Das Wort zum Sonntag


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tom68:

Das Wort zum Sonntag

 
13.09.03 13:00

Nettiquette - Grundkurs

 

Vergiss niemals, daß auf der anderen Seite ein Mensch sitzt.

Die meisten Leute vergessen, daß sie beim Schreiben von Nachrichten nicht nur ihrem Computer gegenübersitzen, sondern (in übertragenen Sinne) auch anderen Menschen. Je nach Distribution Ihrer Message kann sie von Leuten z.B. in ganz Deutschland oder sogar der ganzen Welt gelesen werden. Denken Sie immer daran und lassen Sie sich nicht zu verbalen Ausbrüchen hinreissen. Bedenken Sie.Je ausfallender und unhöflicher Sie sich gebärden, desto weniger Leute sind bereit, Ihnen zu helfen, wenn Sie einmal etwas brauchen. Eine einfache Faustregel. Schreibe nie etwas, was Du dem Adressaten nicht auch vor anderen Leuten ins Gesicht sagen würdest.

Erst lesen, dann denken, dann posten

Die Gefahr von Missverständnissen ist bei einem geschriebenen, computerisierten Medium besonders hoch. Vergewissern Sie sich mehrmals, daß der Autor des Artikels, auf den Sie antworten wollen, auch das gemeint hat, was Sie denken. Insbesondere sollten Sie darauf achten, ob nicht vielleicht Sarkasmus oder ähnliche Abarten des Humors benutzt wurden, ohne ihn mit dem Smiley-Symbol ':-)' zu kennzeichnen.

Fasse Dich kurz.

Niemand liest gerne Artikel, die mehr als 50 Zeilen lang sind. Denken Sie daran, wenn Sie Artikel verfassen. Nebenbei.Es empfiehlt sich, die Länge der eigenen Zeilen unter etwa 70 Zeichen zu halten.

Deine Artikel sprechen für Dich. Sei stolz auf sie!

Die meisten Leute auf dem Netz kennen und beurteilen Sie nur über das, was Sie in Artikeln oder Mails schreiben. Bitte versuchen Sie, Ihre Artikel möglichst frei von Rechtschreibfehlern und leicht verständlich zu verfassen. Ein Duden neben dem Rechner mag manchem als Übertreibung erscheinen; in Anbetracht der Tatsache, daß viele Leser den Autor eines vor Fehlern beinahe unleserlichen Artikels für einen (um's ganz deutlich zu sagen) Vollidioten halten, ist diese Investition vielleicht nicht ganz verfehlt. Bedenken Sie, daß ihr Anliegen nicht rüberkommt, wenn es nicht einmal den elementarsten Anforderungen an Stil, Form und Niveau genügt. Bedenken Sie bitte auch: Vielleicht lesen Ihre zukünftigen Kollegen oder Ihr zukünftiger Chef mit. Vorurteile bilden sich leicht.

Nimm Dir Zeit, wenn Du einen Artikel schreibst.

Einige Leute denken, es würde ausreichen, einen Artikel in zwei Minuten in den Rechner zu hacken. Besonders im Hinblick auf die vorangegangenen Punkte ist das aber kaum möglich. Sie sollten sich Zeit nehmen, um einen Artikel zu verfassen, der auch Ihren Ansprüchen genügt.

Achte auf die Betreffzeile.

Wenn Sie einen Artikel verfassen, achten Sie bitte besonders auf den Inhalt der Betreffzeile. Hier sollte in kurzen Worten (möglichst unter 40 Zeichen) der Inhalt des Artikels beschrieben werden, so daß ein Leser entscheiden kann, ob er von Interesse für ihn ist oder nicht. In länger dauernden Diskussionen kann es sein, daß das Thema, über das debattiert wird, vom ursprünglichen Betreff abweicht. Bitte editieren Sie die Betreffzeile entsprechend. Eine gute Angewohnheit ist es, wenn Sie den alten Titel zusätzlich noch angeben; bei Followups (Kommentare) auf solche Artikel sollte der alte Titel aber entfernt werden. Ein Beispiel:

Sie kommentieren eine Nachricht mit dem Betreff Kohlrabi im Vorgarten". Die Diskussion ist aber längst auf das Thema Erbsen im Treibhaus" abgeschweift. Also ändern Sie die Betreffzeile in "Erbsen im Treibhaus (war.Kohlrabi im Vorgarten)". Sollte die Betreffzeile zu lang werden, so ist es sinnvoll den alten Titel sinngemäss abzukürzen. Kommentare auf diesen Artikel sollten nur noch den Titel Erbsen im Treibhaus" haben.

Denke an die Leserschaft.

Überlegen Sie sich vor dem Posten eines Artikels oder Kommentars, welche Leute Sie mit Ihrer Message erreichen wollen. Ein Artikel mit dem Titel Fernseher Bj. 1972 an Selbstabholer" ist in einer lokalen oder regionalen Gruppe sicher wesentlich besser aufgehoben als in einer Netz-Gruppe. Wählen Sie die Gruppe (oder Gruppen), in die Sie schreiben, sorgfältig aus. Posten Sie, wenn irgend möglich, nur in eine Gruppe. Ein Crossposting eines Artikels in mehrere, womöglich inhaltlich verwandte Gruppen ist nicht empfehlenswert.

Vorsicht mit Humor und Sarkasmus

Achten Sie darauf, daß Sie Ihre sarkastisch gemeinten Bemerkungen so kennzeichnen, daß keine Mißverständnisse provoziert werden. Bedenken Sie.In einem schriftlichen Medium kommt nur sehr wenig von Ihrer Mimik und Gestik rüber, die Sie bei persönlichen Gesprächen benützen würden.

Im Netz gibt es für diesen Zweck eine ganze Reihe von Symbolen; die gebräuchlichsten sind ':-)' und ':-('. Wenn Ihnen nicht sofort auffällt, was diese Symbole bedeuten sollen, drehen Sie den Kopf doch mal um 90 Grad nach links und schauen Sie nochmal ... :-)

Kürze den Text, auf den Du Dich beziehst, auf das notwendige Minimum.

Es ist eine gute Angewohnheit, Texte, auf die man sich bezieht, wörtlich zu zitieren. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, nur gerade so viel Originaltext zu übernehmen, daß dem Leser der Zusammenhang nicht verlorengeht. Das ist a) wesentlich leichter zu lesen und zu verstehen und b) keine Verschwendung von Ressourcen. Das MausNet selbst besitzt dagegen sogar eine funktionierende Kommentar- verkettung, bei der Zitate eigentlich überflüssig sind und nur dazu verwendet werden sollen, bei langen Nachrichten den Kontext her- zustellen.

Benutze PMail, wo immer es geht.

Wenn Sie dem Autor eines Artikels etwas mitteilen wollen, überlegen Sie sich bitte genau, ob dafür nicht eine simple PMail ausreicht. Ein Beispiel. Spätestens dann, wenn hitzige Diskussionen schliesslich in wüste Beschimpfungsorgien ausarten, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Diskussion niemanden ausser den Streithähnen interessiert.

Generell gilt.Wenn Sie etwas mitteilen wollen, das auch viele andere Leute interessieren könnte, benutzen Sie öffentliche Nachrichten. Anderenfalls ist eine PMail sicher ausreichend.

Lassen Sie den Originaltext aber auch nicht ganz weg! Der Leser Ihres Artikels hat den Artikel, auf den Sie sich beziehen, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr exakt in Erinnerung und hat ohne weitere Anhaltspunkte grosse Mühe, den Sinn Ihrer Ausführungen zu erkennen.

Gib eine Sammlung Deiner Erkenntnisse ans Netz weiter.

Wenn Sie eine Frage an die Netzgemeinde gestellt haben, und darauf Antworten per PMail empfangen haben, die evtl. auch andere Leute interessieren könnten, fassen Sie Ihre Ergebnisse (natürlich gekürzt) zusammen und lassen Sie damit auch das Netz von Ihrer Frage profitieren.

Achte auf die gesetzlichen Regelungen.

Es ist völlig legal, kurze Auszüge aus urheberrechtlich geschützten Werken zu informationellen Zwecken zu posten . Was darüber hinaus geht, ist illegal. Zu den urheberrechtlich geschützten Werken gehören u.a. Zeitungsartikel, Liedtexte, Programme, Bilder etc. Ebenfalls illegal ist es, mit Wort und/oder Bild zu Straftaten aufzurufen oder zumindest Anleitungen dafür zu liefern.

Achten Sie darauf, daß Sie mit Ihrem Artikel keine Gesetze brechen und bedenken Sie, daß sich evtl. jeder strafbar macht, der solche Informationen auf dem eigenen Rechner hält und anderen zugänglich macht.

Rassistische, antisemitistische und faschistische Äusserungen, sowie Diskriminierung von Minderheiten haben aus den Nachrichten fernzubleiben. Es ist sonst nicht auszuschliessen, daß die jeweilige Sysop-Gemeinschaft Sie von der weiteren Benutzung des Netzes für unbestimmte Zeit ausschliesst. Darüber hinaus müssen Sie unter Umständen auch mit einer Strafanzeige rechnen.

Benutze Deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym.

In der Mailboxszene scheint es üblich zu sein, seine wahre Identität hinter einem mehr oder weniger cool klingendem Pseudonym zu verbergen. Pseudonyme ermöglichen es auch, Dinge zu sagen und zu tun, die man sich sonst nicht erlauben würde. Aufgrund der negativen Erfahrungen, die sehr viele Leute auf dem Netz mit den Trägern solcher Pseudonyme gemacht haben, und auch aus presserechtlichen Gründen sollten Sie Ihre Artikel unter Ihrem wirklichen Namen posten. Im Maus- Net sind Pseudonyme sogar verboten!

Kommerzielles

Ein gewisses Mass an kommerziellen Informationen wird im Netz gerne toleriert, z.B. Adressen von Firmen, die ein bestimmtes Produkt anbieten, nachdem jemand danach gefragt hat. Als unverschämt wird dagegen die Verbreitung von reinen Werbeinformationen angesehen, insbesondere, wenn sie ein gewisses Volumen überschreiten. Bedenken Sie. Bei den meisten Netzen handelt es sich um nichtkommerzielle Netze, und nicht jeder will Übertragungskosten für Werbung bezahlen.

Keine 'human gateways' - das Netz ist keine Mailbox.

Ebenfalls wird davon abgeraten, seine Aufgabe darin zu sehen, Artikel aus verschiedenen anderen für jedermann zugänglichen Netzen ins Netz zu pumpen. Das gilt insbesondere dann, wenn es den Informationen am allgemein üblichen Niveau mangelt, die darin angesprochenen Tatsachen jedem durchschnittlich intelligenten Menschen bereits bekannt sind oder abzusehen ist, daß sich nur ein verschwindend geringer Bruchteil der Netz-User dafür interessiert.

'Du' oder 'Sie'?

Aus der Deutschsprachigkeit der meisten hier in Deutschland verbreiteten Netze erwächst die Frage, ob man andere Netzteilnehmer in Artikeln und PMails 'duzen' oder 'siezen' sollte. Dafür gibt es keine allgemeingültige Regel; es hat sich jedoch eingebürgert, den Anderen mit 'Du' anzureden. 99.9% der Netzbenutzer finden das auch völlig in Ordnung und würden es als eher absonderlich ansehen, wenn sie auf einmal gesiezt werden würden.

Ändern der Tastaturkürzel

Mit Hilfe eines Resource-Editors (z.B. Interface) kann man in CAT die Tastaturkürzel sowohl im Menü, als auch in den Dialogen ändern. Dazu lädt man die Datei CAT.RSC in den eben schon erwähnten Resource-Editor.

 

www.dirksteins.de/cat/catanl/cat/_g0102.htm

Antworten
tom68:

auch montags aktuell... o. T.

 
15.09.03 21:51
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