Hallo lieber Finanz- und Wirtschaftsfachmann !
Zum wiederholten male, ich weiß nicht, wie Sie zu dem Pseudonym informierter kommen ?
Liest man das, was Sie so im laufe der Zeit so von sich geben, frägt man sich ganz
zwangsläufig, woher Sie diese Weisheiten haben, vielleicht von Ihren "Gleichgesinnten" ?
Liest man das nachfolgende von Ihnen, kann man Ihr Pseudonym nicht ernst nehmen !
"Die Aktionäre eines Unternehmens, das z.B. 500 Mio Dollar wert ist, werden sicher nicht dieses Unternehmen für 200 Mio an WMIH verkaufen, nur damit dann die WMIH Aktionäre die NOLs besser nutzen können." (Im anderen Beitrag steht das sinngem. selbe.)
Sie sagen damit, Firmenübernahmen unter Wert sind eigentlich ausgeschlossen !
Es kann auch ganz anders, nämlich auch so laufen:
Gerade bei Douglas läuft jetzt so etwas ab, wobei da die "Aktionäre" einen Kurswert
erhalten, welcher noch 10 % od. mehr über dem derzeitigen Kurswert liegt.
Glauben Sie wirklich, daß der US-Investor "LVMH" eine solche Übernahme vollzieht,
wenn er sich damit nicht in welcher Hinsicht auch immer große Vorteile verspricht
und ihnen dieser Bezahlbetrag nicht weit mehr einbringt oder das Ganze für sie zumindest
weit höherwertig einschätzen, als der derzeitige Kurswert plus diese 10 % - ige höhere
Angebotskaufsumme ?
Und dann gibt`s da auch noch die klassische Methode:
Wissen Sie eigentlich, was die in der Schwarzliste eines "Stern"-Artikels aufgelisteten Beteiligungsgesellschaften KKR und WCM, die Bank Goldman Sachs, sowie die Private-Equity-Firmen Apax, BC Partners, Carlyle Group, Advent International, Permira, Blackstone Group, CVC Capital Partners und Saban Capital Group alle unter anderem so machen ?
Sie kaufen auf Kante oder bereits darüber stehende Unternehmen mehr als nur günstig
deutlich UNTER WERT auf, splitten diese dann in einzelne Geschäftsbereiche auf und verkaufen diese dann mit ansehnlichen Gewinnen. Oder sie sind nach Erstellung von Wirtschaftsgutachten und Expertenrat der Meinung, aus diesem Unternehmen ist noch
viel mehr zu machen, diese Firma hat bislang viel ungenutztes Potential oder wurde nur schlecht geführt, dann investieren sie (für ihre Verhältnisse ETWAS) Geld, ändern die Geschäftsausrichtung, die Programmpalette, das Geschäftsmodell, nehmen neue Geschäftsbereiche hinzu / strukturieren um, tauschen das Management oder machen das selbst usw. und wenn nach einer gewissen Zeit das Unternehmen wieder gut läuft, wird es weit über dem EK. + Kapitalspritze + bisherigem, angefallen Kostenaufwand wieder mit ordentlich Gewinn verkauft.
Man nennt diese Leute auch "Heuschrecken, Geierfonds, Stechmücken in Nadelstreifen" usw. welches unseriöse Geschäft man auch als eine Art Marktradikalismus bezeichnet im Gegen-satz zum allseits von den Regierungen erwünschten Modell, der sozialen Marktwirtschaft.
Natürlich ist das eine der unseriösesten, rücksichtslosesten Geschäftspraktiken !
Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten – sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen dann weiter !
Niemand sagt, das sei ein wünschenswertes Modell, aber mit diesem Modell wird genau das praktiziert, was Sie für fast unmöglich halten, nämlich es ginge nicht, Unternehmen, welche
eigentlich mehr wert sind zu einem darunter liegenden Preis zu erwerben,
(Übernahmegesellschaften sehen diese in Frage kommenden Company`s aus ganz bestimmten Gründen wie z.B. derzeit schlechte Geschäftslage, 2 Quartale mit fallenden Gewinnmargen usw., nat. gerade deshalb für D E R Z E I T oder ganz grundsätzlich als UNTERBEWERTET an, ergo also auch eine Art unter-Preis-Erwerb.) um es nach Rstrukturierung oder anderer Maßnahmen oder Zerschlagung in meherer Geschäftsfelder und Einzelverkauf, danach wieder mit deutlichem Ges.-Gewinn zu verkaufen.
Ergo: Nicht das wünschenswerteste, aber es geht natürlich
und ist heute tagtägliche Realität im Raubtierkapitalismus !
Wie Sie an dem oben gen. Beispiel ersehen können und welches Szenario sich tagtäglich weltweit immer wieder auf`s neue abspielt, ist, daß genau das, sehr wohl eben doch, wenn auch (z.T.) über Umwege möglich ist. Einer der Gründe dafür, daß eben diese Company`s Geld ohne Ende machen, sind eben genau solche Praktiken als Bestandteil ihres Tätigkeitsfeldes !
Nochmals, das halte ich für unseriös, aber derzeit ist das weltweit scheinbar erlaubt und widerspricht auch nicht derzeit gültigen Gesetzen.
Auf diese Weise können leicht aus $ 200 Millionen recht schnell weit mehr werden und auf
diese Weise wie ich hier schon öfters schrieb, auch die Nols zunehmend schneller verwertet
werden, als wenn man sich auf die klassischen Geschäftsfelder beschränkt ! Und hat solch ein System erst einmal mehrfach funktioniert, werden sich ganz schnell Investoren finden, welche das nat. mitverfolgten und recht gerne mit etwas oder mehr Kapitaleinsatz - daran partizipieren möchten.
Erinnert uns diese heute üblich Praxis nicht mit den Aktivitäten von J.P.M. oder ist
jemand nicht der Ansicht, daß das prioritäre Kalkül lediglich war, mit der Wamu-"Übernahme" Milliardengewinne zu machen ? Und zwar mit ebenso vollkommen rücksichtslosen, legalen sowie illegalen, (auch finanziellen) Mitteln sowie der umfang-
reichen Nutzung der ganz sicher sehr vielschichtigen, vorhandenen Interdependenzen !
Gruß
SW.