wer beobachten will, sollte nicht investiert sein.
Beobachten ist stets neutraler, wenn Sie nicht investiert
sind. Sonst ist bei so mancher Beobachtung der Wunsch
Vater eines Gedanken. Ich wiederhole: Wenden Sie die
Technik der W-Fragen an. Dazu gehören beispielsweise
die folgenden drei Fragen:

1. Warum diese Branche?

2. Warum Aktien dieses Unternehmens einer Branche?
3. Was begründet künftig steigende Kurse?

Wenn Sie so vorgehen, ist Ihnen auf Dauer Erfolg sicher.
In guten Zeiten. In schlechten Zeiten. Wer anders vorgeht,
wer blind und ohne Gedanken kauft, was von Dritten
empfohlen wird, ist auf die Dauer erledigt. Es mag eine
kurze Zeit gut gehen. Dann noch eine kurze Zeit. Auf Dauer
jedoch ist diese Person erledigt. Das bedeutet: Aktien sind
und bleiben über längere Anlagedauer eine herausragende
Geldanlage. Sie müssen jedoch das Aktienspiel spielen um
zu gewinnen. Nicht um zu zocken. Entscheiden Sie dann,
wenn Sie etwas über ein Unternehmen und dessen
Aussichten wissen.

Nicht, wenn Sie glauben etwas zu wissen. Das ist alles.
Das ist eine der wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für
dauerhaften Börsenerfolg.

von Bernd W. Klöckner


14.12.2001 09:16
Antworten
knipser 2:

die letzten 2 jahre lehrten aber etwas anderes!!

 
14.12.01 14:54
fundamentaldaten kann man in den papierkorb werfen,charts nur als anreiz;aber auf die bewegungen muss man ganz u. ohne hemmungen reagieren.dort läuft das "grosse geld"hin(banken,fonds).
ganz besonders musste ich dies bei den futures erleben.du denkst,dass geht heute in den keller-----pustekuchen,das grosskapital war anderer meinung,markt hoch(siehe heute).
wer aktien handeln will,sollte erstmal die futures beobachten.dann kann er immer noch entscheiden,ob er noch rein will.
so long,knipser
Antworten
^Ndx:

Blick auf fundamentale Daten und Charts

 
14.12.01 15:06
Für sich genommen helfen weder die reinen fundamentalen Daten noch die Charts wirklich weiter. Ich werde jedenfalls nie wieder in irgendetwas investieren ohne mir vorher beides angesehen zu haben!

Ich finde diese Daten in den USA wesentlich besser aufbereitet. Dort gibts alles wissenswerte online und gratis. Man bekommt Vergleiche der Firme mit der Branche, dem Indstriezweig und dem S&P500 (der rund 75% der Marktkapitaliserung entspricht). Sogar das Zusenden der Jahresberichte ist vollkommen problemlos.

Leider ist es in D um einiges schwerer zu verläßlichen Daten zu kommen. Auch der Zwang zu korrekten Daten und zu deren Veröffentlichung ist meiner Meinung nach zB am NM deutlich geringer als an der Nasdaq (wo auch die Firmen im Index Nas100 viel größer sind als im NM50).

Das allerwichtigest ist allerdings der Einsatz und die strikte Befolgung von Stops. Die lassen sich wiederum recht gut mit Hilfe der Charts recht gut festlegen. Ohne Geldmanagement nutzen die besten "Tips" nichts.

Recht gute Erfahrungen hab ich bisher auch mit dem Index selber gemacht. Der ist deutlich einfacher zu beurteilen als ein Einzelwert, der
a) mit dem Index
b) mit der Branche
c) mit den Firmenmeldungen (im weitesten Sinne)
schwankt.

Ebenfalls sehr wichtig ist auch der zeitliche Rahmen. Was für langfristige Investoren gilt muß nicht für Swingtrader gelten. Oft genug sind die "Weisheiten" scheinbar das genaue Gegenteil. Und vor allem darf man nicht z.B. kurzfristig als Swingtrader reingehen und wenn dann die Aktie ein wenig fällt, sie plötzlich als langfristige Investition sehen! ;-)
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