Ausgehend von der Impulswende am Montag, ausgelöst durch eine Meldung in New York im Zusammenhang mit dem Irak-Konflikt und einer Impulswende in den US-Indices, konnte der DAX im gestrigen Handelsverlauf zulegen und erreichte in der Spitze die 2.664 Indexpunkte, so berichtet Uwe Wagner, Händler der Deutschen Bank AG.
Bezogen auf den jüngsten Abwärtsimpuls, beginnend am 03. Februar im Hoch bei 2.802, bis zum Montagstief bei 2.528, wäre mit dem gestrigen Anstieg das normale Korrekturpotenzial (errechnet bei 2.666) ausgeschöpft worden. Dies habe auch dem definierten Kurspotenzial entsprochen, welches der am Montag ausgebildeten Hammer-Formation zunächst zugetraut war (Kursziel wurde definiert bei 2.660).
Im Zuge der Abschwächung in den USA, sei nun auch der DAX wieder zurückgerutscht, Schlusskurs bei 2.627. Damit könne man für den DAX zunächst festhalten, dass der übergeordnete Abwärtstrend noch dominiere, dem über die mittelfristig ausgerichtete Bewegungsdynamik noch immer eine recht hohe Stabilität ausgewiesen wird. Im kurzfristigen Zeitfenster wiesen die Oszillatoren jedoch erste positive Divergenzen auf, was zwar nicht als zuverlässige Indikation für eine mögliche nachhaltige Erholung oder doch zumindest für ein Ende des Abschwungs angesehen werden könne, dennoch ein durchaus interessanter Hinweis sei. Die Tatsache, dass es der Markt per gestern auf eine Normalkorrektur geschafft habe, lasse jetzt die Wahrscheinlichkeit eines neueren Tiefs unter 2.528 im Zuge des laufenden Bewegungsfraktals auf etwa 50 Prozent sinken.
Nach Ansicht des Experten bedeute dies, dass man kurzfristig durchaus mit einer gesteigerten Chance auf eine Stabilisierung des DAX oberhalb der 2.528 und damit auch mit einer Stabilisierung und baldigen möglichen Umkehr des laufenden, noch dominierenden Abwärtstrends rechnen könne. Noch sei es aber zu früh, darauf hin schon größere Engagements auf der Kaufseite eingehen zu wollen.