Die deutliche Aufwärtsreaktion im DAX-Future (FDAX) viel letztlich noch etwas stärker aus als erwartet und hat den Kontrakt am Freitag sogar noch deutlich über das Aufwärtsreaktionsziel bei 2.830 anziehen lassen, so berichtet Marc Wilhelms, Analyst der New York Broker Börsentermin AG.
Der Future auf den DAX zum Septembertermin hätte sich mit der ersten positiven Woche seit zwei Monaten und einer schönen Kaufformation im Candlestick-Tageschart sowie ersten deutlichen Divergenzen in den Indikatoren auf Tagesbasis mittlerweile eine deutlich verbesserte technische Situation (auch im größeren Bild) geschaffen.
Der Handelsexperte hält jedoch fest, dass sämtliche Abwärtstrends noch intakt seien, der kardinale mittelfristige Widerstand bei 3.020 Punkten noch deutlich vom aktuellen Marktniveau entfernt sei und der Optimismus der Marktteilnehmer sehr schnell zugenommen habe. Die Frage eines langfristigen Tiefs bei 2538 Punkten sei somit aktuell offen. Die Struktur der Erholung von diesem Tief sowie die fehlende Panik bei Erreichen dieses Tiefs sprächen gegen ein langfristiges Tief. Das fundamentale Bewertungsniveau spreche dagegen klar für ein solches.
Der Handelsexperte der NYBT AG bleibt bei der Haltung, dass technisch erst ein Anstieg über 3.020 und eine über einige Tage stabile Höherbewertung ein langfristiges Tief komplettieren. Solange diese Entwicklung ausbleibe, sei ein finaler sellout bis 2.200 Punkte die mittelfristig noch immer favorisierte Markttendenz.
Für heute sei jede frühe Höherbewertung in Richtung der 3.000er Marke eine interessante Short-Chance, da auch im Falle einer positiven Auflösung des mittelfristigen Bilds in keinem Fall mit einem direkten Bruch der 3.000er Marke zu rechnen sei.