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EinsamerSam.:

Dax-Ausblick: Anleger werden vorsichtiger

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20.08.06 13:13
Konjunkturdaten im Fokus

Dax-Ausblick: Anleger werden vorsichtiger

Nach den jüngsten kräftigen Kursgewinnen des Dax werden sich die Anleger in der kommenden Woche mit Aktienkäufen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Davon gehen viele Börsenexperten aus. Sie sehen Konjunkturdaten wieder im Fokus.

HB FRANKFURT. Diese Einschätzung wurde bereits am Freitag Nachmittag erstmals bestätigt: Kaum wurden die US-Zahlen des Verbrauchervertrauens bekannt, sackte der Dax deutlich ab. Die Universität Michigan hatte den Index veröffentlicht, der schlechter als erwartet ausgefallen war. „Nachdem zuletzt viele gute Nachrichten dem Markt nach oben geholfen haben, dürften die Anleger in der kommenden Woche eher das Haar in der Suppe suchen“, sagte zuvor bereits Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Fondsgesellschaft Dit. Positiv wertete er, dass die Kursschwankungen im Wochenverlauf geringer geworden seien. „Der Markt hat sich wieder etwas beruhigt.“

Eine Sentimentanalyse des Daytradebrokers ClickOptions unterstreicht diese Einschätzungen. Nach der Anleger-Analyse wird der Dax sich in den kommenden Wochen nicht positiv entwickeln. "Der Großteil der Anleger rechnet damit, dass der Dax kurzfristig stagniert. Ein Aufschwung bleibt aus Sicht der Investoren vorerst aus", erläutert ClickOptions-Sprecher Richard Ohl das Ergebnis. Der technische Analyst Matthieu Driol bestätigt das Verhalten der Anleger. Er schätzt den Dax kurz- und mittelfristig neutral ein. "Eine Konsolidierung wird unter der Widerstandslinie von 5 866 Punkten erwartet. Dennoch bleibt ein Kursrückgang auf 5 765 Punkte möglich", sagt Driol, der als unabhängiger Analyst für ClickOptions tätig ist.

Etwas optimistischer sind die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger eingestellt. „Die Eiszeit an den Aktienmärkten scheint vorüber zu sein“, schreiben die Analysten in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“. Es bleibe indes die Frage, ob die positive Tendenz nur kurzfristig anhalte. Grundsätzlich halten die Marktbeobachter das augenblickliche Umfeld für „beruhigend“. Der kurzfristige Anstieg könne aber auch wieder erste Gewinnmitnahmen auslösen. „So ist beim Dax die Marke von 5 800 Punkten nicht unwichtig“, meinen die Stuttgarter. Denn nur wenn diese Marke gehalten werde, würde ein neuer Aufwärtstrend entstehen. Für den anderen Fall rechnen die Experten wieder mit Seitwärtsbewegungen, „verbunden mit starken Ausschlägen nach oben und unten, wie bereits in den letzten Wochen“.

Den aktuellen Börsenaufschwung in dieser Woche haben der Rückgang des Ölpreises, die Waffenruhe im Nahen Osten und die Aussicht auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA bewirkt und dem Dax in dieser Woche ein Plus von rund 3,5 Prozent beschert. Der Ölpreis fiel deutlich, unter anderem wegen des vorläufigen Endes der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Zeitweise lag der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordseesorte Brent rund sieben Dollar unter dem jüngsten Rekordhoch von mehr als 78 Dollar.

Ebenso kontinuierlich wie der Dax von Tag zu Tag zulegte, gab der VDax nach. Der VDax zeigt an, mit welcher Intensität künftiger Kursschwankungen die Marktakteure rechnen. „Die zuletzt hohe Risikoaversion ist etwas aus dem Markt gewichen“, kommentiert Matthias Jörss vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Auslöser der gestiegenen Zuversicht seien unerwartet niedrige Inflationsdaten aus den USA gewesen.

Indizes schwächer erwartet

Da die Berichtssaison in Deutschland ausläuft, wenden sich die Investoren nun verstärkt Konjunkturdaten zu. Vor allem der Konjunkturindex des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag und der Ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag dürften im Mittelpunkt des Börsengeschehens stehen. „Der ZEW- und der Ifo-Index dürften nicht ganz so gut ausfallen, und das könnte den Dax in Schwierigkeiten bringen“, prognostiziert Marktstratege Bernd Krampen von der NordLB.

Der Konjunkturoptimismus könne sich eintrüben, befürchtet auch der Aktienstratege Matthias Jörss vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Er rechnet ebenfalls damit, dass sich sowohl die ZEW-Konjunkturerwartungen als auch der ifo- Index abschwächen und an den Aktienmärkten Spuren hinterlassen. „Mit einem Kursrutsch muss man aber wohl auch nicht rechnen“, sagt Jörss. Vermutlich werde der Dax wieder in einer Spanne zwischen 5 600 und 5 800 Punkten pendeln.

Mit der so gut wie abgelaufenen Berichtssaison in Deutschland sind Aktienstrategen zufrieden. „Es gab gute Zahlen, das wurde verarbeitet, es gab aber auch ein paar Ergebnisse, die nicht besonders gut waren“, resümiert NordLB-Experte Krampen. In der kommenden Woche stehen noch einige Zwischenergebnisse aus der zweiten und dritten Reihe an. So veröffentlicht der Chemiekonzern Wacker Chemie - erst seit April an der Börse - am Montag Halbjahreszahlen. Am Dienstag legt Börsenneuling Bauer Ergebnisse vor. Des Weiteren berichten in der kommende Woche unter anderem Solon, Ersol (beide Mittwoch), Nordex und Fielmann (beide Donnerstag) über den Geschäftsverlauf.

Wie stark die hiesigen Aktienmärkte von der Entwicklung der US-Konjunktur abhängen, zeigte der Kurseinbruch am Freitag nach Veröffentlichung der Zahlen des US-Verbrauchervertrauens. Sie nähren Befürchtungen, dass sich das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft verlangsamt. Aus den USA dürften ferner der Auftragseingang langlebiger Güter sowie der Eigenheimabsatz (beide Donnerstag) für Interesse an den Finanzmärkten sorgen. Zuletzt hatten die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA Spekulationen über ein Ende der Zinserhöhungen angeheizt. Ein zweiter Blick auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise in den USA im Juli zeige jedoch, dass sich die Situation in den USA nicht wirklich geklärt habe, meint Sal. Oppenheim-Experte Jörss. Die Daten seien nicht geeignet, die Sorgen der Federal Reserve mit Blick auf inflationäre Tendenzen auszuräumen.

Peter Hooper und Joseph LaVorgna von der Deutschen Bank machen in den USA gar ein steigendes Risiko einer Stagflation aus. Hinter dem Begriff verbirgt sich das Gespenst steigender Preise bei gleichzeitig nachlassender Konjunkturdynamik. “Während sich für das Wachstum die Abwärtsrisiken erhöht haben, sind für die Inflation die kurzfristigen Risiken gestiegen“, schreiben die Volkswirte. Vor allem stark steigende Lohnstückkosten könnten die Kerninflation in den kommenden Monaten antreiben. Aus Sicht der US-Notenbank wiege aber das Inflationsrisiko nach wie vor schwerer als die Wachstumsabschwächung.

Ungeachtet der Makrodaten zum US-Immobilienmarkt und zu Auftragseingängen dürfte daher in der kommenden Woche der Notenbankchef Ben Bernanke das größte Interesse auf sich ziehen. „Es wird interessant sein herauszufinden, wie die Fed die Risiken einer stagflationären Entwicklung einschätzt“, so Hooper und LaVorgna. Der Fed-Chairman spricht am Freitag in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming vor dem grandiosen Bergpanorama der Rocky Mountains.

Seit 1978 lädt die Federal Reserve Bank von Kansas City zum Economic Policy Symposium in das Wintersportparadies. Und auch wenn der Veranstaltungskalender der Stadt bislang für den 25. August nur ein Musikfestival und eine Kunst- und Antiquitätenschau auflistet - man darf sicher sein, dass die Veranstaltung stattfindet und die Worte des Fed-Chairman Bernanke an den weltweiten Finanzmärkten auf ein offenes Ohr stoßen werden. Dann dürften auch für den deutschen Aktienmarkt die Karten neu gemischt werden.


Quelle: HANDELSBLATT, Samstag, 19. August 2006, 10:27 Uhr

Euer

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