Danke für deine Antwort. Ich schließe daraus, dass die Erhöhung der Lebenshaltungskosten (also das, was der Ottonormalverbraucher als Inflation erfährt) zumindest nicht wesentlich von der in D nach oben abweicht. Meine Vermutung war ja, dass dies die Wechselkursentwicklung "erklärt". Von daher könnte man dann die Wechselkursentwicklung tatsächlich mit dem "Wirken" der Marktirren "erklären".
Meine frühere Bank-"Beraterin" wollte mir mal weismachen, dass das Handeln mit Währungen angeblich zu den spekulativsten Geschäften zählen würde. Finde ich ziemlichen Unsinn, und zwar aus folgenden Gründen:
Bei einer Aktie ist das Verhältnis zwischen "Marktpreis" und "theoretischem Wert" (als rechnerische Größe für das, was bei einer Gesamtliquidierung an Gegenwert herauskäme) meist schlecht, d. h. < 1; sieht man auch am KBV, das in der Regel < 1 ist, wobei fraglich ist, ob der Buchwert den tastächlichen "Wert" eines Unternehmens angibt. Für 1 EUR Unternehmens-Gegenwert zahlt man beim Aktienkauf i. d. R. deutlich mehr als 1 EUR.
Bei Devisen bezahle ich dagegen den tatsächlichen aktuellen Wert (und nicht nur den Preis).
Die Vergangenheit zeigt, dass der Kurs von Währungen auf lange Sicht in wesentlich engeren Korridoren als der von Aktien schwankt. So lange ein Staat nicht Pleite geht, werden diese Korridore auch nicht verlassen. Beim JPY ist das seit 1999 der Bereich zwischen 90 und 170 JPY/EUR und derzeit sind wir nahe an der Obergrenze.
Ich glaube eher, dass das Risiko darin liegt, dass Währungsgeschäfte an der Börse i. d. R. als (gehebelte) Optionsgeschäfte realisiert werden. Durch den festgelegten Basispreis und den durch das Bezugsverhältnis "festgelegten" Hebel (der bekanntlich auch noch von anderen Faktoren abhängt) ist somit bei über- bzw. unterschreiten einer bestimmten Grenze ein Totalverliust möglich. Du hast ja viel Erfahrung mit OSen; ich tue mich mit der Abschätzung (von Berechnung) des "wahren" Wertes aber etwas schwer und das Modell von Black-Scholes ist mir für die Realität zu kompliziert. Deshalb habe ich hier die Strategie, bei einer hoffentlich baldigen Gegenbewegung wieder auszusteigen.
Bisher verlief die Fischaktion wie folgt (bezogen auf
VM8UYT mit Basispreis 162 und Bezugsverhältnis 100:
05.04.2024 1. Kauf für 5,45 bei 164,30 JPY/EUR (1. Fisch)
09.04.2024 2. Kauf für 5,07 bei 164,70 JPY/EUR (2. Fisch)
11.04.2024 Teilverkauf für 5,49 bei 164,24 JPY/EUR (Weitergabe des 1. Fisches)
Führt auf einen effektiven Preis von 5,03 EUR für den verbliebenen Fisch als "effektiv" bezahlter Preis für das (noch) investierte Kapital.
Effektiver Hebel = 7,6/0,24 = 31,7!
denn Kursdifferenz des OS beträgt 0,38 EUR bei 5 EUR Kurswert) = 7,6%
und Kursdifferenz des Basiswertes 0,40 JPY bei 164 JPY Grundwert = 0,24%
Habe mir wohl eine ziemlich "heiße Sache" rausgesucht!
Frage: liegt der extrme Hebel an der großen Nähe zum Basispreis? (Der OS ist ja nzwar "fast" im Geld, aber eben doch aus dem Geld.)