auch wenn ich nicht mehr investiert bin muss ich mal ein paar dinge zu den letzten "Beiträgen" schreiben. Zum einen muss ich einigen Vorrednern recht geben der Theard wird langsam wirklich unübersichtlich durch zig Einzeiler und das absondern von "wünschen" oder wie ich es nennen würde Gebete.
wenn man so was ließt wie "20 euro wären schon was" frag ich mich "ja und 100 euro wären erst was" aber warum postet man das und womit begründet man diese wunsch. persönlich führe ich die vielen Einzeiler darauf zurück, dass zu viele firmen freies internet bieten und die Mitarbeiter einfach Langeweile haben und "chatten" wollen.
den Goodwill von corestate mit dem Goodwill von den Fang Aktien zu vergleichen sorgt immerhin bei mir für Unterhaltung. Diese Unternehmen haben sich durch ihre Übernahmen in ihren jeweiligen Bereichen Geschäfmodelle aufgebaut, welche diese zu Platzhirschen machten und für enorme einnahmen sorgten. sicherlich ist auch bei den Fang Aktien nicht alles gold was glänzt und damit nicht jeder euro Goodwill auch ein patent aber wenn man überlegt was Facebook für intragram und WhatsApp gezahlt hat und wie riesig die beiden Plattformen heute sind, dann hat sich jeder euro Goodwill gelohnt.
der Grund für meinen ausstieg bei corestate war die hohe Verschuldungsquote. durch die geänderte dividendenpoltik soll diese zwar heruntergefahren werden, persönlich glaube ich das corestate zu diesem schritt aber mehr gezwungen wurde. Dies mache ich an der Wandelanleihe fest. Das managment von corestate ist beim herausgeben von dieser sicherlich davon ausgegangen, dass diese gewandelt wird und man so die schulden einfach reduzieren kann. schaut man stand heute auf die Wandelanleihe ist corestate sehr weit von der Wandlung entfernt. Ich glaube zwar nicht dass die Refinanzierung platzt.
aber man muss sich mit den alternativen beschäftigen.
Möglichkeit eins: Corestate führt durch die ausbleibende Wandelung der Anleihe eine Kapitalerhöhung durch (hatte hier bereits mal erwähnt und wurde dafür kritisiert). dadurch würden natürlich die Altaktionäre verwässert werden. vorteilwäre, dass die Zinslast und Verschuldung sinkt.
Möglichkeit zwei: Corestate finanziert sich durch eine neue Anleihe oder ein Bankdarlehen. An dieser Stelle habe ich starke bedenken, dass man sich wieder zu einem Coupon von 1,375 % refinanzieren kann. Aktuell zahlt man für die Anleihe nur 2,75 Mio Zinsen im Jahr. In guten Zeit wo man um die 100 Mio Gewinn macht kein Problem. In schlechten Zeiten kann es den Unterschied machen. Wenn man sich nun für 3 % refinanzieren muss, steigt die jährliche Zinszahlung für dieses Darlehen auf 6 Mio und der Unterschied in schlechten Zeiten wird deutlicher.
Möglichkeit drei: man verwendet Eigenkapital um für die neue Refinanzierung bessere Konditionen zu erhalten.
natürlich steht die Refinanzierung erst 2022 an und man hat bis dahin noch zeit das unternehmen und die damit verbundene Bilanz wieder in die richtige Richtung auszurichten. womit ich hier zum positiven kommen möchte gelingt das schulden reduzieren nachhaltig und steigen die gewinne wieder annähernd auf das alte level haben wir hier eine hohe Rendite Chance. aber das wird kein Selbstläufer. Wenn ich aussage sehe wie "Immobilien gehen immer" wird mir schlecht. corestate hat hier sicherlich einen hohen kompetenzgrad aber muss diesen auch verteidigen, sonst wandern künden ab.
Ich drücke allen investierten die Daumen, dass eure Anlageidee aufgeht und will mit meinen Beitrag nur darauf aufmerksam machen, dass man die augen vor möglichen Risiken nicht verschließen darf. persönlich habe ich erstmal von corestate zu Coty umgeschichtet. auch dort gibt es einige Baustellen aber ich halte dort das Chance Risiko Verhältnis attraktiver.
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