oder warum ich in einem Monat Dow Puts kaufe:
Milosevic hinter einem Zellenfenster, das Gitter ein Dollarzeichen. Was uns der Künstler sagen will: Das Recht ist gekauft, Justitia schafft auf dem Balkanstrich an, der Ami ist ihr Freier. Die Zeichnung der „Rheinischen Post“ macht ihren Abonnenten Laurenz Meyer beim Frühstück noch ein bißchen stolzer, ein Deutscher zu sein.
Das „Hamburger Abendblatt“ tadelt, daß die neue, harte Außenpolitik der USA „nicht auf gegenseitigem Respekt und Verständnis zwischen den Ländern beruhen soll, sondern einzig und allein auf der Stärke der letzten Supermacht, die am liebsten den Rest der Welt zu Bittstellern degradieren würde“.
... fertig ist das Bild von der neuen US-Regierung: geführt als Marionette der luftverschmutzenden Grundstoffindustrie, deren Personal sich hochmütig an der amerikanischen Machtvollkommenheit berauscht und sich einen Spaß daraus macht, andere Länder kleinzuhalten.
Der Kalte Kreig II., der in den Jahren 1989/90 begonnen hat, wird wärmer. Selbst Großbritannien, das letzte Schimmer einstiger Großmacht zu bewahren versucht, indem es auf Europa von unten herabzuschauen versucht, ermahnt ihren Außenminister, nicht „noch weiter ins Rektum der USA“ zu treiben.
Schorschi allein zu Haus. Einsamer als George Bush hat sich noch keiner seiner Vorgänger fühlen müssen. Als China das Spionageflugzeug vom Himmel geholt und Bush zu Kniebeugen gezwungen hat, erwiesen sich die Freunde und Helfer von gestern als eine Bande stiller Genießer. Der Export der BRD in die VR China, im letzten Jahr um 35% angestiegen, könnte sich dadurch in diesem Jahr leicht verdoppeln. Der Airbus wurde u. a. auch in der „Woche der amerikanischen Demütigung“ als Alternative zu Boeing hervorgehoben.
Bis 1990, zur der Zeit der alten Ordnung, gehörte den USA die halbe Welt, die aber sicher und ganz. Die furchtsamen Kapitalisten aller Länder suchten Schutz an ihrer Seite. Ihr Dollar war Leitwährung, deren Kurs zu bestimmen soviel bedeutete, wie das Recht, Geld zu drucken: Man nehme, sagte die Weltmacht, einen Auslandskredit von 1 Milliarde Dollar, senke den Kurs um 20%, zahle den Kredit zurück und behalte, abzgl. Zinsen, eine Rendite von 100 oder 150 mio $. Eine Milchmädchenrechnung ... und für das Mädchen, das alle Milch hat, geht sie auf.
Das waren die zwei Säulen der Macht: Rüstung und Dollar.
Jetzt aber sind die Zeiten der unendlichen Leichtigkeit anderweitiger Geldbeschaffung vorbei. Die meisten US-Produkte, Automobile, Kühlschränke, Staubsauger, was auch immer, sind auf dem Weltmarkt nicht absetzbar. Man darf gern des neuen Präsidenten Weigerung, das Klimaprotokoll von Kyoto zu exekutieren, als Rotzlöffelei kriminellen ausmasses verstehen. Solange man nicht übersieht, daß sie auch Notwehr ist.
WER DIE US ÖKONOMIE ZWINGT, FÜR ENERGIE DEN PREIS ZU BEZAHLEN, DEN DIE MENSCHHEIT ZAHLT, KNIPST IHR DAS LICHT AUS.
Man muß kein Umweltschützer sein, um einzusehen, das der intelligente, d.h. sparsame Umgang mit Ressourcen das Geschäft dieses Jahrhunderst sein wird, das sich freilich nicht mit einer Nation qualifizierter Pizzaboten bewerkstelligen läßt.
Mit der Rüstung, der 2. Säule der Macht, verhält es sich so, daß die USA das, was sie im Krieg gegen Jugoslawien gezeigt hat, besser können, als alle andere: aufklären, bombardieren, abhauen. Den Müll müssen die Verbündeten aufräumen.
Damit schließt sich der Kreis zu den „stillen Genießern“: aus den Verbündeten des Kalten Krieges I. erwachsen die Gegner von Kalter Krieg II.: ein einheitlicher Wirtschaftsraum, in Quantität und Qualität der USA überlegen, einer eigenen, opponierenden (!) Leitwährung, einem effektiveren Gesellschaftssystem. Die Intelligenz der herrschenden Klasse scheint am fernöstlichen Niedergang das Glück kennengelernt zu haben, das es bedeutet, daß der ideelle Gesamtkapitalist nicht das von Lambsdorff und anderen Dividendenkern angepriesene Japan zum Vorbild genommen haben.
Milosevic hinter einem Zellenfenster, das Gitter ein Dollarzeichen. Was uns der Künstler sagen will: Das Recht ist gekauft, Justitia schafft auf dem Balkanstrich an, der Ami ist ihr Freier. Die Zeichnung der „Rheinischen Post“ macht ihren Abonnenten Laurenz Meyer beim Frühstück noch ein bißchen stolzer, ein Deutscher zu sein.
Das „Hamburger Abendblatt“ tadelt, daß die neue, harte Außenpolitik der USA „nicht auf gegenseitigem Respekt und Verständnis zwischen den Ländern beruhen soll, sondern einzig und allein auf der Stärke der letzten Supermacht, die am liebsten den Rest der Welt zu Bittstellern degradieren würde“.
... fertig ist das Bild von der neuen US-Regierung: geführt als Marionette der luftverschmutzenden Grundstoffindustrie, deren Personal sich hochmütig an der amerikanischen Machtvollkommenheit berauscht und sich einen Spaß daraus macht, andere Länder kleinzuhalten.
Der Kalte Kreig II., der in den Jahren 1989/90 begonnen hat, wird wärmer. Selbst Großbritannien, das letzte Schimmer einstiger Großmacht zu bewahren versucht, indem es auf Europa von unten herabzuschauen versucht, ermahnt ihren Außenminister, nicht „noch weiter ins Rektum der USA“ zu treiben.
Schorschi allein zu Haus. Einsamer als George Bush hat sich noch keiner seiner Vorgänger fühlen müssen. Als China das Spionageflugzeug vom Himmel geholt und Bush zu Kniebeugen gezwungen hat, erwiesen sich die Freunde und Helfer von gestern als eine Bande stiller Genießer. Der Export der BRD in die VR China, im letzten Jahr um 35% angestiegen, könnte sich dadurch in diesem Jahr leicht verdoppeln. Der Airbus wurde u. a. auch in der „Woche der amerikanischen Demütigung“ als Alternative zu Boeing hervorgehoben.
Bis 1990, zur der Zeit der alten Ordnung, gehörte den USA die halbe Welt, die aber sicher und ganz. Die furchtsamen Kapitalisten aller Länder suchten Schutz an ihrer Seite. Ihr Dollar war Leitwährung, deren Kurs zu bestimmen soviel bedeutete, wie das Recht, Geld zu drucken: Man nehme, sagte die Weltmacht, einen Auslandskredit von 1 Milliarde Dollar, senke den Kurs um 20%, zahle den Kredit zurück und behalte, abzgl. Zinsen, eine Rendite von 100 oder 150 mio $. Eine Milchmädchenrechnung ... und für das Mädchen, das alle Milch hat, geht sie auf.
Das waren die zwei Säulen der Macht: Rüstung und Dollar.
Jetzt aber sind die Zeiten der unendlichen Leichtigkeit anderweitiger Geldbeschaffung vorbei. Die meisten US-Produkte, Automobile, Kühlschränke, Staubsauger, was auch immer, sind auf dem Weltmarkt nicht absetzbar. Man darf gern des neuen Präsidenten Weigerung, das Klimaprotokoll von Kyoto zu exekutieren, als Rotzlöffelei kriminellen ausmasses verstehen. Solange man nicht übersieht, daß sie auch Notwehr ist.
WER DIE US ÖKONOMIE ZWINGT, FÜR ENERGIE DEN PREIS ZU BEZAHLEN, DEN DIE MENSCHHEIT ZAHLT, KNIPST IHR DAS LICHT AUS.
Man muß kein Umweltschützer sein, um einzusehen, das der intelligente, d.h. sparsame Umgang mit Ressourcen das Geschäft dieses Jahrhunderst sein wird, das sich freilich nicht mit einer Nation qualifizierter Pizzaboten bewerkstelligen läßt.
Mit der Rüstung, der 2. Säule der Macht, verhält es sich so, daß die USA das, was sie im Krieg gegen Jugoslawien gezeigt hat, besser können, als alle andere: aufklären, bombardieren, abhauen. Den Müll müssen die Verbündeten aufräumen.
Damit schließt sich der Kreis zu den „stillen Genießern“: aus den Verbündeten des Kalten Krieges I. erwachsen die Gegner von Kalter Krieg II.: ein einheitlicher Wirtschaftsraum, in Quantität und Qualität der USA überlegen, einer eigenen, opponierenden (!) Leitwährung, einem effektiveren Gesellschaftssystem. Die Intelligenz der herrschenden Klasse scheint am fernöstlichen Niedergang das Glück kennengelernt zu haben, das es bedeutet, daß der ideelle Gesamtkapitalist nicht das von Lambsdorff und anderen Dividendenkern angepriesene Japan zum Vorbild genommen haben.