Wir haben eine einsetzende Rezession in den USA bei gleichzeitig hoher Inflation und steigenden Zinsen. Wann in den letzten 40 Jahren gab es das schonmal. Es sieht vieles danach aus, dass Dr. Doom (Marc Faber) nun bald recht bekommen wird. Der totale Zusammenbruch ist nur eine Zeitfrage.
"Faber vergleicht die von der Realwirtschaft entkoppelte, massiv liquiditätsgetriebene Ökonomie mit einem immer weiter wachsenden Krebsgeschwür. Sie werde zum „ultimativen Zusammenbruch“ führen, der die „Grundfesten unserer kapitalistischen Gesellschaft in Brand“ setzen wird."
de.wikipedia.org/wiki/Marc_Faber_(Fondsmanager)
Eigentlich sah vieles schon 2008/2009 nach dem ultimativen Zusammenbruch aus, aber die Zentralbanken haben das mit einer nie dagewesenen Liquiditätsschwemme aufschieben können. Die Geldpolitik wurde aber nie wieder normalisiert. Das passiert jetzt, wo die nächste Krise heraufzieht und wo eigentlich der Zeitpunkt für geldpolitische Lockerungen gekommen ist. Diese aber würden die ohnehin schon historisch hohe Inflation noch weiter anzheizen. Eine Patt-Situation für die Zentralbanken, aus der ich kein Entrinnen sehe. Insofern stellt sich die Frage: Welche Großbank wird diese unausweichliche Krise halbwegs schadlos überstehen. Ob die CoBa dazugehören wird?
Ich habe mich länger nicht mit der CoBa beschäftigt. Haben die nicht ein relativ ausgeprägtes Rentenportfolio in den Emerging Markets? Oder hat sich das mittlerweile geändert. Wenn die US-Renditen steigen, dann steigen auch die Renditen von EMD (emerging market debt), das zumeist auf USD denominiert ist. Insofern wäre ich hier mit optimistischen Prognosen sehr vorsichtig.