Da rollt was auf die deutschen Banken zu!


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tom68:

Da rollt was auf die deutschen Banken zu!

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23.10.08 21:53
Da rollt was auf die deutschen Banken zu!
Datum 23.10.2008 - Uhrzeit 21:12 (© BörseGo AG 2000-2008, Autor: Berteit Rene, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)

Island vor dem Staatsbankrott und das auch noch mit Deutschland als Hauptgläubiger!

Laut Presseberichten sind die deutschen Banken die größten Kreditgeber des Inselstaates, der nun mit ca. 21 Mrd. $ allein bei diesen in der Kreide steht. Als Normalsterblicher sind das schier unüberschaubare Summen. Aber stapeln sie 1 Euro-Münzen zu einem Turm, dann bräuchten Sie eine 48.000 km große Leiter, um auch noch die letzte Münze auf den Turm legen zu können. Oder Sie wickeln die gesamte Erde einmal mit 1 Euro Münzen ein - Sie können es sich aussuchen.

Dagegen wirken die Verbindlichkeiten gegenüber den nächsten Schuldnern, den britischen Banken mit ca. 4 Mrd. US $ und Schweden mit 400 Mio. USD mehr als nur bescheiden.

www.godmode-trader.de/de/boerse-analyse/...u,a1018215,c20.html
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer
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biergott:

wir helfen doch gern....

 
23.10.08 21:55
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DummundDü.:

Große Peantus für Herrn Ackermann

 
23.10.08 21:57
Das macht uns auch nichts mehr aus. Dann nimmt die DB halt das Staatsgeld an und Ende im Gelände.
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darkpassion:

21 mrd

3
23.10.08 21:58
für rund 100.000 quadrat-km inselfläche - ich denke, das ist nicht zu teuer....
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soulsurfer:

die Manager

2
23.10.08 21:58
sind ihr Geld wert - bis auf den letzten Cent

einfach toll - Risk Managment, Controlling - hochbezahlte Drittanbieter
zur Unterstützung, das alles und dann wird auf ganzer Linie versagt
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tom68:

Deutsche Rentenversicherung legte Millionen bei Le

3
23.10.08 23:12
PLEITEBANK
Deutsche Rentenversicherung legte Millionen bei Lehman an

Peinliches Eingeständnis: Die Deutsche Rentenversicherung hat über 40 Millionen Euro bei der US-Pleitebank Lehman Brothers angelegt, die Unfallversicherung sogar noch mehr. Die Bundesregierung betont, dass das Geld durch den Einlagensicherungsfonds geschützt sei.

Berlin - Die Deutsche Rentenversicherung gerät in den Strudel der Finanzkrise: Nicht nur die Mittelstandsbank IKB Chart zeigen hat Geschäfte mit der inzwischen bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers gemacht. Auch die Deutsche Rentenversicherung Rheinland hat 44,5 Millionen Euro bei der deutschen Tochter der US-Pleitebank angelegt. Zudem machte die gesetzliche Unfallversicherung in Höhe von 57,55 Millionen Euro Einlagen bei Lehman Brothers.

Lehman-Brothes-Zentrale: Der Einlagensicherungsfonds greift

Das teilte die Bundesregierung am Donnerstag auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion mit.

Verzockt habe die Versicherung das Geld demnach nicht: Es sei über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken geschützt, hieß es weiter. Der Fonds ist ein freiwilliges Sicherungssystem der Banken zum Schutz der Kundengelder im Falle einer Insolvenz.

Die Regierung wie auch Sprecher beider gesetzlicher Sozialversicherungen betonten, dass die Mittel geschützt seien. Informationen, ob gesetzliche Krankenversicherungen Geld bei Lehman angelegt haben, habe sie nicht, erklärte die Bundesregierung weiter.

Das gegen die deutsche Tochter der amerikanischen Lehman Brothers Bank verhängte Zahlungsverbot diene in erster Linie dem Gläubigerschutz, erklärte die Bundesregierung weiter. Die Verhängung des sofortigen Zahlungsverbots war demnach "zwingende Konsequenz", nachdem die amerikanische Muttergesellschaft der Bank einen Antrag auf Einleitung des Gläubigerschutzverfahrens gestellt hatte. Mit dem Zahlungsverbot solle sichergestellt werden, dass bei einer späteren Insolvenzeröffnung das noch vorhandene Vermögen unter allen Gläubigern in gleichem Maße verteilt werden könne.

Die Regierung wies aber darauf hin, dass bei der deutschen Lehman Brothers keine Insolvenz vorliege. "Das Gesamtengagement deutscher Kreditinstitute bei Lehman Brothers Holding in Euro bewegt sich im unteren einstelligen Milliardenbereich", so die Regierung. Staatliche Maßnahmen zur Solvenzsicherung bei Lehman erwäge die Regierung nicht.

Banken in Deutschland müssen indes um ihr Geld bangen: Island hat sich einer offiziellen Statistik zufolge den weitaus größten Teil seiner Kredite von deutschen Banken geliehen. Von Bankschulden in Höhe von 75,3 Milliarden Dollar, die vor den jüngsten schweren Turbulenzen der Finanzkrise in Island aufgelaufen waren, stammten 21,3 Milliarden Euro von deutschen Banken, teilte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit. Damit stamme fast ein Drittel des Geldes aus Deutschland. Die BIZ ist eine internationale Organisation, hält Teile der weltweiten Währungsreserven und ist quasi die Zentralbank der Zentralbanken.

Wie viel des deutschen Geldes nach Beginn der schweren Verwerfungen im Oktober wieder zurückgeflossen ist, geht aus der Statistik nicht hervor. Isländische Geldgeber waren in den vergangenen Jahren zu Großinvestoren in ganz Europa geworden und hatten zahlreiche Aufkäufe getätigt, von Modeketten bis Fußballclubs. Im Oktober aber schlitterte Island an den Rand des Bankrotts und die Regierung musste die drei größten Banken des Landes verstaatlichen.

Die Summe, die deutsche Banken nach Island verliehen haben, war damit fünfmal höher als die britischer Banken, wie aus der BIZ-Statistik hervorgeht. Von den britischen Banken waren nur 4,21 Milliarden Dollar geflossen. Der Chef der bayerischen Landesbank hatte am Donnerstag gegenüber dem "Handelsblatt" erklärt, sein Institut leide unter Belastungen von rund 800 Millionen Euro durch sein Engagement in Island.

cvk/AP/Reuters/dpa-AFX

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586142,00.html
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Depothalbierer:

dann wird island eben ein deutsches bundesland.

3
23.10.08 23:19
häuslebauer müssen auch mit haus und land bei der bank haften.

die isländer können ja dann nach grönland umziehen...
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peter555:

Pos 1 Tom 68

2
23.10.08 23:33
Wenn man sowas schon bildlich darstellt sollte man es nicht noch potensieren!!!Nach der Darstellung von 48000
km müsste eine 1Euro Münze 1cm dick sein!!Aber von Goodmode kann man soviel genauigkeit nicht verlangen.
Schliesslich kommen sie mit ihren chartprognosen auch oft nicht klar
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jocyx:

durch den Einlagensicherungsfonds geschützt ?

 
23.10.08 23:38
Wem gehört denn das Geld bzw. wo wird es dann fehlen ! Solche Aussagen sind richtige Verarsche.
Dieses Schreiben wurde mit Hilfe einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage gefertigt und ist deshalb auch ohne Unterschrift rechtswirksam.
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Katjuscha:

Jetzt kommen die Untergangspropheten schon

5
23.10.08 23:42
mit solch schönen bildlichen Vergleichen, wie zum Turm aufgestapelte Euromünzen.  
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tom68:

KfW droht Millionenverlust in Island

 
06.11.08 12:49
DEUTSCHLANDS PANNENBANK
KfW droht Millionenverlust in Island

Die nächste krasse Fehlspekulation: Die staatseigene KfW hat ausgerechnet im Finanzkrisenherd Island mehrere hundert Millionen Euro investiert und den taumelnden Banken des Inselstaats Darlehen gewährt. Mindestens die Hälfte der Gelder gilt schon jetzt als verloren.

Essen/Düsseldorf - Der KfW steht vor neuen Verlusten in Folge der Finanzkrise. Im Rahmen von Fördertätigkeit und Anlagen habe man 288 Millionen Euro in Island angelegt und einen Teil davon voraussichtlich verloren, sagte ein Bank-Sprecher am Donnerstag. Die KfW bestätigte damit im Kern einen Bericht der "Rheinischen Post".

KfW-Zentrale in Frankfurt: Möglicher Millionen-Verlust in Island
Ein an die isländische Glitnir-Bank gezahltes Globaldarlehen in Höhe von 150 Millionen Euro müsse zunächst abgeschrieben werden. Man strebe jedoch einen Gerichtsbeschluss an und sei guter Hoffnung, die Summe später zurückzuerhalten, sagte der Sprecher. Außerdem legte die KfW 138 Millionen Euro in Anleihen bei den drei schwer angeschlagenen isländischen Geldhäusern Glitnir, Landsbanki und Kaupthing an. Hier rechnet das Geldhaus damit, einen Teil des Engagements zurückzuerhalten.

Laut Bundesfinanzministerium hat die KfW außerdem über eine dänische Tochter einer isländischen Bank Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro gegeben. Diese unterlägen allerdings einer dänischen Staatsgarantie und sind sicher. Weiterhin halte die Staatsbank Wertpapiere der Republik Island in Höhe von 52 Millionen Euro. Ob diese ausfallen könnten, sei unklar.

Bereits in den vergangenen Monaten bekam die KfW die Folgen der Finanzkrise zu spüren. So hatten bereits die Milliardenverluste der einstigen Düsseldorfer Tochterbank IKB sowie die fehlerhafte Überweisung von 320 Millionen Euro an die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers das Institut in die Negativschlagzeilen gebracht.

Die KfW lasse in der Finanzkrise keinen Fettnapf aus, sagte der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler der "Rheinischen Post". Auftrag der KfW sei es nicht, den Mittelstand in Island zu fördern, sondern in Deutschland. "Jetzt muss der Steuerzahler leider wieder blechen."

suc/dpa-AFX/AFP
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588850,00.html
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer
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tom68:

Warum die KfW den norwegischen Mittelstand

 
06.11.08 22:56
DEUTSCHE FÖRDERBANK
Warum die KfW den norwegischen Mittelstand unterstützt

Von Anne Seith, Frankfurt am Main

Deutschland fördert den norwegischen Mittelstand über eine isländische Bank - klingt seltsam, ist aber so. 150 Millionen Euro gab die staatseigene KfW zu diesem Zweck als Darlehen. Auch in Anleihen kriselnder isländischer Geldinstitute hat sie investiert. Nun drohen hohe Verluste.

Hans-Peter Burghof ist so erkältet, dass er kaum sprechen kann, doch bei dieser Frage wird er ziemlich laut: "Warum muss eine deutsche Förderbank in Island den Wohnungsbau oder den Mittelstand unterstützen?", empört sich der Bankenexperte der Universität Hohenheim. Das trifft die Sachlage nicht ganz - genaugenommen ist es der Mittelstand in Norwegen, den die deutsche KfW unterstützt. Über eine Bank in Island. Was Burghof nicht minder ärgert. Doch von vorn.

KfW-Sitz in Frankfurt am Main: "Fördertätigkeit und Island klingt seltsam"

KfW-Sitz in Frankfurt am Main: "Fördertätigkeit und Island klingt seltsam"
Rund 150 Millionen Euro gab das Frankfurter Geldinstitut an die isländische Glitnir-Banki als sogenanntes Globaldarlehen, das genau zu diesem Zweck bestimmt ist: Es soll in die Förderung des Wohnungsbaus und mittelständischer Firmen fließen, wie ein KfW-Experte sagt. Die Glitnir gab das Geld weiter an ihre norwegische Tochter, die die Millionen wiederum zur Refinanzierung von Krediten an mittelständische Unternehmen in Norwegen weiterleitete. Unabhängig von dieser Rochade droht das Geld nun verlorenzugehen, weil die Glitnir eine der Krisenbanken des Pleitestaats Island ist.

Damit nicht genug: Weitere 138 KfW-Millionen flossen in Anleihen der Glitnir und der beiden anderen wankenden isländischen Großbanken Landsbanki und Kaupthing. Insgesamt drohen nun also 288 Millionen Euro auszufallen. Das Bundesfinanzministerium schrieb dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler auf eine entsprechende Anfrage, 98 Millionen Euro seien als vorläufige Risikovorsorge schon gebildet worden.

Sicher die KfW ist nicht die einzige Bank, deren Geld nach Island floss und das nun verlorenzugehen droht. Der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge borgte sich der Inselstaat bis kurz vor Beginn der jüngsten Turbulenzen insgesamt über 21 Milliarden Euro bei deutschen Bankhäusern - wie viel danach noch zurückgeflossen ist, weiß man nicht. Die Commerzbank Chart zeigen gab für das dritte Quartal bereits Belastungen in Höhe von 260 Millionen Euro an, die Bayern LB musste 1,4 Milliarden Euro abschreiben.

Die KfW gibt sich im Gegensatz dazu noch "guter Hoffnung, einen Teil des Geldes" zurückzubekommen. Entsprechende rechtliche Schritte wurden eingeleitet. Trotzdem sorgt vor allem die Gewährung der Darlehen für den ausländischen Mittelstand für Empörung. "Die immerwährende Ausweitung der Förderpolitik der KfW ist absurd", sagt Bankenexperte Burghof.

Die KfW verteidigt sich: Aufgrund von EU-Abkommen sei man verpflichtet, auch in anderen Staaten der Gemeinschaft sowie in deren Nachbarländern Geld für Wohnungsbau und mittlere Firmen bereitzustellen - um Wettbewerbsverzerrungen im Vergleich zu Deutschland zu vermeiden. Immerhin sei man die "größte nationale Förderbank" der Gemeinschaft, wie ein Experte der Bank SPIEGEL ONLINE erklärt.

"Die KfW hat sich im Rahmen des normalen Geschäfts und ihres gesetzlichen Auftrags bewegt", heißt es auch im Bundesfinanzministerium. Umso schlimmer, findet Bankenexperte Burghof. Dieser Auftrag sei doch vollkommen überdimensioniert - wie ja nun offensichtlich werde.

"Bild" taufte die KfW "Deutschlands dümmste Bank"

Die Gefahr, dass die nach Island gebrachten Millionen nun ausfallen, ist nur eine von vielen Erschütterungen für die Bank, die zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern gehört. Die Finanzkrise hat die KfW schwer gebeutelt - und viele Probleme der Bank schmerzhaft hervortreten lassen. Erst hatte sich die hauseigene Mittelstandsbank IKB auf dem US-Häusermarkt verzockt und die KfW tief in die roten Zahlen gerissen. Die damalige Chefin Ingrid Matthäus-Meier musste gehen, die IKB wurde an den texanischen Finanzinvestor Lonestar verkauft.

Der gewiss schwärzeste Tag für das Institut war aber jener Montag, an dem knapp 320 Millionen Euro an die bereits pleitegegangene US-Investmentbank Lehman Brothers überwiesen wurden.

Seitdem sind die drei Buchstaben KfW auch politisch Uninteressierten ein Begriff - weil sie aus den Schlagzeilen nicht herauskommt. "Deutschlands dümmste Bank", titelte die "Bild". Zwei weitere Vorstände mussten gehen, ein Bereichsleiter wurde in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und durchsuchte Büroräume nach Beweismaterial.

Selbst dem seit September amtierenden KfW-Chef Ulrich Schröder - gegen den ebenfalls ermittelt wird - ist klar: Es besteht Handlungsbedarf. Die Lehman-Pleite zeige "grundlegende Schwächen" und "strukturelle Defizite im Risikomanagement", analysierte er nach dem Vorfall und legte einen Vierpunkte-Reformplan vor. Eine interne Revision wurde durchgeführt, dann guckten sich die Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers (PWC) die Strukturen an.

Inzwischen sind Berater von McKinsey im Hause unterwegs, weil auch die langjährige Geschäftsbeziehung mit PWC in der Kritik steht und nun ein "regelmäßiger Wechsel" der Wirtschaftsprüfer stattfinden soll, wie KfW-Sprecher Michael Helbig sagt.

Doch es liegt gar nicht allein in der Macht von KfW-Chef Schröder, den Laden wieder in Schwung zu bringen, wie Experten mahnen. Eine grundlegende Reform müsse vom Gesetzgeber in Angriff genommen werden. Dirk Schiereck etwa von der TU Darmstadt will das Geldinstitut endlich der Bankenaufsicht unterstellen. Zudem müsste der 37-köpfige Verwaltungsrat nach Meinung vieler Beobachter dringend verkleinert und mit mehr Bankern besetzt werden. Derzeit sitzen in dem Aufsichtsgremium diverse Bundes- und Landesminister, Abgeordnete, Gewerkschafts- und Industrievertreter.

Vor allem aber eint sämtliche Ökonomen eine Forderung: Es muss geklärt werden, wen und was die Förderbank eigentlich fördern soll. Wie viel konkrete Programme es gibt, kann die Bank selbst auf Anfrage nicht direkt sagen. Auch dort weiß man: Es gibt sicher viele Überlappungen auf der einen und Lücken auf der anderen Seite, weil das Förderdickicht immer weiter wächst. Die Bank gibt Kredite an Hausbauer und Studenten, unterstützt mittelständische Unternehmen, Projekte im Bereich erneuerbare Energien, den Export und die Entwicklungszusammenarbeit.

Nebenbei parkt der Bund immer wieder Aktienpakete etwa von Post oder Telekom bei der KfW, die dafür Geld bezahlt und die Anteile später weiterverkauft. "Das hat mit Förderpolitik nichts mehr zu tun", sagt Schiereck, und dafür sei "dieser Nebenhaushalt, den der Bund sich da hält" ziemlich riskant für die Bank. Wenn die KfW etwa die eingekauften Aktien nicht zum gleichen Wert loswerde, belaste das das hauseigene Budget.

"Es muss dringend etwas getan werden", fordert auch FDP-Politiker Schäffler nach dem Island-Debakel. Denn dass die Bundesrepublik eine Förderbank braucht, sieht sogar der Liberale ein. Vor allem in der Kreditkrise sei die Bedeutung der Bank wieder sichtbar geworden - so ist es jetzt an der KfW, wichtige Teile des am Mittwoch beschlossenen Konjunkturprogramms umzusetzen.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588926,00.html
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tom68:

Dt. Banken sitzen auf Giftpapieren in Milliardenhö

 
17.01.09 13:42
Deutsche Banken sitzen auf Giftpapieren in Milliardenhöhe

Bundesregierung und Bankenaufsicht schlagen Alarm: SPIEGEL-Informationen zufolge ergab eine Umfrage unter den führenden deutschen Finanzkonzernen, dass die Bilanzen der Institute mit faulen Wertpapieren bis zu 300 Milliarden Euro belastet sind. Nur ein Viertel davon wurde bereits abgeschrieben.

Hamburg - Die Finanzkrise hat die deutsche Bankenbranche fest in ihrem Griff. Den Geldkonzernen drohen weitere Verluste in Milliardenhöhe. Nach SPIEGEL-Informationen haben die Institute erst einen Bruchteil ihrer faulen Wertpapiere rund um amerikanische Hypothekendarlehen und Studentenkredite abgeschrieben.

Finanzplatz Frankfurt: Faule Wertpapiere belasten Bilanzen
Das ergab eine Umfrage von Bundesbank und Bankenaufsichtsbehörde BaFin unter 20 großen Kreditinstituten, die für das Bundesfinanzministerium erstellt wurde. Befragt wurden alle Großbanken und Landesbanken.

Danach besitzen diese Institute "toxische Wertpapiere" im Volumen von knapp unter 300 Milliarden Euro, von denen erst rund ein Viertel abgeschrieben wurde. Der Rest steht noch immer zu mittlerweile illusorischen Werten in den Büchern. Das Finanzministerium selbst geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor Risikopapiere mit einer Summe von bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt.

Regierungsexperten rechnen daher mit einem erheblichen Wertberichtigungsbedarf, der zu weiteren hohen Verlusten bei den Banken führen dürfte. Das wiederum bedeutet, dass schon bald noch mehr Institute auf staatliche Kapitalspritzen angewiesen sein könnten.

Erst kürzlich hatte sich die Commerzbank Chart zeigen unter den Schutzschirm begeben. Der Bund hält nun eine Sperrminorität an dem Institut. Auch die Landesbank LBBW hat weiteren Kapitalbedarf angekündigt. Zudem wird in der Branche über weitere Hilfen für den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Chart zeigen spekuliert.

Deutsche Bank beendet Eigenhandel

Erst Mitte der Woche hatte die Deutsche Bank Chart zeigen Milliardenverluste für das abgelaufene Quartal angekündigt. Für das Gesamtjahr geht das größte deutsche Geldinstitut von einem Verlust von etwa 3,9 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig musste Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann die Deutsche Post Chart zeigen - und damit indirekt den Staat - als Großaktionär ins Boot holen, um den Kauf der Postbank Chart zeigen noch einigermaßen kapitalschonend stemmen zu können.

Die Deutsche Bank bereitet weitere Einschnitte vor. Nach hohen Verlusten von rund 1,5 Milliarden Euro hat der Vorstand nach SPIEGEL-Informationen entschieden, in der aktuellen Situation ganz aus dem Eigenhandel mit Wertpapieren auszusteigen.

Noch in der zweiten Jahreshälfte 2008 durften ein paar hundert Händler mit dem Kapital der Bank einem zweistelligen Milliardenbetrag auf die künftige Entwicklung von Aktienkursen oder Kreditderivaten setzen. Damit ist nun Schluss. "Die Risiken sind einfach nicht mehr vertretbar", sagt ein mit der Situation vertrauter Manager.

Im Eigenhandel mit Aktien sind schon die meisten Risiken beseitigt. Doch bei Kreditderivaten verzögert sich der Ausstieg, weil die Kontrakte teilweise erst in einigen Jahren abgewickelt werden können.

Keine Chance für Bad Bank

Angesichts des hohen Abschreibungsbedarfs hält es Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) für unverantwortlich, dass der Staat die Papiere in einer sogenannten Bad Bank übernimmt. "Das würde im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Bundesschuld mehr als verdoppelt", rechtfertigt ein Mitarbeiter Steinbrücks die Ablehnung gegenüber dem SPIEGEL. Derzeit hat der Bund Schulden von fast einer Billion Euro.

Bankenvertreter fordern schon seit längerem die Einrichtung einer Bad Bank, also einer Art staatlichen Mülldeponie für faule Kredite. Ohne die Maßnahme könne der Kreditfluss nicht wieder in Gang kommen, argumentieren sie.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601800,00.html
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