Veröffentlicht: 17.06.2008
Dirk Oppermann
Mit Blick auf die positiven Vorgaben der asiatischen Börsen (Tokio +2,7%) sah es zunächst danach aus, als ob sich die seit Donnerstag begonnene Aufwärtsreaktion beim deutschen Leitindex auch zum Wochenanfang weiter fortsetzen würde. Recht zügig verflachte jedoch das Kaufinteresse am Aktienmarkt im Hinblick auf einen erneut schwächeren US-Dollar und einen neuen Rekordstand beim Rohölpreis. Ein Trend bestätigendes neues Bewegungstief im kurzfristigen Abwärtstrend wurde gestern jedoch nicht etabliert.
Weiterhin zeigt sich damit lediglich eine Aufwärtsreaktion bzw. Gegenbewegung im intakten tertiären (kurzfristigen) Abwärtstrend. Eine kurzfristige Trendwende nach oben kann noch nicht abgeleitet werden. Solange das 38,2%-Retracement des letzten kurzfristigen negativen Trendimpulses von Ende Mai um 6.825 Punkte nicht zurückerobert wird, muss der kurzfristige Abwärtstrend weiterhin als intakt bezeichnet werden. Das potenzielle Kursrisiko verbleibt damit bis in den Bereich des 61,8%-Fibonacci-Retracements des gesamten März-Aufwärtstrends bei rund 6.570 Punkten.
Auch das Investorensentiment weist noch keine negativen Extrema auf, weder bei den „weichen“ noch „harten“ Stimmungsdaten. Somit steht auch von dieser Seite zu befürchten, dass sich der Mitte Mai begonnene negative Trendverlauf noch einmal fortsetzen wird. Charttechnisch besteht zwar die Chance, dass eine sog. „ABC-Korrektur“ im Rahmen der mittelfristigen Abwärtsbewegung abgeschlossen wurde und diese somit als Ausgangspunkt für einen möglichen neuen Aufwärtsimpuls dienen könnte. Jedoch bedarf dieses Szenario im weiteren Verlauf zumindest einer dahin gehenden Bestätigung, dass die mittelfristig negative Trenddynamik aus dem Markt weicht. Dieser Stärkebeweis steht mit der Rückeroberung des 38,2%-Retracements des letzten kurzfristigen negativen Trendimpulses um 6.825 Punkte noch aus
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