Nach den sehr starken Kursgewinnen in den zwei Wochen zuvor gönnte sich der DAX in der Vorwoche also eine Verschnaufpause. Wie der mittelfristige Chart auf Wochenbasis zeigt, bilden die seit Mai bestehende Abwärtstrendlinie sowie die horizontale Linie bei 3235 Punkten, die sich vom August-Tief ableiten lässt, in der kommenden Woche einen Kreuzwiderstand. Daher ist gut denkbar, dass der Index nun noch etwas Kraft sammeln muss, bevor es gelingt, diese Marke zu knacken. Mit einem erfolgreichen Sprung über den Kreuzwiderstand bei 3235 Punkten winkt dafür dann auch weiteres Potenzial bis auf 3539 Punkte, dem Tief vom September letzten Jahres.

Kurzfristig betrachtet konnte sich der Stochastik deutlich aus dem überkauften Bereich lösen und befindet sich schon wieder näher an der überverkauften Zone. Zugleich hat sich das MACD-Histogramm vom kürzlich erreichten Jahreshöchststand entfernt, wenngleich das Kaufsignal noch immer Bestand hat. In Verbindung mit dem Verteidigen des eGD20 könnte die Konsolidierung damit schon weit vorangeschritten sein und der DAX in Kürze einen erneuten Angriff auf die 3235/3300 Punkte starten.
Insgesamt gesehen befindet sich der DAX seit der Vorwoche in der erwarteten Konsoidierung, wobei sowohl eine Fortdauer der eher seitwärtsgerichteten Bewegung als auch eine Ausdehnung möglich ist. Als beachtenswert sind folgende Marken einzustufen: Für ein kurzfristiges Kaufsignal sollte der Widerstand bei 3235 Punkten auf Schlußkursbasis überwunden werden, dann besteht die berechtigte Hoffnung auf Kursgewinne bis auf mehr als 3500 Punkte. Fällt der Standardwerteindex unter die Unterstützung bei 3060 Punkten respektive den eGD20 bei aktuell 3036 Punkten, ist zunächst eine Korrektur bis auf die seit August bestandene Abwärtstrendlinie bei derzeit rund 2900 Punkten zu erwarten. Erst wenn auch diese wieder unterschritten wird, muss mit einer größeren Korrektur gerechnet werden. Innerhalb der genannten Marken ist vorerst von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.

