Du bist zu früh dran mit Deinen NH3 Tankern. Es gibt vermutlich noch andere Alternativen, und die technisch physikalische Seite scheint mir sehr variabel zu sein.
Da ist zum einen die Energiebilanz, solar gewonnenes H2 wird unter hohem Druck und Temperatur in NH3 umgewandelt (Haber Bosch), sehr energieintensiv = hohe Kosten, dann transportiert mit Flüssiggastankern, die im Vergleich zu Transport von H2 flüssig einfacher gebaut sein dürfen = weniger Druck, weniger Schiffsbau Kosten, und dann am Zielort wird NH3 zu H2 und N2 oder NOx umgesetzt (genaues Verfahren müßte ich nachsehen) = Verfahrenskosten + frei werdende .Energie (wenig)
Dazu kommt, dass auch N§ wohl nur als verflüssigtes Gas transportiert werden kann, NH3 ist gasförmig, die Ammoniaklösungen im BAumarkt sind alle in Wasser gelöstes NH3 Gas. Also auch = Kosten für aufwendige Gastanker.
Ich frage mich auch, ob die Gastanker, egal ob bei Erdgas, H2 oder NH3, ob die überhaupt generell "offen" fahren können, also mit Druckventilen, um den Gasdruck des verflüssigten Gases niedriger zu halten. Das hieße ja im Fall von brennbaren Gasen, dass der Gastanker ständig eine "Fahne" aus H2 oder Methan hinter sich ehr ziehen würden. Mir kommt das gefährlich vor.
Die Verbrennung von gasförmigem NH3 an Luft zur Energiegewinnung läuft nicht besonders gut, also halbe Energie wie gleiches Volumen Diesel kommt mir irgendwie spanisch vor.
Dazu
www.research-collection.ethz.ch/bitstream/...eth-21090-02.pdf
ist schon von 1945, aber ist so gut wie neu :o), Energiebilanz NH3 Verbrennung Seite 9.
All die Betrachtungen, die im Umfeld Klimazeugs :o) und auch zu H2 Logistik, oder die zum "Herausfangen" von CO2 aus der Luft kursieren, die erfordern physikalisch technisches Verständnis, was aber die meisten, die sich da zu Wort melden, oder sich auf die Straße kleben :o), nicht haben.
Falls Du Chemieingenieur sein oder gewesen sein solltest, wäre ja möglich, dann wirst Du all das besser kennen wie ich. Biste als Chemieingenieur auf einem Gastanker gefahren die letzten Jahrzehnte ?
Also mein Resümee zu Yara als H2 Transporteur lautet in börsentechnischer Hinsicht : Warten, zu unsicher.
Als Reeder im herkömmlichen Sinn Chemietransporte etc. gilt das nat6ürlich nicht, da ist Yara sicher gut.
P.S.
Kennst du das da schon bei Deinen H2 / NH3 Recherchen ?
www.umsicht.fraunhofer.de/de/...ransport-von-wasserstoff.html